Sprittokolle

30.10.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
22:30 Uhr
Arendt
Arendt und ich

Programm

Fussball, 1 Halbzeit (Dortmund gegen London)
Pulp Fiktion
Fussball, 2 Halbzeit (Dortmund gegen London)

Zusammenfassung

Eigentlich war überhaupt kein Sprittwoch geplant, aber ich musste noch einige Sachen von Arendt holen die ich beim letzten mal vergessen hatte. Ich kam also bei Matze an und musste den Herren erstmal wach Klingeln. Nach 20 Minuten öffnete er mir dann halbnackt die Tür.
Er fragte mich ob ich ne Warze haben wolle, darauf antwortet ich frölich mit Tülle. Matze schraubt sich heute mal statt Bier zwei Pullen Wein rein, welche er auf seinem Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Mit Begeisterung erzählte er mir dann wie geil doch Pulp Fiktion sei und das er denn Film seit letzte Woche schon 10 mal gesehen hätte. Am geilsten sei aber die Anfangsscene, wo Mr. Jackson und Mr. Travolta das erste mal zu ihrem Boss kommen. Ich konnte mich leider nicht an diese Scene erinnern, aber Arendt versprach mir, mir die Scene während der Halbzeit des Fussballspiels zu zeigen. Um halb neun fing dann endlich das Spiel an, im Fernseh passierte dabei nicht viel, allerdings bei uns im Raum. Als Dortmund nämlci das erste Tor schoss sprang Arendt auf, hüpft wie bekloppt schreiend rum, um dann wunderbar auf die Fresse zu fallen. Er fiel seilich aufs Sofa, dabei schob er dieses nach hinten, wobei erst sein Wecker und dann mehre CDs von den Schränken vielen, also ein super "Arendt". In der Halbzeit spielte mir Matze dann die tolle Scene vor, beim ersten mal gucken war die eigentlich unlustig, aber nach 30 mal wurds echt witzig. Dann guckten wir uns noch schnell den Teil an wo Bruce Willis mit dem Schwert den Typen aufschlitzt, und der Neger Z die Eier wegschießt, dies war besonders in Zeitlupe sehr witzig, da man richtig sieht wie die blutigen Eier durch den Raum fliegen. Dann gabs die zweite Halbzeit, und nach dem Fussbal ging ich nach Hause.
[dh]

30.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:47
01:17
Kieslers Sozialbau
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Imig, Fellner
Tiffy

Programm

2 Folgen Knight Rider
Ragman
Kiesler bzw. die von ihm neu erstellte Knight Rider Rubrik für Sprittwoch.de bewundern

Zusammenfassung

Gegen 19:00 machte ich mich auf den langen und beschwerlichen Weg zum Campus Süd, wo S. Kiesler heute unserer kleinen konspirativen Gemeinde einen passenden Unterschlupf bot. Nachdem ich mich auf meiner Fahrt mit dreimal Umsteigen (auf 6km) und dem Elend anderer Leute (heidnische besoffene Fussballfans) bei Laune gehalten hatte kam ich dann auch schon am Ort der Sprittung an. Aus irgendwelchen Gründen war ich der erste, ich schätze einer dieser Gründe war Scheiwe.
Kurz danach kam Tiffy an, oder kamen zuerst Gasper und Scheiwe? Hab ich vergessen, jedenfalls waren dann irgendwann alle bis auf Imig da und wir starteten das Programm mit 2 Folgen Knight Rider. Die Zwei Folgen hatte ich am Wochenende zwar schon jeweils 2mal gesehen, trotzdem war es wie immer ein äußerst inspirierender Genuss, Michael beim Kampf gegen die Ungerechtigkeit zu bewundern. Nach diesem Highlight kam dann mit Ragman der Film des Abends. Nett, aber da ich ja schreibfaul bin möchte ich an dieser Stelle auf Kieslers Rezension dieses Films bei der Sprittung Warentest hinweisen. Irgendwann während des Films trudelte dann Imig ein, Tiffy dagegen verließ uns vor Ende des Films, weil sie sonst von ihren strengen Eltern wieder wochenlang bei Wasser und Brot in den Keller gesperrt würde. Sie hat uns zwar noch nie von den Grausamkeiten erzählt die sie in ihren jungen Jahren erfahren musste, aber anders kann ich mir nicht erklären warum sie im Treppenhaus Angst hatte das der böse, untote Rocker aus dem Film sie holen könnte. Naja Scheiwe, der Aufrichter gefallener Mädchen, begleitete sie dann Heldenhaft zu ihrem Auto. Hier stellt sich natürlich die Frage wem ich in dunklen Treppenhäusern lieber begegne, untoten Rockern die "alle fertigmachen" wollen, oder dem angetrunkenen Scheiwe.
Nachdem wir mit dem Film durchwaren, präsentierte Kiesler voller Stolz (zu Recht) die neue Knight Rider Analyse, die mittlerweile als erster Teil die Rubrik "Spritt for fun" ziert. Leider blieb mir zum bewundern nicht allzu viel Zeit, da Imig auf Grund des Sprittentzugs fahren wollte. Die Gelegenheit ließ ich mir natürlich nicht nehmen, einmal Bus reicht für einen Tag. Gegen 01:28 war ich dann wieder zu Hause und begann, vom Spritt beflügelt mich mental auf meine 08:00 Uhr Vorlesung vorzubereiten.
Fazit: Ein recht ordentlicher Sprittwoch, die positive Entwicklung nach den Durchhängern der vergangenen Wochen lässt mein Herz frohlocken.
[tf]

23.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00
02:45
Mein kleines Cracklabor
Gasper, Imig, Fellner
Tiffy, Saskia. Unentschuldigt abwesend: Scheiwe, Kiesler

Programm

Musik
Ey Mann wo ist mein Auto
Musik (Joint Venture)
666 Trau keinem mit dem du schläfst
Musik

Zusammenfassung

Nachdem eigentlich auf dem letzten Sprittwoch die Idee aufkam mal wieder einen Sprittwoch extern im Kino (Austin Powers III) abzuhalten, viel diese Idee aufgrund der fehlenden Planungs- und Einsatzbereitschaft diverser Sprittologen ins Wasser. Alternativ fanden sich einige Sprittologen dann in meinem als Trinkhalle getarnten Cracklabor ein um unseren Göttern, dem Spritt und Fleischhorst zu huldigen. Aus irgendwelchen Gründen waren von den am Dienstwoch gekauften 20 Grafenwalder nur noch 4 da, dementsprechend erleichtert war ich als gegen 20:07 Tiffy mit einer Flasche Vodka sowie außerordentlich schmackhaftem Orangensaftkonzentrat eintraf. Etwa 2 min nachdem ich das erste Bier geöffnet hatte klingelte das Telefon und Tiffy konnte mir die folgende Stunde beim Telefonsupport meines Lieblingskunden zuhören. Aufgrund des konsumierten Vodka-Os und der bewusstseinserweiternden Musik von Dead Can Dance schien ihr das aber nicht soviel auszumachen. Nachdem ich nach einer Stunde dem Kunden mitteilte, dass ich jetzt leider keine Zeit mehr für seine weltlichen Trivialprobleme mehr habe da ich unseren wöchentlichen Sektenabend abhalten muss, trudelte gegen 21:00 Markus ein. Er war vorher noch aufgehalten worden, da er die desolate Moral einiger Sprittologen in einem offenen Schreiben monieren musste.
Als erster offizieller Punkt der Tagesordnung wurde sich "Ey Mann wo ist mein Auto" reingezogen. Obwohl ich den Film schon diverse Male gesehen hatte viel mir bei dieser erneuten Analyse erstmals auf wie stark dieser von Bill und Ted abgekupfert ist. Dude statt Hoschi, ewiges Kopfwackeln und ein Niveau das sich erst nach ausreichendem Sprittkonsum in seiner ganzen Pracht erfassen lässt. Kern der Story ist der allseits immer wieder angestrebte Filmriss und die Rekonstruktion der vergangenen Nacht. Dieser mühsame Weg der Erkenntnis wird von kiffenden Hunden, karatetigerlehrmeisterdeutschsprechenden Esoterikern, "geilen Schnecken", schwulen schweizer Kontinuumtransfunktionatorwächtern, "extrem heißen Riesenaliens" und anderen Abstrusitäten begleitet. Am Ende wird die Welt von den beiden Assiprotagnisten gerettet, was aber auch nur dank der inspirierenden Wirkung des Discovery Channels möglich war. Alles in allem ein fürchterlich abgedroschener, zweidimensionaler sprich sehr guter und vor allem Sprittwochtauglicher Film.
Pünktlich nach dem Film traf dann Imig (der darum gebeten hat den Spaltertitel von ihm auf diverse andere Sprittologen zu transferieren) mit seinem Weibchen Saskia ein. Nachdem sich jeder einen Platz auf meinem Bett ergattert hatte, sprittete die Runde fröhlich zu den süßen Klängen von Götz Widmann und seiner phantastischen Zweimanncombo Joint Venture (RIP Kleinti) nur Saskia hielt sich mit einem verzerrten Lächeln und verkrampften Fingern an einem Glas Orangensaft aus 100% Orangennektar fest. Nachdem allgemeine Unruhe aufkam und Klassiker wie "der trinkende Philosoph" oder "Chronik meines Alkoholismus" keine ausreichende Unterhaltung mehr boten, kam mit "666 - trau keinem mit dem du schläfst" der zweite Film mit dem wir versuchten den Niveauüberschuss, der durch den am letzten Sprittwoch konsumierten "Minority Report" verursacht war, abzubauen. Netter Film mit einigen mehr oder weniger originellen Ideen. Der Sohn des Teufels kommt auf die Erde und macht mit dem Nachkommen Fausts einen Pack à la Rückgewinnung der Freundin gegen unsterbliche Seele oder so aus. Leider ist Mephisto II eine Schwuchtel (Sein Vater steckt sein teuflisches Teil übrigens auch gerne mal "dahin wo keine Sonne scheint")und verliebt sich in Faust. Dann folgt ganz viel Konfusion, der eine oder andere gute Gag bis am Ende der Abspann kommt. Unterbrochen wurde das ganze öfter mal von Imig?s Fragen, der offenbar Mühe hatte dem überaus komplexen Plot zu folgen. Alles in allem eher Hausmannskost, aber dennoch unterhaltsam und kurzweilig.
Unmittelbar nach dem Film musste Markus uns dann verlassen, da er noch seinen Bus zurück in seine Plattenbausiedlung bekommen musste. Der verbleibende Rest sprittete bei angenehmer Musik noch bis etwa 2:45 weiter, bis ich mit dem Marsch der Nationalen Volksarmee das Ende des Sprittwochs einläutete.
Alles in allem ein recht erfolgreicher Sprittwoch, bei dem die Anwesenden bis auf eine Ausnahme dem Flaschengeist in angemessenem Maße huldigten. Beim Stichwort Anwesende liegt aber auch der Hauptkritikpunkt. Da ich selbst erst vor nicht allzu langer Zeit dieses hervorragende Forum für meinen schon lange in mir glühenden Glauben gefunden habe, steht mir wahrscheinlich keine Kritik zu, trotzdem finde ich es bedauerlich wie sich der allgegenwärtige Werteverfall unserer kaputten Gesellschaft jetzt auch in dieser hoffnungsvollen Religionsgemeinschaft breit macht. Ich bitte die die sich angesprochen fühlen (sollten) noch mal zu überdenken ob man der trivialen weltlichen Existenz wirklich einen höheren Stellenwert als dem transzendenten Glück eines gepflegten, sprittwöchlichen Suffs einräumen sollte. Naja nächste Woche ist ja auch wieder Sprittwoch, dann hoffentlich mit besserer Beteiligung.
[tf]

23.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

acht Uhr irgendwas
ein Uhr und ein bißchen
a la maison Fellner
Tobi, Tiffy, Gasper, Imig
Saskia

Programm

Ey Mann, wo tut mein Auto sein!?
Joint Venture
666 - Traue keinem, mit dem du schlafen tust

Zusammenfassung

So wegen Sprittwoch. Sprittokoll. Die Lust, Grammatik einzuhalten zu tun hälld sich in grenzen. Also heute mahl nicht. Wahrum? Weil keiner der nomral spritenden Meer lust Hat sich, richtik zu angaschieren. Der eine hockt dohf im kämerlein, der Andere hockt noch döfer im Haus da drinne. Scheiwe und Kiesler. Arnsberger. Abschaum der Menschheit. Dagegn wir: Tobi Tiffy ich. pünktlich wie Die maurrer in den Wonung von Tobi, wo die Sprittung stattfinded. Zuerrst gibt es viel Spas bei dem verkiften Autohfillm mit den bill- und Ted Abklattschen die so ähnlich, wie die aussehen tun. Dann tuten wir drei Joint Venture höhren, was sehr schön und cool war vor allem, weil, einer von dehnen mit vihrzig am herz - Infarktt verekt ist. aber supi Mussik. Nachdem wir 666 reinschmeissten kamen wenig spähter Imig und Ssakia an , wo wir schon gewesen sein waren getahn harben.
Als der Fillm vorbei gewesen sein wahr, gingte ich weg wegen der komme von meine Bus, der kahm. Also schnell zu der Stelle des Halltens wo, der Bus fünnf minuten spähter kammen tute und ich einsteikte um, damit zuhause zu faren. War knab, und dofe Leute in weisen Jakken lammentihrten auch da rum. Wen nechste woche kein gescheiter Spritwoch ist gehe ich wohin der Feffer wechst mal gucken ob, da meer Los ist. Aber war gut auch one die blöhden Urspritolohgen. Wir haten Spars. Fielleicht wahrs ogahr besser?!? Nur 2 Leute mit SprittCard, peinlich, peinlich, meine Herren. Vor allem Sie, Herr Kiesler, Sie hätten viertel nach 1 ohne Probleme im Bettchen liegen können (Nachtbus). Also: nächstes Mal mehr Initiave.
[mg]

16.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

so 21:30 Uhr
1:00 Uhr
Gasper (mal wieder)
Tobi, Gasper
Scheiwe, Volkschlägel

Programm

Musik
Minority Report
Predator 2

Zusammenfassung

Tja, das hat man davon. Kiesler muss morgen so gegen vier Uhr in der Uni erscheinen, um noch einen Platz in der sagenumwobenen Künstliche Intelligenz Vorlesung von Sergeant Terminator zu kriegen, da mosert Scheiwe auch schon rum, sein Mac sei unfähig, Minority Report in dezenter Qualität auf den Bildschirm zu bringen. Also wurde der Sprittwoch zum dritten Mal in Folge zu meiner Wenigkeit verlegt, was eines nahelegt: entweder nächste Woche Radler-/Langeweilesprittwoch bei Scheíwe, Sprittwoch classic bei Kiesler trotz folgender Hastalavistaterminierung oder... keinen Sprittwoch! Die Disposition war grauenhaft. Imig (der Spalter) trieb sich in der Nähe Kieslers (des Spalters) herum, Scheiwe bekniete seinen Apple"computer", einmal was richtig zu machen und verzichtete auf Bier, Volker war mit dem Auto da und so blieben nur Tobi und ich über, die die Fahne und die Ehre des Sprittwochs und der Sprittologie hoch hielten.
Wir taten dies bei einer dezentralen Pressemustersicherheitskopie von Minority Report, dem neuen Knaller von Tom L. Ron Cruise und dem mäßig inszenierten, aber dennoch sprittwochtauglichen Gewaltspektakel Predator 2. Was soll ich schon sagen? Die Filme waren erträglich, das Bier gut, der Spaß angemessen, das Verhalten manncher sogenannter, allerdings nicht anwesender Sprittologen enttäuschend. Kein Wunder, dass sich die Gemeinschaft bald nach dem Pflichtteil auflöste. Ohne zu herbe Kritik üben zu wollen, aber der Schwung, der durch die externe Sprittwochaktion aufkeimte, droht zu verblassen. Oh Brüder und Schwestern im Geiste! Lasst uns die zerbrechliche Pflanze des mittwöchlichen Spritts nicht verwelken, sondern indes aufkeimen und gedeien lassen, auf dass uns ihre Äste dereinst Trost und Schatten spenden in den Tälern, die wir noch durchqueren mögen. Und ich sage das nicht bloß, weil mal jemand anders dran ist mit Zimmer zur allgemeinen Vermüllung zur Verfügung stellen. Achso, die neue Knight Rider / Spritt for Fun Rubrik wird ein Knaller, soviel mal vorweg!!
[mg]

9.10.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
23:30 Uhr
Arendts Pirania Zuchthaus
Balko, Arendt und ich

Programm

Piranias beobachten
Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle
Rats Grill
TV Total

Zusammenfassung

Um viertel vor acht war bei Arendt treffen, ich war etwa um acht da. Als erstes zeigte mir Arendt stolz seine Piranias, ürsprünglich waren es wohl mal 4 doch nach einer Woche haben die 3 größeren den etwas kleinereren aufgefressen, jedenfalls schwamm nur noch sein Kopf im Becken rum. Letze Woche hat Matze auch noch nen paar andere Zierfische gekauft, doch die waren bereits nach einem Tag weggefressen. Mittler weile haben zwei der Piranias dem einen auch schon wieder nen Teil der Schwanzflosse weggefressen.
Na ja, nachdem wir die Fische recht lange bestaunt hatten traff dann auch endlich Schürmann ein und er hatte den Bud Spencer Film mitgebracht den wir auf Kieslers Geburtstag bereits ein paar Minuten gesehen hatten. Wir setzten uns dann auch direkt hin um den Film zu geniesen, allerdings war das recht schwierig, da Arendt dauernd dazwischen kwatschte, weil er vom Ratsgrill was zu essen habe wollte und Schürmann fahren sollte. Doch Schürmann hatte keinen Bock, so dass die beiden dauernd am rumdieskutieren waren wann, wie und wo wir was zu essen bekommen könnten. Bei verdammt guten Scenen unterbrach ich die beiden meisten mit meinem Lachen, so dass sie sich auch ne Zeit auf den Film konzentrieten. Fastzienierend war das Arendt einige Dialoge/Sprüche noch auswendig kannte, z.B. „Wetten wa das du gleich nach oben guckst, dich dann dreimal drehst und einen Zahn verloren hast?“, oder „ Hat dir schon mal einer mit nem Vorschlaghammer nen Scheitel gezogen?“ , super.
Nachdem der Film dann zu ende war und Arendt zimlich lange gequengelt hatte, fuhr Schürmann dan auch endlich zu Ratsgrill. Für Arendt gabs nen Schnitzel mit Pommes und Kroketten, für Schürmann nen Hamburger mit Pommes und für mich ne Pommes Majo, jam, jam. Während wir assen sahen wir uns TV Total an und zogen unsere letzten Warzen leer. Arendt lud uns dann noch nächste Woche Dienstag zu seinem Geburtstag Zuhause und Samstag zu seiner offizielen Patty inna Hütte ein und dann gingen wir auch nach Hause.
[dh]

9.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:15 Uhr
2:30 Uhr
dem markus sein klein Häuschen
Markus, Jens, Tobi, ich
Mareen

Programm

1,5 Folgen Knight Rider
Vier Fäuste gegen Rio
MAU! MAU!
Austin Powers 3

Zusammenfassung

Was für ein Timing! Punkt 2 Minuten nach halb Acht kreuzten sich Markus' und meine Wege vor Lidl, wo wir unsere Getränkevorräte aufstockten. Herr Scheiwe musste "noch schnell" was essen. Als wir dann um fünf vor Acht am Wohnheim ankamen, hatte er seine Gorillaportion gerade auf und schwang sich auf seine Harley, um dem Lidl-Personal den pünktlichen Feierabend zu versauen. Wir begannen den geselligen Abend mit anderthalb Folgen Knight Rider und lauschten Scheiwes Erzählungen der Ereignisse des Vortages. Der Herr hat sich nämlich auf irgendner BWL- oder WIWI-Party rumgetrieben, und die wissen wie gefeiert wird: Gegen 2 Uhr ham se die Leute nämlich rausgeschmissen, weil se "morgen noch was lernen müssen", haha! Daraufhin hat Herr Scheiwe mit seinen Kollegen diverse Wohnheime abgeklappert und wahllos bei irgendwelchen fremden Menschen geschellt, ob sie ihm noch Bier verkaufen wollen, jaja... So, aber das war das "Gestern", wie ging das "Heute" weiter? Mit Bud Spencer und Terence Hill. Im Minutentakt kloppten uns unsere Helden die absurdesten Sprüche um die Ohren, der Dicke war wieder nur am schwitzen, es war einfach herrlich. Scheiwe fing auf einmal an rumzuschwärmen, dass Bud Spencer zwar total fett, aber eigentlich sehr gut in Form ist ("Da schwabbelt aber nix!"). In der Zwischenzeit kamen dann auch Tobi und Mareen an und gaben leichtsinnigerweise zu, dass sie Lava-Lava noch nicht kannten. Also guckten wir wieder mal spontan alle Folgen, oh Kacke... Abschließend den neuen Austin Powers, auf englisch. Ich war zwar nicht so begeistert wie der Rest der Mannschaft, aber einige sehr geile Szenen zauberten auch auf meine Lippen ein äußerst zufriedenes Lächeln. Damit ging ein eher unspektakulärer, aber dennoch grundsolider Sprittwoch Classic zuende und als Belohnung für meine penetrant nervige Fragerei fuhr mich Taxi Mareen sogar noch nach Hause, toll!
[sk]

2.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00
3:00
Gasper / Tobi / Platz an der Sonne / Spirit
Gasper, Kiesler, Scheiwe, Tobi, Tiffy, Imig (der Spalter), Saskia, Mareen

Programm

halbe Stunde Knight Rider
bei Tobi Sprittanzüge bemalen
Platz an der Sonne
Spirit

Zusammenfassung

Während Scheiwe schnell nochmal zum Schwimmen fuhr, nistete sich Herr Kiesler so gegen 21 Uhr bei mir ein, und wir guckten Knight Rider. Leider nur eine halbe Stunde lang, da kam auch schon Scheiwe hoch und hebelte uns aus unseren Sitzen in Tobis Auto, mit dem wir schließlich zu dessen Wohnung fuhren. Dort bemalten Scheiwe und Tiffy unsere Anzüge mit feiner Schrift, die unsere Internetadresse und auf der Rückseite unser Motto offenbarte: "Sprittwoch goes Wal-lalla". Auffällig: Scheiwes erstaunlich feminine Art zu schreiben. Da schlägt wohl die Radlerpisse so langsam aufs genitale Zentrum. Die Anzüge bestanden aus einem absolut nicht atmungsaktiven Zellstoffscheiß, der uns bald alle in wohlig-warme Schweißwolken hüllte. Imig (der Spalter) weigerte sich, den Anzug des Spritts zu tragen, und er lachte nur blöde über unser wahrhaft geniales Outfit. Wenn in ein paar Jahren alle Sprittanzüge tragen, dann ist er sicher an vorderster Front dabei und kommt sich toll vor, aber einen eigenen Trend zu schaffen, hatte der Spalter-Imig keine Lust.
Kiesler schaffte es schon nach 10 Minuten, seinen Sprittanzug, respektive dessen Reißverschluß, kaputt zu kriegen. Erst Saskia konnte nach minutenlanger Fuckelei dem gepeinigten Sprittologen aus der Misere helfen. Wir bekamen schon auf dem Weg zum Platz an der Sonne heftigsten Applaus und aufmunternde Sprüche für unsere gewagte Abendgarderobe. Als wir uns dann erstmal schön verlaufen hatten, kamen wir auch prompt zweimal an den gleichen Gestalten vorbei, die uns (nachdem sie uns gebührend ausgelacht hatten) den Weg erklärten. Im Platz an der Sonne war es proppenvoll - ausgezeichnet, die Missionierung möge beginnen. Der Sprittanzug sorgte für eine locker-religiöse Atmosphäre, in der sich viele potentielle Jünger von den angenehmen Auswirkungen unseres Gottes (Bier) überzeugen ließen. Und schon bald war die Stimmung auf einem Höchstpunkt angelangt. Was eben noch ein überfüllter Laden voller unbespritteter Schlechtgelaunter war, verwandelte sich vor unseren Augen in eine sprittwochkonforme Spaßhölle. Nur Imig (der Spalter) miesepeterte pikiert in sein kleines Bierchen hinein. Er biß sich wohl gerade mental in den Arsch, weil er keinen Sprittanzug trug. Außerdem trafen wir im Platz an der Sonne tatsächlich einen uns unbekannten Sprittwochfan, der vor allem von den Filmreviews begeistert war und uns zudem noch einen weiteren Film empfahl. Was war das denn noch gleich? Bitte nochmal melden!!
Aber auch ansonsten hüllt sich mein Kopf in Dunstschwaden des Vergessens, was aber wohl an der schlechten Luft im Platz an der Sonne gelegen haben muss und nicht etwa am Bier. Jedenfalls wechselten wir den Laden und gingen ins Spirit, das - oh Überraschung - zur Abwechslung völlig überfüllt war. Hier probierten wir unsere Sprittanzüge beim Moschen aus, was leider sehr zur Auflösung selbiger beitrug. Als ich jedenfalls einige Stunden und Biere später mit Mister Kiesler die Heimreise antrat, klaffte ein gewaltiges Loch in meinem Schritt. Tja, mein Reißverschluß geht halt hoch, nicht zu.
Ergänzung kieslerischerseits: Damit sich der interessierte Leser ein Bild von den Anzügen machen kann (konnten wir mangels Fotoapparat leider nicht): Es handelte sich um 3 Euro billige Ganzkörperanzüge für "leichte Malerarbeiten über Kopf". Richtig gelesen: Ganzkörper. Von der ewig ins Auge peitschenden Kapuze, über den beängstigend engen Schritt, bis hin zum Fuß schmückte uns ein leuchtend weißer Einteiler. Zu Tobi's großer Idee, die Schrift mit Textmarker nachzuziehen, damit sie im Schwarzlicht richtig hervorsticht, sag ich jetzt nix mehr. Gelber Textmarker auf weißem Grund, Schwarzlicht, man kann sich ja denken wie toll das geklappt hat. Und die einzige Schnittstelle nach draußen war der fuckelige Reißverschluss vorne, der das Urinieren zu einer qualvollen Herausforderung gestaltete. Derart pfiffig verpackt mussten wir uns unterwegs so originelle Sprüche anhören wie "Ist hier wieder'n Reaktor explodiert?", "Ihr seht ja aus wie Riesenspermien!" oder schlicht und einfach "Frauen stehen aber nicht auf solche Anzüge." Ja Junge, klugscheißen kann ich auch, aber dieses Corporate Design ist nunmal praktisch! Beispiel Spirit: Ich komme von der Theke, Laden rappelvoll, wo sind nur Scheiwe und Gasper? Plötzlich wackeln irgendwo zwischen all den schwarzen Kutten zwei weiße Mützen auf und ab, bingo! Was ist noch passiert? Während Saskia vor einem Kiosk an meinem Reißverschluss rumzerrte (was auch für irritierte Blicke sorgte), kaufte sich Tiffy spontan ein Seifenblasengerät. Kurze Zeit später tanzten an einer belebten Kreuzung 4 fröhliche Sprittologen in ihren lächerlichen Anzügen um die lustig blubbernden Seifenblasen im Kreis und sprangen dabei auf und ab.
Ach ja, hiermit möchte ich mich nochmal ausdrücklich bei dem Kerl entschuldigen, dem ich im Platz an der Sonne ein schönes, großes und vor allem volles Bier auf die Jacke gezaubert habe. Sorry, war an dem Abend irgendwie etwas ungeschickt... :-)
[mg, sk]

