Sprittokolle

23.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

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Gasper
Gasper, Lars, Niko, Kiesler

Programm

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Zusammenfassung

Nazisprittwoch mit allem, was Lars zum Thema "Nazi" in 2 Tagen aus Emule raussaugen konnte. Sprittokoll schreibt Gasper bestimmt zeitgleich mit dem Vote über Tiersnacks.
[sk]

22.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr
12 Uhr oder so
Arendt
Nolte 3, Arendt, Walter und ich
Britta

Programm

Fußball
Wer wird Millionär

Zusammenfassung

Mal wieder Sprittwoch am Dienstag, es spielten Bayern gegen Arsenal also trafen wir uns bei Arendt auf ne Kiste Bier. Ich erreichte Arendts Heim um etwa 20 Uhr ganz kurz Nolte, Britta und Arendt saßen schon aufem Sofa und hatten die ersten Kannen inna Hand. Britta ist übrigens Arendts Freundin. Ja es gibt wirklich jemand der es länger als 1 Tag mit ihm aushält. Aber das lustigste ist das sie weder Alkohol trinkt noch raucht. Was man ja von Matze "dauervoll" Arendt nicht grade sagen kann. Aber ich glaub die beiden kommen irgendwie miteinander klar.
Um etwa halb neun kam dann auch endlich Walter, so dass das Spiel beginnen konnte. Ich kann mich leider nicht mehr an Details des Spiels erinnern, aber die Bayer haben glaub 3:1 gewonnen. Nachdem wir uns lange genug mit Fußball gucken beschäftigt hatten, meinte Arendt wir könnten ja mal Wer wird Millionär spielen. Er hatte das als DVD Spiel da. Wir spielten nen paar Runden, Arendt verdrückte sich nen paar mal, so dass wir wieder von neuem Anfangen mussten und um etwa halb zwölf ging ich nach Hause. Walter blieb noch nen bisschen wie lange weiß ich nicht.
[dh]

9.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

vermutlich wie immer
0:30 Uhr oder später
Gasper
Gasper, Niko, Lars, Ich

Programm

Jazzclub
Der blutige Pfad Gottes, halb
Schmidt
Ende
IQ-Bar

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll kommt wieder Wochen nachdem der beschriebene Sprittwoch stattgefunden hat, es dürfte also unvollständig und ungenau sein. Ich konnte den Sprittwoch anfangs noch nicht einmal einem eindeutigen Datum zuordnen, doch Lars gelang es, selbiges anhand eines beispiellosen Indizienprozesses zu rekonstruieren ("An DIESEM Sprittwoch ham wir Schmidt geguckt, es ging um Fußball und Andrack hat genervt. [...] Haben wir an DIESEM Sprittwoch nicht Schürmanns Cafebar-Foto gemacht? Das war der 9.2."). Endlich hat sich ein Fotohandy mal als nützlich erwiesen, aber fangen wir ganz von vorne an:
Das Filmmaterial kam diesmal von Lars. Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, aber meistens trifft er den sprittologischen Filmgeschmack sehr gut. Er hatte Helge Schneider ("Jazzclub" und "Praxis Dr. Hasenbein"), "Der blutige Pfad Gottes" und "Re-Pene[ähm... bah.]" im Angebot. Wir guckten Jazzclub. Helge gelang es, an alte Tugenden aus Praxis Dr. Hasenbein anzuschließen: Null Handlung, null Action, 99% totale Langeweile. Aber irgendwie doch ganz unterhaltsam. Vor allem aufgrund des Nachbarn, der Helge die ganze Zeit durch den Türspion beobachtet und darin regelmäßig einen Grund findet, sich einen hinter die Binde zu gießen.
Dann guckten wir den blutigen Pfad Gottes. Um ein bisschen Arnsberger Dorfkino-Atmosphäre aufkommen zu lassen (Film reißt grundsätzlich einmal pro Vorstellung ab und es dauert dann mindestens 30 Minuten, bis der Vorführer die Rolle geflickt hat und den Film wieder mit verwackeltem Bild und verzerrtem, aber trotzdem zu leisem Ton an die Leinwand schleudert), hat Lars seine rechtmäßig erworbene DVD auf zwei CDs verteilt und bat Gasper ausdrücklich, zu kontrollieren ob auch beide CDs vorhanden sind. Der Herr beschriftet nämlich nur die CD-Hüllen, was dann tatsächlich für eine CD drin ist: Kinderüberraschung. Wir prüften nur CD 1: Passt. Ein sehr unterhaltsamer Film, nach ca. 45 Minuten freuten wir uns auf CD 2. Doch was flatterte da plötzlich über den Schirm? "Dark Star", ARGH!! Auch ein guter Film, aber was nützen zwei gute Filme, wenn sie nur zur Hälfte vorliegen?
Wir brachen das Experiment ab und guckten Schmidt. Lars war wie üblich extrem angepisst von "Andrack, dem alten Klugscheißer", wie er ihn so liebevoll nennt. Um 0:30 Uhr latschten wir zum Nachtbus. Unterwegs fiel Lars noch eine Cafebar auf, die den klangvollen Namen "Schürmann" trug. Lars wollte ein Beweisfoto für unseren Oeventroper Sprittologykollegen schießen und übersah offenbar, dass es in der Bar noch sehr belebt zuging. Die Insassen staunten jedenfalls nicht schlecht, als er sich vor die riesige Glasscheibe stellte, um das darüber hängende "Schürmann"-Schild abzulichten. Etwas später saßen wir im Nachtbus, über den Rest des Abends kann ich nur noch mutmaßen. Nicht weil ich so voll war, sondern weil's schlicht und einfach zu lange her ist. Entweder teilten sich unsere Wege an der Zielhaltestelle und der Sprittwoch war vorbei, oder wir haben nochmal kurz in der IQ-Bar bei mir um die Ecke vorbeigeschaut. Keine Ahnung.

