Sprittung Warentest

Krieg der Eispiraten

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Ich brauche Klopapier für mein Arschloch!
Gesamtnote: +1+1+0+0+0
ausreichend
Trash-Faktor: +1+1+1+1+1
alles sieht doppelt so billig wie in Troma-Filmen aus
Witz: +1+1+0+0+0
einige geile Sprüche, viele ungeile Längen
Vulgarität: +1+1+1+1+0
Aliens auf dem Klo und anderer Schabernack
Splatter: +1+1+0+0+0
Kopp ab, Hand ab, das war's, 2 Punkte
Titten: +1+1+0+0+0
potentiell gut, aber im Endeffekt amerikanisch prüde
Alkoholverherrlichung: +1+1+0+0+0
Piraten die nicht permanent saufen? Wo gibt's denn sowas?
Soundtrack: +1+1+0+0+0
belangloser 80er-Quatsch

Fakten

Jahr: 1984
Land: USA
Dauer: 94 Minuten
FSK: 12
Hauptdarsteller: Robert Urich, Mary Crosby, Anjelica Huston, Ron Perlman
Originaltitel: The Ice Pirates
Buch: Stewart Raffill, Stanford Sherman
Regie: Stewart Raffill
Produktion: John Foreman
Musik: Bruce Broughton

Testbericht

Dieses Billigfilmchen aus den 80ern wurde mir von diversen Leuten aus dem Sauerland als Kultfilm angepriesen, doch ich sehe nichts, was diesen Qualtitätsanspruch rechtfertigen sollte. Soviel vorweg. In "Krieg der Eispiraten" geht es um eine Horde von siffigen Rauhbeinen, die Raumschiffe überfallen, um an den begehrten Rohstoff Wasser zu gelangen. Der ist nämlich knapp, da man alle 6 wasserenthaltenden Planeten des Universums oder so kaputt gemacht hat. Und so sind alle auf der Suche nach dem sagenumwobenen siebten Planeten. Um aus reiner Gehässigkeit auch das letzte Quentchen Spannung zu zerstören: es handelt sich hierbei natürlich um die gute alte Mutter Erde. Innerhalb dieses mageren Plots agiert der weitgehend unbekannte Schauspieler Robert Urich als Sozialhilfe-Han-Solo, er darf sich mit einem wenig erbaulichen Leia-Verschnitt (Mary Crosby) einlassen, wobei amerikanische Prüderie die einzige Hoffnung auf eine gescheite Tittenszene versaut, und der Rest des Ensembles ist auch kaum besser. Die Kulissen sind teilweise unglaublich schlecht und erreichen nicht einmal das Pappmaché-Level von Raumschiff Enterprise, die Effekte schließen sich diesem Endruck nahtlos an und die Kostüme sind unterste Schublade. Hier wurde einfach alles aus Hollywoods altgedienten Garderoben gefischt, was nicht schnell genug von Motten gefressen werden konnte.
Da kann man schon fast von Glück sprechen, dass die Qualität der Kaufkassette unterstes Niveau besitzt. Vor lauter Farbgewirr (das Bild wird desöfteren einfach mal nahezu komplett grün) und Nachzieheffekten kann man kaum etwas erkennen. Wenn "Krieg der Eispiraten" einfach schlecht wäre, könnte ich den Kultanspruch ja noch verstehen. Aber so bleibt einfach eine stinklangweilige und kaum witzige Parodie übrig, bei der 95% aller Gags voll in die Hose gehen, und die trotz Produktion durch ein Majorstudio schlimmer aussieht als 3 B-Movies zusammen.
[mg]

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