25.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
23:30 Uhr
meine Luxusdachgeschosswohnung
Diana und ich

Programm

Walt Disneys Robin Hood
TV Total

Zusammenfassung

Nachdem Diana und ich bei Mc Dreck essen waren, überredete ich sie einen Sprittwoch zu machen. Ich holte also zwei Flaschen Wein aus dem Keller, schloss den Videorecorder am Fernseher in meiner Bude an, öffnete eine Tüte Flips und suchte einen geeigneten Film aus meinen Videoarchiv. Wir entschieden uns Robin Hood mit dem am Finger lutschenden Prinz John zu gucken. Es war keine Fehlentscheidung, allein die Anfangsmelodie bereitet einem Freude und ansonsten ist der Film auch sehr Sprittwoch tauglich.
Na ja, nach dem happy end sahen wir uns dann noch TV Total an, aber mitlerweile muss ich sagen, dass mir Stefan Raab so ein bisschen aufen Sack geht. So mancher Witz is zwar noch lustig aber im allgemeinen bereiten die Sendung einem nicht mehr so viel Spaß.
[dh]

25.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:00
1:45
Gasper
Kiesler, Gasper
Volker

Programm

Knight Rider (2 Folgen)
Krieg der Eispiraten
Invasion vom Mars

Zusammenfassung

Nachdem wir beim Lidl Bier besorgt hatten (und ich staunen durfte, dass am 25. September bereits die gesamte Produktpalette an Weihnachtsschmarren inklusive Adventskalender auslag), machten Kiesler und ich es uns in meiner schmalen Bude bequem. Ich spielte dem Herrn diverse neue akustische Ergüsse vor, wovon er sicherlich einige auf seinem spirituellen Einkaufszettel notierte, dann traf Volker ein, und es konnte endlich mit Knight Rider losgehen. Zwei Folgen standen auf dem Programm, eine davon Megakult, nämlich die mit KITTs bösem Zwillingsbruder KARR (Knights automatisch reagierender Roboter). Highlight: KARR stellt mit seiner trocken knärzenden Stimme fest: "Ich habe keine Eier." Wahnsinn, welche Wortwitze sich so erschließen, wenn man eine aus der Kindheit bekannte Serie nochmal mit der geistigen Reife eines jungen Erwachsenen betrachtet. Auch die andere Knight Rider - Folge war okay, vor allem der gruselige Sean Connery - Verschnitt, der sich als bierbauchig-bärbeißiger Bösewicht verdingte.
Danach wurde es schlimm. Allenorts als kultbehaftete Superparodie auf diverse SF-Filme angepriesen, enttäuschte uns "Krieg der Eispiraten" trotz einiger geiler Sprüche, die dafür dann aber durch die Bank politisch höchst unkorrekt waren, durch seine widerwärtigen Längen und eine Bildqualität, gegen die Kieslers alte Tele 5 - Aufnahme von Ragman wie eine frisch gepresste Superbit-DVD wirkte. Vor allem Volker war angepißt, denn er war mit dem Auto da und durfte sich den Film nicht einmal schön trinken. Den Kultfaktor in diesem Film konnte jedenfalls keiner der Anwesenden entdecken. Halbwegs enttäuscht verabschiedete sich Volker, und wir legten das nächste Highlight in den Schacht meines getreuen DVD-Laufwerks: "Invasion vom Mars". Und zwar das augenkrebserregende Original von 1953, wohl einer der ersten abendfüllenden Farbfilme ever. Über die Bildqualität decken wir jetzt mal den Mantel des ehrfürchtigen Schweigens, der Film selber ist fast noch schwachsinniger als "This Island Earth", der ja für Mystery Science Theater 3000 verwurstet wurde. Und so fühlten sich Kiesler und ich auch bald wie Metallenten und sprechende Kaugummiautomaten, denn angesichts der stoischen Blödheit, die sich auf dem Bildschirm zutrug, flutschte uns so mancher flotter Kommentar von den Lippen. Danach reichte es aber, und nachdem wir uns noch einige geile Bildchen von Salma Hayek angeguckt hatten, schickte ich den offensichtlich angetrunkenen Herrn Kiesler nach Hause.
[mg]

18.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

21 Uhr
22 Uhr
Schürmann's Furzloch
Ich (Schürmann), Hans

Programm

Hans und Ich (Evil Eisenherz) tranken zwei Bier.
ENDE

Zusammenfassung

Hier gibt es nix zu Berichten. Zwei Bier gekippt. Fertig aus.
[ds]

18.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15
1:15 oder so
Kiesler
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Lars, Eisenberg, Tiffy

Programm

Clever & Smart (furchtbar!)
Star Trek (schon wieder)
Cornholio braucht Klopapier für sein Arschloch
Lava-Lava! (schon wieder!)
Seebestattungsvideo
Sinnlose Besinnungslosigkeit und Schlüsselverlust

Zusammenfassung

Als wir bei Kiesler frisch mit Bier beladen ankamen, war dieser noch keineswegs fertig, um uns angemessen zu empfangen, sondern fummelte halbgar engagiert an seinem PC herum. Er war dabei, Beavis und Butthead zum Gucken umzuwandeln. Tja. Wir erinnerten uns, dass wir seinerzeit ja mal diese seltsamen, uralten Clever & Smart- Tapes geschenkt bekommen hatten, also rein damit in den Videorecorder. Beobachtung Nummer eins: die Folgen sind noch schlimmer und unaushaltbarer als die von Kieslers DVD. Karl Dall lallt teilweise einfach irgendeinen besoffenen Schwachsinn über Clevers schlecht animierte Lippen und die Musik ist zum Weglaufen! Beobachtung Nummer fünf: wir müssen etwas anderes gucken. Weil Tiffy irgendwo in der Wallachei stand, beschloß Jens, nach Hause zurückzulaufen und sie mit seinem Moped abzuholen. Währenddessen präsentierte Kiesler seinen beiden in dieser Hinsicht unbedarften Kommilitonen die neuvertonte Special Edition der Star Trek-Folge "Das fehlende Fragment", was wohl langsam zu einer festen Sprittwocheinrichtung wird. Kurz nach Beginn der Folge kam auch schon Tiffy an, ohne Jens, denn der sollte sie gar nicht abholen. Also fuhr Jens mit dem Moped zurück zu Kiesler und nahm weiter am Sprittwoch teil. Nun hieß es: "Komm zu Butthead!" und damit Start frei für den kongenialen Kinofilm zur MTV-Fernsehserie. Beavis und Butthead machten es also in Amerika, während Tiffy uns schon wieder verließ.
Fazit: der Film ist zwar genial, aber ziemlich kurz, und so musste das Programm schon bald wieder weitergedacht werden. Wir kamen auf Lava-Lava, denn das hatte sich ja schließlich schon letzte Woche bewährt. Wenn wir jetzt allerdings jede Woche Lava-Lava gucken, werde ich verrückt (was sich später auch noch bewahrheiten sollte). Dem KKK (Kiesler-Kommilitonen-Klan) gefiel Lava-Lava nur auszugsweise, so dass die beiden bald gen Bochum / Düsseldorf verschwanden. Irgendwo zwischen dem dritten und vierten Bier (wir hörten gerade irgendwelche Brüllwürfelmusik) schmiss Kiesler das absolut freakige Seebestattungsvideo rein, das mit unglaublich schlechten Schauspielern aufwartete, deren Minenspiel die Trauerfeier zu einem humoristischen Höhepunkt für uns umwandelte. Obwohl ich im Endeffekt nur 4 Bier getrunken hatte, bekam ich die folgenden Auswirkungen des Alkohols zu spüren: Jens war kurz davor, seinen Ententanz zu repetieren, Kiesler bekam vor lauter Anschwulereien unsererseits kaum die Hand an die Maus und ich, tja, ich vergaß beim Verlassen der kieslerschen Wohnung prompt meinen fucking Schlüssel, was mir natürlich erst vor unserem Wohnheim bewußt wurde. Also durfte ich bei Scheiwe auf dem Fußboden pennen. Herrlich, vor allem, weil ich in der Nacht zuvor kaum eine Döppe zugemacht hatte. Schön war aber der Besuch bei Kiesler am nächsten Morgen, so gegen 10 Uhr, als mir der Herr völlig verstrahlt und im peinlichen Pyjama öffnete und mir zerknittert meine Schlüssel überreichte. Positiv: Kiesler dachte schon im morgendlichen Dämmerzustand an den nächsten Alkohol und fragte mich, ob ich Freitag mit ins Spirit wolle. Gewohnt starke Leistung!
[mg]

11.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20 / 20:30 Uhr
1:30 Uhr
Landsitz der Familie Kiesler
Gasper, Schürmann, Hans, Dirch Hoffmann!, und ich
Julia und Laura

Programm

Alles auf und zu
Knight Rider
Star Trek: irgendeine Folge
Lava-Lava!
Staplerfahrer Klaus
Praxis Dr. Hasenbein

Zusammenfassung

Da meine Eltern in Urlaub waren hatte ich die verantwortungsvolle Aufgabe, mal ne Woche nicht nach Dortmund zu fahren, sondern unseren Landsitz in Arnsberg zu bewachen. Damit Gasper nicht ohne Sprittwoch erstickte, fuhr ich natürlich rechtzeitig rüber, erledigte wichtige Sachen und transportierte ihn dann mit nach Arnsberg. Nachdem er seinen Eltern guten Tag gesagt hatte und ca. 15 Minuten lang ein braver Sohn war, verabschiedete er sich auch schon wieder und gab den leisen Lockrufen des Alkohols nach.
Los ging's irgendwann zwischen acht und halb neun. Ungeduldige Arnsberger Sprittologen, die offenbar noch nicht mit unserem flexiblen Zeitgefühl vertraut waren, hatten mich bereits den ganzen Tag hektisch angerufen und sich viel zu früh am Austragungsort versammelt. Es dauerte noch einige Stunden, bis ich alle Fenster kontrolliert und verbarrikadiert hatte, dann konnte endlich Michael Knight den Abend einläuten. Korrektur des vorletzten Dortmunder Sprittokolls: Julia findet David Hasselhoff total klasse und ist ein absoluter Knight Rider Fan! Irgendwann war der Hasselhoff'sche Spuk dann auch wieder vorbei und wir überlegten, was man denn noch so gucken könnte. 'Spontan' bepissten wir uns also mal wieder über eine geniale Star Trek - Folge (welche weiß ich nicht mehr). ACHTUNG! Wir sind KEINE Star Trek - Fans! Es handelte sich mal wieder um eine der nachvertonten Folgen. Man kann das gar nicht oft genug sagen... Zwischenzeitlich hielten es Julia und Laura nicht mehr aus und verkrümelten sich, ohne zu wissen, dass das Beste, und ich meine wirklich das BESTE noch bevorstand. Zur rauhbeinigen Männerrunde geschrumpft entschieden wir, erstmal alle Folgen Lava-Lava zu gucken. Wer das nicht kennt, hat was verpasst. Kam mal auf Pro7. 3-minütige Cartoons mit völlig kaputten Menschen, die die ganze Zeit nur rumschreien und Tiere mit detailliert gemalten Klöten, die die ganze Zeit "Mau! Mau!" brüllen, kacken, urinieren und Fausttänze aufführen. Kann man echt nicht beschreiben, muss man gesehen haben. Doch was war das? Während wir uns alle fürstlich amüsierten und Hansknecht sich fast die Lunge aus dem Leib hustete, saß Schürmann nur gelangweilt da und brummte unzufriedenes Zeug wie: "Böö, scheiße. Langweilig. Oh nää, nich noch ne Folge..." Und wir guckten alle 14 Folgen! :-) Der anschließend auf dem Bildschirm erstrahlende Staplerfahrer Klaus erheiterte ebenfalls die Gemüter, bevor wir wirklich zum absoluten Höhepunkt des Abends kamen: Praxis Dr. Hasenbein! Wir hatten dieses eigenwillige Filmchen von Helge Schneider schon mal in Dortmund geguckt und es für extrem sprittwochtauglich befunden. Doch zweifelsohne hat dieser Film eigentlich nur eines: KEINE Handlung. Und so gab es an diesem Abend eine Sprittwoch-Premiere: Irgendwo zwischen dem achtundzwanzigsten und dem siebenhundertsechtzigsten Besuch des Herrn Schneider im Tabakladen mit den Überraschungstüten ratzte die gesamte Crew ein! Naja, hier und da heuchelte ein halb geöffnetes Auge Interesse, nur um kurz darauf zu stöhnen: "Oh Gott, nicht schon wieder der Tabakladen, bitte!". Und so kam erst wieder Bewegung in den Laden, als endlich der Abspann über die Röhre flimmerte. Wir blinzelten uns kurz mit unseren glasigen Äuglein an und lösten die gesellige Runde auf.
[sk]

4.9.2002 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
01:00 Uhr
Kreuz
Manuel, Albert, Alex
Seb, Sprittwochazubine Sabine

Programm

Beim vollen Al
Kreuz
Heim

Zusammenfassung

Voll, also das war der Al noch nicht ganz, als ich bei den Sprittwöchner Al und Alex angekommen bin. Aber schon arch gut dabei. Die Bitburger Dosen stapelten sich schon auf dem Wohnzimmertisch. Und da lies ich mich nicht dreimal bitten, auch eine köstliche Gerstenkaltschale zu mir zu nehmen. Heute gab's ja einen ganz besonderen Sprittwoch zu zelebrieren, denn von unserer ehrwürdigen Zentralverwaltung in Dortmund kamen die so lebenswichtigen Sprittcards!!!!!!!!!! Darauf ein Spritt, Spritt, Hurra. *G* Der Seb ist ja immer noch so unschlüssig und will nicht seine Seele an eine wahre Sache verkaufen. Armer Tropf, er weis nicht was gut ist. Seine Freundin Sabine, unser Sprittwochazubi ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Also ab ins Kreuz und Weizen fließen lassen. Al lies es sich in seinem "leicht" alkoholisierten Zustand nicht nehmen jedem (!) seine Sprittcard zu zeigen und zeigte somit ein hohes Maß an Missionseifer. Bis jetzt ohne Erfolg. Unser Sprittwochazubi hatte kündigte dann auch schon an bald (am WE?) den Mitgliedsantrag mitzubringen, damit unser Regionalbüro weiter wachsen kann. Zurück zum Bier. Auch hier hatte Al heute die Nase vorn und es war schwer für mich und Alex seinem Lauf mitzuhalten, aber auch wir hatten dann nach zahlreichen Kerben auf dem Deckel das Ziel erreicht: Bier=innere Zufriedenheit!
Beim bezahlen wollte Al dann tatsächlich unter Vorlage der Sprittcard die Zeche prellen, was ihm aber nicht gelang. Dumm nur, das ich es keine 2 Minuten später selbst versuchte und auf verständnisloses Kopfschütteln stieß. All meine Bemühungen und Berufungen auf freies Recht der Religionsausübung blieben vergebens und so wurde auch mein Geldbeutel viel leichter. Verdammt!
Ach so das nächste Sprittokol schreibt der Al. Prost
[ml]

4.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

So um... 21 Uhr?
Äh...
Scheiwes Radlerpissetempel
Scheiwe, Gasper, Ich, und.. Hallo Namensgedächnis! Ich weiß es nicht. Da war noch einer mit so langen Haaren und der hat Kronen getrunken.
Tiffy. Den Namen hab ich mir ausnahmsweise mal gemerkt, weil der doch irgendwie komisch ist oder nicht? Lilo! Tiffy! Herr von Bödefeld, uiuiuiuiuiii!!

Programm

Bud Spencer und Terence Hill machen Mische
Scheiwe wandelt Knight Rider um
Klappt nicht, also kein Knight Rider. Dafür sieht der Mac wirklich schön aus, oh Gott...
Das Leben des Prian

Zusammenfassung

Nachdem ich wie üblich den Bus verpasst hatte und mich zu Fuß durch's Gestrüpp zum Scheiwe durchkämpfte, Punkt. Wir begannen also mit "Das Krokodil und sein Nilpferd", der uns ebensoviel Spaß bereitete wie der andere Film letzte Woche. Wer schreibt eigentlich solche Drehbücher? Die ersten 10 Minuten sieht man nur einen wütend schnaubenden, knuffige Geräusche machenden und sich selbst den Weg erklärenden Bud Spencer, der in der Steppe eine Fahrradspur von seinem Hassfreund Terence Hill verfolgt. "Hmpf. Schnaub. Brummel brummel. Ah, da muss er wohl... Hmm. Hähä! Brumm brumm. Hm? Ah, ja. Schnaub. Oh! Brumm. Verfluchter Scheißkerl..." So ungefähr der Monolog der sympathischen Fettlaus. Zwischendurch zeichnet der Film ein interessantes Bild vom primitiven, aber netten eingeborenen Neger (Bud Spencer-Vokabular!), der sofort angestürmt kommt, wenn man nur laut genug "Wer will was zu essen haben?" brüllt. Sehr geil. Danach wollten wir Knight Rider gucken, den ich mit viel Liebe als DivX auf CD gebannt hatte, aber Scheiwes hochgestylter Supercomputer war damit natürlich völlig überfordert. Da hatte ich ja schon wieder'n Hals! Kein Knight Rider gucken, das Spiel wollte auf einmal auch keiner mehr spielen und allmählich machte mich auch dieser Rattengestank wahnsinnig. Doch aller Kummer war vergessen, als plötzlich das Leben des Brian auf dem Bildschirm erstrahlte. Obwohl tausendmal gesehen, wenn unsere hippen Religionslehrer die Ferien einleuteten: Dieser Film IST einfach GOTT! Und mit diesen schönen Worten schließt sich die Akte 02/34, guten Abend.
[sk]

28.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr nochwas
4:14 Uhr
Meine tolle Hütte
Ich, Schürmann, Hans, Imig, Gasper, Scheiwe
Julia, Lena, Imigs Freundin

Programm

Knight Rider, 1 Folge
Star Trek, 2 Kurzfolgen, Junge.
Siff, siff, siff! Bud Spencer in da house!
1,2,3,4,5,6,7,8 Bit sind genug...

Zusammenfassung

Beobachtung 29.8.2002 4:14 Uhr. Auf meinem Bildschirm flimmert neben bunten C64-Bläschen ein Schriftzug "Schoolyard Fun", während drumherum ein geschrottetes Windows XP gute Nacht sagt. Auf der Tastatur liegt ein Teller, im Altpapier ein mysteriöses rotes Licht. Es ist mein Wecker, dessen Kabel nicht in die Raummitte reichte, wo jetzt mein Tisch steht. Unter meinem Schreibtisch liegt ein Pogo-Stock. Der Fernseher flimmert blau, und als ich den Bildschirm von seinem Geflacker erlöse rattert plötzlich der Drucker drauf los und signalisiert eine leere Patrone. Wie kam es dazu?
Es begann so 21 / 21:30 Uhr. Da klingelte es freundlich an der Tür und herein traten Julia, Lena und Schürmann. Sie präsentierten mir einen mit kalten Pommes dekorierten Hamburger, den ich dankbar per Osmose in meinen Körper überführte, und einen leckeren aber instabilen Tankstellenkuchen. Während der Hans Scheiwe und Gasper abholte, kam auch noch Imig mit Anhang an und übergab mir eine fröhliche Überraschungstüte mit alten 64er-Heften, Waschmittelproben und einer Blümchen-Weihnachts-CD. Wer's noch nicht gemerkt hat: Ich hatte Geburtstag und lud zum Feiern meines senilen Greisenalters. Etwas später traten dann Gasper, Scheiwe und Hans die Wohnungstür ein und übergaben mir schlicht und einfach DAS Geschenk des Jahrhunderts: Einen original Dr. Zoidberg Pogo-Stock mit einer maximalen Gewichtszulassung von 75 Kilo, also quasi eine Garantie für ein paar lebensgefährliche Knochenbrüche, Milzdurchrisse und aufgespießte Weichteile. Herrlich!
Und schon begannen wir mit dem Programm: Knight Rider war angesagt. Diese fantastische Kultserie "meiner" Generation, der "Fast-30er", sorgte bei Julia und Lena für totale Verständnislosigkeit. Mit Fragen wie "Wie alt ist das?" offenbarten sie eklatante Bildungslücken und sorgten wiederum bei uns für totale Verständnislosigkeit. Nach einer Folge erbarmten wir uns aber und präsentierten stattdessen etwas viel grausameres: Die neuen 10-Minuten-Star-Trek-Schnipsel (die neuvertonten mit dem schwulen Daniel, wir sind KEINE Star Trek Fans!). Überraschenderweise fand dieser "Ich kann dich auch mal mit der Faust einreiben"-Schlägerhumor auch bei den Knight Rider-Hassern Anklang. Und wo wir gerade bei Schlägern waren, hatte Schürmann natürlich das grandiose Bud Spencer und Terence Hill Meisterwerk "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" mitgebracht. Der kam so gut an, dass uns Hans, Schürmann, Julia, Lena, Imig und Anhang (vergess den Namen immer! :-) ) nun allein ließen und wir (Scheiwe, Gasper, ich) einen fulminanten Sprittwoch Classic hinlegten. Der Bud Spencer-Film erwies sich als fabelhafter Sprittwoch-Schinken, da a) praktisch nur gesoffen wird und b) die Sprüche auf dem exakt gleichen Niveau wie bei den Start Trek-Episoden liegen. Brutal, furztrocken, sinnlos und versoffen, Fleischbadekappe Picard lässt grüßen. Kostprobe gefällig? Irgendwer labert, wie schön so ein Berg aussieht. Bud Spencer: "Von nem dummen Berg werde ich aber nicht satt!" Noch einen? "Ach Gott, ist das schön. Wenn ich doch bloß nicht so fett wär!" Besonders sinnig: "Ich beiß dir gleich ne Beule in den Bart, dass dir die Hose wegfliegt!" Hat Bud Spencer diesen Star Trek-Leuten gar als Inspiration gedient? Das gehäufte Vorkommen der Vokabel "Junge" lässt jedenfalls stark darauf schließen. Nach diesem versifften Spektakel fielen wir in einen nostalgischen 8-Bit-Rausch. Damals waren Spiele noch gut! Rechts, links, Feuer, klatsch! Ende, aus! Nix mit 3D und 18 Trilliarden Tastaturbelegungen zum Auswendiglernen. Markus hatte seine Playstation und eine NES-Emulator-CD mit über 700 Spielen mitgebracht. Wir spielten also Highlights wie Caveman Olympics, Bubble Bobble, Archon, Giana Sist-ääh-Mario Brothers, Dig Dug und und und. Doch das reichte Jens nicht. Bruce Lee musste her! 5 Minuten später hingen Markus und ich an der NES-Playstation und bekäbbelten uns in Archon, während Jens am PC Bruce Lee C64-emulierte und dabei komische aber zufriedene Laute von sich gab. Gott, muss das bescheuert ausgesehen haben aber hey, wir sind halt damit aufgewachsen! Da mir Jens unbedingt noch ein C64-Spiel namens Killer Games vorstellen wollte, das für die "limitierte" Grafik wirklich schockierend blutig und abstoßend ist, zimmerte er mir erstmal einen Herr der Ringe-Emulator ("Frodo") auf den Rechner. Dieser bedankte sich mit einem freundlichen Totalausfall und Scheiwe musste unbedingt auch noch die Ducktales-Titelmelodie runterladen. Und als wir längst keinen Bock mehr hatten, trieb Scheiwes verkorkster Verstand ihn dazu, zum besagten Ducktales-Soundtrack eine wüste Showeinlage mit Arsch-wackeln und Brusthaar-zeigen abzuziehen. Außerdem krämpelte er sich die Hose so hoch, dass sie als Unterbuchse durchgegangen wäre und wollte allen Ernstes auf meinem kleinen, fragilen Frühstücks-Mittags-Multifunktionstisch Samba tanzen. Ich machte von meinem Hausrecht Gebrauch und fand daraufhin die Bude in dem Zustand vor, den ich eingangs erwähnt hatte. Verwirrt aber müde ging ich zu Bett.
[sk]

22.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

21:30
0:00 Uhr
Neumarkt
Ich, (Ulli hat Radlerpisse getrunken)
Kodalle, Honk & Zonk

Programm

Der Schuh des Manitu

Zusammenfassung

Jo, es war zwar Donnerstag, aber da wir am 21.08.02 keinen Sprittwoch gemacht hatten bot sich der Tag ja gradezu an, denn es war Open Air Kino in Arnsberg und es wurde der Schuh des Manitu gezeigt. Dieses Großerergniss konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also verabredete ich mich mit Ulrike um halb 10 auf dem Neumarkt. Um etwa 21:45 traff ich dann auch endlich dort ein, aber Ulli war noch nicht da. Totall beklobbt! Da kommt man schon extra zu spät und die Leute mit dennen man sich trifft kommen noch später. So etwas ist mir bisher noch nie passiert, ausser natürlich bei Herrn Scheiwe der ja bekanntlich immer zu spät kommt, aber egal.
Nachdem Ulli dann geparkt hatte versuchten wir uns noch einen Sitzplatz zu ergattern, allerdings war der Neumarkt totall voll, man wird es mir zwar jetzt nicht glauben , aber in Arnsberg war echt mal was los. Sehr seltsam!
Also stellten wir uns gezwungernmassen hin um den Film zu sehen. Ich packte meine erste Dose Karlsquell aus, welche ich immer noch vom Wacken hatte und Ulli trank sich ein V+ Pisse. Um etwa 22:15 leuchtete dann das erste Licht auf der Leinwand, allerdings handelte es sich dabei um ganz tolle Werbung, so wie man sie halt in Arnsberg kennt. (Also Modehaus Specht und Autohaus Hoffman usw.) Während der Propaganda traffen auch Laura, Julia und Kodalle ein, welche sich neben uns stellten. Irgendwann fing der Film dann endlich an, allerdings nicht so wie ich ihn kannte, denn es war die neu überarbeitete Version. Also eigentlich wurden nur 10 Minuten nachgedreht und vor den Film geschnitten. Na ja, wir amüssirten uns köstlich und ich trank langsam aber sicher meinen Rucksack leer. Um halb 12 oder so war der Film dann zuende, man traf noch den ein oder anderen Bekannten und um Mitternacht gingen wir dann nach Hause, echt jetzt.
[dh]

21.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:15
2:00
Orgasper
Shitmaster K, MC Gasper
Volker O.