PS: Ich bin nicht ganz sicher, ob Niko an diesem Sprittwoch beteiligt war. Ich kann mich nur dunkel daran erinnern, dass während Helge die ganze Zeit einer dumm gelacht hat, auch wenn es eigentlich gar nichts zu lachen gab. Lars meinte zwar das wär Gasper gewesen, aber ich meine dass die Lache NOCH dümmer war...
[sk]

5.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr so, im Dreh
Keine Ahnung. Wann kommt denn der Nachtbus Kiesler?
Julias Partykeller, Rock It
Julia, Kiesler, Schürmann, Hansknecht, ich, Steifi und noch ein paar andere deren Namen ich vergessen habe.
Laura

Programm

Kieslers Schürmann-und-Walter-Abhol-Taxi fährt vor
Hansknecht sammelt die Insassen des Taxis ein (samt Fahrer).
Zu Julia gehen
Sich über die Musik beschweren
Spiele
Ins Rock It

Zusammenfassung

Als Erstes muss ich sagen, dass es sich hierbei um keinen Sprittwoch im herkömmlichen Sinne handelt. Einfach nur so, halten wir diesen Abend mal fest.. Ich muss auch dazu sagen, dass es sich hier um die gekürzte Version handelt. Wir wollen einfach keine Diskussion über Hundefürze führen; daher gibt es nur eine zensierte Version.
Kiesler hatte sich zum Glück verspätet. Normalerweise nervt das tierisch, aber heute konnte er mir gar nicht spät genug kommen. (Ich weiß, dass dieser Satz eindeutig zweideutig ist und das ist auch gut so.)
Nun gut. Wir kamen am Hause der Familie Kiesler an und machten das erste Bier auf. Nachdem Stefan uns vor 3 Flaschen aus dem Kasten gewarnt hatte - O-Ton: Vorsicht. Die sind nicht so kalt, da sie im Keller standen und nicht im Kühlschrank. - dachten Schürmann und ich, dass wir Kieslers Bruder mal einen Besuch abstatten könnten. Dieser lag in seiner Bude auf dem Sofa und schaute in die Röhre. Allerdings ohne Bier. Klingt komisch, ist aber so. Hänselmähn kam auch so langsam angetuckert und die üblichen Streitereien über den Platz des Beifahrersitzes wurden ausgefochten. Ich gewann diesmal.
Bei Honk angekommen, traf uns fast der Schlag. Die Musik war noch schlimmer, als wir es uns ausgemalt hatten. Kann nicht jemand mal dieses bekackte Krokodil "Schnappi" erschießen? Danke. Während wir uns alle einig wurden, dass diese Musik Nerven tötet, kam Laura zu uns an den Tisch. Sie beschwerte sich, dass wir nicht verkleidet waren. "Na und? Du bist auch nicht verkleidet", meinte ich. Und Recht hatte ich. Sie hatte Gummistiefel an und eine Latzhose an der Blumen befestigt waren. Eine Gießkanne von Ikea rundete das ganze Bild noch ab. "Ich bin wohl verkleidet! Ich bin Gärtnerin." Aha, bei näherem Hinsehen fiel es mir ebenfalls auf; zumindest dass sie verkleidet ist. Jetzt kommt der Brüller des Abends, jedoch in der zensierten Form. Schürmann stellte mit ihrer Verkleidung allerdings andere Vergleiche an. Er meinte, dass sie aussähe wie eine Frau aus einem Nachbarstaat, dessen Bruttoinlandsprodukt bei etwa 3,1 liegt. Des Weiteren ergänzte er seine Aussage damit, dass diese Frau nicht dem Gärtnergewerbe angehört. Der aufmerksame Leser wird jetzt wahrscheinlich fragen, was damit gemeint sein könnte. Hallo? Wenn ich gewollt hätte, dass er es versteht, hätte ich nicht nach dem Bruttoinlandsprodukt von Frankreich gegoogelt. Nachdem Hansknecht festgestellt hatte, dass wir Laura ca. 2 Jahre nicht gesehen haben, waren wir der Ansicht, dass es keine bessere Begrüßung hätte geben können.
Sie rächte sich an Kiesler - der eigentlich gar nix damit zu tun hatte - damit, dass sie ihm sein Haargummi klaute. Jetzt stand er da: offene Haare, beläppertes Gesicht. Allerdings nicht lange. Auf seinem Gesicht erschien ein breites Grinsen. Er griff in die Tasche, holte ein neues Haargummi heraus und steckte es sich voller Stolz in die Haare. Nachdem auch dieses Haargummi seinen Besitzer wechselte, spielte Laura mit seinen Haaren. Es schien ihr richtigen Spaß zu machen und ihm gefiel es auch. Nur zugeben wollte dies keiner. Herr Kiesler bekam zwei richtige Bauernzöpfe, die ihn noch schwuler aussehen ließen, als Rudolf Moshammer.
Es folgten Debatten über das jeweilige Körpergewicht. Dabei stellte sich heraus, dass Hans nur drei Kilo leichter ist als ich. Verdammt. Dieses dämliche Obst und der Körnerfraß hinterlassen Spuren. Gleich geht es erstmal zu McDoof. Ich denke mal, dass die Gewichtsangaben bei uns stimmen. Aber die Frauen haben sich bestimmt leichter gemacht, als sie sind. Dick ist keine, nur kennt man ja folgende Formel:

Tatsächliches Gewicht = (angegebenes Gewicht/Schuhgröße * 5)


Mir fällt gerade auf, dass gestern keiner den Arendt gemacht hat. Seltsam. Leider hatten wir irgendwann kein Bier mehr und machten uns auf die Socken. Julia hat zwar nix gesagt, aber ich glaube sie wollte uns loswerden.
Nun denn. Ich weiß nicht warum Kiesler und Schürmann an der Straße entlang gegangen sind. Hans und ich gingen jedenfalls am Gesundheitsamt vorbei und machten eine grausige Entdeckung. Irgend so ein Typ hat da einen kleinen Anbau hingesetzt. Ortskundige werden den vielleicht kennen. Auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes geht hinten eine kleine Treppe runter. Direkt bei dem Brunnen und dem Schild "Betreten verboten". Da steht jetzt ein kleiner Anbau. Sieht jedenfalls aus, wie eine öffentliche Toilette. (Nein, wir haben da nicht hingepisst.)
Hansknecht schwächelte und ging nach Hause. Wir betraten unsere Stammkneipe, wo wir auch freudig empfangen wurden. Ich glaube zwar, dass er zumachen wollte, aber wir bekamen noch ordentlich Sprit. Wir stiegen in den Nachtbus und fuhren nach Hause.
[aw]

