Gemäß unserem in der westlichen Welt weit verbreiteten Glauben gibt es einen Gott, der vor langer Zeit in exakt sieben Tagen diesen kleinen, schnuckeligen Planeten und alles, was darauf kreucht und fleucht, erschaffen hat. Es existieren allerdings einige Wesen auf Mutter Erde, bei denen man sich fragt: "Hat Gott wohl heimlich einen achten Tag für seine Schöpfung verplempert? Den in der Bibel vertuschten Bonustag, an dem er all seinen Hass entladen hat und das verfügbare Restmaterial in eine Handvoll widerlicher, potthässlicher Kreaturen gesteckt hat?"
Nun glauben anständige Sprittologen natürlich nicht an das Schöpfungsgewäsch, sondern an das Prinzip der Evolution. Dieses raffinierte Verfahren, das in Jahrmillionen nur die Besten der Besten überleben lässt, den natürlichen Filter, der alles Schwache vernichtet und nur die Elite überleben lässt. Zweifel an der Evolutionstheorie werden laut, wenn man sich die folgenden Tierchen mal näher anschaut. Hässliche, dumme Viecher, die nur überlebt haben, weil sie ihre Nischen im Ökosystem gefunden haben. Nischen, die keine andere Art besetzen wollte und in der sie deshalb sogar vor ernsthaften Feinden ziemlich sicher zu sein scheinen.
Doch genug der warmen Worte. Entscheiden Sie selbst: Welches der folgenden Tiere wurde von der Evolution am kräftigsten ins Knie gef***t?
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Wirklich unterscheiden kann man die erst, wenn man sie aufschneidet. Dann ist erstere nämlich ekelhaft grün, während der zweite lecker blutfleischigrot ist. Aber was unterscheidet die beiden denn noch? Das eine ist ne Frucht, das andere ein Tier. Gut. Das eine kann fliegen, das andere, nee Moment... Das eine hat nen Schnabel, jetzt ham wa's! Dazu noch'n Kopf und zwei kleine Stummelbeinchen, das war's aber auch schon mit körperlichen Extremitäten. Der Kiwi ist Neuseelands Vorzeigeobjekt Nummer 1: Ein Vogel ohne Flügel! Verrücktes Huhn. Und weil sich dieser Ball mit Füßen so für sein Äußeres schämt, traut er sich nur nachts raus. Dann krabbelt er debil durch die Wälder Neuseelands und stochert mit seinem Schnabel nach Würmern; die können ihm wenigstens nicht wegfliegen. Der Kiwi steht wie alle hässlichen Tiere unter Naturschutz. Die Evolution hätte es also fast geschafft, was unseren Glauben in diese Theorie dann doch wieder etwas bestärkt.
Der Pinguin hat etwas, wovon ein Kiwi nur träumen kann: Flügel. Aber kann er deshalb auch automatisch fliegen? Nein. Er braucht seine Flügel nur, um auf glitschigen Eisschollen das Gleichgewicht zu halten, was ihm, wie wir aus 635 Episoden "Pleiten, Pech und langweilige Homevideos" wissen, nicht immer gelingt. Es gibt verschiedene Pinguin-Arten, von denen wir an dieser Stelle ein paar vorstellen wollen:
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| Soldatenpinguin [3] | Dick-und-Doof-Pinguine [4] | Mike-Krüger-Pinguin [5] | Hasskappenpinguin [6] |
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| Guinness-Pinguin [7] | Barnabas-Schill-Pinguine [8] | Hulk-Pinguin [9] |
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| Bomberpilot-Pinguin [10] | [11] Forrest-Gump-Pinguin |
Gestatten? Familie Mull. [12]
Mull! Mull! Sondermull! [13]
Da muss der Allmächtige aber einen verdammt schlechten Tag gehabt haben. Dieser Penis mit Schneidezähnen lebt in den Halbwüsten Ostafrikas. Dort organisieren sich Nacktmulle in riesigen Inzestkolonien, die dort leben, wo sie den Rest der Welt nicht mit ihrem Anblick schocken können: unter der Erde. Chef im Haus ist das einzige gebärfähige Weibchen, das permanent Nachwuchs in den Bau schießt und sich dazu einen kleinen Nacktmull-Harem hält. Der Rest der Kolonie verbringt den ganzen langen Tag damit, Gänge zu buddeln und in die gemeinsam genutzte Klohöhle zu kacken und zu urinieren. Man glaubt es kaum, aber anhand des Geruchs dieser Fäkalgrube, durch die halt alle Angehörigen eines Clans regelmäßig durchwaten, identifizieren die Nacktmulle ihre Artgenossen und vermögen Freund von Feind zu unterscheiden.
Nochmal zurück zu dem Weibchen. Wieso gibt's denn pro Kolonie nur einen Weiberwurm, der Babywürmer produzieren kann? Nun, die wissenschaftlichste Erklärung, die ich dafür finden konnte, dass die anderen Weibchen während der Regentschaft der Obermutter unfruchtbar sind, lautet ernsthaft: "Die Königin macht den anderen Weibchen Stress." :-) Wie ein Nacktmullweibchen einem anderen Nacktmullweibchen Stress macht, weiß ich nicht, aber anscheinend hemmt das die Produktion von irgendwelchen Fruchtbarkeitshormonen. Sie sehen, ich bin kein Biologe.