Programm

Kiesler abholen
Star Trek Verarschungsedition - Daniel Part II
Herr der Ringe - Die Gefährten
Star Trek Verarschungsedition - Remulaner & die Höhlenfolge
Becker (NICHT Heinz Becker oder wie der heißt!)

Zusammenfassung

Bevor der Sprittwoch richtig losgehen konnte, kam erstmal der Volker vorbei und präsentierte ein wahnsinniges Kultobjekt: eine LP der Firma "Freizeit Revue Music" von David Hasselhoff. Titel der mit einem absolut ultragayen Cover ausgestatteten Platte: "Knight Lover". Auf der Vorderseite präsentiert Mr. Hasselhoff seinen üppigen Brustpelz, während er auf der Rückseite in KITTs Cockpit post und im Spiegel irgendwelche Hände zu sehen sind. Einfach super! Aber langsam fragten wir uns, wo denn Davids größter Bewunderer, nämlich Stefan K. aus ursprünglich A. abblieb. Es war zwanzig vor neun, höchste Bimmelbahn, mit dem Spritten zu starten. Doch da erreichte mich per ICQ die Nachricht von Kiesler, daß ihm soeben der Arsch geplatzt sei und er nun auf der Toilette verweile. Also mußten wir gegen neun Uhr Volkers Gefährt bemühen und den Darmmeister aus seiner Bude abholen, wobei der Shitmaster immer noch deftig nach Kackwurst roch. Bei mir angelangt, gab es zur Auflockerung (und während das Bier noch turbokühlte) eine kurze Folge Star Trek, in der Jean Luc Daniel mit seiner Faust einschmieren wollte, nachdem dieser ihn aufgefordert hatte, selbiges mit seiner Scheiße zu tun. Abstrus! Dann wurde es Zeit für Herr der Ringe. Während Volker und ich bereits große Teile der Dialoge mitflüstern konnten und erfürchtig jeden Ort und jede Person namentlich erwähnten, konnte Kiesler ("Ich dachte, der wär so ähnlich wie Harry Potter!") nur über die visuelle Gewalt des Films, den er hier zum ersten Mal erlebte, andächtig staunen. Vielleicht nicht gerade DER Top-Sprittwochfilm, aber dennoch ein unterhaltsames, knapp dreistündiges Intermezzo. Volker ging schon vor dem Ende des Films, da seine Freundin mal wieder von ihm "abgeholt" werden wollte.
Dann guckten wir noch zwei Folgen Star Trek (ich kann nicht müde werden zu betonen, daß es sich hierbei um neu synchronisierte Fassungen handelt - wir sind KEINE Star Trek - Fans), wobei sich bei Folge eins folgender Superspruch herauskristallisierte: "Jetzt dürfte ein für alle mal klar sein: wer sich mit mir anlegt, stirbt langsam!" Haha, was haben wir gelacht! Ebenso lustig ging es bei Becker weiter (und ich kann nicht müde werden zu betonen, daß es NICHT um diesen bekloppten und völlig unlustigen Heinz (oder wie der heißt) Becker geht, sondern um den lustigen Becker, der nachts auf Sat.1 kommt, verdammte Scheiße net!), der unter anderem eine schwule Kreuzfahrt gebucht bekam und mit seiner alten Flamme aus dem College rummachen durfte. Außerdem mußte er noch einen Vortrag vor bescheuerten High School - Abgängern halten. Auch das wiederum sehr lustig. Dann warf ich den Wurst- und Pladderchef Kiesler raus und machte mich bettfertig. Währenddessen klopfte der schon wieder völlig bezechte Kiesler fortwährend an meiner Tür, um einen Regenschirm zu erbetteln. Lächerlich! Ich gab ihm nach 10 Minuten Bettelei meinen Schirm und lachte ihn im Traum aus, weil er durch das dunkle Nass nach Hause gehen mußte.
[mg]

14.8.2002 - Regionalbüro Fulda

20:30 Uhr
01:30 Uhr
Kreuz
Manuel, Albert, Alex und Seb, Sprittwochazubi Sabine
Marcos unnachahmliche Anekdoten

Programm

Hin
Kreuz
Heim

Zusammenfassung

Um halb neun begann ein neuerlicher Sprittwoch mit einigen leckeren Köstritzer (ich) und Bitburger (Al) im Palast von Al&Alex, dort wurde Andis Videoclipsammlung gegugt (Kult: Slayers "Dead Skin Mask" Live) bis Seb mit Sabine eintreffen. Sabine ist ja der Sprittwochazubi, der den Spirit der "Church of Sprittology" schon auf Ausbildungsseminaren (ihrer ach so weltlichen Arbeit) in die Welt der Nüchternen trägt. Respekt, Respekt und heute dann sogar mit richtigem Spritt.
Nun wohl gestärkt geht es dann endlich los ins Kreuz, wo uns in der Kneipe der unseelige Grufti DJ mit einem Supi-Discoabend vergrault und wir in den Saal ausweichen. Dort läuft bis auf "Davidian" von Machine Head leider kein Metal, dafür sind aber wieder ne Menge Kumpels da. Vor allem unser Ehren-Sprittwöchner, der mit einer seiner legendären Anekdoten glänzt: Da war also dieser hackedichte Bauer auf seinem Moped im Dorf unterwegs und kam zu seinem Hof zurück, als er merkte das die Bremsen nicht mehr gehen. Er begann also eine Runde nach der anderen zu drehen und schnell wurden durch den Krach seine Knechte/Söhne/Wasauchimmer (hab ich vergessen) wach. Er schrie bald während seiner Runden: "Mach ma die Scheun auf!" Also wurde die Scheune aufgemacht. "Fah ma de' Trecker reus!" Also wurde der Trecker rausgefahren. "Wirf ma s' Heu runner!" Also wurde das Heu runter geworfen. "Schickt no net!" Also wurde das ganze Heu runtergeworfen. "Jez schickts!" Und dann fuhr der Volleumel voll Karacho in den Heuberg rein. Was haben wir gelacht, vor allem wenn man Marcos Orginalzitate dazu hört. Unnachahmlich!
Der Abend gipfelte so langsam in einer Weizenschlacht und ich verstand schon bald nicht mehr alles, was mir gesagt wurde, was zu einigen peinlichen Situationen führte. So war es dann auch das Al's Freundin Jasmin das Auto heimfuhr, um nicht noch unangenehmer aufzufallen. Vorher glänzte aber wieder unser Sprittwochazubi, die eine lockere Runde Spritt ausgab zu einem Zeitpunkt, als eigentlich bei mir schon Schicht im Schacht war.
Ach so, wie versprochen, die Tracklist unseres ersten Sprittwoch-Samplers:
1. Alice Cooper - Hey Stoopid
2. Alice Cooper - Poison
3. Pain - Shut your Mouth
4. Pain - Save Me
5. Anthrax - I'm the man
6. Megadeth - Hanger18
7. Megadeth - Return to Hanger18
8. Holy Moses - Too Drunk to Fuck
9. Holy Moses - Master of Desaster
10. Witchburner - Hochstift Mania
11. Witchburner - Metal Warriors
12. Witchery - Fast As A Shark (Accept-Cover)
13. Tankard - Kings of Beer
14. Tankard - Freibier
15. Tankard - Empty Tankard.
Tracklist des 2ten Samplers dann beim nächsten mal
[ml]

14.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:30
0:00 Uhr
Arendt
Prinz Eisenherz, Arendt, Walter, irgend ein Giessener und ich

Programm

Beavis und Butthead
Austin Powers 1

Zusammenfassung

Es war mal wieder Sprittwoch bei Arendt, wir wollten uns bei ihm um halb acht treffen, Schürfrau war natürlich pünktlich da und rief mich schon um viertel vor acht auf meinem Handy an um Terror zu machen. Zu dieser Zeit befand ich mich allerdings noch auf dem Kreuzberg und musste noch über zwei Berge laufen um nach Arendt zu kommen. Nach ungefähr 10 Minuten war ich bei uns aufem Berg und packte mir meinen Rucksack mit Karlsquell voll, welches ich ja noch ohne Ende vom Wacken hatte. Weiter 10 Minuten brauchte ich dann um nach Arendt zu kommen, Matze war mal wieder gut bei der Sache und Schürmann trank sich auch schon sein 2. Bier. Dann rief Walter an, um uns zu sagen das es "etwas" später werden könnte, da er noch auf seinen Kollegen warten musste. Wir schoben dann auf jeden fall schon mal Beavis und Butthead rein. Zum Ende des Film traffen dann auch endlich die beiden Giessener Spacken ein. Zu dieser Zeit war Arendt bereits längere Zeit am schlafen, so daß der Mensch aus Giessen Arendt nur sehr ruhig kennen lernte. Als der Film zu Ende war folgte auch so gleich Austin Powers. Um 11 verabschidete sich Balko und etwa um kurz vor 12 Uhr ging auch ich. Die beiden Giessener blieben noch da um sich Austin Powers zu Ende anzusehen und um ihr Bier leer zu trinken.
[dh]

14.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:45
2:00
Oelschlägels Voll-ker
S. Kiesler, J. Scheiwe, M. Gasper, V. Oelschlägel
Lars, Volkers Freundin

Programm

Lars und Scheiwe brauchen ewig, um endlich mal zu Volker zu fahren
Knight Rider (2 Folgen)
Osmosis Jones
Richterin Rharbarber Salesch

Zusammenfassung

Wenn Dummnullen wie Jens, Kiesler und Lars den Sprittwoch mitplanen, kann man sich schonmal darauf einstellen, ewig auf die Herren zu warten. "Wir müssen noch essen!" "Ich muß noch wohin!" "Ich pack schnell meinen PC noch ein!" "In 10 Minuten können wir los!" Blablabla... Idioten! Naja, wir trafen letztendlich leicht verspätet um viertel vor neun in Volkers frisch geputzter Bruchbude ein. Überraschung Nummer eins: er hat jetzt schöne Perlenkettchen vor seiner Küche hängen. Sonstige Überraschungen: Fehlanzeige. Der Sprittwoch ging los mit einer superben Folge Knight Rider, die handwerklich leider ungefähr dreimal so gut gemacht war wie der Pilotfilm. Daher leider nur ein geringer Fehlerquotient. Und die zweite Folge war sogar noch fehlerfreier! Zwischendurch meinte Volker, man könne ja einmal im Monat Geld zusammenschmeißen, um eine Stripperin zu engagieren, dann könnte man das Ganze ja "Tittwoch" nennen. Na klar, Volker! Dann erzählte Lars (da wir eh grad mal wieder über Pornos sprachen), daß einer der bekanntesten damaligen RTL-Pornos, nämlich "Lass jucken, Kumpel!" bei ihm um die Ecke gedreht wurde. Wieder was dazu gelernt. Nach Knight Rider durfte ich erstmal gucken, wie ich Oelschlägels dummen Treiber auf seinen dummen PC kriege, aber das ging nicht, und am Ende wurde ich sogar noch von ihm beschimpft, ich hätte was verstellt. Dann zeigte uns Volker noch einige exotische Bilder und Filme.
Danach war es Zeit für Osmosis Jones, den ich auf SVCD mitgebracht hatte. Volker fummelte am völlig verstellten Bild seines Fernsehers rum. Ich glaube echt, der guckt sonst immer nur Barbie da drauf und dreht dann das Rosa mehr rein. Egal, jedenfalls lachten alle dumm über meinen wenig fachmännischen Spruch "Mach mal, das Schwarz ist immer noch zu braun!" Hahaha! Ja, wie soll ich das auch anders ausdrücken, he? Dann erblickte Jens auf dem Klo noch eine Zahnpasta mit der Aufschrift "Karies Schulz". Scheiwe war indes völlig fasziniert von den Abenteuern von Osmosis Jones, die ja in Bill Murrays Körper stattfinden und sinnierte über verschiede Körperteile. So gab er dem Nebenhoden den freundlich-saloppen Namen "Vizesaftsack" und übersetzte "ingrown toenail" mit "chronisch gewachsener Schuhnagel". Schuhnagel? Na egal. Gegen Ende des Films kam dann auch Volkers Freundin vorbei und rieb sich an ihm. Volker versuchte, aus dem zweiten Fäßchen den letzten Rest Bier rauszuholen, aber es war ein typischer Fall von VKN - Volker kann's nicht. Dann stellte sich der Fernseher auch noch auf Saturday (SA). Als das Bild wieder da war, erblickten wir einen fischigen Rechtsanwalt bei B. Salesch, den Scheiwe immer mit "Blubb, blubb"-Geräuschen unterlegte, sobald er auch nur im Bild auftauchte. Volkers Freundin wollte schlafen. Sie sagte "Ich gehe jetzt ins Bett" und ging aufs Klo, woraufhin Kiesler natürlich meinte: "Das ist aber das Klo!" Als wir gegen zwei Uhr gingen, war Lars schon längst entschwunden. Ich lieh Volker noch The Crow aus, aber mit den Worten "The Crow laß ich hier... aber nicht zum Gucken!", dann verließen wir Volkers Hütte und machten uns auf den ätzendsten Sprittwoch-goes-home-Gewaltmarsch aller Zeiten. Volker, wo zum Teufel wohnst Du!?
[mg]

8.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:15 Uhr
1:30 Uhr
Kieslers Besenkammer
Ich, Gasper, Scheiwe, Imig,
Volker, Imig's Weiblein, 2 weitere Weiblein die ich nicht kannte und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe :-)

Programm

Döner mit nur Fleisch und Curry für Volker
Knight Rider
Meet The Feebles
Saustall

Zusammenfassung

Klasse! So ein Saustall! Ich habe heute meine letzte Vordiplomsprüfung vergeigt, wenn das kein Grund zum Saufen ist... Also lud ich zum Trinken. Während ich noch kurz vor acht bei Edeka Spritt und Snacks (die wir gar nicht verbraucht haben, hehe!) besorgte, arrivierten Volker, Gasper und Scheiwepissitrottel bei mir. Statt mich vom Döner abzuholen warteten sie lieber am Fenster des 3.Stock, um mich zur Begrüßung spontan feierlich zu bespucken. Das war mir egal, ich hatte größeres Elend gesehen an diesem Tag. Also erlaubte ich den Einlass und wurde nur noch genervt: Gib ma was unalkoholisches zum Döner spülen, gib ma Klopapier zum Döner wegwischen, gib ma Gabel für die Pommes. Ach ja, ich hatte Volker einen Döner mit nur Fleisch und Curry mitgebracht, absolut kranker Hippie-Fraß also.
Irgendwann hatten wir die Essens-, Servietten-, und Trinkangelegenheiten geklärt und schritten zu Tagesordnungspunkt 1: Knight Rider! Ja, es ist wahr. RTL zeigt wieder den Knight Rider. Den Mann und sein Auto, die gegen das Unrecht kämpfen. Wir betrachteten also die Pilot-Doppelfolge und bemerkten Erstaunliches: Knight Rider ist voll mit richtig billigen fiesen Kacke-Filmfehlern, die uns in unserer Jugend gar nicht aufgefallen sind! Jugendillusionen wurden an diesem Abend zerstört, aber es war sehr unterhaltsam. Für die, die die Pilotfolge nicht kennen: Michael Long, Superbulle im Kampf gegen das Unrecht wird im Einsatz "angeschossen". Und zwar voll auf die Zwölf, direkt in die Fresse, aber die Kugel prallt an einer Metallplatte ab, die er (der soooo alte Michael Long) aufgrund einer Kriegsverletzung im Schädel hat, ab und (O-Ton Arzt in der Serie) "hat daraufhin sein Gesicht zerstört". Als die Verbände abgenommen werden, ist alles schlimm und kacke: Michael hat eine neue Identität, neue Fingerabdrücke, ein neues Gesicht und seine alte Frisur. Furchtbar. Jedenfalls haben wir David Hasselhoffs Ersatzstuntman gesehen, der KITT in bedrohlicher Schieflage zwischen zwei Autos durch manuuvert. Fällt kaum auf, dass Michael Knight's Gesicht auf einmal aussieht wie eine aufgeblähte Kartoffel, die sich offenbar sehr konzentrieren muss, um nicht aus der Spur zu fliegen. Fällt genauso wenig auf wie die ganzen Rampen, die in bester Alarm-für-Cobra-11-Manier in der Gegend rumstehen oder das unterbodenlose Modellauto, das einen über einen Truck fliegenden KITT simulieren soll. Richtig dumm wird der Zuschauer aber verarscht, wenn er der Illusion erliegt, dass KITT wirklich selber fahren könnte. Das alkoholisch geschärfte Sprittologen-Auge zeigt es: Grenzenlose Kreativität! Kaum fiel die Satzkette "Haha, wahrscheinlich sitzt da so'n kleiner Pimpf hinter, der die Karre lenkt." > "Geil wär, wenn man den jetzt sieht." > "NEIN!!! HAHA!!!" war uns die Illusion genommen: In einer Szene sieht man tatsächlich, wie KITT angefahren kommt, zwei mit schwarzen Handschuhen getarnte Hände am Lenkrad und ganz unscheinbar zieht der talentierte Tarnschauspieler diese nach unten, damit man sie nicht sieht. Wir ham's gesehen. Noch besser: In einer Szene kommt der "unbemannte" KITT auf die Kamera zugefahren. Kein Scherz, da sitzt am Steuer ein Sack mit ausgeschnittenen Augen, der sich tatsächlich als Autositz tarnen will, unglaublich! Wir haben Tränen gelacht und werden bald eine Knight Rider-Rubrik auf der Sprittwoch-Seite eröffnen, in der wir mit schonungslosen Screenshots die Inkompetenz der 80er-Jahre-Produktionsteams offen legen werden. Zwischendurch kam auch Imig mit Anhang, da wurde es schon recht eng in meiner kleinen mucheligen Bude. Raucherpause, Scheiwe musste uns ein Lied aus der Absence-Restricted-Member-only-suck-my-dick-and-call-me-a-bitch-member-area zeigen und dann starteten wir mit Meet The Feebles das zweite filmische Highlight des Abends. Wer sich die Muppetshow mit zugekifften Vietnam-Krokodilen, pissenden Mini-Plüsch-Viechern und extrem geschmacklosen, blutigen Splatter-Einlagen vorstellen kann, der weiß in etwa, worum es hier geht. Im Laufe dieses Films kamen noch zwei Tusen, die Jens wohl aus'm Spirit kannte. Die waren offenbar nicht wirklich begeistert von Peter Jacksons Geniestreich, naja...
Nach Filmende verschüttete irgendwer im Flur sein Bier, aber Scheiwe war das natürlich nicht. Ich hab die Scheiße weggemobbt. Genauso wie das Bier, das Scheiwe in meine Tatsatur gekippt hat. Und das Bier, das er auf meinem Fußboden verteilt hat. Und das Bier in meinem Bett. Auch das auf meinem Mauspad ("Du hast doch ne optische Maus, dann ist das ja egal!") und das auf dem Monitor. Scheiwe war also mal wieder ne dumme verhurte Mistsau, aber das ist ja nix neues.
So, und dann ham se mich in diesem Drecksloch alleine gelassen, überall scheiß Bergadler, Sauerei und Dreck. Mach ich morgen weg, so, bis dann...
[sk]

6.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19 Uhr
2 Uhr
Flip's Knusperhäuschen
Ich (Schürmann), Flip

Programm

Zu Lidl fahren und was zu Fressen kaufen
Zur Videothek fahren
Filme aussuchen
Zum Flip fahren
Pizza machen
Pizza essen
Film: 13 Geister
Film: Joe Dreck
Porno: Hab den Namen jetzt vergessen. Der Schwanzlurch "Teil 374" oder so

Zusammenfassung

Wir hatten zwar erst Dienstag, aber MONJA war heute mal nicht da, deswegen konnten wir uns mal so richtig beim Flip zuschütten. Das kommt nicht sehr oft vor das die mal weg ist. Aber nun war es mal an der Zeit, jetzt konnten Flip und ich mal richtig die Bude auseinandernehmen. Als wir all unsere Besorgungen gemacht hatten, konnte endlich angefangen werden. Zuerst wurden die Scheiben eingeschlagen, dann wurde der Tisch zertrümmert, und dann haben wir auf den Boden gekackt:-). So, mein Nahrungsaufnahmeorgan wollte was zu Fressen haben, dass wurde mit einem lautstarken Signalton bestätigt (Man nennt es auch "Knurren"). Ohhhh wie schön, wir hatten ja Pizza, die landete dann auch sofort im Backofen. Nach ca. 20 min. war die auch fertig, und konnte verspeist werden. Als diese Grundlage gegeben war, konnte das Bier in Strömen fließen. Als der Flip nach einer Stunde rumfuckeln am Video endlich fertig war, konnten wir dann mal anfangen zu gucken. Es ging los mit dem Film "13 GEISTER", dass war ein "GEISTERFILM":-). Danach guckten wir "JOE DRECK", das war ein echt lustiger Film, hab jetzt aber kein Bock den Filmverlauf zu Schildern, auf jeden Fall sehr SPRITTWOCHTAUGLICH. Als dieser tolle Film dann zuende war, schauten wir dann den PORNO den natürlich der Flip ausgesucht hat, ich habe da nix mit zutun. Solche Sauereien leihe ich mir doch nicht aus:-). Na gut, wir haben den Zusammen ausgesucht. Dann habe ich Flip noch ganz kräftig ins Gesicht gewichst, danach war Schicht im Schacht. FEIERABEND
[ds]

31.7.2002 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
02:00 Uhr
Albert&Alex, Kreuz, Albert&Alex
Manuel, Albert, Alex und Seb