26.1.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
21:45 Uhr
Windsor Pub, Rock It
Schürmann, Hansknecht

Programm

Hansknecht beim zocken zugucken
Computer ausschalten
Innen Pub gehen
Im Pub nen Bier trinken
Fragen wegen Brauereibesichtigung
Antwort bekommen
Bier bezahlen
Raus gehen
Ins Rock It! gehen
Bier bestellen
Eine Rauchen
Austrinken
Bezahlen
Gehen
Ende

Zusammenfassung

Es gibt nicht mehr zu sagen.
[ds]

26.1.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
0:30 Uhr
Gasper
Gasper et moi

Programm

Simpsons
Team America, fuck yeah!
Knight Rider

Zusammenfassung

Unser guter Vorsatz für's neue Jahr: Mehr Sprittwoch. Und heute sollte es losgehen. Scheiwe hatte keine Zeit, er musste mal wieder "was tun"™. Auch sonst schien niemand aufnahmewillig für den Gerstensaft, und so war ich gegen 21 Uhr (viel zu spät!) der einzige Sprittologe, der sich bei Gasper zur ersten offiziellen Betankung des Jahres einfand. Das mag trostlos klingen, aber ich sage: Sprittwoch Classic, back to the roots, party on, Wayne!
Markus war wieder bestens vorbereitet, denn er hat jetzt DSL. Also begannen wir mit einer nagelneuen Folge Simpsons, im englischen Originalton. Ich glaub es war die 387. Halloween-Folge, war aber sehr unterhaltsam. Wurde jedoch gnadenlos getoppt von "Team America", ebenfalls in der Originalfassung. "Team America" erzählt die Geschichte einer amerikanischen Eliteeinheit, die sich anschickt, das Vaterland vor bösen, auf der ganzen Welt verstreuten Terroristen zu schützen. Und während man munter mit Kanonen auf bärtige, vermummte Spatzen schießt, bombt man auch mal eben halb Paris platt. Anschließend erklärt man den zutiefst entsetzten Franzosen, dass man sie von der Terrorbedrohung befreit habe und feiert seinen Erfolg. Um der Karriere des Diktators Kim Jong Il ein Ende zu bereiten, engagiert Team America einen Schauspieler, der sich dank seiner Schauspielkunst und seinen fließenden Islamistisch-Sprachkenntnissen ("Dörrka dörrka!") unter die schlimmsten Finger der Terrorbranche mischen kann. Ja, die Story ist wirklich so... hohl. Der Film nimmt so ungefähr alle typischen Elemente klassischer US-Action-Filme gehörig auf's Korn, und nebenbei verhageln's sich die South Park-Macher Matt Stone und Trey Parker (die wie gewohnt 90% aller Synchronstimmen übernommen haben) noch mit der kompletten Prominenz des Filmgeschäfts. So lernt man Matt Damon als selbstverliebten Grenzdebilen kennen, dessen rhetorische Höchstleistung sich auf das Buchstabieren seines eigenen Namens beschränkt. Die Metzelszenen, in denen dann diverse Hollywoodstars auf's Feinste zerlegt werden, dürften bei selbigen ebenfalls auf wenig Gegenliebe gestoßen sein. Ein mehr als empfehlenswerter Film, der uns Kraft für den letzten Programmpunkt gab.
Doch bevor wir uns mal wieder auf eine Knight Rider-Folge stürzten, machte mich Markus mit einem Experiment vertraut. Was passiert, wenn eine Schlagerhitmaschine der 80er zuviel Rammstein gehört hat und es im Jahr 2005 nochmal so richtig wissen will? "Frank Zander - Rabenschwarz", das passiert dann. Ob das jetzt ernst gemeint ist oder eher ein Zander-Spaß sein soll, egal. Jedenfalls klingt es schon interessant, wenn der Mann, der in den letzten 10 Jahren eigentlich nur durch seine selbstgebrannten "Hallo Susanne"-Geburtstags-CDs aufgefallen ist, auf einmal Schlager wie "Verdammt ich lieb dich" in bester Rammstein-Manier mit Stromgitarren und düsterer Stimme zum Besten gibt. Anspieltip: "Komm unterrrr meiiiine DÄCKÄ!"
Danach gab's ne Folge Knight Rider, aber die war doof. Dauert also noch bis zum nächsten Update.
[sk]

29.12.2004 - Zweigstelle Arnsberg

17/18/19 Uhr?
später?
Soest, "Gasthaus Zwiebel", später Rock It
Flunky, Schürmann, Hans, Karsten, Sgt. O' Schennen, ich
Fressmann, *klirrr!* das etwas hampelige Personal in der Zwiebel

Programm

Den Fahrer auslosen
Den Fahrer auslachen und verspotten
In der Zwiebel gastieren
Standardbetankung im Rock It

