Sprittokolle

6.6.6666 - Special Events

6:66 Uhr
66:66 Uhr
Hölle
Ich
Satan

Programm

Trinken
Hexenverbrennung

Zusammenfassung

Hell Yeah!!!

Rüüüülps...!
[ds]

21.9.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:00
1:00 oder?
Gaspers Kaiserschlösschen
Markus, Stefan, Andreas

Programm

Alien Apocalypse
Lümmel 1
Lümmel 2, akute Selbstmordgefahr
Verabschiedung durch den Alterspräsidenten

Zusammenfassung

Dortmund 2006. Kurz nachdem die Monarchie wieder eingeführt wurde, erhebt sich ein Scherflein durchtriebener Alkoholiker zum großen Putsch unter der glühenden Sonne Westfalens. Alle sterben. Ein Zufall? Ja, denn es ist noch nicht einmal Waschtag. Vizevolkspräsident Lothar W. lässt verlauten, er habe ein Notsstandsgesetz zur Entkotung erlassen, nachdem sämtliche ihm namentlich bekannten Regierungsmitglieder jeden Tag punkt Mittag, schlag 12 Uhr in eine gläserne Toilette auf dem Rathofsvorplatz defäkieren müssen. Die Regierungsmitglieder Olga P. und Diethold Maria C. weigern sich standhaft und werden gegen 15 Uhr 25 von ihren Eltern zu Kaffee und Kuchen abgeholt. Dieser geplante Wahnwitz führt schließlich zum berüchtigten Kartoffelaufstand, bei dem die Dortmunder Bauern ihre eigenen Frauen auf einschlägigen Amüsiermeilen für umsonst mit umstehenden Freiern teilen. Die wirtschaftliche Basis der Provinzmetropole bricht weg, tausende Zuhälter werden erwerbsunfähig und landen mit Pauken und Trompeten im Kerker des örtlichen Arbeitsamts.
Inmitten dieses Chaos praktizieren nur zwei junggebliebene Spätzwanziger die vielgerühmte Gelassenheit und lassen sich bei Zwetschgenkuchen (den sie sofort wegschmeißen) und Pornovideos (die sie unter Beteuerung, sie niemals gucken zu wollen, in ein geheimes Schränkchen verschließen) auf dem heimischen Sofa nieder. Einer der beiden, nennen wir ihn mal Markus, war so frei und hat im Vorfeld des bald folgenden Trinkvergnügens eine Kiste mit dem edlen Getränk Kronen Ex im örtlichen Supermarkt erworben. Der andere, bekannt geworden als Kapitän Ahab unter den Schrottfilmtauchern, nennen wir ihn Stefan, lässt sich auf dem Bier hernieder und einverleibt sich so den köstlichen Inhalt der gläsernen Zylinder. Als Rahmenprogramm für dieses typisch deutsche Stelldichein guter Laune wird ein Film aus dem stetig wachsenden Zyklus um den US-amerikanischen Filmschauspieler Bruce C. (bekannt aus indizierten, aber völlig normalen und insbesondere für labile Minderjährige empfehlenswerten Streifen wie Tanz der Teufel oder Maniac Cop) auf dem Filmvorführgerät filmvorgeführt. Wir lernen: außerirdische Termiten mögen Holz etwas lieber als Menschenköpfe.
Das reicht aber noch nicht, der Abend ist jung, den beiden Jungtrinkern, die wie zum Zufall der Religion der Sprittology zugeneigt sind, steht eine große Stadt voller blinkender Lichter und unerwarteter Möglichkeiten offen. Sie bleiben natürlich, wo sie sind, verschließen höchstens die Tür noch fester, denn was nun auf dem viel zitierten Fuße folgt, ist Balsam für nostalgisch veranlagte Seelen: aus der ersten Bank lümmelt Hans 'Hansi' Kraus den beiden von der durch Stefan mitgebrachten Laserdiskette entgegen. Der erste Teil, wer kennt ihn nicht, ist ein heiteres Potpourri aus typisch deutschem Humor und erfrischender handwerklicher Inkompetenz, der sich auch durch all die Jahre und die gefühlten siebentausendeinhundertundfünfundzwanzig Wiederholungen durch unsere unterfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten keineswegs abgenutzt hat.
Zum zweiten Teil der Reihe holt sich das Team Verstärkung ins Haus. Unter dem Namen Andreas wird ein weiterer Sprittbruder begrüßt. Der zweite Lümmelfilm ist allerdings ein arger Schlag ins Wasser, wie bald eingestanden werden muss, dennoch wird auch dieses Kleinod bis zum Ende geschaut. Erstaunlich: trotz Leinwandauftritten (mit Ton!) der Ekelfotzen Peter Alexander und Heintje wird keiner der Anwesenden blind oder taub. Bilanz des Abends: die kaisertreuen Recken der Sprittology haben sich auch an diesem fantastischen Donnerstag bemerkenswert gut geschlagen. Zuerst schien die Abwehr etwas zu schwächeln, doch nach mancher gefährlicher Situation konzentrierte sich die gesamte Mannschaft aufs wesentliche und wirkte fortan konzentrierter und agiler. Der Lohn der Mühe war ein spannendes 2:0 und ein fünfzigprozentiger Erlass auf das nächstmögliche Freibier.
[mg]

9.9.2006 - 10.9.2006 - Special Events

18 Uhr
Nachmittags. So.
Neuastenberg
Arendt, Hansknecht, Kiesler, Lars, Schürmann
Herpes, Diana, noch jemand
GASPER

Programm

Anreise
Bier holen
Zelte aufbauen
Golfen
Dunkel
Kneipe
Pennen
Aufwachen
Kieslers Zelt umschmeißen
Nach Hause fahren

Zusammenfassung

Es war ein Tag am Wochenende. Wir spielten Mingolf. Gasper war nicht dabei. Alle weinten.


Kiesler hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 4
Bahn 6 Schläge 5
Bahn 7 Schläge 2
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 5
Bahn 11 Schläge 3


Schürmann hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 2
Bahn 6 Schläge 4
Bahn 7 Schläge 4
Bahn 8 Schläge 2
Bahn 9 Schläge 4
Bahn 10 Schläge 7
Bahn 11 Schläge 3


Hans hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 6
Bahn 5 Schläge 3
Bahn 6 Schläge 3
Bahn 7 Schläge 7
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 2
Bahn 11 Schläge 3

Lars und Arendt hatten keine Dinger. Jeder trank ein Bier, dann gingen alle nach Hause. Knight Rider!
[ds]

16.8.2006 - Zweigstelle Arnsberg

20 Uhr
2:05 Uhr
Bruder Kieslers Siffhütte
Kiesler, Karsten, Schürmann
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht

Programm

Fußball
Dark Age
Moonwalk
Dart

Zusammenfassung

Kiesler der alte Hermaphrodit musste mal wieder das Haus seiner Eltern bewachen. Das bedeutete natürlich Sprittwoch in Arnsberg. Der Hans war sofort begeistert, an diesem Abend liefen nämlich auch Jogis Männer gegen Schweden auf. Verdammt, ich hab am Dienstag schon ne Kiste Oettinger weggezaubert, mein verlangen nach Alkohol war nicht gerade groß. Wir diskutierten im Sprittwoch-Forum...mir brummte zu diesem Zeitpunkt immer noch die Rübe, so dass ich nur Unfug schrieb, und so offenbar den Hansknecht vertrieben habe. Ein paar Stunden später...joooaahh...hmmm, was nu? Bierdurst? Oder nich? Ich konnte dem Bier nicht widerstehen. Ich berichtete Kiesler davon. Noch eben den Hansknecht aktivieren und alles würde gut werden. Ja Scheiße, der Hans hatte sich jetzt mit der Ariane Rakete verabredet. So ein Arsch. Zu zweit einen Sprittwoch zelebrieren? Nää. Langweilig. Ma überlegen, wer könnte denn noch in Arnsberg sein? Arendt fiel mir ein. Ich habe ihn angerufen. Er wollte (durfte?) nicht, muss wohl seinen Väterlichen Pflichten nachkommen. Tja, wer ist noch da? Ahaaaaaa, der Karsten machte ja Urlaub bei seiner Mutter, ich erteilte Kiesler den Befehl ihn anzurufen. Ein paar Minuten später eine SMS...Karsten ist dabei! Yahooha! Alles klar, um 19:30 Uhr fuhr Taxiunternehmen Kieser bei mir vor und sammelte mich ein. Was mich erstaunt, in letzter Zeit ist er immer pünktlich. Respekt. Ob das so bleibt? Man weiß es nicht. So jetzt noch zum Getränkemarkt ne Kiste Bier und Knabberzeug kaufen, anschließend den Karsten abholen. Bei Kiesler angekommen staunte man ne halbe Stunde über die tolle Baustelle vorm Haus. Ok, jetz aber Bier! Ahhhh, den Arsch ins Sofa gepflanzt und ne Kanne gezischt. Hmmmm, schmeckte wieder ganz gut. Aber jetz Zack Zack ARD einschalten. Man will ja auch nicht Gerhard Delling und Günter Netzer verpassen. Na jetzt endlich Anpfiff...ging recht schnell, da schlug auch schon die erste Granate ins Schwedentor ein. Krawuuuuumm! Herr Karsten schrie plötzlich wie verrückt: TOR! TOR! TOR! KIESLER, GIB MIR FÜNF. TRAUMTOR. Und danach noch zwei mal. Hölle. Endstand: 3:0 Schland. Als sich die Euphorie legte, beschlossen wir Elton vs. Simon zu gucken. Herr Stefan suchte die DVD...und suchte...und suchte...und suchte...Herr Stefan: Ach Scheiße, die hab ich ja in Dortmund. Toll Herr Stefan, da liegt se gut. Man überlegte weiter...und weiter...und weiter...So schmiss man irgendwann die Dark Age Bonus DVD ein. Spitze, Eggert (Bass) total besoffen, halbnackt vorm Nachtschalter einer Tankstelle. Er wolle Bier, konnte aber nicht mehr so gut sprechen. Der Kameramann kriegte sich auch nicht mehr ein. Naja, muss man gesehen haben. Irgendwann um weiß nicht wie viel Uhr rief Karstens Mutter an, bzw. ließ immer nur zwei mal schellen. Ich weiß auch nicht was das sollte. Herr Karsten rief zurück und fragte was das soll. Was sollte das eigentlich? So, Herr Karstons Mutter holte ihn ab und ich war mit Kiesler alleine. Ohhooo! Herr Stefan machte Krachmusik dran und legte nen Moonwalk hin. Noch ein bisschen Dart gespielt. Amateur! Herr Stefan überzeugte nicht. Ich ging nach Hause...
[ds]

9.8.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15 Uhr
0:30 Uhr
Markus' Maniac Mansion
SteNiMa FanKoRkus

Programm

Aliens Arsenal
Maniac Cop
Knight Rider
Bottom

Zusammenfassung

Es war einer dieser verregneten Sommertage. Der frühe Nachmittag war gerade über meine trübe Seele hereingebrochen, als ein kurzes elektronisches Piepen meine Aufmerksamkeit erregte. "1 neue Kurzmitteilung". Unter dem Synonym "Gasper,M" trug ein junger Mann sein Anliegen an mich heran: Sprittwoch? Die prägnante Fragestellung duldete keinen Aufschub. Innerlich aufgewühlt hakte ich nach, ob M. wirklich schon heute trinken wollte, hatten wir doch seit Wochen den morgigen Donnerstag als Termin auserkoren. Nein, bitte heute. Ich brauche Bier.
So stand ich relativ zeitig um 19:15 Uhr vor jenem Mehrfamilienhaus, das Herr Gasper von innen bewohnt. Obwohl sich mittlerweile herumgesprochen haben sollte, dass ich einen beinahe fanatischen Wert auf Pünktlichkeit lege, stand ich zunächst vor verschlossenen Türen. Ein Blick auf meinen Nokia Communicator 3310 offenbarte einen "Anruf in Abwesenheit", abermals unter dem Synonym "Gasper,M". Während ich versuchte, mit meinem Walkie Talkie Kontakt zum Herrn Gasper aufzunehmen, stakste er mir gut gelaunt und mit den Armen umherfuchtelnd auf dem Bürgersteig entgegen. Der Marathon konnte beginnen.
In den vergangenen Wochen hatte sich bei den Beteiligten viel Filmmaterial angesammelt, DVDs aus dem Ladenhüter-Preissegment zwischen 1,11€ und 4€ warteten auf ihre Seligsprechung durch die beiden Clears. Ohne Umschweife verschwand "Aliens Arsenal" vom Kultregisseur Julian Breen in einem kleinen schwarzen Kasten mit Motor und Laser. Eine "Wall of Sound" drückte mich in meinen Sitz, Herr Gasper hatte aufgerüstet. Rund um mich herum standen kleine silberne Kisten mit Geräuschen, und die 5 verschiedenen Herstellerintros der DVD rasierten mir beinahe das Haupthaar vom Kopf. Dieses brillante Bild, dieser kristallklare Klang! Doch dann begann der Film. Der war leider nicht der erhoffte 80er-Jahre Trash, den uns die Verpackung vorgaukeln wollte. Aktuelle Radiocarbonmessungen datieren den Film auf das Jahr 1999. Da man in diesem Jahr keine 80er-Jahre Trashfilme mehr drehen kann / darf, ist dieser Film leider scheiße. Ich trauerte 1,11€ hinterher, mit dem Gedanken spielend, diesen Film wegen mangelhafter Qualität umzutauschen. Allein die für immerhin 2 Minuten sichtbaren Aliens mit den, sagen wir, moppeligen Augen haben mein Gemüt dann aber doch noch ein bisschen besänftigt. Zwischendurch rief ein gewisser Niko an, der sich nach Markus' Befinden und seinen Plänen für den Abend erkundigte. Wahrheitsgemäß erklärte M.G. den bisherigen Verlauf des Abends und las seinem per Kupferdraht zugeschalteten Gegenüber die Filmtitel vor, die uns den restlichen Abend versüßen sollten. Jeder rational denkende Mensch hätte die Auflistung als Beleidigung empfunden und das Weite gesucht, doch in Nikos Ohren klangen Filmtitel wie "Aliens Arsenal", "Commander Firefox" und "Maniac Cop" wohl wie eine Einladung. So klopfte es pünktlich nach Ende der ersten Vorstellung (wir erinnern uns: Aliens Arsenal) an der Tür, als hätte eine gute Fee Niko zugeflüstert: Der Film ist vorüber, geh hin und sammel die Überlebenden ein.
Zeit für die nächste MAZ. Bei Markus' Worten Den hat mein Bruder mir empfohlen... war allen Beteiligten klar, dass jetzt die ganz schweren Geschütze aufgefahren wurden. Es ging um einen offenbar verrückten Cop. Der Einfachheit halber nennen wir ihn mal den "Maniac Cop". Der Maniac Cop ist kein Geringerer als Bruce Campbell, der von Regisseur William Lustig losgeschickt wird, ein paar lustige Morde zu begehen. Rein technisch betrachtet ist diese DVD der Beweis, dass VHS einfach nicht totzukriegen ist. Verwaschenes Bild, mieser Ton, eine Synchronisation wie anno 1950, ich gebe es nur ungern zu, aber: Da kommt Freude auf. Als auch dieser Höhepunkt der Filmgeschichte geschafft war, verabschiedete sich Niko höflich von der geselligen Runde, und verpasste somit das nächste Highlight: "Devon Miles in Nöten". Und wer hilft einem Devon Miles in Nöten? Richtig. David Michael Knight Rider Jump in my car Hasselhoff, seines Zeichens Erfinder des Afros für weiße Männer, Träger des alkoholhaltigen Wundpflasters und hobbymäßiger Ost-West-Mauern-Einreißer. Die Folge war erwartungsgemäß ziemlich unterhaltsam und resultierte in 2 vollgeschriebenen Din A-Knight Seiten voller Ungereimtheiten.
Zum Abschluss gab's mit "Bottom" noch eine Runde britischen Humor. Etwa 30 Minuten lang wurden wir aufgeklärt, wie sich der typische Brite vorm Bezahlen der Gasrechnung drückt. Apropos drücken: Bevor ich dieses Sprittokoll zu seinem wohlverdienten Ende führe, möchte ich noch - nicht ganz ohne Stolz - auf die extremen Protuberanzen hinweisen, mit denen mein Darmtrakt die Umgebung erfreute. Linsen-Eintopf von Erasco - da haben alle was von!
[sk]

7.6.2006 - Zweigstelle Arnsberg

18:30 Uhr
23:00 Uhr
Bei uns hinterm Haus
Schürmann, Arendt, ich
Flipp

Programm

Grillen und Bier trinken

Zusammenfassung

Schürmann die alte Socke nervte mich mal wieder als ich grad gemütlich Zuhause aufem Sofa lag. Keine Ahnung was er wollte, jedenfalls hatten wir irgendwann Lust zu grillen. Aber nicht zu zweit den das ist schwul und da ich nicht Kiesler heiße versuchten wir dann noch andere Spritter zu aktivieren. Arendt klang nüchtern und absolut nicht motiviert. Er meinte er müsse auch mal zu Hause bleiben, da sich seine schwangere Freundin schon beschweren würde, dass er dauernd irgendwo saufen geht und sie sich alleine vor dem Fernseher langweilen muss. Wir versuchten es bei Flipp doch der ging nicht ans Handy. Also brachen wir die Aktion ab.
Schürmann war grad vom Hof gefahren da klingelt mein Telefon, Arendt war dran. Auf einmal hatte er doch wieder Bock zu saufen, keine Ahnung wo diese plötzliche Meinungsänderung her kam. Vielleicht hat er sich kurz ne Kanne gezischt und seine Freundin war ihm wieder egal. Kurze Zeit später rief dann auch Flipp an, er wollte auch vorbei kommen nachdem er sein Auto vom TÜV abgeholt hat oder so. Ich rief dann Schürmann an um ihm von der neuen Situation zu berichten. Er war natürlich begeistert.
Da die Herren Arendt und Schürmann zu faul zum laufen waren musste ich mal wieder Taxi spielen. Wir fuhren eben noch bei Klaupark vorbei, nen bisschen Fleisch und Bier kaufen und dann ab bei uns innen Gatten. Dort wurde sofort der Grill angeschmissen und kurze Zeit später mit blutigen Fleischfetzen belegt. Irgendwann um tauchte auch Flipp auf, leider war der Grill da schon wieder aus. Wir tranken noch nen Paar Warzen und so um 23:00 Uhr machten wir Feierabend.
[dh]

24.5.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr. Nach Sauerländer Zeit: 20 Uhr
5:00 Uhr
Herr Monsiö Emil Figge, dann Dortmund West-Coast
Eisi, Domi, Kiesli, Vatolki, Verlobti von Vatolki, einige Menschen die mir fremd aber sympathisch waren.
Passanten, die looki looki auf den Regengrill machen, Passanten, die keine Wurst kaufen wollen, Passanten, die jung klein und doof sind, Passanten, die einem Dart-Club angehören und von mir und Lars begeistert sind - anfangs.

Programm

Grillen mit kläglichem Vorglühen
Nicht grillen, gut glühen in Lars' "Wohngegend"

Zusammenfassung

Der Abend begann wie immer mit kongenialer Planung. 19 Uhr Treffen vor Igors alter Wohnheimsbude, wo er nicht mehr wohnt, aber wo man bestimmt spitze vor dem Haus grillen kann, notfalls wenn's regnet "zwischen" den Häusern, schwarzer Ruß free for anyone. Anuf von Eisenberg: 19 Uhr schaff ich nicht, also 20 Uhr. Anruf bei Lars: Eisenberg schafft 19 Uhr nicht, also 20 Uhr. Gemecker von Lars: Das ist zu spät, also 19:30 Uhr. Korrektur bei Eisenberg: Lars will um 19:30 Uhr. Eisenberg: OK. Sag Igor Bescheid. Kiesler: Kauft ein. Ist zu spät zuhause. Meldet gegen 19:30 Uhr dem Igor: Hallo, wir kommen doch schon um 19:30, oh es ist schon 19:30, na dann bis 20 Uhr. So, das ist doch schon mal das aufregendste Sprittokoll seit mindestens 6 Monaten, woll? Super.
Ab 20 Uhr wird also der 5-Euro-Kaufland-Grill aufgebaut, Modell "Kann man auch mal auf dem Schlossberg stehenlassen". Verblüffend, was man bei einem Grill, der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht, alles falsch machen kann. So sollte man den Windschutz dranschrauben, _bevor_ man den Grill lichterloh entzündet hat. Außerdem erschließt es sich dem Außenstehenden nicht sofort, warum man erst einen Windschutz montiert, wenn man anschließend den Grill absichtlich so dreht, dass der Wind volle Kacke durch die Kohlen fegt. Nachdem die Kohle, oder sollte ich sagen: die dicken schwarzen Holzscheite, die in einer mit "Holzkohle" beschrifteten Tüte lagen, Feuer gefangen hatte, penetrierten wir gegenseitig unsere Grillmahlzeiten durch erotisches Übereinanderrollen. Dank dieses Tricks gelang es uns tatsächlich, einige Fleischmahlzeiten vor dem unerwartet schnell einsetzenden Gewitterregen zu garen. Sagte ich Gewitterregen? 100 Meter weiter fand übrigens das diesjährige "Sommerfest" der Emil-Figge-Wohnheime statt, herzlichen Glückwunsch! Wir retteten unsere Habseligkeiten unter ein Dach, verbrannten ein paar nutzlose aber wärmende PlastikflaschenplastikkronkorkendieeigentlichkeineKronkorkensind und guckten Lars' Miniwürsten beim Verkohlen zu. Nach seinen Chilifischstäbchen und Eisenbergs Grillkokelkäse hatte komischerweise niemand mehr Hunger, selbst die deppert dreinblickenden Passanten ließen sich keine schwarzkratzige Wurst aufdrängen. Apropos Passanten: Der Hans Meiser Notruf-Award des Abends geht auch an Eisenberg, der vorbeigehende Anwohner geistesgegenwärtig warnte: Vorsicht, da steht'n Grill! Den haben sie ja auch bestimmt nicht gesehen, wie er da - hell glühend - in dunkelster Nacht den 1 Meter breiten Weg versperrte. Erwähnte ich schon den Regen? Und den Sturm? Aus Angst, von Anwohnergartenmöbeln erschlagen zu werden, verkrümelten wir uns gegen 23 Uhr zum Sommerfest. "Wir" waren in dem Fall nur noch ich, Lars, Igor und dessen Freundin. Der Rest hatte sich schon verpisst, Skandal. Wir standen ungefähr 5 Minuten auf dem Sommerfest, wunderten uns über die Musik und die kleinen Menschen, dann reichte es uns auch schon.
IQ-Bar wär jetzt nett. Also fuhr Igor uns hin. Am Ziel brummelte Lars dann rum: Mäh, IQ-Bar... Igor, du fährst jetzt eh nach Germania? (Germania ist eine Bushaltestelle in Lütgendortmund, keine altdeutsche Großstadt), *zack*, saß ich mit Lars in Lütgendortmund. Direkt neben Igors Behausung lockte eine einladende Kneipe, aus der im Minutentakt dezent ältere Menschen nach draußen quollen und die uns später noch als "Knastikneipe" empfohlen werden solte. Wir gingen instinktiv ein paar Schritte weiter, vorbei an vielen geschlossenen Kneipen, bis wir zum Juwel dieses Abends gelangten: dem "Ritterhelm". Name und Inhalt stehen in keinerlei erkenntlicher Relation zueinander, trotzdem eroberte die Lokalität unser an diesem Abend wahrlich unverwöhntes Herz im Sturm. Die Kneipe punktete auf Anhieb mit Sprüchen wie "Du behandelst alle Kunden scheiße, deshalb ist hier auch nie was los!", was die Aufmerksamkeit direkt auf uns lenkte: "Behandelt er euch auch scheiße?" Das war nach etwa 3 Minuten. Wahrheitsgemäß antworteten wir "Noch geht's", worauf man uns anbot, unsere Goleo-Frisuren einem anwesenden Maler mit beginnender Naturglatze anzupassen, natürlich nur in einem freundschaftlichen, spaßigen Sinne. Zeit für meine erste Jägermeister-Red-Bull-Bestellung des Abends. Ein älteres, aber wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft mockierte sich: Sowas trinkt ihr? Noch während ich nach einer Rechtfertigung suchte kam die Entschuldigung: Nee, das war nur'n Spaß, ist schon ok. Ach so, haha, Rakete. Genug der billigen Scherze, die Stunde des Siegers nahte. Also trotteten Lars und ich, die weltschlechtesten Dart-Spieler, in den Nebenraum, wo der Mob begeistert beobachtete wie wir schon am Einschmeißen des Geldes und der Auswahl des Spieles scheiterten. Dann schmissen wir ein paar Pfeile gen Wurfscheibe und hatten so überraschende Glückstreffer wie zweimal Triple-20 in einem Wurf, was wiederum die Aufmerksamkeit des Nachbartisches erregte. Für einen Moment hielten die uns für sowas wie "gute Spieler", das waren wohl die berühmten 15 Minuten, die angeblich jedem irgendwann mal zuteil werden. Als wir dann zu alter Form aufliefen und Wurf um Wurf in den Sand setzten unterstellten sie uns gar, wir wollten sie locken und dann im nächsten Spiel abzocken. Ja Schürmann, ich sehe deine Zweifel, während du das hier liest. :-) Genug geprollt. Naja, eigentlich nicht. Als der Nachbartisch sich in den anderen Raum zum Flipper verkrümelt hatte folgten wir natürlich, um direkt noch einen am Kicker aufzustreuen. Das erregte leider die Aufmerksamkeit eines weiteren Nachbartisches, der dummerweise tatsächlich kickern konnte. Tja, eine Runde auf uns, was soll's. Anschließend bekriegten sich die beiden anderen Tische im Dart. Dabei erfuhren wir dann auch, dass die hier einen eigenen Dartverein betreiben. Na das wird ja immer bunter: Wir haben echte Profi-Darter beeindruckt, mir schwillt die Brust zum Auerhahn...
Alles hat ein Ende, Wurst, Wurst, Wurst. Gegen 4 verabschiedeten wir uns höflich, während Tisch A und Tisch B noch eine zünftige Klopperei gegeneinander anfingen. Was für ein Abend, was für eine Kneipe! Begeisterung, und der Wunsch, hier demnächst öfter zu dinieren. Doch für heute: Schluss mit Stuss, Sprittokoll ist ja auch langsam voll genug.
[sk]

25.1.2006 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Neuastenberg, Lawine
Pamela, Diana, Klopfer, Herpes und ich

Programm

ne Runde boarden
nen Radler bzw. Bierchen trinken
noch mal de Postwiese runter
Lawine mit Radler und Bier

Zusammenfassung

Es lag endlich mal wieder richtig viel Schnee im Sauerland und es war Sprittwoch. Also die besten Vorraussetzungen für einen Apres Ski Sprittwoch in Neuastenberg. Leider musste ich fahren, aber 2 bis 3 Radler waren drin.
So um sieben wollten wir uns treffen, ich war wie immer fast pünktlich um halb acht da. Der Schnee war spitze, die Piste gut präpariert also ging's los. Nach nen paar Fahrten hatten wir dann aber erstmal Durst. Gut das mitten auf der Piste ein Warsteiner Rondell stand, mit lecker Bier vom Fass. Wir schlürften uns ein zwei Pils, um dann mit etwas mehr Mut noch mal nen bisschen zu fahren.
So um halb 10 machten dann die Lifte zu, so dass wir gezwungen waren zum Apres Ski über zu gehen. Klopfer und Herpes waren wie immer auch in der Lawine und mal wieder Hacken Stramm. Jo wir tranken uns noch nen paar und so halb 12 fuhr ich dann nach Hause.
[dh]

28.12.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr mit 50 Minuten Verspätung
Für mich um 3:00 Uhr. Stussel und Mini-Stussel waren noch länger da.
Karstens Bungalow, Jussuf, Windsor Pups
Kiesler S., Kiesler M., Hoffmann, Karsten, Seargent O Schennen, Hansknecht und ich
Ich-schließe-mich-bei-S.-Lars-ein-Schürmann. (War also nicht dabei.)

Programm

Leute zusammentrommeln
Abholen, Spritt besorgen (hat alles Kiesler gemacht.)
Zu Karsten gehen
Süppeln
Sich über die Rock Hard CDs lustig machen
Karstens Bude mit Schneematsch dekorieren

Zusammenfassung

Dem aufmerksamen Leser scheint aufgefallen zu sein, dass es ab heute eine neue Kategorie bei Sprittokollen gibt. Nämlich das Weichei vom Dienst; oder auch der Waschlappen, Abschwächer, Anti-Spritti usw. Der Namensgebung sind keine Grenzen gesetzt. [Ergänzung vom Mastor of Administrator: Da sich eine neue Kategorie nicht so mich nix dich nix einfügen lässt, steht's erstmal unter Randerscheinungen] Aber nun zu den Fakten. Dem Kiesler sollte man sein Handy wegnehmen. Statt eben kurz auf dem Festnetz durchzurufen, schreibt er lieber eine SMS. [EvMoA: Ich HASSE telefonieren.] Aber anstatt gleich Uhrzeit usw. bekannt zu geben, verteilt er alles lieber auf mehrere Nachrichten um den Heuschrecken (Providern) einen höheren Gewinn zu bescheren.