Programm

Sixpack beim Heimkehrer
Kreuz
Last Supper beim Al

Zusammenfassung

Der Schwede ist wieder da. Nachdem unser allseits beliebter Sprittwöchner Albert von seiner Skandinavienreise (ein alkoholgetränktes Sprittokol-Special wird kommen) zurück war, ist es natürlich eine besondere Freude zu unserem allseits beliebten Sprittwoch zusammenzukommen. Also erst mal zum Al, der ja mit Alex zusammenwohnt. Wie praktisch, da muss man nur einmal fahren um einen zu holen ;-). Dort standen dann auch schon zwei 10ner Träger DAB (das kennt ihr von der Zentrale doch bestimmt ganz gut) und der Seb war auch schon da. Ich war mal wieder der einzige der den DAB-Genuss mit einem Köstritzer unterbrach, aber mich schnell von den kleinen, praktischen Fläschchen anlocken lies. Nachdem alle Neuigkeiten ausgetauscht worden waren, gings dann doch auf in Richtung "Kreuz".
Dort wurden dann erst mal Weizen geordert und den Kehlen zugeführt, die Anmeldungen für die Church of Sprittology rausgeholt und ausgefüllt (kommen bald per Post) und über eine Church of Sprittology-Messe debattiert. Ja genau, wir werden alle Sprittologen zu einer wahrhaften Zeremonie einladen und dem Sinn unserer Gemeinschaft huldigen. So richtig "blasphemisch" mit Gesangsbuch ("Heute schütte ich mich zu" und "Freibier") und 'nem Küster, der das Bier bringt usw. Schon bald hatten wir so abstruse Ideen, wie das Tragen von Roben mit Sprittlogen-Zeichen, wozu wir wahrscheinlich von der Simpsons-Folge mit den Steinmetzen kamen...Wir werden sehen. Schon bald begannen wir auch mit dem missionieren, aber unsere nette Gegenüber blieb dann doch bei Ihrer Cola.
Nun im Laufe des Abends kamen wir dann auf die Ideen eine "Bier-Flatrate" im "Kreuz" einzuführen. Die erste Anfrage bei unserem Wirt Balu war schon mal vielversprechend. Wir haben dann schon mal angefangen zu kalkulieren, was die "Bier-Flatrate" uns kosten dürfte. Im nächsten Sprittokol haben wir vielleicht schon eine Aufklärung.
Also als der Laden dann zumachte gings zurück zum Al. Seb und Alex waren schon verschwunden. Und so hielten Al und ich uns tapfer mit dem letzten DAB aufrecht und hörten noch mal in den Sprittwoch II - Sampler rein (Tracklist im nächsten Sprittokol), bevor sich der gelungene Sprittwoch verabschiedete.
[ml]

31.7.2002 - 3.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

Mittwoch
Samstag
Wacken
Hans, Walter, Arendt und andere trinkende Menschen

Programm

Wacken
Wacken
Wacken
Wacken

Zusammenfassung

Mittwoch.
Hans kam zu spät, da er mit packen nicht fertig wurde. 10.00 war ausgemacht, er kam um 12. Blasphemie. Aber schließlich ging es los. Während der Fahrt hatte Arendt absolutes Alkoholverbot. Auf der Fahrt, kam Hans schon ins Bedrängnis mit seinem Sauerländer Platt. Gatten, Katte, Patty. Als ich das Steuer übernahm, war ich zum Glück zu blöd die Ausfahrt nach dem Elbtunnel auf die A23 zu nehmen. Was sich im Nachhinein als gar nicht schlecht herausstellte, denn auf der A23 war ein ziemlicher Stau. In Wacken angekommen, (das Schild wurde aus Sicherheitsgründen wohl entfernt) machten wir uns ans aufbauen. Kurze Zeit später stießen Marten und Sara zu uns. An der Bandausgabe trafen wir Pat und Johanna und verabredeten uns mit ihnen zum spritten. Wir schmissen den Grill an. Ca. 2 Stunden später gingen Pat und Johanna wieder und wir leerten den ersten Rest der Karlsquell Pallette.
Donnerstag
Nachdem unsere Zeltnachbarn endlich das dämliche Gelaber eingestellt hatten konnten wir endlich pennen. Am Morgen gingen wir inne Stadt. Ich stellte fest, das es mit nur einer kurzen Hose knapp werden könnte und besorgte mir noch eine. Handeln konnte man ganz gut mit dem, aber nur weil ich mit EC gezahlt habe, wollte er meine Adresse. Angeblich wegen der EDV usw. Er hat sich ziemlich ertappt gefühlt, als ich ihm gesagt habe warum er wirklich meine Adresse haben wollte. Wieder auf dem Gelände pisste es wie aus Eimern. Mit so ein paar Saarländern haben wir uns ins Zelt gesetzt und haben uns mit denen einen gesoffen, sowie Sauflieder gegröhlt. Das Gelände schlammte wie Sau als es die komplette Nacht durch pisste. Die Bands waren nichts besonderes.
Freitag
Erst mal in den Landgasthof zum scheissen. Das Essen da ist super vor allem ein großes Preis/Leistungsverhältnis. Die ersten gescheiten Bands fangen an. Savatage. Einfach Klasse. Absolute Gitarrenmucke. Sara und Marten stehen bei der Autogrammstunde von In Extremo. Anstatt sich ebenfalls anzustellen geht Arendt durch den Ausgang und drängelt sich dazwischen. Bringt allen eine Autogrammkarte mit und wir können uns Destruction angucken. Anschließend Pungent Stench und Children of Bodom. Wobei Children od Bodom mich immer an Sesamstrasse auf Black Metal erinnern. Aber trotzdem eine absolut sehenswerte Combo. Bevor JBO anfangen habe ich mir noch mal (Sch)ei(s)sregen angetan. Absoluter Oberschwachsinn, den es an Dekadenz und groteskischer Darstellung absolut nicht mangelt. 2 Typen stehen mit Sturmmasken und Sonnenbrillen auf der Bühne. In der Hand eine Kalaschnikow aus Plastik. Damit wird rumgespielt, wie es ein 2 jähriger mit seinem Lutscher tut, den er jedem zeigt. Auf jeden Fall wirken die Typen ein bischen infertiel und müssen das durch irgendwas kompensieren. Aber wir haben ja noch mehr Bühnendeko: 2 Sprackeltypen mit weder Bier noch Muskeln stehen sitzen mit Gasmaskenattrappen auf den Boxen und bewegen nur die Köpfe. Dann wird es patriotisch: Einer der Gummimaskentypen steht auf und holt sich eine Thüringenfahne, die er schwenkt. Als ob das nicht schon peinlich genug wäre... Jetzt fängt nicht nur die Bühnendeko an zu spinnen, sondern auch die Band komplett. Zitat des "Sängers" am Ende eines Liedes: "Der Applaus ist verdient." Das ist an Selbstverherrlichung jawohl nicht zu übertreffen. Die Texte zitiere ich mal nicht, damit sprittwoch.de nicht auf dem Index landet. Alles in allem war ich 10 Minuten in dem Zelt und kam zu dem Entschluss, dass man es sich noch nicht mal besoffen antun kann. Vor dem Zelt entstand ein See, da jeder an diese Stelle pisste. Marten taufte ihn auf den Namen: Pipi-Kaka-See. Schnell weg hier, damit ich bei JBO nicht zu weit hinten stehe. JBO stellten eine neu Saufhymne vor: Der Ruf ist im Eimer. Ansonsten parodiert Hannes noch Lenny von Motorhead. JBO haben eine super Show geliefert. Anschließend folgte In Extremo. Der Schwerpunkt lag auf dem aktuellem Album Sünder ohne Zügel. Sie lieferten eine Wahnsinnsshow. Der Sänger war ein bischen angepisst, da viel zu blöd waren wenigstens die Phonetik des Mittelhochdeutschem und der Lateinischen Sprache zu merken. Aber für die Leute die was für In Extremo übrig haben, war es gelungen. Anmerkung zu Donnerstag: We hat verfügt, dass Torfrock und JBO parallel spielen???? AAAARRRGGGGHHH!!!!
Samstag
Immortal hatten das Pech bei Tag spielen zu müssen. Überzeugten aber dennoch. Während Cannibal Corpse losprügelten baute Guardian auf. Auch ich muss sagen, dass ich zu den Leuten gehört habe, die der Meinung waren, dass die Corpse endlich die Fresse halten sollten, damit Guardian anfangen können. Sorry, aber seitdem Barney weg ist, kann man denn Laden echt vergessen. Na endlich. Die Corpse sind fertig und Guardian fangen an. Eine sehr gute Show, ein super Sound. Vor allem gingen die Songs einmal quer durch die Alben. Bright Eyes, Bard's Song, Nightfall und And then there was Silence. Klasse.
[aw]

31.7.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19 Uhr
23 Uhr
Flip's Hexenhaus
Ich "Sprittgott Schürmann", Flip, 2 Nachbarn von Flip
Dämonja, Honk, Zonk, So'n Typ mit "Bunny", Und noch irgend so ne Tussi, Tanja und der AV Mann, Hoffmann und Bunny

Programm

Bier saufen
Bier saufen
Würstchen essen
Noch mehr Würstchen essen
Bier saufen
Ende

Zusammenfassung

Der Flip hatte heute Geburtstag, das war natürlich ein triftiger Grund zum Saufen. Um 19 Uhr sollte die Party steigen, aber es war noch keine Sau da, nur Flip Dämonja und Ich. Als erstes habe ich mir mal schnell ne "Warze" gezwitschert und ne lecker Wurst reingezogen. Es war jetzt ca. 19:45 Uhr, da schneiten endlich mal ein paar Saufkumpanen rein, die sich auch erstmal sofort ne Warze reingezogen haben. Mittlerweile fing das an zu Pissen, da mussten wir erstmal den Tisch unter das Dach stellen. Jetzt saßen wir alle wie die Hühner auf der Stange nebeneinander. Es war sowas von Gemütlich:-( Dann mussten auch noch Honk und Zonk vorbei kommen, da war natürlich kein Platz mehr unter diesem "Riesendach", das ganze wurde dann ins Hexenhaus verlegt. Dann haben wir halt im Haus gesoffen, war mir jetzt auch scheißegal, die Hauptsache war es gab noch Bier und Würstchen. Laura, Julia und Ich zählten wie oft Monja zu Flip "Schatz" gesagt hat, am Ende waren wir bei 46 mal angekommen:-). Hoffmann wollte eigentlich um 21 Uhr 30 da sein, aber das war nicht so, irgendwann um kurz vor elf haben die sich dann doch noch blicken lassen. Was will man machen. HONK und ZONK wollten jetzt nach Hause fahren, diese Gelegenheit nutzte ich dann auch, und fuhr dann mit ins schöne Oeventrop. SCHLUSS ENDE AUS
[ds]

31.7.2002 - 4.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

31.07., kurz vor Flensburg
04.08., zurück vom Wacken
Imigs Eltern, Flensburg, Wacken Open Air, Autobahn
Imig, Schweiwe, ich (Gasper) und tausend andere Leute (weiteres im Text)
alle nichtsprittenden Konzertbesucher und evtl. nüchterne Musiker

Programm

Wir fahren los.
erste Biere, erste dumme Sprüche
Flensburg, erst Imigs Eltern besuchen, dann Stadt
Schlafenszeit!
ab zum Wacken
WACKEN!!
nach Hause fahren
zu Hause sein

