Sprittokolle

6.6.6666 - Special Events

6:66 Uhr
66:66 Uhr
Hölle
Ich
Satan

Programm

Trinken
Hexenverbrennung

Zusammenfassung

Hell Yeah!!!

Rüüüülps...!
[ds]

21.9.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:00
1:00 oder?
Gaspers Kaiserschlösschen
Markus, Stefan, Andreas

Programm

Alien Apocalypse
Lümmel 1
Lümmel 2, akute Selbstmordgefahr
Verabschiedung durch den Alterspräsidenten

Zusammenfassung

Dortmund 2006. Kurz nachdem die Monarchie wieder eingeführt wurde, erhebt sich ein Scherflein durchtriebener Alkoholiker zum großen Putsch unter der glühenden Sonne Westfalens. Alle sterben. Ein Zufall? Ja, denn es ist noch nicht einmal Waschtag. Vizevolkspräsident Lothar W. lässt verlauten, er habe ein Notsstandsgesetz zur Entkotung erlassen, nachdem sämtliche ihm namentlich bekannten Regierungsmitglieder jeden Tag punkt Mittag, schlag 12 Uhr in eine gläserne Toilette auf dem Rathofsvorplatz defäkieren müssen. Die Regierungsmitglieder Olga P. und Diethold Maria C. weigern sich standhaft und werden gegen 15 Uhr 25 von ihren Eltern zu Kaffee und Kuchen abgeholt. Dieser geplante Wahnwitz führt schließlich zum berüchtigten Kartoffelaufstand, bei dem die Dortmunder Bauern ihre eigenen Frauen auf einschlägigen Amüsiermeilen für umsonst mit umstehenden Freiern teilen. Die wirtschaftliche Basis der Provinzmetropole bricht weg, tausende Zuhälter werden erwerbsunfähig und landen mit Pauken und Trompeten im Kerker des örtlichen Arbeitsamts.
Inmitten dieses Chaos praktizieren nur zwei junggebliebene Spätzwanziger die vielgerühmte Gelassenheit und lassen sich bei Zwetschgenkuchen (den sie sofort wegschmeißen) und Pornovideos (die sie unter Beteuerung, sie niemals gucken zu wollen, in ein geheimes Schränkchen verschließen) auf dem heimischen Sofa nieder. Einer der beiden, nennen wir ihn mal Markus, war so frei und hat im Vorfeld des bald folgenden Trinkvergnügens eine Kiste mit dem edlen Getränk Kronen Ex im örtlichen Supermarkt erworben. Der andere, bekannt geworden als Kapitän Ahab unter den Schrottfilmtauchern, nennen wir ihn Stefan, lässt sich auf dem Bier hernieder und einverleibt sich so den köstlichen Inhalt der gläsernen Zylinder. Als Rahmenprogramm für dieses typisch deutsche Stelldichein guter Laune wird ein Film aus dem stetig wachsenden Zyklus um den US-amerikanischen Filmschauspieler Bruce C. (bekannt aus indizierten, aber völlig normalen und insbesondere für labile Minderjährige empfehlenswerten Streifen wie Tanz der Teufel oder Maniac Cop) auf dem Filmvorführgerät filmvorgeführt. Wir lernen: außerirdische Termiten mögen Holz etwas lieber als Menschenköpfe.
Das reicht aber noch nicht, der Abend ist jung, den beiden Jungtrinkern, die wie zum Zufall der Religion der Sprittology zugeneigt sind, steht eine große Stadt voller blinkender Lichter und unerwarteter Möglichkeiten offen. Sie bleiben natürlich, wo sie sind, verschließen höchstens die Tür noch fester, denn was nun auf dem viel zitierten Fuße folgt, ist Balsam für nostalgisch veranlagte Seelen: aus der ersten Bank lümmelt Hans 'Hansi' Kraus den beiden von der durch Stefan mitgebrachten Laserdiskette entgegen. Der erste Teil, wer kennt ihn nicht, ist ein heiteres Potpourri aus typisch deutschem Humor und erfrischender handwerklicher Inkompetenz, der sich auch durch all die Jahre und die gefühlten siebentausendeinhundertundfünfundzwanzig Wiederholungen durch unsere unterfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten keineswegs abgenutzt hat.
Zum zweiten Teil der Reihe holt sich das Team Verstärkung ins Haus. Unter dem Namen Andreas wird ein weiterer Sprittbruder begrüßt. Der zweite Lümmelfilm ist allerdings ein arger Schlag ins Wasser, wie bald eingestanden werden muss, dennoch wird auch dieses Kleinod bis zum Ende geschaut. Erstaunlich: trotz Leinwandauftritten (mit Ton!) der Ekelfotzen Peter Alexander und Heintje wird keiner der Anwesenden blind oder taub. Bilanz des Abends: die kaisertreuen Recken der Sprittology haben sich auch an diesem fantastischen Donnerstag bemerkenswert gut geschlagen. Zuerst schien die Abwehr etwas zu schwächeln, doch nach mancher gefährlicher Situation konzentrierte sich die gesamte Mannschaft aufs wesentliche und wirkte fortan konzentrierter und agiler. Der Lohn der Mühe war ein spannendes 2:0 und ein fünfzigprozentiger Erlass auf das nächstmögliche Freibier.
[mg]

9.9.2006 - 10.9.2006 - Special Events

18 Uhr
Nachmittags. So.
Neuastenberg
Arendt, Hansknecht, Kiesler, Lars, Schürmann
Herpes, Diana, noch jemand
GASPER

Programm

Anreise
Bier holen
Zelte aufbauen
Golfen
Dunkel
Kneipe
Pennen
Aufwachen
Kieslers Zelt umschmeißen
Nach Hause fahren

Zusammenfassung

Es war ein Tag am Wochenende. Wir spielten Mingolf. Gasper war nicht dabei. Alle weinten.


Kiesler hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 4
Bahn 6 Schläge 5
Bahn 7 Schläge 2
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 5
Bahn 11 Schläge 3


Schürmann hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 2
Bahn 6 Schläge 4
Bahn 7 Schläge 4
Bahn 8 Schläge 2
Bahn 9 Schläge 4
Bahn 10 Schläge 7
Bahn 11 Schläge 3


Hans hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 6
Bahn 5 Schläge 3
Bahn 6 Schläge 3
Bahn 7 Schläge 7
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 2
Bahn 11 Schläge 3

Lars und Arendt hatten keine Dinger. Jeder trank ein Bier, dann gingen alle nach Hause. Knight Rider!
[ds]

16.8.2006 - Zweigstelle Arnsberg

20 Uhr
2:05 Uhr
Bruder Kieslers Siffhütte
Kiesler, Karsten, Schürmann
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht

Programm

Fußball
Dark Age
Moonwalk
Dart

Zusammenfassung

Kiesler der alte Hermaphrodit musste mal wieder das Haus seiner Eltern bewachen. Das bedeutete natürlich Sprittwoch in Arnsberg. Der Hans war sofort begeistert, an diesem Abend liefen nämlich auch Jogis Männer gegen Schweden auf. Verdammt, ich hab am Dienstag schon ne Kiste Oettinger weggezaubert, mein verlangen nach Alkohol war nicht gerade groß. Wir diskutierten im Sprittwoch-Forum...mir brummte zu diesem Zeitpunkt immer noch die Rübe, so dass ich nur Unfug schrieb, und so offenbar den Hansknecht vertrieben habe. Ein paar Stunden später...joooaahh...hmmm, was nu? Bierdurst? Oder nich? Ich konnte dem Bier nicht widerstehen. Ich berichtete Kiesler davon. Noch eben den Hansknecht aktivieren und alles würde gut werden. Ja Scheiße, der Hans hatte sich jetzt mit der Ariane Rakete verabredet. So ein Arsch. Zu zweit einen Sprittwoch zelebrieren? Nää. Langweilig. Ma überlegen, wer könnte denn noch in Arnsberg sein? Arendt fiel mir ein. Ich habe ihn angerufen. Er wollte (durfte?) nicht, muss wohl seinen Väterlichen Pflichten nachkommen. Tja, wer ist noch da? Ahaaaaaa, der Karsten machte ja Urlaub bei seiner Mutter, ich erteilte Kiesler den Befehl ihn anzurufen. Ein paar Minuten später eine SMS...Karsten ist dabei! Yahooha! Alles klar, um 19:30 Uhr fuhr Taxiunternehmen Kieser bei mir vor und sammelte mich ein. Was mich erstaunt, in letzter Zeit ist er immer pünktlich. Respekt. Ob das so bleibt? Man weiß es nicht. So jetzt noch zum Getränkemarkt ne Kiste Bier und Knabberzeug kaufen, anschließend den Karsten abholen. Bei Kiesler angekommen staunte man ne halbe Stunde über die tolle Baustelle vorm Haus. Ok, jetz aber Bier! Ahhhh, den Arsch ins Sofa gepflanzt und ne Kanne gezischt. Hmmmm, schmeckte wieder ganz gut. Aber jetz Zack Zack ARD einschalten. Man will ja auch nicht Gerhard Delling und Günter Netzer verpassen. Na jetzt endlich Anpfiff...ging recht schnell, da schlug auch schon die erste Granate ins Schwedentor ein. Krawuuuuumm! Herr Karsten schrie plötzlich wie verrückt: TOR! TOR! TOR! KIESLER, GIB MIR FÜNF. TRAUMTOR. Und danach noch zwei mal. Hölle. Endstand: 3:0 Schland. Als sich die Euphorie legte, beschlossen wir Elton vs. Simon zu gucken. Herr Stefan suchte die DVD...und suchte...und suchte...und suchte...Herr Stefan: Ach Scheiße, die hab ich ja in Dortmund. Toll Herr Stefan, da liegt se gut. Man überlegte weiter...und weiter...und weiter...So schmiss man irgendwann die Dark Age Bonus DVD ein. Spitze, Eggert (Bass) total besoffen, halbnackt vorm Nachtschalter einer Tankstelle. Er wolle Bier, konnte aber nicht mehr so gut sprechen. Der Kameramann kriegte sich auch nicht mehr ein. Naja, muss man gesehen haben. Irgendwann um weiß nicht wie viel Uhr rief Karstens Mutter an, bzw. ließ immer nur zwei mal schellen. Ich weiß auch nicht was das sollte. Herr Karsten rief zurück und fragte was das soll. Was sollte das eigentlich? So, Herr Karstons Mutter holte ihn ab und ich war mit Kiesler alleine. Ohhooo! Herr Stefan machte Krachmusik dran und legte nen Moonwalk hin. Noch ein bisschen Dart gespielt. Amateur! Herr Stefan überzeugte nicht. Ich ging nach Hause...
[ds]

9.8.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15 Uhr
0:30 Uhr
Markus' Maniac Mansion
SteNiMa FanKoRkus

Programm

Aliens Arsenal
Maniac Cop
Knight Rider
Bottom

Zusammenfassung

Es war einer dieser verregneten Sommertage. Der frühe Nachmittag war gerade über meine trübe Seele hereingebrochen, als ein kurzes elektronisches Piepen meine Aufmerksamkeit erregte. "1 neue Kurzmitteilung". Unter dem Synonym "Gasper,M" trug ein junger Mann sein Anliegen an mich heran: Sprittwoch? Die prägnante Fragestellung duldete keinen Aufschub. Innerlich aufgewühlt hakte ich nach, ob M. wirklich schon heute trinken wollte, hatten wir doch seit Wochen den morgigen Donnerstag als Termin auserkoren. Nein, bitte heute. Ich brauche Bier.
So stand ich relativ zeitig um 19:15 Uhr vor jenem Mehrfamilienhaus, das Herr Gasper von innen bewohnt. Obwohl sich mittlerweile herumgesprochen haben sollte, dass ich einen beinahe fanatischen Wert auf Pünktlichkeit lege, stand ich zunächst vor verschlossenen Türen. Ein Blick auf meinen Nokia Communicator 3310 offenbarte einen "Anruf in Abwesenheit", abermals unter dem Synonym "Gasper,M". Während ich versuchte, mit meinem Walkie Talkie Kontakt zum Herrn Gasper aufzunehmen, stakste er mir gut gelaunt und mit den Armen umherfuchtelnd auf dem Bürgersteig entgegen. Der Marathon konnte beginnen.
In den vergangenen Wochen hatte sich bei den Beteiligten viel Filmmaterial angesammelt, DVDs aus dem Ladenhüter-Preissegment zwischen 1,11€ und 4€ warteten auf ihre Seligsprechung durch die beiden Clears. Ohne Umschweife verschwand "Aliens Arsenal" vom Kultregisseur Julian Breen in einem kleinen schwarzen Kasten mit Motor und Laser. Eine "Wall of Sound" drückte mich in meinen Sitz, Herr Gasper hatte aufgerüstet. Rund um mich herum standen kleine silberne Kisten mit Geräuschen, und die 5 verschiedenen Herstellerintros der DVD rasierten mir beinahe das Haupthaar vom Kopf. Dieses brillante Bild, dieser kristallklare Klang! Doch dann begann der Film. Der war leider nicht der erhoffte 80er-Jahre Trash, den uns die Verpackung vorgaukeln wollte. Aktuelle Radiocarbonmessungen datieren den Film auf das Jahr 1999. Da man in diesem Jahr keine 80er-Jahre Trashfilme mehr drehen kann / darf, ist dieser Film leider scheiße. Ich trauerte 1,11€ hinterher, mit dem Gedanken spielend, diesen Film wegen mangelhafter Qualität umzutauschen. Allein die für immerhin 2 Minuten sichtbaren Aliens mit den, sagen wir, moppeligen Augen haben mein Gemüt dann aber doch noch ein bisschen besänftigt. Zwischendurch rief ein gewisser Niko an, der sich nach Markus' Befinden und seinen Plänen für den Abend erkundigte. Wahrheitsgemäß erklärte M.G. den bisherigen Verlauf des Abends und las seinem per Kupferdraht zugeschalteten Gegenüber die Filmtitel vor, die uns den restlichen Abend versüßen sollten. Jeder rational denkende Mensch hätte die Auflistung als Beleidigung empfunden und das Weite gesucht, doch in Nikos Ohren klangen Filmtitel wie "Aliens Arsenal", "Commander Firefox" und "Maniac Cop" wohl wie eine Einladung. So klopfte es pünktlich nach Ende der ersten Vorstellung (wir erinnern uns: Aliens Arsenal) an der Tür, als hätte eine gute Fee Niko zugeflüstert: Der Film ist vorüber, geh hin und sammel die Überlebenden ein.
Zeit für die nächste MAZ. Bei Markus' Worten Den hat mein Bruder mir empfohlen... war allen Beteiligten klar, dass jetzt die ganz schweren Geschütze aufgefahren wurden. Es ging um einen offenbar verrückten Cop. Der Einfachheit halber nennen wir ihn mal den "Maniac Cop". Der Maniac Cop ist kein Geringerer als Bruce Campbell, der von Regisseur William Lustig losgeschickt wird, ein paar lustige Morde zu begehen. Rein technisch betrachtet ist diese DVD der Beweis, dass VHS einfach nicht totzukriegen ist. Verwaschenes Bild, mieser Ton, eine Synchronisation wie anno 1950, ich gebe es nur ungern zu, aber: Da kommt Freude auf. Als auch dieser Höhepunkt der Filmgeschichte geschafft war, verabschiedete sich Niko höflich von der geselligen Runde, und verpasste somit das nächste Highlight: "Devon Miles in Nöten". Und wer hilft einem Devon Miles in Nöten? Richtig. David Michael Knight Rider Jump in my car Hasselhoff, seines Zeichens Erfinder des Afros für weiße Männer, Träger des alkoholhaltigen Wundpflasters und hobbymäßiger Ost-West-Mauern-Einreißer. Die Folge war erwartungsgemäß ziemlich unterhaltsam und resultierte in 2 vollgeschriebenen Din A-Knight Seiten voller Ungereimtheiten.
Zum Abschluss gab's mit "Bottom" noch eine Runde britischen Humor. Etwa 30 Minuten lang wurden wir aufgeklärt, wie sich der typische Brite vorm Bezahlen der Gasrechnung drückt. Apropos drücken: Bevor ich dieses Sprittokoll zu seinem wohlverdienten Ende führe, möchte ich noch - nicht ganz ohne Stolz - auf die extremen Protuberanzen hinweisen, mit denen mein Darmtrakt die Umgebung erfreute. Linsen-Eintopf von Erasco - da haben alle was von!
[sk]

7.6.2006 - Zweigstelle Arnsberg

18:30 Uhr
23:00 Uhr
Bei uns hinterm Haus
Schürmann, Arendt, ich
Flipp

Programm

Grillen und Bier trinken

Zusammenfassung

Schürmann die alte Socke nervte mich mal wieder als ich grad gemütlich Zuhause aufem Sofa lag. Keine Ahnung was er wollte, jedenfalls hatten wir irgendwann Lust zu grillen. Aber nicht zu zweit den das ist schwul und da ich nicht Kiesler heiße versuchten wir dann noch andere Spritter zu aktivieren. Arendt klang nüchtern und absolut nicht motiviert. Er meinte er müsse auch mal zu Hause bleiben, da sich seine schwangere Freundin schon beschweren würde, dass er dauernd irgendwo saufen geht und sie sich alleine vor dem Fernseher langweilen muss. Wir versuchten es bei Flipp doch der ging nicht ans Handy. Also brachen wir die Aktion ab.
Schürmann war grad vom Hof gefahren da klingelt mein Telefon, Arendt war dran. Auf einmal hatte er doch wieder Bock zu saufen, keine Ahnung wo diese plötzliche Meinungsänderung her kam. Vielleicht hat er sich kurz ne Kanne gezischt und seine Freundin war ihm wieder egal. Kurze Zeit später rief dann auch Flipp an, er wollte auch vorbei kommen nachdem er sein Auto vom TÜV abgeholt hat oder so. Ich rief dann Schürmann an um ihm von der neuen Situation zu berichten. Er war natürlich begeistert.
Da die Herren Arendt und Schürmann zu faul zum laufen waren musste ich mal wieder Taxi spielen. Wir fuhren eben noch bei Klaupark vorbei, nen bisschen Fleisch und Bier kaufen und dann ab bei uns innen Gatten. Dort wurde sofort der Grill angeschmissen und kurze Zeit später mit blutigen Fleischfetzen belegt. Irgendwann um tauchte auch Flipp auf, leider war der Grill da schon wieder aus. Wir tranken noch nen Paar Warzen und so um 23:00 Uhr machten wir Feierabend.
[dh]

24.5.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr. Nach Sauerländer Zeit: 20 Uhr
5:00 Uhr
Herr Monsiö Emil Figge, dann Dortmund West-Coast
Eisi, Domi, Kiesli, Vatolki, Verlobti von Vatolki, einige Menschen die mir fremd aber sympathisch waren.
Passanten, die looki looki auf den Regengrill machen, Passanten, die keine Wurst kaufen wollen, Passanten, die jung klein und doof sind, Passanten, die einem Dart-Club angehören und von mir und Lars begeistert sind - anfangs.