Herr Kiesler: SMS = ~15 Cent. [EvMoA: ~20 Cent] Beschränkt auf 160 Zeichen. Ein Anruf auf dem Festnetz = ~ 2 Cent die Minute (ohne Beschränkung).

Nachdem das geklärt ist, weiter im Sprittokoll:
Auf dem Weg zu Karsten erklärt mir der Kiesler, dass Schürmann schwächelt. Und zwar mit der Begründung, dass er Silvester fit sein will. Hallo??? Es ist der 28.! D.h. du hättest genügend Zeit gehabt dich auszuruhen, zu regenerieren blabla
Als wir uns bei Karsten die ersten Kannen in den Wanst geschüttet hatten, stellten wir fest, dass unsere Schuhe alle noch vom Schnee getränkt waren. Also versuchte Karsten mit einem Handtuch die inzwischen zu kleinen Lachen geschmolzenen Schneeflocken wegzuwischen. Es gelang ihm nur bedingt. Es musste nämlich zum Rauchen rausgegangen werden. Dies hatte den Erfolg, dass die Schuhe wieder weiß wurden und alles neu auf dem Boden verteilt wurde. Die Rock-Hard CDs liefen im Hintergrund und nervten auf Dauer, da auf jeder CD so komisches Power-Metal Zeugs drauf ist. Nix gegen Power-Metal; aber diese Lieder die auf den CDs sind, nerven einfach tierisch. Außerdem hinkt häufig die Trackfolge. Wenn erst Arch Enemy kommt und anschließend so ein we fight for glooooooory-Kram, bleibt uns nichts anderes übrig die CD zu disqualifizieren.
Die CDs wurden dem Schennen irgendwann zu hart und er stellte auf Radio um. Allerdings konnte er sich nicht für einen Sender entscheiden und drehte am Sendersuchlauf so lange rum, bis irgendwann nix mehr zu verstehen war. Weder der eine noch der andere Kanal kam irgendwie durch. Was der vorhatte weiß keiner. Aber fest steht, dass keiner sonst irgendwelche GEZ-Sender hören wollte. Und für den Bullshit der im Radio läuft, wollen die auch noch Gebühren. Wie gut, dass ich kein Radio besitze! Meldet auch ihr euch von der GEZ ab. Aber bitte mit der Begründung, dass Johannes B. Kerner als Moderator überbezahlt ist. Als der Inhalt der Flaschen sich dem Ende neigte, marschierten wir Richtung Jussuf und mampften Pizza.
Zwischendurch rief immer Kieslers Bruder an, der auch Kiesler heißt und fragte, wann wir endlich ins Rock-It kommen.
Als wir endlich da ankamen, war Stefan [EvMoA: "STEPHAN"! Mit "ph"! Er wird dich töten...] gerade dabei die Kneipe abzuschließen. Hallo?? Gehts noch? Wir wollten uns gerade bei dir den Kehlkopf befeuchten und du schließt einfach ab. Ich wünsche dir mein Gewicht aber nicht meine Körpergröße.
Also gingen wir zu Archi in den Windsor Pub. Karsten machte dauernd irgendwelche Fotos und Hoffmann und ich beschlossen den Kiesler bei endless-fantasy anzumelden. Nickname: Eichelherr oder Mini-Stussel. Da fällt mir ein, dass ich das gleich noch machen muss.
Wir besoffen uns tierisch; aber gegen 3.00 Uhr hatte ich genug und wollte gehen. Der Himmel kotzte immer noch Schneeflocken und ich hatte keinen Bock alleine zu fahren. Aber die beiden Kieslers wollten sich weiterhin die Nasen rot färben. Michael faselte etwas von Red nicht mit dem o.ä. Ich habe das nicht so genau verstanden. Jedenfalls verpissten Hoffmann und ich uns aus der Kneipe. Auf dem Weg Richtung Taxistand merkte ich, dass ich ja eine Kappe dabei hatte und beschloss zu laufen. Der mp3-Player wurde umgeschnallt und ich verschwand Richtung Rumbeck. Ab hier schreibt der Kiesler weiter. [EvMoA: Sicher?] Allerdings glaube ich nicht, dass das was wird. [EvMoA: Korrekt. :-)] Also endet hier das Sprittokoll.
[aw]

13.10.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:09
0:15
Barop S, Kiesler NB, Gasper KR
Classic = Kiesper / Gasler

Programm

Schleppen
Arm dran, Bein ab
Kiesler rotzt und schneuzt auf dem Abbatoir
Endlich Bier
Sinnlos im Weltraum - Planet der Klone, Junge!
Die Unglaublichen
Eine Einführung in die Geographie Dortmunds - Dr. Stefan Kiesobert

Zusammenfassung

Neue Wohnung, neues Glück: Kiesler zieht um, und die ganze Sprittwochgemeinde zieht mit. Dummerweise müssen Paladine wie ich ihren guten Ruf durch tatkräftige Mithilfe verdienen, so dass ich mich bald in einem Dänischen Fettenlager wiederfand, wo der Herr Kiesler kurz vor knapp sein Schlafsofa abholen wollte. Die nette Frau am Tresen begrüßte ihn auch gleich mit Worten wie "Ich dachte schon, Sie wären tot, Sie gehen ja gar nicht ans Telefon" und so und stakste alsbald ins Lager. Wo wir denn unser Auto hätten, fragte sie uns. Hamwa nich, junge Frau, wir SIND das Auto. Ein ungläubiges Glotzen ihrerseits stempelt uns proforma zu fruchtquarkzaubernden Yetiaußerirdischen ab, aber Kiesler beschwichtigt: "Ist ja nur ma eben die Straße runter, Madam!"
Ja von wegen! Nachdem die gute Frau ihren Scanner zum Bezahlen / Scannen / Telefonieren mit Dänemark / Weißderdoibelwatt benutzt hat, teleportieren Kiesler und ich das Sofa, das erstaunlicherweise nur aus Pappe, Tuckernadeln und Sperrholz zu bestehen scheint, mittels unserer Manneskraft und zwei Prisen Testosteron in Stefans neues Etablissemeng. Und Junge, echt mal jetzt, war dat Dingen schwer. Kieslers Oberschenkelmuskeln meldeten frühzeitigen Verschleiß an, während mir derweil die Unterarme versäuerten. Jetzt mal wirklich, das Sofa sieht aus, als könnte man ein Loch reinGUCKEN, wieso muss sowas denn so schwer sein?
Nun ja, das Sofa war aufgebaut, Kiesler vergnügte sich ca. zehn Stunden auf seiner (neuen) Toilette, aber nicht mit Kacka, wie echte Männer das machen, sondern mit schnoddrigen Rotzgefudel, keine Ahnung, was der da macht. Endlich konnten wir durch das Dunkel zu meiner Wohne schreiten, wo ich Kiesler simultan noch ein paar tolle Schleichwege durch das nächtliche Dortmund offenbarte. "Interessant", so Kiesler. "Das finde ich niemals nicht wieder." Richtig, aber gezeigt habe ich dir das mal!
Bei mir flog uns dann mal direkt mal ne Pulle Pils in den Schädel, die Freude war unbeschreiblich. So viele sprittlose Wochen, Wochen, in denen unsere Fans und Anbeter ohne Knight Rider, ohne dies und das und ohne anderen Kack auskommen mussten / durften. Aber jetzt hatte uns der Alkohol in seiner unscheinbarsten Form, der des Bieres, wiedergefunden. Kiesler und ich wollten das alte Sprittwochfeeling wieder heraufbeschwören, und das ging am besten mit einer Folge Sinnlos im Dingesbummes. Wir haben glockenhell gelacht, und das war schön für alle Beteiligten. So schön, dass Kiesler eine weitere nie im Leben ausgehalten hätte, so dass ich ihm mit Die Unglaublichen einen US-amerikanischen Superhit auf Digital Versatile Disc präsentieren konnte. "Durchaus unterhaltsam!", so das Urteil der Arnsberger Flitzpiepe. Ich setze noch einen drauf und sage: "Sehr durchaus unterhaltsam!"
Alles hat ein Ende, nur der Durst hat keins. So musste sich leider auch Stefan von mir verabschieden, was er in einem zirka einstündigen Zeremoniell tat, dessen Essenz darin bestand, ihm zu erklären wie man geradeaus geht. Kiesler bestand jedoch auf eine porentief reine Analyse der gegenwärtigen Stadtgeographie Dortmunds, in Verbindung mit den Nahverkehrsmöglichkeiten und Diskrepanzen, ein ewigwährender Kampf...
Um viertel nach Mitternacht ging Kiesler den Weg alles Irdischen, und wenn er nicht über den Verpackungsmüll seines Sofas gestolpert ist, dann lebt er noch heute...
[mg]

24.8.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:00 Uhr
23 Uhr oder so
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Schürmann, Kiesler, ich

Programm

Bier kaufen
trinken
grillen
trinken

Zusammenfassung

Herr Kiesler befand sich in Arnsberg um das Haus seiner Eltern zu bewachen, ich hatte Urlaub und Schürmann war auch da, also war die Zeit reif für Sprittwoch. Wir entschlossen uns mal wieder zu grillen, da meine Eltern einen neuen Grill hatten mit Lüftung unter den Kohlen.
Schürmann holte uns ab und nach nem kurzen Besuch bei der Tanke, zwecks Bier kaufen, fuhren wir aufen Kreuzberg. Im Garten angekommen wurde sofort der Grill gestartet und die erste Warze auf gemacht. Schürmann trank auch eine, aber wirklich nur eine da er ja noch fahren musste, tja Scheiße wenn man in Oeventrop wohnt. Nach sehr sehr kurzer Zeit war die Kohle auch schon fertig. Die Kohle war dermaßen heiß das man das Fleisch nicht lange aufem Grill lassen konnte. Spitzen Sache so ne Lüftung untern Kohlen.
Nach dem Essen tranken wir unsere Kannen leer und Schürmann fuhr uns nach Hause.
[dh]

3.8.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
0:30 Uhr
G.
G., Dr. K.

Programm

Spongebob Schwammkopf - Der Film
Family Guy - Der Film

Zusammenfassung

Es ist ein kalter Abend und der Mond scheint feucht aus seinem Gebälk auf die Erde hinab. Doktor Stefan Kiesler, ein angehender Arzt, verlässt gegen halb sechs Uhr abends seinen grausamen Abort, den er Wohnung zu nennen wagt, aber nicht, ohne vorher eine nicht näher definierte Anzahl an Bierflaschen in seinen Geheimkoffer zu stecken. Die Kombination für das Zahlenschloß seines Koffers bleibt lange Zeit unbekannt, erst Jahre später kann die Spur des Trinkteufels auf dieses Datum zurückdatiert werden. Punkt.
Gegen halb acht erscheint der grausame Doktor iterum auf der Tanzfläche des Todes, es klingelt voller Vehemenz an der Türe des unbescholtenen Gutmenschen Markus G. Vor der Tür: Doktor Kiesler in Wintermantel und Schlapphut, ein Angebot, vorbereitet auf siebzig Seiten und mit vier Durchschlägen, in der linken Hand. Er solle unterschreiben, heißt es, er solle sich keine Sorgen machen. Der Verstand von G. liegt in Schutt und Asche, Angstneurosen machen sich breit: den Schlapphut reinlassen und ihm die Umstände seines Scheiterns erklären? Der Doktor schaut sich angewidert um: ein Fernseher, billig und verstaubt füllt den winzigen Raum in einem Dortmunder Vorort bereits fast aus. Er quetscht sich auf das unter Pizzaschachteln und Bierpfützen vermoderte Sofa. Unbehagliches Schweigen. Ach, der Herr lese Kafka, meint der Doktor zu seinem erstaunten Gastgeber, und begibt sich zur Hutablage, um sich dort seiner Kopfbedeckung zu entledigen.
Trotzdem es ihm nicht behagt, wagt er es wieder auf dem modrigen Holzsofa Platz zu nehmen und öffnet eine Flasche Bier, ebenso wie G., der glücklos auf dem Bette vor sich hin sinniert. Ein furchtbarer Tag sei es gewesen, trist und ereignislos, so G., seine einzige Erquickung liege nun doch im Alkohole. Der Doktor vergießt zwar eine heimliche Träne des Mitleids, doch lässt er sein geschundenes Gegenüber selbiges nicht erahnen. Er leitet über zum Programm. Folgend starren die beiden grau gewandeten Gestalten alkoholverzehrend in den Fernseher, nur ein verrauschtes Bild gibt die Geheimnisse eines Meisterstücks des Film Noir preis. "Stewie Griffin - The Untold Story", ein amerikanisches Werk, dessen Fokus auf die Missgünste eines sprechenden Babies gerichtet ist, welches am eigenen Leib die Suche nach seinem wahren Selbst erfährt. Die Psyche des Kindes scheint bekümmert, die Heiterkeit der jungen Jahre sind bereits jetzt einem grausamen Sarkasmus gewichen, und so mordet das Kleinkind hemmungslos durch das herbstliche San Francisco, getrieben von schlechten Gedanken an seinen fetten, bewegungslosen Vater und den Rest seiner unsäglichen Familie. Morde, Geschlechtsumwandlungen, hemmungsloser Geschlechtsverkehr und Zeitreisen, das sind Momente, mit denen das Werk auch noch Gelächter beim Publikum erzeugen möchte, doch G. und dem Doktor bleibt das Lachen im Halse stecken.
Angewidert führt G. die nächste Videokassette in seinen billigen Videorekorder ein. An die Tonverzerrungen müsse er sich gewöhnen, deutet er dem Doktor. Dieser nickt missbilligend und öffnet eine weitere Flasche Bier; mittlerweile ist es die siebte an diesem Abend. G. präsentiert Doktor Kiesler einen Film, den er am Weihnachtsabend der Wohlfahrt zu überlassen gedenkt, trennt er sich auch ungern von diesem meisterlichen Kleinod: "Spongebob Schwammkopf - Der Film", so der Name des Filmes, läuft erst nach Beschwörungen seitens G. an den Rekorder, doch endlich zu funktionieren. Der Doktor starrt in die dunklen Wolken außerhalb der winzigen Wohnung und seufzt voller Missmut. Ein sprechender Schwamm will Aufsichtsleiter in einem Gastronomiebetrieb auf dem Meeresgrund werden. Das Leben jedoch hat andere Pläne und Aufgaben für ihn, er bekommt die Stelle abgesprochen. Er ergibt sich dem Zuckerrausche. Am nächsten Tage stürzt eine linkische Kakerlake, nur auf ihren eigenen Vorteil erpicht, sein Arbeitsumfeld ins Verderben, sein Vorgesetzter wird von einem grausamen König in Eis eingeschlossen. Der König veranlasst den sprechenden Schwamm zusammen en mit seinem Kameraden, ein tumben Seestern, seine Krone wieder zu beschaffen. Der Film ist widerlich, voller Monster und bösartiger Kreaturen, die den Tod der beiden Freunde wollen. Erst der Ritt auf einem amerikanischen Filmschauspieler namens David bringt sie an ihr erhofftes Ziel. Enttäuscht verabschiedet sich G. von seinem Gaste, er müsse nun ins Bett, die Schwere des Alkohols laste auf ihm. Der Doktor nimmt wortlos seinen Hut und seinen Koffer und sagt G. Lebwohl.
[mg]

27.7.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr plus die obligatorische halbe Stunde
0:30 Uhr
Gasper
Gasper und der unglaublich attraktive Kiesler
Niko, der persönliche Berichterstatter des Hausmeisters

Programm

Plan 9 From Outer Space
Destroyers
Bride Of The Monster

Zusammenfassung

Das ständige Gejammer im Forum kann man ja nur noch mit Spritt ertragen, also entschlossen Gasper und ich uns, die Amtsgeschäfte nach geschlagenen 2 Monaten wieder aufzunehmen. Ghettomitbewohner Niko erschien kurz auf der Tanzfläche, war aber zu müde für Bier und wollte stattdessen ein Buch lesen oder einen Film gucken oder sowas Schwachsinniges. Also bereiteten Gasper und ich uns vor, öffneten die ersten Fläschchen und planten das Programm. Ein Marathon der üblen Filme stand uns bevor, also genau das richtige um den Sprittology-Motor wieder auf Touren zu bringen. Doch plötzlich schellte es nochmal. Vor der Tür erlitt Niko einen Lachkrampf, während er Gasper offenbarte, dass der Hausmeister ihm gerade anvertraut habe, bald eine eigene Kneipe in der Nähe aufmachen zu wollen. Ich kenne den Hausmeister nicht, aber Nikos Lachkrampf und Gaspers "Du musst den sehen. Das passt einfach voll zu dem." nach zu urteilen muss das ein spitzen Typ sein.
Licht aus, Spot auch. Los ging's mit "Plan 9 From Outer Space", einem überdurchschnittlich logischen Science Fiction Kracher aus der Zeit des Schwarz-Weiß-Kinos (ist jetzt nicht rassistisch gemeint). Was ist nun dieser Plan 9? Das ist, wie gesagt, recht logisch: Außerirdische erwecken auf der Erde Tote zum Leben, um die Menschen auf die Existenz der Außerirdischen aufmerksam zu machen. Damit aber niemand der Augenzeugen sein Wissen um die Existenz der Außerirdischen weitertratschen kann, wird er von diesen Wiederbelebten kurzerhand umgebracht. Warum tun die Außerirdischen so böse Dinge? Reiner Selbstschutz. Nach der Entdeckung der Atombombe wäre nämlich die Sonnenstrahlbombe (oder so ähnlich) der nächste logische Schritt. Und wie die funktioniert erklärt uns der nette Film auch gleich: Licht besteht nämlich aus Teilchen, ähnlich den Atomen. Aber irgendwie kleiner und mehr. Und wenn man die mit Sonnen-/Licht-/Spionenbrotbombe zur Explosion bringt, löst das eine Kettenreaktion aus, bei der sämtliches Sonnenlicht explodiert. Also auf unserer Erde, in der Atmosphäre, in unserem kompletten Sonnensystem, in dem halt auch die Außerirdischen leben. Das macht Sinn, das macht Spaß, das ist einfach toll. Die Kulisse tut dazu ihr Übriges. Raumschiffe eiern an lustigen Bindfäden vor einer Himmel-Tapete umher, Styroporgrabsteine wackeln, wenn man sie nur schief ansieht, und graue Vorhänge sind schlichtweg DAS tragende Element einer jeden trostlosen Kulisse in diesem Film. Innerhalb zweiminütiger Dialoge wandelt sich die Kulisse zehnmal von tiefschwarzer Nacht in grellstes Tageslicht und umgekehrt, der Chef der Außerirdischen trägt einen mittelalterlichen Drachen auf seiner Latexuniform, sowie einen Gürtel aus Spritzgebäck-Backförmchen, der Aushilfspolizist ist sogar zu dumm, drei gesprochene Sätze fließend auf die Reihe zu kriegen. Und wer jetzt schon bedient ist, für den kommt noch die Krönung: Einer der Hauptdarsteller, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Opa Munster hat, starb leider recht früh, so dass man mit ihm nur eine Szene abdrehen konnte, in der er aus einem Wald rausschleicht. Anstatt jetzt einfach einen anderen Darsteller für den kompletten Film zu nehmen, oder wenigstens für die restlichen Szenen einen, der so ähnlich aussieht, nahm man: den Chiropraktiker (!) der Frau (!!) des Produzenten (!!!). Ein dünnes Gerippe ohne eine SPUR Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Protagonisten, ja ohne eine SPUR von schauspielerischem Talent. Damit man nicht merkt, dass er gar nicht der gleiche Schauspieler wie zu Beginn des Films ist, hält er sich während des gesamten Films seinen Umhang vor's Gesicht. Aua! Es kommt noch schlimmer. Damit man nicht vergisst, dass der dürre Chiropraktiker eigentlich die gleiche Person wie Mr. Munster sein soll, blendet man zwischendurch ganz gerne verfügbares Filmmaterial des Toten ein. Leider gibt es, wie bereits erwähnt, nur eine einzige Szene mit ihm. So wiederholt sich die "Ich komme jetzt mal aus dem Wald"-Szene mindestens 20 Mal im gesamten Film, oft mit so eleganten Schnitten wie: Chiro-Man verlässt das Gebäude -> Herr Munster kommt aus dem Wald -> Chiro humpelt ein paar Meter auf offenem Feld -> Munster auf einer Wiese, im Hintergrund der gerade verlassene Wald. DAS TUT SO VERDAMMT WEH BEIM ANGUCKEN!!!
Aber eigentlich wollte ich ein Sprittokoll schreiben, keinen Filmtest. Also: Danach Destroyers, eine geniale Mischung aus Star Wars, Terminator, Robocop, und vermutlich 10 weiteren Filmen, auf jeden Fall scheiße geklaut und extrem scheiße gemischt. So wie's sein soll.
Danach folterte mich Markus noch mit "Bride Of The Monster", einem weiteren Film des Erfolgsregisseurs von Plan 9. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht mehr im Geringsten, worum es da ging. Er war auch nicht so extrem stümperhaft wie Plan 9. Nein nein, die Kaufempfehlung des Tages lautet: Plan 9 From Outer Space!
[sk]

31.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:30 Uhr
?
Sch...-Lars
Schürmann, Sch...-Lars, ich

Programm

Zusammenfassung

Ich weiß noch dass es Glühwein gab. Den Rest schreibt SCH...-LARS jetzt ganz schnell, wenn er nicht will dass hier SCH...-LARS steht...
[sk]

25.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

?
?
bei mir, dann Dorf
Walter, Gasper, Scheiwe, ich

Programm

Warten of Godot
Kaktus Jack
Titanic-Seite leersaugen
Party im Studentendorf
Es gibt nur noch Krombacher Mild -> Party verlassen
Pöbelnde Borussen ertragen

Zusammenfassung

Exilsprittologe Walter stattete der Sektion Dortmund mal wieder einen Besuch ab. Da er unerwartet früh eintraf, mussten wir erstmal ein bisschen Zeit totschlagen. Wir stellten fest, dass das erstaunlich gut mit einer Runde Lenßen und Partner funktioniert. Das ist eine fantastisch unrealistische Reality-Privatermittler-Action-Blöd-Doku auf Sat 1, die einem alle Vorurteile über das Talent deutscher Schauspieler binnen Sekunden bestätigt. Doch mit der Mutprobe einer Studentenverbindung, auf einem Klo einen Humpen Pils zu saufen, den Privatermittler Reibeisen mit einem lässigen "Na gib her den Eimer!" quittierte, hatten sie unser Herz im Sturm erobert.
Irgendwann traf dann auch mal der Gasper ein, der sich im Umgang mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch dümmer anstellte als ich normalerweise. Nun war Hollywood angesagt. Kaktus Jack, die wohl schlimmste Mischung aus Road Runner und Arnold Schwarzenegger, erheiterte unser Gemüt. Gemessen am Niveau der Gags könnte dieser Film auch aus der goldenen Ära Krüger/Gottschalk/Hallervorden stammen, sei also an dieser Stelle ausdrücklich als "unter Alkoholeinfluss sehr sehenswert" erwähnt! Die nächsten zwei Stunden kam ich mir dann als Nicht-Titanic-Abonnent wie ein Aussätziger vor. Gasper und Walter saugten begeistert die halbe Titanic-Seite leer, referierten gegenseitig über die gelungensten Aktionen der Extrem-Satyriker und zeigten mir dramatische Lücken in meiner Allgemeinbildung auf.
Zu fortgeschrittener Stunde rafften wir uns dann zum Studentendorf auf, wo sich die Dortmunder Bildungselite gehörig die Lampen ausknipste. Dort trafen wir auch Herrn Scheiwe an. Ansonsten war's da recht durchschnittlich. Saufen, Smalltalk, Bratwurst, dann der Supergau: Kein Bier mehr. Naja, kein richtiges. Stattdessen gab es nur noch: Krombacher Mild. Mit den im Moment im Trend liegenden Mild-Bieren hat die Industrie die logische Konsequenz aus der wachsenden Bierverdrossenheit der deutschen Jugend gezogen: Sie hat eine Biersorte geschaffen, die definitiv überhaupt nicht nach Bier schmeckt. Ich weiß nicht so recht was das soll. Krombacher Mild schmeckt wie ein Bier, das irgendwo im Gärungsprozess steckengeblieben ist. Als wollte es nicht erwachsen werden. Als hätte der Braumeister persönlich die Gärung mittels eines gewaltigen Urinschwalls gestoppt. Ich ergriff sofort die notwendigen Maßnahmen und knallte die nur um einen Schluck erleichterte Flasche wütend ins Gebüsch. Zeit zu gehen. Walter und ich traten den Heimweg an. Er versuchte noch krampfhaft, dem Bier was Gutes abzugewinnen, doch außer "Iiiieeh!", "Bäähhh!!" und nicht überhörbaren Würgegeräuschen, die auf heftigen Ekel schließen ließen, brachte er keine allzu begeisterten Laute hervor. So zog auch er nach immerhin einer halben Flasche die scheppernde Konsequenz.
Unsere Gaumen waren verseucht, also musste was zum Nachspülen her. Glücklicherweise hatte die IQ-Bar, die sich schon so oft als rettender Anker erwiesen hatte, noch geöffnet. Leider war der Laden von BVB-Fans geflutet, die mehr oder weniger geistreiches Liedgut anstimmten und dummprollig rumpöbelten. Naja, wie man's halt von BVB-Fans gewohnt ist. Als dann einer der gelb-schwarzen Experten die Bedienung mit den Worten "Ey Fotze, hol ma'n Taxi!" freundlich um Hilfe bat, dachte ich, spätestens JETZT müsste doch mal irgendwem die Hand ausrutschen. Aber nee, nichts. Scheinbar ist man diese Wortwahl in BVB-Kreisen gewohnt... Irgendwann versiegten dann auch hier die Quellen und Walter und ich zogen uns in mein Anwesen zurück.
[sk]

4.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19 / 20 Uhr?
5 Uhr, jawoll ja!!
Scheiwe, dann NEF-Sommerfest, dann Absacker bei mir
Scheiwe, 2 fremde Menschen, Gasper, Raf mit Weib, Nadine, Lars, ich, später dann Handlutzion und weitere lustige Menschen

Programm

Vorglühen bei Scheiwe
Hans Meiser-Buch bestaunen
Lava-Lava endlich mal wieder
ca. 27 Sekunden aus Lars' "Pfui"-DVD
Sommerfest der Emil-Figge-Wohnheime
Brinkhoffs kot-#%% trinken
Bratwurst essen
Mit Lutz' Handfürzen den Platz räumen
Nachglühen
In der IQ-Bar einen Jägermeister zum Mitnehmen erschnorren
Ilsa gucken
Dabei einschlafen
Lars rausschmeißen

Zusammenfassung

Die Sprittbegeisterten sammelten sich zunächst in Scheiwes 17 m²-Sauna. Dort gab es wie immer einiges zu bestaunen. Besondere Beachtung fand diesmal ein unscheinbares Buch, das sich vergebens zwischen Topfpflanzen und Sicherheitskopien zu verstecken versuchte: "Hans Meiser - Mein erstes Mal". Darin geht's nicht etwa um seinen ersten Auftritt als der verwirrte Talkopa mit der unverkrampften Körperhaltung, sondern um geistige und andere Ergüsse zum Thema "Ich mach Bubu, was machst du?". Nachdem wir unseren Spott auf Herrn Scheiwe abgeladen hatten, lenkte er die Runde mit einer kurzen Lava-Lava-Einlage gekonnt ab. Anschließend wollte uns Sch*#-Lars eine DVD vorführen, die er bezeichnenderweise mit "Pfui" beschriftet hatte. Das gebotene Videomaterial irritierte uns etwa 27 Sekunden lang im Schnellstdurchlauf, böse Blicke wurden ausgetauscht, dann ging's zum Sommerfest.
Dort hatte man sich mal wieder für die falsche Brauerei entschieden: Die Brinkhoffs-Kloake hatte ihre Fässer abgeladen und ahnungslose Thekenhelfer pumpten die Gülle in die Gläser der unschuldigen Studentenschaft. Ach, warum kann ich nicht auf einer EINZIGEN Saufparty in Dortmund mal in den Genuss eines richtigen (also Nicht-Dortmunder-) Biers kommen? Immer nur Brinkhoffs, Kronen oder noch Schlimmeres. Ist das falsch verstandener Lokalpatriotismus oder gar eine von der Stadt vorgeschriebene Biersubvention? Man fasst es nicht, aber man trinkt es natürlich trotzdem. Und so kommt es nach einiger Zeit, wie es kommen muss: Man wird bekloppt. Insbesondere Lutz, der zu späterer Stunde wieder seinen bewährten Handfurztrick auspackte. Ich will nicht verheimlichen dass ich auch meinen Spaß dran hatte, aber unser Umfeld sah das wohl anders. Nach wenigen Minuten war der komplette Platz um uns herum wie leergefegt, nur vereinzelt kamen noch ein / zwei begeisterte Männchen hinzu, die Lutz mit leuchtendem Funkeln in den Augen um einen Schnellkurz zum Thema Handfürze baten.
Irgendwann wurd's selbst Lars und mir zu bunt und wir hielten Ausschau nach dem Nachtbus. Der kam auch sofort, jedoch bekamen wir während der knapp 5-minütigen Durststrecke dann doch wieder Appetit auf Flüssignahrung. Wie gut dass es bei mir um die Ecke die IQ-Bar gibt, wo man sich selbigen ganz fürstlich in den Keller trinken kann! Wie so viele verständnislose Kneipiers sieht man es aber auch hier nicht gerne, wenn lustige Alkoholiker, die den Laden den ganzen Abend verschmäht haben, dann ab 2 / 3 Uhr noch da versacken wollen. So wurden wir mit einem freundlichen aber endgültigen "Wir machen jetzt zu" begrüßt und bekamen nichts mehr. Das war jetzt eigentlich eindeutig, trotzdem ging ich nochmal kurz rein und wollte ein wenig nachhaken. Alle Bettelei half nichts, mit trockener Kehler verließ ich die Pilgerstätte. Auftritt Lars. "Was? Das gibt's doch nicht! Warte, ich probier's auch nochmal. Oh jaaa...." Und weg war er. Minuten vergingen. Lebte er noch oder trank er schon? Was genau er da getrieben hat weiß ich bis heute nicht, aber auf einmal kam er mit einem riiiieeeeesigen Krug voller Jägermeister Red Bull raus. "Ich hab einfach gesagt 'zum Mitnehmen', haha!" Und dann überließ er mir auch noch den kompletten Eimer, weil er lieber die Bierreste in meinem Kühlschrank vernichten wollte. Selten habe ich um diese Uhrzeit so eine Freude empfunden. Nachgeglüht wurde also bei mir, Lars zwang mich noch diese komische DVD zu gucken. Es ging da um eine Nazi-Ilsa, die irgendwelche Versuche macht, ähm... Sehr wirres Zeug, wir pennten direkt ein. Als wir aufwachten waren wir froh, dass der Film vorbei war, und Lars entschwand in die Dunkelheit.