Zusammenfassung

Zunächst mal vorweg: es gibt sooooo viel zu erzählen, soooo unglaublich viel, daß der treue Schreiber dieser Zeilen vermutlich das meiste vergißt. Aber egal, denn es lohnt sich weiterzulesen! Ich hoffe, daß auch Sprittokolle aus Arnsberger Sicht zum Zuge kommen, denn nur so kann man sich des Ausmaßes eines sprittzigen Abenteuerwochenendes bewußt werden.
Die Vorbereitung:
Aber zunächst fing die Unternehmung harmlos an. Im Vorfeld hatten sich Scheiwe, Imig und meine Wenigkeit mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln (Bier, Bockwürstchen, Bier, Toast, Ravioli und Bier) bestückt, wobei der angenehme Effekt des Einmaleins auftrat, und zwar bei der von unserem Charme beschwipsten Verkäuferin. Wir kauften nämlich verwirrenderweise 3 Paletten Hansa in Probiergröße (0,3 l) sowie eine weitere Hansapalette in Standardversion (0,5 l), die auch den Beinamen Bonuspalette erhielt. Egal, auf jeden Fall dackeln wir da so mit unserem Bier zur Kasse, da schwant der armen Kassiererin auch schon: "Oh, oh, Kopfrechnen! Gehirnakrobatik! Verschiedene Biergrößen! Und diese Prachtkerle, die das Zeug kaufen / saufen wollen! Ohne mich! Ich klinke mich mal eben aus! Dumdidum..." Auf jeden Fall versuchte sie dennoch krampfhaft, 3 mal 24 Dosen zu rechnen. Imig stammelte sofort drauflos: "Das sind doch 24, 48, 52, ne, Moment, 48? Ne? 48?" Blablabla, er laberte noch, da hatte unsere junge Gottverkäuferin auch schon 48 eingetippt und vertickte uns zu diesem äußerst freundlichen Kurs satte 72 lecker-leckere Hansadosen, womit das Zeug dann im Endeffekt noch billiger war als Karlsquell... Natürlich war es ein neues Festival, also brauchte ich wie immer noch einen neuen Stuhl, da Diebstahl und Kieslers Wanst in Verbindung mit Imigs Agilität die Ausnutzung meiner bisherigen Klappstühle auf ein nicht erträgliches Minimum reduzierten. Beim Dänischen Bettenlager wurde mein suchendes Herz fündig: da stand er, der Stuhl der Stühle, ein Wunderding, ein Zauberstuhl, ein Stuhl, so maskulin und prall vor Genialität und strotzender Pracht, daß er selbst die Emotionen der bereits längst bestuhlten Herren Imig und Scheiwe neckte. Maskulin, weil die Erfinder ihm gleich zwei Getränkehalter (!!!) in die Wiege legten, genial, weil er sich kinderleicht zusammenklappen und in eine mitgelieferte Tragetasche stecken läßt und strotzend prächtig, weil, na ja, weil er einfach bombig aussieht. Er guckt einen an mit seinen sehnsuchtsvollen Getränkehalteröffnungen und ruft: "Hier bin ich, Meister! Wo ist dein Po? Steck dein Bier in mich!" Also knapp 10 Euro für das Ding hingeblättert (jeder von uns hat jetzt einen - was ist mit DIR?) und ab nach Hause, noch ein paar letzte Male in gefederten Betten nächtigen, Bier kühlen, Vorfreude hegen.
Sprittwoch:
Am Sprittwoch steht dann beinahe pünktlich um 17 Uhr Imig auf der Matte; frisch geduscht schwitze ich das erste Mal bereits wieder wie ein Schwein, als wir meine Klamotten und das Bier bei schwüler Hitze zu Imigs Auto transportieren. Scheiwe ist das alles egal, er sitzt unbeeindruckt in seiner Bude und ist davon überzeugt, daß wir sieben Uhr vereinbart hatten. Hatten wir aber nicht. Wäre ich nicht todesmutig um viertel vor fünf zu seiner Tür galoppiert und hätte ihm angetragen, daß Imig gleich vorbeikommt, wäre der Scheiwenjens sogar noch zum Schwimmen gefahren! Aber das habe ich ihm gründlich und pflichtbewußt versaut. Um sechs Uhr zirka kann es dann endlich losgehen, aber es passiert nicht viel. Wir machen dumme Sprüche und Witze und sehen zu gepflegter Gitarrenmusik die Autobahn an uns vorbeirauschen. Andreas 'Doctor Speed' Imig meißelt seinen Fuß tief in den Asphalt und läßt seinen treuen Opel bei beinahe konstant 180 bis 200 Km/h zu einem wahnsinnigen Feuerball of Death mutieren. Schweiwe und ich sind einigermaßen beeindruckt und fangen nach ein paar Stunden Autofahrt mit dem Öffnen der ersten Hansas an. Noch schön gekühlt schmecken die kleinen, feinen Dosen richtig, richtig lecker. Bei einer Rastpause bahnt sich dann der erste Hammerspruch an. Ich sitze so da und denke an alles, was mich so beim Wacken erwarten wird. Da fällt er mir ein: der Gottstuhl! Also sage ich: "Mannomann, was freue ich mich schon auf meinen Stuhl!" Daraufhin Scheiwe: "Igitt!" Super, wir haben gebrüllt! Diese sprachliche Brillanz, diese unverblümte Schlagfertigkeit! Unbändiges Gelächter folgt, innerlich beginne ich zu applaudieren. Wir können nur noch lachen, und fahren (bzw. Imig fährt) in Harrislee bei Flensburg (da wo Imigs Restfamilie wohnt) erstmal in die falsche Straße. Bei Imigs Eltern angekommen, werden wir äußerst freundlich begrüßt und bekommen von Mama Imig erstmal ein leckeres Flens aus der Plopflasche ausgegeben. Plop, das flenst! Dann zieht es uns noch in die Stadt, die sich aber vor allem aus hochgeklappten Bürgersteigen zusammenzusetzen scheint. Nichts hat mehr auf, und nach einer kurzen bis halblangen Diskussion mit zwei Tussis ist klar, daß Flensburg vom Sprittwoch noch nicht die Bohne gehört hat. Nur ein Laden lockt noch mit leckerem Gebräu: das Kritz, ein Laden für dauerbesoffen-trendige Berufsjugendliche. Was bleibt uns übrig? Also rein da. Nach einem leckeren Weizen gehen wir noch kurz ans Wasser, wo sich ferienhabende Jugendliche die Schädel von den Schultern schütten und fahren dann zum Schlafen nach Imigs.
Donnerstag
Am nächsten Tag wird von den Imigs ein vorzügliches Frühstück präsentiert, das ihr Dortmunder Sprößling allerdings nur mit einem unverständlichen, unfreundlichen Murren würdigt. Dann kommt's knüppeldick, Papa Imig zieht einen Ordner mit gaaanz alten Zeitungsartikeln aud einem Schrank, worauf wir ur-ur-uralte Bilder von alten Arnsberger Topbands wie Nothing Sacred und Zmoovy's Cock (aka Die Nils-Michaelis-Band) zu Gesicht bekommen. Klasse! Imig mit Brille, Imig mit langen Haaren, Imig sitzt halb angepisst, halb erheitert am Frühstückstisch. Wir bedanken uns artig für Gastfreundschaft, aber jetzt wird es langsam Zeit: wir müssen zum Wacken! Die Reise geht am Sparmarkt und bei Aldi vorbei, Mama Imig hat nämlich noch Imigs alten Grill vom Dachboden gezaubert, und der braucht jetzt Kohle und Würstchen. Dann kann es aber wirklich losgehen. Wir fahren hauptsächlich über bekloppte Landstraßen mit noch bekloppteren sowie zahlreichen Traktorfahrern und anderen Sackgesichtern drauf, was die Reisezeit nicht gerade verkürzt. Am Wacken angekommen, geht alles flott: Parkaufkleber druff, auf den Campingplatz, Scheiwe ist am Heulen, weil wir ja sooo weit weg vom Festivalgelände wären und besser schon vor 3 Wochen losgefahren wären, aber es soll sich im Gegenteil herausstellen, daß wir einen supercoolen Platz erwischt haben. 'Supercool' ist übrigens zu Scheiwes absoluten Lieblingswort avanciert, er bringt es immer und überall an, fast so oft, wie Imig 'Arsch' bzw. 'Arschloch' sagt. Nachdem wir unsere Schwuli-Liebeshöhle (das Zelt) aufgestellt und uns soweit eingerichtet haben, beschließen wir, Hansknecht und Konsorten zu finden. Ein schwieriger Job, zumal Herr Hansknecht am Telefon die ohnehin ziemlich blöden Buchstabenbezeichnungen der Campingplätze lustig durcheinander würfelt. Erst schreibt er eine SMS, sie wohnten auf C, dann sagt er am Telefon, sie wohnten auf D und am nächsten Tag meint er allen Ernstes, sie würden doch auf G wohnen. Da wir eh relativ orientierungslos sind, lassen wir das und machen uns auf zu Lars und seinen Leuten, wo wir erstmalig unsere geilen Superstühle präsentieren und gemütlich noch ziemlich kalte Hansadosen vernichten. Larsens Campingplatz sieht natürlich schon aus wie Sau. Diverse Leute haben spaßige 'Müllgruben' ausgehoben und halbherzig mit Band abgesperrt, benutzen selbige anscheinend allerdings nur, um sie anzugucken und Leute reinzulocken. Also: Müll überall, mal mehr, mal weniger konzentriert, Zelte und Autos kreuz und quer, durcheinander, dicht an dicht. Das können wir selbst besoffen bald nicht mehr ertragen und machen uns auf zum Festivalgelände, wo irgendein beklopptes Fußballturnier stattfinden soll. Das tut es auch, und wir treffen auch endlich alle Arnsberger und so hier, aber viel witziger ist die Wasserstelle beim Prince Denmark-Stand, wo sich diverse Leute durch steile Aktionen hervortun. Genial sind bereits die diversen Sich-im-Schlamm-Wälzer, die hier Trunkenheit und Nudismus zu einem hübsch anzuschauenden Gerangel vereinen, aber die Wucht in Tüten ist auf jeden Fall ein vollgeschlammter, lederbejackter Supertrottel, der keine Hose, dafür aber einen Socken auf seinem besten Stück trägt und alle Leute, die in der Schlange für das Wasser stehen, mit einem Riemen seiner Lederjacke bzw. mit dem Pimmelsocken verprügelt. Das ist zuviel, und Imig, Arendt und meine Wenigkeit gehen in den Paulaner Biergarten, wo wir uns in der prallen Frühnachmittagssonne ein paar Biere auf das von der Sonne zermarterte Hirn gießen. Das macht uns superknülle und wir haben Spaß. Später stoßen noch Hansknecht und Walter hinzu. Als es gewaltigst anfängt zu pissen, verschwinden wir im nebenan aufgestellten Zelt, wo wir gepeinigt von Sonne und Alkohol beginnen, in abartigster Lautstärke alte Saufhits der Marke Tom Angelripper zu gröhlen. Wahnsinn, schon bald haben wir das halbe Zelt auf unserer Seite und trotz des fiesen Pisswetters herrscht eine grandiose Stimmung. Bald geht uns allerdings das Liedgut aus, doch zur Belohnung erhalten wir von unserem Tischnachbarn ein absolut ekelhaft warmes Flaschenhansa, das wir aber dennoch gierig und dankbar in unsere leeren Gläser schütten. Da ich spätestens jetzt völlig breit war, hüllt sich der Rest leider etwas in Vergessenheit, und ich schmeiße auch sicherlich einiges durcheinander. Aber wir (Imig, Arendt und ich) waren zunächst, während es noch leicht regnete, bei Lars und Sara im Zelt, wo Arendt an die Zeltwand packte, obwohl ihm Lars das doch ausdrücklich verboten hatte. Da reichte es Arendt und er ging weg, wohin, weiß niemand. Imig und ich schnappten uns unsere Stühle und gingen zurück zum Zelt. Auf dem Weg dorthin passierte etwas unerfreuliches: wir trafen das bekloppteste Stück menschlicher Scheiße, das ich jemals unter sovielen netten und freundlichen und partylustigen Metallern gefunden habe. Es war ein knochiger Pissnelkenkackarsch, der keinen Pimmel hatte und stank und scheiße war, er hatte eine fiese Kackglatze und ein beschissenes Kackscheiß-T-Shirt von Metallica an und fühlte sich wie der beschissene Kackmaharadscha von Tadschikistan. Wir wollten nämlich, wie man das so tut, quer über einen Campingplatz gehen, und zwar über einen Hügel, weil wir so schneller zum Ziel gekommen wären. Da kommt Scheißknochi, die alte Kackfickfotze aus seinem Fickscheißzelt gerannt und kackt uns an. Das wär Privatgebiet und er wär geil und würde sich gleich noch von fünftausend versifften Scheißpennern in den Arsch ficken lassen und bräuchte seine verfickte Scheißruhe dabei. Imig war natürlich angepisst und sagte, er würde hier jetzt weitergehen. Dann kam aus dem bekackten Mistmaul von Scheißknochi, der Metalliglatze der verfickteste Scheißspruch aller Zeiten: "Du kannst ja gerne hier weitergehen, aber dann klatsche ich dich weg." Wegklatschen. Was für eine beschissene Nazifickfotzenschwulihomokackdrecksau! Wenn er Privatgebiet haben will, soll er sich am besten irgendeine beschissene Parzelle in irgendeinem verfickten Schrebergarten holen, da darf er dann auch vielleicht mal lernen, wie man, wenn man denn seine private Ruhe haben möchte, so ein Gebiet absperrt und / oder markiert und wie man mit anderen Menschen umzugehen hat. Und Metal ist so ein Verhalten schonmal drei Mal nicht. Er sollte seine kleine verfickte Analfotze lieber auf Kackfestivals wie das Pop am Ring bewegen und da mit seinen schwulen kleinen Raver-Hip-Hop-Arschficker-Arschlöchern feiern, bis der Proktologe kommt. So, puh, ja, ich weiß, gemein, aber solche gehirnlosen Wichser regen mich halt auf. Irgendwann waren wir dann durchnäßt und besoffen am Zelt angelangt, wo wir Alkohol nachtankten und wetterfestere Klamotten anzogen. Dann gingen wir endlich zur ersten Band, und zwar dem Ex-Iron-Maiden-Fronter Blaze. Blaze sieht aus wie ein Werwolf, der sich nicht wieder richtig zurückverwandelt hat, er springt über die Bühne und gibt sein prinzipiell gar nicht mal schlechtes eigenes Songmaterial zum Besten und interpretiert Maiden-Songs wie 'Man on the Edge', die man nicht einmal mit viel Wohlwollen als Klassiker bezeichnen kann. Irgendwie ist die ganze Show Durchschnitt und recht langweilig. Danach haben wir keinen Bock mehr auf Doro und gehen nochmals bei Lars vorbei und dann zum Zelt, um mehr, viel mehr Bier zu trinken und auch mal was zu essen. Dann die große Frage: wo ist denn der Scheiwe? Also während Rose Tattoo spielen, nochmal zurück zum Gelände. Da ist er nicht. Bei Larsens Zelt erfahren wir dann, daß der Herr im Sanitäterzelt sitzt. Wie es dazu kam? Gaaanz lange Geschichte. Während wir durch die Weltgeschichte eierten, muß Monsieur Scheiwe wohl zunächst Langeweile gehabt und sich mit seinem unwiderstehlichen Spruch: "Ich glaub ich hab Schicht, wo muß ich hin?" auf einen Bierwagen geschmuggelt haben. Dort fiel er eine ganze Zeit lang auch nicht auf, bis ihn jemand fragte, wo er denn hingehöre und Scheiwe lachend auf sein Gastarmbändchen zeigte. Er wurde freundlich des Wagens verwiesen (nachdem er quasi alle dreckigen Gläser gespült hatte) und bekam zur Belohnung für so viel Dummheit zwei Freibier. Dann begann Scheiwe damit, den Backstage zu penetrieren, aber die Erfolgsaussichten waren sehr, sehr mager, da man - anders als beispielsweise beim Full Force, wo nur ein Securityhampel vor dem Backstage steht - gleich mehrere Kleiderschränke an strategisch günstigen Positionen positioniert hatte. Durch die erste Sicherheitsebene kam Scheiwe so noch relativ problemlos. Innerhalb versuchte er sich selbst als Security zu tarnen, indem er mit seiner Taschenlampe am Wegesrand auf und ab leuchtete und versuchte, halbwegs wichtig auszuschauen. Sein falsches Spiel wurde aber bald durchschaut und er mußte sich der Inquisition der Security stellen. Hier log sich Scheiwe zurecht, er sei von Century Media und wäre auf dem Weg, sich sein richtiges Armband zu holen. Das kam so glaubhaft rüber, daß einer der Securitys direkt mal den Veranstaltungsleiter holen wollte, doch Scheiwe und der andere Security wiegelten ab, so daß Jens den Backstage zumindest ohne größere Probleme wieder verlassen konnte. Dann ging Jensemann wohl (mittlerweile amtlich abgefüllt) zu Lars' Zelt zurück, wo er bald den Einkaufswagen seiner Träume erblickte. Wie jeder weiß, steckt in einem besoffenen Scheiwe irgendwo ein nüchterner kleiner Indiana Jones, und so läßt er sich desöfteren auf gewagte Stunts ein. So wollte er sich diesmal mit einer geschickten Rolle aus dem Einkaufswagen befreien. Wir erinnern uns: Lars' Zeltplatz war bereits amtlich zugemüllt und hielt so einiges an Glasscherben uns scharfkantigen Metallgegenständen bereit. Und so rollte sich Jens in bester Mister-Tooth-Manier mit den Handflächen zuerst über den zugemüllten Platz, wobei dann wohl seine rechte Handfläche irgendetwas scharfes in der Dunkelheit küsste und er so eine niegelnagelneue Körperöffnung quer über die gesamte Handfläche erhielt. Das sofort herausschießende warme Blut weckte in Lars nicht den Vampir, sondern die besorgte große Schwester, und so zog er unseren kleinen Jens am Händchen quer über den mittlerweile kaum mehr begehbaren Matschplatz zum Sanitätszelt. Hier angekommen (und jetzt wird's erst richtig gut!) wurde er von einem total bekloppten Rote-Kreuz-Typen erstmal an ein viehtränkenmäßiges Wasserstellchen geschickt, um die Wunde zu säubern. Dann saß Scheiwe mit siffender Hand da rum, und obwohl der Bekloppte nicht viel zu tun hatte, ließ er Scheiwe erstmal ein wenig versauern. Das wurde Jens zu bunt und er verlangte medizinische Unterstützung. Als ihm der Bekloppte dann so ungefähr verklickerte, er solle die Schnauze halten, wurde Scheiwe etwas ungehalten und regte sich mit den Worten "Was ist das denn für ein beschissener Service hier?" über den beschissenen Service auf. Da platzte dem Bekloppten die Hutschnur, er zog den immer noch fies vor sich hinblutenden Scheiwe zu sich hoch und schnauzte ihn an, er solle sich gefälligst verpissen, sonst würden er und (der quasi nüchterne und völlig sachlich diskutierende) Lars des Platzes verwiesen. Hallo? Geht's noch? Da sollte sich wohl jemand mal einen anderen Job besorgen. Nachdem die Hand dann schließlich verbunden war, wollte Jens natürlich den Namen des Bekloppten erfahren, doch der stellte auf stur. Wir waren mittlerweile ebenfalls am Zelt angelangt, aus dem Scheiwe wenig später mit einem kruden Verband, wild gestikulierend und zurecht stinksauer auftauchte. Dann klapperten wir erstmal sämtliche Beschwerdestellen ab, bis uns auffiel, daß aus dem Verband immer noch eifrig Blut schwallerte. Also nochmal zurück zum Zelt, wo er dann schlußendlich einen besseren Verband verpaßt bekam, der die Blutung halbwegs stoppte. Nach soviel Action war es an der Zeit, den Tag am Zelt mit einem letzten Bier zu besiegeln. Äuglein zu, Schlafenszeit.
Freitag
So um neun bis zehn Uhr wurde es im Zelt langsam aber sicher unerträglich stickig und warm. Ich fragte ins Zelt nach der Uhrzeit und bekam von Scheiwe, der neben mir ohne ein Anzeichen von Bewegung und mit verschlossenen Augen lag, die Antwort, es sei vier Uhr nachmittags, er habe gerade auf seinem Handy nachgeguckt. Das kam mir schon ein wenig seltsam, vor, woher konnte er das denn wissen? Na egal, Aufstehen nach einer doch recht angenehmen und ruhigen Nacht war angesagt. Das war ein großes Plus unseres etwas abgeschlagenen Platzes: es war so schön ruhig, daß man alle drei Nächte problemlos eine große Mütze Schlaf abkriegen konnte. Wenn ich mich da so mit Schrecken an die verfickte Limp-Bizkit-Bar vom letztjährigen Full Force erinnere... schauder, schauder... Draußen regnete es leicht, aber nicht so schlimm, daß wir nicht hätten grillen können. Scheiwe hatte inzwischen festgestellt, daß er die Uhrzeit im Zelt nur geträumt hatte. Dann stiefelte er los, um sich bei Lars seinen vergessenen Stuhl abzuholen, während Imig und ich den Grill in Schwung brachten. Wenig später war alles in Ordnung: Scheiwe hatte seinen Stuhl zurück, auf dem Grill bruzelten leckere Aldi-Bratwürstchen und das erste Bier (immer noch kühl!) floß unsere Kehlen hinab. Während die Würste also bruzelten, meinte Scheiwe: "Guck mal. Vorsicht, das eine ist schon ein ganz schwarzes Würstchen!", worauf ich antwortete: "Schweiwe, das heißt nicht schwarzes Würstchen, sondern ausländisches Mitbürgerwürstchen!" Für soviel politische Unkorrektheit bekam eich einige Lacher seitens der Herren Imig und Scheiwe. Nach dem Grillen besuchten uns ein zwei Leute aus Dortmund (keine Ahnung, wo die jetzt gerade herkamen), die ich irgendwie aus der Uni bzw. aus dem Spirit kannte. Scheiwe unterhielt sie schon bald mit seiner Geschichte vom 40-Zentimeter-Kackwürstchen ("...und dann habe ich ein Lineal aus der Schublade geholt und nachgemessen...") und anderen fäkalhumoristischen Einlagen, so daß uns die Beiden völlig geschockt und mit Lachtränen in den Augen verließen. Aber nicht ohne von einem der Beiden die fantastastische Geschichte über einen besoffenen Finnen zu hören, der nackt übers Gelände torkelte, dabei minutenlang ein Bockwürstchen an seinem Hoden rieb, um selbiges einer vorbeigehenden Tuse anzubieten. Die dann auch noch genüßlich das Würstchen verspachtelte. In Finnland sind sie halt alle ein bißchen hullu. Für Imig, Scheiwe und mich war es an der Zeit, Körperhygiene und Darmentleerung zu betreiben. Also machten wir uns auf zum Platz I, wo warme Duschen und saubere Klos auf unsere versifften Körper und gefüllten Ärsche warteten. Ganz billig war der Spaß zwar nicht (insgesamt 3 Euro), aber dafür waren wir wieder richtig gestylt. Scheiwe brauchte natürlich wieder etwas länger, aber wir trafen draußen Katja und quatschten, bis der Herr sich eine halbe Stunde nach uns (!) von der Dusche losreißen konnte. Zurück zum Zelt, noch ein Bierchen und so weiter und dann zum Festivalgelände. Es war ja schon wieder vier Uhr (diesmal wirklich)! Wir sahen so einen Großteil der Pretty Maids, die eine wahnsinnig sympathische Rockshow ablieferten, wobei vor allem der Sänger mit einer großartigen Stimme überzeugte und auch der glasklare, druckvolle Gesamtsound faszinierte. Zumindest Scheiwe und mich, New-Metal-Kid Imig konnte mit dem kraftvollen Hardrock der Dänen nix anfangen. Dann guckten wir uns zwei Lieder von Borknagar an, doch die Mischung aus basslosem Schluder-Blackmetal und weinerlichem Wikingergesäusel kam bei mir nicht so richtig an. Egal, ab zum Partyzelt, wo jetzt eigentlich Fleshcrawl auftreten sollten. Leider waren noch Heavenly mit ihrem hodenlosen Rungekreische zugange. Metal der furchtbarsten Sorte. Gequirlte Eunuchenscheiße. Eine typische Band, deren Songs man auf Rock-Hard-CDs immer vorspult. Eine Skip-Tasten-Band. Also zogen wir nochmal ein Ründchen übers Gelände, um dann wenig später Fleschcrawl zu sehen, die einzige Band, die noch dismemberiger ist als Dismember. Das Konzert war mal wieder typisch für Fleshcrawl: solide Show, gute Musik, Scheißsound. Na egal, es hat gerockt. Savatage sehen wir nur aus der Distanz, weil wir nach Fleshcrawl erstmal irgendwo saufen waren. Große Überraschung: wer post und rockt denn da auf der Bühne rum? Ja geil! Jeff Waters von Annihilator! Er verpaßt der Show von Savatage eine schöne Portion Arschtritt, richtig gut. Jetzt müßte mir nur noch die Musik gefallen. Endlich treffen wir auch mal Volker, Ralf und Konsorten wieder. Danach war es Zeit für Dragonlord, das Blackmetal-Projekt von Testamentgitarrist Eric Petersen. Aber auch Dragonlord waren mit einem Kacksound geschlagen, so daß ich selbst das einzige mir bekannte Lied 'Rapture' kaum erkennen konnte. Ansonsten fiel mir nur auf, daß Mr. Petersen sein Lederoutfit auch ruhig eine Nummer größer hätte kaufen können und sich zudem bei den Kreischvocals ganz schön einen abkämpft. Insgesamt eher mäßig. Volker und Ralf flößen mir zwischendurch Zeug ein, das irgendwas mit Blut hieß, aus schwarzen Bechern serviert wurde und nach einem leckeren Wein-irgendwas-Gemisch schmeckte. Danach brauchen wir wiederum eine kleine Auszeit, irgendwie haben weder Scheiwe noch Imig noch ich Bock auf Bruce Dickinson. Also zum Zelt, Alkoholgehalt aufbessern. Pünktlich zu Children of Bodom sind wir aber wieder da. Spätestens jetzt macht sich die dekadente Genialität zweier Bühnen bemerkbar. Da wir in der Mitte stehen, können wir zunächst bewundern, wie die Bodomblagen monstermäßig abrocken, müssen uns dann uns ein winziges Stückchen umdrehen und können wenig später JBO abfeiern. Imig hat aber nicht mehr den Mumm, mitzufeiern. Völlig knülle von Whiskey steht er wankend in der Menge, die Augen nur noch halb geöffnet und meint allen Ernstes, er habe bloß Rückenschmerzen und müsse jetzt ins Bett. Ok, mach gut, wir gröhlen noch kräftig bei JBO mit, was uns im Nachhinein ein hübsches Reibeisenstimmchen verpasst. Danach gucken wir noch die ersten Songs von In Extremo, was uns aber nicht so sehr vom Hocker reißt. Und da auf der Partybühne auch nicht wie angekündigt Candlemass spielen, verpissen wir uns ebenfalls zum Zelt. Draußen vorm Gelände treffen wir noch Marc und Konsorten, wobei Marc eine dicke Lippe riskiert hat, weil er sich über Nacht eine Zahnfleischentzündung zugezogen hat. Autsch! Am Zelt finden wir einen völlig breiten und trotz seiner angeblichen Rückenschmerzen schiefst im Auto liegenden Imig vor, der sich nur viel gutem Zureden ins Bett locken läßt (also in sein eigenes). Gute Nacht, Wacken!
Samstag
Der Samstag fängt mal wieder wieder mit brüllend-stickiger Hitze im Zelt an. Also raus da und geschockt (naja, ne halbe Stunde hat's schon gebraucht) feststellen, daß irgendwelche Idioten tatsächlich Imigs alten Bakterienherd, äh, Ranzgrill haben mitgehen lassen! Na egal, viel Spaß beim Grillen, ihr Trottel. Wir haben ja zum Glück noch Jenses getreuen Gaskocher, der uns wenig später leckerste Ravioli warm macht. Der soll allerdings erst später zum Einsatz kommen. Wegen der Hitze beschließen Jens und ich nämlich, uns in den Schatten am Eingang des Campingplatzes zu pflanzen, wobei wir unsere geilen Stühle natürlich (netter Nebeneffekt) einem größeren Publikum präsentieren können. Der erste Begeisterte bleibt stehen und redet über Schottenröcke, Knutschflecken (die bei ihm tatsächlich hammerübel ausfallen) und darüber, daß ihm ja niemand jemals zuhört. Recht hat der Mann. Dann kommt neben vielen Sekundärbewunderern ein völlig versiffter, besoffener Trey-Parker-Verschnitt an, der mich zunächst nur scheel anguckt, dann Scheiwe scheel anguckt, später dasselbe mit Imig macht, als dieser verspätet eintrifft und nur langsam beginnt zu sprechen. Das erste Verständliche geht Richtung "Kippe? Hassunekippe?". Doch langsam erholt sich das Sprachzentrum , und wir erfahren, daß Trey 2 anscheinend in einem schönen Busch genächtigt hat. Wenig später kommen auch ein paar seiner Kumpels vorbei, lachen ihn aus und fragen "Scheiße, wo warst DU denn schon wieder?", lassen ihn aber hilflos sitzen. Und zwar genau da, wo fünf Minuten später ein riesiger Traktor mit gigantischen Reifen um Sackhaaresbreite an ihm vorbeipflügt. Das alles beeindruckt Trey 2 aber überhaupt nicht, solange er von mir und Imig Kippen schnorren kann. Dann kommt auch noch so'n Zottel aus Neheim vorbei, der das ganze Festival noch nicht geschlafen hat und nun zum Zelt wankt, um sich Honigwein zu holen, wovon ich später auch noch ein Schlückchen abbekomme. Lecker! Reformhausmet. Trey 2 hängt eine ganze zeitlang an uns dran, erst als wir wieder zu unserem Zelt gehen, haut er mit dem Ziel, sich so besaufen, daß er nicht mehr geradeaus laufen kann, zu seinen Kumpels ab. Wobei er bereits alles andere als geradeaus läuft. Nun folgt der oben erwähnte Raviolipart, dann haut Scheiwe ab, um Vicious Rumors zu sehen, während Imig und ich zwecks Körperpflege zu Platz I gehen. Nach dem Zähneputzen und Waschen verschlägt es uns zu Hansknecht und Arendt. Arendt hat gestern den Besitzer einer Kaffeebude und seine Tochter so belabert, daß er kurz vor dem Schlafen noch 4 Käffchen umsonst bekommen hat. Auf die Frage, wie er mit soviel Koffein im Kopp schlafen konnte, meint er nur: "Wieso, ich war doch total voll." Auch eine Logik... Dann kommen Scheiwe und Lars vorbei, sichtlich enttäuscht von dem beschissenen Sound bei Vicious Rumors. Wir gehen nochmal zu unserem Zelt und dann zum Festival. Exodus sind angesagt. Leider kenne ich mich mit dem Songmaterial der sympathisch agierenden Thrashlegende nicht so gut aus, so daß der Gig für nicht Exodusfans wie mich leider schnell etwas langatmig wird. Hansknecht, Imig, Arendt und ich gehen erstmal ein lecker Whiskey im White Rabbit Saloon trinken. Pünktlich zu Hypocrisy stehen wir natürlich wieder vor der Bühne. Die steigen mit 'Roswell 47' stark ein, lassen dann aber mit ihrer unglücklichen Songauswahl ebenso stark nach. 'Buried' ist z.B. einer der schwächsten Tracks vom 'Abducted'-Album und neue Songs wie 'Don't judge me' sind schlicht und einfach pißlangweilig. Genau wie die alten Death Metal-Schinken aus der Masse Broberg-Zeit. Naja, live sind sie trotzdem hammergeil und Tägtgrens Schreie bringen schonmal das ein oder andere Trommelfell zum Platzen. Da ich nicht schwul bin, habe ich keine Lust auf fuckin' Edgay und ziehe mir mit den üblichen Verdächtigen lieber noch einen Whiskey rein. Das wird uns zu teuer, und wir gehen nochmal los, um billigen Spritt auf dem Campinggelände nachzutanken, außerdem muß ich kacken. Arendt macht dann noch drei Dinge: einen Superspruch ("Die besten Jacken sind die Cognacen!"), dann bringt er den Superspruch auf Englisch bei einem Deutschen an ("Ey, kannst Du Deutsch?" "Öh, ja?" "The best jackets are the conjackets!!") und dann baut er den ersten Anti-Arendt der neueren Menschheitsgeschichte. Während mir immer alle erzählen, daß er nur volltrunken durch die Gegend wankt und alles mit sich reißt, beteiligt er sich hier an einem Meisterstück. Imig sitzt in seinem Superstuhl, vielleicht 2 Meter vom Kofferraum entfernt. Arendt schmeißt ihm eine Bierdose zu, Hansknecht fälscht leicht ab und - BUMM - das Ding landet zielgenau im Getränkehalter! So muß das sein, davon wollen wir mehr sehen! Dann sind wir leider viel zu spät bei Cannibal Corpse. Leider, weil die Jungs schlicht die Mordlust vor dem Herrn sind, der absolute Knaller! Songs wie 'Stripped, raped and strangled' kommen genauso präzise wie auf Platte rüber, nur noch hundertmal druckvoller und wummsiger. Herrlich, die Menge tobt. Dann kommt der Gehirn- und Ohrenfick des Jahrhunderts: Blind Guardian tingeln gemeinsam mit dem mächtig gut gelaunten Wackenpublikum musikalisch durch ihre Bandgeschichte. Egal, ob Standards wie 'Bard's Song' oder 'Welcome to dying', alte Schätzchen wie 'Valhalla' und 'Majesty' oder neuere Klamotten wie das überlange 'And then there was silence' - die blinden Gardinen haben das Publikum im Griff. Dazu ein wunderschöner Bühnenaufbau, eine erstklassige Lightshow und sogar mal ein paar Pyros. Absolut rund und perfekt, ein Riesenspaß für jung und alt. Danach ein paar Freudentränchen aus dem Auge gewischt und rüber zu Kreator. Und die schaffen es glatt, qualitätsmäßig mit Guardian gleichzuziehen. Guter Sound, eine Bühne, die noch fieser nach versiffter Großstadt aussieht als Altenessen und dazu statisch finster agierende Musiker, die bis auf 'Lost' direkt mal zur Sicherheit alle ihre Klassiker ins Publikum rumpeln. Mille will die mittlerweile müde werdende Menge partout nicht einschlafen lassen und läßt einige coole Ansagen vom Stapel ("Das is doch hier das größte Festival Europas oder so'n Scheiß, da könnt ihr nicht rumpennen!"). Absolutes Highlight: 'Phobia' live, das die schon gute Albumversion in Sachen Aggression und Stimmung locker um das zehnfache toppt! Langsam machen meine Füße Terror, aber egal. Udo Dirkschneider steht auf dem Programm, und der ist eine Legende und die will ich verdammt nochmal sehen. Wahnsinn, wie viele Acceptsongs man als Metalfan kennt, selbst wenn man keine Scheibe von Accept besitzt. Und so kann selbst ein unbedarfter Nichtkuttenträger wie ich Superlieder wie 'Balls to the wall' begeistert mitgröhlen. Keine Frage, Show und Sound sind klasse, und für Stimmung ist angesichts der erstaunlich großen Menge an Fans auch noch gesorgt. Beim drittletzten Lied zerreißt es mich dann aber, ich muß irgendwo sitzen oder liegen, so daß ich 'Fast as a shark' leider nur noch auf dem Heimweg mitbekomme. Ich dachte natürlich, Imig sei fertig und würde am Zelt auf mich warten, aber Pustekuchen. Der Kerl hat zusammen mit Arendt bei Kreator im Moshpit die Kuh fliegen lassen und läßt sich nun von Haggard und Onkel Tom gleichzeitig volldröhnen. Na egal, ich muß pennen, und wenig später kommt auch schon Herr Scheiwe an. Wir unterhalten uns noch ein wenig über das gelungene Festival und wie doof Imig ist, da kommt der auch schon stinkenvoll ins Zelt geknallt und läßt sich nur mit Mühe dazu überreden, sich endlich auszuziehen und zu uns ins Bett zu kommen, hihi. Noch ein bißchen Rumschwulen, dann Augen zu, Nachtgebet, schlafen.
Sonntag
Das Zusammenpacken und so fällt äußerst unspektakulär aus, aber was soll man da auch schon groß erwarten? Um halb elf verläßt Elvis das Gebäude und wir das Wacken in Richtung Heimat. Es geht über Stock und Stein, eine vollgestopfte A7, diverse Landstraßen und weitere stauige Autobahnen. Scheißferienverkehr! Sämtliche McDonald's südlich von Itzehoe sind voll mit Metallern. Aber egal, die Laune ist bei allen Beteiligten noch recht gut und so erreichen wir satte neun Stunden später halbwegs entspannt Dortmund. Ende, Gelände, eines der schönsten und fabelhaft genialsten Festivals des neuen Milleniums hat sein ruhmreiches Ende gefunden, und wir waren live dabei!
[mg]

24.7.2002 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
01:00 Uhr
Proberaum, Liobakirche, Kreuz
Manuel, Alex und Seb
Jenni (in der tat weibliche Spritterin)

Programm

Dosenbier im Proberaum
Alex holen
Sixpacks an der Liobakirche
Kreuz
Heim

Zusammenfassung

Nach einem mäßigen Sprittwoch in der letzten Woche endlich mal wieder ein zünftiges Ritual, das mit einem alkoholisiertem Sprittokoll gewürdigt werden muss. Los ging es für den Dokumentierenden mit dem Eintreffen im Proberaum, wo Sebastian sich schon über einige Dosen- und Flaschenbiere her gemacht hat und ich auch endlich nach einem nervigen Arbeitstag ein leckeres Köstritzer zu mir nehmen konnte. Wir verweilten nicht lange in den heiligen Hallen unzähliger musikalischer Ergüsse und flüchteten vor Normans Emocore-Geschrube. Nach dem Alex eingesammelt wurde, fuhren wir auf den Petersberg, zur Liobakirche um dort blasphemischen Alkoholgenüssen nachzugehen :) Nun ja, man hat schon eine geile Aussicht über die Stadt und begegnet ach so romantischen Pärchen, die nach unserem Eintreffen dann doch den Ort verließen. Ob das an unserer Anwesenheit lag? Immerhin stellten wir fest das die Kirche in regelmäßigen Abständen und abwechselnd wegen einer Beerdigung oder eines anderen Sonderfalls geschlossen ist. Also immer. Das tolle Schild lies sich aber praktisch uminterpretieren... Nachdem das letzte Bier aus den Sixpacks Bitburger "verschwunden" war, machten wir uns dann doch wieder auf den Weg ins Kreuz.
Dort fiel dann beim ersten Weizen und obligatorischen Sauren der erste "Sprittwoch!"-Ausruf und alles schien wieder nach einem sprittigen Abend auszusehen. Irgendwann tauchte dann noch Steffen, ein alter Schulfreund und Sprittpartner auf, der bald sein Chemiestudium abschließen wird, aber noch immer keine Drogenfarm in Südamerika eröffnet hat, obwohl der gute Mann spanisch gelernt hat. Jaja, alles klar. Aber in Beisein seiner Begleitung wurde dann einer dieser exzessiven "Risiko"-Brettspielabende verabredet, der bestimmt ein einem Sprittokoll-Special dokumentiert wird.
Gut dass man im Kreuz auch mal einen Deckel machen kann, den mit 60 Cent ist schlecht spritten und so wird mich der nächste Sprittwoch mit einem doppelten "Hallo" begrüßen. Bis dahin, eine gute Nacht...
[ml]

24.7.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19.30
23.30
Arendts Spießbürgerliche Luxusbude
Schürfrau, Arendt, Walter, Flip, Dörk
Flip, er hat auch eine Cola getrunken.