Programm

Grillen mit kläglichem Vorglühen
Nicht grillen, gut glühen in Lars' "Wohngegend"

Zusammenfassung

Der Abend begann wie immer mit kongenialer Planung. 19 Uhr Treffen vor Igors alter Wohnheimsbude, wo er nicht mehr wohnt, aber wo man bestimmt spitze vor dem Haus grillen kann, notfalls wenn's regnet "zwischen" den Häusern, schwarzer Ruß free for anyone. Anuf von Eisenberg: 19 Uhr schaff ich nicht, also 20 Uhr. Anruf bei Lars: Eisenberg schafft 19 Uhr nicht, also 20 Uhr. Gemecker von Lars: Das ist zu spät, also 19:30 Uhr. Korrektur bei Eisenberg: Lars will um 19:30 Uhr. Eisenberg: OK. Sag Igor Bescheid. Kiesler: Kauft ein. Ist zu spät zuhause. Meldet gegen 19:30 Uhr dem Igor: Hallo, wir kommen doch schon um 19:30, oh es ist schon 19:30, na dann bis 20 Uhr. So, das ist doch schon mal das aufregendste Sprittokoll seit mindestens 6 Monaten, woll? Super.
Ab 20 Uhr wird also der 5-Euro-Kaufland-Grill aufgebaut, Modell "Kann man auch mal auf dem Schlossberg stehenlassen". Verblüffend, was man bei einem Grill, der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht, alles falsch machen kann. So sollte man den Windschutz dranschrauben, _bevor_ man den Grill lichterloh entzündet hat. Außerdem erschließt es sich dem Außenstehenden nicht sofort, warum man erst einen Windschutz montiert, wenn man anschließend den Grill absichtlich so dreht, dass der Wind volle Kacke durch die Kohlen fegt. Nachdem die Kohle, oder sollte ich sagen: die dicken schwarzen Holzscheite, die in einer mit "Holzkohle" beschrifteten Tüte lagen, Feuer gefangen hatte, penetrierten wir gegenseitig unsere Grillmahlzeiten durch erotisches Übereinanderrollen. Dank dieses Tricks gelang es uns tatsächlich, einige Fleischmahlzeiten vor dem unerwartet schnell einsetzenden Gewitterregen zu garen. Sagte ich Gewitterregen? 100 Meter weiter fand übrigens das diesjährige "Sommerfest" der Emil-Figge-Wohnheime statt, herzlichen Glückwunsch! Wir retteten unsere Habseligkeiten unter ein Dach, verbrannten ein paar nutzlose aber wärmende PlastikflaschenplastikkronkorkendieeigentlichkeineKronkorkensind und guckten Lars' Miniwürsten beim Verkohlen zu. Nach seinen Chilifischstäbchen und Eisenbergs Grillkokelkäse hatte komischerweise niemand mehr Hunger, selbst die deppert dreinblickenden Passanten ließen sich keine schwarzkratzige Wurst aufdrängen. Apropos Passanten: Der Hans Meiser Notruf-Award des Abends geht auch an Eisenberg, der vorbeigehende Anwohner geistesgegenwärtig warnte: Vorsicht, da steht'n Grill! Den haben sie ja auch bestimmt nicht gesehen, wie er da - hell glühend - in dunkelster Nacht den 1 Meter breiten Weg versperrte. Erwähnte ich schon den Regen? Und den Sturm? Aus Angst, von Anwohnergartenmöbeln erschlagen zu werden, verkrümelten wir uns gegen 23 Uhr zum Sommerfest. "Wir" waren in dem Fall nur noch ich, Lars, Igor und dessen Freundin. Der Rest hatte sich schon verpisst, Skandal. Wir standen ungefähr 5 Minuten auf dem Sommerfest, wunderten uns über die Musik und die kleinen Menschen, dann reichte es uns auch schon.
IQ-Bar wär jetzt nett. Also fuhr Igor uns hin. Am Ziel brummelte Lars dann rum: Mäh, IQ-Bar... Igor, du fährst jetzt eh nach Germania? (Germania ist eine Bushaltestelle in Lütgendortmund, keine altdeutsche Großstadt), *zack*, saß ich mit Lars in Lütgendortmund. Direkt neben Igors Behausung lockte eine einladende Kneipe, aus der im Minutentakt dezent ältere Menschen nach draußen quollen und die uns später noch als "Knastikneipe" empfohlen werden solte. Wir gingen instinktiv ein paar Schritte weiter, vorbei an vielen geschlossenen Kneipen, bis wir zum Juwel dieses Abends gelangten: dem "Ritterhelm". Name und Inhalt stehen in keinerlei erkenntlicher Relation zueinander, trotzdem eroberte die Lokalität unser an diesem Abend wahrlich unverwöhntes Herz im Sturm. Die Kneipe punktete auf Anhieb mit Sprüchen wie "Du behandelst alle Kunden scheiße, deshalb ist hier auch nie was los!", was die Aufmerksamkeit direkt auf uns lenkte: "Behandelt er euch auch scheiße?" Das war nach etwa 3 Minuten. Wahrheitsgemäß antworteten wir "Noch geht's", worauf man uns anbot, unsere Goleo-Frisuren einem anwesenden Maler mit beginnender Naturglatze anzupassen, natürlich nur in einem freundschaftlichen, spaßigen Sinne. Zeit für meine erste Jägermeister-Red-Bull-Bestellung des Abends. Ein älteres, aber wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft mockierte sich: Sowas trinkt ihr? Noch während ich nach einer Rechtfertigung suchte kam die Entschuldigung: Nee, das war nur'n Spaß, ist schon ok. Ach so, haha, Rakete. Genug der billigen Scherze, die Stunde des Siegers nahte. Also trotteten Lars und ich, die weltschlechtesten Dart-Spieler, in den Nebenraum, wo der Mob begeistert beobachtete wie wir schon am Einschmeißen des Geldes und der Auswahl des Spieles scheiterten. Dann schmissen wir ein paar Pfeile gen Wurfscheibe und hatten so überraschende Glückstreffer wie zweimal Triple-20 in einem Wurf, was wiederum die Aufmerksamkeit des Nachbartisches erregte. Für einen Moment hielten die uns für sowas wie "gute Spieler", das waren wohl die berühmten 15 Minuten, die angeblich jedem irgendwann mal zuteil werden. Als wir dann zu alter Form aufliefen und Wurf um Wurf in den Sand setzten unterstellten sie uns gar, wir wollten sie locken und dann im nächsten Spiel abzocken. Ja Schürmann, ich sehe deine Zweifel, während du das hier liest. :-) Genug geprollt. Naja, eigentlich nicht. Als der Nachbartisch sich in den anderen Raum zum Flipper verkrümelt hatte folgten wir natürlich, um direkt noch einen am Kicker aufzustreuen. Das erregte leider die Aufmerksamkeit eines weiteren Nachbartisches, der dummerweise tatsächlich kickern konnte. Tja, eine Runde auf uns, was soll's. Anschließend bekriegten sich die beiden anderen Tische im Dart. Dabei erfuhren wir dann auch, dass die hier einen eigenen Dartverein betreiben. Na das wird ja immer bunter: Wir haben echte Profi-Darter beeindruckt, mir schwillt die Brust zum Auerhahn...
Alles hat ein Ende, Wurst, Wurst, Wurst. Gegen 4 verabschiedeten wir uns höflich, während Tisch A und Tisch B noch eine zünftige Klopperei gegeneinander anfingen. Was für ein Abend, was für eine Kneipe! Begeisterung, und der Wunsch, hier demnächst öfter zu dinieren. Doch für heute: Schluss mit Stuss, Sprittokoll ist ja auch langsam voll genug.
[sk]

25.1.2006 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Neuastenberg, Lawine
Pamela, Diana, Klopfer, Herpes und ich

Programm

ne Runde boarden
nen Radler bzw. Bierchen trinken
noch mal de Postwiese runter
Lawine mit Radler und Bier

Zusammenfassung

Es lag endlich mal wieder richtig viel Schnee im Sauerland und es war Sprittwoch. Also die besten Vorraussetzungen für einen Apres Ski Sprittwoch in Neuastenberg. Leider musste ich fahren, aber 2 bis 3 Radler waren drin.
So um sieben wollten wir uns treffen, ich war wie immer fast pünktlich um halb acht da. Der Schnee war spitze, die Piste gut präpariert also ging's los. Nach nen paar Fahrten hatten wir dann aber erstmal Durst. Gut das mitten auf der Piste ein Warsteiner Rondell stand, mit lecker Bier vom Fass. Wir schlürften uns ein zwei Pils, um dann mit etwas mehr Mut noch mal nen bisschen zu fahren.
So um halb 10 machten dann die Lifte zu, so dass wir gezwungen waren zum Apres Ski über zu gehen. Klopfer und Herpes waren wie immer auch in der Lawine und mal wieder Hacken Stramm. Jo wir tranken uns noch nen paar und so halb 12 fuhr ich dann nach Hause.
[dh]

28.12.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr mit 50 Minuten Verspätung
Für mich um 3:00 Uhr. Stussel und Mini-Stussel waren noch länger da.
Karstens Bungalow, Jussuf, Windsor Pups
Kiesler S., Kiesler M., Hoffmann, Karsten, Seargent O Schennen, Hansknecht und ich
Ich-schließe-mich-bei-S.-Lars-ein-Schürmann. (War also nicht dabei.)

Programm

Leute zusammentrommeln
Abholen, Spritt besorgen (hat alles Kiesler gemacht.)
Zu Karsten gehen
Süppeln
Sich über die Rock Hard CDs lustig machen
Karstens Bude mit Schneematsch dekorieren

Zusammenfassung

Dem aufmerksamen Leser scheint aufgefallen zu sein, dass es ab heute eine neue Kategorie bei Sprittokollen gibt. Nämlich das Weichei vom Dienst; oder auch der Waschlappen, Abschwächer, Anti-Spritti usw. Der Namensgebung sind keine Grenzen gesetzt. [Ergänzung vom Mastor of Administrator: Da sich eine neue Kategorie nicht so mich nix dich nix einfügen lässt, steht's erstmal unter Randerscheinungen] Aber nun zu den Fakten. Dem Kiesler sollte man sein Handy wegnehmen. Statt eben kurz auf dem Festnetz durchzurufen, schreibt er lieber eine SMS. [EvMoA: Ich HASSE telefonieren.] Aber anstatt gleich Uhrzeit usw. bekannt zu geben, verteilt er alles lieber auf mehrere Nachrichten um den Heuschrecken (Providern) einen höheren Gewinn zu bescheren.

Herr Kiesler: SMS = ~15 Cent. [EvMoA: ~20 Cent] Beschränkt auf 160 Zeichen. Ein Anruf auf dem Festnetz = ~ 2 Cent die Minute (ohne Beschränkung).

Nachdem das geklärt ist, weiter im Sprittokoll:
Auf dem Weg zu Karsten erklärt mir der Kiesler, dass Schürmann schwächelt. Und zwar mit der Begründung, dass er Silvester fit sein will. Hallo??? Es ist der 28.! D.h. du hättest genügend Zeit gehabt dich auszuruhen, zu regenerieren blabla
Als wir uns bei Karsten die ersten Kannen in den Wanst geschüttet hatten, stellten wir fest, dass unsere Schuhe alle noch vom Schnee getränkt waren. Also versuchte Karsten mit einem Handtuch die inzwischen zu kleinen Lachen geschmolzenen Schneeflocken wegzuwischen. Es gelang ihm nur bedingt. Es musste nämlich zum Rauchen rausgegangen werden. Dies hatte den Erfolg, dass die Schuhe wieder weiß wurden und alles neu auf dem Boden verteilt wurde. Die Rock-Hard CDs liefen im Hintergrund und nervten auf Dauer, da auf jeder CD so komisches Power-Metal Zeugs drauf ist. Nix gegen Power-Metal; aber diese Lieder die auf den CDs sind, nerven einfach tierisch. Außerdem hinkt häufig die Trackfolge. Wenn erst Arch Enemy kommt und anschließend so ein we fight for glooooooory-Kram, bleibt uns nichts anderes übrig die CD zu disqualifizieren.
Die CDs wurden dem Schennen irgendwann zu hart und er stellte auf Radio um. Allerdings konnte er sich nicht für einen Sender entscheiden und drehte am Sendersuchlauf so lange rum, bis irgendwann nix mehr zu verstehen war. Weder der eine noch der andere Kanal kam irgendwie durch. Was der vorhatte weiß keiner. Aber fest steht, dass keiner sonst irgendwelche GEZ-Sender hören wollte. Und für den Bullshit der im Radio läuft, wollen die auch noch Gebühren. Wie gut, dass ich kein Radio besitze! Meldet auch ihr euch von der GEZ ab. Aber bitte mit der Begründung, dass Johannes B. Kerner als Moderator überbezahlt ist. Als der Inhalt der Flaschen sich dem Ende neigte, marschierten wir Richtung Jussuf und mampften Pizza.
Zwischendurch rief immer Kieslers Bruder an, der auch Kiesler heißt und fragte, wann wir endlich ins Rock-It kommen.
Als wir endlich da ankamen, war Stefan [EvMoA: "STEPHAN"! Mit "ph"! Er wird dich töten...] gerade dabei die Kneipe abzuschließen. Hallo?? Gehts noch? Wir wollten uns gerade bei dir den Kehlkopf befeuchten und du schließt einfach ab. Ich wünsche dir mein Gewicht aber nicht meine Körpergröße.
Also gingen wir zu Archi in den Windsor Pub. Karsten machte dauernd irgendwelche Fotos und Hoffmann und ich beschlossen den Kiesler bei endless-fantasy anzumelden. Nickname: Eichelherr oder Mini-Stussel. Da fällt mir ein, dass ich das gleich noch machen muss.
Wir besoffen uns tierisch; aber gegen 3.00 Uhr hatte ich genug und wollte gehen. Der Himmel kotzte immer noch Schneeflocken und ich hatte keinen Bock alleine zu fahren. Aber die beiden Kieslers wollten sich weiterhin die Nasen rot färben. Michael faselte etwas von Red nicht mit dem o.ä. Ich habe das nicht so genau verstanden. Jedenfalls verpissten Hoffmann und ich uns aus der Kneipe. Auf dem Weg Richtung Taxistand merkte ich, dass ich ja eine Kappe dabei hatte und beschloss zu laufen. Der mp3-Player wurde umgeschnallt und ich verschwand Richtung Rumbeck. Ab hier schreibt der Kiesler weiter. [EvMoA: Sicher?] Allerdings glaube ich nicht, dass das was wird. [EvMoA: Korrekt. :-)] Also endet hier das Sprittokoll.
[aw]

13.10.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:09
0:15
Barop S, Kiesler NB, Gasper KR
Classic = Kiesper / Gasler

Programm

Schleppen
Arm dran, Bein ab
Kiesler rotzt und schneuzt auf dem Abbatoir
Endlich Bier
Sinnlos im Weltraum - Planet der Klone, Junge!
Die Unglaublichen
Eine Einführung in die Geographie Dortmunds - Dr. Stefan Kiesobert

Zusammenfassung

Neue Wohnung, neues Glück: Kiesler zieht um, und die ganze Sprittwochgemeinde zieht mit. Dummerweise müssen Paladine wie ich ihren guten Ruf durch tatkräftige Mithilfe verdienen, so dass ich mich bald in einem Dänischen Fettenlager wiederfand, wo der Herr Kiesler kurz vor knapp sein Schlafsofa abholen wollte. Die nette Frau am Tresen begrüßte ihn auch gleich mit Worten wie "Ich dachte schon, Sie wären tot, Sie gehen ja gar nicht ans Telefon" und so und stakste alsbald ins Lager. Wo wir denn unser Auto hätten, fragte sie uns. Hamwa nich, junge Frau, wir SIND das Auto. Ein ungläubiges Glotzen ihrerseits stempelt uns proforma zu fruchtquarkzaubernden Yetiaußerirdischen ab, aber Kiesler beschwichtigt: "Ist ja nur ma eben die Straße runter, Madam!"
Ja von wegen! Nachdem die gute Frau ihren Scanner zum Bezahlen / Scannen / Telefonieren mit Dänemark / Weißderdoibelwatt benutzt hat, teleportieren Kiesler und ich das Sofa, das erstaunlicherweise nur aus Pappe, Tuckernadeln und Sperrholz zu bestehen scheint, mittels unserer Manneskraft und zwei Prisen Testosteron in Stefans neues Etablissemeng. Und Junge, echt mal jetzt, war dat Dingen schwer. Kieslers Oberschenkelmuskeln meldeten frühzeitigen Verschleiß an, während mir derweil die Unterarme versäuerten. Jetzt mal wirklich, das Sofa sieht aus, als könnte man ein Loch reinGUCKEN, wieso muss sowas denn so schwer sein?
Nun ja, das Sofa war aufgebaut, Kiesler vergnügte sich ca. zehn Stunden auf seiner (neuen) Toilette, aber nicht mit Kacka, wie echte Männer das machen, sondern mit schnoddrigen Rotzgefudel, keine Ahnung, was der da macht. Endlich konnten wir durch das Dunkel zu meiner Wohne schreiten, wo ich Kiesler simultan noch ein paar tolle Schleichwege durch das nächtliche Dortmund offenbarte. "Interessant", so Kiesler. "Das finde ich niemals nicht wieder." Richtig, aber gezeigt habe ich dir das mal!
Bei mir flog uns dann mal direkt mal ne Pulle Pils in den Schädel, die Freude war unbeschreiblich. So viele sprittlose Wochen, Wochen, in denen unsere Fans und Anbeter ohne Knight Rider, ohne dies und das und ohne anderen Kack auskommen mussten / durften. Aber jetzt hatte uns der Alkohol in seiner unscheinbarsten Form, der des Bieres, wiedergefunden. Kiesler und ich wollten das alte Sprittwochfeeling wieder heraufbeschwören, und das ging am besten mit einer Folge Sinnlos im Dingesbummes. Wir haben glockenhell gelacht, und das war schön für alle Beteiligten. So schön, dass Kiesler eine weitere nie im Leben ausgehalten hätte, so dass ich ihm mit Die Unglaublichen einen US-amerikanischen Superhit auf Digital Versatile Disc präsentieren konnte. "Durchaus unterhaltsam!", so das Urteil der Arnsberger Flitzpiepe. Ich setze noch einen drauf und sage: "Sehr durchaus unterhaltsam!"
Alles hat ein Ende, nur der Durst hat keins. So musste sich leider auch Stefan von mir verabschieden, was er in einem zirka einstündigen Zeremoniell tat, dessen Essenz darin bestand, ihm zu erklären wie man geradeaus geht. Kiesler bestand jedoch auf eine porentief reine Analyse der gegenwärtigen Stadtgeographie Dortmunds, in Verbindung mit den Nahverkehrsmöglichkeiten und Diskrepanzen, ein ewigwährender Kampf...
Um viertel nach Mitternacht ging Kiesler den Weg alles Irdischen, und wenn er nicht über den Verpackungsmüll seines Sofas gestolpert ist, dann lebt er noch heute...
[mg]

24.8.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:00 Uhr
23 Uhr oder so
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Schürmann, Kiesler, ich

Programm

Bier kaufen
trinken
grillen
trinken

Zusammenfassung

Herr Kiesler befand sich in Arnsberg um das Haus seiner Eltern zu bewachen, ich hatte Urlaub und Schürmann war auch da, also war die Zeit reif für Sprittwoch. Wir entschlossen uns mal wieder zu grillen, da meine Eltern einen neuen Grill hatten mit Lüftung unter den Kohlen.
Schürmann holte uns ab und nach nem kurzen Besuch bei der Tanke, zwecks Bier kaufen, fuhren wir aufen Kreuzberg. Im Garten angekommen wurde sofort der Grill gestartet und die erste Warze auf gemacht. Schürmann trank auch eine, aber wirklich nur eine da er ja noch fahren musste, tja Scheiße wenn man in Oeventrop wohnt. Nach sehr sehr kurzer Zeit war die Kohle auch schon fertig. Die Kohle war dermaßen heiß das man das Fleisch nicht lange aufem Grill lassen konnte. Spitzen Sache so ne Lüftung untern Kohlen.
Nach dem Essen tranken wir unsere Kannen leer und Schürmann fuhr uns nach Hause.
[dh]

3.8.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
0:30 Uhr
G.
G., Dr. K.

Programm

Spongebob Schwammkopf - Der Film
Family Guy - Der Film

Zusammenfassung

Es ist ein kalter Abend und der Mond scheint feucht aus seinem Gebälk auf die Erde hinab. Doktor Stefan Kiesler, ein angehender Arzt, verlässt gegen halb sechs Uhr abends seinen grausamen Abort, den er Wohnung zu nennen wagt, aber nicht, ohne vorher eine nicht näher definierte Anzahl an Bierflaschen in seinen Geheimkoffer zu stecken. Die Kombination für das Zahlenschloß seines Koffers bleibt lange Zeit unbekannt, erst Jahre später kann die Spur des Trinkteufels auf dieses Datum zurückdatiert werden. Punkt.
Gegen halb acht erscheint der grausame Doktor iterum auf der Tanzfläche des Todes, es klingelt voller Vehemenz an der Türe des unbescholtenen Gutmenschen Markus G. Vor der Tür: Doktor Kiesler in Wintermantel und Schlapphut, ein Angebot, vorbereitet auf siebzig Seiten und mit vier Durchschlägen, in der linken Hand. Er solle unterschreiben, heißt es, er solle sich keine Sorgen machen. Der Verstand von G. liegt in Schutt und Asche, Angstneurosen machen sich breit: den Schlapphut reinlassen und ihm die Umstände seines Scheiterns erklären? Der Doktor schaut sich angewidert um: ein Fernseher, billig und verstaubt füllt den winzigen Raum in einem Dortmunder Vorort bereits fast aus. Er quetscht sich auf das unter Pizzaschachteln und Bierpfützen vermoderte Sofa. Unbehagliches Schweigen. Ach, der Herr lese Kafka, meint der Doktor zu seinem erstaunten Gastgeber, und begibt sich zur Hutablage, um sich dort seiner Kopfbedeckung zu entledigen.
Trotzdem es ihm nicht behagt, wagt er es wieder auf dem modrigen Holzsofa Platz zu nehmen und öffnet eine Flasche Bier, ebenso wie G., der glücklos auf dem Bette vor sich hin sinniert. Ein furchtbarer Tag sei es gewesen, trist und ereignislos, so G., seine einzige Erquickung liege nun doch im Alkohole. Der Doktor vergießt zwar eine heimliche Träne des Mitleids, doch lässt er sein geschundenes Gegenüber selbiges nicht erahnen. Er leitet über zum Programm. Folgend starren die beiden grau gewandeten Gestalten alkoholverzehrend in den Fernseher, nur ein verrauschtes Bild gibt die Geheimnisse eines Meisterstücks des Film Noir preis. "Stewie Griffin - The Untold Story", ein amerikanisches Werk, dessen Fokus auf die Missgünste eines sprechenden Babies gerichtet ist, welches am eigenen Leib die Suche nach seinem wahren Selbst erfährt. Die Psyche des Kindes scheint bekümmert, die Heiterkeit der jungen Jahre sind bereits jetzt einem grausamen Sarkasmus gewichen, und so mordet das Kleinkind hemmungslos durch das herbstliche San Francisco, getrieben von schlechten Gedanken an seinen fetten, bewegungslosen Vater und den Rest seiner unsäglichen Familie. Morde, Geschlechtsumwandlungen, hemmungsloser Geschlechtsverkehr und Zeitreisen, das sind Momente, mit denen das Werk auch noch Gelächter beim Publikum erzeugen möchte, doch G. und dem Doktor bleibt das Lachen im Halse stecken.
Angewidert führt G. die nächste Videokassette in seinen billigen Videorekorder ein. An die Tonverzerrungen müsse er sich gewöhnen, deutet er dem Doktor. Dieser nickt missbilligend und öffnet eine weitere Flasche Bier; mittlerweile ist es die siebte an diesem Abend. G. präsentiert Doktor Kiesler einen Film, den er am Weihnachtsabend der Wohlfahrt zu überlassen gedenkt, trennt er sich auch ungern von diesem meisterlichen Kleinod: "Spongebob Schwammkopf - Der Film", so der Name des Filmes, läuft erst nach Beschwörungen seitens G. an den Rekorder, doch endlich zu funktionieren. Der Doktor starrt in die dunklen Wolken außerhalb der winzigen Wohnung und seufzt voller Missmut. Ein sprechender Schwamm will Aufsichtsleiter in einem Gastronomiebetrieb auf dem Meeresgrund werden. Das Leben jedoch hat andere Pläne und Aufgaben für ihn, er bekommt die Stelle abgesprochen. Er ergibt sich dem Zuckerrausche. Am nächsten Tage stürzt eine linkische Kakerlake, nur auf ihren eigenen Vorteil erpicht, sein Arbeitsumfeld ins Verderben, sein Vorgesetzter wird von einem grausamen König in Eis eingeschlossen. Der König veranlasst den sprechenden Schwamm zusammen en mit seinem Kameraden, ein tumben Seestern, seine Krone wieder zu beschaffen. Der Film ist widerlich, voller Monster und bösartiger Kreaturen, die den Tod der beiden Freunde wollen. Erst der Ritt auf einem amerikanischen Filmschauspieler namens David bringt sie an ihr erhofftes Ziel. Enttäuscht verabschiedet sich G. von seinem Gaste, er müsse nun ins Bett, die Schwere des Alkohols laste auf ihm. Der Doktor nimmt wortlos seinen Hut und seinen Koffer und sagt G. Lebwohl.
[mg]