Ergänzung:
Anscheinend wurden in besagter Nacht einige erheiternde Sprüche gekloppt, die ich mir direkt notieren musste, weil sie so geil waren. Leider kann ich mich nicht mehr im Geringsten daran erinnern, WER genau WAS zu WEM gesagt hat und WARUM. Ich veröffentliche diese Notizen daher so sinnlos, wie ich sie am nächsten Tag vorgefunden hab:

- Gliedschatten
- Hans Meiser: "Mein erstes Mal"
- Warm, alt und dick.
- Anonymer Fremder, du bist zu klein!
- Typ angehustet, zu Tode erschreckt.

In diesem Sinne...
[sk]

11.4.2005 - Special Events

12:00hr
23 Uhr
Krombacher Brauerei und Extrablatt
Pamela, Matthias, Christof, Sven, Diana, Sonja, Mike und ich, später dann noch Wolfgang und seine Frau Monika.

Programm

Mit dem Auto nach Altenhundem
Mit der Bahn nach Eichen
Zu Fuß nach Krombach
Film gucken
Brauereibesichtigung
DER SCHANKRAUM
1 Stunde am Bahnhof warten
Mit Taxi, Bahn und Bus zurück nach Schmallenberg
Extrablatt

Zusammenfassung

Es war einmal vor einiger Zeit, da dachte sich ein Diplomand aus dem Rheinland namens Christoph, er müsse das Sauerland besser kennen lernen. Doch was kann man hier kulturelles unternehmen? Natürlich eine Brauereibesichtigung, wo Veltins, Warsteiner und Krombacher doch alle hier ihren Sitz haben. Er entschied sich für Krombacher, da die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ einfach ist. Zumindest einfacher als eine Fahrt nach Grevenstein oder Warstein. Er fragte dann bei uns auf der Firma rum wer Lust hat mit zu kommen und schnell waren 10 Leute gefunden. Er rief also bei Krombacher an um einen Termin zu erfahren. Ich sagte ihm das kann schon mal nen halbes Jahr dauern, da ich wusste, dass das bei Veltins so ist. Aber nicht so bei Krombacher, wir hatten in zwei Wochen einen Termin, der 11.04.05.
Dieser Montag morgen begann direkt stressig. Eigentlich hatte ich eine Abfahrtszeit von 12 Uhr im Kopf, von da her machte ich mir auch keinen Stress. Bis mir meine Arbeitskollegin und Exfreundin um 10:30 Uhr mailte, dass wir doch schon um 11:15 los müssen. Man muss dabei bedenken ich war zwar fast fertig, musste aber noch von Arnsberg nach Schmallenberg fahren und das sind ungefähr 50 km Landstraße. Also packte ich ins Rad, so dass mein frisch geduschter Körper wieder ins schwitzen geriet. Als ich dann so um etwa 11 Uhr kurz vor Fredeburg war rief sie mich an, ich könnte mir doch Zeit lassen. Sie hätte es falsch verstanden, die Abfahrt wäre erst um viertel nach zwölf. Also Fuß vom Gas und erst mal nen Döner essen. Nach einem nicht ganz so leckern Döner, machte ich mich auf zum Institut wo wir uns treffen wollten.
Sonja, Matthias und Christof waren schon mit dem Bus los, aber Diana, Pam, Mike und ich konnten mit Sven fahren, da der irgendwo in der Nähe von Altenhundem wohnt. Wir kamen etwa um 5 nach halb 1 am Bahnhof an, der Zug fuhr um 20 vor, also alles im Lot. Eben noch nen Ticket gezogen und los ging die Fahrt. Im Zug glühten wir erst mal mit ner Flasche Xuxu vor. Eigentlich ziemlich ekelhaft, aber es musste weg. Der nächst gelegenste Bahnhof zur Krombacher war Eichen, Christof meinte von da aus könnten wir laufen. Was natürlich richtig war, aber wir brauchten 1 halbe Stunde vom Bahnhof zur Brauerei. Wir beschlossen also schon mal, den Rückweg mit dem Taxi zu fahren.
Am Eingang der Brauerei mussten wir uns melden, danach ging es erst mal in einen kleinem Raum mit ner Leinwand, wo ein Film über die Geschichte der Brauerei gezeigt wurde. Um auch in den Produktionsräumen etwas von der Führerin zu verstehen bekamen wir die selben kleinen "Walkmans" wie bei Veltins. Ja richtig wir hatten eine Führerin, wie ich finde etwas unpassend, denn wenn jemand über Bier redet, sollte es ein Mann sein. Frauen verstehen da einfach nicht so viel von. Wir gingen dann wie üblich durch verschiedene Produktions- und Abfüllräume und die Führerin erzählte etwas dazu.
Nach ungefähr einer Stunde begann der wichtigste Teil der Besichtigung. Die Verkostung. Dafür besitzt Krombacher ein extra Gebäude. In welchem sich unten ein Shop und oben ein Schankraum befindet. Im Schankraum gab es eine große Theke und Sitzgelegenheiten für ungefähr 200 Leute, da wir nur etwa 100 Gäste waren blieb eine hälfte des Raums dunkel. Wir bekamen einen schönen 10 Personentisch am Fenster. Das Zapfteam war schon in vollem gang und nach einigen Sekunden hatten wir alle ein leckeres Krombacher vor uns stehen. Die Führerin wünschte uns einen guten Durst und prostete uns zu. Ich hatte mein Glas grad angesetzt und gerade die hälfte leer gezogen da Stand schon das zweite Pils vor mir, fantastisch. In diesem Rhythmus ging es dann weiter. Für den kleinen Hunger gab es frisches Brot und geräucherten Knochenschinken. Alle waren zufrieden. Die nächsten zwei Stunden bestanden hauptsächlich aus trinken, ich schätze mal das ich so 20 Gläser 0,25 L getrunken habe und die andern auch ungefähr. Die Führerin hatte uns vor dem Trinken angekündigt das wir um 5 Uhr gehen, also bestellten wir uns um kurz vor 5 noch jeder ein Bier um das ganze etwas raus zu zögern. Als wir um etwa viertel nach, als einzigste immer noch am trinken waren, bat uns das Personal freundlich uns doch jetzt etwas zu beeilen. Wir zogen also leer und gingen runter in den Shop, wo wir auch schon die letzten waren. Als Souvenir kaufte Mike sich noch nen 24 Krombacher Rahmen.
Wie zuvor geplant bestellten wir ein Taxi, welches uns mit zwei Fuhren zum Bahnhof transportierte. Wir verpassten den Zug um fünf Minuten, so dass wir eine Stunde auf den nächsten warten mussten. Also genug Zeit um den Kasten leer zu ziehen.
An die Zugfahrt kann ich mich leider nicht mehr erinnern, mein Gedächtnis setzt erst wieder im Bus Richtung Schmallenberg ein. In diesem Bus müssen wir ziemlich aufgefallen sein, denn Diana und ich lagen die meiste Zeit der Fahrt auf dem Boden, weil wir uns nicht mehr auf den Sitzen halten konnten. In Schmallenberg angekommen ergriffen Matthias und Christof die Flucht, ihnen schien es schon gereicht zu haben.
Aber wer ein richtiger Sauerländer ist der säuft natürlich weiter, egal in welchem Zustand er ist. Da Montag war hatten die meisten Kneipen in Schmallenberg Ruhetag, so dass wir leider in eine Warsteiner Kneipe gehen mussten, das Extrablatt. Dort kam Mike auf die tolle Idee mit Whisky-Cola weiter zu machen, was natürlich nicht hieß dass zwischendurch kein Bier getrunken wurde. Irgendwann kam unser Arbeitskollege Wolfgang mit seiner Frau vorbei, um sich das Elend anzusehen. Ich hab mich wahrscheinlich auch mit ihm unterhalten, kann mich aber leider nicht mehr erinnern worüber. Ebenso zerlöchert sind meine restlichen Erinnerungen ans Extrablatt, ich weiß nur noch, dass wir gekickert haben, dass Diana sich Geld holen wollte aber leider ihre Geheimzahl vergessen hatte und das wir uns ne Pizza bestellt haben. Um Elf Uhr sind Diana und ich dann nach Hause gegangen, Sonja war schon etwa so um 9 Uhr verschwunden und Mike wurde um 12 Uhr von seiner Mutter abgeholt, ging aber noch kurz in seine Stammkneipe und war dann um etwa 1 Uhr zu Hause. Sven der ja irgendwo im Kreis Olpe wohnt fuhr mit Pamela nach Hause, die in Fredeburg wohnt. Dort begrüßte er ihren Garten erst mal mit einem fröhlichen Wüürg, in der Wohnung schlief er direkt auf dem Sofa ein. Pamela legte sich dann auch ins Bett. Nachts wachte Sven dann auf und dachte er wäre zu Hause, er wunderte sich dass er auf dem Sofa lag und legte sich ins Bett. Pamelas Wohnung muss wohl eine gewisse Ähnlichkeit mit seiner haben. Am nächsten morgen um 7 Uhr wunderte er sich dann dass er neben Pamela lag, vor allem weil er sich an nichts mehr erinnern konnte. Aber laut Pamela ist wohl nichts passiert.
[dh]

6.4.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr ca.
weiß nicht mehr genau (2 Uhr?)
Das Kiesler Anwesen in Arnsberg
Archongott Kiesler, Bubble Bobble Bibbel Babbelgott Hansknecht, C64 Versager Schürmann (War nicht mein Tag, habe gegen den Kiesler verloren)

Programm

Grillen
Essen
Trinken
Spaceballs!!
C64

Zusammenfassung

Hallo und Grüäzi miteinander! Die Kiesel Eltern waren mal wieder auf Forschungsreise an der Nordsee oder so, das musste man ja gnadenlos ausnutzen um einen Sprittwoch im Landsitz der Familie Kiesler zu machen. Los ging es damit, dass wir erstmal den Grill angeschmissen haben, das erwies sich als nicht ganz so einfach, die geilen Grillanzünder von LIDL gingen nicht an, nach zig Minuten Feuerzeug dran halten brannten se dann doch noch irgendwie. Kauft keine Grillanzünder von LIDL, die sind totaler Schrott, kosten aber nur 40 Cent. Als dann die Kohle richtig schön am glühen war, haben wir uns erstmal das Fleisch drauf gekloppt, das war so schnell fertig, man fasst es nicht, der Grill ist der absolute Killer, nen Kumpel von Kieslers Bruder hat den wohl selbst gebaut. Spitzenteil, das Toastbrot war innerhalb von 5 Sekunden pechschwarz. Ein Lob an den Menschen, der dieses Meisterstück erschaffen hat.
Ich habe mal meine halbe VHS Sammlung mitgebracht, darunter war auch der Klassiker vorm Herrn, tadaaaaaa...Spaceballs, oh jaaaa. Wir haben uns köstlich darüber bepisst. Durchkämmt die Wüste nach ihm, dann haben die tatsächlich die Wüste mit einem Riesenkamm durchkämmt, oh man. Aber jeder wird diesen Film kennen, den brauch ich ja jetzt nicht näher zu beschreiben. Nach diesem genialen Film zog uns der Commodore 64 in seinen Bann, wir mussten uns erstmal einigen welches Spiel wir spielen wollten. Der Hans wollte unbedingt Bubble Bobble zocken, naja haben wir mal damit angefangen. Wenig später hatten aber alle kein Bock mehr, jetzt ging es weiter mit Caveman Ugh' Lympics, das ist so wie Summergames, nur dass die Athleten Steinzeitmenschen sind. Die beste Disziplin ist auf jeden Fall das Feuer machen, man sitzt da mit zwei Stöcken in der Hand (pfui) und muss versuchen Feuer zu machen, da tun einem nach kurzer Zeit die Hände weh, man muss mit dem Competition Pro unheimlich schnelle Links-Rechts-Attacken machen, boar schlimm ist das. Der Hansknecht hatte den Bogen nicht ganz raus, man hörte immer wieder "So ein Scheiß, das geht gar nicht". Das mussten wir ihm dann mal beweisen, in einer Rekordzeit von 30 Sekunden brannte der alte Misthaufen. Geht nicht, tzz, son Blödsinn. Der Hans schwächelte jetzt und ging nach Hause, aber vorher war er noch pissen, der Kiesler bemerkte dass er die Tür nicht abgeschlossen hatte, er überlegte nicht lange, da überfiel er Hans auf dem Klo und wollte ein Bild von seiner Nudel machen....ääh ja genau. Der Hans hat ihn aber kurz vorher wieder eingepackt, mann mann, da hat er Glück gehabt, nur die Unterhose wurde abgelichtet. Kiesler ist ne schwule Hupe!!! Jetzt zockte ich mit dem alten Spanner Kiesler noch Archon, der Kiesler hat immer gewonnen, ich kann dieses Spiel einfach nicht. ICH HASSE ES!!! So, jetzt hatte ich auch kein Bock mehr und fuhr mit dem Taxi nach Hause.
[ds]

16.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

abends
später abends
Nikos Chinarestaurant, Platz an der Sonne
Niko, Gasper, Lars, ich, Raf, Jens "The Ripper" Scheiwe
Lama-Lars, Levermann

Programm

Jack Frost
Meine Braut, ihr Vater, dem seine Katze, die ganze Familie und ich. Teil 2.
Sitzen, schwitzen, saufen

Zusammenfassung

Als ich mit Lars bei Gasper eintraf, standen wir vor verschlossenen Türen. Hatten diese Arschgeigen etwa schon ihren Platz an der Sonne eingenommen? Nein. Ein klärendes Telefongespräch führte uns zum ziemlich in der Nähe wohnenden Niko, und eröffnete uns eine völlig neue Sprittperspektive: etwa 20 cm über dem Boden. Das ist nämlich die Höhe, in der sich in Nikos Wohnung so praktische Einrichtungen wie Couch, Bett und Fernseher befinden. Was im ersten Moment etwas unbequem erscheint, scheint auch im zweiten Moment etwas unbequem. Da es Lars zum wiederholten Mal nicht gelang, uns seinen Ilsa-She-Wolf-Nazi-Trashfilm aufzuzwängen, guckten wir mal wieder Jack Frost. Kaum zu glauben, aber beim dritten Mal wird der erst RICHTIG gut! Niko und Gasper waren auch begeistert, und Gasper entdeckte sogar auf Anhieb Fehler, die nicht Knight Ridiger sein könnten. Demnächst: Fehleranalysen zu.. ach vergesst es. Wir wunderten uns, wo der Herr Scheiwe blieb. Der hatte wohl Gasper nachmittags um fünf angerufen, er müsste nur noch eben den 2. Film des Tages umwandeln, schnippeln oder wie auch immer so bearbeiten, dass er ihn in Nikos Polycarbonatplayer stecken kann. Gegen 22 / 23 Uhr (!) (!) (!!) hatte er es dann geschafft, trudelte mehr oder weniger zusammen mit Raf und Lama-Lars ein, und wir bestaunten "Meine Braut, blablabla" Teil 2. Schöner Film.
Anschließend ging's in den "Platz an der Sonne", wo der Name dank unbelüftetem Keller verdammt Programm ist. Dort trafen wir mal wieder auf Levermann. Der spielt bei Orden Ogan Nasengitarre und verfolgt uns in letzter Zeit, wo auch immer wir am saufen sind. Beängstigend. Vor lauter Angst schwang ich mich mit Lars in den nächsten Nachtbus und Ende.
[sk]

9.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

20:30 Uhr
0:30 Uhr
Macki Spacki
Onkel Gasper, Tante Kiesler, Papa Nikorette

Programm

MIEP MIEP! Road Runner
Clever und Erkan, halbe Stunde
Evil Dead 2
Evil Dead 3

Zusammenfassung

Als ich um halb neun die Höhle des Plastikbiertrinkers betrat, saßen er und Niko bereits wie die Hühner auf der Eierschaukel, hörten Musik und erwarteten sehnsüchtig mein angeschlepptes Kinohighlight: Clever & Smart, der Film. Um erstmal auf einen gewissen Spaßpegel zu kommen guckten wir ein bisschen Road Runner. Liebe 12-jährige Sprittwoch-Besucher: Road Runner ist eine sehr alte Cartoonreihe um einen unbegabten Kojoten, den man vielleicht auch mit "y" schreibt, das werde ich morgen evaluieren, der einen ziemlich schnellen Vogel jagt. Man sieht zwar kein Blut, aber eigentlich sind die Gewaltdarstellungen tausendmal expliziter als diese Itchy & Scratchy Kinderkacke, die man heutzutage als "roh" ansieht.
Nach 15 Minuten "Miep miep" und "flum flum flum" (so würde ich jetzt mal diesen Zunge-rausstreck-Ton des Straßenrenners umschreiben) hatten wir aber mehr als genug und befüllten das DVD-Wiedergabegerät voller Erwartung mit Clever & Smart. Trotz einiger weniger guter Gags hatten wir den Film nach ner knappen halben Stunde so dermaßen satt... Hauptverantwortlich dafür die Synchronspacken Erkan und Stefan, deren pseudolustiger Dönerslang mal gar nicht zu Clever & Smart passt. Ich hab zumindest in den Comics noch nie "Ey, Bunny!" oder "Ey, krass Alda!" gelesen. Zum Kotzen.
Markus rettete die Situation mit seiner privaten Splatter-Fun-Evil-Dead-Collection. Teil 2 war schon ganz nett, muss ich ja zugeben. Aber Teil 3! Dieser Teil 3! Wahnsinn! Mein Gott! Armee der Finsternis, huu! Der Film ist Comedy pur, spitze. Ich hab noch nie einen Schauspieler gesehen, der so viel Spaß daran hat, sich selbst zu schlagen. Es fällt mir schwer, einzelne Szenen hervorzuheben. Ich kann dieses Machwerk einfach nur ohne Einschränkung empfehlen. Fast möchte ich mit "Splatter-Slapstick" ein neues Genre ausrufen, aber ich bin mir sicher auch auf diesem Gebiet hat sich Lars schon ein Dutzend Filme zugelegt. Es bleibt die Schande, dass ich diesen Film erst jetzt gesehen habe. Mit dieser Schmach muss ich wohl leben, traurig aber wahr.
[sk]

23.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

--
--
Gasper
Gasper, Lars, Niko, Kiesler

Programm

--

Zusammenfassung

Nazisprittwoch mit allem, was Lars zum Thema "Nazi" in 2 Tagen aus Emule raussaugen konnte. Sprittokoll schreibt Gasper bestimmt zeitgleich mit dem Vote über Tiersnacks.
[sk]

22.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr
12 Uhr oder so
Arendt
Nolte 3, Arendt, Walter und ich
Britta

Programm

Fußball
Wer wird Millionär

Zusammenfassung

Mal wieder Sprittwoch am Dienstag, es spielten Bayern gegen Arsenal also trafen wir uns bei Arendt auf ne Kiste Bier. Ich erreichte Arendts Heim um etwa 20 Uhr ganz kurz Nolte, Britta und Arendt saßen schon aufem Sofa und hatten die ersten Kannen inna Hand. Britta ist übrigens Arendts Freundin. Ja es gibt wirklich jemand der es länger als 1 Tag mit ihm aushält. Aber das lustigste ist das sie weder Alkohol trinkt noch raucht. Was man ja von Matze "dauervoll" Arendt nicht grade sagen kann. Aber ich glaub die beiden kommen irgendwie miteinander klar.
Um etwa halb neun kam dann auch endlich Walter, so dass das Spiel beginnen konnte. Ich kann mich leider nicht mehr an Details des Spiels erinnern, aber die Bayer haben glaub 3:1 gewonnen. Nachdem wir uns lange genug mit Fußball gucken beschäftigt hatten, meinte Arendt wir könnten ja mal Wer wird Millionär spielen. Er hatte das als DVD Spiel da. Wir spielten nen paar Runden, Arendt verdrückte sich nen paar mal, so dass wir wieder von neuem Anfangen mussten und um etwa halb zwölf ging ich nach Hause. Walter blieb noch nen bisschen wie lange weiß ich nicht.
[dh]

9.2.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

vermutlich wie immer
0:30 Uhr oder später
Gasper
Gasper, Niko, Lars, Ich

Programm

Jazzclub
Der blutige Pfad Gottes, halb
Schmidt
Ende
IQ-Bar

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll kommt wieder Wochen nachdem der beschriebene Sprittwoch stattgefunden hat, es dürfte also unvollständig und ungenau sein. Ich konnte den Sprittwoch anfangs noch nicht einmal einem eindeutigen Datum zuordnen, doch Lars gelang es, selbiges anhand eines beispiellosen Indizienprozesses zu rekonstruieren ("An DIESEM Sprittwoch ham wir Schmidt geguckt, es ging um Fußball und Andrack hat genervt. [...] Haben wir an DIESEM Sprittwoch nicht Schürmanns Cafebar-Foto gemacht? Das war der 9.2."). Endlich hat sich ein Fotohandy mal als nützlich erwiesen, aber fangen wir ganz von vorne an:
Das Filmmaterial kam diesmal von Lars. Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, aber meistens trifft er den sprittologischen Filmgeschmack sehr gut. Er hatte Helge Schneider ("Jazzclub" und "Praxis Dr. Hasenbein"), "Der blutige Pfad Gottes" und "Re-Pene[ähm... bah.]" im Angebot. Wir guckten Jazzclub. Helge gelang es, an alte Tugenden aus Praxis Dr. Hasenbein anzuschließen: Null Handlung, null Action, 99% totale Langeweile. Aber irgendwie doch ganz unterhaltsam. Vor allem aufgrund des Nachbarn, der Helge die ganze Zeit durch den Türspion beobachtet und darin regelmäßig einen Grund findet, sich einen hinter die Binde zu gießen.
Dann guckten wir den blutigen Pfad Gottes. Um ein bisschen Arnsberger Dorfkino-Atmosphäre aufkommen zu lassen (Film reißt grundsätzlich einmal pro Vorstellung ab und es dauert dann mindestens 30 Minuten, bis der Vorführer die Rolle geflickt hat und den Film wieder mit verwackeltem Bild und verzerrtem, aber trotzdem zu leisem Ton an die Leinwand schleudert), hat Lars seine rechtmäßig erworbene DVD auf zwei CDs verteilt und bat Gasper ausdrücklich, zu kontrollieren ob auch beide CDs vorhanden sind. Der Herr beschriftet nämlich nur die CD-Hüllen, was dann tatsächlich für eine CD drin ist: Kinderüberraschung. Wir prüften nur CD 1: Passt. Ein sehr unterhaltsamer Film, nach ca. 45 Minuten freuten wir uns auf CD 2. Doch was flatterte da plötzlich über den Schirm? "Dark Star", ARGH!! Auch ein guter Film, aber was nützen zwei gute Filme, wenn sie nur zur Hälfte vorliegen?
Wir brachen das Experiment ab und guckten Schmidt. Lars war wie üblich extrem angepisst von "Andrack, dem alten Klugscheißer", wie er ihn so liebevoll nennt. Um 0:30 Uhr latschten wir zum Nachtbus. Unterwegs fiel Lars noch eine Cafebar auf, die den klangvollen Namen "Schürmann" trug. Lars wollte ein Beweisfoto für unseren Oeventroper Sprittologykollegen schießen und übersah offenbar, dass es in der Bar noch sehr belebt zuging. Die Insassen staunten jedenfalls nicht schlecht, als er sich vor die riesige Glasscheibe stellte, um das darüber hängende "Schürmann"-Schild abzulichten. Etwas später saßen wir im Nachtbus, über den Rest des Abends kann ich nur noch mutmaßen. Nicht weil ich so voll war, sondern weil's schlicht und einfach zu lange her ist. Entweder teilten sich unsere Wege an der Zielhaltestelle und der Sprittwoch war vorbei, oder wir haben nochmal kurz in der IQ-Bar bei mir um die Ecke vorbeigeschaut. Keine Ahnung.

