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Die olympischen Spiele in Salt Lake City 2002!

Es ist geschafft. Das zweitlangweiligste Sportereignis nach den olympischen Sommerspielen ist endlich vorbei: die olympischen Winterspiele. Wieder mal hagelte es Medaillen für unsere Spitzensportler, wieder wurde gedopt was das Arztköfferchen hergab, wieder terrorisierten uns die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten mit 24 Stunden Schnarchprogramm täglich. Doch um auch jüngere Generationen für das Jahrtausende alte Angeberfestival zu begeistern, werden hin und wieder ein paar neue Sportarten 'olympisch'. So versucht man mit vermeintlich trendigen Sportarten junge Menschen zu ködern, von denen wir an dieser Stelle mal die überflüssigsten vorstellen wollen.


Wie alles begann...

Die ersten olympischen Spiele fanden vor vielen tausend Jahren in Griechenland statt. Natürlich war das da noch nicht offiziell, aber griechischen Erzählungen nach hat damals Zeus seinen Herrn Papa Kronos im Ringkampf besiegt. Apollon und Ares kloppten sich richtig mit den Fäusten, wo der Apollon ebenso siegreich war wie beim Wettrennen mit Hermes. Olympia baut also eigentlich auf einem Familienzwist auf und verherrlicht nur Schlägereien zwischen Vätern und ihren Söhnen. Leider hat man dieses lustige Konzept so nicht beibehalten, sondern verwässerte den Kampf zunehmend. Unnötige Disziplinen wurden hinzugefügt, die vom brutalen Gekloppe ablenken sollten. So fanden 776 v. Chr. die ersten olympischen Spiele statt, bei denen mit Wagenrennen und anderen Pferderennen richtige Mädchensportarten zugelassen waren, die nichts mehr mit der rohen Manneskraft zwischen Schläger-Zeus und Aggressor-Kronos zu tun hatten. Zu Beginn der Römerherrschaft (146 v. Chr) kriselte es erstmals am olympischen Horizont. Monotonie machte sich breit. Kaiser Hadrian passte die verstaubten Spiele an die moderne Zeit an, was den schleichenden Tod jedoch nur hinauszögerte. Im Jahr 393 hatte Kaiser Theodosios I. die Faxen dicke. Er war nämlich Christ und die olympischen Spiele nach wie vor eine Verherrlichung der griechischen Schläger-Götter. Theodosios II. ging 426 sogar noch weiter. Er verpasste dem Zeustempel eine Überdosis Feuer, so dass der Tempel kaputt ging. Kein Tempel, keine olympischen Spiele. 1896 ist man dann endlich zu der Einsicht gelangt, dass man sich auch ohne Tempel die Fresse polieren kann. Seitdem werden die Spiele permanent weichlicher und man hat das Gefühl es dürften nur noch Schwuchteln mitspielen.


Bob / Rodeln / Skeleton:

"Verdammt, ich muss kacken!"

"Oh oh oh, hooooo..."

"Jetzt gib Gas, ich hab Druck!"

"Das ging in die Hose..."
Jeder Muskel steht unter höchster Anspannung

"Wann geht der Scheiß denn endlich los hier?"

"Das ist MEIN Sport..."

...sind alle drei völlig unterschiedliche, nicht miteinander vergleichbare Sportarten, ich weiß. Natürlich. Trotzdem muss die Bemerkung erlaubt sein, dass ihnen allen eins gemein ist: Der 'Sportler' schiebt auf den ersten paar Metern eine Blechwanne vor sich her, legt sich dann rein und lässt sich von der Erdanziehungskraft zum Streckenende befördern. Tolle Leistung, echt! Die Unterschiede sind aus unserer Sicht nur minimal: Ob jetzt ein oder zwei Personen mitfahren, ob das Gefährt geschlossen oder offen ist, ob man nun auf dem Bauch oder auf dem Rücken liegt, was soll's? Das Prinzip ist das gleiche, und es ist total doof!
Die Bilderserie rechts dokumentiert eindrucksvoll die ganze Dynamik, die in diesem Sport steckt.

Blubb, blubb, blubb!

Ich habe nichts mehr zu sagen. Zu diesem Scheißthema ist nix hinzuzufügen. Ich schreibe trotzdem noch ein bisschen, weil das designtechnisch einfach schöner aussieht. Muss ja nicht so leer sein zwischen den Bildern hier.