27.7.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr plus die obligatorische halbe Stunde
0:30 Uhr
Gasper
Gasper und der unglaublich attraktive Kiesler
Niko, der persönliche Berichterstatter des Hausmeisters

Programm

Plan 9 From Outer Space
Destroyers
Bride Of The Monster

Zusammenfassung

Das ständige Gejammer im Forum kann man ja nur noch mit Spritt ertragen, also entschlossen Gasper und ich uns, die Amtsgeschäfte nach geschlagenen 2 Monaten wieder aufzunehmen. Ghettomitbewohner Niko erschien kurz auf der Tanzfläche, war aber zu müde für Bier und wollte stattdessen ein Buch lesen oder einen Film gucken oder sowas Schwachsinniges. Also bereiteten Gasper und ich uns vor, öffneten die ersten Fläschchen und planten das Programm. Ein Marathon der üblen Filme stand uns bevor, also genau das richtige um den Sprittology-Motor wieder auf Touren zu bringen. Doch plötzlich schellte es nochmal. Vor der Tür erlitt Niko einen Lachkrampf, während er Gasper offenbarte, dass der Hausmeister ihm gerade anvertraut habe, bald eine eigene Kneipe in der Nähe aufmachen zu wollen. Ich kenne den Hausmeister nicht, aber Nikos Lachkrampf und Gaspers "Du musst den sehen. Das passt einfach voll zu dem." nach zu urteilen muss das ein spitzen Typ sein.
Licht aus, Spot auch. Los ging's mit "Plan 9 From Outer Space", einem überdurchschnittlich logischen Science Fiction Kracher aus der Zeit des Schwarz-Weiß-Kinos (ist jetzt nicht rassistisch gemeint). Was ist nun dieser Plan 9? Das ist, wie gesagt, recht logisch: Außerirdische erwecken auf der Erde Tote zum Leben, um die Menschen auf die Existenz der Außerirdischen aufmerksam zu machen. Damit aber niemand der Augenzeugen sein Wissen um die Existenz der Außerirdischen weitertratschen kann, wird er von diesen Wiederbelebten kurzerhand umgebracht. Warum tun die Außerirdischen so böse Dinge? Reiner Selbstschutz. Nach der Entdeckung der Atombombe wäre nämlich die Sonnenstrahlbombe (oder so ähnlich) der nächste logische Schritt. Und wie die funktioniert erklärt uns der nette Film auch gleich: Licht besteht nämlich aus Teilchen, ähnlich den Atomen. Aber irgendwie kleiner und mehr. Und wenn man die mit Sonnen-/Licht-/Spionenbrotbombe zur Explosion bringt, löst das eine Kettenreaktion aus, bei der sämtliches Sonnenlicht explodiert. Also auf unserer Erde, in der Atmosphäre, in unserem kompletten Sonnensystem, in dem halt auch die Außerirdischen leben. Das macht Sinn, das macht Spaß, das ist einfach toll. Die Kulisse tut dazu ihr Übriges. Raumschiffe eiern an lustigen Bindfäden vor einer Himmel-Tapete umher, Styroporgrabsteine wackeln, wenn man sie nur schief ansieht, und graue Vorhänge sind schlichtweg DAS tragende Element einer jeden trostlosen Kulisse in diesem Film. Innerhalb zweiminütiger Dialoge wandelt sich die Kulisse zehnmal von tiefschwarzer Nacht in grellstes Tageslicht und umgekehrt, der Chef der Außerirdischen trägt einen mittelalterlichen Drachen auf seiner Latexuniform, sowie einen Gürtel aus Spritzgebäck-Backförmchen, der Aushilfspolizist ist sogar zu dumm, drei gesprochene Sätze fließend auf die Reihe zu kriegen. Und wer jetzt schon bedient ist, für den kommt noch die Krönung: Einer der Hauptdarsteller, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Opa Munster hat, starb leider recht früh, so dass man mit ihm nur eine Szene abdrehen konnte, in der er aus einem Wald rausschleicht. Anstatt jetzt einfach einen anderen Darsteller für den kompletten Film zu nehmen, oder wenigstens für die restlichen Szenen einen, der so ähnlich aussieht, nahm man: den Chiropraktiker (!) der Frau (!!) des Produzenten (!!!). Ein dünnes Gerippe ohne eine SPUR Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Protagonisten, ja ohne eine SPUR von schauspielerischem Talent. Damit man nicht merkt, dass er gar nicht der gleiche Schauspieler wie zu Beginn des Films ist, hält er sich während des gesamten Films seinen Umhang vor's Gesicht. Aua! Es kommt noch schlimmer. Damit man nicht vergisst, dass der dürre Chiropraktiker eigentlich die gleiche Person wie Mr. Munster sein soll, blendet man zwischendurch ganz gerne verfügbares Filmmaterial des Toten ein. Leider gibt es, wie bereits erwähnt, nur eine einzige Szene mit ihm. So wiederholt sich die "Ich komme jetzt mal aus dem Wald"-Szene mindestens 20 Mal im gesamten Film, oft mit so eleganten Schnitten wie: Chiro-Man verlässt das Gebäude -> Herr Munster kommt aus dem Wald -> Chiro humpelt ein paar Meter auf offenem Feld -> Munster auf einer Wiese, im Hintergrund der gerade verlassene Wald. DAS TUT SO VERDAMMT WEH BEIM ANGUCKEN!!!
Aber eigentlich wollte ich ein Sprittokoll schreiben, keinen Filmtest. Also: Danach Destroyers, eine geniale Mischung aus Star Wars, Terminator, Robocop, und vermutlich 10 weiteren Filmen, auf jeden Fall scheiße geklaut und extrem scheiße gemischt. So wie's sein soll.
Danach folterte mich Markus noch mit "Bride Of The Monster", einem weiteren Film des Erfolgsregisseurs von Plan 9. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht mehr im Geringsten, worum es da ging. Er war auch nicht so extrem stümperhaft wie Plan 9. Nein nein, die Kaufempfehlung des Tages lautet: Plan 9 From Outer Space!
[sk]

31.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:30 Uhr
?
Sch...-Lars
Schürmann, Sch...-Lars, ich

Programm

Zusammenfassung

Ich weiß noch dass es Glühwein gab. Den Rest schreibt SCH...-LARS jetzt ganz schnell, wenn er nicht will dass hier SCH...-LARS steht...
[sk]

25.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

?
?
bei mir, dann Dorf
Walter, Gasper, Scheiwe, ich

Programm

Warten of Godot
Kaktus Jack
Titanic-Seite leersaugen
Party im Studentendorf
Es gibt nur noch Krombacher Mild -> Party verlassen
Pöbelnde Borussen ertragen

Zusammenfassung

Exilsprittologe Walter stattete der Sektion Dortmund mal wieder einen Besuch ab. Da er unerwartet früh eintraf, mussten wir erstmal ein bisschen Zeit totschlagen. Wir stellten fest, dass das erstaunlich gut mit einer Runde Lenßen und Partner funktioniert. Das ist eine fantastisch unrealistische Reality-Privatermittler-Action-Blöd-Doku auf Sat 1, die einem alle Vorurteile über das Talent deutscher Schauspieler binnen Sekunden bestätigt. Doch mit der Mutprobe einer Studentenverbindung, auf einem Klo einen Humpen Pils zu saufen, den Privatermittler Reibeisen mit einem lässigen "Na gib her den Eimer!" quittierte, hatten sie unser Herz im Sturm erobert.
Irgendwann traf dann auch mal der Gasper ein, der sich im Umgang mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch dümmer anstellte als ich normalerweise. Nun war Hollywood angesagt. Kaktus Jack, die wohl schlimmste Mischung aus Road Runner und Arnold Schwarzenegger, erheiterte unser Gemüt. Gemessen am Niveau der Gags könnte dieser Film auch aus der goldenen Ära Krüger/Gottschalk/Hallervorden stammen, sei also an dieser Stelle ausdrücklich als "unter Alkoholeinfluss sehr sehenswert" erwähnt! Die nächsten zwei Stunden kam ich mir dann als Nicht-Titanic-Abonnent wie ein Aussätziger vor. Gasper und Walter saugten begeistert die halbe Titanic-Seite leer, referierten gegenseitig über die gelungensten Aktionen der Extrem-Satyriker und zeigten mir dramatische Lücken in meiner Allgemeinbildung auf.
Zu fortgeschrittener Stunde rafften wir uns dann zum Studentendorf auf, wo sich die Dortmunder Bildungselite gehörig die Lampen ausknipste. Dort trafen wir auch Herrn Scheiwe an. Ansonsten war's da recht durchschnittlich. Saufen, Smalltalk, Bratwurst, dann der Supergau: Kein Bier mehr. Naja, kein richtiges. Stattdessen gab es nur noch: Krombacher Mild. Mit den im Moment im Trend liegenden Mild-Bieren hat die Industrie die logische Konsequenz aus der wachsenden Bierverdrossenheit der deutschen Jugend gezogen: Sie hat eine Biersorte geschaffen, die definitiv überhaupt nicht nach Bier schmeckt. Ich weiß nicht so recht was das soll. Krombacher Mild schmeckt wie ein Bier, das irgendwo im Gärungsprozess steckengeblieben ist. Als wollte es nicht erwachsen werden. Als hätte der Braumeister persönlich die Gärung mittels eines gewaltigen Urinschwalls gestoppt. Ich ergriff sofort die notwendigen Maßnahmen und knallte die nur um einen Schluck erleichterte Flasche wütend ins Gebüsch. Zeit zu gehen. Walter und ich traten den Heimweg an. Er versuchte noch krampfhaft, dem Bier was Gutes abzugewinnen, doch außer "Iiiieeh!", "Bäähhh!!" und nicht überhörbaren Würgegeräuschen, die auf heftigen Ekel schließen ließen, brachte er keine allzu begeisterten Laute hervor. So zog auch er nach immerhin einer halben Flasche die scheppernde Konsequenz.
Unsere Gaumen waren verseucht, also musste was zum Nachspülen her. Glücklicherweise hatte die IQ-Bar, die sich schon so oft als rettender Anker erwiesen hatte, noch geöffnet. Leider war der Laden von BVB-Fans geflutet, die mehr oder weniger geistreiches Liedgut anstimmten und dummprollig rumpöbelten. Naja, wie man's halt von BVB-Fans gewohnt ist. Als dann einer der gelb-schwarzen Experten die Bedienung mit den Worten "Ey Fotze, hol ma'n Taxi!" freundlich um Hilfe bat, dachte ich, spätestens JETZT müsste doch mal irgendwem die Hand ausrutschen. Aber nee, nichts. Scheinbar ist man diese Wortwahl in BVB-Kreisen gewohnt... Irgendwann versiegten dann auch hier die Quellen und Walter und ich zogen uns in mein Anwesen zurück.
[sk]

4.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19 / 20 Uhr?
5 Uhr, jawoll ja!!
Scheiwe, dann NEF-Sommerfest, dann Absacker bei mir
Scheiwe, 2 fremde Menschen, Gasper, Raf mit Weib, Nadine, Lars, ich, später dann Handlutzion und weitere lustige Menschen

Programm

Vorglühen bei Scheiwe
Hans Meiser-Buch bestaunen
Lava-Lava endlich mal wieder
ca. 27 Sekunden aus Lars' "Pfui"-DVD
Sommerfest der Emil-Figge-Wohnheime
Brinkhoffs kot-#%% trinken
Bratwurst essen
Mit Lutz' Handfürzen den Platz räumen
Nachglühen
In der IQ-Bar einen Jägermeister zum Mitnehmen erschnorren
Ilsa gucken
Dabei einschlafen
Lars rausschmeißen

Zusammenfassung

Die Sprittbegeisterten sammelten sich zunächst in Scheiwes 17 m²-Sauna. Dort gab es wie immer einiges zu bestaunen. Besondere Beachtung fand diesmal ein unscheinbares Buch, das sich vergebens zwischen Topfpflanzen und Sicherheitskopien zu verstecken versuchte: "Hans Meiser - Mein erstes Mal". Darin geht's nicht etwa um seinen ersten Auftritt als der verwirrte Talkopa mit der unverkrampften Körperhaltung, sondern um geistige und andere Ergüsse zum Thema "Ich mach Bubu, was machst du?". Nachdem wir unseren Spott auf Herrn Scheiwe abgeladen hatten, lenkte er die Runde mit einer kurzen Lava-Lava-Einlage gekonnt ab. Anschließend wollte uns Sch*#-Lars eine DVD vorführen, die er bezeichnenderweise mit "Pfui" beschriftet hatte. Das gebotene Videomaterial irritierte uns etwa 27 Sekunden lang im Schnellstdurchlauf, böse Blicke wurden ausgetauscht, dann ging's zum Sommerfest.
Dort hatte man sich mal wieder für die falsche Brauerei entschieden: Die Brinkhoffs-Kloake hatte ihre Fässer abgeladen und ahnungslose Thekenhelfer pumpten die Gülle in die Gläser der unschuldigen Studentenschaft. Ach, warum kann ich nicht auf einer EINZIGEN Saufparty in Dortmund mal in den Genuss eines richtigen (also Nicht-Dortmunder-) Biers kommen? Immer nur Brinkhoffs, Kronen oder noch Schlimmeres. Ist das falsch verstandener Lokalpatriotismus oder gar eine von der Stadt vorgeschriebene Biersubvention? Man fasst es nicht, aber man trinkt es natürlich trotzdem. Und so kommt es nach einiger Zeit, wie es kommen muss: Man wird bekloppt. Insbesondere Lutz, der zu späterer Stunde wieder seinen bewährten Handfurztrick auspackte. Ich will nicht verheimlichen dass ich auch meinen Spaß dran hatte, aber unser Umfeld sah das wohl anders. Nach wenigen Minuten war der komplette Platz um uns herum wie leergefegt, nur vereinzelt kamen noch ein / zwei begeisterte Männchen hinzu, die Lutz mit leuchtendem Funkeln in den Augen um einen Schnellkurz zum Thema Handfürze baten.
Irgendwann wurd's selbst Lars und mir zu bunt und wir hielten Ausschau nach dem Nachtbus. Der kam auch sofort, jedoch bekamen wir während der knapp 5-minütigen Durststrecke dann doch wieder Appetit auf Flüssignahrung. Wie gut dass es bei mir um die Ecke die IQ-Bar gibt, wo man sich selbigen ganz fürstlich in den Keller trinken kann! Wie so viele verständnislose Kneipiers sieht man es aber auch hier nicht gerne, wenn lustige Alkoholiker, die den Laden den ganzen Abend verschmäht haben, dann ab 2 / 3 Uhr noch da versacken wollen. So wurden wir mit einem freundlichen aber endgültigen "Wir machen jetzt zu" begrüßt und bekamen nichts mehr. Das war jetzt eigentlich eindeutig, trotzdem ging ich nochmal kurz rein und wollte ein wenig nachhaken. Alle Bettelei half nichts, mit trockener Kehler verließ ich die Pilgerstätte. Auftritt Lars. "Was? Das gibt's doch nicht! Warte, ich probier's auch nochmal. Oh jaaa...." Und weg war er. Minuten vergingen. Lebte er noch oder trank er schon? Was genau er da getrieben hat weiß ich bis heute nicht, aber auf einmal kam er mit einem riiiieeeeesigen Krug voller Jägermeister Red Bull raus. "Ich hab einfach gesagt 'zum Mitnehmen', haha!" Und dann überließ er mir auch noch den kompletten Eimer, weil er lieber die Bierreste in meinem Kühlschrank vernichten wollte. Selten habe ich um diese Uhrzeit so eine Freude empfunden. Nachgeglüht wurde also bei mir, Lars zwang mich noch diese komische DVD zu gucken. Es ging da um eine Nazi-Ilsa, die irgendwelche Versuche macht, ähm... Sehr wirres Zeug, wir pennten direkt ein. Als wir aufwachten waren wir froh, dass der Film vorbei war, und Lars entschwand in die Dunkelheit.

Ergänzung:
Anscheinend wurden in besagter Nacht einige erheiternde Sprüche gekloppt, die ich mir direkt notieren musste, weil sie so geil waren. Leider kann ich mich nicht mehr im Geringsten daran erinnern, WER genau WAS zu WEM gesagt hat und WARUM. Ich veröffentliche diese Notizen daher so sinnlos, wie ich sie am nächsten Tag vorgefunden hab:

- Gliedschatten
- Hans Meiser: "Mein erstes Mal"
- Warm, alt und dick.
- Anonymer Fremder, du bist zu klein!
- Typ angehustet, zu Tode erschreckt.

In diesem Sinne...
[sk]

11.4.2005 - Special Events

12:00hr
23 Uhr
Krombacher Brauerei und Extrablatt
Pamela, Matthias, Christof, Sven, Diana, Sonja, Mike und ich, später dann noch Wolfgang und seine Frau Monika.

Programm

Mit dem Auto nach Altenhundem
Mit der Bahn nach Eichen
Zu Fuß nach Krombach
Film gucken
Brauereibesichtigung
DER SCHANKRAUM
1 Stunde am Bahnhof warten
Mit Taxi, Bahn und Bus zurück nach Schmallenberg
Extrablatt