PS: Ich bin nicht ganz sicher, ob Niko an diesem Sprittwoch beteiligt war. Ich kann mich nur dunkel daran erinnern, dass während Helge die ganze Zeit einer dumm gelacht hat, auch wenn es eigentlich gar nichts zu lachen gab. Lars meinte zwar das wär Gasper gewesen, aber ich meine dass die Lache NOCH dümmer war...
[sk]

5.2.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr so, im Dreh
Keine Ahnung. Wann kommt denn der Nachtbus Kiesler?
Julias Partykeller, Rock It
Julia, Kiesler, Schürmann, Hansknecht, ich, Steifi und noch ein paar andere deren Namen ich vergessen habe.
Laura

Programm

Kieslers Schürmann-und-Walter-Abhol-Taxi fährt vor
Hansknecht sammelt die Insassen des Taxis ein (samt Fahrer).
Zu Julia gehen
Sich über die Musik beschweren
Spiele
Ins Rock It

Zusammenfassung

Als Erstes muss ich sagen, dass es sich hierbei um keinen Sprittwoch im herkömmlichen Sinne handelt. Einfach nur so, halten wir diesen Abend mal fest.. Ich muss auch dazu sagen, dass es sich hier um die gekürzte Version handelt. Wir wollen einfach keine Diskussion über Hundefürze führen; daher gibt es nur eine zensierte Version.
Kiesler hatte sich zum Glück verspätet. Normalerweise nervt das tierisch, aber heute konnte er mir gar nicht spät genug kommen. (Ich weiß, dass dieser Satz eindeutig zweideutig ist und das ist auch gut so.)
Nun gut. Wir kamen am Hause der Familie Kiesler an und machten das erste Bier auf. Nachdem Stefan uns vor 3 Flaschen aus dem Kasten gewarnt hatte - O-Ton: Vorsicht. Die sind nicht so kalt, da sie im Keller standen und nicht im Kühlschrank. - dachten Schürmann und ich, dass wir Kieslers Bruder mal einen Besuch abstatten könnten. Dieser lag in seiner Bude auf dem Sofa und schaute in die Röhre. Allerdings ohne Bier. Klingt komisch, ist aber so. Hänselmähn kam auch so langsam angetuckert und die üblichen Streitereien über den Platz des Beifahrersitzes wurden ausgefochten. Ich gewann diesmal.
Bei Honk angekommen, traf uns fast der Schlag. Die Musik war noch schlimmer, als wir es uns ausgemalt hatten. Kann nicht jemand mal dieses bekackte Krokodil "Schnappi" erschießen? Danke. Während wir uns alle einig wurden, dass diese Musik Nerven tötet, kam Laura zu uns an den Tisch. Sie beschwerte sich, dass wir nicht verkleidet waren. "Na und? Du bist auch nicht verkleidet", meinte ich. Und Recht hatte ich. Sie hatte Gummistiefel an und eine Latzhose an der Blumen befestigt waren. Eine Gießkanne von Ikea rundete das ganze Bild noch ab. "Ich bin wohl verkleidet! Ich bin Gärtnerin." Aha, bei näherem Hinsehen fiel es mir ebenfalls auf; zumindest dass sie verkleidet ist. Jetzt kommt der Brüller des Abends, jedoch in der zensierten Form. Schürmann stellte mit ihrer Verkleidung allerdings andere Vergleiche an. Er meinte, dass sie aussähe wie eine Frau aus einem Nachbarstaat, dessen Bruttoinlandsprodukt bei etwa 3,1 liegt. Des Weiteren ergänzte er seine Aussage damit, dass diese Frau nicht dem Gärtnergewerbe angehört. Der aufmerksame Leser wird jetzt wahrscheinlich fragen, was damit gemeint sein könnte. Hallo? Wenn ich gewollt hätte, dass er es versteht, hätte ich nicht nach dem Bruttoinlandsprodukt von Frankreich gegoogelt. Nachdem Hansknecht festgestellt hatte, dass wir Laura ca. 2 Jahre nicht gesehen haben, waren wir der Ansicht, dass es keine bessere Begrüßung hätte geben können.
Sie rächte sich an Kiesler - der eigentlich gar nix damit zu tun hatte - damit, dass sie ihm sein Haargummi klaute. Jetzt stand er da: offene Haare, beläppertes Gesicht. Allerdings nicht lange. Auf seinem Gesicht erschien ein breites Grinsen. Er griff in die Tasche, holte ein neues Haargummi heraus und steckte es sich voller Stolz in die Haare. Nachdem auch dieses Haargummi seinen Besitzer wechselte, spielte Laura mit seinen Haaren. Es schien ihr richtigen Spaß zu machen und ihm gefiel es auch. Nur zugeben wollte dies keiner. Herr Kiesler bekam zwei richtige Bauernzöpfe, die ihn noch schwuler aussehen ließen, als Rudolf Moshammer.
Es folgten Debatten über das jeweilige Körpergewicht. Dabei stellte sich heraus, dass Hans nur drei Kilo leichter ist als ich. Verdammt. Dieses dämliche Obst und der Körnerfraß hinterlassen Spuren. Gleich geht es erstmal zu McDoof. Ich denke mal, dass die Gewichtsangaben bei uns stimmen. Aber die Frauen haben sich bestimmt leichter gemacht, als sie sind. Dick ist keine, nur kennt man ja folgende Formel:

Tatsächliches Gewicht = (angegebenes Gewicht/Schuhgröße * 5)


Mir fällt gerade auf, dass gestern keiner den Arendt gemacht hat. Seltsam. Leider hatten wir irgendwann kein Bier mehr und machten uns auf die Socken. Julia hat zwar nix gesagt, aber ich glaube sie wollte uns loswerden.
Nun denn. Ich weiß nicht warum Kiesler und Schürmann an der Straße entlang gegangen sind. Hans und ich gingen jedenfalls am Gesundheitsamt vorbei und machten eine grausige Entdeckung. Irgend so ein Typ hat da einen kleinen Anbau hingesetzt. Ortskundige werden den vielleicht kennen. Auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes geht hinten eine kleine Treppe runter. Direkt bei dem Brunnen und dem Schild "Betreten verboten". Da steht jetzt ein kleiner Anbau. Sieht jedenfalls aus, wie eine öffentliche Toilette. (Nein, wir haben da nicht hingepisst.)
Hansknecht schwächelte und ging nach Hause. Wir betraten unsere Stammkneipe, wo wir auch freudig empfangen wurden. Ich glaube zwar, dass er zumachen wollte, aber wir bekamen noch ordentlich Sprit. Wir stiegen in den Nachtbus und fuhren nach Hause.
[aw]

26.1.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
0:30 Uhr
Gasper
Gasper et moi

Programm

Simpsons
Team America, fuck yeah!
Knight Rider

Zusammenfassung

Unser guter Vorsatz für's neue Jahr: Mehr Sprittwoch. Und heute sollte es losgehen. Scheiwe hatte keine Zeit, er musste mal wieder "was tun"™. Auch sonst schien niemand aufnahmewillig für den Gerstensaft, und so war ich gegen 21 Uhr (viel zu spät!) der einzige Sprittologe, der sich bei Gasper zur ersten offiziellen Betankung des Jahres einfand. Das mag trostlos klingen, aber ich sage: Sprittwoch Classic, back to the roots, party on, Wayne!
Markus war wieder bestens vorbereitet, denn er hat jetzt DSL. Also begannen wir mit einer nagelneuen Folge Simpsons, im englischen Originalton. Ich glaub es war die 387. Halloween-Folge, war aber sehr unterhaltsam. Wurde jedoch gnadenlos getoppt von "Team America", ebenfalls in der Originalfassung. "Team America" erzählt die Geschichte einer amerikanischen Eliteeinheit, die sich anschickt, das Vaterland vor bösen, auf der ganzen Welt verstreuten Terroristen zu schützen. Und während man munter mit Kanonen auf bärtige, vermummte Spatzen schießt, bombt man auch mal eben halb Paris platt. Anschließend erklärt man den zutiefst entsetzten Franzosen, dass man sie von der Terrorbedrohung befreit habe und feiert seinen Erfolg. Um der Karriere des Diktators Kim Jong Il ein Ende zu bereiten, engagiert Team America einen Schauspieler, der sich dank seiner Schauspielkunst und seinen fließenden Islamistisch-Sprachkenntnissen ("Dörrka dörrka!") unter die schlimmsten Finger der Terrorbranche mischen kann. Ja, die Story ist wirklich so... hohl. Der Film nimmt so ungefähr alle typischen Elemente klassischer US-Action-Filme gehörig auf's Korn, und nebenbei verhageln's sich die South Park-Macher Matt Stone und Trey Parker (die wie gewohnt 90% aller Synchronstimmen übernommen haben) noch mit der kompletten Prominenz des Filmgeschäfts. So lernt man Matt Damon als selbstverliebten Grenzdebilen kennen, dessen rhetorische Höchstleistung sich auf das Buchstabieren seines eigenen Namens beschränkt. Die Metzelszenen, in denen dann diverse Hollywoodstars auf's Feinste zerlegt werden, dürften bei selbigen ebenfalls auf wenig Gegenliebe gestoßen sein. Ein mehr als empfehlenswerter Film, der uns Kraft für den letzten Programmpunkt gab.
Doch bevor wir uns mal wieder auf eine Knight Rider-Folge stürzten, machte mich Markus mit einem Experiment vertraut. Was passiert, wenn eine Schlagerhitmaschine der 80er zuviel Rammstein gehört hat und es im Jahr 2005 nochmal so richtig wissen will? "Frank Zander - Rabenschwarz", das passiert dann. Ob das jetzt ernst gemeint ist oder eher ein Zander-Spaß sein soll, egal. Jedenfalls klingt es schon interessant, wenn der Mann, der in den letzten 10 Jahren eigentlich nur durch seine selbstgebrannten "Hallo Susanne"-Geburtstags-CDs aufgefallen ist, auf einmal Schlager wie "Verdammt ich lieb dich" in bester Rammstein-Manier mit Stromgitarren und düsterer Stimme zum Besten gibt. Anspieltip: "Komm unterrrr meiiiine DÄCKÄ!"
Danach gab's ne Folge Knight Rider, aber die war doof. Dauert also noch bis zum nächsten Update.
[sk]

26.1.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
21:45 Uhr
Windsor Pub, Rock It
Schürmann, Hansknecht

Programm

Hansknecht beim zocken zugucken
Computer ausschalten
Innen Pub gehen
Im Pub nen Bier trinken
Fragen wegen Brauereibesichtigung
Antwort bekommen
Bier bezahlen
Raus gehen
Ins Rock It! gehen
Bier bestellen
Eine Rauchen
Austrinken
Bezahlen
Gehen
Ende

Zusammenfassung

Es gibt nicht mehr zu sagen.
[ds]

29.12.2004 - Zweigstelle Arnsberg

17/18/19 Uhr?
später?
Soest, "Gasthaus Zwiebel", später Rock It
Flunky, Schürmann, Hans, Karsten, Sgt. O' Schennen, ich
Fressmann, *klirrr!* das etwas hampelige Personal in der Zwiebel

Programm

Den Fahrer auslosen
Den Fahrer auslachen und verspotten
In der Zwiebel gastieren
Standardbetankung im Rock It

Zusammenfassung

Was ist die Zwiebel? Das ist ein Laden in Soest, der sein eigenes Bier braut und einen dazu mit deftiger Küche verwöhnt, dass einem schon mal der Hosenknopf wegfliegt. Klingt gut? Isses auch, also wollten wir mal wieder dahin. 6 Trinker + 1 Fahrer = 1 Problem: Das passt nicht in ein Auto. Lösung: Ein Trinker muss verzichten. Da Karsten und Schennen als Fahrer nicht in Frage kamen und Flunky Fressmann sein Auto stellte (was im nachhinein betrachtet kein plausibler Grund ist, Herr Plankermann!), sollte sich das Rennen zwischen mir, Hans und Schürmann entscheiden. Vor Hansknechts Haus zogen wir notariell beglaubigte Zettelchen. Ein X markierte den Fahrer. das Schicksal entschied: Heute kein Bier für Schürmann. HAAAHAAHAHAHAAAAA!!! :-) Er versuchte natürlich, spontan die Regeln zu ändern ("Wer zuerst dreimal das X zieht..."), aber aus offensichtlichen Gründen ließen Hans und ich uns nicht darauf ein.
Wir holten den Rest ab und folgten dem Navigator in Richtung Zwiebel. Schürmann war etwas angepisst, und Karsten stachelte ihn noch unbewusst an: "Ich hab gehört, die brauen da ihr eigenes Bier?" - "HALT DIE FRESSE!!!" fauchte unser Fahrer zurück, während Hans sich vor Lachen ausschüttete. In der Zwiebel bestellten die Nicht-Fahrer erstmal leckeres Zwiebelbier. Groß, klein, hell, dunkel, wir hatten alles. Und wie das schmeckte, hmmmm.... Und einen Logenplatz hatten wir diesmal auch: Direkt neben der Treppe. So konnten wir alle 10 Minuten miterleben, wie unter uns Gläser, Geschirr und Besteck Opfer der Schwerkraft wurden. Man kann ja dann auch nicht laut loslachen, ist ja unhöflich. Ist vor allem dumm, solange man selbst sein Mahl noch nicht bekommen hat. Irgendwann wurde dann reichlich aufgetischt, und wir wurden Zeuge eines Rituals. Fressmann machte Flunky Vorwürfe: "Jetzt bestellt er wieder so ne Riesenportion, und gleich sitzt er wieder da: Boah, ich kann nicht mehr, krieg keinen Bissen mehr runter. Dann macht er ne Pause und fängt an, sein Restessen zu sezieren. Schneidet den kleinsten Bissen immer und immer wieder durch und verzweifelt am letzten Rest." Und genau so geschah es. Flunky kämpfte ums Überleben. Aber er wollte ums Verrecken nicht akzeptieren, dass Fressmann Recht hatte. Schlussendlich musste ich mit ansehen, wie mein Tischnachbar ein mickriges dünnes Salatblatt mehrmals zerschnippelte. Mundgerechte Portionen, pah. Für Ameisen vielleicht. Dann wollte er's wissen: Drei Rösti-Ecken mussten noch weg. Flunky sah mir tief in die Augen, öffnete den obersten Knopf seiner Hose (eine sehr beängstigende Situation), tischte jedem eine Ecke auf und das Finale war eröffnet. Ich gewann (Training zahlt sich aus), und Flunky schnippelte und ächzte und quälte sich, aber er schaffte es. Die letzte Ecke galt Schennen, der nur einen halbvegetarischen Miniteller bestellt hatte. Aber er wollte nicht. Ein trauriges Bild, der ganze Tisch leergefegt, nur in der Ecke liegt noch ne Ecke. Bevor die Bedienung das Schlachtfeld räumen konnte erbarmte er sich dann aber doch noch, geschafft!
Wir genossen noch ein paar kleine Zwiebelbierchen, fuhren nach Arnsberg zurück und verbrachten den Rest des Abends im Rock It, wo Schürmann sein Bestes gab, um seinen Pegel möglichst schnell dem Durchschnitt anzugleichen. Alles in allem ein gelungener Abend, vor allem weil ich nicht fahren musste...
[sk]

21.12.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr so, im Dreh
auf jeden Fall zu spät für Lärm
meine Noch-Wohnung
Scheiwe, Schürmann, Hans, Lars, ich
diverse Nachbarn, nicht in Feierlaune

Programm

Döner macht schöner
Chronicles of Riddick
Pichteln
Stora Smog
Was nicht passt, wird passend gemacht
dazwischen, irgendwann, offenbar sehr spät: Feuerwerk

Zusammenfassung

Weihnachtszeit, Pichtelzeit! Die Vorlesungen sind vorbei, die Weihnachtseinkäufe haben grenzenlose Aggressionen aufgebaut, jeder hasst jeden. Die perfekte Zeit also, um die Grenzen des Mietrechts auszuloten. Und so schickten wir uns an, auch dieses Jahr mal wieder zu pichteln.

Das Vorspiel:
Wie jedes Jahr setzten wir uns ein Pichtel-Limit: 5 Euro, keinen Cent mehr durfte das Geschenk kosten. Nachdem in den letzten Jahren schon so Highlights wie Cornflakes, GEMA-Kulis und 2 kg Frittenfett aufgefahren wurden, lag die Latte bezüglich Alltagstauglichkeit der Präsente diesmal natürlich besonders hoch. Und es ist wirklich unglaublich, was man in Jammerdeutschland heutzutage alles für 5 Euro kriegt! Die neueste Errungenschaft der Dortmunder City heißt "1-Euro-Laden", und davon gibt auf einem 200 Meter langen Straßenstück gleich 5 Stück. An dieser Stelle möchte ich kurz erzählen wie sich Schürmann in einem dieser Läden auf Anhieb unbeliebt gemacht hat. Hat zwar nichts mit der Pichtelaktion zu tun, aber trotzdem: King of Queens-Fans kennen vielleicht die Folge, in der sich Arthur wie ein Kind über seine Einkäufe aus dem 1-Dollar-Laden freut. Um ihn ein wenig aufzuziehen erzählt ihm Doug, dass das natürlich billig sei, aber nicht so billig wie der 99-Cent-Laden. Zurück zu Schürmann. Wir stehen im 1-Euro-Laden an der Kasse und Mr. Witzig fragt tatsächlich die Verkäuferin: "Gibt's hier in der Nähe auch einen 99-Cent-Laden?" Die Frau kannte King of Queens offenbar nicht, fand's nicht witzig und verstand auch erst gar nicht, was der Schürminator von ihr wollte. Ihre Kollegin hatte es verstanden. Und fauchte sofort dezent angepisst los: "99 Cent? Ist 1 Euro noch nicht billig genug, oder was?!" Noch im Rausgehen hörten wir hinter uns ein leise gefluchtes "99 Cent..." und beschlossen, diesen Laden in nächster Zeit erstmal von unserer Anwesenheit zu verschonen. :-) Tolle Geschichte, woll? Jetzt geht's weiter im Hauptplot, dem Pichtel-Sprittokoll. Natürlich konnte ich den Laden angesichts unserer Pichtelei nicht verschonen, besorgte 3 herrliche Romane zum Sammel-Sonderpreis: "Dr. Daniel: Ihr letzter Wunsch - ein Kind", und 2x "Christina", einen Roman "um Liebe, Glück und Leid" und einen "voller Zärtlichkeit". Danach checkte ich das Angebot der anderen 1-Euro-Läden ab. Natürlich führte ich eine Gefahrenabschätzung durch. Was kann man kaufen, was führt mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu Personen- und Inventarschäden? Ein Federball-Set war mir sofort suspekt. Ich hatte befürchtet, dass zwei spielbegeisterte Sprittis mir mit den Schlägern nacheinander Mikrowelle, Musikanlage und Fernseher kaputthauen. Tatsächlich reichte ein Spieler: Später mehr zu Lars, dem Innovator der Zimmerbeleuchtung. Desweiteren kaufte ich eine lüttige Abschussvorrichtung für Flugzeuge, eine "Eins, zwei, Polizei"-Modo-CD (komplettes Album!), einen Adventskalender und ein Ü-Ei. Alles zusammen für schlappe 5 Euro, Wahnsinn. Deutschland, es geht bergauf. Was die anderen kauften, wusste ich natürlich noch nicht, lediglich Schürmann meldete zwischendurch "Jahaaa spitze! Mein Geschenk ist so geil, ich würd's am liebsten behalten!". Meine Einkäufe erledigte ich wie immer sehr kurzfristig. Als die anderen schon vor meiner Tür warteten, saß ich noch im Bus Richtung Heimat. Also trafen wir uns an der Haltestelle und holten uns noch einen leckeren Döner.

Aktion Mutante:
Los ging's, und der Mob probte direkt den Aufstand. Scheiwe okkupierte meinen Stammplatz, Schürmann den einzigen bequemen Stuhl und Lars, der keinen Döner fraß, musste ich beinahe verhauen, damit er mir am Schreibtisch Platz macht (Ich bin nicht der geschickteste Döner-Esser und brauche daher eine Unterlage, die nicht aus Teppich besteht). Nach einer nur wenige Stunden dauernden Diskussion, welchen Film aus meinem exorbitant kleinen Sortiment man denn nun gucken könnte, entschieden wir uns zunächst für den von Schürmann mitgebrachten Chronicles of Riddick. Das ist eine DVD mit einem komischen Menü, das keiner von uns verstanden hat, auf das dann ein Film folgt, der zu 80% aussieht wie ein Videospiel. Hier und da ein netter Spruch, aber ich würde jetzt nicht sagen: KAUFEN! Nein.
Als der Schinken vorbei war, konnte endlich das Tagwerk verrichtet werden: Pichtelzeit! Wir machten es uns mit einer Weihnachts-CD gemütlich. "Santa Claus is coming to town" von Blümch.. äh.. Jasmin, hatte mir Imig mal geschenkt. Enthält den Radio Edit (3 min), den Remix (2 min) und "Der Traum" (1 min), ein Gedicht! Also eine CD, die sich nach 6 Minuten wiederholt, nach 12 Minuten nervt und nach 18 Minuten scheißenaggressiv macht. Perfekt! Wie pichtelt man? Man schreibt die Namen aller Anwesenden auf kleine Zettel, jeder zieht einen und kriegt dann das Geschenk, das die Person auf dem Zettel gekauft hat. Die Geschenke sind dabei der Spannung wegen mehr oder weniger gut verpackt. Dieses Regelwerk erwies sich diesmal als schwierig, da Schürmann nicht mein Geschenk kriegen durfte, er war nämlich beim Kauf der Modo-CD und der Bergdoktor-Schundromane dabei. Außerdem sollte sich natürlich niemand selber ziehen. So brauchten wir ca. 10 Anläufe, bis alle Geschenke passend verteilt waren. Scheiwe und Hans beschenkten sich gegenseitig. Ich weiß nicht mehr womit, aber ich glaube Scheiwe hatte mal wieder irgendwelche Essensreste ausgegraben und Hans schenkte irgendwas sehr hässliches. Lars bekam meinen bunten Präsent-Korb, der ihn so umhaute, dass die Hälfte der Sachen noch bei mir lagert, weil er die Abholung verweigert. Ich bekam von Schürmann einen... tamtaratam.... Trommelwirbel... AUTOSIMULATOR! Es ist wirklich wahr, ein Gerät, in das man Batterien reinpackt, es einschaltet und das dann einen tierischen Radau macht, weil innen drin ein Motor eine auf einer Rolle aufgedruckte Straße auf den beleuchteten Bildschirm wirft. Kann man schlecht beschreiben, aber man hat drei Gänge, kann lenken, fährt 753 Sachen und kann durch andere Autos durchfahren. Das Gerät heißt Car Cockpit, wer wirklich nähere Recherchen anstellen möchte. Desweiteren erhielt ich die zur Modo-CD (ebenfalls 1 Euro bei Berlet, da hatte ich natürlich gleich zweimal zugeschlagen, für mein Geschenk und für den Hausgebrauch) passende Maxi "Super gut". Wer fehlt noch? Richtig. Schürmann bekam von Lars... oh mein Gott...... Feuerwerkskörper. Also so ein jugendfreies Fun Pack mit lauter kleinen Zissel-Raschel-Zisch-Bumm-Peng-Geräten, die verhängnisvollerweise direkt ausprobiert werden mussten. Los ging's mit harmlosen Pappdosen, die nach ihrer Öffnung lustige bunte Fäden in meiner Wohnung, besonders an der Lampe verteilten. Dann flogen die ersten Böllerchen (Betonung auf "chen") aus dem Fenster, sowie diverse Sachen, die Leuchtspuren und ähnliches Gebritzel in der Luft hinterließen. Vulkane, ab damit auf die Fensterbank! Fenster zu, denn die sind laut und hell und stinken. Großer Spaß, während wir uns permanent mit Blümch... Jasmin und Modo berieseln ließen. Derweil testete Lars das Federball-Set. Er hatte es gerade ausgepackt, da versuchte er auch schon mit dem Federball meine Lampe auszuschalten. Da ich keinen Bock auf eine zersplitterte Glühbirne zu später Stunde hatte, entriss ich ihm den Schläger. Doch da kam ihm schon die nächste Idee: Der MacGyver des Feuerwerks wollte die Flugzeugpistole als Böller-Abschussrampe missbrauchen. Was genau er zunächst basteln wollte war unklar, er fragte aber nach "Schraubenzieher, Nadel, Faden". Er bekam einen Schraubenzieher und ein Gummiband, und nach 5 Minuten war ein Knaller gekonnt um den ersten der 3 Flieger geschnallt. Fenster auf. Flog gut, zog einen netten Schweif hinter sich her und verabschiedete sich anschließend mit einem Knall von dieser Welt. Drei Flieger standen zur Verfügung, von einem dieser Abflüge drehte Scheiwe sogar ein spektakuläres Video mit seinem Handy. Demnächst vielleicht im Downloadbereich, UFO-Forschung auf Sprittwoch.de. Man sieht eine brennende Lunte und anschließend einen leuchtenden Punkt, der irgendwo in die Nacht fliegt. Großes Kino. Schürmann zündete noch eine Fontäne in einer Bierflasche, die natürlich sofort platzte, und erntete für diese Aktion von allen Beteiligten ein verständnisloses "Du Trottel, Randalierer, das hättest du dir aber denken können". Wie sich aber später herausstellen sollte, war diese Flaschenvernichtung noch die friedlichste Aktion des ganzen Abends, aber dazu später mehr in "Das Nachspiel".
Um der immer noch von meiner schmalen DVD-Sammlung enttäuschten Masse doch noch was Besonderes zu bieten, fuhr ich nun die ganz schweren Geschütze auf: meine VHS-Sammlung. Glitzernde Kinderaugen blickten begeistert auf einen Stapel Bud Spencer- / Didi- und Otto-Filme, und entschieden sich schlussendlich für Stora Smog, den Kult-Splatter-Klassiker aus Oeventrop/Sauerland. Zu diesem Meisterwerk gibt's nicht viel zu sagen, wer den Film nicht kennt sollte unbedingt mal in der Videothek seines Vertrauens nachfragen. Geheimtip! Nach diesem Klassiker folgte noch ein Klassiker: "Was nicht passt, wird passend gemacht" mit Oberproll Ralf Richter, dessen einziges ernsthaftes Problem auf'm Bau die fachgerechte Kühlung seiner Kannen ist. Diesen Film guckten wir als illegale Raubkopie am Computer, über die zu dieser Uhrzeit offenbar recht basslastigen Boxen meiner Anlage, doch dazu mehr in "Das Nachspiel". Das Nachspiel kündigte sich mit einem Türbimmeln während des letzten Films an. Ich sah durch meinen Nazi-Stasi-Türspion und sah: niemanden. Bestimmt irgend so ein versoffener Prolet, der gerade den Heimweg antritt und unten wahllos auf die Klingeln gekloppt hat. Als sich der Sprittwoch dann dem Ende neigte, bemerkten wir vor meiner Wohnungstür einen Zettel. Was uns direkt zum nächsten Punkt bringt:

Das Nachspiel:
"Morgen gibt es erstmal ne schöne Anzeige im Studentenwerk. Mal sehn wie lange du hier noch wohnst wenn du so weiter machst. Ist ja nicht das erste mal." Pott's Blitz! Also das kam überraschend, denn soo laut fanden wir uns gar nicht, da waren wir schon mal schlimmer, dachten wir. Ich lag goldrichtig mit meiner Vermutung, dass der Brief von meiner neuen Nachbarin stammt, die sich unverständlicherweise vor Wochen schon mal durch Klopfzeichen bemerkbar gemacht hat, als mein vom Weihnachtsmarkt dahingeraffter Bruder nachts um 4 die Onkelz in dreifacher Zimmerlautstärke hören wollte. Wir waren uns einig, das mit dem Zettel war doof. Wir sind doch Nachbarn, hey, da klopft man halt mal an... oder schellt kurz durch... "Macht doch bitte die Musik etwas leiser"... Aber so einen dummen Zettel vor die Tür zu klatschen... unmöglich sowas.
Am nächsten Morgen dann Bestandsaufnahme. Verpackungsmüll und Böllerreste überall. Gestank. Fenster auf und huch, was sind denn das für Schmauchspuren? Siff, Bierflaschen, Flipsreste, ekelhaft. Wir rafften uns irgendwie auf, die Bude wieder "besenrein" zu kriegen, auf einmal klingelt's schon wieder. Und da steht der Hausmeister vor der Tür, *schluck*! Wollte irgendwas von einer Inventarliste bei meinem Einzug wissen, murmelte was von "Ouhhh, sooo lange wohnt der schon hier" und verschwand so mysteriös wie er gekommen war. Mein erster Gedanke: "Puh, der hätte hier nicht eine Minute eher auftauchen dürfen." Mein zweiter: "Was denkt der wohl, wenn er hier zwei total zerzauste, unausgeschlafene Kerle in einer 17m²-Wohnung sieht?" Und mein dritter: "Wieso will der eigentlich eine Inventarliste von mir, ausgerechnet an Tag 1 nach dem miesgelauten Beschwerdebrief?" Also suchte ich am Abend ein klärendes Gespräch, um meiner Nachbarin klarzumachen, dass man doch über alles reden kann, sie hätte ja nur eben was sagen müssen, kurz anklopfen und wir wüssten Bescheid... Tja, aber so wie wir gestern offenbar in den Wald reingeschrien hatten, so schallerte es jetzt zurück. Sie hätte zwischendurch das Gefühl gehabt, mein Fernseher stehe mitten in ihrem Zimmer. Sie habe mehrmals gegen die Wand gebollert, später sogar mit einer Plastikflasche. Wir ham's nicht gehört. Als wir mit dem Feuerwerk loslegten, hätten sich unterhalb unseres Fensters diverse Leute lauthals beschwert, wir sollten mit dem Scheiß aufhören. Auch das haben wir... nicht gehört. Sie betonte noch, dass die Vulkandinger, die wir auf meiner Fensterbank zündeten, einen Höllenlärm gemacht haben. Wir ham's nicht gehört, hatten das Fenster ja aus eben diesem Grund zugemacht. Sie habe daraufhin mehrmals geschellt, doch keiner machte auf, denn, der geneigte Leser kann es sich bereits denken, wir ham's nicht gehört. Daraufhin sei sie so sauer gewesen, dachte sich "was für ein dreistes Arsch, der weder auf Klopfen, Schreie der Nachbarn, noch auf die Türklingel reagiert", dass sie ihren Zorn auf Papier gebannt, vor meine Tür gelegt und geschellt habe. DIE Schelle hab ich gehört, aber da stand sie ja schon nicht mehr vor der Tür, womit ich keinen Anlass zum Handeln sah. Tja, nach dieser aufschlussreichen Erläuterung der Sachlage blieb mir nicht viel mehr übrig, als mich für diesen ziemlich ausgearteten Abend zu entschuldigen und zu geloben, dass so etwas nie wieder vorkommt. Ich wollte noch sowas sagen wie "Falls es doch nochmal lauter wird, einfach anklopfen und...", aber bevor ich das Maul aufreißen konnte war mir klar, wie sinnlos diese Aussage war. Also wünschte ich noch schöne Feiertage und zog wie ein begossener Pudel von dannen. Dabei fragte ich mich auch direkt, ob ich nicht gerade wieder in so ein schmuckes Fettnäpfchen getreten war, von wegen "schöne Feiertage und so". Sie ist nämlich Muslimin, feiern die überhaupt Weihnachten? Oder sowas ähnliches? Integration ist ja so schwierig als versoffener Prolet...
An Silvester hatte ich dann auch direkt eine Einladung vom Studentenwerk im Briefkasten, ich möchte doch bitte mal wegen einer Ruhestörungsbeschwerde vorbeikommen. Ob die jetzt von meiner Nachbarin oder irgendwem anders kam, keine Ahnung. Gab ne kurze Belehrung zum Thema Hausordnung und die Sache war gegessen. Nächster Sprittwoch: NICHT BEI MIR!
[sk]