Zusammenfassung

Was ist die Zwiebel? Das ist ein Laden in Soest, der sein eigenes Bier braut und einen dazu mit deftiger Küche verwöhnt, dass einem schon mal der Hosenknopf wegfliegt. Klingt gut? Isses auch, also wollten wir mal wieder dahin. 6 Trinker + 1 Fahrer = 1 Problem: Das passt nicht in ein Auto. Lösung: Ein Trinker muss verzichten. Da Karsten und Schennen als Fahrer nicht in Frage kamen und Flunky Fressmann sein Auto stellte (was im nachhinein betrachtet kein plausibler Grund ist, Herr Plankermann!), sollte sich das Rennen zwischen mir, Hans und Schürmann entscheiden. Vor Hansknechts Haus zogen wir notariell beglaubigte Zettelchen. Ein X markierte den Fahrer. das Schicksal entschied: Heute kein Bier für Schürmann. HAAAHAAHAHAHAAAAA!!! :-) Er versuchte natürlich, spontan die Regeln zu ändern ("Wer zuerst dreimal das X zieht..."), aber aus offensichtlichen Gründen ließen Hans und ich uns nicht darauf ein.
Wir holten den Rest ab und folgten dem Navigator in Richtung Zwiebel. Schürmann war etwas angepisst, und Karsten stachelte ihn noch unbewusst an: "Ich hab gehört, die brauen da ihr eigenes Bier?" - "HALT DIE FRESSE!!!" fauchte unser Fahrer zurück, während Hans sich vor Lachen ausschüttete. In der Zwiebel bestellten die Nicht-Fahrer erstmal leckeres Zwiebelbier. Groß, klein, hell, dunkel, wir hatten alles. Und wie das schmeckte, hmmmm.... Und einen Logenplatz hatten wir diesmal auch: Direkt neben der Treppe. So konnten wir alle 10 Minuten miterleben, wie unter uns Gläser, Geschirr und Besteck Opfer der Schwerkraft wurden. Man kann ja dann auch nicht laut loslachen, ist ja unhöflich. Ist vor allem dumm, solange man selbst sein Mahl noch nicht bekommen hat. Irgendwann wurde dann reichlich aufgetischt, und wir wurden Zeuge eines Rituals. Fressmann machte Flunky Vorwürfe: "Jetzt bestellt er wieder so ne Riesenportion, und gleich sitzt er wieder da: Boah, ich kann nicht mehr, krieg keinen Bissen mehr runter. Dann macht er ne Pause und fängt an, sein Restessen zu sezieren. Schneidet den kleinsten Bissen immer und immer wieder durch und verzweifelt am letzten Rest." Und genau so geschah es. Flunky kämpfte ums Überleben. Aber er wollte ums Verrecken nicht akzeptieren, dass Fressmann Recht hatte. Schlussendlich musste ich mit ansehen, wie mein Tischnachbar ein mickriges dünnes Salatblatt mehrmals zerschnippelte. Mundgerechte Portionen, pah. Für Ameisen vielleicht. Dann wollte er's wissen: Drei Rösti-Ecken mussten noch weg. Flunky sah mir tief in die Augen, öffnete den obersten Knopf seiner Hose (eine sehr beängstigende Situation), tischte jedem eine Ecke auf und das Finale war eröffnet. Ich gewann (Training zahlt sich aus), und Flunky schnippelte und ächzte und quälte sich, aber er schaffte es. Die letzte Ecke galt Schennen, der nur einen halbvegetarischen Miniteller bestellt hatte. Aber er wollte nicht. Ein trauriges Bild, der ganze Tisch leergefegt, nur in der Ecke liegt noch ne Ecke. Bevor die Bedienung das Schlachtfeld räumen konnte erbarmte er sich dann aber doch noch, geschafft!
Wir genossen noch ein paar kleine Zwiebelbierchen, fuhren nach Arnsberg zurück und verbrachten den Rest des Abends im Rock It, wo Schürmann sein Bestes gab, um seinen Pegel möglichst schnell dem Durchschnitt anzugleichen. Alles in allem ein gelungener Abend, vor allem weil ich nicht fahren musste...
[sk]

21.12.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr so, im Dreh
auf jeden Fall zu spät für Lärm
meine Noch-Wohnung
Scheiwe, Schürmann, Hans, Lars, ich
diverse Nachbarn, nicht in Feierlaune

Programm

Döner macht schöner
Chronicles of Riddick
Pichteln
Stora Smog
Was nicht passt, wird passend gemacht
dazwischen, irgendwann, offenbar sehr spät: Feuerwerk

Zusammenfassung

Weihnachtszeit, Pichtelzeit! Die Vorlesungen sind vorbei, die Weihnachtseinkäufe haben grenzenlose Aggressionen aufgebaut, jeder hasst jeden. Die perfekte Zeit also, um die Grenzen des Mietrechts auszuloten. Und so schickten wir uns an, auch dieses Jahr mal wieder zu pichteln.

Das Vorspiel:
Wie jedes Jahr setzten wir uns ein Pichtel-Limit: 5 Euro, keinen Cent mehr durfte das Geschenk kosten. Nachdem in den letzten Jahren schon so Highlights wie Cornflakes, GEMA-Kulis und 2 kg Frittenfett aufgefahren wurden, lag die Latte bezüglich Alltagstauglichkeit der Präsente diesmal natürlich besonders hoch. Und es ist wirklich unglaublich, was man in Jammerdeutschland heutzutage alles für 5 Euro kriegt! Die neueste Errungenschaft der Dortmunder City heißt "1-Euro-Laden", und davon gibt auf einem 200 Meter langen Straßenstück gleich 5 Stück. An dieser Stelle möchte ich kurz erzählen wie sich Schürmann in einem dieser Läden auf Anhieb unbeliebt gemacht hat. Hat zwar nichts mit der Pichtelaktion zu tun, aber trotzdem: King of Queens-Fans kennen vielleicht die Folge, in der sich Arthur wie ein Kind über seine Einkäufe aus dem 1-Dollar-Laden freut. Um ihn ein wenig aufzuziehen erzählt ihm Doug, dass das natürlich billig sei, aber nicht so billig wie der 99-Cent-Laden. Zurück zu Schürmann. Wir stehen im 1-Euro-Laden an der Kasse und Mr. Witzig fragt tatsächlich die Verkäuferin: "Gibt's hier in der Nähe auch einen 99-Cent-Laden?" Die Frau kannte King of Queens offenbar nicht, fand's nicht witzig und verstand auch erst gar nicht, was der Schürminator von ihr wollte. Ihre Kollegin hatte es verstanden. Und fauchte sofort dezent angepisst los: "99 Cent? Ist 1 Euro noch nicht billig genug, oder was?!" Noch im Rausgehen hörten wir hinter uns ein leise gefluchtes "99 Cent..." und beschlossen, diesen Laden in nächster Zeit erstmal von unserer Anwesenheit zu verschonen. :-) Tolle Geschichte, woll? Jetzt geht's weiter im Hauptplot, dem Pichtel-Sprittokoll. Natürlich konnte ich den Laden angesichts unserer Pichtelei nicht verschonen, besorgte 3 herrliche Romane zum Sammel-Sonderpreis: "Dr. Daniel: Ihr letzter Wunsch - ein Kind", und 2x "Christina", einen Roman "um Liebe, Glück und Leid" und einen "voller Zärtlichkeit". Danach checkte ich das Angebot der anderen 1-Euro-Läden ab. Natürlich führte ich eine Gefahrenabschätzung durch. Was kann man kaufen, was führt mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu Personen- und Inventarschäden? Ein Federball-Set war mir sofort suspekt. Ich hatte befürchtet, dass zwei spielbegeisterte Sprittis mir mit den Schlägern nacheinander Mikrowelle, Musikanlage und Fernseher kaputthauen. Tatsächlich reichte ein Spieler: Später mehr zu Lars, dem Innovator der Zimmerbeleuchtung. Desweiteren kaufte ich eine lüttige Abschussvorrichtung für Flugzeuge, eine "Eins, zwei, Polizei"-Modo-CD (komplettes Album!), einen Adventskalender und ein Ü-Ei. Alles zusammen für schlappe 5 Euro, Wahnsinn. Deutschland, es geht bergauf. Was die anderen kauften, wusste ich natürlich noch nicht, lediglich Schürmann meldete zwischendurch "Jahaaa spitze! Mein Geschenk ist so geil, ich würd's am liebsten behalten!". Meine Einkäufe erledigte ich wie immer sehr kurzfristig. Als die anderen schon vor meiner Tür warteten, saß ich noch im Bus Richtung Heimat. Also trafen wir uns an der Haltestelle und holten uns noch einen leckeren Döner.