Zusammenfassung

Es war einmal vor einiger Zeit, da dachte sich ein Diplomand aus dem Rheinland namens Christoph, er müsse das Sauerland besser kennen lernen. Doch was kann man hier kulturelles unternehmen? Natürlich eine Brauereibesichtigung, wo Veltins, Warsteiner und Krombacher doch alle hier ihren Sitz haben. Er entschied sich für Krombacher, da die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ einfach ist. Zumindest einfacher als eine Fahrt nach Grevenstein oder Warstein. Er fragte dann bei uns auf der Firma rum wer Lust hat mit zu kommen und schnell waren 10 Leute gefunden. Er rief also bei Krombacher an um einen Termin zu erfahren. Ich sagte ihm das kann schon mal nen halbes Jahr dauern, da ich wusste, dass das bei Veltins so ist. Aber nicht so bei Krombacher, wir hatten in zwei Wochen einen Termin, der 11.04.05.
Dieser Montag morgen begann direkt stressig. Eigentlich hatte ich eine Abfahrtszeit von 12 Uhr im Kopf, von da her machte ich mir auch keinen Stress. Bis mir meine Arbeitskollegin und Exfreundin um 10:30 Uhr mailte, dass wir doch schon um 11:15 los müssen. Man muss dabei bedenken ich war zwar fast fertig, musste aber noch von Arnsberg nach Schmallenberg fahren und das sind ungefähr 50 km Landstraße. Also packte ich ins Rad, so dass mein frisch geduschter Körper wieder ins schwitzen geriet. Als ich dann so um etwa 11 Uhr kurz vor Fredeburg war rief sie mich an, ich könnte mir doch Zeit lassen. Sie hätte es falsch verstanden, die Abfahrt wäre erst um viertel nach zwölf. Also Fuß vom Gas und erst mal nen Döner essen. Nach einem nicht ganz so leckern Döner, machte ich mich auf zum Institut wo wir uns treffen wollten.
Sonja, Matthias und Christof waren schon mit dem Bus los, aber Diana, Pam, Mike und ich konnten mit Sven fahren, da der irgendwo in der Nähe von Altenhundem wohnt. Wir kamen etwa um 5 nach halb 1 am Bahnhof an, der Zug fuhr um 20 vor, also alles im Lot. Eben noch nen Ticket gezogen und los ging die Fahrt. Im Zug glühten wir erst mal mit ner Flasche Xuxu vor. Eigentlich ziemlich ekelhaft, aber es musste weg. Der nächst gelegenste Bahnhof zur Krombacher war Eichen, Christof meinte von da aus könnten wir laufen. Was natürlich richtig war, aber wir brauchten 1 halbe Stunde vom Bahnhof zur Brauerei. Wir beschlossen also schon mal, den Rückweg mit dem Taxi zu fahren.
Am Eingang der Brauerei mussten wir uns melden, danach ging es erst mal in einen kleinem Raum mit ner Leinwand, wo ein Film über die Geschichte der Brauerei gezeigt wurde. Um auch in den Produktionsräumen etwas von der Führerin zu verstehen bekamen wir die selben kleinen "Walkmans" wie bei Veltins. Ja richtig wir hatten eine Führerin, wie ich finde etwas unpassend, denn wenn jemand über Bier redet, sollte es ein Mann sein. Frauen verstehen da einfach nicht so viel von. Wir gingen dann wie üblich durch verschiedene Produktions- und Abfüllräume und die Führerin erzählte etwas dazu.
Nach ungefähr einer Stunde begann der wichtigste Teil der Besichtigung. Die Verkostung. Dafür besitzt Krombacher ein extra Gebäude. In welchem sich unten ein Shop und oben ein Schankraum befindet. Im Schankraum gab es eine große Theke und Sitzgelegenheiten für ungefähr 200 Leute, da wir nur etwa 100 Gäste waren blieb eine hälfte des Raums dunkel. Wir bekamen einen schönen 10 Personentisch am Fenster. Das Zapfteam war schon in vollem gang und nach einigen Sekunden hatten wir alle ein leckeres Krombacher vor uns stehen. Die Führerin wünschte uns einen guten Durst und prostete uns zu. Ich hatte mein Glas grad angesetzt und gerade die hälfte leer gezogen da Stand schon das zweite Pils vor mir, fantastisch. In diesem Rhythmus ging es dann weiter. Für den kleinen Hunger gab es frisches Brot und geräucherten Knochenschinken. Alle waren zufrieden. Die nächsten zwei Stunden bestanden hauptsächlich aus trinken, ich schätze mal das ich so 20 Gläser 0,25 L getrunken habe und die andern auch ungefähr. Die Führerin hatte uns vor dem Trinken angekündigt das wir um 5 Uhr gehen, also bestellten wir uns um kurz vor 5 noch jeder ein Bier um das ganze etwas raus zu zögern. Als wir um etwa viertel nach, als einzigste immer noch am trinken waren, bat uns das Personal freundlich uns doch jetzt etwas zu beeilen. Wir zogen also leer und gingen runter in den Shop, wo wir auch schon die letzten waren. Als Souvenir kaufte Mike sich noch nen 24 Krombacher Rahmen.
Wie zuvor geplant bestellten wir ein Taxi, welches uns mit zwei Fuhren zum Bahnhof transportierte. Wir verpassten den Zug um fünf Minuten, so dass wir eine Stunde auf den nächsten warten mussten. Also genug Zeit um den Kasten leer zu ziehen.
An die Zugfahrt kann ich mich leider nicht mehr erinnern, mein Gedächtnis setzt erst wieder im Bus Richtung Schmallenberg ein. In diesem Bus müssen wir ziemlich aufgefallen sein, denn Diana und ich lagen die meiste Zeit der Fahrt auf dem Boden, weil wir uns nicht mehr auf den Sitzen halten konnten. In Schmallenberg angekommen ergriffen Matthias und Christof die Flucht, ihnen schien es schon gereicht zu haben.
Aber wer ein richtiger Sauerländer ist der säuft natürlich weiter, egal in welchem Zustand er ist. Da Montag war hatten die meisten Kneipen in Schmallenberg Ruhetag, so dass wir leider in eine Warsteiner Kneipe gehen mussten, das Extrablatt. Dort kam Mike auf die tolle Idee mit Whisky-Cola weiter zu machen, was natürlich nicht hieß dass zwischendurch kein Bier getrunken wurde. Irgendwann kam unser Arbeitskollege Wolfgang mit seiner Frau vorbei, um sich das Elend anzusehen. Ich hab mich wahrscheinlich auch mit ihm unterhalten, kann mich aber leider nicht mehr erinnern worüber. Ebenso zerlöchert sind meine restlichen Erinnerungen ans Extrablatt, ich weiß nur noch, dass wir gekickert haben, dass Diana sich Geld holen wollte aber leider ihre Geheimzahl vergessen hatte und das wir uns ne Pizza bestellt haben. Um Elf Uhr sind Diana und ich dann nach Hause gegangen, Sonja war schon etwa so um 9 Uhr verschwunden und Mike wurde um 12 Uhr von seiner Mutter abgeholt, ging aber noch kurz in seine Stammkneipe und war dann um etwa 1 Uhr zu Hause. Sven der ja irgendwo im Kreis Olpe wohnt fuhr mit Pamela nach Hause, die in Fredeburg wohnt. Dort begrüßte er ihren Garten erst mal mit einem fröhlichen Wüürg, in der Wohnung schlief er direkt auf dem Sofa ein. Pamela legte sich dann auch ins Bett. Nachts wachte Sven dann auf und dachte er wäre zu Hause, er wunderte sich dass er auf dem Sofa lag und legte sich ins Bett. Pamelas Wohnung muss wohl eine gewisse Ähnlichkeit mit seiner haben. Am nächsten morgen um 7 Uhr wunderte er sich dann dass er neben Pamela lag, vor allem weil er sich an nichts mehr erinnern konnte. Aber laut Pamela ist wohl nichts passiert.
[dh]

6.4.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr ca.
weiß nicht mehr genau (2 Uhr?)
Das Kiesler Anwesen in Arnsberg
Archongott Kiesler, Bubble Bobble Bibbel Babbelgott Hansknecht, C64 Versager Schürmann (War nicht mein Tag, habe gegen den Kiesler verloren)

Programm

Grillen
Essen
Trinken
Spaceballs!!
C64

Zusammenfassung

Hallo und Grüäzi miteinander! Die Kiesel Eltern waren mal wieder auf Forschungsreise an der Nordsee oder so, das musste man ja gnadenlos ausnutzen um einen Sprittwoch im Landsitz der Familie Kiesler zu machen. Los ging es damit, dass wir erstmal den Grill angeschmissen haben, das erwies sich als nicht ganz so einfach, die geilen Grillanzünder von LIDL gingen nicht an, nach zig Minuten Feuerzeug dran halten brannten se dann doch noch irgendwie. Kauft keine Grillanzünder von LIDL, die sind totaler Schrott, kosten aber nur 40 Cent. Als dann die Kohle richtig schön am glühen war, haben wir uns erstmal das Fleisch drauf gekloppt, das war so schnell fertig, man fasst es nicht, der Grill ist der absolute Killer, nen Kumpel von Kieslers Bruder hat den wohl selbst gebaut. Spitzenteil, das Toastbrot war innerhalb von 5 Sekunden pechschwarz. Ein Lob an den Menschen, der dieses Meisterstück erschaffen hat.
Ich habe mal meine halbe VHS Sammlung mitgebracht, darunter war auch der Klassiker vorm Herrn, tadaaaaaa...Spaceballs, oh jaaaa. Wir haben uns köstlich darüber bepisst. Durchkämmt die Wüste nach ihm, dann haben die tatsächlich die Wüste mit einem Riesenkamm durchkämmt, oh man. Aber jeder wird diesen Film kennen, den brauch ich ja jetzt nicht näher zu beschreiben. Nach diesem genialen Film zog uns der Commodore 64 in seinen Bann, wir mussten uns erstmal einigen welches Spiel wir spielen wollten. Der Hans wollte unbedingt Bubble Bobble zocken, naja haben wir mal damit angefangen. Wenig später hatten aber alle kein Bock mehr, jetzt ging es weiter mit Caveman Ugh' Lympics, das ist so wie Summergames, nur dass die Athleten Steinzeitmenschen sind. Die beste Disziplin ist auf jeden Fall das Feuer machen, man sitzt da mit zwei Stöcken in der Hand (pfui) und muss versuchen Feuer zu machen, da tun einem nach kurzer Zeit die Hände weh, man muss mit dem Competition Pro unheimlich schnelle Links-Rechts-Attacken machen, boar schlimm ist das. Der Hansknecht hatte den Bogen nicht ganz raus, man hörte immer wieder "So ein Scheiß, das geht gar nicht". Das mussten wir ihm dann mal beweisen, in einer Rekordzeit von 30 Sekunden brannte der alte Misthaufen. Geht nicht, tzz, son Blödsinn. Der Hans schwächelte jetzt und ging nach Hause, aber vorher war er noch pissen, der Kiesler bemerkte dass er die Tür nicht abgeschlossen hatte, er überlegte nicht lange, da überfiel er Hans auf dem Klo und wollte ein Bild von seiner Nudel machen....ääh ja genau. Der Hans hat ihn aber kurz vorher wieder eingepackt, mann mann, da hat er Glück gehabt, nur die Unterhose wurde abgelichtet. Kiesler ist ne schwule Hupe!!! Jetzt zockte ich mit dem alten Spanner Kiesler noch Archon, der Kiesler hat immer gewonnen, ich kann dieses Spiel einfach nicht. ICH HASSE ES!!! So, jetzt hatte ich auch kein Bock mehr und fuhr mit dem Taxi nach Hause.
[ds]

16.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

abends
später abends
Nikos Chinarestaurant, Platz an der Sonne
Niko, Gasper, Lars, ich, Raf, Jens "The Ripper" Scheiwe
Lama-Lars, Levermann

Programm

Jack Frost
Meine Braut, ihr Vater, dem seine Katze, die ganze Familie und ich. Teil 2.
Sitzen, schwitzen, saufen

Zusammenfassung

Als ich mit Lars bei Gasper eintraf, standen wir vor verschlossenen Türen. Hatten diese Arschgeigen etwa schon ihren Platz an der Sonne eingenommen? Nein. Ein klärendes Telefongespräch führte uns zum ziemlich in der Nähe wohnenden Niko, und eröffnete uns eine völlig neue Sprittperspektive: etwa 20 cm über dem Boden. Das ist nämlich die Höhe, in der sich in Nikos Wohnung so praktische Einrichtungen wie Couch, Bett und Fernseher befinden. Was im ersten Moment etwas unbequem erscheint, scheint auch im zweiten Moment etwas unbequem. Da es Lars zum wiederholten Mal nicht gelang, uns seinen Ilsa-She-Wolf-Nazi-Trashfilm aufzuzwängen, guckten wir mal wieder Jack Frost. Kaum zu glauben, aber beim dritten Mal wird der erst RICHTIG gut! Niko und Gasper waren auch begeistert, und Gasper entdeckte sogar auf Anhieb Fehler, die nicht Knight Ridiger sein könnten. Demnächst: Fehleranalysen zu.. ach vergesst es. Wir wunderten uns, wo der Herr Scheiwe blieb. Der hatte wohl Gasper nachmittags um fünf angerufen, er müsste nur noch eben den 2. Film des Tages umwandeln, schnippeln oder wie auch immer so bearbeiten, dass er ihn in Nikos Polycarbonatplayer stecken kann. Gegen 22 / 23 Uhr (!) (!) (!!) hatte er es dann geschafft, trudelte mehr oder weniger zusammen mit Raf und Lama-Lars ein, und wir bestaunten "Meine Braut, blablabla" Teil 2. Schöner Film.
Anschließend ging's in den "Platz an der Sonne", wo der Name dank unbelüftetem Keller verdammt Programm ist. Dort trafen wir mal wieder auf Levermann. Der spielt bei Orden Ogan Nasengitarre und verfolgt uns in letzter Zeit, wo auch immer wir am saufen sind. Beängstigend. Vor lauter Angst schwang ich mich mit Lars in den nächsten Nachtbus und Ende.
[sk]

9.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

20:30 Uhr
0:30 Uhr
Macki Spacki
Onkel Gasper, Tante Kiesler, Papa Nikorette

Programm

MIEP MIEP! Road Runner
Clever und Erkan, halbe Stunde
Evil Dead 2
Evil Dead 3

Zusammenfassung

Als ich um halb neun die Höhle des Plastikbiertrinkers betrat, saßen er und Niko bereits wie die Hühner auf der Eierschaukel, hörten Musik und erwarteten sehnsüchtig mein angeschlepptes Kinohighlight: Clever & Smart, der Film. Um erstmal auf einen gewissen Spaßpegel zu kommen guckten wir ein bisschen Road Runner. Liebe 12-jährige Sprittwoch-Besucher: Road Runner ist eine sehr alte Cartoonreihe um einen unbegabten Kojoten, den man vielleicht auch mit "y" schreibt, das werde ich morgen evaluieren, der einen ziemlich schnellen Vogel jagt. Man sieht zwar kein Blut, aber eigentlich sind die Gewaltdarstellungen tausendmal expliziter als diese Itchy & Scratchy Kinderkacke, die man heutzutage als "roh" ansieht.
Nach 15 Minuten "Miep miep" und "flum flum flum" (so würde ich jetzt mal diesen Zunge-rausstreck-Ton des Straßenrenners umschreiben) hatten wir aber mehr als genug und befüllten das DVD-Wiedergabegerät voller Erwartung mit Clever & Smart. Trotz einiger weniger guter Gags hatten wir den Film nach ner knappen halben Stunde so dermaßen satt... Hauptverantwortlich dafür die Synchronspacken Erkan und Stefan, deren pseudolustiger Dönerslang mal gar nicht zu Clever & Smart passt. Ich hab zumindest in den Comics noch nie "Ey, Bunny!" oder "Ey, krass Alda!" gelesen. Zum Kotzen.
Markus rettete die Situation mit seiner privaten Splatter-Fun-Evil-Dead-Collection. Teil 2 war schon ganz nett, muss ich ja zugeben. Aber Teil 3! Dieser Teil 3! Wahnsinn! Mein Gott! Armee der Finsternis, huu! Der Film ist Comedy pur, spitze. Ich hab noch nie einen Schauspieler gesehen, der so viel Spaß daran hat, sich selbst zu schlagen. Es fällt mir schwer, einzelne Szenen hervorzuheben. Ich kann dieses Machwerk einfach nur ohne Einschränkung empfehlen. Fast möchte ich mit "Splatter-Slapstick" ein neues Genre ausrufen, aber ich bin mir sicher auch auf diesem Gebiet hat sich Lars schon ein Dutzend Filme zugelegt. Es bleibt die Schande, dass ich diesen Film erst jetzt gesehen habe. Mit dieser Schmach muss ich wohl leben, traurig aber wahr.
[sk]

23.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

--
--
Gasper
Gasper, Lars, Niko, Kiesler

Programm

--

Zusammenfassung

Nazisprittwoch mit allem, was Lars zum Thema "Nazi" in 2 Tagen aus Emule raussaugen konnte. Sprittokoll schreibt Gasper bestimmt zeitgleich mit dem Vote über Tiersnacks.
[sk]

22.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr
12 Uhr oder so
Arendt
Nolte 3, Arendt, Walter und ich
Britta

Programm

Fußball
Wer wird Millionär

Zusammenfassung

Mal wieder Sprittwoch am Dienstag, es spielten Bayern gegen Arsenal also trafen wir uns bei Arendt auf ne Kiste Bier. Ich erreichte Arendts Heim um etwa 20 Uhr ganz kurz Nolte, Britta und Arendt saßen schon aufem Sofa und hatten die ersten Kannen inna Hand. Britta ist übrigens Arendts Freundin. Ja es gibt wirklich jemand der es länger als 1 Tag mit ihm aushält. Aber das lustigste ist das sie weder Alkohol trinkt noch raucht. Was man ja von Matze "dauervoll" Arendt nicht grade sagen kann. Aber ich glaub die beiden kommen irgendwie miteinander klar.
Um etwa halb neun kam dann auch endlich Walter, so dass das Spiel beginnen konnte. Ich kann mich leider nicht mehr an Details des Spiels erinnern, aber die Bayer haben glaub 3:1 gewonnen. Nachdem wir uns lange genug mit Fußball gucken beschäftigt hatten, meinte Arendt wir könnten ja mal Wer wird Millionär spielen. Er hatte das als DVD Spiel da. Wir spielten nen paar Runden, Arendt verdrückte sich nen paar mal, so dass wir wieder von neuem Anfangen mussten und um etwa halb zwölf ging ich nach Hause. Walter blieb noch nen bisschen wie lange weiß ich nicht.
[dh]

9.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

vermutlich wie immer
0:30 Uhr oder später
Gasper
Gasper, Niko, Lars, Ich

Programm

Jazzclub
Der blutige Pfad Gottes, halb
Schmidt
Ende
IQ-Bar

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll kommt wieder Wochen nachdem der beschriebene Sprittwoch stattgefunden hat, es dürfte also unvollständig und ungenau sein. Ich konnte den Sprittwoch anfangs noch nicht einmal einem eindeutigen Datum zuordnen, doch Lars gelang es, selbiges anhand eines beispiellosen Indizienprozesses zu rekonstruieren ("An DIESEM Sprittwoch ham wir Schmidt geguckt, es ging um Fußball und Andrack hat genervt. [...] Haben wir an DIESEM Sprittwoch nicht Schürmanns Cafebar-Foto gemacht? Das war der 9.2."). Endlich hat sich ein Fotohandy mal als nützlich erwiesen, aber fangen wir ganz von vorne an:
Das Filmmaterial kam diesmal von Lars. Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, aber meistens trifft er den sprittologischen Filmgeschmack sehr gut. Er hatte Helge Schneider ("Jazzclub" und "Praxis Dr. Hasenbein"), "Der blutige Pfad Gottes" und "Re-Pene[ähm... bah.]" im Angebot. Wir guckten Jazzclub. Helge gelang es, an alte Tugenden aus Praxis Dr. Hasenbein anzuschließen: Null Handlung, null Action, 99% totale Langeweile. Aber irgendwie doch ganz unterhaltsam. Vor allem aufgrund des Nachbarn, der Helge die ganze Zeit durch den Türspion beobachtet und darin regelmäßig einen Grund findet, sich einen hinter die Binde zu gießen.
Dann guckten wir den blutigen Pfad Gottes. Um ein bisschen Arnsberger Dorfkino-Atmosphäre aufkommen zu lassen (Film reißt grundsätzlich einmal pro Vorstellung ab und es dauert dann mindestens 30 Minuten, bis der Vorführer die Rolle geflickt hat und den Film wieder mit verwackeltem Bild und verzerrtem, aber trotzdem zu leisem Ton an die Leinwand schleudert), hat Lars seine rechtmäßig erworbene DVD auf zwei CDs verteilt und bat Gasper ausdrücklich, zu kontrollieren ob auch beide CDs vorhanden sind. Der Herr beschriftet nämlich nur die CD-Hüllen, was dann tatsächlich für eine CD drin ist: Kinderüberraschung. Wir prüften nur CD 1: Passt. Ein sehr unterhaltsamer Film, nach ca. 45 Minuten freuten wir uns auf CD 2. Doch was flatterte da plötzlich über den Schirm? "Dark Star", ARGH!! Auch ein guter Film, aber was nützen zwei gute Filme, wenn sie nur zur Hälfte vorliegen?
Wir brachen das Experiment ab und guckten Schmidt. Lars war wie üblich extrem angepisst von "Andrack, dem alten Klugscheißer", wie er ihn so liebevoll nennt. Um 0:30 Uhr latschten wir zum Nachtbus. Unterwegs fiel Lars noch eine Cafebar auf, die den klangvollen Namen "Schürmann" trug. Lars wollte ein Beweisfoto für unseren Oeventroper Sprittologykollegen schießen und übersah offenbar, dass es in der Bar noch sehr belebt zuging. Die Insassen staunten jedenfalls nicht schlecht, als er sich vor die riesige Glasscheibe stellte, um das darüber hängende "Schürmann"-Schild abzulichten. Etwas später saßen wir im Nachtbus, über den Rest des Abends kann ich nur noch mutmaßen. Nicht weil ich so voll war, sondern weil's schlicht und einfach zu lange her ist. Entweder teilten sich unsere Wege an der Zielhaltestelle und der Sprittwoch war vorbei, oder wir haben nochmal kurz in der IQ-Bar bei mir um die Ecke vorbeigeschaut. Keine Ahnung.