25.11.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

zwischen acht und neun
halb eins
Gasper's Realm of Death
Der Jens, Die Nadine, Der Markus, Der Stefan, Der Lars, Die Sara, Der Niko
- (bin mir nich mehr ganz sicher, wer nu am trinken war)

Programm

Warten, dass alle kommen, Kiesler Weg erklären (zum 1237362. Mal)
Die Einsteiger
Bettelfield Earth (halb)

Zusammenfassung

Ich kam grad noch rechtzeitig zuhause an, um mein niegelnagelaltes Plakat von Frankensteins Todesrennen in einen neuen, unmöglich komplizierten Rahmen zu zwängen und mir außerdem ein leckeres Abendessen reinzuwürgen, da klingelte es auch schon, und Jens und Nadine standen vor der Tür und begehrten Einlass. Während die zwei Beiden es sich bei mir gemütlich machten, rief ich den alten Holzkiesel an und erklärte ihm abermals den nun wirklich nicht schweren Weg zu meiner nicht mehr ganz so neuen Wohnung. In der Zwischenzeit wühlten wir uns durch meine Musiksammlung. Als Kiesobert dann eintraf, war der Rest des Abends vorbestimmt, denn der Herr hatte eine DVD mit dem vermeintlich genialen "Die Einsteiger" feat. Mike Krüger and Thomas Gottschalk dabei. Das überzeugte selbst unsere Frühaufsteher von der Heulsusenfront (Jens und Nadine), noch ein wenig zu verweilen. Kurz darauf trafen Lars, Sara und Niko ein, und das Filmvergnügen konnte beginnen. Tja, was soll ich sagen?
Prinzipiell ist es ja witzig, einen Film zu gucken, der sich derart sklavisch an dem Mainstream der deutschen Achtziger orientiert. Und Mike Krüger als Indiana Jones durch ultrabillige Kulissen stapfen zu sehen, hat auch was für sich. Nur muss man den Film dann mit ultralangen, absolut spannungsarmen Szenen aufblasen? Der Witz des Films beruht auf einer Schlüsselszene. Indiana Krüger sitzt mit ein paar finsteren Nazischurken auf einem Laster, und sie starren sich minutenlang völlig gelangweilt an. Und starren. Und starren. Und starren. Und dann löst Krüger den Knoten mit DEM Hammerspruch überhaupt, der sich im Film immer wieder anwenden lässt: "Langweilig, ne?" Was haben wir gelacht, super! Na gut, besteht der Film halt aus kalkulierter Langeweile, was soll's? Falsch! Denn spätestens, wenn der Streifen versucht, eine Story aufzubauen, die in dem gleichen Genickbruchtempo erzählt wird, wird der Film regelrecht schmerzhaft. Am Ende war der Kiesologe jedenfalls zu dem Schluss gekommen, dass er 7,50€ für einen eher beschissenen Film im Klo runtergespült hatte, was Scheiwe mit einem schadenfreudig lachenden "Sei doch froh, jetzt kannste ihn immer wieder guckenHAHAHAHAHA!" kommentierte.
Nach dem Film blieb nur noch eine Männerrunde übrig, bestehend aus Kieslaw, Gasparow und Nikolov, und der sollte in Form von Battlefield Earth ein scharfer Wind in DVD-Form ins Gesicht wehen. Mit 16:9 Bild und Huperduper-Surroundsound ist der Film noch schlimmer, weil noch offensichtlicher wird, wieviel Geld für diesen unglaublichen Scheiß rausgeschmissen wurde. Besser noch als der Film war Nikos ungläubiges Gesicht, das sich von einer mäßig erheiterten zu einer immens angepissten Fratze veränderte, begleitet von Kommentaren wie: "Das ist echt die größte Scheisse, die ich je gesehen habe." Kiesler und ich hatten hingegen Spaß an den Szenen, wo sich Travolta den Kopp stößt oder sich lachenderweise zum Hampelmann macht. Aber irgendwie war die DVD auch rausgeschmissenes Geld, naja, bei mir halt nur 3,20€. Und vielleicht guck ich ihn ja nochmal irgendwann, Euer Planetschaft...
So, das war's für diesen Sprittwoch, und wenn du thinkst, Sprittology is dead, then du besser regret, motherfucker! Nächste Woche geht's weiter, und dann nehmen wir vielleicht auch mal wieder eine Folge Knight Rider ins Visier, wer weiß?

Wenn Euer Planetschaft erlaubt, würde ich (Kieslaw) gerne noch folgendes Zitat zum sympathischen Frauenbild in Battlefield Earth anfügen: "Sie ist dumm genug um für uns keine Bedrohung zu sein, sie sieht hübsch aus und sie wird mit ökonomischem Tempo betrunken." :-)
[mg]

27.10.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

passabel
ungünstig
Gasper
Gasper, Imig, Niko, ich

Programm

Stavros, der Dokumentarfilmgigant
Obsessed - Von Dämonen besessen
Shawn of the Dead
Der Marsch

Zusammenfassung

Dieses Sprittokoll schreibe ich mal wieder mit 1-monatiger Verspätung, es könnten also uninteressante Details, Filme, Gespräche oder Leute fehlen.
Los ging's um... tja, das weiß ich schon nicht mehr, toll. Aber irgendwann ging's halt los. Markus hatte schon Wochen vorher angekündigt, welch gewaltigen Movie Film Film er an Land gezogen hatte: Stavros, der Gigant. Um uns etwas zu motivieren und von der gnadenlosen Schlechtheit des Films zu überzeugen, spulte Markus wahllos in einige Ausschnitte hinein. Dabei stellte sich heraus, dass wir offenbar keinen Film eingelegt hatten, sondern eine zweistündige Dokumentation, genauer ein Making of, eines unerträglich billigen Softp.. Filmchens. Ein Filmzitat, dass in die Geschichte eingehen wird: "Zeigt mir euren Busen!" Daraufhin erklärte uns Markus, dass diese Aufforderung eigentlich gar nicht so unhöflich sei, denn der Busen seien nicht die beiden... ähm.. sondern der Bereich dazwischen. Da die Schnitte im Making of zu hart waren (auf weiblich, jung, zeigt mir euren hmhm folgte der fette versiffte Produzent, der die geniale Story und Spezialeffekte hervorhob, oder eine Ü80-Oma, die aber gepriesen sei der Herr nicht ihren ähem präsentierte), wechselten wir schnell die MAZ. "Obsessed - Von Dämonen besessen". Uiuiui... Ich fürchte sogar es war der gleiche Regisseur wie bei Stavros, jedenfalls war dieser Film sensationell schlecht. Worum geht's? Ein schwules Pärchen sieht nachts ein Licht am Himmel runterkommen. Irgendwas Außerirdisches. Einer der beiden findet daraufhin einen außerirdischen Helm, mit dem seine _eigenartigen_ Phantasien Realität werden. Aus irgendeinem Grund holt er mit dem Helm böse Dämonen in die Realität. Es gibt halbblutige Kämpfe, homoerotische Eifersüchteleien und ein atemberaubendes Finale: Tunte A stellt fest, dass er wohl doch auf Frauen steht, Tunte B ist gefangen im falschen Körper, Simsalabimsbums, Helm tu dein Werk... Tunte B wird ne Frau und der Haussegen ist gerettet. Und ja, es gibt zwischendurch tatsächlich eine... äh.. eindeutige Szene zwischen zwei Kerlen. So schnell hab ich Markus noch nie zur Fernbedienung greifen sehen, während ihn der Rest lauthals und sehr entsetzt zum sofortigen Vorspulen aufforderte. Ekelhaft. Ohne jetzt irgendwelchen Randgruppen auf den Schlips treten zu wollen. Ekelhaft. Trotzdem ist der Film sehr empfehlenswert, allein aufgrund einer einzigen Monumentalszene: Als Männchen A den Helm entdeckt (oder irgendeinen außerirdischen Stein, ich weiß es nicht mehr), will er ihn mit einer Taschenlampe untersuchen. Dabei geht die Lampe immer aus, er guckt verdutzt nach oben, Lampe geht an, er hält sie wieder runter, Lampe geht aus, er wundert sich, guckt hoch, Lampe an, guckt runter, Lampe aus, wundert sich wieder, guckt hoch, Lampe an, runter, aus, wundert sich usw... Wir waren erstaunt, wie oft ein Mensch über ein und dasselbe Ereignis erstaunt sein kann...
Danach hatten wir uns aber noch nen anständigen Film verdient. Unser Trash-Limit war erreicht, jetzt war Humor mit Niveau angesagt: "Shawn of the Dead", eine überaus geniale Parodie auf Zombiefilme der "Dawn of the Dead"-Machart. Wüsste nicht, wie ich den jetzt angemessen zusammenfassen oder schmackhaft machen könnte, also mach ich's kurz: ANGUCKEN! Auf englisch, denn einige Gags definier ich jetzt mal ganz einfach als unübersetzbar. Mit Parodie meine ich übrigens "wirklich gelungene, intelligente Parodie", nicht so'n Scheiß wie Scary Movie.
Nach dem Film war der Sprittwoch glaub ich vorbei, doch mein größtes Abenteuer stand mir noch bevor: Orientiere dich in einer dir fremden Umgebung, finde den Nachtbus und fahr mit ihm nach Hause. Trotz Imigs detailliertester Wegbeschreibung gelang es mir nicht, die von ihm beschriebene Haltestelle zu finden. Die blanke Angst im Nacken und den Blick ständig auf die Uhr gerichtet machte ich mich also auf, die einzige Haltestelle in der Nähe zu finden, die mir bekannt war. "In der Nähe" stellte sich als entsetzlich dehnbarer Begriff heraus und immer wenn ich dachte "Ah, jetzt weiß ich wo ich bin!", riss mich die nächste Querstraße auf den Boden der orientierungslosen Realität zurück. Als ich irgendwann merkte, dass ich die ganze Zeit auf der Straße rummarschierte, die direkt parallel zu meinem anvisierten Ziel verlief, war es für den Nachtbus schon zu spät. Schnauze voll, Taxi, 15 Euro, danke. Scheiße.
[sk]

22.9.2004 - Zweigstelle Arnsberg

halb neun
eins
meines Bruders Spinnenbunker
Spinnenfighter Hansknecht, Filmkenner Schürmann, Spinnenbesieger Kiesler

Programm

Erkan und Stefan
Beavis & Butt-Head, Hans erweist sich als unwürdig
Happy Tree Friends
King of Koosh
Hans geht
Beavis & Butt-Head

Zusammenfassung

Zwecks Semesterferien stattete ich der Arnsberger Legion mal einen Besuch ab, um die Moral der Truppe zu stärken. Dazu mussten wir uns zunächst mal wieder über das Filmmaterial einig werden. Hans und ich fanden recht schnell ein paar potentielle Spaßschinken, aber Schürmanns Standardantwort war nur: "Kenn ich schon, kein Bock, ist scheiße." Wir guckten trotzdem Erkan und Stefan, der sogar teilweise sehr unterhaltsam war. Im Großen und Ganzen aber: Schürmann hatte Recht. Also guckten wir jetzt etwas, was auch Schürmanns Genehmigung fand: Beavis & Butt-Head. Diesmal nölte Hans rum: "Langweilig, blöd, määh..." Absolut unwürdig. Ich kann verstehen, wenn man über diverse (alle?) deutsche Filme nicht lacht, aber Beavis & Butt-Head, hallo?! Frechheit. Das Schlimme ist ja, dass solche Leute einen dann mit runterziehen. Man kriegt nicht so richtig Spaß, wenn 2 Meter weiter jemand die ganze Zeit rumjammert "Laaaangweilig.... Scheiiiiißeeee..... Gääääähn....".
Dann fanden wir doch noch was, womit sich alle anfreunden konnten: Happy Tree Friends. Wir sind als Lava-Lava-erprobte Kurzfilmliebhaber ja einiges gewohnt, aber hier wurde die Schmerzgrenze überschritten. So witzig die Itchy&Scratchy-mäßigen Splatterorgien ja sind, sie sind eben nur ein paar Sekunden lang. Im Gegensatz zum extrem nervigen Vor- und Abspann, der einem vor und nach jeder einzelnen Folge um die Ohren fliegt. Dieses "Diddeli diddeli laaa laaa lala laaa"-Titellied macht ca. 80% der Gesamtlaufzeit der DVD aus. Furchtbar.
Irgendwann, ich glaube nach dieser schrecklichen DVD, entdeckte Hans eine noch viel schrecklichere Spinne auf dem Fußboden. Während Schürmann und ich wie aufgescheuchte Hühner dem tödlichen Insekt aus dem Weg sprangen, blödelte der tapfere Feuerwehrmann so lässig mit dem Viech rum, dass es irgendwann keinen Bock mehr hatte und unter ein Sofa kroch. Da ich mit der Angst im Nacken kein Bier trinken kann, war nun Einsatz gefragt. Sofa weggeschoben, Lage analysiert, Schlachtplan ausgeheckt und WATZ! Die Bestie mit einer Plastikflasche erschlagen. Ich strotzte vor Stolz und Testosteron. Ich glaube, für einen Moment wuchs mir sogar ein Bart. Die Schweinerei entsorgt, Sofa wieder in Trinkerposition gebracht und weiter ging's. Da Hans schon von Beavis & Butt-Head relativ unbegeistert war, wollten wir ihm jetzt den Rest geben. King of Queens war angesagt, die Folge mit dem Koosh. Und ich hab's gesehen, Hans hat sogar einmal gelacht. Danach haute er aber ab, ich glaube er musste am nächsten Tag sogar arbeiten. Ein Problem, dass Schürmann und ich natürlich nicht hatten, also noch ein bisschen Beavis & Butt-Head geguckt und dann Feierabend.
[sk]

8.9.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18:30
1:35 Uhr
Arendta 20/10
Hans, Schürmann, Arendt, Schlitzer, Ich, kurz Nolte, Noltes Perle?

Programm

Einsammeln
Zweisammeln
Zu Hansknecht
Warten bis Hans seine Pizza verdrückt hat
Kaffee saufen
Simpsons
Zu Arendt gehen
Slayer - Seasons in the Abyss
Fußball Deutschland gegen Brasilien
Zwei Asse trumpfen auf
Psychologie

Zusammenfassung

Netterweise hat Hansknecht Schürmann und mich abgeholt. Allerdings musste er noch nach Hause und sich eine Pizza reinschieben. Zum Glück war Simpsonszeit; das unterhält wenigstens ein bißchen. Schürmann fing an herumzuquengeln, daß er lieber King of Queens sehen will. Nee, sorry! Den Mist tue ich mir nicht an und beschlagnahmte die Fernbedienung. Es wurde natürlich weiter Simpsons geguckt. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder das gucken kann, was er will? Schürmann und ich soffen ein paar Tassen Kaffee, die Hans uns servierte. Er mampfte seine Pizza auf und wir machten uns auf den Weg.
Bei Arendt angekommen, lief das Video zu Seasons in the Abyss. Es folgen nun ein paar Zeilen, um zu testen, ob Kiesler diese Mail auch liest oder einfach nur abkopiert. Ich glaube das Kiesler eine Homoschwuchtel ist und in Wirklichkeit nur Brinkhoffs und alkoholfreies Bier trinkt. Ich glaube das ist so. [Das glaub ich nicht, Tim. Natürlich lese ich deine Lümmeleien, aber ich stehe über solch weltlichen Dingen.] Nachdem das Slayervideo zu Ende war, wurde auf Fußball umgeschaltet. Schlaue Komentare und ein ordentliches Spiel ließen den Hopfentee immer leerer werden. Da wir uns ernsthafte Sorgen um unseren Nachschub machten, fuhren Schlitzer und ich mal eben zur Tanke um einen neuen Rahmen zu besorgen.
Das Fußballspiel ging zu Ende und Bud Spencer landete im Videorekorder. Zwischendurch verkrümelte sich der Hans, da er keine Lust mehr hatte. Der Abend neigte sich langsam seinen Ende und jeder ging seiner Wege.
[aw]

18.8.2004 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
22:45 Uhr
Beckmanns Pup
Arendt, Schlitzer und ich

Programm

Fußball gucken

Zusammenfassung

Klinsi musste sich das erste mal unter Beweis stellen und da wollten wir dabei sein, also trafen wir uns zum Länderspiel Deutschland : Österreich bei Pipi. Schlitzer und ich kamen ungefähr um halb neun an, da saß der besoffene Arendt schon an der Theke. Er war wohl wieder aufe Maloche und kam mit der harten Arbeit und dem Feierabendbier nicht klar.
Wir schnappten uns also einen Stehtisch und verfolgten unsere neue deutsche 11 beim ersten Spiel, sie spielten sogar richtig Fußball was man ja während der EM in Portugal leider vermisste.
Kurz nach der Halbzeit und dem 1:2 für Deutschland bemerkte Arendt, dass er schon zu voll war und wenn er jetzt noch ein Bier trinken würde nicht mehr selbstständig nach Hause kommen würde. Also zahlte er und ging, Schlitzer und ich sahen uns noch das Spiel zuende an und gingen dann auch. Deutschland gewann übrigen 1 : 3.
[dh]

10.8.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18 Uhr
0:30 Uhr
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Scheiwe, Kathi, Walter, 15 Leute von der Feuerwehr, Steffi, Britta
Imig, Schürmann und Ulli mussten fahren

Programm

Bier kühlen
die ersten Gäste empfangen
die ersten Geschenke auspacken
Biertrinken
noch mehr Gäste empfangen
Biertrinken
die letzten Gäste empfangen
Bier trinken

Zusammenfassung

Da ich am 10.08.2004 Geburtstag habe und grade der 10.08.2004 war feierte ich ein wenig bei uns im Gatten. Dazu besorgte ich erst mal 5 Kisten Veltins, 1 Kiste Veltins alkoholfrei, 2 Kisten V+ und eine Kiste Cola bei Korte. Nachdem ich die Getränke gekühlt hatte kamen auch schon die ersten Gäste, Imig und Walter. Ich glaub Imig hat auch das einzige alkoholfreie Bier getrunken, es fehlte nämlich nur eine Flasche im Kasten, aber man muss ja auch mal was neues bieten.
Kurz danach standen auch schon die Feuerwehr und Ulli, Kathi und Steffi vor der Tür, äh vor der Hecke. Dann konnte es ja eigentlich auch schon los gehen, allerdings waren die Leute die ersten zwei Stunden damit beschäftigt Wespen zu vertreiben und zu erschlagen, bis alle Wespen um exakt halb zehn Feierabend machten. Kein Scherz um halb zehn waren auf einmal alle weg, vielleicht lag das daran das kurz vorher Jens auftauchte und sie mit seinem Gestank vertrieben hat, es kann aber auch daran gelegen haben das es ungefähr um zehn Uhr anfing zu regnen.
Nach reichlich geleerten Bierflaschen und gegessenen Würstchen wurd es dann nach und nach leerer, Gott sei dank war Schürmann mit dem Auto da, so dass wir bis fast vor die Tür gefahren wurden. Aber wirklich nur fast, der Herr musste nämlich Sprit sparen und uns aufem Neumarkt rausschmeisen.
[dh]

29.7.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

jetzt mal so pauschal, äh... 20 Uhr?
1:45 Uhr
Gaspers Angeberhütte
Gasper, Scheiwe, Lama-Lars, Niko, Nadine, ich
Imig

Programm

Plaudern
Film Film: Auch die Engel essen Bohnen
Deutsche Braukunst genießen

Zusammenfassung

Sprittwoch bei Gasper. Damit ich mich nicht wieder verlaufe, vereinbarte ich rechtzeitig mit Scheiwe einen Treffpunkt: Pünktlich um xy Uhr in der Uxy Richtung Stadt. Ich stieg in Barop Parkhaus ein, Scheiwe sollte wenige Minuten später am Palmeingeweide hinzustoßen. Doch da stand kein Scheiwe. Innere Panik. Kein Problem: Telefon. "Der gewünschte Gesprächspartner..." NEEIIINN!!! O2!!!! SCHON WIEDER!!! Orientierungslos stieg ich erstmal an der Möllerbrücke aus, wo mich Scheiwe anrief, brav den Grund seiner Verspätung schilderte und sich mit der nächsten Bahn ankündigte. Und wie ich so treudoof auf die nächste Bahn wartete, rief mir von der anderen Seite plötzlich ein wild winkender Scheiwe zu. Wär ich doch beinahe wieder nach Hause gefahren, sowas...
Am Zielbahnhof lenkte Jens dann mit gekonnter Körperbeherrschung die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich: Mit einer Hand telefonierte er, mit der anderen entleerte er seinen Löres. An Gaspers Privatkiosk deckten wir uns mit Spritt ein und los ging's.
Nach dieser spannenden Vorgeschichte weiß ich eigentlich nicht, was ich noch groß schreiben soll. Wir saßen rum, guckten einen Film und betranken uns. Na gut. Zunächst saßen wir also in gemütlicher Runde und erzählten uns spannende Geschichten von überfahrenen Katzen und mit Knüppeln totgekloppten Eichhörnchen. Letzteres führte der in meinen Augen mächtig gestörte Niko in seiner Schulzeit tatsächlich als Grund für eine Verspätung an. Da wir gerade so schön in Klopperstimmung waren, packte Lars das Filmhighlight dieses Abends, ach was, dieses Jahres aus. Auch die Engel essen Bohnen. Wer vom Titel direkt auf Bud Spencer und Terrence Hill schließt, liegt nur halb richtig. Sagen wir dreiviertel. Statt Terrence Hill spielt nämlich ein noch schmächtigerer, noch nervigerer Dummfröhlichschönling den Kompangjong des Dicken. Dennoch zählt dieser (alte!) Film zweifelsfrei zu den besten seiner Art! Derbe Sprüche am laufenden Meter, Kloppe ohne Ende und NULL Handlung. Leider sind mir die ganzen geilen Sprüche schon wieder entfallen, also müssen wir den wohl nächstes Mal nochmal gucken. So, das war's. Wenn mir noch was einfällt, schreib ich's trotzdem nicht hier rein.
[sk]

21.7.2004 - Zweigstelle Arnsberg

21:00 Uhr
0:00 Uhr
Flunky's Schokoladentempel
Flunky Grosse-Plankermann, Hansknecht, Waldi, Schürmann
Flunky's Mutter

Programm

Promi-Fußballspiel
Metal Videos auf VIVA Plus
Wild Boyz
Jackass
Ende

Zusammenfassung

Yahoooooohaaa, es war Mittwoch, da haben wir uns gedacht, man müsse ma widda nen Sprittwoch machen. Den Flunky angerufen, seine Bude klar gemacht, den Hansknecht und Walter Informiert. Ich habe dem Flunky vorgeschlagen, ob wir nicht evtl. mal den Grill rauskramen, aber der Flunk weigerte sich, mit dem Argument, er müsse ja dann den Grill wieder säubern. Der ist schon genau so faul wie Kiesler. Informatikerdrecksbande. Um 20 Uhr immer noch kein Lebenszeichen vom Flunky, ich wurde langsam ungeduldig, meine Finger zitterten, kein Alkohol, ich brauchte Spritt. Der feine Herr ist nämlich in Dortmund und muss sich einen Anzug kaufen. Es ist nun 20:30 Uhr, mein Telefon klingelte, der Flunky. Er begrüßte mich mit einem Rülpser, äh jooaaahhh. Ich musste den Drecksack erstmal 10 min überreden mich abzuholen, aber ich habe es dann doch noch geschafft. Um 21:00 Uhr trudelte er dann auch mal so langsam an, die ganze Fahrt wurde gerülpst, es stank ziemlich ekelhaft. Ach so, wir haben noch bei der Tanke angehalten um Bier zu kaufen.
Beim Flunk angekommen, der Hans stand auch schon auf der Matte, dann konnte es ja losgehen. Bier wurde in den Kühlschrank verfrachtet und der Fernseher wurde in Betrieb genommen, es lief son Promi-Fußballspiel, wo unter anderem DJ Bobo und Schumi sich die Ehre gaben. Wer war noch dabei, ich weiß es nicht mehr, der Lodda und der Effe sind auch dabei gewesen. Egal, es war furchtbar. Danach liefen gute Metalvideos auf Viva Plus, die haben wa uns ne Zeit lang reingepfiffen. Beim Zappen habe ich dann Wild Boyz entdeckt, ein Faultier hang mit dem Kopf nach unten im Baum und Chris Pontius genau daneben. Dann war da noch so ne Echse die über's Wasser laufen konnte, die Jesusechse, das war doch schon sehr lustich. Im Anschluss haben wa noch mehr oder weniger Jackass geguckt.
Hansknecht hat einen Arendt gemacht, er schmiss das Bier runter, worauf Flunky's Mutter wach wurde, ein Sprittwoch ohne was runterzuschmeißen ist ja auch kein richtiger Sprittwoch. Ich vergaß, der Walter ist irgendwann um 22:30 Uhr zu uns gestoßen, er musste im Zero auf kleine Kinder aufpassen bzw. den Spritt wegnehmen. Lass den Kindern doch ihren Spritt. Ein oder zwei Bier wurden noch gekippt, dann gingen wir alle nach Hause.
[ds]

23.6.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
so elf bis zwölf
Gaspers neue Bude! Ich hab sie gesehen!
Der Markus und das ich.
Niko

Programm

Orientierung finden
Wohnung bestaunen
Bier käufen
Wohnung bestaunen
endlos langweilige Vorberichte des EM-Spiels gucken
DEUTSCHLAND - TSCHECHIEN
:-(

Zusammenfassung

Soso, heute sollte ich also Markus' neue Ranzbude sehen. Mein Problem: Ich habe keinen Orientierungssinn. Ich ließ mir den Weg vorher von Markus beschreiben. Als ich dann Scheiwe anrief, um zu fragen, ob er heute auch einen mithebe, fragte ich ihn ebenfalls nochmal nach dem Weg. Letztendlich blieb mir aber nur die letzte Straßenbahnhaltestelle im Gedächtnis, und Markus sein Satz: "Wenn de da bist, ruf einfach nochmal an."
Leider ist Markus bei O2.
Also rief ich, nachdem ich auf Anhieb den falschen Ausgang der Haltestelle benutzt hatte, mal wieder bei Jens an (Für die, die O2 nicht kennen: Das ist da, wo man anruft und der Empfänger ist NIE erreichbar, auch wenn er sich gerade in seiner 'Homezone' genüsslich die Eier schaukelt.). Jens war - zu Recht - etwas amüsiert und versuchte, mir nochmal den Weg zu beschreiben. Ich stand direkt vor einem Stadtplan, auf dem fett ein "Ihr Standort" markiert war, ich sah die Straße, nur vermochte mein Hirn keine Verbindung zwischen diesen beiden herzustellen. Als ich nochmal zurück ging und den anderen Ausgang benutzte (der auch schon wie Gaspers Straße hieß, aua), fand ich sein neues Domizil aber recht fix.
Wow! Dieser 30 m²-Tempel stellte all meine Erwartungen, die ich in sein neues Sprittloch hatte, in den Schatten. Das wird Monate dauern, das so richtig schön zuzusiffen. Perfekte Lage. Quasi direkt gegenüber eine Trinkhalle, an der wir unser eiskaltes EM-Veltins organisierten, und dann ging's los. Naja fast, erstmal mussten wir das stundenlange Expertengeseiere über uns ergehen lassen, und Zappen gestaltete sich bei sagenhaften 3 TV-Sendern eher schwierig. Dafür glänzte Markus ohne Vorwarnung mit einer Wortkreation, bei der mir ja fast das Bier aus dem Gesicht fiel. Ich versuchte, ihn für eine Fernsehserie namens "Hulk" zu sensibilisieren, indem ich begeistert von einer Folge erzählte, in der der Hulk einer Jugendlichen bei ihrem Alkoholproblem helfen wollte. Und dank meiner heuschnupfenpolypenverseuchten nasalen Aussprache kam etwa folgendes bei Markus an: "Hulk... blabla... Alkohol... blabla Hulk.... ohol.... HULKOHOL!" Mittwoch, Sprittwoch... Alkohol, Hulkohol... Der Mann ist nicht zu stoppen! Hulkohol, super! Das liest sich jetzt vielleicht nicht so, aber wenn man's live hört, nicht damit rechnet und schon etwas Spritt intus hat: spitze.
Markus' Bassprofessor, Niko, schaute zwischendurch kurz vorbei. Er gehe gleich zu irgendeiner Menschenansammlung, wo das Spiel öffentlich übertragen werde. Wir wägten ab: Fußmarsch, evtl. schlechte Biernachschubmöglichkeiten, ungewisse Pinkelmöglichkeiten... Wir blieben in unseren Furzmulden. Dann guckten wir das Spiel, das unsere Turniermannschaft eigentlich mit 2:1 hätte gewinnen müssen, wenn sie nicht so nervös gewesen wäre. Tja, so waren das beste am ganzen Spiel mal wieder Netzer und Delling, das lustig turtelnde Fußballpärchen, dass sich gegenseitig mal wieder höchst respektvoll demontierte. In der Halbzeit mussten wir unsere zu knapp bemessenen Vorräte aufstocken, was aber angesichts der schönen Lage nahe der Trinkhalle kein Problem war. Nach dem Spiel wagte Niko nochmal einen Fuß in die Bude, dann lösten wir diesen kleinen aber feinen Sprittwoch auf.
[sk]