Nacktmulle sind so unfassbar hässlich, dass man einfach nur Mitleid mit ihnen haben kann. Wirklich hassen kann man sie nicht, weshalb sich bereits erste Solidaritätsbekundungen im Netz finden. Unter www.kultvieh.de.vu gibt es unter anderem ein paar aufmunternde Bilder sowie das vermutlich erste und letzte Nacktmull-Computerspiel: "Nacktmull-Carnage".
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| Syphilis ist keine Insel, ... [14] | ...Syphilis zerfrisst den Pinsel! [13] | Nacktmull beim Abspecken [15] |
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Haben Vögel eigentlich bei der Evolution generell den Kürzeren gezogen? Oder gibt es einfach zu viele davon, so dass die Ausfallquoten da höher sind? Jedenfalls ist die Taube auch nicht gerade ein Geschenk des Herrn. Scheißt die Innenstädte voll, wo sie von sogenannten "Tierfreunden" gemästet werden. Und weil die Nahrungssuche am Boden mittlerweile einfacher ist als die in der Luft, sieht man Tauben nur noch selten fliegen. Meistens tippeln sie auf dem Boden umher, stets auf der Suche nach vergammelten Brotkrumen. Und genau darauf hat sie die Evolution NICHT vorbereitet. Um bei ihrem holprigen Gang nicht umzufallen müssen sie mit dem Kopf das Gleichgewicht halten. Dieses Pseudo-Headbanging sieht so panne aus, dass sich auch die Taube ihren Platz in diesem Vote verdient hat.
War offensichtlich schwimmen... [17]
Ooooh, süüüüß... [18]
Und wir haben einen Gewinner! [19]
Das Faultier ist vermutlich das einzige Tier, dem es so richtig egal ist, was die Evolution an ihm probiert hat. Das Faultier ist gemütlich, hat Zeit. Man kann es mit Fug und Recht als das absolut nutzloseste Tier dieses Planeten bezeichnen. Hängt nur lustlos im Baum rum, kaut die Blätter, die ihm gerade ins Maul wachsen, und steigt alle paar Tage zum Kacken auf den Boden herab. Wo es übrigens eine sehr klägliche Figur macht, denn ein Landtier ist das Faultier sicherlich nicht. Seine Beine sind viel zu schlapp für den fetten Wanst, und so sieht es zu, schnellstmöglich wieder auf einen Baum oder in einen Fluss zu kommen. Fluss, häh? Richtig, es kann schwimmen. Das sieht zwar auch komplett lächerlich aus, ist aber deutlich schneller als das elende Gekrieche am Boden. Am anderen Ufer angekommen hängt's sich wieder ins Gestrüpp und läuft kurzerhand grün an, weil sich in seinem nassen Fell prächtige Algen entwickeln. Jetzt isses nicht mehr einfach nur nutzlos, sondern auch noch potthässlich und stinkt wie Hulle. Das Faultier, die wohl sinnloseste Laune der Natur.
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Der Herbst kommt... [20]
Keine Ahnung, wo die wohnt, was die macht, wie die lebt. Sieht einfach seltsam aus.
Jetzt aber noch'n Kalauer zum Schluss: Was kriegt man, wenn man ne Fransenschildkröte 10 Minuten durch Köln kriechen lässt? Ne Transenschildkröte! Muha! Super Gag!
Da sämtliche Bilder auf dieser Seite natürlich mal wieder per Google-Bildersuche zusammengeklaut wurden, hier ausnahmsweise mal Links zu den Quellen. Vielleicht will sich der ein oder andere ja mal näher über slowenische Obstplantagen oder Ethan and Lonna's lustige Katzen informieren.
[Titelbild] Spiegel, 1998
[1] Sadna drevesnica Podobnikar
[2] Bernie's Poetry Anthology
[3] Michiel Reuvers
[4] Antarctica: het onbekende continent
[5] Dave's Picks
[6] Matthew Mumford
[7] Franka Miriam Brückler
[8] Wikipedia
[9] Alex Fung Ho-San
[10] New England Aquarium
[11] Steve McBride
[12] Joachim Finkbeiner-Rinn
[13] www.kultvieh.de.vu
[14] http://berg.heim.at/anden/421706/
[15] Jutta Grupp
[16] TSV Stadttaubenhilfe e.V.
[17] Johannes Schmitt
[18] Poncho Tours
[19] Aline Reptiles
[20] Amazon Exotic Import
| Der Kiwi | ![]() | 49 | 11.6% |
| Der Pinguin | ![]() | 33 | 7.8% |
| Der Nacktmull | ![]() | 242 | 57.1% |
| Die Taube | ![]() | 30 | 7.1% |
| Das Faultier | ![]() | 30 | 7.1% |
| Die Fransenschildkröte | ![]() | 40 | 9.4% |
| abgegebene Stimmen: | 424 | 100.0% | |