Programm

Werner 3
Wayne’s World
Sprittung Warentest für Wicküler Pilsener und Werner 3

Zusammenfassung

Hans, Dörk und Flip kommen zu spät. Der Einzige der pünktlich ist, ist der Walter. Während Flip uns mit Brotchips belästigt, Schürmann Knabberpimmelchen kaut, warten wir auf Hans. Endlich: Werner 3. (Siehe Sprittung Warentest). Nach Werner kam Wayne’s World. In der Zwischenzeit hat Arendt 2x den Arendt gemacht, der Walter 1x. Es folgten geistreiche Zitate von Hans: Eine Mischung aus Warsteiner und Veltins gibt keinen Bierschiss, wenn man einen Tag nicht kackt. Arendt hat es sogar geschafft sich einmal selber auszusperren. Er machte sich dann noch ein paar Hühner im Backofen und wir haben uns nach Hause verpisst.
[aw]

17.7.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:30
23:00 Uhr
Hoffmann
Ich
BK, Honk und Zonk

Programm

Sweet November
Nach Kotze suchen

Zusammenfassung

Ja, Honk hatte sturmfrei und Ferien. Da dachte ich mir mal ein Sprittwoch bei Hoffmanns wäre an der Zeit, doch leider wollte keiner mitspritten, Honk hatte keinen Bock und Zonk war mit dem Auto da. Aber man kann ja auch mal alleine trinken.
Also machte ich mich auf nach Hoffmanns, als ich ankahm sahsen die beiden Mädels bereits vor der Kiste und sahen sich einen auf den ersten Blick langweilig erscheinenden Film an, Sweet November. Da mich der Film nicht im geringsten interessierte und ich die beiden nicht davon überzeugen konnte was anderes zu gucken, fing ich an lustig drauf los zu labern. Honk stieg auch spontan mit ein, nur Laura versuchte krampfhaft etwas von der Handlung des Films mit zu bekommen. Als dann auch noch Hoffmann kahm und sich auch nicht für den Film interesierte, flippte Laura ein wenig aus. Jedenfalls hat sie dann den Film nochmal zurück gespullt um die erste halbe Stunde des Films nochmal zu sehen. Unterdessen verschwand Hoffman um seine Freundin zu besuchen. Nach langweiligen 2 Stunden rumgeschnullze und so, war dann der tolle Film endlich zuende.
Als wir dann gerade in Aufbruchsstimmung waren, bemerkten wir einen eigenarteigen Kotzegeruch, welcher vom Hund zu kommen schien. Wir suchten dann verzweifelt nach dem Erbrochenen konnten es aber "leider" nich find, so dass wir Honk in ihrer nach Kotze stinkenden Bude alleine liessen.
[dh]

17.7.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

18:46 exakt
1:45
Gaspers frisch geputzte Residenz
Kiesler, Gasper

Programm

Bier- und Snackbeschaffung in Hombruch
Becker
Yor
Down (halb)
eine Folge South Park

Zusammenfassung

Bist du blöd! Da torkeln wir fast eine Stunde mit dem Bus durch die Gegend, um Bier und Snacks zu beschaffen. Zunächst sind wir uns bei den Snacks derart uneins, daß wir diese Thematik auf später verlegen (glücklicherweise, wie sich herausstellen sollte), und dann zwingt mich Kiesler auch noch dazu, ein ekelhaft billig aussehendes Pils namens "Freigraf" (29 Cent) zu testen. Angewidert nehme ich eine Bütte mit, verlasse mich ansonsten allerdings auf leckeres Diebels Alt. Herr Kiesler greift heute zu Königs Pilsener - kurz auch Köpi - als Hauptbier. Dann noch schnell zu Edeka, wo die Snackfrage an den einladenden Pepper Mix-Tüten von Beste angenehm zerschellt. Diesen Billigsnack hatte ich als extrem schmackhaft in Erinnerung - und ich sollte Recht behalten. Derart glücklich beladen dürfen wir erstmal eine Viertelstunde auf den bekloppten Bus warten, doch Kiesler findet schon eine Beschäftigung, die Zeit totzuschlagen. Eine grausame Beschäftigung, auf die er im Laufe des Abends noch desöfteren eingehen wird: SMS schreiben. SMS steht für "Scheiße / Müll sabbeln" und selbige zu schreiben bezeichnet den Vorgang, pavianartig hektisch auf einem kleinen piepsenden Knochen namens Handy rumzutippen und dabei keinerlei Aufmerksamkeit für eventuell laufende Filme und / oder Gespräche zu erübrigen. Ein widerliches Phänomen, das ich schon seit längerem bei uns in Oeventrop beobachte und jetzt ein Fieber, das auch bei Kiesler grassiert. Warum? Man weiß es nicht. Um sich auszutauschen, haben wir Sprittologen doch die Möglichkeit des Sprittokolls erfunden, hier wird präzise festgehalten, was wann wie und warum passiert ist, es ist völlig unnötig, diesen Informationsgehalt durch zusätzliches SMS-Gepiepse anzureichern.
Egal. Was Kiesler hätte sehen können, hätte er doch nur einmal seinen Blick von seinem unbarmherzigen Handydisplay genommen, war Becker in Höchstform (Becker ist diese geniale Sitcom, die bei Sat.1 um öchzig nach drölf Uhr nachts läuft, keine Sau interessiert, aber einfach geil ist), den nervenzerfetzend schwachsinnigen Megatrashknüller "Einer gegen das Imperium, Yor, Retter der Zukunft", den leider nur mäßig unterhaltsamen Fahrstuhlhorrorfilm "Down" (bzw. die Hälfte davon) und eine mal wieder absolut kranke Folge South Park, in der sich Trey Parker und Matt Stone auf wenig subtile Weise der Thematik der Kindervergewaltigung durch amerikanische Priester annehmen. Aber so blieb dieser Sprittwoch eine zusammenhanglose Zeremonie, unterbrochen durch die sklavischen Piepstöne der modernen "überall erreichbar"-Society, deren vorläufigen Höhepunkt Kiesler darstellt. Ab nächste Woche heißt es: Sprittwoch = Handy aus!
[mg]

10.7.2002 - Regionalbüro Fulda

21:00 Uhr
01:00 Uhr
Kreuz
Manuel, Alex und Seb

Programm

Tankenstop
Ins Kreuz
Wieder heim

Zusammenfassung

Um neun war es wieder soweit: "Sprittwoch!" Heute leider ohne den Sprittologen Al, der weilt vier Wochen in Schweden. Also fährt der Seb. Das Terrormobil ist auch wieder Straßentauglicher mit repariertem Radlager. Gemeinsam mit Alex erst mal zur Tanke gefahren, um erste Dosenbiere zu trinken. Dann auf dem Parkplatz vor dem Kreuz Musik an (Old Man´s Child, S.O.D.), Tür auf und die ersten Dosen geöffnet. Gegen halb zehn, dann doch rein ins Kreuz und die nächsten Getränke geordert. Zum Glück gibt's Mittwochs ja noch den leckeren Begrüssungssauren. Heute sollte es ein längerer Abend werden, da bis auf Alex, keiner früh raus muss und so konnten man sich genüsslich dem Spritten hingeben und dabei so mehr oder weniger sinnentlehrte Gespräche führen. Natürlich gab es auch den obligatorischen "Look-and-Läster"-Ausstoß. Highlight hier natürlich wieder "Mr. Rockhaus", der wieder in absolut geilem Schwuchtellederoutfit (seine Lederkappe mit Kette hat er leider vergessen) Luftgitarre spielte. Da es nicht so warm war, hatte er heute seine Lederhotpant(!) nicht an. Der Typ ist echt ein Unikat.
Gegen zwölf wollte dann auch noch keiner Heim und so wurde noch ein viertes Weizen geordert, gerade beim Seb lief es heute gut die Kehle runter. Aber auch wir anderen standen dem in nichts nach und liessen nichts anbrennen.
Nach dem der Deckel immer voller wurde, sollte dann doch der Heimweg angetreten werden, nicht ohne wenigstens auf der Heimfahrt noch mal die Ohren mit Metal ausgepustet zu bekommen.
[ml]

10.7.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

etwa 3 Uhr nachts, sprittwochs morgen
gegen 4 Uhr vielleicht?
Traumwelt
Gasper, Eläkeläiset, spanischer Gastsänger
Publikum, 'wir'

Programm

aus der Realität entrücktes Eläkeläisetkonzert

Zusammenfassung

Meine Güte, welche Auswirkungen so ein Schützenfest haben kann. Da quälte ich mich am Dienstag nach einem gelungenen Schützenfest in Oeventrop so gerade durch den Tag, legte lange Wege zurück, die meinen angeschlagenen Kreislauf in den Keller pumpten, und ich legte mich schließlich abends gemütlich ins Bett. Ich trat in die Remschlafphase ein und begann - immer noch leicht vom Schützenfestbier versprittet - zu träumen. Ich erblickte einen Konzertsaal, der ähnlich aufgebaut war wie unsere Schützenhalle, nur war die kleine Bühne wesentlich höher, der Saal war größer, und alle waren am spritten. Wir (wobei ich nicht mehr weiß, wer 'wir' waren) saßen natürlich in der ersten Reihe, rechts neben uns saßen der Akkordeonspieler und der Bassist und bearbeiteten ihre Instrumente. Auf der Bühne, die etwa 10 Meter tief war, stand ganz weit hinten das Schlagzeug auf einem riesenhaften, kissmäßigen Drumriser. Dahinter war alles mit großen, weißen Vorhängen verhangen. Einige Meter vor dem Schlagzeug stand ein Gerüst mit 2 Etagen, auf denen Gospelsängerinnen vor Mikrofonen tanzten. Vor der Bühne hatten sich zusätzlich 4 weitere Sänger postiert, einer von ihnen war ein Spanier mit einem schlecht rasierten Gesicht, der bald ein Solo hinlegte und mich dabei mit ins Mikro brüllen ließ. Der Rest des Konzerts hüllt sich leider in Vergessenheit. Sehr seltsam, aber ich hatte recht viel Spaß und außerdem war der Eintritt für das Konzert relativ moderat. Viel Spaß bei der Traumdeutung, ich muß auf jeden Fall in nächster Zeit zu einem Eläkeläisetkonzert...
[mg]

3.7.2002 - Regionalbüro Fulda

19:30 Uhr
24:00 Uhr
beim Al, Kreuz
Al, ich (Manuel), Alex und Seb

Programm

Seb bei mir
Hin zum Al
Ins Kreuz
Wieder heim

Zusammenfassung

Erst kam Seb zu mir um am "Rectal Combat" Fanzine zu schreiben. Erste Reviews und so. Dabei wurde dann die erste Dose geöffnet. Um halb neun haben wir uns dann in Sebs Terrormobil geschwungen um mit laut schepperndem Radlager zum Al zu düsen. Dort angekommen stellten wir fest, das Al uns schon zwei Weizenbier voraus hatte. Also noch mal kurz in den "Sprittwochsampler II" reingehört, um wenigstens ein wenig ein wenig Metal zu hören, da im "Kreuz" ja meist metalmäßig nix am Start ist (wenigstens am Sprittwoch, am WE siehts ja zum Glück besser aus). Ohren verwöhnt mit "Pain", "Megadeth" und "Holy Moses" und dann schnell und vor neun ins "Kreuz". Dort erst mal Weizen geordert und den obligatorischen Sauren abgepumpt. Nach einem fröhlichem "Sprittwoch!"-Ausruf konnten wir uns dann dem Sinn des Tages widmen.
Während des zweiten, dritten Weizen stellten wir fest das heute ganz unangenehm seltsame Gothic-"Musik"(?) vom tollen DJ aufgelegt wurde. Das fördert auf der einen Seite den Sprittkonsum und den "Look-and-Läster"-Ausstoß, auf der anderen Seite ist es natürlich eine Strafe für die Ohren. Nun, aber das kennt man ja. Also irgendwann vom Saal in die Kneipe geschlendert um ein wenig was anderes zu sehen. So gegen elf wurde dann die letzte Runde Bier geordert, da ich morgen um 06.30 Uhr raus musste (ja, ja die Arbeiter) und dann endlich alle eingesammelt zum Auto marschiert um einen kleinen Sprittwoch abzuschließen.
[ml]

3.7.2002 - Missionsarbeit

18.30 Uhr
Irgendwann am nächsten morgen oder so
Goslar, St. Jakobushaus
Ich, nen saufenden Priester und ganz Deutschland (Naja, wenigstens die Vertreter aller Regionen)
Ein Positiv-Negativ-Portrait-Maler-Penner, ein Jengaspiel, das auch schon viel getrunken hat, spinnende Goslar-Leute die ein komisches Spiel spielen, das sie zwar Dart nen, dieses welches aber nicht ist.

Programm

Nach dem Abendessen rauchen und Bier
JENGA
Inne Pinte mit Sandra und Gaby
Positiv-Negativ-Portrait-Maler-Penner
TABU mit Bier, Weiber und Gesang
Schlafen gehen oder sowas

Zusammenfassung

Hallöchen Popöchen. Wieder einmal ist ein Mittwoch vergangen, an dem ich für unsere Sprittwoch-Gemeinde auf Tour war. Diesmal war ich in einem wunderbar beschaulichen und stinkenden Ort namens Goslar, in dem für gewöhnlich der Bär tobt. Nur halt nicht in der Woche in der ich da war. Naja. Im Rahmen einer Schulung hat es mich nun an diesen Ort der Stille verschlagen, um was zu tun? Natürlich saufen, was sonst. Als wir nun an diesem besagten Ort in unserer Villa am Sprittwoch abend nun endlich das erste Bier zu uns nahmen war schon gehörig viel Zeit vergangen. Daher schnell trinken und wech is dat Erste. Es ging los mit einer Runde Jenga (zur Erklärung: Wir waren in Goslar da kann man nichts anderes machen). Jenga ist ein Spiel bei dem man einen Turm kaputt machen muß, der aber nicht umstürzen darf. Außerdem müssen alle Bauklötze wieder oben drauf ( irgendwie stupide). Naja der Turm stand schon von Anfang an schräg. Das war aber egal, denn wir haben uns dann einfach alle schräg hingesetzt (hihi wir sind schon welche). Dummes Spiel. Dann ging es weiter, ging es mit Gaby und Sandra in einen nahegelegenen Irish Pup. Toll da! Blöde Leute spielen ein Spiel das ich nicht verstehe und nennen das dann Dart. Egal Bier drauf. Zu allem Überfluß kam dann noch so nen dämlicher Penner an der uns malen wollte. Nicht weiter schlimm, aber der war nervig und stinkte (genau wie Goslar). Wir bewarfen in mit allem was wir auf dem Tisch hatten. Dann wollte er sich zu uns setzten und untermalte das mit einem „ Positiv oder Negativ“ Gewäsch. Keine Ahnung was der damit meinte. Wir gingen wieder. Aber da taten sich ungeahnte Probleme auf. „Wo sind wir?“. Alkohol und fremde Käffer sind nicht sonderlich förderlich in Kombination. Nach einem gemütlichen Dosenbier und einem schönen großen Jägermeister haben wir es dann doch wieder zurück geschafft. Dort angekommen spielten die anderen in einem etwas abgehobenen Stil (ich mein damit jetzt den Geisteszustand bei einem Spiel nach dem Genuß von Alkohol). Das kam uns gerade recht, denn ich habe zu diesem Zeitpunkt schon die Jenga-Bauklötze, die für dieses Spiel (wie ich dachte) zwingend erforderlich sind, vermißt. Es war schrecklich ein heilloses Durcheinander. Alle schrien, sprangen durch die Gegend, tranken Alkoholika und.......es war super! Endlich mal wieder ein richtiges sauf Chaos. Klasse. Naja, die näher Details kann ich jetzt gar nicht mehr ausführen, da ich mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich erinnern kann. Es gab auf jeden Fall wieder lustige Sprüche, taktische Spielzüge und sonst noch andere Sachen zu dem wir so in der Lage waren. Ich glaub am nächsten morgen bin ich gar nicht mehr aufgewacht, oder so. Oder vielleicht ja doch, sonst würd ich das ja hier gerade nicht schreiben können. So! Und jetzt haltet das Maul und geht schlafen, Kinders!
[ai]

3.7.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
3:00 Uhr
Ich
Markus, Ich der unglaublich tolle Stefan
Volker der gleich arbeiten muss, haha!

Programm

Clever & Smart: Das Atomspray
In China essen sie Hunde
Ghost Of Mars, mäßiger Trash
Clever & Smart: Schau mir in die Augen, Kleiner
David Hasselhoff rocks the house
Dr. Schnaggels!
Rock'n'Rolf: Death Or Glory Tour 1989

Zusammenfassung

Los gings mit den Klingelzerstörern Volker und Gasper, die meine Klingel zerstörten. Ich ging runter, zog sie zur Rechenschaft, und wir fuhren zu Edeka, wo ich mir eine WC-Ente und Bier kaufte (Tuborg Pilsener, Premiere). Dann bewegte Volker seinen Wagen vom Behindertenparkplatz, fuhr falschrum in eine Einbahnstraße und parkte dort wie ein Mensch, dem seine Felgen SEHR egal sind. Döner gekäuft, auf zu mir. Erste Clever & Smart Folge geguckt, begeistert ob der wunderbaren Gags. Dann den unterhaltsamen Film "In China essen sie Hunde", wo der arme Vuk erst unfähig, dann taub, dann tot ist. Aber durchweg unterhaltsam. Kurz vorm Schluss ging der Volker, weil er nach Hause wollte. Herr Gasper und ich guckten daraufhin Ghost Of Mars, einen nur mäßig trashigen Film von John Carpenter. Heißt der John? Egal. Jedenfalls halbwegs Starbesetzung, daher trotz leichter Warhammer-Atmosphäre kein Trash-Feeling. Also danach schnell die zweite Clever & Smart Folge geguckt, auf Teil drei aber dann echt keinen Bock mehr. Auf so Karl Dall'sche Kalauer wie "Ich hab ne dalle Idee" hat man irgendwann einfach keinen Bock mehr. Glücklicherweise lief das Internet wieder, so dass wir uns einige extrem erotische Posen eines gewissen Herrn David Hasselhoff anschauen konnten und uns Hits wie "Api looki for Frieden", "Cräääzy For You" und "Vier zwai allaain" anhören durften. AUFRUF! WER HAT DAS GEILE HASSELHOFF-BILD, DAS AUF DER CD "You Are Everything" ABGEDRUCKT IST?! Bitte schicken, go! Dann haben wir noch ne halbe Folge Dr. Snuggles geguckt. Zu meiner Verwunderung stammelte Markus sofort los mit "Das ist geil! Das ist geil! Die Folge kenn ich!" und zitierte den Doktor, wie er ihn anscheinend seit 15 Jahren in seinem Köpfchen festgehalten hat. Der Mann hat den Snuggles gefrühstückt, unglaublich! Obwohl.. das hat was. Ne Maus, die "Knabber" heißt, dazu das Wurmmobil, mit dem man sich nach dem Absturz einer Rakete auf die andere Seite der Erde fräst, göttlich... Ach ja: "Ja sowas, ich hatte ganz vergessen, wie dunkel es in der Erde ist." ARGH! Schließlich ging der Markus pissen und ich nutzte die Gunst der Stunde, um ganz unauffällig das RUNNING WILD DEATH OR GLORY TOUR 1989 Video in mein antiquiertes Video-Wiedergabesystem (Videorecorder) einzugeben. Der Druck auf 'Play' offenbarte Fönfrisuren der Fans, sich fönende Stars von Running Wild und eine immens geile Hüftschwung-Gewackel-Bühnenshow. Und mit "Prisoner Of Our Time" beendeten wir einen weiteren Sprittwoch im Namen von Käpt'n Rock'n Rolf...
[sk]

26.6.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00
3:00
Gasper / Sportlerparty
Jens Scheiwe, Markus Gasper
Volkiron Oelschmaiden

Programm

Maiden - DVD gucken
Rock Hard - CD anhören
Sportlerparty

Zusammenfassung

Jaja, klar! Der Metal ist tot! Als lebendigen Beweis dieser Theorie brachte Volker Ö. die neue "Rock in Rio"-DVD von Iron Maiden mit, auf der man bewundern kann, wie eine Viertelmillion Fans ihre Helden nach allen Regeln der Kunst (zurecht!) abfeiern. Zum Vergleich: auf dem diesjährigen Rock am Ring sahen gerademal 80.000 Fans Neil Young beim Abröcheln zu. Das Hammerkonzert wurde durch ziemlich durchwachsene Bonusfeatures über das Leben und die Hobbies der Musiker abgerundet. Super dabei: Adrian Smith, der ungekrönte König aller Langweiler, der am liebsten angelt ("..das ist, schnarch, drömel, penn, fast wie Meditation, ächz, schnarch...") und seinen Fingernägeln beim Wachsen zuguckt. Spannender war da schon Dickinsons Bruzel, der Fechten und Fliegen zu seinen Hobbies zählt und auch erstaunlich gut in Beidem ist. Dann hörten wir noch durch die neue Rock Hard - CD, wobei uns eigentlich nur Tankard positiv überraschte, wünschten Volker einen erfolgreichen morgigen Arbeitstag und begaben uns als dynamisches Duo auf die Sportlerparty. Die Sportlerparty, muß man wissen, ist die einzige, die bereits im Vorfeld hermetisch abgeriegelt wird. Wenn man nicht selber Sportler ist, bzw. mit einem schläft, bzw. ihn gezeugt hat, ist es quasi unmöglich, auch nur einen Fuß über die hochheilige Schwelle des Sportlergebäudes zu setzen. Kleiner Tip von Scheiwe und mir: erst um Mitternacht kommen, dann sind die alle so blau, daß es keinen mehr interessiert, ob man eine Karte hat oder nicht. Scheiwe verdiente sich übrigens den Titel "Gigolo des Tages". Erst chattete er den ganzen Tag mit einer ICQ-Tuse aus Hannover ("Die hat mir ein Bild geschickt. Guck mal, die ist doch ziemlich süß!"), dann auf der Party laberte er zwei Stunden mit einer Blondine (Fazit:"Die ist ja ziemlich süß!") und schließlich hing sich im provisorisch eingerichteten Tanztempel noch ein mit acht Bier bezechtes Mädel an den Hals, das alle auf Englisch vollsülzte. Das hielt die Beiden allerdings nicht davon ab, ein kreatives Fruchtbarkeitsspektakel (anders kann man ihren Tanz nicht beschreiben) aufzuführen, das die Umstehenden doch einigermaßen begeisterte. Ziemlich süß, die abgefüllte Englischlaberin! Mich verließ da allerdings so langsam der Sprittwille, und ich mußte in mein Bettchen. Also ging ich mutterseelenallein und ohne mich von irgendwem zu verabschieden zu meinem kargen, verlassenen Heim. Ein wunderschöner Abend!
[mg]

19.6.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:45
23:00 Uhr
Ostturm
Opalka, Bornemann, ich und die ganze 13 Stufe des Marien
Kemper, Katty

Programm

Wir kommen im Ostturm an
Bekommen Bier in die Hand gedrückt
Zapfen uns selber Bier
Besoffen nach Hause gehen

Zusammenfassung

Juchhu, Sprittwoch - Spezial! Mal wieder. Denn das Mariengymnasium hatte Abisturm und feierte dann Abends noch im Ostturm, wozu wir eingeladen waren. Wir dachten uns das könnte ganz gut werden, so mit ganz vielen besoffenen Mädels. Aber leider schienen alle noch relativ nüchtern zu sein, dass lag wahrscheinlich daran das die Weiber nur V+ getrunken haben. Ekelhaft!! Ich musste mich da direkt an meinen Sturm erinnern, welcher auch auf dem Schlossberg statt fand und damals lag ich um 19 Uhr besoffen auf der Wiese und konnte mich nicht mehr bewegen. Super!
Na ja, aber zurück zu diesem Sturm. Als wir grade eingetretten waren, kahm uns ein besoffener Jan Bornemann entgegen, wecher uns voller Freude ein Bier in die Hand drückt und dabei sagte, dass er das Abi zwar nicht geschafft hat aber trotzdem der schlauste in der Stufe sei. Sehr seltsam! Wir freuten uns jedenfalls über das Bier und stürtzten es direkt runter um uns dann ein neues zu holen. Ein Zapfer oder so was gab es leider nicht daher mussten wir wohl oder übel selber zum Zapfhan greifen. Wir tranken dann noch so einige Bierchens und machten uns lustig über seltsame Menschen aus Neheim, die nach eigener Aussage selber Sturm hatten, aber keinen Bock auf ihre Klasse haben. Nach noch mehr Bierchens hatten wir dann einen akzeptabelen Pegel erreicht, so daß wir nach Hause gehen konnten.
[dh]