Hmm, hmm, hmm.....


Hier mal die Bastelmaterialien für einen Pantographen:

* Pappe, Zeichenpapier, Kleber
* vier Klammern für Musterbeutel als Gelenke
* ein dünner spitzer Bleistift, Fineliner oder Minenhalter vom Zirkel als Zeichenstift
* eine ca. 2 cm lange Holzschraube als Fahrstift
* ein Nagel, etwas länger als die Schraube, als Befestigungsstift
* eine Pinwand zum Befestigen des Pantographen und als Zeichenunterlage

Wie man den Pantographen jetzt zusammenbaut, und was ein Pantograph überhaupt ist, das wird aber nicht verraten. Schließlich hat das absolut nix mit dieser Seite zu tun.



Curling:

"Hm, mal sehen. Da ist das Ziel. Hier bin ich.
Mann ist das kompliziert..."
Action!

Wer so mutig war, tief in der Nacht noch öffentlich rechtliches TV zu gucken, der wurde mit einer 'Sportart' belohnt, die an Schwachsinnigkeit nicht mehr zu überbieten ist. Curling! Wer hat sich noch nicht über die Franzosen mit ihrem dämlichen 'Boules' aufgeregt, bei dem zwei erwachsene Menschen versuchen, ihre Murmeln so nah wie möglich an das festgelegte Ziel zu schmeißen. Und jetzt ist dieser Mist mit 'Curling' sogar olympisch geworden! Und um noch einen realen Bezug zum Wort 'Winterspiele' herzustellen, hat man das ganze auf die Eisbahn verlegt und aus den Murmeln der Franzosen wurden große, runde Bügeleisen mit fröhlich bunten Griffen. Curling ist schrecklich, passt aber super ins Nachtprogramm. Es ist einfach packend und atemberaubend, wenn der Chef fünf Minuten in einer schwulen Pose in Richtung Ziel gafft, um sich eine Strategie für seinen nächsten Wurf zu überlegen. Man sollte aber schon versuchen, während dieser Phase einzuschlafen, da es nach dem Wurf wieder hektisch wird. Denn auf einmal huschen zwei Vollspastis übers Eis und fegen mit ihren Besen vor der 'Kugel' her. Immerhin hab ich jetzt endlich den Grund dafür herausgefunden: Das Eis soll irgendwie 'vorgewärmt' werden, damit das Bügeleisen besser drüberflutscht. [Flachwitz an] Vorwärmen? Das könnten doch eigentlich die Eiskunstläufer erledigen, haha!! [Flachwitz aus] Wahrscheinlich DER entwürdigendste Job, den es im olympischen Lager zu verrichten gibt.


Eiskunstlauf:

Schwul!
Hossa!

Schwul, schwul, schwul! Oberschwul! Total schwul! Was bewegt einen Mann nur dazu, im rosa Tütü vor einem Millionenpublikum rumzuhüpfen wie ein bekiffter Pudel? Diese Menschen wurden schwul geboren. Sie heißen Anthony, Sergei (Sir Gay?), Emanuel, Olivier oder Timothy. Und sie haben nichts besseres zu tun als auf dem Eis entzückende Figürchen zu drehen. Unser Auslandskorrespondent Mr. Tooth hat sich in Salt Lake Ziki umgesehen und versucht, seine weibliche Seite zu entdecken...


Ein Mr. Tooth Special zum Thema Eiskunstlauf.