9.6.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

18/19/20 Uhr?
1/2/3 Uhr??
Westpark
Lars, ich, Gasper, Scheiwe und 'n ganzer Arsch voll anderer Leute

Programm

Vorglühen bei mir
Hauptglühen im Park
Jetzt glüht überhaupt nichts mehr im Dorf

Zusammenfassung

Hm, mal schauen. Sprittwoch. Was war denn da? Also Lars und ich haben erstmal gemütlich bei mir vorgeglüht. Dabei haben wir tatsächlich Alf, den Film geschaut. Mir fehlt der Mut, mich jetzt so pauschal für oder gegen diesen Film auszusprechen. Der weitaus größere Spaß stand uns noch bevor: Such die Spritter im Westpark. Mit einer groben Wegbeschreibung und einer rappelnden Tüte voller Spritt ging's durch den gar nicht so kleinen Park, der ungünstigerweise sehr gut besucht war. Eine halbe Stunde und mindestens 10 Handy-Euro später fanden wir dann die lustige Reisegruppe, die es sich bereits im Gestrüpp gemütlich gemacht hatte. Tja, was soll man da jetzt schreiben? Wir saßen halt da rum und betranken uns. Erwähnenswert vielleicht noch einige Weisheiten, die sich Scheiwe im Laufe des Abends brachte. "Blablabla, aber ich hab's noch geschafft, Gott sei Schank!" :-) Und bis heute erschließt sich mir der Sinn folgender Aussage nicht: "Man muss erstmal all seine Freiheit herauslassen." ???
Später wollten Scheiwe, Lars und ich dann noch im Studentendorf auf der legendären Dorfparty vorbeischauen. Die war ja letztes Mal schon legendär scheiße, aber diesmal? Also spät war's wirklich noch nicht, aber: "Nää, gibt keine Marken mehr!" Keine Marken, kein Bier. Problem erkannt. Nachdem ich mich dann eine halbe Stunde lang rechtfertigen musste, weil ich keinen Bock mehr hatte, jetzt noch nach Bochum zu gurken, Komma, fuhr Scheiwe nach Bochum, Lars nach Düsseldorf und ich nach Hause. Sprittwoch over.
[sk]

2.6.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23 Uhr
Schürmanns "Block"hütte
Bassguitar Walter und Grunzbold Schürmann
Flötenpoldi Hansknecht

Programm

Grillen
Trinken

Zusammenfassung

Juhuuu, es war mal wieder an der Zeit einen Sprittwoch zu machen, ist ja in Arnsberg sowie in Dortmund ziemlich selten geworden. Ich kaufte mir bei Combi was zu Grillen und einen Sixpack Veltins. Als nächstes bereitete ich den Grill vor und kühlte mein Bier. Es war jetzt 19 Uhr, jeden Moment müssten Walter und Hansknecht eintrudeln, aber dem war nicht so. Walter musste glaub noch Kacken. Um 19:30 Uhr sind sie aber dann eingetroffen. Sofort wurde der Grill angeschmissen und mit blutigem Fleisch bestückt. Ich hatte Walter vergessen zu sagen, dass wir Grillen, desshalb hatte er "kein" Fleisch. Bruuuuhahahahahahihihaho. Sorry, kann ja mal vorkommen. So, das Fleisch wurde gewendet und mit ein paar großzügigen SPRITTzern Bier gewürzt. Das Fleisch war fertig und konnte hinuntergeschlungen werden. Hansknecht und Walter schnorrten sich den ganzen abend Kippen bei mir, die große Schachtel war dann auch schnell leer. Die bekomme ich alle zurück ihr Mistkerle. Mein Sixpack war auch schon leer, da musste ich mir noch nen perverses Krombacher aus'm Keller holen. Walter hat auch noch eins bekommen. Hans trank weiter sein Malzbier. So, Fleisch wech und Bier wech, alle gehen nach Hause. Alles wird gut. fuck you and die
[ds]

19.5.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

Am Anfang
Am Ende
Emil-Figge-Heim
Ganz viele Menschen

Programm

Imig kommt Vorglühen
Alle betrinken sich

Zusammenfassung

Das Sommerfest der Emil-Figge-Bunker bot uns die Möglichkeit, endlich mal wieder sowas wie einen Sprittwoch zu vollführen. Während die Abwesenden noch proben mussten, beglückte mich der Imig mit seiner Anwesenheit. Und mit Bier. Nachdem er sich ausreichend über die Unordnung in meinem Zimmer echauffiert hatte, ritten wir zur Emil Figge. Dort fiel ich direkt mit meiner ersten Trinkstrategie des Abends voll auf die Schnauze: Da aus den Fässern mal wieder unappetitliches Brinkhoffs suppte, wollte ich mir mit leckerem Alt das Elend schönsaufen. Stattdessen bekam ich ein ekelhaftes Kre, das ich dem/der Verantwortlichen am liebsten direkt ins Gesicht gespuckt hätte, doch leider bemerkte ich den Irrtum erst in sicherer Entfernung vom Bierwagen. Nach einiger Zeit fanden wir dann auch Gasper, Scheiwe und Co. Wir waren uns einig, dass der Sprittwoch im Moment schwer im Sterben liegt, beschlossen aber keinen konkreten Gegenmaßnahmenkatalog. Programmmäßig gibt's nicht viel zu erzählen. Man stand halt rum, sabbelte belangloses Zeug, ging pissen, ging Bier holen, ging pissen, pöbelte rum, ging Bier holen... Irgendwann war's dann vorbei. Punkt.
[sk]

28.4.2004 - Zweigstelle Arnsberg

18:45 Uhr
23:50 Uhr
Arendt
Nolte, Arendt und ich

Programm

Fußball, Rumänien : Deutschland
Texas Kettensägenmassaker
TV Total

Zusammenfassung

Im ZDF kam Fußball, ein Testspiel zwischen Rumänien und Deutschland. Eigentlich müsste das ja ein langweiliges Spiel werden, die Rumänen sind noch nicht mal für die EM qualifiziert und Deutschland ist ja amtierender Vizeweltmeister. Aber wir dachten uns, es ist Sprittwoch also gucken wir uns das mit nem Kasten Bier dabei an.
Nachdem ich bei Kaufpark nen Kasten Freigraf Pilsener für 5 ¤ geholt hatte für ich zu Matze. Er und Nolte saßen bereits, mit den letzten beiden Warzen Veltins die Arendt noch im Haus hatte, vorm TV. Sie zeigten sich sehr begeistert über den Anblick des Kastens da ihre Kannen sich dem Ende näherten. So Pils innen Kühlschrank und ab aufs Sofa.
Das Spiel fing dann auch grad passend an, doch in den ersten 10 Minuten änderten wir unsere Meinung gegenüber den Rumänen, irgendwie waren die dauernd im Ballbesitz. Sie ließen uns dann auch nicht lange warten und machten die erste Bude nach etwa 20 Minuten, dann die 2. die 3. und auch die 4., schönes Spiel. Olli Kahn biss vor Wut in den Rasen und die Rumänen kriegten nen Lachkrampf. In der zweiten Halbzeit macht irgend so nen komischer Deutscher dann auch mal nen Tor, aber die Rumänen hatten ja schön auf 5 Tore erhöht.
Nach diesem tollen Fußballspiel brauchten wir erst mal was vernünftiges für die Augen, also schmiss Matze Texas Chainsaw Massaker in den DVD Player. Ich hatte mir zwar mehr Blut von dem Film erhofft, aber er war eigentlich ganz okay. Vor allem weil Arendt bereits alle Dialoge auswendig kannte und sich auch nicht zurück hielt sie uns ständig fünf Minuten vorher zu präsentieren. Irgendwann während des Films musste Nolte dann mal im strömenden Regen zum Ratsgrill fahren, weil Arendt Hunger hatte und die Schnauze mit seinem Gebettel nicht halten konnte.
Danach noch eben TV Total geguckt und um irgendwann vor 12 verlies ich dann Nolte und Arendt.
[dh]

14.4.2004 - Zweigstelle Arnsberg

-
-
-
-

Programm

Zusammenfassung

- schreibt das mal einer? - bin faul.
[sk]

18.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

?
?
Gasper
Gasper, Kiesler, Scheiwe

Programm

?

Zusammenfassung

MARKUS! SCHREIB! So lange der faule Sack seinen Arsch nicht hochkriegt, hier das ultrakurze Gedächtnisprotokoll: Wir ham Bad Taste geguckt.
[sk]

11.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
Hm...
Gasper
Gasparr, Icharr

Programm

Materialbeschaffung
Und was nun, und was nun?
South Park
Superstau
"Knut Rider", kotz, würg, brech...
Star Trek, Junge!
Achtkantiger Rausschmiss

Zusammenfassung

Der Abend begann furchtbar, wie hatten keinen Spritt mehr! Und woher nun nehmen und nicht stehlen? Bei Plus gibt's nur noch Plastikbier, bei Lidl nur Gravenwalderwälder-Ekelpils und Rewe ist zu weit weg. Also erstmal beim Kiosk um die Ecke dumm auffallen: "6 Kronen Export." - "Hab ich nicht mehr." - "Dann Veltins." - "Bitte sehr..." - "8 Veltins" - "Hab nur noch 4, wie wär's mit Brinkhoff's?" - *würgkotzgrünanlauf* "Den Rest Bitburger." Mit diesem illustren Pilsmix marschierten wir fröhlich zu Markus. Nachdem wir uns ca. 1 Stunde lang nicht entscheiden konnten, mit welchem Film wir heute die Zeit töten könnten, schoben wir erstmal eine Folge South Park ein. War gut. Anschließend konnten wir uns zu Superstau durchringen. Auch sehr gut. Danach wollten wir uns Knut Rider antun, eine Star Trek-mäßige Neuvertonung einer Knight Rider-Folge. So eine schlechte Möchtegern-cool-sein-Scheiße hatten wir echt nicht verdient! Geistesgegenwärtig würgte Markus den Dreck nach 10 qualvollen Minuten ab und wir widmeten uns wieder dem Original: Sinnlos im Weltraum. Als das dann irgendwann vorbei war, nippte ich noch an einem halben Bier rum, während Markus auf dem Trockenen saß. Diese Situation gefiel ihm nicht so recht, weshalb er mich mehrmals freundlich bat zu gehen. Diesen Aufforderungen widersetzte ich mich, denn ich hatte ja noch mein leckeres Bier. Irgendwie wurden wir dann beide von Minute zu Minute angefressener, und irgendwann landeten meine Jacke und Rucksack unsanft im Flur. Da landete ich dann etwas später auch und hinter mir rastete eine Tür sehr laut und endgültig ein. Womit bewiesen wäre: Alkohol macht aggressiv und gleichgültig, q.e.d. :-)
[sk]

10.3.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Arendt
Arendt und ich

Programm

Bier trinken
Fussball gucken und Bier trinken
Bier trinken

Zusammenfassung

Als ich bei Arendt an kam wurde ich vom grellen Licht der Aquarien geblendet, er hatte alle drei endlich mal sauber gemacht, wurde dabei allerdings von einem seiner Piranias gebissen.
Na ja, wir setzen uns erstma entspannt aufs Sofa und tranken die ersten Kannen Hansa, danach guckten wir Fußball und danach tranken wir dann noch ein bisschen Bier und danach ging ich dann nach Hause. ENDE
[dh]

4.3.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

so zwischen acht und neun
spät
Gasper, Spirit
Devon Scheiws, David Kieselhoff, Markitt Gasperdal, Nadine, Patry(i)c(z)i(y)a(ü), Silke

Programm

Indy 3
Family Guy
Aktion Mutante
Scheiwe geht
Scheiwe kommt zurück
Spirit

Zusammenfassung

Und dann noch was! Jetzt neulich ist endlich wieder Sprittwoch gewesen, und zwar recht klassisch, das heißt, der Herr Kiesler und der Herr Gasper und der Herr Scheiwe treffen sich in einer aufwändig auserwählten 18 Quadratzentimeterbude und diskutieren sich bei gut gekühltem Billigpils die Lebern weg. So geschehen an jenem Tage, der als Ausrede für einen richtigen Sprittwoch herhalten musste. Den Mitgliedern waren die Berge an sinnlosen Videos derart übergeschwallert, dass zu allererst mal ein vernünftiges Filmchen auf den Schirm musste. In diesem Fall war es Indiana Jones und der Film mit dem Gral, welcher bei allen Anwesenden auf Applaus getroffen, wären selbige nicht damit beschäftigt gewesen, an ihren biergefüllten Glaspimmelchen (=Bierflaschen) rumzufummeln. Nach oder vor Indy, ich weiß es nicht mehr, da ich an diesem Tag (und evtl. auch heute) dezent desorientiert war, guckten wir dann eine angeblich judenfeindliche Folge Family Guy, die dann auch in den USA mit ziemlicher Verspätung ausgestrahlt wurde. Okay, der dicke Peter hat sich da zwar ein paar nette Sprüchlein aus dem Fettgewebe gepult, aber der Grundkonsens war dann wohl doch eher satirisch bis harmlos. Und dass man durch den Genuß der Folge nicht zum Nazi mutiert, bewies eindeutig das Jubelgeschrei unsererseits, als das Jones-Doppelgespann in dem Gralfilm diese putzige Lebensform uniformierter Protoscheisse gleich im Six- bis Sevenpack über den Jordan jagte. Nach soviel unscheinbar verpackter Politik musste mal endlich was Mieses ran. Ach so, vorher ging Scheiwe, damit er am nächsten Tag ausgeruht sein konnte, aber er kam gleich wieder zurück, da er noch einen gelangweilten Tross junger Damen zum Spritten geladen hatte und diese wider Erwarten tatsächlich auftauchten (nicht alle halten sich an Verabredungen im gleichen Maße wie unsere für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit berühmte Jenswurst).
Also, es musste endlich mal was Mieses ran. Da kam doch Aktion Mutante grade recht, das Erstlingswerk von Alex de la Iglesia, der uns ja auch schon mit El Dia de la Bestia und Perdita Durango diverse Sprittwochtreffen versüßt hatte. In seinem (erstaunlich gut gemachten) Debüt geht es um eine debile Truppe von behinderten Terroristen, die eine reiche Bäckerstochter von ihrer Vermählung entführen und dafür Lösegeld wollen. Dabei werden sie von ihrem pizzagesichtigem Boss hintergegangen und sowieso und überhaupt. Dummerweise leidet der Spaß an der miesen Synchro, die viel von dem Sprachwitz nicht richtig rüberbringt. Egal, irgendwie war ich sowieso mit anderen Ecken in meinem Gehirn beschäftigt, und als dann der Abspann vorüber war, war schnell der Entschluss gefasst, ins Spirit zu fahren. Kiesler wollte nicht mehr mit, und wie immer war er sehr vernünftig. Im Spirit war es bis oben hin leer und langweilig. Glaube ich jedenfalls, kann mich kaum erinnern. Wir waren glaube ich jedenfalls recht flott wieder raus aus dem Laden. Aber: endlich wieder Sprittwoch!
[mg]

24.2.2004 - Zweigstelle Arnsberg

19 Uhr
19:35 Uhr
Hoffmanns Kella
Ich (Schürmann)
Alle außer ich

Programm

Bierchen

Zusammenfassung

Julia hatte Geburtstag, da musste ich ja wenigstens mal eben ein Geschenk vorbei bringen. Ich schenkte ihr wie immer die lustige Peter Alexander CD. Ich fragte nach einem Bier und habe es getrunken. Die feinen Damen und Herren gingen dann Kegeln, und ich fuhr nach Hause. Echt jetz.
[ds]

4.2.2004 - Zentralverwaltung Dortmund

19 Uhr
4 Uhr
erst hier, dann Spunk
Lars, ich
Hallo-Tschüss-Carsten

Programm

Lars füttern
Gewaltverherrlichendes, jugendgefährdendes Video aus den U.S. of A.
Yor!
David Hasselhoff - live!
Ausflug ins Spunk
Ca. die ersten 10 Minuten "Invasion vom Mars"
Sieg der Müdigkeit
respektables Timing: Aufwachen, Film vorbei, Zeit für die S-Bahn

Zusammenfassung

Lars ist ein Trottel. Kreuzt hier um 18 Uhr ohne Moneten auf, denkt, neben den 28 Sparkassen gäbe es hier eine Commerzbank, hat noch nichts gefressen und schleppt bekloppte CDs an. Ich hätte ihn direkt wieder rausprügeln sollen, aber - ach! - zu groß das Herz. Also ne halbe Stunde ergebnislos im Internetz nach Commerzbanken im näheren Umkreis gesucht, nach Plus gelatscht und dem Herrn eine gnadenlos knusprige Pizza in meiner gnadenlos tollen Crunchplatten-Mikrowelle zubereitet.
Dann ging's los. Bum Fights. Da hat sich der Lars wieder ne Scheiße aus'm Netz geladen, nee nee... Da werden Penner dafür bezahlt, sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Wenn man die ganzen Schlägereien und den dezent menschenverachtenden "Bum Hunter" (wie Crocodile Hunter auf RTL2, allerdings werden hier schlafende Obdachlose "gefangen") rausnimmt, bleiben etwa 10 guckbare Minuten, bei denen man nicht sofort das Kotzen kriegt. Highlight war - ich geb's zu - der Knilch, der ein Glas Pisse getrunken hat, und fand dass das ein wirklich köstliches Getränk war. Erinnerte mich an "Hauptsache es knallt"-G. L., aber das versteht jetzt wieder keiner. Zwischendurch informierten wir Carsten, bei dem wir eigentlich vorglühen wollten, dass wir direkt ins Spunk nachkommen. Dadurch hatten wir mindestens eine Stunde "Luft", die wir mit Yor, dem Einen gegen das Imperium füllten. Auch Lars war auf Anhieb begeistert von dem dauergrinsenden Keulenschwinger, der sich da halb nackt und total verspinnert rumbrüllend seinen Weg durch die Darth Vader-infiltrierte Urzeitwelt bahnte. Es half nichts, wir mussten Carsten ein weiteres Mal vertrösten und ankündigen, dass wir etwas später kommen würden.
Und jetzt wurde der Abend richtig finster. Spontan, unbeabsichtigt und total zufällig fütterte ich meinen Videorecorder mit einer unfassbaren Kassette, die mir Hoffmann netterweise ausgeliehen hat: David Hasselhoff, live von der Freedom Tour 1990! Wir fanden erschreckend großen Gefallen an dem Spektakel, so dass Carsten eine weitere SMS erhielt.
Irgendwann konnten wir uns dann doch von David trennen und wanderten Richtung Spunk. Dort kam uns gerade noch Carsten entgegen, der allerdings den Heimweg antrat. Tja, das hatten wir eindeutig gefickt eingeschädelt... Wir saßen noch etwas im Spunk, orderten im Wahn nach der letzten Runde 10 Flaschen zum Mitnehmen und traten bepackt wie kaputte Idioten den Heimweg an. Der Abend war ja noch jung, also Videorecorder an, Pulle auf, und... eingepennt. Nach schätzungsweise 10 Minuten siegte die Müdigkeit über den packenden, mitreißenden Horror-Action-Adventure-Schocker "Invasion vom Mars". Dank unserem genialen 7. Sinn für S-Bahnen wurden wir aber kurz vor 4 wieder wach. Perfekt: Film vorbei, S-Bahn im Anmarsch, tschüss Lars. Ein Sprittwoch wie aus dem Bilderbuch. Da wünscht man sich mehr von, aber ich habe das Gefühl... langsam... geht's zuende... :-(
[sk]

11.12.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
1:30 Uhr
Carstens Bude mit der widerlichsten Weihnachtsbeleuchtung diesseits des Äquators, EF50
Ich, Lars, Teile der PG434™
viele betrunkene Menschen, ein depressiver Hausmeister

Programm

Vorglühen mit echter, schwarzer, heißer Feuerzangenbowle, Junge!
Feuerzangenbowle, der Film, dabei Glühwein
Literweise Glühwein für LAU!!!

Zusammenfassung

OK, schon wieder ein unoriginaler "Sprittwoch" am Donnerstag, aber der hatte es in sich. Jedes Jahr verunstaltet der Uni Film Club der Uni Dortmund einen Feuerzangenbowlenabend, bei dem halb passend zum Film preisgünstiger Glühwein gereicht wird. Da Glühwein aber nur die halbe Miete ist, lud mein PG-Kollege Carsten zu einer ECHTEN Feuerzangenbowle in seiner WG-Küche ein. PG? WG? Nix versteh? Egal...
Carstens Wegbeschreibung war zweckmäßig, wenn auch nicht ganz korrekt: "Das erste Haus ganz rechts, das einzige mit richtiger Weihnachtsbeleuchtung." Das einzige war's nicht, aber was da vorm Fenster hing spottete wirklich jeder Definition von Geschmack, Ästhetik oder besinnlicher Weihnachtsbeleuchtung . Es war hell, es war hässlich, und ich glaube es blinkte sogar. Ich kam natürlich zu spät, aber pünktlich bei meinem Eintreffen war auch schon ein Topf Bowle fertig. Perfektes Timing, der Abend konnte beginnen. Feuerzangenbowle ist interessant anzuschauen, schmeckt im ersten Moment etwas seltsam und verbrennt einem das Gesicht von innen, aber sie tut vor allem eins: Sie *knallt*. Wir brachten es innerhalb des engen, einstündigen Zeitfensters lediglich auf 2 - 3 Gläser pro Nase, aber so voll UND gut gelaunt war ich innerhalb so kurzer Zeit schon lange nicht mehr.
Derart vorgeglüht machten wir uns auf den langen, eisigen Marsch zur Uni, wo bereits 68000 Menschen um Einlass baten. Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich diesen angeblich legendären Film noch nie zuvor gesehen hatte. Aber heute war definitiv nicht der Tag, ihn näher kennenzulernen, denn der Ton kam zumindest in den vorderen Sitzreihen doch stark an einen Kinobesuch im Arnsberger Multiplex ran: SCHREBBELSCHREBBEL KNATTER KNARZ KRATZ! Naja, ist halt schon etwas älter der Film, dacht ich mir. Und so starrte ich die nächste Stunde gebannt auf eine schwarz-weiß flimmernde Wand, irgendwo über mir, und verstand von den geistreich witzigen Dialogen: nichts. Aber ich hatte ja meinen Glühwein. Den konnte man sich draußen immer wieder auffüllen lassen. Nach einiger Zeit kam auch Lars, der es zum Vorglühen nicht mehr so recht geschafft hatte, und beobachtete ebenfalls fassungslos, was sich da vor unseren Augen zutrug: Der Film ist nämlich anscheinend so Kult, dass alle 5 Minuten Leute im Saal aufstanden, mit schwulen Glöckchen leuteten, Zeitungen ausbreiteten und Brot fraßen. Das stand auch auf der Rückseite des Flyers, wie ich erst jetzt bemerkte. Aber ich hatte ja meinen Glühwein.
So, und jetzt zum wirklich interessanten Teil des Abends. Nachdem der Film vorbei war, ging das ganze fleißige Studentenpack ratzfatz nach Hause, nach ca. ner halben Stunde stand ich quasi mit Lars und der Glühweinverkaufsbelegschaft alleine da. Und plötzlich purzelten die Glühweinpreise ins Bodenlose. Die uns immer sympathischer werdenden Gesellen hinter dem Stand klärten uns schnell über unsere Rechte und Pflichten auf: "Wir können diesen Topf immer nur in 10-Liter-Einheiten befüllen. Der ist noch fast voll. Was ihr jetzt nicht trinkt, müssen wir wegschütten." FREIGLÜHWEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! MAU! MAU! MAU!!! Spitze, nun gab es eine Kelle nach der anderen, dazu noch Spekulatius bis zum Abwinken, GÖTTLICH! Und während wir uns sattfraßen und völlig knülle laufen ließen, erscheinte am Rande des Geschehens ein ganz anderer Entertainer auf der Spielfläche. Der Hausmeister, heute für eine Spätspätschicht angemietet, watschelte ziellos umher und machte einen zutiefst depressiven Eindruck. Versuchte mal hier, ein Kabel zu halten, guckte mal dort, ob's nicht irgendwas zu tun gibt, aber letzten Endes hatte er hier definitiv den langweiligsten Job, den man sich überhaupt vorstellen kann: Warten. Warten, bis das besoffene Pack die heiligen Hallen verlässt, warten, bis die Leute vom Uni Film Club ihre sieben Sachen gepackt haben, warten, bis er endlich den Schlüssel hinter sich abziehen und damit seine einzige relevante Aufgabe an diesem Abend erledigen kann. Gott, ich werd vom Schreiben ganz depressiv, es ist mir unbegreiflich, warum Lars und ich an dem Abend so einen Spaß mit dem Vogel hatten...
Naja, irgendwann war's dann halt vorbei, wir knülle und obwohl Lars noch ein gesteigertes Interesse an einer Kneipentour bekundete, setzte sich meine innere Stimme der Vernunft durch und diese unvernünftige, sinnlose, gesundheitsgefährdende Sauferei fand ein Ende.
[sk]

4.12.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20 Uhr
ca. 0 Uhr
Mein kleiner feiner Hobbykeller
Gasper, ich

Programm

!Knight Rider!
Solarfighters
Mystery Science Theater 3000

Zusammenfassung

Es war endlich mal wieder so weit: Sprittwoch! Am Donnerstag zwar, aber immerhin. Man kann sagen, dass wir heute wirklich unser bestes gegeben haben, um einen 1A Sprittwoch Classic hinzulegen.
Los ging's mit eine Spitzenfolge Knight Rider, in der sich Michael allen Ernstes beschwert, dass etwas "gegen die Gesetze der Physik" verstoße. Tja, besser spät als nie... Außerdem hat er "Freunde, die auch nachts arbeiten", aber dazu später mehr, die Knight Rider Rubrik ist noch NICHT tot!
Während ich mich dankbar mit unserem geschenkten Wicküler vergnügte, hatte Markus tatsächlich Freude an meinem letzten großen Fehlkauf: Pilsner Urquell, "brewed in Czech". Czech, Czech, brech, ich hasse diese Plörre! Ich hatte mir das im Wahn bei Rewe gekauft, weil ich dachte, das wär irgendwie was tolles. Pustekuchen. Zuhause erst gemerkt, dass das Zeug quasi keine %/vol hat, dafür aber einen Nachgeschmack, bei dem einem die Mandeln rausfliegen.
Aber das nur nebenbei bemerkt, denn bei uns ging's weiter im Programm mit Solarfighters aka Solarbabies aka der schreckliche Film mit der sprechenden Zauberkugel Bodi. Dieser Film spielt auf einem gänzlich vertrockneten Planeten, den eine aufmüpfige Gang von Nervbälgern mit ihren Rollschuhen unsicher macht. Rollschuhe, das ist sowas wie Rollerblades, aber mit vier Rädern. Also zwei links, zwei rechts. Wie'n Auto. Und ungeheuer cool. Eigentlich nicht sehr wüstentauglich, aber die können's halt. Lange Rede kurzer Sinn: Scheißfilm.
Also zum Abschluss noch etwas, womit man nie falsch liegt. Mystery Science Theater 3000 bezauberte erneut mit ergreifenden Szenen aus dem Land der Eierköppe. Breck! Breck!
[sk]

13.11.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

gute Frage
nächste Frage
Absence Bandraum
Scheiwe, Gasper, Raff Raff, Niko, meine Wenigkeit
Exposed To Noise, Saskia

Programm

Festnahrung aufnehmen
Flüssignahrung aufnehmen
Krach ertragen / machen, Simpsons gucken