PS: Ich bin nicht ganz sicher, ob Niko an diesem Sprittwoch beteiligt war. Ich kann mich nur dunkel daran erinnern, dass während Helge die ganze Zeit einer dumm gelacht hat, auch wenn es eigentlich gar nichts zu lachen gab. Lars meinte zwar das wär Gasper gewesen, aber ich meine dass die Lache NOCH dümmer war...
[sk]

5.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr so, im Dreh
Keine Ahnung. Wann kommt denn der Nachtbus Kiesler?
Julias Partykeller, Rock It
Julia, Kiesler, Schürmann, Hansknecht, ich, Steifi und noch ein paar andere deren Namen ich vergessen habe.
Laura

Programm

Kieslers Schürmann-und-Walter-Abhol-Taxi fährt vor
Hansknecht sammelt die Insassen des Taxis ein (samt Fahrer).
Zu Julia gehen
Sich über die Musik beschweren
Spiele
Ins Rock It

Zusammenfassung

Als Erstes muss ich sagen, dass es sich hierbei um keinen Sprittwoch im herkömmlichen Sinne handelt. Einfach nur so, halten wir diesen Abend mal fest.. Ich muss auch dazu sagen, dass es sich hier um die gekürzte Version handelt. Wir wollen einfach keine Diskussion über Hundefürze führen; daher gibt es nur eine zensierte Version.
Kiesler hatte sich zum Glück verspätet. Normalerweise nervt das tierisch, aber heute konnte er mir gar nicht spät genug kommen. (Ich weiß, dass dieser Satz eindeutig zweideutig ist und das ist auch gut so.)
Nun gut. Wir kamen am Hause der Familie Kiesler an und machten das erste Bier auf. Nachdem Stefan uns vor 3 Flaschen aus dem Kasten gewarnt hatte - O-Ton: Vorsicht. Die sind nicht so kalt, da sie im Keller standen und nicht im Kühlschrank. - dachten Schürmann und ich, dass wir Kieslers Bruder mal einen Besuch abstatten könnten. Dieser lag in seiner Bude auf dem Sofa und schaute in die Röhre. Allerdings ohne Bier. Klingt komisch, ist aber so. Hänselmähn kam auch so langsam angetuckert und die üblichen Streitereien über den Platz des Beifahrersitzes wurden ausgefochten. Ich gewann diesmal.
Bei Honk angekommen, traf uns fast der Schlag. Die Musik war noch schlimmer, als wir es uns ausgemalt hatten. Kann nicht jemand mal dieses bekackte Krokodil "Schnappi" erschießen? Danke. Während wir uns alle einig wurden, dass diese Musik Nerven tötet, kam Laura zu uns an den Tisch. Sie beschwerte sich, dass wir nicht verkleidet waren. "Na und? Du bist auch nicht verkleidet", meinte ich. Und Recht hatte ich. Sie hatte Gummistiefel an und eine Latzhose an der Blumen befestigt waren. Eine Gießkanne von Ikea rundete das ganze Bild noch ab. "Ich bin wohl verkleidet! Ich bin Gärtnerin." Aha, bei näherem Hinsehen fiel es mir ebenfalls auf; zumindest dass sie verkleidet ist. Jetzt kommt der Brüller des Abends, jedoch in der zensierten Form. Schürmann stellte mit ihrer Verkleidung allerdings andere Vergleiche an. Er meinte, dass sie aussähe wie eine Frau aus einem Nachbarstaat, dessen Bruttoinlandsprodukt bei etwa 3,1 liegt. Des Weiteren ergänzte er seine Aussage damit, dass diese Frau nicht dem Gärtnergewerbe angehört. Der aufmerksame Leser wird jetzt wahrscheinlich fragen, was damit gemeint sein könnte. Hallo? Wenn ich gewollt hätte, dass er es versteht, hätte ich nicht nach dem Bruttoinlandsprodukt von Frankreich gegoogelt. Nachdem Hansknecht festgestellt hatte, dass wir Laura ca. 2 Jahre nicht gesehen haben, waren wir der Ansicht, dass es keine bessere Begrüßung hätte geben können.
Sie rächte sich an Kiesler - der eigentlich gar nix damit zu tun hatte - damit, dass sie ihm sein Haargummi klaute. Jetzt stand er da: offene Haare, beläppertes Gesicht. Allerdings nicht lange. Auf seinem Gesicht erschien ein breites Grinsen. Er griff in die Tasche, holte ein neues Haargummi heraus und steckte es sich voller Stolz in die Haare. Nachdem auch dieses Haargummi seinen Besitzer wechselte, spielte Laura mit seinen Haaren. Es schien ihr richtigen Spaß zu machen und ihm gefiel es auch. Nur zugeben wollte dies keiner. Herr Kiesler bekam zwei richtige Bauernzöpfe, die ihn noch schwuler aussehen ließen, als Rudolf Moshammer.
Es folgten Debatten über das jeweilige Körpergewicht. Dabei stellte sich heraus, dass Hans nur drei Kilo leichter ist als ich. Verdammt. Dieses dämliche Obst und der Körnerfraß hinterlassen Spuren. Gleich geht es erstmal zu McDoof. Ich denke mal, dass die Gewichtsangaben bei uns stimmen. Aber die Frauen haben sich bestimmt leichter gemacht, als sie sind. Dick ist keine, nur kennt man ja folgende Formel:

Tatsächliches Gewicht = (angegebenes Gewicht/Schuhgröße * 5)


Mir fällt gerade auf, dass gestern keiner den Arendt gemacht hat. Seltsam. Leider hatten wir irgendwann kein Bier mehr und machten uns auf die Socken. Julia hat zwar nix gesagt, aber ich glaube sie wollte uns loswerden.
Nun denn. Ich weiß nicht warum Kiesler und Schürmann an der Straße entlang gegangen sind. Hans und ich gingen jedenfalls am Gesundheitsamt vorbei und machten eine grausige Entdeckung. Irgend so ein Typ hat da einen kleinen Anbau hingesetzt. Ortskundige werden den vielleicht kennen. Auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes geht hinten eine kleine Treppe runter. Direkt bei dem Brunnen und dem Schild "Betreten verboten". Da steht jetzt ein kleiner Anbau. Sieht jedenfalls aus, wie eine öffentliche Toilette. (Nein, wir haben da nicht hingepisst.)
Hansknecht schwächelte und ging nach Hause. Wir betraten unsere Stammkneipe, wo wir auch freudig empfangen wurden. Ich glaube zwar, dass er zumachen wollte, aber wir bekamen noch ordentlich Sprit. Wir stiegen in den Nachtbus und fuhren nach Hause.
[aw]

26.1.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
21:45 Uhr
Windsor Pub, Rock It
Schürmann, Hansknecht

Programm

Hansknecht beim zocken zugucken
Computer ausschalten
Innen Pub gehen
Im Pub nen Bier trinken
Fragen wegen Brauereibesichtigung
Antwort bekommen
Bier bezahlen
Raus gehen
Ins Rock It! gehen
Bier bestellen
Eine Rauchen
Austrinken
Bezahlen
Gehen
Ende

Zusammenfassung

Es gibt nicht mehr zu sagen.
[ds]

26.1.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
0:30 Uhr
Gasper
Gasper et moi

Programm

Simpsons
Team America, fuck yeah!
Knight Rider

Zusammenfassung

Unser guter Vorsatz für's neue Jahr: Mehr Sprittwoch. Und heute sollte es losgehen. Scheiwe hatte keine Zeit, er musste mal wieder "was tun"™. Auch sonst schien niemand aufnahmewillig für den Gerstensaft, und so war ich gegen 21 Uhr (viel zu spät!) der einzige Sprittologe, der sich bei Gasper zur ersten offiziellen Betankung des Jahres einfand. Das mag trostlos klingen, aber ich sage: Sprittwoch Classic, back to the roots, party on, Wayne!
Markus war wieder bestens vorbereitet, denn er hat jetzt DSL. Also begannen wir mit einer nagelneuen Folge Simpsons, im englischen Originalton. Ich glaub es war die 387. Halloween-Folge, war aber sehr unterhaltsam. Wurde jedoch gnadenlos getoppt von "Team America", ebenfalls in der Originalfassung. "Team America" erzählt die Geschichte einer amerikanischen Eliteeinheit, die sich anschickt, das Vaterland vor bösen, auf der ganzen Welt verstreuten Terroristen zu schützen. Und während man munter mit Kanonen auf bärtige, vermummte Spatzen schießt, bombt man auch mal eben halb Paris platt. Anschließend erklärt man den zutiefst entsetzten Franzosen, dass man sie von der Terrorbedrohung befreit habe und feiert seinen Erfolg. Um der Karriere des Diktators Kim Jong Il ein Ende zu bereiten, engagiert Team America einen Schauspieler, der sich dank seiner Schauspielkunst und seinen fließenden Islamistisch-Sprachkenntnissen ("Dörrka dörrka!") unter die schlimmsten Finger der Terrorbranche mischen kann. Ja, die Story ist wirklich so... hohl. Der Film nimmt so ungefähr alle typischen Elemente klassischer US-Action-Filme gehörig auf's Korn, und nebenbei verhageln's sich die South Park-Macher Matt Stone und Trey Parker (die wie gewohnt 90% aller Synchronstimmen übernommen haben) noch mit der kompletten Prominenz des Filmgeschäfts. So lernt man Matt Damon als selbstverliebten Grenzdebilen kennen, dessen rhetorische Höchstleistung sich auf das Buchstabieren seines eigenen Namens beschränkt. Die Metzelszenen, in denen dann diverse Hollywoodstars auf's Feinste zerlegt werden, dürften bei selbigen ebenfalls auf wenig Gegenliebe gestoßen sein. Ein mehr als empfehlenswerter Film, der uns Kraft für den letzten Programmpunkt gab.
Doch bevor wir uns mal wieder auf eine Knight Rider-Folge stürzten, machte mich Markus mit einem Experiment vertraut. Was passiert, wenn eine Schlagerhitmaschine der 80er zuviel Rammstein gehört hat und es im Jahr 2005 nochmal so richtig wissen will? "Frank Zander - Rabenschwarz", das passiert dann. Ob das jetzt ernst gemeint ist oder eher ein Zander-Spaß sein soll, egal. Jedenfalls klingt es schon interessant, wenn der Mann, der in den letzten 10 Jahren eigentlich nur durch seine selbstgebrannten "Hallo Susanne"-Geburtstags-CDs aufgefallen ist, auf einmal Schlager wie "Verdammt ich lieb dich" in bester Rammstein-Manier mit Stromgitarren und düsterer Stimme zum Besten gibt. Anspieltip: "Komm unterrrr meiiiine DÄCKÄ!"
Danach gab's ne Folge Knight Rider, aber die war doof. Dauert also noch bis zum nächsten Update.
[sk]

29.12.2004 - Zweigstelle Arnsberg

17/18/19 Uhr?
später?
Soest, "Gasthaus Zwiebel", später Rock It
Flunky, Schürmann, Hans, Karsten, Sgt. O' Schennen, ich
Fressmann, *klirrr!* das etwas hampelige Personal in der Zwiebel

Programm

Den Fahrer auslosen
Den Fahrer auslachen und verspotten
In der Zwiebel gastieren
Standardbetankung im Rock It

Zusammenfassung

Was ist die Zwiebel? Das ist ein Laden in Soest, der sein eigenes Bier braut und einen dazu mit deftiger Küche verwöhnt, dass einem schon mal der Hosenknopf wegfliegt. Klingt gut? Isses auch, also wollten wir mal wieder dahin. 6 Trinker + 1 Fahrer = 1 Problem: Das passt nicht in ein Auto. Lösung: Ein Trinker muss verzichten. Da Karsten und Schennen als Fahrer nicht in Frage kamen und Flunky Fressmann sein Auto stellte (was im nachhinein betrachtet kein plausibler Grund ist, Herr Plankermann!), sollte sich das Rennen zwischen mir, Hans und Schürmann entscheiden. Vor Hansknechts Haus zogen wir notariell beglaubigte Zettelchen. Ein X markierte den Fahrer. das Schicksal entschied: Heute kein Bier für Schürmann. HAAAHAAHAHAHAAAAA!!! :-) Er versuchte natürlich, spontan die Regeln zu ändern ("Wer zuerst dreimal das X zieht..."), aber aus offensichtlichen Gründen ließen Hans und ich uns nicht darauf ein.
Wir holten den Rest ab und folgten dem Navigator in Richtung Zwiebel. Schürmann war etwas angepisst, und Karsten stachelte ihn noch unbewusst an: "Ich hab gehört, die brauen da ihr eigenes Bier?" - "HALT DIE FRESSE!!!" fauchte unser Fahrer zurück, während Hans sich vor Lachen ausschüttete. In der Zwiebel bestellten die Nicht-Fahrer erstmal leckeres Zwiebelbier. Groß, klein, hell, dunkel, wir hatten alles. Und wie das schmeckte, hmmmm.... Und einen Logenplatz hatten wir diesmal auch: Direkt neben der Treppe. So konnten wir alle 10 Minuten miterleben, wie unter uns Gläser, Geschirr und Besteck Opfer der Schwerkraft wurden. Man kann ja dann auch nicht laut loslachen, ist ja unhöflich. Ist vor allem dumm, solange man selbst sein Mahl noch nicht bekommen hat. Irgendwann wurde dann reichlich aufgetischt, und wir wurden Zeuge eines Rituals. Fressmann machte Flunky Vorwürfe: "Jetzt bestellt er wieder so ne Riesenportion, und gleich sitzt er wieder da: Boah, ich kann nicht mehr, krieg keinen Bissen mehr runter. Dann macht er ne Pause und fängt an, sein Restessen zu sezieren. Schneidet den kleinsten Bissen immer und immer wieder durch und verzweifelt am letzten Rest." Und genau so geschah es. Flunky kämpfte ums Überleben. Aber er wollte ums Verrecken nicht akzeptieren, dass Fressmann Recht hatte. Schlussendlich musste ich mit ansehen, wie mein Tischnachbar ein mickriges dünnes Salatblatt mehrmals zerschnippelte. Mundgerechte Portionen, pah. Für Ameisen vielleicht. Dann wollte er's wissen: Drei Rösti-Ecken mussten noch weg. Flunky sah mir tief in die Augen, öffnete den obersten Knopf seiner Hose (eine sehr beängstigende Situation), tischte jedem eine Ecke auf und das Finale war eröffnet. Ich gewann (Training zahlt sich aus), und Flunky schnippelte und ächzte und quälte sich, aber er schaffte es. Die letzte Ecke galt Schennen, der nur einen halbvegetarischen Miniteller bestellt hatte. Aber er wollte nicht. Ein trauriges Bild, der ganze Tisch leergefegt, nur in der Ecke liegt noch ne Ecke. Bevor die Bedienung das Schlachtfeld räumen konnte erbarmte er sich dann aber doch noch, geschafft!
Wir genossen noch ein paar kleine Zwiebelbierchen, fuhren nach Arnsberg zurück und verbrachten den Rest des Abends im Rock It, wo Schürmann sein Bestes gab, um seinen Pegel möglichst schnell dem Durchschnitt anzugleichen. Alles in allem ein gelungener Abend, vor allem weil ich nicht fahren musste...
[sk]

21.12.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr so, im Dreh
auf jeden Fall zu spät für Lärm
meine Noch-Wohnung
Scheiwe, Schürmann, Hans, Lars, ich
diverse Nachbarn, nicht in Feierlaune

Programm

Döner macht schöner
Chronicles of Riddick
Pichteln
Stora Smog
Was nicht passt, wird passend gemacht
dazwischen, irgendwann, offenbar sehr spät: Feuerwerk

Zusammenfassung

Weihnachtszeit, Pichtelzeit! Die Vorlesungen sind vorbei, die Weihnachtseinkäufe haben grenzenlose Aggressionen aufgebaut, jeder hasst jeden. Die perfekte Zeit also, um die Grenzen des Mietrechts auszuloten. Und so schickten wir uns an, auch dieses Jahr mal wieder zu pichteln.

Das Vorspiel:
Wie jedes Jahr setzten wir uns ein Pichtel-Limit: 5 Euro, keinen Cent mehr durfte das Geschenk kosten. Nachdem in den letzten Jahren schon so Highlights wie Cornflakes, GEMA-Kulis und 2 kg Frittenfett aufgefahren wurden, lag die Latte bezüglich Alltagstauglichkeit der Präsente diesmal natürlich besonders hoch. Und es ist wirklich unglaublich, was man in Jammerdeutschland heutzutage alles für 5 Euro kriegt! Die neueste Errungenschaft der Dortmunder City heißt "1-Euro-Laden", und davon gibt auf einem 200 Meter langen Straßenstück gleich 5 Stück. An dieser Stelle möchte ich kurz erzählen wie sich Schürmann in einem dieser Läden auf Anhieb unbeliebt gemacht hat. Hat zwar nichts mit der Pichtelaktion zu tun, aber trotzdem: King of Queens-Fans kennen vielleicht die Folge, in der sich Arthur wie ein Kind über seine Einkäufe aus dem 1-Dollar-Laden freut. Um ihn ein wenig aufzuziehen erzählt ihm Doug, dass das natürlich billig sei, aber nicht so billig wie der 99-Cent-Laden. Zurück zu Schürmann. Wir stehen im 1-Euro-Laden an der Kasse und Mr. Witzig fragt tatsächlich die Verkäuferin: "Gibt's hier in der Nähe auch einen 99-Cent-Laden?" Die Frau kannte King of Queens offenbar nicht, fand's nicht witzig und verstand auch erst gar nicht, was der Schürminator von ihr wollte. Ihre Kollegin hatte es verstanden. Und fauchte sofort dezent angepisst los: "99 Cent? Ist 1 Euro noch nicht billig genug, oder was?!" Noch im Rausgehen hörten wir hinter uns ein leise gefluchtes "99 Cent..." und beschlossen, diesen Laden in nächster Zeit erstmal von unserer Anwesenheit zu verschonen. :-) Tolle Geschichte, woll? Jetzt geht's weiter im Hauptplot, dem Pichtel-Sprittokoll. Natürlich konnte ich den Laden angesichts unserer Pichtelei nicht verschonen, besorgte 3 herrliche Romane zum Sammel-Sonderpreis: "Dr. Daniel: Ihr letzter Wunsch - ein Kind", und 2x "Christina", einen Roman "um Liebe, Glück und Leid" und einen "voller Zärtlichkeit". Danach checkte ich das Angebot der anderen 1-Euro-Läden ab. Natürlich führte ich eine Gefahrenabschätzung durch. Was kann man kaufen, was führt mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu Personen- und Inventarschäden? Ein Federball-Set war mir sofort suspekt. Ich hatte befürchtet, dass zwei spielbegeisterte Sprittis mir mit den Schlägern nacheinander Mikrowelle, Musikanlage und Fernseher kaputthauen. Tatsächlich reichte ein Spieler: Später mehr zu Lars, dem Innovator der Zimmerbeleuchtung. Desweiteren kaufte ich eine lüttige Abschussvorrichtung für Flugzeuge, eine "Eins, zwei, Polizei"-Modo-CD (komplettes Album!), einen Adventskalender und ein Ü-Ei. Alles zusammen für schlappe 5 Euro, Wahnsinn. Deutschland, es geht bergauf. Was die anderen kauften, wusste ich natürlich noch nicht, lediglich Schürmann meldete zwischendurch "Jahaaa spitze! Mein Geschenk ist so geil, ich würd's am liebsten behalten!". Meine Einkäufe erledigte ich wie immer sehr kurzfristig. Als die anderen schon vor meiner Tür warteten, saß ich noch im Bus Richtung Heimat. Also trafen wir uns an der Haltestelle und holten uns noch einen leckeren Döner.

Aktion Mutante:
Los ging's, und der Mob probte direkt den Aufstand. Scheiwe okkupierte meinen Stammplatz, Schürmann den einzigen bequemen Stuhl und Lars, der keinen Döner fraß, musste ich beinahe verhauen, damit er mir am Schreibtisch Platz macht (Ich bin nicht der geschickteste Döner-Esser und brauche daher eine Unterlage, die nicht aus Teppich besteht). Nach einer nur wenige Stunden dauernden Diskussion, welchen Film aus meinem exorbitant kleinen Sortiment man denn nun gucken könnte, entschieden wir uns zunächst für den von Schürmann mitgebrachten Chronicles of Riddick. Das ist eine DVD mit einem komischen Menü, das keiner von uns verstanden hat, auf das dann ein Film folgt, der zu 80% aussieht wie ein Videospiel. Hier und da ein netter Spruch, aber ich würde jetzt nicht sagen: KAUFEN! Nein.
Als der Schinken vorbei war, konnte endlich das Tagwerk verrichtet werden: Pichtelzeit! Wir machten es uns mit einer Weihnachts-CD gemütlich. "Santa Claus is coming to town" von Blümch.. äh.. Jasmin, hatte mir Imig mal geschenkt. Enthält den Radio Edit (3 min), den Remix (2 min) und "Der Traum" (1 min), ein Gedicht! Also eine CD, die sich nach 6 Minuten wiederholt, nach 12 Minuten nervt und nach 18 Minuten scheißenaggressiv macht. Perfekt! Wie pichtelt man? Man schreibt die Namen aller Anwesenden auf kleine Zettel, jeder zieht einen und kriegt dann das Geschenk, das die Person auf dem Zettel gekauft hat. Die Geschenke sind dabei der Spannung wegen mehr oder weniger gut verpackt. Dieses Regelwerk erwies sich diesmal als schwierig, da Schürmann nicht mein Geschenk kriegen durfte, er war nämlich beim Kauf der Modo-CD und der Bergdoktor-Schundromane dabei. Außerdem sollte sich natürlich niemand selber ziehen. So brauchten wir ca. 10 Anläufe, bis alle Geschenke passend verteilt waren. Scheiwe und Hans beschenkten sich gegenseitig. Ich weiß nicht mehr womit, aber ich glaube Scheiwe hatte mal wieder irgendwelche Essensreste ausgegraben und Hans schenkte irgendwas sehr hässliches. Lars bekam meinen bunten Präsent-Korb, der ihn so umhaute, dass die Hälfte der Sachen noch bei mir lagert, weil er die Abholung verweigert. Ich bekam von Schürmann einen... tamtaratam.... Trommelwirbel... AUTOSIMULATOR! Es ist wirklich wahr, ein Gerät, in das man Batterien reinpackt, es einschaltet und das dann einen tierischen Radau macht, weil innen drin ein Motor eine auf einer Rolle aufgedruckte Straße auf den beleuchteten Bildschirm wirft. Kann man schlecht beschreiben, aber man hat drei Gänge, kann lenken, fährt 753 Sachen und kann durch andere Autos durchfahren. Das Gerät heißt Car Cockpit, wer wirklich nähere Recherchen anstellen möchte. Desweiteren erhielt ich die zur Modo-CD (ebenfalls 1 Euro bei Berlet, da hatte ich natürlich gleich zweimal zugeschlagen, für mein Geschenk und für den Hausgebrauch) passende Maxi "Super gut". Wer fehlt noch? Richtig. Schürmann bekam von Lars... oh mein Gott...... Feuerwerkskörper. Also so ein jugendfreies Fun Pack mit lauter kleinen Zissel-Raschel-Zisch-Bumm-Peng-Geräten, die verhängnisvollerweise direkt ausprobiert werden mussten. Los ging's mit harmlosen Pappdosen, die nach ihrer Öffnung lustige bunte Fäden in meiner Wohnung, besonders an der Lampe verteilten. Dann flogen die ersten Böllerchen (Betonung auf "chen") aus dem Fenster, sowie diverse Sachen, die Leuchtspuren und ähnliches Gebritzel in der Luft hinterließen. Vulkane, ab damit auf die Fensterbank! Fenster zu, denn die sind laut und hell und stinken. Großer Spaß, während wir uns permanent mit Blümch... Jasmin und Modo berieseln ließen. Derweil testete Lars das Federball-Set. Er hatte es gerade ausgepackt, da versuchte er auch schon mit dem Federball meine Lampe auszuschalten. Da ich keinen Bock auf eine zersplitterte Glühbirne zu später Stunde hatte, entriss ich ihm den Schläger. Doch da kam ihm schon die nächste Idee: Der MacGyver des Feuerwerks wollte die Flugzeugpistole als Böller-Abschussrampe missbrauchen. Was genau er zunächst basteln wollte war unklar, er fragte aber nach "Schraubenzieher, Nadel, Faden". Er bekam einen Schraubenzieher und ein Gummiband, und nach 5 Minuten war ein Knaller gekonnt um den ersten der 3 Flieger geschnallt. Fenster auf. Flog gut, zog einen netten Schweif hinter sich her und verabschiedete sich anschließend mit einem Knall von dieser Welt. Drei Flieger standen zur Verfügung, von einem dieser Abflüge drehte Scheiwe sogar ein spektakuläres Video mit seinem Handy. Demnächst vielleicht im Downloadbereich, UFO-Forschung auf Sprittwoch.de. Man sieht eine brennende Lunte und anschließend einen leuchtenden Punkt, der irgendwo in die Nacht fliegt. Großes Kino. Schürmann zündete noch eine Fontäne in einer Bierflasche, die natürlich sofort platzte, und erntete für diese Aktion von allen Beteiligten ein verständnisloses "Du Trottel, Randalierer, das hättest du dir aber denken können". Wie sich aber später herausstellen sollte, war diese Flaschenvernichtung noch die friedlichste Aktion des ganzen Abends, aber dazu später mehr in "Das Nachspiel".
Um der immer noch von meiner schmalen DVD-Sammlung enttäuschten Masse doch noch was Besonderes zu bieten, fuhr ich nun die ganz schweren Geschütze auf: meine VHS-Sammlung. Glitzernde Kinderaugen blickten begeistert auf einen Stapel Bud Spencer- / Didi- und Otto-Filme, und entschieden sich schlussendlich für Stora Smog, den Kult-Splatter-Klassiker aus Oeventrop/Sauerland. Zu diesem Meisterwerk gibt's nicht viel zu sagen, wer den Film nicht kennt sollte unbedingt mal in der Videothek seines Vertrauens nachfragen. Geheimtip! Nach diesem Klassiker folgte noch ein Klassiker: "Was nicht passt, wird passend gemacht" mit Oberproll Ralf Richter, dessen einziges ernsthaftes Problem auf'm Bau die fachgerechte Kühlung seiner Kannen ist. Diesen Film guckten wir als illegale Raubkopie am Computer, über die zu dieser Uhrzeit offenbar recht basslastigen Boxen meiner Anlage, doch dazu mehr in "Das Nachspiel". Das Nachspiel kündigte sich mit einem Türbimmeln während des letzten Films an. Ich sah durch meinen Nazi-Stasi-Türspion und sah: niemanden. Bestimmt irgend so ein versoffener Prolet, der gerade den Heimweg antritt und unten wahllos auf die Klingeln gekloppt hat. Als sich der Sprittwoch dann dem Ende neigte, bemerkten wir vor meiner Wohnungstür einen Zettel. Was uns direkt zum nächsten Punkt bringt:

Das Nachspiel:
"Morgen gibt es erstmal ne schöne Anzeige im Studentenwerk. Mal sehn wie lange du hier noch wohnst wenn du so weiter machst. Ist ja nicht das erste mal." Pott's Blitz! Also das kam überraschend, denn soo laut fanden wir uns gar nicht, da waren wir schon mal schlimmer, dachten wir. Ich lag goldrichtig mit meiner Vermutung, dass der Brief von meiner neuen Nachbarin stammt, die sich unverständlicherweise vor Wochen schon mal durch Klopfzeichen bemerkbar gemacht hat, als mein vom Weihnachtsmarkt dahingeraffter Bruder nachts um 4 die Onkelz in dreifacher Zimmerlautstärke hören wollte. Wir waren uns einig, das mit dem Zettel war doof. Wir sind doch Nachbarn, hey, da klopft man halt mal an... oder schellt kurz durch... "Macht doch bitte die Musik etwas leiser"... Aber so einen dummen Zettel vor die Tür zu klatschen... unmöglich sowas.
Am nächsten Morgen dann Bestandsaufnahme. Verpackungsmüll und Böllerreste überall. Gestank. Fenster auf und huch, was sind denn das für Schmauchspuren? Siff, Bierflaschen, Flipsreste, ekelhaft. Wir rafften uns irgendwie auf, die Bude wieder "besenrein" zu kriegen, auf einmal klingelt's schon wieder. Und da steht der Hausmeister vor der Tür, *schluck*! Wollte irgendwas von einer Inventarliste bei meinem Einzug wissen, murmelte was von "Ouhhh, sooo lange wohnt der schon hier" und verschwand so mysteriös wie er gekommen war. Mein erster Gedanke: "Puh, der hätte hier nicht eine Minute eher auftauchen dürfen." Mein zweiter: "Was denkt der wohl, wenn er hier zwei total zerzauste, unausgeschlafene Kerle in einer 17m²-Wohnung sieht?" Und mein dritter: "Wieso will der eigentlich eine Inventarliste von mir, ausgerechnet an Tag 1 nach dem miesgelauten Beschwerdebrief?" Also suchte ich am Abend ein klärendes Gespräch, um meiner Nachbarin klarzumachen, dass man doch über alles reden kann, sie hätte ja nur eben was sagen müssen, kurz anklopfen und wir wüssten Bescheid... Tja, aber so wie wir gestern offenbar in den Wald reingeschrien hatten, so schallerte es jetzt zurück. Sie hätte zwischendurch das Gefühl gehabt, mein Fernseher stehe mitten in ihrem Zimmer. Sie habe mehrmals gegen die Wand gebollert, später sogar mit einer Plastikflasche. Wir ham's nicht gehört. Als wir mit dem Feuerwerk loslegten, hätten sich unterhalb unseres Fensters diverse Leute lauthals beschwert, wir sollten mit dem Scheiß aufhören. Auch das haben wir... nicht gehört. Sie betonte noch, dass die Vulkandinger, die wir auf meiner Fensterbank zündeten, einen Höllenlärm gemacht haben. Wir ham's nicht gehört, hatten das Fenster ja aus eben diesem Grund zugemacht. Sie habe daraufhin mehrmals geschellt, doch keiner machte auf, denn, der geneigte Leser kann es sich bereits denken, wir ham's nicht gehört. Daraufhin sei sie so sauer gewesen, dachte sich "was für ein dreistes Arsch, der weder auf Klopfen, Schreie der Nachbarn, noch auf die Türklingel reagiert", dass sie ihren Zorn auf Papier gebannt, vor meine Tür gelegt und geschellt habe. DIE Schelle hab ich gehört, aber da stand sie ja schon nicht mehr vor der Tür, womit ich keinen Anlass zum Handeln sah. Tja, nach dieser aufschlussreichen Erläuterung der Sachlage blieb mir nicht viel mehr übrig, als mich für diesen ziemlich ausgearteten Abend zu entschuldigen und zu geloben, dass so etwas nie wieder vorkommt. Ich wollte noch sowas sagen wie "Falls es doch nochmal lauter wird, einfach anklopfen und...", aber bevor ich das Maul aufreißen konnte war mir klar, wie sinnlos diese Aussage war. Also wünschte ich noch schöne Feiertage und zog wie ein begossener Pudel von dannen. Dabei fragte ich mich auch direkt, ob ich nicht gerade wieder in so ein schmuckes Fettnäpfchen getreten war, von wegen "schöne Feiertage und so". Sie ist nämlich Muslimin, feiern die überhaupt Weihnachten? Oder sowas ähnliches? Integration ist ja so schwierig als versoffener Prolet...
An Silvester hatte ich dann auch direkt eine Einladung vom Studentenwerk im Briefkasten, ich möchte doch bitte mal wegen einer Ruhestörungsbeschwerde vorbeikommen. Ob die jetzt von meiner Nachbarin oder irgendwem anders kam, keine Ahnung. Gab ne kurze Belehrung zum Thema Hausordnung und die Sache war gegessen. Nächster Sprittwoch: NICHT BEI MIR!
[sk]

25.11.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

zwischen acht und neun
halb eins
Gasper's Realm of Death
Der Jens, Die Nadine, Der Markus, Der Stefan, Der Lars, Die Sara, Der Niko
- (bin mir nich mehr ganz sicher, wer nu am trinken war)

Programm

Warten, dass alle kommen, Kiesler Weg erklären (zum 1237362. Mal)
Die Einsteiger
Bettelfield Earth (halb)

Zusammenfassung

Ich kam grad noch rechtzeitig zuhause an, um mein niegelnagelaltes Plakat von Frankensteins Todesrennen in einen neuen, unmöglich komplizierten Rahmen zu zwängen und mir außerdem ein leckeres Abendessen reinzuwürgen, da klingelte es auch schon, und Jens und Nadine standen vor der Tür und begehrten Einlass. Während die zwei Beiden es sich bei mir gemütlich machten, rief ich den alten Holzkiesel an und erklärte ihm abermals den nun wirklich nicht schweren Weg zu meiner nicht mehr ganz so neuen Wohnung. In der Zwischenzeit wühlten wir uns durch meine Musiksammlung. Als Kiesobert dann eintraf, war der Rest des Abends vorbestimmt, denn der Herr hatte eine DVD mit dem vermeintlich genialen "Die Einsteiger" feat. Mike Krüger and Thomas Gottschalk dabei. Das überzeugte selbst unsere Frühaufsteher von der Heulsusenfront (Jens und Nadine), noch ein wenig zu verweilen. Kurz darauf trafen Lars, Sara und Niko ein, und das Filmvergnügen konnte beginnen. Tja, was soll ich sagen?
Prinzipiell ist es ja witzig, einen Film zu gucken, der sich derart sklavisch an dem Mainstream der deutschen Achtziger orientiert. Und Mike Krüger als Indiana Jones durch ultrabillige Kulissen stapfen zu sehen, hat auch was für sich. Nur muss man den Film dann mit ultralangen, absolut spannungsarmen Szenen aufblasen? Der Witz des Films beruht auf einer Schlüsselszene. Indiana Krüger sitzt mit ein paar finsteren Nazischurken auf einem Laster, und sie starren sich minutenlang völlig gelangweilt an. Und starren. Und starren. Und starren. Und dann löst Krüger den Knoten mit DEM Hammerspruch überhaupt, der sich im Film immer wieder anwenden lässt: "Langweilig, ne?" Was haben wir gelacht, super! Na gut, besteht der Film halt aus kalkulierter Langeweile, was soll's? Falsch! Denn spätestens, wenn der Streifen versucht, eine Story aufzubauen, die in dem gleichen Genickbruchtempo erzählt wird, wird der Film regelrecht schmerzhaft. Am Ende war der Kiesologe jedenfalls zu dem Schluss gekommen, dass er 7,50€ für einen eher beschissenen Film im Klo runtergespült hatte, was Scheiwe mit einem schadenfreudig lachenden "Sei doch froh, jetzt kannste ihn immer wieder guckenHAHAHAHAHA!" kommentierte.
Nach dem Film blieb nur noch eine Männerrunde übrig, bestehend aus Kieslaw, Gasparow und Nikolov, und der sollte in Form von Battlefield Earth ein scharfer Wind in DVD-Form ins Gesicht wehen. Mit 16:9 Bild und Huperduper-Surroundsound ist der Film noch schlimmer, weil noch offensichtlicher wird, wieviel Geld für diesen unglaublichen Scheiß rausgeschmissen wurde. Besser noch als der Film war Nikos ungläubiges Gesicht, das sich von einer mäßig erheiterten zu einer immens angepissten Fratze veränderte, begleitet von Kommentaren wie: "Das ist echt die größte Scheisse, die ich je gesehen habe." Kiesler und ich hatten hingegen Spaß an den Szenen, wo sich Travolta den Kopp stößt oder sich lachenderweise zum Hampelmann macht. Aber irgendwie war die DVD auch rausgeschmissenes Geld, naja, bei mir halt nur 3,20€. Und vielleicht guck ich ihn ja nochmal irgendwann, Euer Planetschaft...
So, das war's für diesen Sprittwoch, und wenn du thinkst, Sprittology is dead, then du besser regret, motherfucker! Nächste Woche geht's weiter, und dann nehmen wir vielleicht auch mal wieder eine Folge Knight Rider ins Visier, wer weiß?

Wenn Euer Planetschaft erlaubt, würde ich (Kieslaw) gerne noch folgendes Zitat zum sympathischen Frauenbild in Battlefield Earth anfügen: "Sie ist dumm genug um für uns keine Bedrohung zu sein, sie sieht hübsch aus und sie wird mit ökonomischem Tempo betrunken." :-)
[mg]

27.10.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

passabel
ungünstig
Gasper
Gasper, Imig, Niko, ich

Programm

Stavros, der Dokumentarfilmgigant
Obsessed - Von Dämonen besessen
Shawn of the Dead
Der Marsch

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll schreibe ich mal wieder mit 1-monatiger Verspätung, es könnten also uninteressante Details, Filme, Gespräche oder Leute fehlen.
Los ging's um... tja, das weiß ich schon nicht mehr, toll. Aber irgendwann ging's halt los. Markus hatte schon Wochen vorher angekündigt, welch gewaltigen Movie Film Film er an Land gezogen hatte: Stavros, der Gigant. Um uns etwas zu motivieren und von der gnadenlosen Schlechtheit des Films zu überzeugen, spulte Markus wahllos in einige Ausschnitte hinein. Dabei stellte sich heraus, dass wir offenbar keinen Film eingelegt hatten, sondern eine zweistündige Dokumentation, genauer ein Making of, eines unerträglich billigen Softp.. Filmchens. Ein Filmzitat, dass in die Geschichte eingehen wird: "Zeigt mir euren Busen!" Daraufhin erklärte uns Markus, dass diese Aufforderung eigentlich gar nicht so unhöflich sei, denn der Busen seien nicht die beiden... ähm.. sondern der Bereich dazwischen. Da die Schnitte im Making of zu hart waren (auf weiblich, jung, zeigt mir euren hmhm folgte der fette versiffte Produzent, der die geniale Story und Spezialeffekte hervorhob, oder eine Ü80-Oma, die aber gepriesen sei der Herr nicht ihren ähem präsentierte), wechselten wir schnell die MAZ. "Obsessed - Von Dämonen besessen". Uiuiui... Ich fürchte sogar es war der gleiche Regisseur wie bei Stavros, jedenfalls war dieser Film sensationell schlecht. Worum geht's? Ein schwules Pärchen sieht nachts ein Licht am Himmel runterkommen. Irgendwas Außerirdisches. Einer der beiden findet daraufhin einen außerirdischen Helm, mit dem seine _eigenartigen_ Phantasien Realität werden. Aus irgendeinem Grund holt er mit dem Helm böse Dämonen in die Realität. Es gibt halbblutige Kämpfe, homoerotische Eifersüchteleien und ein atemberaubendes Finale: Tunte A stellt fest, dass er wohl doch auf Frauen steht, Tunte B ist gefangen im falschen Körper, Simsalabimsbums, Helm tu dein Werk... Tunte B wird ne Frau und der Haussegen ist gerettet. Und ja, es gibt zwischendurch tatsächlich eine... äh.. eindeutige Szene zwischen zwei Kerlen. So schnell hab ich Markus noch nie zur Fernbedienung greifen sehen, während ihn der Rest lauthals und sehr entsetzt zum sofortigen Vorspulen aufforderte. Ekelhaft. Ohne jetzt irgendwelchen Randgruppen auf den Schlips treten zu wollen. Ekelhaft. Trotzdem ist der Film sehr empfehlenswert, allein aufgrund einer einzigen Monumentalszene: Als Männchen A den Helm entdeckt (oder irgendeinen außerirdischen Stein, ich weiß es nicht mehr), will er ihn mit einer Taschenlampe untersuchen. Dabei geht die Lampe immer aus, er guckt verdutzt nach oben, Lampe geht an, er hält sie wieder runter, Lampe geht aus, er wundert sich, guckt hoch, Lampe an, guckt runter, Lampe aus, wundert sich wieder, guckt hoch, Lampe an, runter, aus, wundert sich usw... Wir waren erstaunt, wie oft ein Mensch über ein und dasselbe Ereignis erstaunt sein kann...
Danach hatten wir uns aber noch nen anständigen Film verdient. Unser Trash-Limit war erreicht, jetzt war Humor mit Niveau angesagt: "Shawn of the Dead", eine überaus geniale Parodie auf Zombiefilme der "Dawn of the Dead"-Machart. Wüsste nicht, wie ich den jetzt angemessen zusammenfassen oder schmackhaft machen könnte, also mach ich's kurz: ANGUCKEN! Auf englisch, denn einige Gags definier ich jetzt mal ganz einfach als unübersetzbar. Mit Parodie meine ich übrigens "wirklich gelungene, intelligente Parodie", nicht so'n Scheiß wie Scary Movie.
Nach dem Film war der Sprittwoch glaub ich vorbei, doch mein größtes Abenteuer stand mir noch bevor: Orientiere dich in einer dir fremden Umgebung, finde den Nachtbus und fahr mit ihm nach Hause. Trotz Imigs detailliertester Wegbeschreibung gelang es mir nicht, die von ihm beschriebene Haltestelle zu finden. Die blanke Angst im Nacken und den Blick ständig auf die Uhr gerichtet machte ich mich also auf, die einzige Haltestelle in der Nähe zu finden, die mir bekannt war. "In der Nähe" stellte sich als entsetzlich dehnbarer Begriff heraus und immer wenn ich dachte "Ah, jetzt weiß ich wo ich bin!", riss mich die nächste Querstraße auf den Boden der orientierungslosen Realität zurück. Als ich irgendwann merkte, dass ich die ganze Zeit auf der Straße rummarschierte, die direkt parallel zu meinem anvisierten Ziel verlief, war es für den Nachtbus schon zu spät. Schnauze voll, Taxi, 15 Euro, danke. Scheiße.
[sk]

22.9.2004 - Zweigstelle Arnsberg

halb neun
eins
meines Bruders Spinnenbunker
Spinnenfighter Hansknecht, Filmkenner Schürmann, Spinnenbesieger Kiesler

Programm

Erkan und Stefan
Beavis & Butt-Head, Hans erweist sich als unwürdig
Happy Tree Friends
King of Koosh
Hans geht
Beavis & Butt-Head

Zusammenfassung

Zwecks Semesterferien stattete ich der Arnsberger Legion mal einen Besuch ab, um die Moral der Truppe zu stärken. Dazu mussten wir uns zunächst mal wieder über das Filmmaterial einig werden. Hans und ich fanden recht schnell ein paar potentielle Spaßschinken, aber Schürmanns Standardantwort war nur: "Kenn ich schon, kein Bock, ist scheiße." Wir guckten trotzdem Erkan und Stefan, der sogar teilweise sehr unterhaltsam war. Im Großen und Ganzen aber: Schürmann hatte Recht. Also guckten wir jetzt etwas, was auch Schürmanns Genehmigung fand: Beavis & Butt-Head. Diesmal nölte Hans rum: "Langweilig, blöd, määh..." Absolut unwürdig. Ich kann verstehen, wenn man über diverse (alle?) deutsche Filme nicht lacht, aber Beavis & Butt-Head, hallo?! Frechheit. Das Schlimme ist ja, dass solche Leute einen dann mit runterziehen. Man kriegt nicht so richtig Spaß, wenn 2 Meter weiter jemand die ganze Zeit rumjammert "Laaaangweilig.... Scheiiiiißeeee..... Gääääähn....".
Dann fanden wir doch noch was, womit sich alle anfreunden konnten: Happy Tree Friends. Wir sind als Lava-Lava-erprobte Kurzfilmliebhaber ja einiges gewohnt, aber hier wurde die Schmerzgrenze überschritten. So witzig die Itchy&Scratchy-mäßigen Splatterorgien ja sind, sie sind eben nur ein paar Sekunden lang. Im Gegensatz zum extrem nervigen Vor- und Abspann, der einem vor und nach jeder einzelnen Folge um die Ohren fliegt. Dieses "Diddeli diddeli laaa laaa lala laaa"-Titellied macht ca. 80% der Gesamtlaufzeit der DVD aus. Furchtbar.
Irgendwann, ich glaube nach dieser schrecklichen DVD, entdeckte Hans eine noch viel schrecklichere Spinne auf dem Fußboden. Während Schürmann und ich wie aufgescheuchte Hühner dem tödlichen Insekt aus dem Weg sprangen, blödelte der tapfere Feuerwehrmann so lässig mit dem Viech rum, dass es irgendwann keinen Bock mehr hatte und unter ein Sofa kroch. Da ich mit der Angst im Nacken kein Bier trinken kann, war nun Einsatz gefragt. Sofa weggeschoben, Lage analysiert, Schlachtplan ausgeheckt und WATZ! Die Bestie mit einer Plastikflasche erschlagen. Ich strotzte vor Stolz und Testosteron. Ich glaube, für einen Moment wuchs mir sogar ein Bart. Die Schweinerei entsorgt, Sofa wieder in Trinkerposition gebracht und weiter ging's. Da Hans schon von Beavis & Butt-Head relativ unbegeistert war, wollten wir ihm jetzt den Rest geben. King of Queens war angesagt, die Folge mit dem Koosh. Und ich hab's gesehen, Hans hat sogar einmal gelacht. Danach haute er aber ab, ich glaube er musste am nächsten Tag sogar arbeiten. Ein Problem, dass Schürmann und ich natürlich nicht hatten, also noch ein bisschen Beavis & Butt-Head geguckt und dann Feierabend.
[sk]

8.9.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18:30
1:35 Uhr
Arendta 20/10
Hans, Schürmann, Arendt, Schlitzer, Ich, kurz Nolte, Noltes Perle?