Aktion Mutante:
Los ging's, und der Mob probte direkt den Aufstand. Scheiwe okkupierte meinen Stammplatz, Schürmann den einzigen bequemen Stuhl und Lars, der keinen Döner fraß, musste ich beinahe verhauen, damit er mir am Schreibtisch Platz macht (Ich bin nicht der geschickteste Döner-Esser und brauche daher eine Unterlage, die nicht aus Teppich besteht). Nach einer nur wenige Stunden dauernden Diskussion, welchen Film aus meinem exorbitant kleinen Sortiment man denn nun gucken könnte, entschieden wir uns zunächst für den von Schürmann mitgebrachten Chronicles of Riddick. Das ist eine DVD mit einem komischen Menü, das keiner von uns verstanden hat, auf das dann ein Film folgt, der zu 80% aussieht wie ein Videospiel. Hier und da ein netter Spruch, aber ich würde jetzt nicht sagen: KAUFEN! Nein.
Als der Schinken vorbei war, konnte endlich das Tagwerk verrichtet werden: Pichtelzeit! Wir machten es uns mit einer Weihnachts-CD gemütlich. "Santa Claus is coming to town" von Blümch.. äh.. Jasmin, hatte mir Imig mal geschenkt. Enthält den Radio Edit (3 min), den Remix (2 min) und "Der Traum" (1 min), ein Gedicht! Also eine CD, die sich nach 6 Minuten wiederholt, nach 12 Minuten nervt und nach 18 Minuten scheißenaggressiv macht. Perfekt! Wie pichtelt man? Man schreibt die Namen aller Anwesenden auf kleine Zettel, jeder zieht einen und kriegt dann das Geschenk, das die Person auf dem Zettel gekauft hat. Die Geschenke sind dabei der Spannung wegen mehr oder weniger gut verpackt. Dieses Regelwerk erwies sich diesmal als schwierig, da Schürmann nicht mein Geschenk kriegen durfte, er war nämlich beim Kauf der Modo-CD und der Bergdoktor-Schundromane dabei. Außerdem sollte sich natürlich niemand selber ziehen. So brauchten wir ca. 10 Anläufe, bis alle Geschenke passend verteilt waren. Scheiwe und Hans beschenkten sich gegenseitig. Ich weiß nicht mehr womit, aber ich glaube Scheiwe hatte mal wieder irgendwelche Essensreste ausgegraben und Hans schenkte irgendwas sehr hässliches. Lars bekam meinen bunten Präsent-Korb, der ihn so umhaute, dass die Hälfte der Sachen noch bei mir lagert, weil er die Abholung verweigert. Ich bekam von Schürmann einen... tamtaratam.... Trommelwirbel... AUTOSIMULATOR! Es ist wirklich wahr, ein Gerät, in das man Batterien reinpackt, es einschaltet und das dann einen tierischen Radau macht, weil innen drin ein Motor eine auf einer Rolle aufgedruckte Straße auf den beleuchteten Bildschirm wirft. Kann man schlecht beschreiben, aber man hat drei Gänge, kann lenken, fährt 753 Sachen und kann durch andere Autos durchfahren. Das Gerät heißt Car Cockpit, wer wirklich nähere Recherchen anstellen möchte. Desweiteren erhielt ich die zur Modo-CD (ebenfalls 1 Euro bei Berlet, da hatte ich natürlich gleich zweimal zugeschlagen, für mein Geschenk und für den Hausgebrauch) passende Maxi "Super gut". Wer fehlt noch? Richtig. Schürmann bekam von Lars... oh mein Gott...... Feuerwerkskörper. Also so ein jugendfreies Fun Pack mit lauter kleinen Zissel-Raschel-Zisch-Bumm-Peng-Geräten, die verhängnisvollerweise direkt ausprobiert werden mussten. Los ging's mit harmlosen Pappdosen, die nach ihrer Öffnung lustige bunte Fäden in meiner Wohnung, besonders an der Lampe verteilten. Dann flogen die ersten Böllerchen (Betonung auf "chen") aus dem Fenster, sowie diverse Sachen, die Leuchtspuren und ähnliches Gebritzel in der Luft hinterließen. Vulkane, ab damit auf die Fensterbank! Fenster zu, denn die sind laut und hell und stinken. Großer Spaß, während wir uns permanent mit Blümch... Jasmin und Modo berieseln ließen. Derweil testete Lars das Federball-Set. Er hatte es gerade ausgepackt, da versuchte er auch schon mit dem Federball meine Lampe auszuschalten. Da ich keinen Bock auf eine zersplitterte Glühbirne zu später Stunde hatte, entriss ich ihm den Schläger. Doch da kam ihm schon die nächste Idee: Der MacGyver des Feuerwerks wollte die Flugzeugpistole als Böller-Abschussrampe missbrauchen. Was genau er zunächst basteln wollte war unklar, er fragte aber nach "Schraubenzieher, Nadel, Faden". Er bekam einen Schraubenzieher und ein Gummiband, und nach 5 Minuten war ein Knaller gekonnt um den ersten der 3 Flieger geschnallt. Fenster auf. Flog gut, zog einen netten Schweif hinter sich her und verabschiedete sich anschließend mit einem Knall von dieser Welt. Drei Flieger standen zur Verfügung, von einem dieser Abflüge drehte Scheiwe sogar ein spektakuläres Video mit seinem Handy. Demnächst vielleicht im Downloadbereich, UFO-Forschung auf Sprittwoch.de. Man sieht eine brennende Lunte und anschließend einen leuchtenden Punkt, der irgendwo in die Nacht fliegt. Großes Kino. Schürmann zündete noch eine Fontäne in einer Bierflasche, die natürlich sofort platzte, und erntete für diese Aktion von allen Beteiligten ein verständnisloses "Du Trottel, Randalierer, das hättest du dir aber denken können". Wie sich aber später herausstellen sollte, war diese Flaschenvernichtung noch die friedlichste Aktion des ganzen Abends, aber dazu später mehr in "Das Nachspiel".
Um der immer noch von meiner schmalen DVD-Sammlung enttäuschten Masse doch noch was Besonderes zu bieten, fuhr ich nun die ganz schweren Geschütze auf: meine VHS-Sammlung. Glitzernde Kinderaugen blickten begeistert auf einen Stapel Bud Spencer- / Didi- und Otto-Filme, und entschieden sich schlussendlich für Stora Smog, den Kult-Splatter-Klassiker aus Oeventrop/Sauerland. Zu diesem Meisterwerk gibt's nicht viel zu sagen, wer den Film nicht kennt sollte unbedingt mal in der Videothek seines Vertrauens nachfragen. Geheimtip! Nach diesem Klassiker folgte noch ein Klassiker: "Was nicht passt, wird passend gemacht" mit Oberproll Ralf Richter, dessen einziges ernsthaftes Problem auf'm Bau die fachgerechte Kühlung seiner Kannen ist. Diesen Film guckten wir als illegale Raubkopie am Computer, über die zu dieser Uhrzeit offenbar recht basslastigen Boxen meiner Anlage, doch dazu mehr in "Das Nachspiel". Das Nachspiel kündigte sich mit einem Türbimmeln während des letzten Films an. Ich sah durch meinen Nazi-Stasi-Türspion und sah: niemanden. Bestimmt irgend so ein versoffener Prolet, der gerade den Heimweg antritt und unten wahllos auf die Klingeln gekloppt hat. Als sich der Sprittwoch dann dem Ende neigte, bemerkten wir vor meiner Wohnungstür einen Zettel. Was uns direkt zum nächsten Punkt bringt:

Das Nachspiel:
"Morgen gibt es erstmal ne schöne Anzeige im Studentenwerk. Mal sehn wie lange du hier noch wohnst wenn du so weiter machst. Ist ja nicht das erste mal." Pott's Blitz! Also das kam überraschend, denn soo laut fanden wir uns gar nicht, da waren wir schon mal schlimmer, dachten wir. Ich lag goldrichtig mit meiner Vermutung, dass der Brief von meiner neuen Nachbarin stammt, die sich unverständlicherweise vor Wochen schon mal durch Klopfzeichen bemerkbar gemacht hat, als mein vom Weihnachtsmarkt dahingeraffter Bruder nachts um 4 die Onkelz in dreifacher Zimmerlautstärke hören wollte. Wir waren uns einig, das mit dem Zettel war doof. Wir sind doch Nachbarn, hey, da klopft man halt mal an... oder schellt kurz durch... "Macht doch bitte die Musik etwas leiser"... Aber so einen dummen Zettel vor die Tür zu klatschen... unmöglich sowas.
Am nächsten Morgen dann Bestandsaufnahme. Verpackungsmüll und Böllerreste überall. Gestank. Fenster auf und huch, was sind denn das für Schmauchspuren? Siff, Bierflaschen, Flipsreste, ekelhaft. Wir rafften uns irgendwie auf, die Bude wieder "besenrein" zu kriegen, auf einmal klingelt's schon wieder. Und da steht der Hausmeister vor der Tür, *schluck*! Wollte irgendwas von einer Inventarliste bei meinem Einzug wissen, murmelte was von "Ouhhh, sooo lange wohnt der schon hier" und verschwand so mysteriös wie er gekommen war. Mein erster Gedanke: "Puh, der hätte hier nicht eine Minute eher auftauchen dürfen." Mein zweiter: "Was denkt der wohl, wenn er hier zwei total zerzauste, unausgeschlafene Kerle in einer 17m²-Wohnung sieht?" Und mein dritter: "Wieso will der eigentlich eine Inventarliste von mir, ausgerechnet an Tag 1 nach dem miesgelauten Beschwerdebrief?" Also suchte ich am Abend ein klärendes Gespräch, um meiner Nachbarin klarzumachen, dass man doch über alles reden kann, sie hätte ja nur eben was sagen müssen, kurz anklopfen und wir wüssten Bescheid... Tja, aber so wie wir gestern offenbar in den Wald reingeschrien hatten, so schallerte es jetzt zurück. Sie hätte zwischendurch das Gefühl gehabt, mein Fernseher stehe mitten in ihrem Zimmer. Sie habe mehrmals gegen die Wand gebollert, später sogar mit einer Plastikflasche. Wir ham's nicht gehört. Als wir mit dem Feuerwerk loslegten, hätten sich unterhalb unseres Fensters diverse Leute lauthals beschwert, wir sollten mit dem Scheiß aufhören. Auch das haben wir... nicht gehört. Sie betonte noch, dass die Vulkandinger, die wir auf meiner Fensterbank zündeten, einen Höllenlärm gemacht haben. Wir ham's nicht gehört, hatten das Fenster ja aus eben diesem Grund zugemacht. Sie habe daraufhin mehrmals geschellt, doch keiner machte auf, denn, der geneigte Leser kann es sich bereits denken, wir ham's nicht gehört. Daraufhin sei sie so sauer gewesen, dachte sich "was für ein dreistes Arsch, der weder auf Klopfen, Schreie der Nachbarn, noch auf die Türklingel reagiert", dass sie ihren Zorn auf Papier gebannt, vor meine Tür gelegt und geschellt habe. DIE Schelle hab ich gehört, aber da stand sie ja schon nicht mehr vor der Tür, womit ich keinen Anlass zum Handeln sah. Tja, nach dieser aufschlussreichen Erläuterung der Sachlage blieb mir nicht viel mehr übrig, als mich für diesen ziemlich ausgearteten Abend zu entschuldigen und zu geloben, dass so etwas nie wieder vorkommt. Ich wollte noch sowas sagen wie "Falls es doch nochmal lauter wird, einfach anklopfen und...", aber bevor ich das Maul aufreißen konnte war mir klar, wie sinnlos diese Aussage war. Also wünschte ich noch schöne Feiertage und zog wie ein begossener Pudel von dannen. Dabei fragte ich mich auch direkt, ob ich nicht gerade wieder in so ein schmuckes Fettnäpfchen getreten war, von wegen "schöne Feiertage und so". Sie ist nämlich Muslimin, feiern die überhaupt Weihnachten? Oder sowas ähnliches? Integration ist ja so schwierig als versoffener Prolet...
An Silvester hatte ich dann auch direkt eine Einladung vom Studentenwerk im Briefkasten, ich möchte doch bitte mal wegen einer Ruhestörungsbeschwerde vorbeikommen. Ob die jetzt von meiner Nachbarin oder irgendwem anders kam, keine Ahnung. Gab ne kurze Belehrung zum Thema Hausordnung und die Sache war gegessen. Nächster Sprittwoch: NICHT BEI MIR!
[sk]