12.6.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23 Uhr
Arendt’s Promilleschloß
Matthias "Suffkopp" Arendt, Hans im Glück
Ich (Schürmann)

Programm

Bier besorgt
Blade 2
South Park "Bigger, Longer & Uncut"
Zombie 1
Ich (Der Schürmann) durfte dem Arendt Pommes holen

Zusammenfassung

Ich (Schürmanta) guckte auf die Uhr, und musste feststellen dass es nun schon 19:17 Uhr ist. So ich musste mich jetzt beeilen, dass ich dann pünktlich um 19:30 Uhr beim Arendt bin, der sich bestimmt schon sehnlichst auf seine Warzen freute. Ich ging jetzt die Treppen runter, machte die Tür auf, ging aus der Tür raus, machte die Tür wieder zu. Dann nahm ich meinen Autoschlüssel, damit machte ich die Tür von meinem Auto auf. Ich stieg jetzt in mein Auto ein, machte die Tür ebenfalls zu. Dann habe ich den Motor gestartet, legte den ersten Gang ein und fuhr richtung Arnsberg. Ich habe noch schnell an der DEA Tankstelle gehalten, und habe mir noch zwei Döschen Veltins geholt. Ich hatte heute irgendwie kein Durst und hatte kein Bock mit dem Zug zu fahren, deswegen bin ich auch mit dem Auto gefahren. Der Hansknecht regte sich darüber zwar ein wenig auf, ich habe ihn dann anschließend gut durchgefickt, und das ding war wieder geritzt:-). So, ich parkte jetzt die Karre ein, und schellte beim Arendt. Zur Begrüßung fickte ich den Arendt dann auch erstmal nach allen Regeln der Kunst so richtig durch. Na Kiesler, schon neidisch:-(??? Wenig später schneite dann auch der Schwuchtelhans rein, der sofort wieder nen dummen Spruch abgelassen hat, weil ich heute nur zwei Dosen Bier trinke. FICK DICH Hans!!! Hansknecht ist natürlich nie am Schwächeln!!! Na ja, ist ja auch Latte. So, als erstes schauten wir Blade 2, der in einer ganz miesen Qualität auf VHS überspielt wurde. Danach schauten wir uns South Park "Bigger, Longer & Uncut" an. Nach den ersten zehn Minuten fing schon der erste an zu meckern, da würde ja viel zu viel gesungen. Nach einer halben Stunde hatten Hansknecht und der Arendt kein Bock mehr den Film zu sehen. Kann ich persönlich nicht verstehen. Hansknecht und Arendt haben echt keine Ahnung von guten Filmen. Das wollte ich mal gesagt haben. Stattdessen haben wir uns Zombie 1 angeguckt, dass ist glaub ich der schlechteste Film nach Stora Smog:-). Ne, ich glaube Stora Smog ist um längen besser, allein von der schauspielerischen Leistung. Transenmatze nervte mich jetzt, ich solle doch noch zum Rats Grill fahren, und ihm ein Rahmschnitzel-Pommes-Majo holen. Ich sagte "Nein". Arendt hörte natürlich nicht auf zu nerven, bis ich ihm dann doch noch seine Pommes besorgte. ARSCHLOOOOOOCH. In etwa 4-5 min. war das Rahmschnitzel auch schon aufgegessen. Danach ist der Herr Arendt mal wieder in einen tiefen Schlaf gefallen. Hansknecht und ich schauten noch ein wenig Zombie 1, bis wir uns entschlossen zu gehen. Ich fuhr noch eben den Hansemann nach Hause, und machte mich dann auch aus dem Staub. PEACE.
[ds]

12.6.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
1 Uhr
Gasper
Gasper Kiesler
Scheiwe Oelschlägel

Programm

Markus legt Tabellen in Word an
Film Film: Detroit Rock City
Jackass
Sprittung Warentest: Bier, Testreihe 50+

Zusammenfassung

So kann das gehen. Mental auf einen Sprittwoch Classic eingestellt, offenbart mir Gasper auf einmal, dass er spontan ein paar verschiedene Bierchens der Knapp-über-50-Cent-Region eingekauft hat und diese im Rahmen einer "50+"-Testreihe testen möchte. Nachdem er die äußerst schwierige Aufgabe, in Word eine Tabelle für die Testergebnisse anzulegen, erledigt hatte, spülte er zwei Gläser startklar. Um objektiv und unvoreingenommen testen zu können beschlossen wir, uns den Rachen zunächst mit Veltins klarzuspülen. Dabei kam Markus die Idee, man könnte ja auch bewerten, wie lange sich der Schaum im Glas hält. Da sich dank seines überdosierten Spülmittels das vor Freude überschäumende Veltins aber binnen 15 Sekunden in ein englisches Bier verwandelte nahmen wir von dieser Idee Abstand. Wir begannen also mit brauchbarer Faxe-Scheiße und arbeiteten uns über das Wasser-Holsten, das annehmbare König Pilsener, irgendein Kölsch und noch irgendwas anderes hin zu Hansa und Kronen. Doch dazu später mehr. Zunächst ging's halt mit Faxe los und wir guckten den sehr unterhaltsamen Film "Detroit Rock City". Das ist im Grunde genommen eine 'etwas' modernere Variante von Ragman, allerdings auch stark auf Achtziger getrimmt. Es geht um vier Kaputtis, die in einer Band spielen und unbedingt auf ein Kiss-Konzert wollen. Leider entdeckt eine Mutter die Eintrittskarten und verbrennt sie. Filmkritik ist in Arbeit. Wir glotzten also den Film, testeten Bier, reinigten regelmäßig die Geschmacksnerven mit Veltins und irgendwann klopften Volker und Jens an die Tür. Sie baten um Einlass und Markus gewährte ihnen diesen. Nachdem Volker die tragische Geschichte eines Hamsters erzählt hatte, der einen Wassereimer hochgeklettert war und anschließend seinen Freischwimmer machen wollte, spielte er noch etwas mit seinem Handy rum und verließ die Studentenrunde wieder, da er ja kein Student ist und HAHA um HAHA 8 Uhr HAHAHA arbeiten musste! :-)
Derweil bemerkte Markus treffend, dass ihm mittlerweile jedes Bier gleich schmeckte. Ich musste erschrocken zustimmen. Erschrocken, weil: Wir tranken gerade das Hansa und ich spürte nicht diesen abartigen widerlichen Nachgeschmack, den ich sonst vom Hansa gewohnt war. Auch beim anschließenden Kronen hat ich mich schon wie ein Schneekönig gefreut, in der Kategorie "Abgang" vernichtende Noten zu verteilen. Leider schüttete ich auch dieses recht unmotiviert runter und konnte keine wesentlichen Unterschiede zu seinen Vorgängern mehr ausmachen. Wir werden die richtig beschissenen Biere wohl nochmal nüchtern antesten müssen, aua. Abschließend genossen wir noch ein paar Folgen Jackass, dann war auch dieser Sprittwoch vorbei.
[sk]

5.6.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr etwa
2 Uhr cirka
Kiesler recht exakt
Gasper und Kiesler ganz sicher

Programm

Bats - Fliegende Dummviecher
Star Trek - Das fehlende Fragment (Special Edition)
Warhammer - Der finale Krieg

Zusammenfassung

Juhu! Nach all den 'Specials' und 'Supersprittwochs' endlich mal wieder ein ganz traditioneller 'Sprittwoch Classic': Bier, leichte Schläge und Bildschirm, sonst nix. Nachdem Markus beim Genuss von lecker Sprite und dumm lästernden Hasstiraden gegen meine Person seine erste CD überreichte (Bats), die ich dankend kopierte, gings los. Bats ist ein super Scheißfilm, den wir vor Jaaahren schon live im Kino miterleben durften. Der Film bedient alle Klischees, die man sich in einem knappen Budget vorstellen kann: Eine nicht gänzlich unattraktive Expertin, Fachfrau auf dem Gebiet 'Fledermäuse', einen verrückten 'Hehe, ich hab sie geschaffen'-Uhrmacher-Biologen-Wissenschaftler, der erwartungsgemäß von seinen eigenen Schöpfungen gefressen wird, einen coole-Sprüche-reißenden Quoten-Neger (NICHT rassistisch gemeint!!) und einen 'Wir haben sie geschaffen, wir werden es zu Ende bringen'-Mann von der Regierung. Es geht um genetisch verbesserte, weil menschenfressende Fledermäuse, die schlimmer aussehen als alles, was man im Kindergarten je aus Knete gemacht hat. Wir lernen: Fledermäuse sprengen ist dumm, weil sie sich dann zerstreuen und unkontrollierbar ausweiten, aber: Es ist schlau, ihre Höhle unter 5° zu kühlen, weil sich dann ihre Scheiße entzündet und die ganze Höhle in die Luft sprengt, was dann natürlich wiederum gut ist. Ach ja, US-Schulen sind mit Hochgeschwindigkeitsmodems ausgestattet, welch Paradoxon-gleiches Wortgeflecht. Nach diesem filmischen Supershit fühlten wir uns aber komischerweise noch nicht bereit für Warhammer, weshalb wir nochmal Star Trek guckten, die Folge mit dem schwarzen, heißen Kaffee und dem Mopedrennen. Wir befanden, dass wir mit dem Macher dieser Neuvertonung gerne mal ein Bierchen trinken würden, also: Melde dich, du anonymes Knüppel-Beleidigungs-Genie! Danach waren wir endlich bereit für einen Film, den mir Markus folgendermaßen schmackig machen wollte: "Er steht nicht in der Internet-Dingens-Schießmichtot-Database. Ich hab drübergespult, am Anfang kamen nur langweilige Laber-Szenen, am Ende grottenschlechte Billigeffekte, insgesamt wie Star Gate in schlecht." Ich konnte es kaum erwarten. Und tatsächlich: Warhammer - Der finale Krieg ist der mit Abstand dümmste Film, den der Sprittwoch je gesehen hat. Angefangen bei den Soldaten, die sich im grünen Gelände mit weiß-schwarzen, zackigen Uniformen zu tarnen versuchen, über Aufforderungen an 12-jährige pubertierende Kämpferinnen, jemandem ihr 'Programm' zu übergeben (?), bis hin zu per Laptop herbeigerufenen Riesenhänden, die den Gegenern das Genick brechen, lautete der alle 5 Minuten wiederkehrende Standardsatz: "HÄÄÄH?? Worum geht's hier überhaupt?!?" Tatsächlich gelang es uns bis zum Filmende nicht, auch nur eine Millisekunde Handlung herauszufischen. Irgendwo kämpfen 5 Menschen gegen 7 andere, eine dumme Tussi hebt eine Granate auf und stirbt während einer sehr heroischen Hintergrundmusik den Null-IQ-Tod, 3 Engel für Charlie springen woanders rum und sehen alle aus wie Luzi Lu oder wie das heißt, es gibt keine Zusammenhänge und irgendwann ist der Film vorbei. Starkes Kult-Potential, aber jetzt gute Nacht.
[sk]

29.5.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

so um 20 Uhr
ähm, spät. sehr spät.
meine Bude (Gasper), Dorffest im Dorf
ich, Kiesler, Imig, Volker, Hansknecht, Scheiwe, ich, ach, tausendfünfhundertdrölfzig Leute
Rainer (Rumbeck)

Programm

Musik / Filmkes bei mir inner Bude
Dazu Bier
Dorffest
Dazu Bier
Slamdance (Schlammtanz)

Zusammenfassung

Sie kennen das vielleicht, lieber Leser, wenn ein Tag so im großen und ganzen so richtig gelungen ist. Eine ausufernde Feier unter Freunden, mit einem gepflegten Bier zur Seite, da lacht man schon mal über den ein oder anderen Witz, renoviert alte Freundschaften oder schließt neue, man singt und tanzt und, ja, man genießt einfach das Leben. Savoir vivre, meine Damen und Herren, die Kunst zu feiern. Und dann schlägt es schon dem einen oder anderen Fäßlein den Boden und den bierwilligen Protagonisten auch dann und wann das Gedächtnis aus, bzw. vermag man sich an alles zu erinnern, vermißt aber die dazugehörige Zeit irgendwie. "Life is short, time is running" wie der Englishman sagt. Und so fand ich es einigermaßen verwunderlich, als es plötlich viertel nach vier Uhr morgens war und ich den Weg zu meinem noch gar nicht so dringlich ersehnten Bett fand. Doch wie kam es zu diesem Umstand?
Zunächst bleibt anzumerken, daß dieser Sprittwoch von langer Hand und mit ausdauerndem Atem geplant wurde. Emsig wie die Biber legten sich hinter den Kulissen hunderte von Sprittzialisten (jawohl, ein neues Wort!) ein passendes Konzept zurecht, wie dieser Abend als einer von vielen gelungenen in die Annalen der kurzen, aber wüsten Historie der Sprittology eingehen könnte. Als es stand (das Konzept), gab man aber dann doch wieder der vielgerühmten Spontanität den Vorrang. Volker war es, der das Eis brach und zuerst in meiner Wohnung eintrudelte. Er brachte viele CDs mit, die ich mir bereitwillig kopierte, ohne dafür von ihm Geld zu verlangen. Natürlich ließen die Herren Imig, Hansknecht und Kiesler aus diversen Gründen auf sich warten, wobei sie allerdings allesamt ihre Ankunft auf eine frühere Uhrzeit als das Erscheinen Volkers terminiert hatten. Also schauten Volker und ich aus einem Geselligkeitsbedürfnis heraus bei Mister Scheiwe vorbei, doch auch unsere allseits beliebte Nebelkrähe hockte nicht wie sonst üblich in ihrer bescheidenen Wohnung. Dann kam ein Anruf von Imig, er und Hansknecht seien unterwegs, dann kam Kiesler, dann kam Scheiwe vorbei und sorgte bei Kiesler für empörte Überraschung: er hatte seinen Schopf verstümmelt, der Wischmopp auf seinem Schädel war einer uhrzeitgenauen Offiziersparadefrisur gewichen, die seinen ohnehin fragwürdigen Ohrring in eine äußerst gaye Position brachte. Funkel, Funkel, das war dem Kiesler zuviel und man sah, wie sich hinter seiner frisch bezopften Stirn (der Herr trägt wieder lang) ein gewaltiges Repertoire an schändlichen Beleidigungen zusammenbraute. Doch Scheiwe mußte noch eine Kleinigkeit essen (und wahrscheinlich an seinen Ratten rumfummeln), so daß ihm keine Zeit blieb, die Beleidigungen entgegenzunehmen. Daraufhin erschienen Imig / Hansknecht und machten es sich bei mir gemütlich, mit Bier und so, warum auch nicht. Ich spielte diverse Musikstücke an, zeigte ihnen, wie toll ich bin, während Volker uns immer wieder von Puddle of Mudd zu überzeugen versuchte. Als dann Scheiwenjens unsere Herrenrunde komplettierte, blieben zwei Optionen: Porno ohne Damen oder der Weg zum Dorffest, wobei wir die zweite Möglichkeit wählten und unsere Ärsche gen Campus bewegten.
Was dann folgte, entzieht sich größtenteils meiner genauen Kenntnis. Es gab Bier aus meinem Rucksack, einen Busch, an den ich desöfteren urinierte, Leute, die kamen und gingen, teilweise gar mit mir redeten und daraufhin eine Antwort von mir erhielten. Aber genauere Angaben kann ich leider nicht machen. Aber wir können mit Stolz behaupten: wir sind dabei gewesen! Nur eine Person hinterließ wirklich einen bleibenden Eindruck. Rainer. Aus Rumbeck. Ich weiß nicht mehr, was er genau sagte, aber es ging darum, daß er auf einem Grundstück in Rumbeck wohnt, das selbst die wenig anspruchsvollen Rumbecker doof finden, und dann ging's glaube ich auch noch um Musik. Oder? Aber irgendwie war das alles ganz doll lustig. Dann ging irgendwann der Kiesler verloren, wahrscheinlich, um seine Ritterrüstung anzuprobieren (wenn du's nicht verstehst: Imig oder mich fragen. Oder Lutz, aber der fand das nicht so witzig wie wir, glaube ich). Na jedenfalls. Es war ein gelungener Abend, den wir total beknackt im Schlamm tanzend zu Ende brachten, obwohl ich gar nicht tanzen kann. Am nächsten Tag hatte ich dezente Kreislaufprobleme.
[mg]

16.5.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:30
23:00
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Eigentlich nur Transenarendt
Balko, BK und wohl auch ich

Programm

Arendt abholen
Innen Gatten fahren
Wieder zurück fahren um für Arendt Bier zu holen
grillen
Hoffmann kommt
Nochmal grillen
Ende

Zusammenfassung

Obwohl es Donnerstag war, machten wir mal einen Sprittwoch. Es hatte nur irgendwie keiner Bock zu saufen, ausser natürlich Arendt. Ich hätte natürlich gesprittet, aber ich war verdammt worden mit dem Auto zu fahren und das nur weil Prinz Eisenherz zu doof war mit dem Auto auf den Kreuzberg zu fahren. (Man bedenke das er so oder so fahren musste, weil er ja noch nach Oeventrop musste und natürlich statt mit dem Zug mit dem Auto gekommmen war.)
Jedenfalls haben wir dann erstma Arendt abgeholt, welcher wie gewohnt bereits ein wenig getrunken hatte. Hoffmann wollte später kommen, da er noch inne Muckibude wollte um seinen "mächtigen" Body aufzupumpen und ekelhafte Proteindrinks zu schlürfen.
Wir fuhren dann schon mal zum Gatten, als wir dann grade fast vorm Gartentor standen viel dem Herrn Arendt ein, dass er weder was zu essen oder zu trinken hatte. Nach langem rumgebettel entschloss ich mich dann doch zurück zu fahren um an der Tanke für Verflegung zu sorgen. Arendt besorgte sich dann etwas Bier und zum grillen eine Frühlingsrolle. (??!?!!)
Wieder auf dem Kreuzberg angekommen schmiessen wir sofort den Grill an und legten unser blutigen Fleischfetzten auf den Rost, na ja und Arendt seine Frühlingsrolle. Nach diesem Mahl taucht dann auch der BK auf, welcher natürlich auch noch grillen wollte. Als Hoffmann dann fertig war, wollten wir auch langsam mal nach Hause. Arendt schüttete seine Warzen kurz runter und schon fuhren wir los.
[dh]

15.5.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00 Uhr
1:15 Uhr
Assman Gasman
Gasper und ich
Imig

Programm

Markus beginnt das Trinken, Imig konzentriert
Ich beginne das Trinken, Bierfleck auf Imigs Unterlagen, Imig hektisch
Fäkalgeruch - Kälte - Reingehen
Schlechte Musik hören
Imig verwirrt, Imig geht
Wir gucken TV Total - Werbung - Phoenix - Werbung - TV Total - ...
Schmidt und politische Diskussionen
Sat 1 "Die Nacht" mit informativem Bericht über böse Sendungen wie "Jackass"
Ich warte auf den Nachtbus.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
Der Nachtbus kommt nicht.
HURRA!!! Nach Hause!!!
Jetzt aber echt Schluss hier, also.

Zusammenfassung

Es begann sich zuzutragen tun getan gegen 21 Uhr. Der Markus und der Imig plazierten sich unvorteilhaft auf dem Dach und beratigten sich mit ihren sauber im Internet recherchierten Artikeln über beschissene, unbedeutende und unbekannte Bands über ihre Interviews am Wochenende. Sie kriegen nämlich von Flutzi-Lutzi-Handlutzioni Freikarten für's Rock am Ring, wenn sie besagte (schlechte) Bands im Namen Eldoradios interviewen. Dann kam ich, spritzte einen kleinen Spritzer Bier auf Imigs wichtige Unterlagen und er ging sofort ab wie das HB-Männchen auf Crack. Schon nach kurzer Zeit trieben uns der strenge Fäkalgeruch und die windige Kälte vom Dach in Markus' puffig-warme Puffbude.
Jetzt wurd's bitter. Im Zuge der Interviewvorbereitungen lauschten wir untalentierten Nachwuchstalenten, die so Scheiße waren. So Scheiße. Richtig Scheiße. Unter anderem (Scheiß) die großartigen, kehlkopfkranken Sportfroinde Stiller, OI OI OI! Das fand sogar Imig schlecht. Er ging, kam zurück ("Habbich was vergessen"), ging, schaute nochmal rein, ging dann endlich. Wir glotzten daraufhin Raab, Werbung, Phoenix, und so weiter und so fort, bis endlich Schmidt anfing. Doch statt uns über das bürgerliche TV-Unterhaltungsprogramm zu amüsieren, fanden wir uns plötzlich in einer politischen und für die Uhrzeit verdammt klugen Diskussion wieder! Wir einigten uns darauf, dass:
1. die Grünen kacke sind, weil sie sichere deutsche Atomkraftwerke abschalten und den Markt für Billigstrom aus 'sicheren' Ostkraftwerken öffnen wollen.
2. die FDP einfach nur lächerlich ist
3. die PDS nicht relevant ist
4. Stoiber ein dummer Nazi ist (naja, das war mehr Orgaspers Ansicht)
5. Schröder ein mediengeiler Dummbeutel ist, der außer seiner Zigarren-Siegerpose nix zu bieten hat (da waren wir uns wieder erstaunlich einig).
Wir haben uns drauf geeinigt, dass man eigentlich gar keinen wählen kann, weil die Alternativen zu schlecht sind. Nachdem wir dann im Nachtjournal erfahren haben, dass der Pfeifensohn von Uschi Glas sich als billiges Jackass-Imitat verdingen will, begann Markus noch mit der Installation des nagelneuen Linux Mandrake 8.2™. Derweil es mich zum Nachtbus trieb, frägte der Herr Gasper auf einmal ganz scheinheilig: "Wieviel.. äh.. Bier hast du denn noch?" - "Eins." - "Äh, öäh ähh.... Könnteste mir das geben?" - Mein messerscharfer Verstand hakte natürlich sofort nach: "Moment. Du willst dich jetzt dahinsetzen, Linux installieren und dabei alleine ein Bier schlürfen??" - Daraufhin eine bedächtige Pause, der Dackelblick und ein gepeinigtes, mitleiderregendes "Jaaaaa...". Ich stellte sofort starke Abhängigkeitssymptome fest und erkannte: Dieser Mann braucht Hilfe. Also gab ich ihm das Bier und ging.
[sk]

9.5.2002 - Zweigstelle Arnsberg

12:00
22:00
Jüpkenfest in Berge, Kempers Gatten
der Schwatte, Opalka, Kathi, Gödeke und ich
Ulli, Kemper, Claudia, Steffi, Wolfgang, Kodale und noch irgend ein Asi

Programm

Steffi holt mich ab
Kathi abholen
Am Jüpkenfest ankommen
Opalka, der Schwatte und Claudia treffen ein
Saufen
Ulli, Matze und Gödeke kommen an
Saufen
Saufen
Wir fahren nach Matze um Hühnerfrikase vom Roten Kreuz zu essen
Noch ein bisschen trinken
Claudia fährt uns nach Hause

Zusammenfassung

Es ist Vatertag und 12:00 Uhr Vormittags, dass bedeutet auf zum Jüpkenfest nach Berge, eins der größten Besäufnisse im Sauerland. Praktischer weise werde ich von Steffi gefahren, sie steht auch schon seit 15 Min vor der Tür, aber wir haben ja Zeit.
Also los geht’s erstma nach Kathi und dann weiter nach Berge. Dort angekommen hau ich mir erstma ne Mantaplatte rein, aber dann kanns auch schon mit Bier weiter gehen. Opalka und der Schwatte sind mitlerweile auch angekommen, also geht’s los mit dem Runden holen. Kathi trinkt übrigens nur Erdbeerbohle (BÄÄÄÄÄÄH).
Ich glaube heute ist der heißeste Tag des Jahres, die Sonne knallt uns dermasen auf den Schädel, dass es kaum zu ertragen ist. Entsprechend der Hitze wirkt leider auch das Bier, so daß wir um etwa 4 Uhr totall knülle sind, aber heute können wir uns noch auf den Beinen halten. Na ja so um 5 Uhr wollen dann auf einmal alle abhauen, tja und wir müssen wohl gezwungenermasen mit. Aber nach Hause geht’s nicht, nein wir fahren nach Kemper um übrig gebliebenes Hühnerfrikase vom Roten Kreuz zu vertilgen. Bei Kemper angekommen wird sofort das Frikase inne Mikrowelle geschmissen, und sich innen Gatten gesetzt. Dort sitzen leider auch noch andere Leute und zwar Wolfgang und seine Spackenfreunde, die Gott sei Dank schnell abhauen.
Als wir dann fertig mit essen waren hatte Opalka die wunderbare Idee den nüchternen Kemper in denn Teich zu schmeißen, er flog dann auch mit einem sehr schönen Bauchklatscher miten in die Seerosen. Schööön!! So das wars eigentlich auch schon, nachdem Kemper mit seinem rumgemurre fertig war, hat uns Claudia nach Hause gefahren.
[dh]

8.5.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30
3:00
rund um die Wohnheime an der Figge-Straße
Gasper (ich), Imig, Peters, Lars, Sara, Nudel-Jens, Stefan "wann und wie lange seid ihr auf dem Dach?" Kiesler, Handlutzion, Frank und so, Gerard, Harry Potter mit Erziehungstechnikerin, alle
noch ein paar mehr, leckere Frikadellen, "leiser-leiser!"-Chinese