Programm

Einsammeln
Zweisammeln
Zu Hansknecht
Warten bis Hans seine Pizza verdrückt hat
Kaffee saufen
Simpsons
Zu Arendt gehen
Slayer - Seasons in the Abyss
Fußball Deutschland gegen Brasilien
Zwei Asse trumpfen auf
Psychologie

Zusammenfassung

Netterweise hat Hansknecht Schürmann und mich abgeholt. Allerdings musste er noch nach Hause und sich eine Pizza reinschieben. Zum Glück war Simpsonszeit; das unterhält wenigstens ein bißchen. Schürmann fing an herumzuquengeln, daß er lieber King of Queens sehen will. Nee, sorry! Den Mist tue ich mir nicht an und beschlagnahmte die Fernbedienung. Es wurde natürlich weiter Simpsons geguckt. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder das gucken kann, was er will? Schürmann und ich soffen ein paar Tassen Kaffee, die Hans uns servierte. Er mampfte seine Pizza auf und wir machten uns auf den Weg.
Bei Arendt angekommen, lief das Video zu Seasons in the Abyss. Es folgen nun ein paar Zeilen, um zu testen, ob Kiesler diese Mail auch liest oder einfach nur abkopiert. Ich glaube das Kiesler eine Homoschwuchtel ist und in Wirklichkeit nur Brinkhoffs und alkoholfreies Bier trinkt. Ich glaube das ist so. [Das glaub ich nicht, Tim. Natürlich lese ich deine Lümmeleien, aber ich stehe über solch weltlichen Dingen.] Nachdem das Slayervideo zu Ende war, wurde auf Fußball umgeschaltet. Schlaue Komentare und ein ordentliches Spiel ließen den Hopfentee immer leerer werden. Da wir uns ernsthafte Sorgen um unseren Nachschub machten, fuhren Schlitzer und ich mal eben zur Tanke um einen neuen Rahmen zu besorgen.
Das Fußballspiel ging zu Ende und Bud Spencer landete im Videorekorder. Zwischendurch verkrümelte sich der Hans, da er keine Lust mehr hatte. Der Abend neigte sich langsam seinen Ende und jeder ging seiner Wege.
[aw]

18.8.2004 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
22:45 Uhr
Beckmanns Pup
Arendt, Schlitzer und ich

Programm

Fußball gucken

Zusammenfassung

Klinsi musste sich das erste mal unter Beweis stellen und da wollten wir dabei sein, also trafen wir uns zum Länderspiel Deutschland : Österreich bei Pipi. Schlitzer und ich kamen ungefähr um halb neun an, da saß der besoffene Arendt schon an der Theke. Er war wohl wieder aufe Maloche und kam mit der harten Arbeit und dem Feierabendbier nicht klar.
Wir schnappten uns also einen Stehtisch und verfolgten unsere neue deutsche 11 beim ersten Spiel, sie spielten sogar richtig Fußball was man ja während der EM in Portugal leider vermisste.
Kurz nach der Halbzeit und dem 1:2 für Deutschland bemerkte Arendt, dass er schon zu voll war und wenn er jetzt noch ein Bier trinken würde nicht mehr selbstständig nach Hause kommen würde. Also zahlte er und ging, Schlitzer und ich sahen uns noch das Spiel zuende an und gingen dann auch. Deutschland gewann übrigen 1 : 3.
[dh]

10.8.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18 Uhr
0:30 Uhr
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Scheiwe, Kathi, Walter, 15 Leute von der Feuerwehr, Steffi, Britta
Imig, Schürmann und Ulli mussten fahren

Programm

Bier kühlen
die ersten Gäste empfangen
die ersten Geschenke auspacken
Biertrinken
noch mehr Gäste empfangen
Biertrinken
die letzten Gäste empfangen
Bier trinken

Zusammenfassung

Da ich am 10.08.2004 Geburtstag habe und grade der 10.08.2004 war feierte ich ein wenig bei uns im Gatten. Dazu besorgte ich erst mal 5 Kisten Veltins, 1 Kiste Veltins alkoholfrei, 2 Kisten V+ und eine Kiste Cola bei Korte. Nachdem ich die Getränke gekühlt hatte kamen auch schon die ersten Gäste, Imig und Walter. Ich glaub Imig hat auch das einzige alkoholfreie Bier getrunken, es fehlte nämlich nur eine Flasche im Kasten, aber man muss ja auch mal was neues bieten.
Kurz danach standen auch schon die Feuerwehr und Ulli, Kathi und Steffi vor der Tür, äh vor der Hecke. Dann konnte es ja eigentlich auch schon los gehen, allerdings waren die Leute die ersten zwei Stunden damit beschäftigt Wespen zu vertreiben und zu erschlagen, bis alle Wespen um exakt halb zehn Feierabend machten. Kein Scherz um halb zehn waren auf einmal alle weg, vielleicht lag das daran das kurz vorher Jens auftauchte und sie mit seinem Gestank vertrieben hat, es kann aber auch daran gelegen haben das es ungefähr um zehn Uhr anfing zu regnen.
Nach reichlich geleerten Bierflaschen und gegessenen Würstchen wurd es dann nach und nach leerer, Gott sei dank war Schürmann mit dem Auto da, so dass wir bis fast vor die Tür gefahren wurden. Aber wirklich nur fast, der Herr musste nämlich Sprit sparen und uns aufem Neumarkt rausschmeisen.
[dh]

29.7.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

jetzt mal so pauschal, äh... 20 Uhr?
1:45 Uhr
Gaspers Angeberhütte
Gasper, Scheiwe, Lama-Lars, Niko, Nadine, ich
Imig

Programm

Plaudern
Film Film: Auch die Engel essen Bohnen
Deutsche Braukunst genießen

Zusammenfassung

Sprittwoch bei Gasper. Damit ich mich nicht wieder verlaufe, vereinbarte ich rechtzeitig mit Scheiwe einen Treffpunkt: Pünktlich um xy Uhr in der Uxy Richtung Stadt. Ich stieg in Barop Parkhaus ein, Scheiwe sollte wenige Minuten später am Palmeingeweide hinzustoßen. Doch da stand kein Scheiwe. Innere Panik. Kein Problem: Telefon. "Der gewünschte Gesprächspartner..." NEEIIINN!!! O2!!!! SCHON WIEDER!!! Orientierungslos stieg ich erstmal an der Möllerbrücke aus, wo mich Scheiwe anrief, brav den Grund seiner Verspätung schilderte und sich mit der nächsten Bahn ankündigte. Und wie ich so treudoof auf die nächste Bahn wartete, rief mir von der anderen Seite plötzlich ein wild winkender Scheiwe zu. Wär ich doch beinahe wieder nach Hause gefahren, sowas...
Am Zielbahnhof lenkte Jens dann mit gekonnter Körperbeherrschung die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich: Mit einer Hand telefonierte er, mit der anderen entleerte er seinen Löres. An Gaspers Privatkiosk deckten wir uns mit Spritt ein und los ging's.
Nach dieser spannenden Vorgeschichte weiß ich eigentlich nicht, was ich noch groß schreiben soll. Wir saßen rum, guckten einen Film und betranken uns. Na gut. Zunächst saßen wir also in gemütlicher Runde und erzählten uns spannende Geschichten von überfahrenen Katzen und mit Knüppeln totgekloppten Eichhörnchen. Letzteres führte der in meinen Augen mächtig gestörte Niko in seiner Schulzeit tatsächlich als Grund für eine Verspätung an. Da wir gerade so schön in Klopperstimmung waren, packte Lars das Filmhighlight dieses Abends, ach was, dieses Jahres aus. Auch die Engel essen Bohnen. Wer vom Titel direkt auf Bud Spencer und Terrence Hill schließt, liegt nur halb richtig. Sagen wir dreiviertel. Statt Terrence Hill spielt nämlich ein noch schmächtigerer, noch nervigerer Dummfröhlichschönling den Kompangjong des Dicken. Dennoch zählt dieser (alte!) Film zweifelsfrei zu den besten seiner Art! Derbe Sprüche am laufenden Meter, Kloppe ohne Ende und NULL Handlung. Leider sind mir die ganzen geilen Sprüche schon wieder entfallen, also müssen wir den wohl nächstes Mal nochmal gucken. So, das war's. Wenn mir noch was einfällt, schreib ich's trotzdem nicht hier rein.
[sk]

21.7.2004 - Zweigstelle Arnsberg

21:00 Uhr
0:00 Uhr
Flunky's Schokoladentempel
Flunky Grosse-Plankermann, Hansknecht, Waldi, Schürmann
Flunky's Mutter

Programm

Promi-Fußballspiel
Metal Videos auf VIVA Plus
Wild Boyz
Jackass
Ende

Zusammenfassung

Yahoooooohaaa, es war Mittwoch, da haben wir uns gedacht, man müsse ma widda nen Sprittwoch machen. Den Flunky angerufen, seine Bude klar gemacht, den Hansknecht und Walter Informiert. Ich habe dem Flunky vorgeschlagen, ob wir nicht evtl. mal den Grill rauskramen, aber der Flunk weigerte sich, mit dem Argument, er müsse ja dann den Grill wieder säubern. Der ist schon genau so faul wie Kiesler. Informatikerdrecksbande. Um 20 Uhr immer noch kein Lebenszeichen vom Flunky, ich wurde langsam ungeduldig, meine Finger zitterten, kein Alkohol, ich brauchte Spritt. Der feine Herr ist nämlich in Dortmund und muss sich einen Anzug kaufen. Es ist nun 20:30 Uhr, mein Telefon klingelte, der Flunky. Er begrüßte mich mit einem Rülpser, äh jooaaahhh. Ich musste den Drecksack erstmal 10 min überreden mich abzuholen, aber ich habe es dann doch noch geschafft. Um 21:00 Uhr trudelte er dann auch mal so langsam an, die ganze Fahrt wurde gerülpst, es stank ziemlich ekelhaft. Ach so, wir haben noch bei der Tanke angehalten um Bier zu kaufen.
Beim Flunk angekommen, der Hans stand auch schon auf der Matte, dann konnte es ja losgehen. Bier wurde in den Kühlschrank verfrachtet und der Fernseher wurde in Betrieb genommen, es lief son Promi-Fußballspiel, wo unter anderem DJ Bobo und Schumi sich die Ehre gaben. Wer war noch dabei, ich weiß es nicht mehr, der Lodda und der Effe sind auch dabei gewesen. Egal, es war furchtbar. Danach liefen gute Metalvideos auf Viva Plus, die haben wa uns ne Zeit lang reingepfiffen. Beim Zappen habe ich dann Wild Boyz entdeckt, ein Faultier hang mit dem Kopf nach unten im Baum und Chris Pontius genau daneben. Dann war da noch so ne Echse die über's Wasser laufen konnte, die Jesusechse, das war doch schon sehr lustich. Im Anschluss haben wa noch mehr oder weniger Jackass geguckt.
Hansknecht hat einen Arendt gemacht, er schmiss das Bier runter, worauf Flunky's Mutter wach wurde, ein Sprittwoch ohne was runterzuschmeißen ist ja auch kein richtiger Sprittwoch. Ich vergaß, der Walter ist irgendwann um 22:30 Uhr zu uns gestoßen, er musste im Zero auf kleine Kinder aufpassen bzw. den Spritt wegnehmen. Lass den Kindern doch ihren Spritt. Ein oder zwei Bier wurden noch gekippt, dann gingen wir alle nach Hause.
[ds]

23.6.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
so elf bis zwölf
Gaspers neue Bude! Ich hab sie gesehen!
Der Markus und das ich.
Niko

Programm

Orientierung finden
Wohnung bestaunen
Bier käufen
Wohnung bestaunen
endlos langweilige Vorberichte des EM-Spiels gucken
DEUTSCHLAND - TSCHECHIEN
:-(

Zusammenfassung

Soso, heute sollte ich also Markus' neue Ranzbude sehen. Mein Problem: Ich habe keinen Orientierungssinn. Ich ließ mir den Weg vorher von Markus beschreiben. Als ich dann Scheiwe anrief, um zu fragen, ob er heute auch einen mithebe, fragte ich ihn ebenfalls nochmal nach dem Weg. Letztendlich blieb mir aber nur die letzte Straßenbahnhaltestelle im Gedächtnis, und Markus sein Satz: "Wenn de da bist, ruf einfach nochmal an."
Leider ist Markus bei O2.
Also rief ich, nachdem ich auf Anhieb den falschen Ausgang der Haltestelle benutzt hatte, mal wieder bei Jens an (Für die, die O2 nicht kennen: Das ist da, wo man anruft und der Empfänger ist NIE erreichbar, auch wenn er sich gerade in seiner 'Homezone' genüsslich die Eier schaukelt.). Jens war - zu Recht - etwas amüsiert und versuchte, mir nochmal den Weg zu beschreiben. Ich stand direkt vor einem Stadtplan, auf dem fett ein "Ihr Standort" markiert war, ich sah die Straße, nur vermochte mein Hirn keine Verbindung zwischen diesen beiden herzustellen. Als ich nochmal zurück ging und den anderen Ausgang benutzte (der auch schon wie Gaspers Straße hieß, aua), fand ich sein neues Domizil aber recht fix.
Wow! Dieser 30 m²-Tempel stellte all meine Erwartungen, die ich in sein neues Sprittloch hatte, in den Schatten. Das wird Monate dauern, das so richtig schön zuzusiffen. Perfekte Lage. Quasi direkt gegenüber eine Trinkhalle, an der wir unser eiskaltes EM-Veltins organisierten, und dann ging's los. Naja fast, erstmal mussten wir das stundenlange Expertengeseiere über uns ergehen lassen, und Zappen gestaltete sich bei sagenhaften 3 TV-Sendern eher schwierig. Dafür glänzte Markus ohne Vorwarnung mit einer Wortkreation, bei der mir ja fast das Bier aus dem Gesicht fiel. Ich versuchte, ihn für eine Fernsehserie namens "Hulk" zu sensibilisieren, indem ich begeistert von einer Folge erzählte, in der der Hulk einer Jugendlichen bei ihrem Alkoholproblem helfen wollte. Und dank meiner heuschnupfenpolypenverseuchten nasalen Aussprache kam etwa folgendes bei Markus an: "Hulk... blabla... Alkohol... blabla Hulk.... ohol.... HULKOHOL!" Mittwoch, Sprittwoch... Alkohol, Hulkohol... Der Mann ist nicht zu stoppen! Hulkohol, super! Das liest sich jetzt vielleicht nicht so, aber wenn man's live hört, nicht damit rechnet und schon etwas Spritt intus hat: spitze.
Markus' Bassprofessor, Niko, schaute zwischendurch kurz vorbei. Er gehe gleich zu irgendeiner Menschenansammlung, wo das Spiel öffentlich übertragen werde. Wir wägten ab: Fußmarsch, evtl. schlechte Biernachschubmöglichkeiten, ungewisse Pinkelmöglichkeiten... Wir blieben in unseren Furzmulden. Dann guckten wir das Spiel, das unsere Turniermannschaft eigentlich mit 2:1 hätte gewinnen müssen, wenn sie nicht so nervös gewesen wäre. Tja, so waren das beste am ganzen Spiel mal wieder Netzer und Delling, das lustig turtelnde Fußballpärchen, dass sich gegenseitig mal wieder höchst respektvoll demontierte. In der Halbzeit mussten wir unsere zu knapp bemessenen Vorräte aufstocken, was aber angesichts der schönen Lage nahe der Trinkhalle kein Problem war. Nach dem Spiel wagte Niko nochmal einen Fuß in die Bude, dann lösten wir diesen kleinen aber feinen Sprittwoch auf.
[sk]

9.6.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

18/19/20 Uhr?
1/2/3 Uhr??
Westpark
Lars, ich, Gasper, Scheiwe und 'n ganzer Arsch voll anderer Leute

Programm

Vorglühen bei mir
Hauptglühen im Park
Jetzt glüht überhaupt nichts mehr im Dorf

Zusammenfassung

Hm, mal schauen. Sprittwoch. Was war denn da? Also Lars und ich haben erstmal gemütlich bei mir vorgeglüht. Dabei haben wir tatsächlich Alf, den Film geschaut. Mir fehlt der Mut, mich jetzt so pauschal für oder gegen diesen Film auszusprechen. Der weitaus größere Spaß stand uns noch bevor: Such die Spritter im Westpark. Mit einer groben Wegbeschreibung und einer rappelnden Tüte voller Spritt ging's durch den gar nicht so kleinen Park, der ungünstigerweise sehr gut besucht war. Eine halbe Stunde und mindestens 10 Handy-Euro später fanden wir dann die lustige Reisegruppe, die es sich bereits im Gestrüpp gemütlich gemacht hatte. Tja, was soll man da jetzt schreiben? Wir saßen halt da rum und betranken uns. Erwähnenswert vielleicht noch einige Weisheiten, die sich Scheiwe im Laufe des Abends brachte. "Blablabla, aber ich hab's noch geschafft, Gott sei Schank!" :-) Und bis heute erschließt sich mir der Sinn folgender Aussage nicht: "Man muss erstmal all seine Freiheit herauslassen." ???
Später wollten Scheiwe, Lars und ich dann noch im Studentendorf auf der legendären Dorfparty vorbeischauen. Die war ja letztes Mal schon legendär scheiße, aber diesmal? Also spät war's wirklich noch nicht, aber: "Nää, gibt keine Marken mehr!" Keine Marken, kein Bier. Problem erkannt. Nachdem ich mich dann eine halbe Stunde lang rechtfertigen musste, weil ich keinen Bock mehr hatte, jetzt noch nach Bochum zu gurken, Komma, fuhr Scheiwe nach Bochum, Lars nach Düsseldorf und ich nach Hause. Sprittwoch over.
[sk]

2.6.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23 Uhr
Schürmanns "Block"hütte
Bassguitar Walter und Grunzbold Schürmann
Flötenpoldi Hansknecht

Programm

Grillen
Trinken

Zusammenfassung

Juhuuu, es war mal wieder an der Zeit einen Sprittwoch zu machen, ist ja in Arnsberg sowie in Dortmund ziemlich selten geworden. Ich kaufte mir bei Combi was zu Grillen und einen Sixpack Veltins. Als nächstes bereitete ich den Grill vor und kühlte mein Bier. Es war jetzt 19 Uhr, jeden Moment müssten Walter und Hansknecht eintrudeln, aber dem war nicht so. Walter musste glaub noch Kacken. Um 19:30 Uhr sind sie aber dann eingetroffen. Sofort wurde der Grill angeschmissen und mit blutigem Fleisch bestückt. Ich hatte Walter vergessen zu sagen, dass wir Grillen, desshalb hatte er "kein" Fleisch. Bruuuuhahahahahahihihaho. Sorry, kann ja mal vorkommen. So, das Fleisch wurde gewendet und mit ein paar großzügigen SPRITTzern Bier gewürzt. Das Fleisch war fertig und konnte hinuntergeschlungen werden. Hansknecht und Walter schnorrten sich den ganzen abend Kippen bei mir, die große Schachtel war dann auch schnell leer. Die bekomme ich alle zurück ihr Mistkerle. Mein Sixpack war auch schon leer, da musste ich mir noch nen perverses Krombacher aus'm Keller holen. Walter hat auch noch eins bekommen. Hans trank weiter sein Malzbier. So, Fleisch wech und Bier wech, alle gehen nach Hause. Alles wird gut. fuck you and die
[ds]

19.5.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

Am Anfang
Am Ende
Emil-Figge-Heim
Ganz viele Menschen

Programm

Imig kommt Vorglühen
Alle betrinken sich

Zusammenfassung

Das Sommerfest der Emil-Figge-Bunker bot uns die Möglichkeit, endlich mal wieder sowas wie einen Sprittwoch zu vollführen. Während die Abwesenden noch proben mussten, beglückte mich der Imig mit seiner Anwesenheit. Und mit Bier. Nachdem er sich ausreichend über die Unordnung in meinem Zimmer echauffiert hatte, ritten wir zur Emil Figge. Dort fiel ich direkt mit meiner ersten Trinkstrategie des Abends voll auf die Schnauze: Da aus den Fässern mal wieder unappetitliches Brinkhoffs suppte, wollte ich mir mit leckerem Alt das Elend schönsaufen. Stattdessen bekam ich ein ekelhaftes Kre, das ich dem/der Verantwortlichen am liebsten direkt ins Gesicht gespuckt hätte, doch leider bemerkte ich den Irrtum erst in sicherer Entfernung vom Bierwagen. Nach einiger Zeit fanden wir dann auch Gasper, Scheiwe und Co. Wir waren uns einig, dass der Sprittwoch im Moment schwer im Sterben liegt, beschlossen aber keinen konkreten Gegenmaßnahmenkatalog. Programmmäßig gibt's nicht viel zu erzählen. Man stand halt rum, sabbelte belangloses Zeug, ging pissen, ging Bier holen, ging pissen, pöbelte rum, ging Bier holen... Irgendwann war's dann vorbei. Punkt.
[sk]

28.4.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18:45 Uhr
23:50 Uhr
Arendt
Nolte, Arendt und ich

Programm

Fußball, Rumänien : Deutschland
Texas Kettensägenmassaker
TV Total

Zusammenfassung

Im ZDF kam Fußball, ein Testspiel zwischen Rumänien und Deutschland. Eigentlich müsste das ja ein langweiliges Spiel werden, die Rumänen sind noch nicht mal für die EM qualifiziert und Deutschland ist ja amtierender Vizeweltmeister. Aber wir dachten uns, es ist Sprittwoch also gucken wir uns das mit nem Kasten Bier dabei an.
Nachdem ich bei Kaufpark nen Kasten Freigraf Pilsener für 5 ¤ geholt hatte für ich zu Matze. Er und Nolte saßen bereits, mit den letzten beiden Warzen Veltins die Arendt noch im Haus hatte, vorm TV. Sie zeigten sich sehr begeistert über den Anblick des Kastens da ihre Kannen sich dem Ende näherten. So Pils innen Kühlschrank und ab aufs Sofa.
Das Spiel fing dann auch grad passend an, doch in den ersten 10 Minuten änderten wir unsere Meinung gegenüber den Rumänen, irgendwie waren die dauernd im Ballbesitz. Sie ließen uns dann auch nicht lange warten und machten die erste Bude nach etwa 20 Minuten, dann die 2. die 3. und auch die 4., schönes Spiel. Olli Kahn biss vor Wut in den Rasen und die Rumänen kriegten nen Lachkrampf. In der zweiten Halbzeit macht irgend so nen komischer Deutscher dann auch mal nen Tor, aber die Rumänen hatten ja schön auf 5 Tore erhöht.
Nach diesem tollen Fußballspiel brauchten wir erst mal was vernünftiges für die Augen, also schmiss Matze Texas Chainsaw Massaker in den DVD Player. Ich hatte mir zwar mehr Blut von dem Film erhofft, aber er war eigentlich ganz okay. Vor allem weil Arendt bereits alle Dialoge auswendig kannte und sich auch nicht zurück hielt sie uns ständig fünf Minuten vorher zu präsentieren. Irgendwann während des Films musste Nolte dann mal im strömenden Regen zum Ratsgrill fahren, weil Arendt Hunger hatte und die Schnauze mit seinem Gebettel nicht halten konnte.
Danach noch eben TV Total geguckt und um irgendwann vor 12 verlies ich dann Nolte und Arendt.
[dh]

14.4.2004 - Zweigstelle Arnsberg

-
-
-
-

Programm

Zusammenfassung

- schreibt das mal einer? - bin faul.
[sk]

18.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

?
?
Gasper
Gasper, Kiesler, Scheiwe

Programm

?

