Sprittung Warentest

Ice Age

Produktfoto
Rattenhörnchen in aufmerksamer Pose
Gesamtnote: +1+1+1+1+1
sehr gut
Trash-Faktor: +0+0+0+0+0
absolut professionell gemacht
Witz: +1+1+1+1+1
nur 2, 3 sentimentale Szenen lassen Zeit zum Luftholen
Vulgarität: +0+0+0+0+0
keimfreie Dialoge in frostiger Umgebung
Splatter: +0+0+0+0+0
alle Kämpfe laufen völlig unblutig ab
Titten: +1+0+0+0+0
den Faultierdamen hat man ganz schöne Hupen unter den Pelz gezaubert
Alkoholverherrlichung: +0+0+0+0+0
Ice Age, nicht Ice Beer
Soundtrack: +1+1+1+0+0
der übliche Orchesterschmu

Fakten

Jahr: 2002
Land: USA
Dauer: 77 Minuten
FSK: -
Hauptdarsteller: Otto Waalkes, Arne Elsholtz, Thomas Fritsch, Chris Wedge
Originaltitel: Ice Age
Buch: Michael Berg, Michael J. Wilson, Peter Ackerman
Regie: Chris Wedge
Produktion: Lori Forte
Musik: David Newman

Testbericht

So, da ich den Film bereits zum zweiten Mal gesehen habe, denke ich, dass mir die Ehre gebührt, ihn auch vorzustellen. Es dürfte eigentlich fast jeder Ice Age kennen, oder zumindest den schon vor mehreren Monaten umjubelten Trailer, in dem ein nicht näher zu definierendes Etwas, das wie eine obskure Mischung aus Ratte, Eichhörnchen und Säbelzahndingsbums wirkt, versucht, eine Eichel im ewigen Eis zu verstecken. Mit dieser Szene beginnt dann auch Ice Age, schwenkt aber bald auf eine recht austauschbare Story um. Der Säbelzahntiger Soto hat es auf ein Menschenbaby abgesehen, um Rache zu üben, da die Menschen seine Artgenossen der Felle wegen jagen. Die Mutter kann das Kind in letzter Minute retten, verletzt sich dabei allerdings lebensgefährlich und vertraut das Blag kurz vor ihrem Tod dem großartig frisierten Mammut Manfred an. Manfred befindet sich in nicht gänzlich beabsichtigter Gesellschaft des Faultiers Sid (gesprochen von Otto). Gemeinsam beschließen sie, das Baby zu den Menschen zurückzubringen, müssen jedoch, um diese zu finden, auf die Dienste des Säbelzahntigers Diego vertrauen. Diego aber handelt im Auftrag Sotos: er soll ihnen eine Falle stellen.
Was sich von der Story her eher müde und nach jedem x-beliebigen Disneyfilm anhört, wurde hier absolut genial umgesetzt. Ice Age setzt auf vordergründigen Humor mit unglaublicher Animation, feiner Situationskomik und rasanten Slapstickszenen. Immer wenn der Film droht, eine Länge aufzubauen, kommt garantiert wieder ein bescheuerter Kommentar von Sid, ein furztrockener Konter von Manfred oder Diego oder eine geniale Rattenhörnchenszene. Dabei ist der Film jederzeit fantastisch gemacht und bietet viel für's Auge. Meine persönlichen Favoriten sind die völlig behämmerte Dodo-Melonen-Szene und die Abfahrt durch die Eishöhle (bei der es im Kino wegen des fetten Bass-Sounds schonmal Opas Gebiss rausmeißeln kann). Was soll man noch sagen? Reingehen, angucken, weglachen! Shrek und die Monster AG packt Ice Age locker in die Tasche.
[mg]

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