25.11.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

zwischen acht und neun
halb eins
Gasper's Realm of Death
Der Jens, Die Nadine, Der Markus, Der Stefan, Der Lars, Die Sara, Der Niko
- (bin mir nich mehr ganz sicher, wer nu am trinken war)

Programm

Warten, dass alle kommen, Kiesler Weg erklären (zum 1237362. Mal)
Die Einsteiger
Bettelfield Earth (halb)

Zusammenfassung

Ich kam grad noch rechtzeitig zuhause an, um mein niegelnagelaltes Plakat von Frankensteins Todesrennen in einen neuen, unmöglich komplizierten Rahmen zu zwängen und mir außerdem ein leckeres Abendessen reinzuwürgen, da klingelte es auch schon, und Jens und Nadine standen vor der Tür und begehrten Einlass. Während die zwei Beiden es sich bei mir gemütlich machten, rief ich den alten Holzkiesel an und erklärte ihm abermals den nun wirklich nicht schweren Weg zu meiner nicht mehr ganz so neuen Wohnung. In der Zwischenzeit wühlten wir uns durch meine Musiksammlung. Als Kiesobert dann eintraf, war der Rest des Abends vorbestimmt, denn der Herr hatte eine DVD mit dem vermeintlich genialen "Die Einsteiger" feat. Mike Krüger and Thomas Gottschalk dabei. Das überzeugte selbst unsere Frühaufsteher von der Heulsusenfront (Jens und Nadine), noch ein wenig zu verweilen. Kurz darauf trafen Lars, Sara und Niko ein, und das Filmvergnügen konnte beginnen. Tja, was soll ich sagen?
Prinzipiell ist es ja witzig, einen Film zu gucken, der sich derart sklavisch an dem Mainstream der deutschen Achtziger orientiert. Und Mike Krüger als Indiana Jones durch ultrabillige Kulissen stapfen zu sehen, hat auch was für sich. Nur muss man den Film dann mit ultralangen, absolut spannungsarmen Szenen aufblasen? Der Witz des Films beruht auf einer Schlüsselszene. Indiana Krüger sitzt mit ein paar finsteren Nazischurken auf einem Laster, und sie starren sich minutenlang völlig gelangweilt an. Und starren. Und starren. Und starren. Und dann löst Krüger den Knoten mit DEM Hammerspruch überhaupt, der sich im Film immer wieder anwenden lässt: "Langweilig, ne?" Was haben wir gelacht, super! Na gut, besteht der Film halt aus kalkulierter Langeweile, was soll's? Falsch! Denn spätestens, wenn der Streifen versucht, eine Story aufzubauen, die in dem gleichen Genickbruchtempo erzählt wird, wird der Film regelrecht schmerzhaft. Am Ende war der Kiesologe jedenfalls zu dem Schluss gekommen, dass er 7,50€ für einen eher beschissenen Film im Klo runtergespült hatte, was Scheiwe mit einem schadenfreudig lachenden "Sei doch froh, jetzt kannste ihn immer wieder guckenHAHAHAHAHA!" kommentierte.
Nach dem Film blieb nur noch eine Männerrunde übrig, bestehend aus Kieslaw, Gasparow und Nikolov, und der sollte in Form von Battlefield Earth ein scharfer Wind in DVD-Form ins Gesicht wehen. Mit 16:9 Bild und Huperduper-Surroundsound ist der Film noch schlimmer, weil noch offensichtlicher wird, wieviel Geld für diesen unglaublichen Scheiß rausgeschmissen wurde. Besser noch als der Film war Nikos ungläubiges Gesicht, das sich von einer mäßig erheiterten zu einer immens angepissten Fratze veränderte, begleitet von Kommentaren wie: "Das ist echt die größte Scheisse, die ich je gesehen habe." Kiesler und ich hatten hingegen Spaß an den Szenen, wo sich Travolta den Kopp stößt oder sich lachenderweise zum Hampelmann macht. Aber irgendwie war die DVD auch rausgeschmissenes Geld, naja, bei mir halt nur 3,20€. Und vielleicht guck ich ihn ja nochmal irgendwann, Euer Planetschaft...
So, das war's für diesen Sprittwoch, und wenn du thinkst, Sprittology is dead, then du besser regret, motherfucker! Nächste Woche geht's weiter, und dann nehmen wir vielleicht auch mal wieder eine Folge Knight Rider ins Visier, wer weiß?