Im Rahmen der Olympiade wollte ich mich selber einmal als Eiskunstläufer versuchen. Also schlich ich mich auf leisen Mäusetrippelsohlen in die verlassene Herrenumkleide der Eiskunstläufer in Salt Lake City. Hatte ich die hier ansässigen Mormonen schon als sehr seltsam empfunden, platzten meine arg strapazierten Nervenstränge spätestens jetzt, als ich mich in dieser sogenannten 'Herren'-Umkleide umsah: vor rosa beleuchteten Spiegeln türmten sich meterhoch Make-Up der nuttigsten Sorte, zerknitterte und zum Teil gar befleckte Damenmagazine wie Playgirl und Neue Post und Rüschenhemdchen, rosa Tütüs sowie kleine weiße Söckchen mit Spitze. Egal, dachte ich, auf die scharfen Kufen unter den Schlittschuhen kommt es doch an. Und auf die scharfen Schnitten, die mit mir über's Eis dahingleiten werden. Also entpestete ich flott die Leggins eines der abwesenden Olympiateilnehmer mit einer Prise Sagrotan und zog sie mir ebenso wie den Rest der Eiskunstuniform über meinen leider etwas unförmigen Leib. Nun mußte ich mir nur noch ein Paar Schlittschuhe besorgen. Also schlich weiter ein wenig im Backstage herum und fand schließlich den Schlittschuhraum; auch dieser war unbewacht. Doch Stockschwerenot! Alle Regale waren völlig leer, alle Schlittschuhe waren fort, entflüchtet, an einem anderen Ort, nicht hier. Was tun? Ich sah mich um; Schweiß bildete sich auf meiner kalten Stirn und rann sehmig mein Antlitz herab. Da! Ich sah ein letztes Paar hoch oben auf einem der Regale liegen, und - oh Wunder! - der Schnürsenkel hing in Augenhöhe herab. Ich spurtete geschickt zum Regal herüber und zog begeistert an dem Schnürsenkel während ich nach oben blickte. Hätte ich da schon ahnen können, dass die Schuhe herunterfallen würden? Hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon wissen müssen, dass sie dies mit den Kufen voran tun würden? Hätte es etwas gebracht die Lider zu verschließen, oder hätten die knackig scharfen Kufen dennoch mit der Spitze voran meinen Augapfel zerschnitten? Hätte ich während einer Liveübertragung lieber nicht auf das Eis laufen sollen, mit einem Schlittschuh in meinem Auge, dabei wild tobend und um mich blutend den Spruch skandierend "Ich bringe Euch alle um, ihr schwuchteligen Eiskunstfreaks!"? Fragen über Fragen, aber jetzt habe ich hier in der Augenklinik genug Zeit, darüber nachzudenken. Mit einem lachenden und einem Eiter weinenden Auge, Ihr Mr. Tooth.


Bilder sagen mehr als tausend Worte
???
Nochmal zum mitschreiben: SCHWUL!

Was bringt die Zukunft?

Was erwartet uns in Zukunft? Welche antisportlichen Sportarten werden nächstes Mal hinzukommen? Werden die Männer aus dem Curling verbannt, und nur noch Hausfrauen zugelassen? Oder werden die Frauen aus dem Schwulensport Eiskunstlauf entfernt? Wir schlagen vor: Bobfliegen! Dank erheblicher Verletzungen der Insassen beim Aufprall des Bobs könnte dieser Sport das langweilige Standardrodeln ersetzen. Oder wird Milchkotzen endlich olympisch? Oder wird es ein Mr.-Tooth-mäßiges Gore-Skating geben? Wird Rudi Carell wieder witzig? Fragen über Fragen...
Unser neuer Sprittbruder Andreas 'Völlig in Ordnung' Walter hat die Bobfliegen-Disziplin einmal illustriert. Flash oder Trash, entscheiden Sie selbst!


Bobfliegen

Ergebnis:

Monat:

März 2002: Salt Lake City 2002

Frage:

Was war die überflüssigste 'Sportart' bei den olympischen Winterspielen 2002?

Endergebnis:

Bob / Rodeln / Skeleton0.7%10.7%
Curling21.8%3221.8%
Eiskunstlauf3.4%53.4%
Ich find's alles schrecklich.36.1%5336.1%
Domian ist viel schlimmer als Curling!6.8%106.8%
Curling rockt! Ihr habt keine Ahnung und seid total bescheuert! Eure Seite ist doof!31.3%4631.3%
abgegebene Stimmen:147100.0%
So so, der 'Ich-schmeiß-mich-in-die-Röhre-und-warte-bis-ich-unten-bin'-Sport gefällt euch wohl? Und auch die schwulen Schlittschuhtucken haben euer Herz erobert? Da freut es zu hören, dass wenigstens fast 22% beim Curling mitkotzen. Na ja, die größte Fraktion bilden mit 36% ja immerhin die Alleshasser, es ist also doch nicht alles verloren. Domian hat seine feste Fangemeinde, wir tolerieren das mal. Aber dann: Gut 31% wurden tatsächlich aufmüpfig und kritisierten uns elektronisches Informationsangebot! Ihr seid alle verloren!
[sk, mg, aw]

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