Zusammenfassung

Der Mann mit den längsten Geheimratsecken diesseits des Äquators hatte Geburtstag. Welch ein triftiger Grund, dem in letzter Zeit ziemlich dahindarbenden Sprittwoch mal wieder etwas Leben einzuhauchen. Zwar an einem Donnerstag, aber doch noch besser als gar nichts.
Markus und ich fraßen uns in der bandraumnahen Pizzeria Luvara™ erstmal eine kleine Grundlage an und tränkten diese auch gleich mit den ersten paar Bierchen des Abends. Irgendwann stapfte Herr Scheiwe dann herein und lud seine Klampfe und einen leckeren Kasten Bier in dem Laden ab. Eigentlich hätte man auch hier versacken können, aber die Pizzeriamenschen hätten sicherlich was dagegen gehabt. Also auf zum Bandraum, wo Imig noch mit seiner Band probte. Wir warteten, tranken, dann probten Absence noch ne halbe Stunde, ich wartete und trank, dann setzten wir uns alle in die Ecke und tranken. An irgendwie besonderes Programm kann ich mich gar nicht mehr erinnern, außer einer halben Folge Simpsons...
Irgendwann kurz nach zwölf oder so haute ich dann ab, um noch rechtzeitig eine Bahn zum Hauptbahnhof und von dort den Nachtbus zu kriegen. Auf dem Weg zum Bahnhof hätt ich beinahe den Zug vollgekotzt, konnte dies aber durch taktisch kluges Aussteigen, Luft holen, in den nächsten Zug einsteigen abwenden. Derart stolz auf diese Körperbeherrschung stapfte ich dann selbstzufrieden drauf los, Richtung Heimat. Dass ich eigentlich so früh abgehauen war, um noch den Nachtbus zu kriegen, war mir wohl entfallen. Das fiel mir dann erst wieder ein, als besagter Bus auf halber Strecke an mir vorbeirauschte. Toll. Also zu Fuß vom Hauptbahnhof zur Uni. Zuhause war ich zwar wieder nüchtern, dafür aber so hundsmüde, dass ich ohne Umwege auf (!) meinem Bett einschlief und am nächsten Morgen in einer ziemlich unbequemen Körperhaltung aufwachte.
[sk]

23.10.2003 - Zweigstelle Arnsberg

Acht Uhr
~23.00
Arendts Piranha-Aquarium
Hans, Arendt,Walter

Programm

Traffic (ca. 10 min)
Lethal Weapon 4
Sich über den Namen der chinesischen Familie lustig machen. Die Hong(k)s... Insiderwitz

Zusammenfassung

Nachdem Kiesler der faule Hund seine eigene Religion nicht mehr praktiziert, überlegten wir ob wir einen Sprittwoch machen sollen. Also wurde abgestimmt:

abstimmungsberechtigte Personen: 3
abgegebene Stimmen: 2
5x ja,
3x nein
124 Enthaltungen

Es wurde ein Sprittwoch gemacht. Wir schmissen Traffic in Arendts neue Play-Station 2. Da wir aber keinen Bock auf so einen langen Film hatten, guckten wir Lethal Weapon 4. Dort spielt eine chinesische Familie mit. Die Hong(k)s. Ich wußte gar nicht, daß Julia so eine große Familie hat.
Nach dem Film brachte ich Hans noch nach Hause. Mach du den Aufnahmeknopf aus, dann ist die Maus raus und wir gehen nach raus. Das war's.
[aw]

2.10.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
3 Uhr
Gasper, dann äh naja...
Gasper, Scheiwe, ich

Programm

Star Trek - Fiese Fresse Remulaner
Death Race 2000
Police Academy - WÜAARGGHH!!!
Test der Zweifel-Chips
Best of Zapping (1994 und 1996, glaub ich)
Komische Party

Zusammenfassung

Na endlich! Endlich wieder Sprittwoch, naja Donnerstag... Hatte sich ja zuletzt alles etwas zerstreut. Wir begannen locker flockig mit einer Folge Star Trek (SiW, nicht original! Wir sind KEINE Star Trek Fans!!). Erstmals sahen wir dieses Juwel in DVD-Qualität, WOOOOWWW!!! Obwohl es dadurch auch ein bisschien unkultig wird, ohne diese VHS-Bandschaden-Streifen, ohne die zwischendurch vom Himmel fallenden Sat1-Bälle... Naja, dafür war der Sound ja noch in 1A-Original"qualität". :-)
Nachdem Scheiwe noch kurz (PATSCH!) was gegessen hatte, gingen wird zum Hauptprogramm über. Markus hatte diesmal einen ganz besonderen Film aufgetrieben: "Frankensteins Todesrennen" (Death Race 2000) aus dem Jahr 1975 begeisterte mit absurden Zukunftsvisionen: So fand angeblich 1979 der dritte Weltkrieg statt, 1995 verlor Hauptdarsteller David Carradine (Frankenstein) bei einem Unfall diverse Körperteile wie Beine, Augen, Schädeldecken oder Kieferknochen und tritt im Jahr 2000 erneut an. Wo? Beim "Death Race 2000", einem politisch unkorrekten Autorennen, bei dem der Fahrer Punkte für das Überfahren von unschuldigen Passanten kriegt. So bringt ein Säugling z.B. 70 Punkte, während ein klappriger Rentner 100 oder 200 Punkte bringt, weiß nicht mehr genau. Alles ziemlich geschmacklos mit erstaunlich blutigen Splattereinlagen, crunchigen Soundeffekten und coolen Sprüchen. Etwa als das "Mercy Hospital" einige tattrige Rollstuhlfahrer mitten auf die Straße stellt: "Was ist das denn?" - "Das ist mein ältester Fanclub. Den stellen sie mir jedes Jahr zum Punkten raus." Womit wir schon bei einem ziemlich geilen Synonym angelangt sind: Menschen werden beim Death Race durch die Vereinigten Faustprovinzen von Amerika nicht überfahren und getötet, nein, sie werden "gepunktet". Vorlaute Frauen werden mit einem simplen "Halt deine dumme Klappe!" - *KLATSCH!* abgestraft. Ein durch und durch abstoßender, unlogischer, aber sehr unterhaltsamer Film.
Danach zwängten mir die beiden Spacken Police Academy auf. Ich gestehe hiermit öffentlich: Ich habe diese Filme noch NIE gesehen. Aber ich stehe zu meiner Entscheidung. Trotz einiger wirklich gelungener Passagen war Police Academy zu 90% so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte: Einfach unlustig. Kindisch. Blöd. Nicht lustig. Langweilig. Doof. NICHT LUSTIG!
Derweil fraßen wir übrigens die Schweizer Zweifel-Chips auf. Jawohl, wir zehren immer noch an EatMyCuts' Naschpaket! DANKE! Ohne den ausführlichen Test vorwegzunehmen: Lecker waren die, wenn auch leider etwas kleingebröselt. Aber eine 280-Gramm-Tüte (das ist GROß!) in ner guten halben Stunde geleert... Das spricht glaub ich eine deutliche Sprache. Kein Zweifel, man wünscht sich mehr Zweifel für Deutschland!
Nachdem wir uns noch zwei Folgen Zapping reingezogen hatten, zog es uns zu irgendeiner Semesteranfangsparty in einem katholischen Dingsbumshaus. Dort war's so schön, dass wir die Halle relativ sofort wieder verließen und uns die letzten Reserven auf dem Parkplatz reinzischten. Da saßen wir ein paar Minuten, schon wurde auch der Rest der Veranstaltung allmählich aufgelöst. Wir tranken unser Bier leer, beschimpftem und beleidigten uns gegenseitig, und gingen dann nach Hause. Ende.
[sk]

18.9.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

gegen neun
gegen eins
Gasper
Mr. G und Mr. K

Programm

Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug
South Park (toilet paper, toilet paper... toilet paper...)
Finaler Verzehr der Zweifel-Flips

Zusammenfassung

Wir guckten die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, South Park, und aßen die zweite Tüte der Zweifel-Flips. Lecker. Mehr weiß ich nicht mehr.
[sk]

28.8.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

Tja..
Aha..
Bei mich
Gasper und mir

Programm

Rock'n Roll Highschool
House Of The 1000 Corpses?
Schweizer Flips-Test Teil 2

Zusammenfassung

So. Dieses Sprittokoll schreib ich jetzt mal mit 2-monatiger Verzögerung. Könnte unvollständig sein. Hm, öh, also, wir saßen da so rum... und guckten irgendwann Rock'n Roll Highschool. Das war ein lustiger Film, ein bisschen wie Lümmel von der ersten Bank, aber mit den Ramones. Eigentlich war der sogar richtig gut, joa... Spontan in Erinnerung hab ich da noch den Mann, der mit seiner Hand Pistolengeräusche von sich gibt. Das versteht jetzt zwar keiner, aber halten wir einfach fest, dass der Film mit einigen SEHR überraschenden Momenten aufwartet, bei denen Markus und mir fast die Zweifel aus'm Maul geflogen wären.
Danach guckten wir "House Of The 1000 Corpses" oder so ähnlich, den super unspektakulären langweiligen Antischocker von Rob Zombie. Entgegen dem vollmundigen Titel wird hier nicht halb so schön und viel gemetzelt wie beispielsweise in Braindead. Es geht irgendwie um Clowns und doofe Menschen, eigentlich hat der Film keine direkte Handlung, eigentlich ist der einfach nur langweilig.
Irgendwann wollten wir mal bei Schmidt reinschauen, da lief auf Sat 1 aber noch irgendeine blöde Arztserie. Meine Frage "Was ist das für ein Scheiß?" beantwortete Markus schockierenderweise mit einem reflexartigen "ALPHA-TEAM!!". Entsetzt hakte ich nach, woher er das so genau wisse, und ob er das etwa regelmäßig gucke. Ihm war das sichtlich peinlich und er meinte nur, dass das halt immer vor Schmidt komme und er das schon oft dran hatte, wenn er Schmidt sehen wollte. Klang alles irgendwie ziemlich unglaubwürdig, Dr. Alpha.
Abgerundet wurde der Abend mit dem parallel zum Kinoprogramm laufenden 2. Teil unseres großen Schweizer Flips-Tests. Wir erinnern uns: Letzte Woche hatten wir in die drei verschiedenen Flipstüten reingeknuspert, die halb vollen Tüten wieder luftdicht zugetüddelt und für den Langzeittest weggesperrt. Nach einer Woche Gärung mussten die Flips jetzt zum zweiten Mal ran. Das Ergebnis wich dezent vom ersten Test ab, der Sieger stand heute eindeutiger denn je fest: die krokettengroßen Riesenflips von Zweifel machten das Rennen. Keine Sorge: Alle Ergebnisse wurden penibel dokumentiert, und kein "Zweifel"-Wortspiel war zu dumm, um es nicht aufzuschreiben. Ein genauer Testbericht folgt, es kann sich nur noch um Monate handeln.
[sk]

28.8.2003 - Special Events

10 Uhr
19 oder 20 Uhr
Fort Fun
Flunky, Verena, Schürfrau, Bläuft (Arendt), Crissi, Britta, Diana, Lessi und ich

Programm

Arendt wecken
treffen bei Schürmann und gemeinsame Abfahrt Richtung Wasserfall
Fort Fun
Ende

Zusammenfassung

Es war morgens neun Uhr als mein Wecker klingelte, wir hatten vor den Freizeitpark Fort Fun zu besuchen. Ich stand also auf frühstückte etwas und machte mich auf Arendt abzuholen. Der Herr lag noch im Koma, er erzählte mir, nachdem er mir nach 5 Minuten Dauerklingeln endlich die Tür aufgemacht hatte, dass er bis 7 Uhr gesoffen hätte und eigentlich durchmachen wollte, aber dann doch eingeschlafen war. Arendt putzte sich unter einigen Würganfällen die Zähne und rauchte noch eben ne Kippe, dann konnten wir uns auf nach Schürmann machen. Dort warteten bereits Flunky, Verena, Schürmann, Lessmann und Diana auf uns, nach kurzer Begrüßung fuhren wir dann weiter. Vorm Fort Fun Eingang wartete Britta auf uns, wir kauften uns Tickets und gingen dann rein.
Kurz hinter dem Eingang begrüßte uns ein 1,90 m großer Stofffuchs, Arendt dachte dieser wäre nur eine Puppe, deshalb scheuerte er dem Fuchs erst mal eine mit der flachen Hand, doch plötzlich bewegte sich die Puppe und sagte wir sollten verschwinden.
Als erstes wollten wir uns im Rio Grande nass spritzen lassen, wir setzen uns also in die Boote, öffneten die ersten Warzen und genossen die eigentlich langweilige Fahrt. Danach machten wir uns auf zum Mistery Warehouse, hier mussten wir ungefähr ne halbe Stunde anstehen um uns dann zu zweit in winzig kleine Wägelchen zu quetschen, die uns dann durch eine nicht ganz so gruselige Geisterbahn fuhren. Das einzig witzige war ein Skelett das aus seinen übrig gebliebenen Gedärmen spritzte.
Nach dem Gang durch ein lustiges Spiegelhaus mussten wir erst mal was essen, Burger, Pizza und Döner gab es zu Auswahl. Arendt holte sich zum runterspülen ein Pils, welches er allerdings sofort auf dem Tisch verteilte.
So jetzt waren wir endlich bereit für die "HASENBAHN", wir fuhren mit dem Sessellift hoch, nahmen uns einen Bob und stellten uns an. Lessmann fotografierte noch einmal jeden vor der Abfahrt und dann ging's los, dachte ich zumindest. Ich hatte leider in der ersten scharfen Kurve schon zufiel Schwung drauf, so dass es mich aus der Bahn riss, ich konnte mich allerdings irgendwie wieder zurück in die Bahn retten, allerdings riss ich mir dabei meine Arme und meine Hose auf. Unten angekommen warte ich auf die anderen, direkt hinter mir war Arendt, er war an der selben Stelle aus der bahn geflogen und hatte sich auch die Arme verletzt. Direkt neben der Bahn war ein Rotes Kreuz Häuschen, dort ließen wir erst mal unsere Wunden versorgen um dann sofort nach mal die Bahn runter zu fahren.
Als nächste Attraktionen folgten dann Wasserbahn, Rollover, Marienkäferbahn, Wirbelwind und Shake. An Details kann ich mich leider nicht mehr erinnern ich weiß nur, dass meine Wunden in allen Karussells störten und alle auf meine zerrissene Hose glotzten.
[dh]

20.8.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

so neun oder so
keine Ahnung mehr aber so eins rum, oder?
Gasper
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Imig
Saskia

Programm

Braindeadde
ekelhafte Trailer von der Braindead-DVD
Der Governor! & Flipse aus der Schweiz
Kiesler rausschmeissen

Zusammenfassung

Imig und Saskia waren da. Die beiden hatten Terminator leider schon die Woche zuvor geguckt und wollten sich Arnie nicht ein zweites Mal antun, also mussten wir auf Ersatzprogramm ausweichen. Da letzte Woche Bad Taste schon so ultimativ geil war, war es Zeit, den nächsten Jackson-Klassiker auszugraben: Braindead! Während mein neuer Fernseher vor Blut und Gliedmaßen überschwappte, hatten die anwesenden Sprittologen riesenhaften Spaß und jolten über jede gelungene Szene. Die gute Laune hatte ihren Grund: es gab Gratisflipse! Und zwar hatte uns ein sprittologisch interessierter Schweizer ein Sortiment aus der neutralen Zone zukommen lassen. Nachdem Braindead vorbei war, und wir uns noch über die teils ekelhaften (die Rache der Kannibalen), teils erheiternden (Die Rache der Kannibalen, Armee der Finsternis) und teils haarsträubend blöden (Die Rache der Kannibalen) Trailer amüsiert hatten, wurden allerdings mitnichten die Packungen der Flipse lieblos aufgerissen und der Inhalt wahllos in den Schlund gedrückt, sondern vielmehr wurde ein professioneller Test seitens der Kirchenleitung durchgeführt. So entrissen Kiesler und ich die Flipstüten den geifernden Klauen der Mitspritter, und nach einem ausgiebigen Geschmackstest wurden die Tüten vermittels patentierter Gummibänder für den orginal Sprittwoch-Langzeittest vorbereitet. Kiesler hatte sogar einen Halter für die Gummibänder dabei. Ein Profi vor dem Herrn!
Danach wandten wir uns Arnie zu, die Proteste seitens der Imig/Saskia-Fraktion waren nach dem Flipsgenuß vergeben und vergessen. Und was soll man sagen? Er kann's noch. Schön, dass Arnie sich zur Wahl für den Governeursposten  in Kalifornia gestellt hat, ich drück ihm alle Daumen, dass er das gewinnt! Auch wenn er nur ein dreckiger Republikaner ist, hat er das Amt natürlich schon in der Tasche. Und daher heisst Arnold Schwarzenegger ab jetzt für das Team von sprittwoch.de nur noch "Der Governor". So!
Nach dem Film machte irgendwann mein Gehirn schlapp, und ich musste die Verbliebenen aus meiner Wohnung entfernen. Vor allem bei Kiesler war das nicht einfach, weil er noch 10 Minuten an einem von Imigs Bieren rumnuckeln musste und abschliessend eine seiner zwölfstündigen Pinkelorgien auf meinem WC abhielt. Als er endlich weg war, huldigte ich noch 2 Stunden dem Governor of Källifoania und träumte schliesslich selig von der Rache der Kannibalen.
[mg]

20.8.2003 - Zweigstelle Arnsberg

20:30
23:30
Bei Hansens hundefreiem Wohnzimmer
Hänselmääähn, Lady Di, der Arendtsberger, Schürfrau und Ich

Programm

abholen
Bier holen
saufen
Illusion oder Wirklichkeit 15 min.
Herrschaft des Feuers
Versuchskaninchen
Hans und Diana alleine lassen
Husemann Keller

Zusammenfassung

Hans erklärte sich bereit alle Teilnehmer abzuholen. Nachdem die fast komplette Meute bei mir vor der Tür stand und mit Rauchen fertig war, konnten wir los, die Schürfrau abholen. Nachdem Diana, Arendt und Schürzwitter es sich auf der Rückbank bequem gemacht hatten, konnten wir zur Tanke fahren und Bier holen. Bei Hans angekommen nervten wir ihn damit, daß auf jeden Fall erst Star Dreck geguckt werden muß, bevor die Herrschaft des Feuer im DVD-Player landet. Nach 15 min. hatten wir uns entschlossen, doch erst den Hauptfilm zu sehen. Zu diesem Film demnächst mehr bei Sprittung Warentest in der Kategorie Blödsinn. Nicht nur das sämtliche Gesetze der Physik auf den Kopf gestellt wurden, es sind noch andere Logikfehler vorhanden, die Knight Rider Konkurrenz machen können.
(Kurz nach 10 ruft Hansens Oma an um zu fragen, ob er auch die Blumen gegossen hat.) Nachdem wir ordentlich über den Film abgelästert haben, entschlossen wir, unsere Gehirne mit dem Versuchskaninchen noch etwas aufzuweichen. Das Riesen-Himbeer-Bonbon ist doch immer wieder herrlich. Mir fällt gerade auf, daß Ryker und Hans den gleichen Bart haben. Komisch; vieleicht will er auch mal Käpt'n sein. Das Bier neigte sich dem Ende und Arendt, Manta mit Schirm und ich haben die beiden Turteltäubchen alleine gelassen, damit sie ungestört Quartett, Mühle und Dame spielen konnten. Wir gingen zu Rainer um noch etwas von diesem ekelhaften DAB Bier zu saufen. IIIEEEHHHH!!!! Nachdem wir damit fertig waren, sind wir nach Hause gefahren. Oh, mir fällt auch gerade ein, daß ich noch 5 Euro von Schürmann kriege.... Damit endet ein ganz normaler Sprittwoch.
[aw]

13.8.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

weiß nich
weiß nich
Gasper
Gasper, Ich
Jörn sprang wieder da rum

Programm

weiß nich
Bad Taste
Stora Smog
weiß nich

Zusammenfassung

Eigentlich war alles so wie letzte Woche. Weniger Blut bei Markus, dafür mehr Blut auf'm Fernseher.
[sk]

6.8.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

kurz vor neun
kurz vor zwei
Gasper's ventilatorlose Gluthölle
Gasper, ich, gaaaaanz spät noch Scheiwe
diverse Gastauftritte von Jörn M.

Programm

Battlefield Earth
Schocker-Jörn
Spanner-Jörn
Blutopfer Gasper
Schmidt
Scheiwe

Zusammenfassung

Mein Horoskop hatte es schon angekündigt: "Sie werden heute schwitzen." Recht hatte es. Warum? Weil im Moment der Superjahrhundertmillenniumsommer Deutschland fest in seiner Hand hat. Also schmiedeten Gasper und ich alkoholhaltige Abkühlungspläne. Während ich in meiner 50°-Bude meine Eier ausbrütete, zog Markus los in der verzweifelten Hoffnung, noch einen Ventilator zu kriegen. Da die Teile bei diesem Dreckswetter aber alles andere als Ladenhüter sind, traf ich nach meiner zweiten sinnlosen Dusche an diesem Tag in einem luftstromlosen Raum ein, in dem mich Markus mit einem begeisterten "Wow, was für ein Sommer" - Grinsen anjappste.
Also begannen wir damit, unsere Körpertemperatur der des Bieres anzugleichen. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf "Battlefield Earth" als filmisches Highlight des Abends. Der Film basiert auf einem Buch von Oberclear Ron Hubbard, und John Travolta hat wohl sein ganzes Vermögen in diesem scientologischen Machwerk verpulvert. Was durchaus beeindruckend ist, denn in Sachen Special Effects und schauspielerischer Glanzleistungen spielt dieser Film in einer Liga mit dem legendären "Warhammer". Ohne Markus' Review vorwegzunehmen: Battlefield Earth ist toll, da sich schon nach 5 Minuten das bekannte "Hä, was soll das? Worum geht's überhaupt" - Gefühl einstellt. Das Nationalgetränk sind Lavalampen. Und wenn's dann mal wirklich dramatisch wird und man denkt "Gleich gibt's Tote", fangen plötzlich alle an, doof und untalentiert rumzulachen, oder Herr Travolta stößt sich in einer Höhle die Rübe.
Für ein Beinahe-Herzklappenversagen bei Gasper sorgte dessen Flurnachbar Jörn. Der Mann, der sonst halbwegs friedlich - wenn auch beängstigenderweise oft ohne Hosen - den Flur entlangschlunzt, schlich sich irgendwann während Battlefield Earth an und rülpste Markus in den Rücken. Klingt harmlos, aber Gasper hat wohl irgendwie nicht damit gerechnet, zog spastische Fratzen und zuckte am ganzen Leib zusammen. Doch Spaßkanone Jörn hatte noch mehr auf Lager. Als ich nach einer Pinkelpause aus dem Klo kam, stand er in gebückter Haltung davor und zog gerade einen Spiegel zurück, mit dem er mich offenbar durch den unteren Türspalt hindurch observiert hatte. Beängstigend. In der Zwischenzeit hatte Gasper aus irgendeinem Grund tierisches Nasenbluten bekommen und suppte ein Taschentuch nach dem anderen zu. Die Frage "Willst du mal geronnenes Blut sehen?" verneinte ich natürlich sofort, aber da hob er auch schon die Hand und präsentierte mir voller Stolz das Gerinnsel, das es nicht mehr ins Taschentuch geschafft hatte.
Nach Battlefield Earth hatten wir nicht mehr die Kraft, nochmal Warhammer zu gucken. Also schlugen wir die nächste Stunde mit Schmidt tot, irgendwann traf Mr. Pünktlich noch ein. Ich verpasste meinen Bus und irgendwann kurz vor 2 war der Sprittwoch vorbei.
[sk]

17.7.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
1 Uhr
Gasper
Gasper, Scheiwe, ich, Jörn, Frau deren Namen ich vergessen habe gegenüber von Gasper wohnend

Programm

seltsame Kurzfilme gucken
auf Scheiwe warten
"Schwer verliebt" so halb gucken
Baröpchen
Asoziale Penner beim Beleuchten der Emil Figge beobachten

Zusammenfassung

"Ich hab aber noch was zu tun"... Mit diesen Worten schmetterte Markus den Sprittwoch am Sprittwoch ab. Nach 24 Stunden Frustbewältigung war dem Herrn dann doch nach Spritt. Jens wollte auch, weil er heute irgendeine Prüfung hatte. Er wollte sich nur noch "kurz" was zu essen machen und dann kommen, aha.
Markus unterhielt mich also mit eigenartigen Kurzfilmen und einer seltsamen US-Comedy-Cartoon-Lustig-Silent-Bob-Serie. Scheiwe hatte nach ca. 4 Stunden endlich sein Was-auch-immer gefressen und beglückte uns mit seiner Anwesenheit. Damit folgte der schlimmste Teil des Abends: Das Aussuchen des Films. "DNA. - Experiment des Wahnsinns" wollte keiner gucken, also rotierten wir mindestens ne halbe Stunde lang durch die ILLEGALE Filmdatenbank des KRIMINELLEN Filmservers der Emil-Figge-Wohnheime. Da Scheiwe Terminator 3 lieber auf deutsch und im Kino gucken wollte, blieben wir bei Jörn's Tip hängen: "Schwer verliebt". Ganz nett, aber leider verfeuerte der Film all seine Gags in der ersten halben Stunde, danach flachte es irgendwie ab. Nach einer Stunde kackte der Filmserver auch noch ab, so dass wir heute also keinen kompletten Film gucken konnten. Doof.
Daraufhin wechselten wir ins "Baröpchen", eine hässliche kleine Kellerbar, der man verdammt nochmal ansieht, dass sie sich in einem Keller befindet. Ich bin zwar alles andere als ein Stammgast im Yps, der eingebauten Kneipe meines eigenen beschissenen Wohnheims, aber die Emil-Figge-Menschen ham's definitiv gar nicht raus. Die Figgestube ist schon schlecht: Klein, eng, hässlich, ekelhafte "Musik". Aber das Baröpchen toppt alles: Nackte, kahle, kalte Wände, absolute Antimusik, ungemütlich, kacke, doof. Blöd. Gut, dass ich wenigstens mein eigenes Bier mit hatte. Ohne kühles frisches kaltes lecker Veltins wär ich definitiv Amok gelaufen.
Nachdem wir das ungemütliche Baröpchen verlassen hatten, konnten wir noch beobachten, wie sich arbeitsloser Dortmunder Abschaum die Zeit vertreibt: Vor Markus' Wohnheim stand ein muchelbeladener BMW, der mit zwei GEWALTIGEN Scheinwerfern die Frontfenster des Wohnheims beleuchtete. Warum? Man weiß es nicht. Kein Leben, keine Arbeit, keine Zukunft. Einfach kaputt, was soll's... Nachdem wir uns ein bisschen über die Helligkeit der (erwähnte ich es bereits?) MÖRDERGROßEN Scheinwerfer beschwert hatten, fuhr das coole Trio weiter und ich nach Hause. Erfüllt, betrunken und verwundert über die Freizeitbeschäftigungen einiger arbeitsloser Asis in Deutschland schlief ich ein.
[sk]

9.7.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

9? halb 10?
2 Uhr rum
Kieslers ukrainischer Kokspuff zum Anlass des Winrich-Kolbe-Gedächtnisabends
a) Walter, b) Kiesler, c) Gasper

Programm

Kiesler bereitet Knight Rider vor (ca. 1 Stunde)
Knight Rider Goliath-Doppelfolge
Ungläubiges Staunen

Zusammenfassung

Toll, da uns das allseits beliebte Titanic Magazin auf seiner Internetseite ganz groß verlinkt hat, stiegen die Besucherzahlen auf unserer kleinen familiären Seite explosionsartig an. Grund war die alkoholgetriebene Knight Rider Analyse, die wir nun schon seit diversen Monaten betreiben und im Zwischennetz präsentieren tun. Die Freude darüber wich bald einer drückenden Verpflichtung - wir mussten heute weiter analysieren! Walter und ich trafen also irgendwann nach 9 (weiss ich nicht mehr so genau) bei Stefan "Daniel" Kieselböck ein und mussten dem Herrn des Hauses zunächst dabei zusehen, wie er sein Betriebssystem neu installierte. Völlig logisch, denn schließlich hatte sein Rechner ein neues Gehäuse verpasst bekommen. Ein solch immenser Hardwaretausch bleibt auf keinen Fall ungesühnt. Nachdem ich Kiesler dann eine Stunde lang nachgeäfft, beleidigt und anderweitig penetriert hatte, war es endlich Zeit für Knight Rider. Aber auch hier war Zögern angesagt: sollten wir uns einfach irgendeine Folge zu Gemüte führen oder aber zur sagenumwobenen zweiten Goliath-Mega-King-Kong-Shpadoinkle-Doppelfolge greifen? Wir erinnern uns: die erste Folge war eine unsägliche Aneinanderkettung von furchtbar blöden Storyelementen und hirnlosen Zeitschindereien. Egal, so lautete der sprittologische Beschluss, rein damit!
Und der erste Teil knüpfte nahtlos da an, wo die erste Goliathepisode aufgehört hatte: bei endloser Langweile und stupider Lahmarscherei. Irgendwo zwischen Gähnanfall und Brechreiz registrierten wir, dass es die Macher unserer kleinen amerikanischen Lieblingsserie es doch tatsächlich schafften, die Zeit zwischen Beginn der Folge und Einblenden der Credits auf 10 Minuten hochzuschwurbeln. Auch sonst dümpelte der erste Teil irgendwo zwischen Bumskopp und uralten Stockszenen rum, nicht wirklich sehenswert. Der Knaller folgte erst in Folge 2, und zwar in Form einer nicht einmal zweiminütigen Szene mit April, Devon und so einem schwedischen Bergströmheini, die von Garthe gefangen wurden und nun ihren Ausbruch planen. Ich will hier noch nicht zuviel verraten, aber ich darf schon einmal sagen, dass wir jetzt wissen, dass man mit Puder, Lecktrizität und Zelluloidkragen eine ganze Menge Unsinn anstellen kann. Und dass April alias Rebecca Ho(l)den nicht mit Kopfkissen umgehen kann. Und dass Devon immer noch die besten Screenshotgesichter macht. Und dass der Beleuchter sich bitte echt jetzt, Junge, einen neuen Job suchen sollte. Es war herrlich und trieb den Analysedrang in ungeahnte Höhen, so dass am Ende zwei Din A Knight Seiten eng vollgekritzelt waren. Ich tippe mal, dass wir zum Gucken dieser 45 Minuten Knight Rider etwa anderthalb Stunden gebraucht haben...
Nachdem wir uns halbwegs wieder eingekriegt hatten, mussten wir zunächst das amerikanische Originaldrehbuch konsultieren, um irgendwie einordnen zu können, was da gerade unsere Sinne überflutet hatte. Anschliessend gab es noch eine halbe Folge Star Trek neuvertont, aber dann zerriss es mich, und ich musste nach Hause gehen. Was uns noch auffiel: bei dem Star Trek Teil hat der gleiche Typ Regie geführt wie bei Knight Rider, wenn das mal kein Zufall ist! Winrich Kolbe, ein großmeisterliches Genie, dem ich innerlich meinen letzten Schluck Bier widmete. Und ich hole mir nie wieder Adelskronen Export, das ist ja ekelhaft. Biertest folgt.
[mg]

9.7.2003 - Zweigstelle Arnsberg

21:00 Uhr
0:10 Uhr
Arendt
Arendt, Diana & ich

Programm

Im Fernsehprogramm hin und her schalten

Zusammenfassung

Halb sieben mein Telefon klingelt, ich geh rann und höre eine ruhige stimme welche mich fragt: "Heute Sprittwoch, halb acht?". Es war Arendt, ich antwortete mit ja.
Um etwa 21.00 trafen Diana und ich mit Bier beladen ein, leider hatten wir keine Videofilme mitgebracht, weshalb wir uns mit Arendts fernbedienungslosem TV zufrieden geben mussten. Wir guckten uns hier irgendne Scheiße und dort irgendne Scheiße an, tranken unser Krombacher und gingen dann irgendwann wieder.
Bemerkung: Die letzten Sprittokolle sind übrigens so kurz weil ich keinen Bock mehr hab welche zu schreiben, aber es muss halt sein.
[dh]

2.7.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20:45 Uhr
0:55 Uhr
Gasper
Gasper, ich

Programm

Becker (2 eher schlechte als rechte Folgen)
Nonstop Nonsens (entweder war das zu schlecht oder wir waren noch zu nüchtern)
STAR CRASH!!!