Wenn Euer Planetschaft erlaubt, würde ich (Kieslaw) gerne noch folgendes Zitat zum sympathischen Frauenbild in Battlefield Earth anfügen: "Sie ist dumm genug um für uns keine Bedrohung zu sein, sie sieht hübsch aus und sie wird mit ökonomischem Tempo betrunken." :-)
[mg]

27.10.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

passabel
ungünstig
Gasper
Gasper, Imig, Niko, ich

Programm

Stavros, der Dokumentarfilmgigant
Obsessed - Von Dämonen besessen
Shawn of the Dead
Der Marsch

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll schreibe ich mal wieder mit 1-monatiger Verspätung, es könnten also uninteressante Details, Filme, Gespräche oder Leute fehlen.
Los ging's um... tja, das weiß ich schon nicht mehr, toll. Aber irgendwann ging's halt los. Markus hatte schon Wochen vorher angekündigt, welch gewaltigen Movie Film Film er an Land gezogen hatte: Stavros, der Gigant. Um uns etwas zu motivieren und von der gnadenlosen Schlechtheit des Films zu überzeugen, spulte Markus wahllos in einige Ausschnitte hinein. Dabei stellte sich heraus, dass wir offenbar keinen Film eingelegt hatten, sondern eine zweistündige Dokumentation, genauer ein Making of, eines unerträglich billigen Softp.. Filmchens. Ein Filmzitat, dass in die Geschichte eingehen wird: "Zeigt mir euren Busen!" Daraufhin erklärte uns Markus, dass diese Aufforderung eigentlich gar nicht so unhöflich sei, denn der Busen seien nicht die beiden... ähm.. sondern der Bereich dazwischen. Da die Schnitte im Making of zu hart waren (auf weiblich, jung, zeigt mir euren hmhm folgte der fette versiffte Produzent, der die geniale Story und Spezialeffekte hervorhob, oder eine Ü80-Oma, die aber gepriesen sei der Herr nicht ihren ähem präsentierte), wechselten wir schnell die MAZ. "Obsessed - Von Dämonen besessen". Uiuiui... Ich fürchte sogar es war der gleiche Regisseur wie bei Stavros, jedenfalls war dieser Film sensationell schlecht. Worum geht's? Ein schwules Pärchen sieht nachts ein Licht am Himmel runterkommen. Irgendwas Außerirdisches. Einer der beiden findet daraufhin einen außerirdischen Helm, mit dem seine _eigenartigen_ Phantasien Realität werden. Aus irgendeinem Grund holt er mit dem Helm böse Dämonen in die Realität. Es gibt halbblutige Kämpfe, homoerotische Eifersüchteleien und ein atemberaubendes Finale: Tunte A stellt fest, dass er wohl doch auf Frauen steht, Tunte B ist gefangen im falschen Körper, Simsalabimsbums, Helm tu dein Werk... Tunte B wird ne Frau und der Haussegen ist gerettet. Und ja, es gibt zwischendurch tatsächlich eine... äh.. eindeutige Szene zwischen zwei Kerlen. So schnell hab ich Markus noch nie zur Fernbedienung greifen sehen, während ihn der Rest lauthals und sehr entsetzt zum sofortigen Vorspulen aufforderte. Ekelhaft. Ohne jetzt irgendwelchen Randgruppen auf den Schlips treten zu wollen. Ekelhaft. Trotzdem ist der Film sehr empfehlenswert, allein aufgrund einer einzigen Monumentalszene: Als Männchen A den Helm entdeckt (oder irgendeinen außerirdischen Stein, ich weiß es nicht mehr), will er ihn mit einer Taschenlampe untersuchen. Dabei geht die Lampe immer aus, er guckt verdutzt nach oben, Lampe geht an, er hält sie wieder runter, Lampe geht aus, er wundert sich, guckt hoch, Lampe an, guckt runter, Lampe aus, wundert sich wieder, guckt hoch, Lampe an, runter, aus, wundert sich usw... Wir waren erstaunt, wie oft ein Mensch über ein und dasselbe Ereignis erstaunt sein kann...
Danach hatten wir uns aber noch nen anständigen Film verdient. Unser Trash-Limit war erreicht, jetzt war Humor mit Niveau angesagt: "Shawn of the Dead", eine überaus geniale Parodie auf Zombiefilme der "Dawn of the Dead"-Machart. Wüsste nicht, wie ich den jetzt angemessen zusammenfassen oder schmackhaft machen könnte, also mach ich's kurz: ANGUCKEN! Auf englisch, denn einige Gags definier ich jetzt mal ganz einfach als unübersetzbar. Mit Parodie meine ich übrigens "wirklich gelungene, intelligente Parodie", nicht so'n Scheiß wie Scary Movie.
Nach dem Film war der Sprittwoch glaub ich vorbei, doch mein größtes Abenteuer stand mir noch bevor: Orientiere dich in einer dir fremden Umgebung, finde den Nachtbus und fahr mit ihm nach Hause. Trotz Imigs detailliertester Wegbeschreibung gelang es mir nicht, die von ihm beschriebene Haltestelle zu finden. Die blanke Angst im Nacken und den Blick ständig auf die Uhr gerichtet machte ich mich also auf, die einzige Haltestelle in der Nähe zu finden, die mir bekannt war. "In der Nähe" stellte sich als entsetzlich dehnbarer Begriff heraus und immer wenn ich dachte "Ah, jetzt weiß ich wo ich bin!", riss mich die nächste Querstraße auf den Boden der orientierungslosen Realität zurück. Als ich irgendwann merkte, dass ich die ganze Zeit auf der Straße rummarschierte, die direkt parallel zu meinem anvisierten Ziel verlief, war es für den Nachtbus schon zu spät. Schnauze voll, Taxi, 15 Euro, danke. Scheiße.
[sk]

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