Programm

Biertrinken auf dem Dach (es ist kühl)
Biertrinken bei mir in der Bude (es ist warm)
Biertrinken bei Nudel-Jens (es ist noch wärmer)
Fußballspielen in Nudel-Jens' Flur (mir wird noch wärmer!)
Ermahnung durch "leiser-leiser!"-Chinese (furchtbare Brille!)
Runtergehen zum Sommerfest
Rumstehen auf dem Sommerfest, dabei Bier
Imigs und Gaspers schönes Frikadellentheater
Stippvisite auf dem Sommerfest
Raufgehen mit Kiesler und Imig, Film gucken
Imig pennt ein
Kiesler geht
Ich gehe nochmal mit runter
Wieder oben, Darmentleerung, Zähneputzen
Frank und Anne schleppen mich zum Sommerfest zurück
Imig pennt
Ich unterhalte mich mit dem Initiator der Schreier-Homepage
Nachtruhe

Zusammenfassung

Was für ein furchtbarer Tag! Wunderbar. Es ging los, als Imig und Parc bei mir eintrafen und wir eine Gerstenbrause auf dem Dach zu uns nahmen, wobei Parc sich über die Stolperfallen am Dachrand amüsierte. Das wurde langsam kalt, wir gingen rein und da war es viel zu warm. In der Hoffnung, Nudel-Jens sei mit Nudelessen fertig, gingen wir hinab in seine Rattenhöhle und da bot sich folgendes Bild: Jens war mit dem Nudelessen noch nicht fertig, Lars und Sara saßen auf dem Bett und sahen ihm gebannt zu. Sehr passend zu der Anmerkung des Imigs, der meinte, Scheiwe sei eh noch nicht mit Nudelessen fertig. Außerdem war überhaupt kein Platz in Scheiwes Bude und als dann auch noch Lutz und Kiesler auftauchten, war der Bart ab. Imig und ich spielten auf Nudel-Jens' Flur ne Runde Rotterdamm gegen Deutschland (Fußball) und guckten dann drinnen noch ein paar Folgen Lava-Lava! Derart inspiriert krähte ich auf dem Flur herum und da kam auch schon der "leiser-leiser!"-Chinese auf den Flur und präsentierte bei dieser Gelegenheit seine schlimme Kinderfresserbrille. Dann lächelte er und meinte "Leiser! Leiser! Viel Spaß! Leiser!" Komisch, aber ansonsten ein netter Kerl, der Chinese! Gut, weil wir eh gerade gehen wollten, konnte er auch ruhig rummeckern. Auf dem Sommerfest angekommen haben wir sofort gemerkt: Scheiß-DJs. Diese Dummbatze legten dumm-rumzappelnd ein Scheißlied nach dem anderen auf (Wolle Petry, Funkscheiß, Technoscheiß, irgend einen Scheiß von HIM). Imig und ich erfanden sofort einen neuen Gematarif für S-Musik (Scheißmusik), bei der sich alle Anwesenden in eine Liste eintragen und dann an der Schmerzensgeldausschüttung beteiligt werden. Leider hielt das die doofen Zappelköppe nicht davon ab, uns weiter zu penetrieren. Also hielten wir uns ans Bier trinken und so weiter, naja, die Jahre vorher war das Sommerfest schon mal besser. Es geschah eigentlich nicht viel, aber Imig wurde zusammen mit anderen einmal vom Hausmeister vom Pissen an die Hausihecke abgehalten, indem dieser mit einem Gartenschlauch auf die Pisser zielte. Obwohl Imig mit seinem Gesäß provozierte, wurde er nicht naß. Dann gingen Imig und meine Wenigkeit kurz hoch, um Bier zu holen, wurden aber von Miyases wunderbaren Geburtstagsbuffet kurzfristig von unserer Mission abgehalten. Und so schlungen wir gierig die leckeren Frikadellen und Hackfleischbällchen hinunter und nahmen auch noch was für später mit. Lecker! Dann waren wir nochmal eher kurz auf dem Sommerfest, dort war der Kiesler und hatte auch nicht mehr so richtig Bock auf die immer leiser werdende Scheißmusik (die Musik aus den Wohnheimen war lauter als der DJ-Krampf aus dem Zappelwagen!) und so beschlossen wir, bei mir noch ein Filmchen zu gucken oder so. Erst sollte es "Guesthouse Paradiso" sein, doch irgendwie habe ich irgendwie nix von dem Film gehört und so haben wir dann nochmal "Versuchskaninchen" in der Star Trek-Neusynchronisierung geguckt, da war wieder alles ok und der Imig war bereits sanft entschlafen. Um 2 Uhr wollte der Kiesler nach Hause, ich ging nochmal mit runter, um nach dem rechten zu sehen. Was ich genau gemacht habe, weiß ich nicht mehr, aber kurz darauf war ich schon wieder bei mir in der Bude und bereitete mich aufs Schlafen vor (zähneputzen, Kacken), da klopfte es und es erschien Frank mit der verheirateten Anne. Ich präsentierte ihnen kurz den schlafenden Imig, dann überredeten mich die Beiden, doch nochmal mit runter zu kommen. Dort unterhielt ich mich noch kurz mit dem Mann, der die Schreierhomepage gemacht hat (externer Linkwww.der-schreier.de.vu) und ging dann endgültig zu Bett.
[mg]

1.5.2002 - Zweigstelle Arnsberg

10:00
21:30
Die Strecke zwischen Glösingen und Breitenbruch, Breitenbrucher Schützenplatz
der Schwatte, Opalka, Bornemann, Florian und ich der Hans
Juliane und ihre Freundinen, Ulli, Kathy, Kemper, meine Schwester und ihre Freundinen, Mannchen

Programm

Bei Opalka treffen
Wandurung nach Breitenbruch
In Breitenbruch rumasen
Bei Kemper Zatziki essen
Nach Hause fahren

Zusammenfassung

Ring, Ring, Ring. Der Wecker klingelte es war 9:30 Uhr, ich war noch totall voll und musste um 10 Uhr bei Opalka sein. Weil es war der 1. Mai und es wurd gewandert. Und zwar mit Bollerwagen und 72 0,5 Veltinsdosen + ner halben Kiste Veltins von Florian. (Das Bier war eigentlich für 10 Leute gedacht, aber die hatten irgenwie auf einmal alle keinen Bock mehr.) Um kurz vor 10 war ich dann jedenfalls fertig mit essen & duschen, also konnte es losgehen, zuerst musste ich mal Florian abholen, der bereits in den Startlöchern stand und dann gings nach Opalka.
Bei Opalka angekommen bot sich uns ein sehr seltsammes Bild, der Schwatte und Opalka standen im Gatten und sahen verdammt voll aus, so wie man halt aussieht wenn man die Nacht durchgemacht hat. Bornemann stand auch dabei, sah aber nüchtern aus und die Alte vom Vortag war auch noch immer da. Ich dachte mir zu dem Zeitpunkt nur: "Oh mein Gott hoffentlich hat sich Opalka nicht an der vergriffen." Aber es war wohl doch so.
Na ja, so um 11 Uhr schafften wir es dann doch endlich mal loszugehen, die Schabrake verabschiedete sich von uns und wir gingen weiter in Richtung Wald. Als erstes mussten wir einen sehr steilen etwa 2 km langen Berg hoch laufen, Opalka erklärte sich selber zum Bollerwagenfahrer, zumindest bis wir auf der Höhe waren. Ich glaub er hatte den Berg etwas unterschätzt, jedenfalls sah er ziemlich fertig aus als er oben ankam. Oben aufem Berg gabs dann erstma was zwischen die Kiehmen, Würstchen und Toast. So nun konnte es endlich losgehen mit dem Extrembiervernichting, weil wir mussten ja irgendwie die 72 Dosen weg bekommen. Nach etwa 1 Stunde und mehreren Schüttpausen waren wir dann auch schon ziemlich voll, wir hatten ja auch nicht wirklich viel gegessen. Ständig kahmen uns alte Menschen entgegen die uns immer völlig fassungslos ansahen und das jetzt schon, wo wir uns ja noch relativ human benommen hatten. Irgendwann hatte Opalka dann die spitzen Idee mit einem riesen Sprung in ein Matschloch zu springen, so dass uns die Kacke nur so um die Ohren flog. Florian ich sprangen dann direkt mal hinterher, so daß wir drei von oben bis unten mit Schlamm voll waren. Jetzt wurden die Blicke der uns entgegen kommenden Wanderer immer seltsammer. Aber nicht genug, wir dachten uns man kann ja auch mal Dosenstechen machen, danach waren wir dann auch noch von oben bis unten voll mit Bier. Na ja und da wir ja eh schon nass waren, ham wa uns dann auch noch ne super Bierschlacht geleistet, wo der Schwatte eigentlich fast immer das Bier abbekahm. Kurze Zeit später entdeckte ich einen super Baum zum reinspringen. Ich sprang also mit Anlauf vom Weg aus in den Baum, drehte mich dann um, so daß der Baum sich zum Hang neigte und ich unten dran hing. Opalka sah das und sprang direkt hinterher, das hat zur Folge das der Baum sich entwurtzelte und umfiel. Jetzt lag ich aufem Boden, der Baum auf mir und da drüber auch noch Opalka, der sich halb totlachte und dabei Bier in meinen Nacken laufen ließ. Und als wir da so lagen und uns kaputtlachten, kahmen ein paar Wandersleut vorbei, die uns jetzt wirklich total bescheuert ansahen. So weiter gings, Florian war übrigens dauernd am Joghurt essen, keine Ahnung wo er die alle her hatte. Ich fands jedenfalls ziemlich ekalhaft, Joghurt kombiniert mit Bier, bäh.
Nach nun etwa 4 einhalb Stunden Wanderung kahmen wir endlich in Breitenbruch an, ich fuhr übrigens auf dem Bollerwagen sitzen den Berg runter direkt vor denn Schützenplatz, so dass alle Leute schon den richtigen Eindruck von uns hatten. Aber im prinzip benahmen wir uns immer noch ziemlich normal. Wir setzen uns dann erstmal auf die Wiese an einen Tisch, um dort unseren Bollerwagen leer zu saufen. Irgenwann wurden wir aber dann nicht mehr voller vom Bier, also dachten wir uns machen wa mal Schnäpse saufen nach Zahlen. Und das geht so, einer holt die erste Runde Schnaps, alle saufen leer und der der die niederigste Zahl unter seinem Fläschchen stehen hat holt die nächste Runde. Irgenwann füllte sich dann der Tisch mit Schnäpsen, zwischendurch stiegen dann noch andere Leute mit ein, wie z.B. meine Schwester und ihre Freundinnen und Juliane und ihre Freundinnen. Na ja auf jeden Fall waren wir jetzt so richtig voll, ich glaub so voll wahr ich noch nie. Ich konnte nicht mehr richtig laufen und viel andernd um und rieß ab und zu andere Leute mit, genauso wie Opalka. Florian wahr zwar auch ziemlich voll konnte aber glaub ich noch laufen und Bornemann distanzzierte sich immer etwas mehr von uns. Denn leise waren wir auch nicht grade, eigentlich haben wir die ganze Zeit nur rumgebrüllt und Stühle durch die Gegend geschmiessen.
Irgenwann sasen dann so etwa 6 bis 7 Leute auf Stühlen in einer Reihe, da kahm mir eine wunderbare Idee, ich nahm etwa 10 m Anlauf und sprang in denn vordersten Menschen der Reihe, ich glaube es wahr Opalka. Jedenfalls kippten dann alle nach einander von ihren Stühlen, es sah einfach super aus. Kurz danach als alle mit ihren Beschwerden fertig waren, wollte ich mir mal wieder ein Bierchen aus dem Bollerwagen holen, welcher leider direkt an einem Abhang stand. Ich beugte mich als vor um in denn Wagen zu greifen, verlor dabei das Gleichgewicht und rollte über den Bollerwagen und dann denn Abhang runter. Auf halber Strecke blieb ich dann liegen, eine Zeit lang lag dann da so rum, bis Opalka kahm und mir aufhelfen wollte, ich zog dann jedenfalls einmal richtig an seiner Hand, so daß er denn Rest des Hanges runterrollte und zwar direkt in Brennnesseln und Dornenbüsche. So nach langem weitergesaufe und umgefalle, hatten wir langsam mal Hunger, Kemper sagte er hätte noch Brötchen und Zatziki Zuhause, also gings auf nach Kemper. Na ja dann ham wir erstma schon mit Bier und Zatziki rumgesaut, ab und zu lagen wir dann im Blumenbeet und sogar fast im Teich, allerdings nur fast ich konnte mich nämlich grade noch retten. So um acht Uhr wurden der Schwatte, Bornemann, Juliane und Opalka dann von Claudia nach Hause gefahren. Florian und ich hatten dann auch keinen Großen Bock mehr, also liesen wir uns von Ulli nach Hause fahren. Zuhause angekommen lachten sich dann meine Eltern kaputt über mich und dann ging ich ins Bett. Übrigens haben wir von den 72 Dosen 70 getrunken, oder besser gesagt leer gamacht auf die eine oder andere Art unsd Weise.
[dh]

30.4.2002 - Zweigstelle Arnsberg

21:30
offenes Ende
Opalkas Keller, Schützenhalle Oeventrop
der Schwatte, Opalka, Bornemann, Björn und ich der Hans
Kathy, Ulli, Claudia, ne besoffene Alte

Programm

Bei Opalka vorglühen
Dabei PS2 zocken
Inne Halle gehen
Zuschütten
Ich wurde von Ulli nach Hause gebracht
Opalka und Björn kloppen sich um irgend ne schäbige Alte
Der Schwatte verihrt sich im Wald
Opalka hat gewonnen und nimmt die alte mit nach Hause
Björn haut ab
Der Schwatte pennt inna Bushaltestelle
Opalka versucht die Alte zu ficken
Die Alte will nicht

Zusammenfassung

So ertsma vorab, dieses Sprittokoll wird sehr schwierig zu schreiben sein, da ich zum Teil über die Erzählungen der anderen berichten muss. Aber egal, also so um 9 Uhr machte ich mich auf nach Opalka, als ich dort ankam waren der Schwatte und Opalka schon schwer am picheln. Ich stieg dann auch ganz spontan mit ein, genauso wie Björn der kurze Zeit später auftauchte. Claudia trank übrigens nicht, da sie am 2.5. ihre erste Abi-prüfung hatte, ha ha.
Um halb Elch etwa ging es dann ab in die Halle, dort war überhaupt nix los, so dass wir uns entschlossen an die Theke zu gehen und uns zuzuschütten.
Na ja, eigentlich passierte weiter nicht mehr viel spektakuläres in der Halle, zumindest aus meiner Sicht. Ulli hat mich dann jedenfalls so um halb 4 nach Hause gebracht.
So nun weiter mit den Erlebnissen der anderen. Laut Opalka haben er, der Schwatte und Björn sich eine ganze Pulle Korn gekauft und die erstma leer gesoffen, danach haben Björn und er sich um eine totall besoffene schäbige Alte gekloppt. Opalka hat anscheinent gewonnen denn er hat sie mit nach Hause genommen. Björn hat ihn gefragt, ob sie einen Dreier machen sollen, Opalka fand das allerdings relativ ekalhaft und hat abgelehnt. Björn ist dann beleidigt nach Hause gelaufen.
Unterdessen hatte der Schwatte irgendwie keinen Bock auf dieses rumgeturtel und langweilig war ihm auch, so dass er schon mal ein Stück die Strecke Richtung Breitenbruch gelaufen ist, welche wir ja am 1. Mai laufen wollten. Er ist aber glaub ich nicht weit gekommen, jedenfalls ist er dann wieder zurückgelaufen und hat sich auf der Glösingerstraße In eine Bushaltestelle gelegt um zu pennen.
Opalka ist dann wohl Zuhause angekommen um die Alte zu ficken. Aber sie wehrte sich wohl dagegen und hat ihm dann als entschedigung versucht einen zu schruppen. Opalka meinte allerdings, dass sie nicht sehr geschickt war. Während dies geschah muss der Schwatte wohl wieder wach geworden sein und hat sich aufgemacht zu Opalka. Er hat dann dezent ans Fenster geklopft, wovon Opalka garnicht erfeut war, denn er war ja noch immer beschäftigt. So weiter geht’s dann im Sprittokoll vom 1. Mai.
[dh]

30.4.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

18:30
Imig um 6 Uhr :-)
Hohensyburg, "Rock in den Ruinen"
Markus, Andreas, Jens und Stefan
Christian "Schwanzlurch", Frau Biedenkopf, Leute die Bier verkaufen wollen, Leute die im Gebüsch rumklettern, Sicherheitspersonal

Programm

Busfahren
Nicht rein dürfen mit Bier
Bier leermachen
Jetzt rein dürfen weil ohne Bier
Mehrfach verirren
Busfahren

Zusammenfassung

Nachdem wir beschlossen hatten, dass es sich nicht lohnt für einen Tag nach Arnsberg zu gurken, wollten wir beim "Rock in den Ruinen" in den Sprittwoch tanzen. Dazu mussten wir erstmal nach Hohensyburg kommen, was mit einem Sonderbus auch ganz gut gelang. Wir wunderten uns über die Menschenmassen, die VOR dem Eingang standen und nicht reingingen. Dann merkten wir, dass sie wohl der selben Fehlinformation aufgesessen waren wie wir, dass man nämlich Dosen mit reinnehmen könnte. Konnte man laut einem unübersehbaren Pappschild leider nicht, und die omnipräsenten Securities sahen das genauso. Also Plan B. Wir wollten die Festung durch einen unbewachten Hintereingang stürmen. Auch dieser Fehlinformation fielen mehrere Besucher zu Opfer, da die Gestapo am ganzen Zaun patrouillierte. Dennoch überzeugten wir Scheiwe, unseren durchtrainierten Elitekämpfer, mit einem fremden, motivierten Gesellen die feindlichen Linien zu durchbrechen. Also kletterten sie den steilen Hang rauf, blieben einige Zeit vor dem Zaun stehen und berieten unerträglich lange, ob es denn wohl möglich wäre da jetzt drüberzuklettern. Eine breit grinsende Gestapo-Einheit wurde auf das unentschlossene Pärchen aufmerksam, so dass dieser Eingang "jetzt wohl auch versiegelt" war, wie Scheiwe dumm zufrieden lächelnd feststellte. Da wir das Schauspiel der beiden Zaunkönige natürlich mit einem feucht-leckeren Bierchen im Mundwinkel betrachtet hatten, war jetzt erstmalig Urination angesagt. Wer folgten dem Weg etwas weiter bis unter die idyllischen Terrassen des Casinos, wo es sich wunderbar schiffen ließ. Dabei bemerkten wir auch, dass es noch viel mutigere Naturen als uns gab. Während wir uns an der 2-Meter-Böschung versuchten, um über eben erwähnten Zaun zu gelangen, hörten wir es im Piss-Gestrüpp permanent rascheln und knacksen, als sei eine halbe Armee dabei den Berg zu erklimmen. Woher kamen sie? Da unten war nix. Kein Weg. Nur Wald, steile Hänge und ganz unten ein See. Muss ganz schön deprimierend sein, nach einem derartigen Survival-Marsch auf einem stinknormalen Weg rauszukommen, auf dem sich Dutzende von Besoffskis den Arsch vollhauen. Naja, jedenfalls ham die Gebirgsjäger Scheiwe wohl mächtig beeindruckt, denn er startete einen zweiten Versuch am Zaun. Diesmal hangelte er sich wie ein krabbenartiges Wesen aus einem schlechten Comic am Hang entlang mit der Absicht, deutlich weiter links vom Wächter aufzutauchen. Scheiwes Köpfchen ging hoch, sein Doofiköpfchen ging wieder runter, und so unelegant wie es sich ins Gestrüpp gehangelt hatte, so schnell war das frustrierte Viech auch wieder bei uns mit mit der freudigen Botschaft, dass der Vollstrecker immernoch auf ihn wartete. Derweil versuchte Imig, zwei großen Menschen den Eintritt in Form des tollen Weges zum Zaun zu verkaufen. Außerdem machten wir Bekanntschaft mit einem sehr vollen Christian, der das Rauchen aufgegeben hat und trotzdem sehr energisch schnorrte. Außerdem erklärte er uns den Unterschied zwischen "Schwanzlurch", in seinen Augen eine Tierart, und "Schwanzgeburt", ein Schimpfwort. Das hielt unsere Blase nicht aus. Nach der Blasenleerung wollten uns tatsächlich ein paar Leute ihre Biervorräte verkaufen, die sie ebenfalls am Eintritt hinderten. Nachdem wir dann noch eine gewisse Frau Siedentopf zur Weißglut gebracht hatten ("Siebenkopf?" - "Siedentopf!" - "Häh, Biedenkopf?!"), schlug endgültig die Stunde des Patrioten. Scheiwe durchbrach die Grenze und vergaß dabei den Rucksack mit dem Bier. Also alles umsonst, wir tranken den Rest draußen leer und betraten dann gesittet und geordnet das Gelände.
Wir deckten uns mit Spritt ein, gingen zur Bühne und standen bald darauf in einem Haufen nervig rumhüpfender Menschen. Da das auch schon wieder zu stressig für die Blase war, suchten wir uns den nächsten Zaun, der bereitwillig und dankbar unsere Naturalien entgegennahm. So, jetzt weiß ich zwar nicht mehr wie, aber irgendwie ham Imig und ich uns verlaufen. Ich glaube wir suchten den netten Mann mit dem Bierstand, jedenfalls haben wir bei der Gelegenheit Scheiwe und Gasper verloren. Wir sind dann irgendwie zu einem Red Bull-Stand gezuckelt, wo Imig irgendein Schild geklaut hat und mir auf'n Rücken kleben wollte (?? Fragt mich nicht!!). Stattdessen war er auf einmal auch weg, argh! Ich wollte gerade mein Handy zücken, da kam er auch schon wieder angesprungen. Nächstes Mal brech ich ihm beide Beine. Dann wollte er mir noch zeigen, wie man ganz einfach in den Backstage-Bereich kommt. Das war auch ganz lustig, bis irgendein Security-Kasper "unsere Scheine" sehen wollte. Entweder war er SEHR bestechlich oder er meinte unsere Backstageausweise. Imigs "Ja, hab ich doch. Hier. In der Tasche."-Gestammel war offensichtlich wenig förderlich, sodass wir kurze Zeit später wieder über's Gelände irrten. Jetzt versuchte Imig, das andere Geschlecht mit seinen Spanischkenntnissen zu beeindrucken. Das war offensichtlich wenig förderlich, denn kurze Zeit später irrten wir auch schon wieder auf dem Gelände umher. Ach ja, zwischendurch machte er noch auf dem Weg zum Klozaun einen 1A-Arendt, so geschmeidig hab ich schon lang keinen mehr ausrutschen sehen.
Mittlerweile war auch Nachtbus angesagt und an einem Bierwagen (wo auch sonst?) fanden wir Scheiwe und Gasper wieder. Hätten wir auch eher drauf kommen können. Wieser in Dortmund angekommen blieben uns nur wenige Minuten, um zu einer weiteren Haltestelle zu gelangen, von der aus der nächste Nachtbus fuhr. Da Imig ja quasi schon fast zuhause war, rannten wir ohne Rücksicht auf Verluste drauf los. Imig berichtete am nächsten Tag, dass wir auf einmal weg waren, er keine Ahnung hatte, wo wir hin wollten, und dass er daraufhin noch mit einem Typ, den er an der Sparkasse getroffen hat, bis sechs Uhr in einer Spelunke untergetaucht ist. Ende.
[sk]

24.4.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

17 Uhr
so um 1
die Kleine, dann die Velourskneipe
Die Kleine, Polka Volka, Gaspo, meine Wenigkeit

Programm

Imig schüttet und Volker ist da
Markus und ich kommen, Volker geht
Schütten bei Imig
Schütten in der Velours-Kneipe
ab nach Hause

Zusammenfassung

Eigentlich wollte die Kleine Sprittokoll schreiben, aber jetzt wieder Rumgememme. Also: Als Marki Mark und ich ankamen (bei Imig), fuhr gerade ein extrem hässliches Auto weg. Volker's Marx & Marx™ SMART!! Kotzi kotzi kotzi! Also Volker wech, Imig zeigt uns sein Demo mit 50 Minuten Hüsi drunk, live, uncensored. Beim Versuch, aufzustehen, knall ich mir das Bein vor die Tischkante und die Spritt-Dose in die Fresse. Aua. Echt scheiße, dann inne Stadt. Irgendeine Kneipe, die angeblich Velours-rot war. Stattdessen nur rot, kein Velours. Träume zerplatzen wie Seifenblasen. Die beiden Blindschleichen glauben mir nicht, dass eine Kontaktlinse hinter das Auge rutschen und den Sehnerv durchsplattern kann. Arschlöcher. Außer Imig wünschte sich niemand beim seltsamen DJ Slayer, weil: Will ja keiner hören außer Ören. *PLONK!* Dann ab nach Hause, vorher knallen Gasper und die Kleine noch energisch ihre Flaschen auf den Boden. Dann ab nach Hause. Morgen ist Uni. Und wer da nicht, hingeht, fliegt RAUS!
[sk]

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