Zusammenfassung

MARKUS! SCHREIB! So lange der faule Sack seinen Arsch nicht hochkriegt, hier das ultrakurze Gedächtnisprotokoll: Wir ham Bad Taste geguckt.
[sk]

11.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
Hm...
Gasper
Gasparr, Icharr

Programm

Materialbeschaffung
Und was nun, und was nun?
South Park
Superstau
"Knut Rider", kotz, würg, brech...
Star Trek, Junge!
Achtkantiger Rausschmiss

Zusammenfassung

Der Abend begann furchtbar, wie hatten keinen Spritt mehr! Und woher nun nehmen und nicht stehlen? Bei Plus gibt's nur noch Plastikbier, bei Lidl nur Gravenwalderwälder-Ekelpils und Rewe ist zu weit weg. Also erstmal beim Kiosk um die Ecke dumm auffallen: "6 Kronen Export." - "Hab ich nicht mehr." - "Dann Veltins." - "Bitte sehr..." - "8 Veltins" - "Hab nur noch 4, wie wär's mit Brinkhoff's?" - *würgkotzgrünanlauf* "Den Rest Bitburger." Mit diesem illustren Pilsmix marschierten wir fröhlich zu Markus. Nachdem wir uns ca. 1 Stunde lang nicht entscheiden konnten, mit welchem Film wir heute die Zeit töten könnten, schoben wir erstmal eine Folge South Park ein. War gut. Anschließend konnten wir uns zu Superstau durchringen. Auch sehr gut. Danach wollten wir uns Knut Rider antun, eine Star Trek-mäßige Neuvertonung einer Knight Rider-Folge. So eine schlechte Möchtegern-cool-sein-Scheiße hatten wir echt nicht verdient! Geistesgegenwärtig würgte Markus den Dreck nach 10 qualvollen Minuten ab und wir widmeten uns wieder dem Original: Sinnlos im Weltraum. Als das dann irgendwann vorbei war, nippte ich noch an einem halben Bier rum, während Markus auf dem Trockenen saß. Diese Situation gefiel ihm nicht so recht, weshalb er mich mehrmals freundlich bat zu gehen. Diesen Aufforderungen widersetzte ich mich, denn ich hatte ja noch mein leckeres Bier. Irgendwie wurden wir dann beide von Minute zu Minute angefressener, und irgendwann landeten meine Jacke und Rucksack unsanft im Flur. Da landete ich dann etwas später auch und hinter mir rastete eine Tür sehr laut und endgültig ein. Womit bewiesen wäre: Alkohol macht aggressiv und gleichgültig, q.e.d. :-)
[sk]

10.3.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Arendt
Arendt und ich

Programm

Bier trinken
Fussball gucken und Bier trinken
Bier trinken

Zusammenfassung

Als ich bei Arendt an kam wurde ich vom grellen Licht der Aquarien geblendet, er hatte alle drei endlich mal sauber gemacht, wurde dabei allerdings von einem seiner Piranias gebissen.
Na ja, wir setzen uns erstma entspannt aufs Sofa und tranken die ersten Kannen Hansa, danach guckten wir Fußball und danach tranken wir dann noch ein bisschen Bier und danach ging ich dann nach Hause. ENDE
[dh]

4.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

so zwischen acht und neun
spät
Gasper, Spirit
Devon Scheiws, David Kieselhoff, Markitt Gasperdal, Nadine, Patry(i)c(z)i(y)a(ü), Silke

Programm

Indy 3
Family Guy
Aktion Mutante
Scheiwe geht
Scheiwe kommt zurück
Spirit

Zusammenfassung

Und dann noch was! Jetzt neulich ist endlich wieder Sprittwoch gewesen, und zwar recht klassisch, das heißt, der Herr Kiesler und der Herr Gasper und der Herr Scheiwe treffen sich in einer aufwändig auserwählten 18 Quadratzentimeterbude und diskutieren sich bei gut gekühltem Billigpils die Lebern weg. So geschehen an jenem Tage, der als Ausrede für einen richtigen Sprittwoch herhalten musste. Den Mitgliedern waren die Berge an sinnlosen Videos derart übergeschwallert, dass zu allererst mal ein vernünftiges Filmchen auf den Schirm musste. In diesem Fall war es Indiana Jones und der Film mit dem Gral, welcher bei allen Anwesenden auf Applaus getroffen, wären selbige nicht damit beschäftigt gewesen, an ihren biergefüllten Glaspimmelchen (=Bierflaschen) rumzufummeln. Nach oder vor Indy, ich weiß es nicht mehr, da ich an diesem Tag (und evtl. auch heute) dezent desorientiert war, guckten wir dann eine angeblich judenfeindliche Folge Family Guy, die dann auch in den USA mit ziemlicher Verspätung ausgestrahlt wurde. Okay, der dicke Peter hat sich da zwar ein paar nette Sprüchlein aus dem Fettgewebe gepult, aber der Grundkonsens war dann wohl doch eher satirisch bis harmlos. Und dass man durch den Genuß der Folge nicht zum Nazi mutiert, bewies eindeutig das Jubelgeschrei unsererseits, als das Jones-Doppelgespann in dem Gralfilm diese putzige Lebensform uniformierter Protoscheisse gleich im Six- bis Sevenpack über den Jordan jagte. Nach soviel unscheinbar verpackter Politik musste mal endlich was Mieses ran. Ach so, vorher ging Scheiwe, damit er am nächsten Tag ausgeruht sein konnte, aber er kam gleich wieder zurück, da er noch einen gelangweilten Tross junger Damen zum Spritten geladen hatte und diese wider Erwarten tatsächlich auftauchten (nicht alle halten sich an Verabredungen im gleichen Maße wie unsere für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit berühmte Jenswurst).
Also, es musste endlich mal was Mieses ran. Da kam doch Aktion Mutante grade recht, das Erstlingswerk von Alex de la Iglesia, der uns ja auch schon mit El Dia de la Bestia und Perdita Durango diverse Sprittwochtreffen versüßt hatte. In seinem (erstaunlich gut gemachten) Debüt geht es um eine debile Truppe von behinderten Terroristen, die eine reiche Bäckerstochter von ihrer Vermählung entführen und dafür Lösegeld wollen. Dabei werden sie von ihrem pizzagesichtigem Boss hintergegangen und sowieso und überhaupt. Dummerweise leidet der Spaß an der miesen Synchro, die viel von dem Sprachwitz nicht richtig rüberbringt. Egal, irgendwie war ich sowieso mit anderen Ecken in meinem Gehirn beschäftigt, und als dann der Abspann vorüber war, war schnell der Entschluss gefasst, ins Spirit zu fahren. Kiesler wollte nicht mehr mit, und wie immer war er sehr vernünftig. Im Spirit war es bis oben hin leer und langweilig. Glaube ich jedenfalls, kann mich kaum erinnern. Wir waren glaube ich jedenfalls recht flott wieder raus aus dem Laden. Aber: endlich wieder Sprittwoch!
[mg]

24.2.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19 Uhr
19:35 Uhr
Hoffmanns Kella
Ich (Schürmann)
Alle außer ich

Programm

Bierchen

Zusammenfassung

Julia hatte Geburtstag, da musste ich ja wenigstens mal eben ein Geschenk vorbei bringen. Ich schenkte ihr wie immer die lustige Peter Alexander CD. Ich fragte nach einem Bier und habe es getrunken. Die feinen Damen und Herren gingen dann Kegeln, und ich fuhr nach Hause. Echt jetz.
[ds]

4.2.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

19 Uhr
4 Uhr
erst hier, dann Spunk
Lars, ich
Hallo-Tschüss-Carsten

Programm

Lars füttern
Gewaltverherrlichendes, jugendgefährdendes Video aus den U.S. of A.
Yor!
David Hasselhoff - live!
Ausflug ins Spunk
Ca. die ersten 10 Minuten "Invasion vom Mars"
Sieg der Müdigkeit
respektables Timing: Aufwachen, Film vorbei, Zeit für die S-Bahn

Zusammenfassung

Lars ist ein Trottel. Kreuzt hier um 18 Uhr ohne Moneten auf, denkt, neben den 28 Sparkassen gäbe es hier eine Commerzbank, hat noch nichts gefressen und schleppt bekloppte CDs an. Ich hätte ihn direkt wieder rausprügeln sollen, aber - ach! - zu groß das Herz. Also ne halbe Stunde ergebnislos im Internetz nach Commerzbanken im näheren Umkreis gesucht, nach Plus gelatscht und dem Herrn eine gnadenlos knusprige Pizza in meiner gnadenlos tollen Crunchplatten-Mikrowelle zubereitet.
Dann ging's los. Bum Fights. Da hat sich der Lars wieder ne Scheiße aus'm Netz geladen, nee nee... Da werden Penner dafür bezahlt, sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Wenn man die ganzen Schlägereien und den dezent menschenverachtenden "Bum Hunter" (wie Crocodile Hunter auf RTL2, allerdings werden hier schlafende Obdachlose "gefangen") rausnimmt, bleiben etwa 10 guckbare Minuten, bei denen man nicht sofort das Kotzen kriegt. Highlight war - ich geb's zu - der Knilch, der ein Glas Pisse getrunken hat, und fand dass das ein wirklich köstliches Getränk war. Erinnerte mich an "Hauptsache es knallt"-G. L., aber das versteht jetzt wieder keiner. Zwischendurch informierten wir Carsten, bei dem wir eigentlich vorglühen wollten, dass wir direkt ins Spunk nachkommen. Dadurch hatten wir mindestens eine Stunde "Luft", die wir mit Yor, dem Einen gegen das Imperium füllten. Auch Lars war auf Anhieb begeistert von dem dauergrinsenden Keulenschwinger, der sich da halb nackt und total verspinnert rumbrüllend seinen Weg durch die Darth Vader-infiltrierte Urzeitwelt bahnte. Es half nichts, wir mussten Carsten ein weiteres Mal vertrösten und ankündigen, dass wir etwas später kommen würden.
Und jetzt wurde der Abend richtig finster. Spontan, unbeabsichtigt und total zufällig fütterte ich meinen Videorecorder mit einer unfassbaren Kassette, die mir Hoffmann netterweise ausgeliehen hat: David Hasselhoff, live von der Freedom Tour 1990! Wir fanden erschreckend großen Gefallen an dem Spektakel, so dass Carsten eine weitere SMS erhielt.
Irgendwann konnten wir uns dann doch von David trennen und wanderten Richtung Spunk. Dort kam uns gerade noch Carsten entgegen, der allerdings den Heimweg antrat. Tja, das hatten wir eindeutig gefickt eingeschädelt... Wir saßen noch etwas im Spunk, orderten im Wahn nach der letzten Runde 10 Flaschen zum Mitnehmen und traten bepackt wie kaputte Idioten den Heimweg an. Der Abend war ja noch jung, also Videorecorder an, Pulle auf, und... eingepennt. Nach schätzungsweise 10 Minuten siegte die Müdigkeit über den packenden, mitreißenden Horror-Action-Adventure-Schocker "Invasion vom Mars". Dank unserem genialen 7. Sinn für S-Bahnen wurden wir aber kurz vor 4 wieder wach. Perfekt: Film vorbei, S-Bahn im Anmarsch, tschüss Lars. Ein Sprittwoch wie aus dem Bilderbuch. Da wünscht man sich mehr von, aber ich habe das Gefühl... langsam... geht's zuende... :-(
[sk]

11.12.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
1:30 Uhr
Carstens Bude mit der widerlichsten Weihnachtsbeleuchtung diesseits des Äquators, EF50
Ich, Lars, Teile der PG434™
viele betrunkene Menschen, ein depressiver Hausmeister

Programm

Vorglühen mit echter, schwarzer, heißer Feuerzangenbowle, Junge!
Feuerzangenbowle, der Film, dabei Glühwein
Literweise Glühwein für LAU!!!

Zusammenfassung

OK, schon wieder ein unoriginaler "Sprittwoch" am Donnerstag, aber der hatte es in sich. Jedes Jahr verunstaltet der Uni Film Club der Uni Dortmund einen Feuerzangenbowlenabend, bei dem halb passend zum Film preisgünstiger Glühwein gereicht wird. Da Glühwein aber nur die halbe Miete ist, lud mein PG-Kollege Carsten zu einer ECHTEN Feuerzangenbowle in seiner WG-Küche ein. PG? WG? Nix versteh? Egal...
Carstens Wegbeschreibung war zweckmäßig, wenn auch nicht ganz korrekt: "Das erste Haus ganz rechts, das einzige mit richtiger Weihnachtsbeleuchtung." Das einzige war's nicht, aber was da vorm Fenster hing spottete wirklich jeder Definition von Geschmack, Ästhetik oder besinnlicher Weihnachtsbeleuchtung . Es war hell, es war hässlich, und ich glaube es blinkte sogar. Ich kam natürlich zu spät, aber pünktlich bei meinem Eintreffen war auch schon ein Topf Bowle fertig. Perfektes Timing, der Abend konnte beginnen. Feuerzangenbowle ist interessant anzuschauen, schmeckt im ersten Moment etwas seltsam und verbrennt einem das Gesicht von innen, aber sie tut vor allem eins: Sie *knallt*. Wir brachten es innerhalb des engen, einstündigen Zeitfensters lediglich auf 2 - 3 Gläser pro Nase, aber so voll UND gut gelaunt war ich innerhalb so kurzer Zeit schon lange nicht mehr.
Derart vorgeglüht machten wir uns auf den langen, eisigen Marsch zur Uni, wo bereits 68000 Menschen um Einlass baten. Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich diesen angeblich legendären Film noch nie zuvor gesehen hatte. Aber heute war definitiv nicht der Tag, ihn näher kennenzulernen, denn der Ton kam zumindest in den vorderen Sitzreihen doch stark an einen Kinobesuch im Arnsberger Multiplex ran: SCHREBBELSCHREBBEL KNATTER KNARZ KRATZ! Naja, ist halt schon etwas älter der Film, dacht ich mir. Und so starrte ich die nächste Stunde gebannt auf eine schwarz-weiß flimmernde Wand, irgendwo über mir, und verstand von den geistreich witzigen Dialogen: nichts. Aber ich hatte ja meinen Glühwein. Den konnte man sich draußen immer wieder auffüllen lassen. Nach einiger Zeit kam auch Lars, der es zum Vorglühen nicht mehr so recht geschafft hatte, und beobachtete ebenfalls fassungslos, was sich da vor unseren Augen zutrug: Der Film ist nämlich anscheinend so Kult, dass alle 5 Minuten Leute im Saal aufstanden, mit schwulen Glöckchen leuteten, Zeitungen ausbreiteten und Brot fraßen. Das stand auch auf der Rückseite des Flyers, wie ich erst jetzt bemerkte. Aber ich hatte ja meinen Glühwein.
So, und jetzt zum wirklich interessanten Teil des Abends. Nachdem der Film vorbei war, ging das ganze fleißige Studentenpack ratzfatz nach Hause, nach ca. ner halben Stunde stand ich quasi mit Lars und der Glühweinverkaufsbelegschaft alleine da. Und plötzlich purzelten die Glühweinpreise ins Bodenlose. Die uns immer sympathischer werdenden Gesellen hinter dem Stand klärten uns schnell über unsere Rechte und Pflichten auf: "Wir können diesen Topf immer nur in 10-Liter-Einheiten befüllen. Der ist noch fast voll. Was ihr jetzt nicht trinkt, müssen wir wegschütten." FREIGLÜHWEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! MAU! MAU! MAU!!! Spitze, nun gab es eine Kelle nach der anderen, dazu noch Spekulatius bis zum Abwinken, GÖTTLICH! Und während wir uns sattfraßen und völlig knülle laufen ließen, erscheinte am Rande des Geschehens ein ganz anderer Entertainer auf der Spielfläche. Der Hausmeister, heute für eine Spätspätschicht angemietet, watschelte ziellos umher und machte einen zutiefst depressiven Eindruck. Versuchte mal hier, ein Kabel zu halten, guckte mal dort, ob's nicht irgendwas zu tun gibt, aber letzten Endes hatte er hier definitiv den langweiligsten Job, den man sich überhaupt vorstellen kann: Warten. Warten, bis das besoffene Pack die heiligen Hallen verlässt, warten, bis die Leute vom Uni Film Club ihre sieben Sachen gepackt haben, warten, bis er endlich den Schlüssel hinter sich abziehen und damit seine einzige relevante Aufgabe an diesem Abend erledigen kann. Gott, ich werd vom Schreiben ganz depressiv, es ist mir unbegreiflich, warum Lars und ich an dem Abend so einen Spaß mit dem Vogel hatten...
Naja, irgendwann war's dann halt vorbei, wir knülle und obwohl Lars noch ein gesteigertes Interesse an einer Kneipentour bekundete, setzte sich meine innere Stimme der Vernunft durch und diese unvernünftige, sinnlose, gesundheitsgefährdende Sauferei fand ein Ende.
[sk]

4.12.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
ca. 0 Uhr
Mein kleiner feiner Hobbykeller
Gasper, ich

Programm

!Knight Rider!
Solarfighters
Mystery Science Theater 3000

Zusammenfassung

Es war endlich mal wieder so weit: Sprittwoch! Am Donnerstag zwar, aber immerhin. Man kann sagen, dass wir heute wirklich unser bestes gegeben haben, um einen 1A Sprittwoch Classic hinzulegen.
Los ging's mit eine Spitzenfolge Knight Rider, in der sich Michael allen Ernstes beschwert, dass etwas "gegen die Gesetze der Physik" verstoße. Tja, besser spät als nie... Außerdem hat er "Freunde, die auch nachts arbeiten", aber dazu später mehr, die Knight Rider Rubrik ist noch NICHT tot!
Während ich mich dankbar mit unserem geschenkten Wicküler vergnügte, hatte Markus tatsächlich Freude an meinem letzten großen Fehlkauf: Pilsner Urquell, "brewed in Czech". Czech, Czech, brech, ich hasse diese Plörre! Ich hatte mir das im Wahn bei Rewe gekauft, weil ich dachte, das wär irgendwie was tolles. Pustekuchen. Zuhause erst gemerkt, dass das Zeug quasi keine %/vol hat, dafür aber einen Nachgeschmack, bei dem einem die Mandeln rausfliegen.
Aber das nur nebenbei bemerkt, denn bei uns ging's weiter im Programm mit Solarfighters aka Solarbabies aka der schreckliche Film mit der sprechenden Zauberkugel Bodi. Dieser Film spielt auf einem gänzlich vertrockneten Planeten, den eine aufmüpfige Gang von Nervbälgern mit ihren Rollschuhen unsicher macht. Rollschuhe, das ist sowas wie Rollerblades, aber mit vier Rädern. Also zwei links, zwei rechts. Wie'n Auto. Und ungeheuer cool. Eigentlich nicht sehr wüstentauglich, aber die können's halt. Lange Rede kurzer Sinn: Scheißfilm.
Also zum Abschluss noch etwas, womit man nie falsch liegt. Mystery Science Theater 3000 bezauberte erneut mit ergreifenden Szenen aus dem Land der Eierköppe. Breck! Breck!
[sk]

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