Zusammenfassung

Endlich war es so weit. Schon vor Wochen traf bei mir ein 5-Euro-Filmchen namens Star Crash ein, das als Star Wars - Verschnitt mit David Hasselhoff (!) unser reges Interesse geweckt hatte. Immer kam was dazwischen: Mal fehlte der Bierdurst, dann die Zeit, dann mussten wir auf überfüllten Studentendorffeiern rumkriechen... Und auch heute meldete Markus zunächst Desinteresse am Sprittwoch an! Er besonn sich aber recht schnell auf den ihm ureigenen Wunsch nach Star Crash zurück, und so befüllte ich gegen viertel vor Neun seinen Kühlschrank mit frischem Veltins und hatte noch keine Ahnung, welch cineastisches Juwel uns bevorstand.
Doch bevor endlich gecrasht werden durfte, wollten wir unseren Pegel erstmal bei "normalem" Kino ein wenig hochtreiben. Eine Kassette mit Becker hatte ich ausgegraben, nicht wissend, dass diese außer mit lächerlichen 2 Folgen Becker mit der miesen deutschen Version von "That's my Bush" und - tada! - Knight Rider bespielt war. Doch so viel Hasselhoff war heute nicht angesagt, also Becker. Ganz nett, aber war eindeutig schon mal besser, da früher mehr als 5% einer Folge auch tatsächlich von Becker handelten.
Danach fühlten wir uns noch nicht b(e)reit genug für Star Crash, also begingen wir einen folgenschweren Fehler: Wir guckten eine Folge Nonstop Nonsens mit Didi Vogelnest Hallervorden, und es war... SCHRECKLICH!! Endlose, unlustige Witze ohne Pointe, lediglich ein einziges "höhöhö!". Das hatten wir beide besser in Erinnerung. Ich starrte gebannt auf die Anzeige des Videorecorders und zählte die Minuten. Noch 5... 4... 3... 2... 1...
STAR CRASH! Wunderbar. Jetzt wird gecrasht!! Die Kassette mit dem einladenden "Klasse-Kino zum Kaufen" - Aufdruck begrüßte uns mit einem "Liebe Videofreunde, bla bla..." - Intro und einem Trailer zu "Der sechste Kontinent", der uns schon ganz gehörig die Schuhe auszog. Ab auf die Einkaufsliste und schon ging's los mit dem Intro von Star Crash. Da uns schon zu Beginn alle 20 Sekunden die Glubscher aus dem Schädel fielen angesichts aufwendiger Special Effects, unangemalter Modellraumschiffe und fehlender Umlaute im deutschen Star Wars - liken Introscrolltext beschloss Markus spontan, heute statt Knight Rider mal Star Crash zu analysieren. Bingo! So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr. Man stelle sich den Film wie folgt zusammengewürfelt vor: Das Gut-gegen-Böse-Schema von Star Wars (inklusive Laserschwertern, einem fledermausmanteltragenden Bösewicht, einem misslungenen C3PO-Verschnitt, und und und...), die amateurhaft-trashige Science Fiction - Atmosphäre von Dark Star, eine höhere Fehlerdichte als Knight Rider und eine Hauptdarstellerin, die aus irgendeinem mir unbekannten Grund die ganze Zeit im Bikini durch den eisigen Weltraum hoppst. Auch wenn unser David erst nach ner knappen Stunde oder so auftaucht: Dieser Film ist von der ersten bis zur letzten Minute GOTT! Sogar der Trailer ist Gott, die ganze Videokassette ist zu 100% einfach nur Gott. Nach einer der Pinkelpausen unterbrachen wir den Kinogenuss für ca. 10 Minuten, denn auch die Harald Schmidt Show bot mal wieder ganz großes Kino: Der Andrack ist über die Mosel geschippert und hat Weinproben von sämtlichen anliegenden Winzern gekostet und war ziemlich schnell ziemlich hacke. :-) Besonders in seinem späteren Outfit (seltsamer Strohhut und Zuhältersonnenbrille) sah er verdammt fertig aus - und klang auch so. Danach wurde wieder weiter gecrasht.
Nach Filmende hatte Markus 2 Din A4 - Seiten vollgeschmiert, mit Zeiten und den dazugehörigen Beschreibungen (überwiegend so vielsagende Sachen wie "OH - Gott!", "OH OOH - Gott!" oder "OOOOH - MEIN - GOTT!!!", aber auch "HAHAHAHAHA!" dürfte sich bei der anstehenden Nachbearbeitung noch als sehr hilfreich erweisen...). Mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse ist aber nicht so schnell zu rechnen, da wir den Film auf jeden Fall noch mit den Superfehlerfindern Toni gucken müssen. So, das war mal wieder ein sehr schöner Sprittwoch Classic...
[sk]

18.6.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr?
Da kann man geteilter Meinung sein
Gasper, dann Dorf
Gasper, Scheiwe, Toni, Imig, meine Wenigkeit
Saskia

Programm

Gasper schmoren lassen
Bei Gasper vorglühen
Dorffest
Bubu machen

Zusammenfassung

Gasper schmiss anlässlich seines Geburtstags 2 Kästen malzig schmalziges Kronen Export. Zumindest wollte er das, doch wir ließen erstmal auf uns warten. Um viertel vor Acht raunzte mich Gasper per Icq an: "Halb Acht hatte ich gesagt, und jetzt ist keine Sau hier! Ich habe Durst!" Also machte ich mich auf den Weg und war um kurz nach Acht bei Scheiwe. Der meckerte rum, dass Imig schon längst mit unseren liebevoll ausgewählten Geschenken da sein sollte. Aber eigentlich passte ihm das ganz gut, denn er hatte ja auch noch nicht seine Ravioli gefressen. Irgendwann gegen Neun zog es uns dann zum Bier, Imig kam etwas später nach.
Wir glühten ein wenig vor uns hin und warteten auf Toni. Als diese mit unentschuldbarer Verspätung eintrafen, glühten wir weiter. Zwischendurch versuchten wir uns am Manowar-Spiel (bei jedem "Hail", "Kill" oder "Blood" wird geschüttet), mussten aber nach zwei Liedern feststellen, dass das zu stressig für uns war. Wir glühten weiter.
Später watschelten wir dann ins Dorf, denn da war schließlich Dorffest. Toni und mich zog's sofort zum Bratwurstgrill, wo Tobi sich erstmal verbal mit einem kleinwüchsigen, sehr kurzhaarigen Mann mit seltsamen politischen Ansichten anlegte. Nachdem der Hunger gestillt war stand fest: Den komischen kleinen Mann kann man nur im Suff ertragen. Also, wo gibt's denn hier Suff? Irgendwie befand sich in der näheren Umgebung des Grills kein Bierwagen, also ließ ich mich jetzt erstmal von Nils verarschen. "Da, am Wertmarkenstand. Die ham auch Bier." Ja, aber nicht für mich. Als ich erwartungsvoll mit den Wertmarken fuchtelnd "EIN BIER!" bestellte, guckte mich die Wertmarkenfrau recht verdutzt an und fragte zögerlich: "Also 2 Wertmarken? Oder... was?" Ich erkannte die Situation, gratulierte Nils zu diesem gelungenen Gag und zog weiter zum richtigen Bierstand. Dort gab's aber kein Pils mehr, nur noch Alt. Da Scheiwe und Gasper auch nicht mehr auffindbar waren, beschloss ich, mich vom Acker zu machen und noch ein Alt als Wegzehrung mitzunehmen. Dem Pfand (das man ja heutzutage eh nie mehr zurückkriegt) weinte ich keine Träne nach, schließlich hatte Nils mir das gesponsort, damit ich auch bloß auf seinen blöden Spaß reinfalle.
So war für mich ca. halb Zwei Schicht im Schacht, Gasper auch so in dem Dreh, Scheiwe war angeblich bis 7 Uhr da, was Toni noch gemacht haben weiß ich nicht.

Wichtige Ergänzung: Da wir auf dem Weg zum Dorf Imig und Saskia abgehängt hatten dachten wir, sie wären gar nicht erst mitgekommen. DEM WAR NICHT SO! Mich schrieb soeben ein erboster Imig an, der sich mit der Einordnung seiner Person als "Randerscheinung" ganz und gar nicht abfinden wollte. Er und Saskia kamen demnach etwas später zum Dorf, wo ihnen bereits ein hackenstrammer Gasper entgegen kam, der also wohl als erster aufgegeben hatte. Im Gegensatz zu Gasper, mir und dem vermeintlich bis 7 Uhr anwesenden Scheiwe, den Imig auch nicht mehr gesehen hat, stand letzterer noch mit Toni am Grillstand, bis es keine Würste mehr gab. Ja, so ergibt das alles irgendwie Sinn, aus eigener Erfahrung weiß ich schließlich, dass besonders Tobi sehr schwer vom Bratwurstgrill loszuketten ist, wenn er sich da einmal festgefressen hat.
[sk]

18.6.2003 - Zweigstelle Arnsberg

keine Ahnung wann die angefangen haben
23:45
Schürmanns Hütte
Schürmann, Flip, ich, so ein Typ um die 40 mit einem Wrestling T-Shirt. (Hat Flip angeschleppt.)

Programm

Auf Hansens Anruf warten.
Immer noch warten
Mich in die Karre gesetzt und zu Schürmanta gefahren
Bier aufmachen
trinken
Bäuerchen machen
abhauen

Zusammenfassung

Um 12:48 erreichte mich eine Mail von Hans mit dem Inhalt: "Eh, Sprittwoch, Junge." Saufen usw... blabla. Er versorgte das Forum mit Sprüchen wie: "Ich sauf' mir heute die Hucke dicht...". Also warte ich darauf, daß er mir nun telefonisch mitteilt, was nun Sache ist. Aha, eine SMS. Diana wird noch frisiert. Kann noch ein bißchen dauern. OK. 2 Stunden später, ruf' ich an und frag mal, was nun Sache ist.
Hans: "Sie hat erst die Grundfärbung drauf... Das kann noch dauern."
Ich: "Wie lange?"
Hans: "Hmmm schwierig zu sagen... Irgendwie... blabla... blub... sülz... Morgen früh los... und dauert noch... Irgendwie keine Lust und bla... schwatz... laber..."
Ich schwing mich in die Karre und fahre zu Schürmanta. Dort waren nicht nur Flip und er, sondern auch so ein Typ mit einem WWF Magic Undertaker T-Shirt... der allerdings nie etwas gesagt hat. Flip brachte ihn weg und Schürmann und ich philosophierten darüber, ob Kiesler rülpsen kann.
Als Flip wieder kam, betranken wir uns noch etwas, schmissen Pappteller auf den Grill und knosumierten noch nicht fertig verarbeiteten Kirschschnaps vom Baum. Da Flip seine Sexy Clips sehen wollte und ich kein Bock hatte zu laufen, bin ich mit ihm abgehauen.
[aw]

9.6.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

halb neun oder so
ein Uhr und kurz danach
Bundessprittminister Kiesler
Gasper, Kiesler

Programm

Pfingstmontag verfluchen
Sich auf Starcrash freuen
Knight Rider
Und direkt nochmal, schwing, schwing!
Die Lümmel von der ersten Bank (1. Trimester)

Zusammenfassung

Man fasst es nicht! Es ist Pfingstmontag und überall in Deutschland ist akute Sprittnot angesagt. Alle Läden zu, alle Kioske zu und die einzige erreichbare Tankstelle ist ein kleiner Kabuff, der sich doch tatsächlich erdreistet, Erfrischunggetränke, Wurst, Käse und Brot zu horrenden Preisen zu verschleudern, aber Gebrautes? Fehlanzeige!
Also wurde ich zum schnorrenden Bittsteller und musste den Kiesler um die Teilung seines Bieres mit mir bitten. Asche auf mein Haupt, möge ich in Schande leben. Kiesler war es jedoch relativ Wurst, denn schliesslich konnten wir uns angedenk der Tatsache, dass wir einen konzentrierten Sprittwoch Classic zelebrierten, auf eine amtliche Packung Knight Rider freuen. Die erste Folge nervte mit überlangen "Michael-geht-in-Gebäude"- und dummen Laberszenen und war schlichtweg furchtbar. Dafür begann Folge 2 direkt mit dem ersten Satz mit einem Megaknaller. Mehr dazu bald in der Rubrik "Spritt for Fun". Insgesamt war die Episode wohl gutes Mittelmaß. Ach so, für alle die sich interessieren, was Mr. Hasselhoff sonst noch so an epischen Schauspielerleistungen der Menschheit hinterlassen hat: wir testen (hoffentlich!) bald den Sci-Fi-Trash-Megaknaller Star Crash an, in dem Hasseldave einen astreien B-Movie-Luke-Skywalker zum Besten geben soll. Kiesler hat dieses Kleinod amerikanischer Filmkunst bereits per ebay bestellt, hoffen wir, dass es auch ankommt!
Nach Knight Rider wandten wir uns einer Perle des öffentlich-rechtlichen Pfingstprogramms zu: Theo Lingen in (täteräää) "Die Lümmel aus der ersten Bank". Wir konnten einfach nur staunen, wie doof die sechziger Jahre waren. Naja, der Film ist eigentlich schon verdammt schlecht, aber stellenweise einfach so bekloppt, dass man halt lachen muss. Insgesamt gesehen reisst aber hauptsächlich Theo Lingen mit seiner durchdringenden Stimme das Wrack aus der Scheisse. Nach den Lümmeln machte ich mich auf den langen, blöden, abgefuckten Nachhauseweg, der mich fast schon wieder ernüchtern ließ...
[mg]

28.5.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
1:30 Uhr
Ich meine Hütte hiear
Gasper, Scheiwe, Ich

Programm

Raucherpause
Knight Rider
Raucherpause
Asterix
Raucherpause
Baseketball

Zusammenfassung

Gegen halb acht betrat der neue Supersklave der Tabakindustrie, Sir Markus 5-Schachteln-pro-Tag Gasper die Arena. Zeit für eine erste Raucherpause. Nachdem einige unnütze Nahrungsmittel aus dem Kühlschrank entfernt und durch Bier ersetzt worden waren, konnte es endlich losgehen. Wir begannen den Knight Rider Marathon mit einer seltsamen Folge, in der ein Mann durch einen Schlag auf den Brustkorb getötet wird, welcher bei ihm anscheinend auch die Bauchgegend bedeckt. Die Anwesenheit von Colonel Decker aus dem A-Team, das Entdecken der Hasselhoff'schen Bierplauze und ein verwegener Devon, der wie Wolfgang Büser den Kugelschreiber zur Intensivierung seiner Mimik entdeckt hat, veranlasste Markus zu einer weiteren Raucherpause.
Anschließend packte Scheiwe, der während Knight Rider die Runde komplettiert hatte, das Kinohighlight dieses Abends aus: Asterix - Sieg über Cäsar. Super! Seltsamerweise fielen uns in diesem angeblichen Kinderfilm einige Parallelen zu diversen Bud Spencer / Terence Hill - Klassikern auf. Es fing an mit Miraculix und Obelix, beiden wurde die deutsche Stimme von Bud Spencer verpasst (in der Rolle des Asterix übrigens: Frank "Hallo Uschi, deine persönliche Geburtstags-CD" Zander!). Neben diversen Bud Spencer - kompatiblen Sprüchen fielen aber vor allem die tollen, wenn auch bohnenlosen Fressorgien und die vielfältigen Prügelszenen angenehm ins Auge. Nach der nächsten Raucherpause gelang es mir nicht, Jens und Markus von der Notwendigkeit zu überzeugen, eine weitere Folge Knight Rider zu gucken. Der Marathon umfasste also nur eine einzige Folge, mau mau.
Stattdessen griffen wir mal wieder auf Sprittology-Standard-Filmrepertoire zurück. Baseketball oder, wie wir RTL-Jünger bevorzugen, die "Sportskanonen". Ein immer wieder gern gesehener Klassiker, wenn Sie verstehen. was ich meine. "Oh, ich weiß ja so genau, was Sie meinen..."
[sk]

21.5.2003 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
1:03 Uhr
Arendts Räucheroffen
Arendt, Walter & ich

Programm

Werner - Beinhart
Austin Powers 2

Zusammenfassung

Eigentlich kann ich mich an genauere Details nicht erinnern, aber irgendwann muss das Sprittokoll ja mal geschrieben werden auch wenn's schon 2 Monate her ist.

Wir kamen auf jeden Fall irgendwann so um halb acht beim bereits angetrunkenen Arendt an, ich hatte einige Filme zu Auswahl mitgebracht. Es wurde als erstes Werner - Beinhart geguckt, dieser Film eignete sich ausgezeichnet zum lachen und trinken.
Matze hatte Nachmittags ein paar Frikadellen gebraten die er uns nun zum verzehr anbot, danach legten wir Austin Powers 2 in den Videorecorder. Während des Films schlief Arendt dann irgendwann ein. Walter und ich guckten noch den Film zu Ende und schlugen Matze dann zum Abschied seine eigenen Hände ins Gesicht ohne das er davon Notiz nahm.
[dh]

14.5.2003 - Zweigstelle Arnsberg

20:30 Uhr
1:30 Uhr
Hansens unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus.
Hansknecht und ich

Programm

Hansknechts Computer wieder flott kriegen
Cradle of fear

Zusammenfassung

Aus mir unverständlichen Gründen frisst Hansknechts Rechner unter Nero keine Rohlinge mehr. Nachdem ich alle vorherigen Winoncd und Nero Einträge aus der Registrierung geschmissen hatte, konnte man es von Hand wieder installieren. Fertig. Nachdem ich die Kiste auch so weit hatte, daß man Filme sehen kann, konnte es losgehen. Es landete der Kult Splatter Film Cradle of fear mit Dannie Filth (Cradle of filth) im Laufwerk. Nach einigen Blut- und Fickszenen wird er langweilig. Bis zu den nächsten. Da der Film sich aber an einigen Stellen wie Kaugummi zieht, machten wir ihn nach ca. 90 min aus, weil wir beide früh raus mussten.
[aw]

12.5.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

Markus ist dran.
Markus ist dran.
Markus ist dran.
Markus ist dran.
Markus ist dran.

Programm

Markus ist dran.

Zusammenfassung

Markus ist dran.
[mg]

5.5.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

19:46 + 0:02
0:30
Lord Gasper
Markus G-Punkt, Lars D-Punkt, Stefan K-Punkt, Michael Fleischereischweinerei W-Punkt

Programm

The Ring Ring
Markus präsentiert voller Stolz seine WC-Tropfsteinhöhle
South Park

Zusammenfassung

Das lief ja ganz und gar nicht nach Plan, mau mau! Ab innen Westpark, sagte Markus. Irgendeine Tuse aus Scheiwes Kaputti-FH feierte einen Künstlergeburtstag oder so im Westpark. Also trug ich Punkt 19:46 Uhr gute Laune und Durst zum Gasper. Er und Lars lachten mich dumm aus und meinten, dass sie aufgrund des sich negotitiierenden Wetters lieber bei Gasper und nicht im West-Kaputti-Park spritten wollten. Das schmiss meine Planung durcheinander, aber ich akzeptierte und setzte mich erwartungsvoll auf Gapsers Bett. Dieser stritt mit Lars, welchen doofen Film man nun gucken könnte. Zwischendurch kam irgendwann Michael, ich weiß immer noch nicht was der in Dortmund macht, scheiß Oeventroper, naja.
Obwohl uns Markus irgendeinen Film zeigte, in dem eine lebendige Tonpuppe alle plattmachte, entschieden wir (ich nicht) uns für "The Ring". An dieser Stelle möchte ich meine Abneigung für Buffy-mäßige Mystery Filme kundtun, in denen ein kleiner Mystery 6th Sense Zauberboy Dinge sieht, die keinen interessieren. Aber egal. Wir genossen den tollen Mystery-Film mit dem Ring und dem Video ohne Timecode und dem kleinen Arschloch-Jungen.
Danach musste uns Markus etwas Großes zeigen. Sein Klo wurde repariert. Man muss nun nicht mehr auf die Keramik kloppen, damit die Schüssel Ruhe gibt. Und bei der Reparatur hatte Markus wohl zum ersten Mal gesehen, dass sich hinter seiner Turboschüssel eine halbe Tropfsteinhöhle verbirgt! Begeistert schraubte er die 6 Schrauben seines "Badregals" ab und präsentierte den halben Wandschrank, der sich dahinter verbarg. Nachdem alle beeindruckt waren von den 28 Tuben Spritzschaumstoffplastikkaputtigemisch, welches dort verballert wurde, verabschiedeten sich Lars und Michael Knight (Tja, der musste jetzt einfach noch sein...), und Gaspispasti und ich guckten noch etwas South Park. In gewohnt politisch korrekter Gewandtheit ging man hier auf Themen wie Patriotismus und Tacos Tacos Tacos ein. Anschließend schmiss mich Gasper raus, ich wandelte heim und erfuhr von Lars noch von einem offensichtlich großartigen Film: Star Crash mit keinem Geringeren als Mr. DAVID HASSELHOFF!! Erwartungsvoll geh ich schlafen...
[sk]

30.4.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15
irgendwann morgens
Bandraum Absence GmbH & Kotz KG
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Lars, Steffi

Programm

warten auf Scheissarnsberger Nummer 1, damit der sich den Popo leerkackt
warten auf Scheissarnsberger Nummer 2, weil der eh immer lahm ist
Happy Gilmore und Bier
Pizza und Mystery Science Theater 3000 und Bier
Bier und Jay und Silent Bob
Steffi wischt mit Jens den Fussboden, Kiesler will nach Hause, alle anderen trinken Bier

Zusammenfassung

Meine Fresse, diese Arnsberger! Was Jens unter Ruhe und Ausgeglichenheit versteht, ist für die Restbevölkerung dieses Planeten schlichtweg nervenaufreibende Lahmarschigkeit. Weil sie in ihrem elitären kleinen Scheisskaff, das sich 'Stadt' Arnsberg schimpft, geboren, aufgewachsen und schlecht erzogen worden sind, meinen sie, alle Welt interessiere sich dafür, dass sie nun einmal nicht halbwegs pünktlich an verabredeten Orten auftauchen, sondern dass sie stattdessen noch mal eben duschen, essen oder ihren hochwohlgeborenen Arsch in die Keramik halten. Zum Kotzen, aber gegen dieses unnatürliche Verhalten kämpfe ich bereits seit Jahren machtlos an.
Naja, irgendwann viel zu spät waren wir dann am Raum, wo Lars bereits vorsoglich Bier im Auto stehen hatte, da er natürlich wusste, dass es die Herren Scheiwe und Kiesler niemals pünktlich vor Ladenschluss schaffen würden. Dieses Erzeugnis deutscher Braukunst infiltrierte sodann unsere Körper und befreite unseren Geist für Happy Gilmore, einen Film über einen miserablen Eishockeyspieler, der unter Einsatz seiner fiesen Fresse und seiner Fäuste zu einem grandiosen Golfspieler wird. Die zahlreichen flachen Witze und die fast "Bud-Spencer-für-die-Neuzeit"-verdächtige Haudraufkomik erfrischte unsere Lebern und den Teil des Gesichtes, mit dem man lacht und trinkt (oder so). Leider riss das köstliche Kronen Sport ein Löchlein in unser aller Magen, weshalb wir uns eine große, köstliche, saftige, reichhaltig belegte und zudem preisgünstige Pizza aus der besten Pizzeria des Planeten (Luvara in Hörde) kauften und einwarfen.
Weiter im Text ging es mit dem allseits bekannten MST3K, den Lars hier allerdings sicher zum 30. mal sah und deshalb früher oder später einschlief. Nur ab und zu wachte er auf und quakte zielsicher die Dialoge des Films mit. So langsam machte auch mein Gedächtnis Mittag, so dass ich die folgenden Geschehnisse leider nicht mehr mit der sonst gewohnten messerscharfen Präzision wiedergeben kann.
Irgendwann kam Jenses Freundin, wir guckten Jay und Silent Bob, alle waren blau, typischer Sprittwoch halt. Nur dass er viel länger dauerte als gedacht und so standen Jens, Steffi und Kiesler vor dem Problem des Haustransports. Naja, Jens vielleicht nicht so, der lag nämlich auf dem ausgezogenen Ausziehsofa rum und lümmelte vor sich hin, hatte aber sichtlich wenig Bock, den Weg in Bettchen anzutreten. Erst viel Überzeugungskunst von allen Parteien ("Geh weg! Hau ab! Keiner will dich haben!") setzte den Dreiertrupp in Richtung Taxi in Bewegung. Lars und ich hatten schon zuvor beschlossen, den Bandraum nachts zu bewachen, also auch dort zu schlafen, was aber erst nach einigen weiteren Schlücklein Bier und einer Krachattacke möglich war.
Achso, zwischendurch waren wir auch kurz bei den Mietern unter uns, wo sich ein einziger Typ (den wir nie vorher gesehen haben) und fünf gar nicht mal schabrackige Mädels bei einem Videoabend vergnügten. Naja, jedenfalls konnte man dem Typen nur wünschen, entweder ausdauernd oder schwul zu sein. Seltsame Dinge geschehen...
[mg]

30.4.2003 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
3:00 Uhr
Unser Wohnzimmer, Schützenhalle Oeventrop
Arendt, Walter, ich, später in der Halle dann noch Opalka, Schlitzer, mein Vetter, Ulli, Katty, der Schwatte, Claudia, Thomas, Zeliko und alle anderen betrunkenen Leute
Ralf, ein blöder Frosch

Programm

Arendt reißt mich aus schönsten Träumen
Walter und ne Kiste Pilz abholen
Zwei außer Rand und Band
Star Trek ? Das fehlende Fragment
Mit Taxi nach Oeventrop
Inna Halle saufen
Mit Ralf nach Hause
ein wenig schlafen
aufstehen, duschen, frühstücken
nach Opalka fahren
das 2. Frühstück mit einer Kanne Bier genießen
nach Breitenbruch wandern
in Breitenbruch Bier trinken
Irgendwann mit Ulli nach Hause fahren.

Zusammenfassung

Der Abend war schon halbwegs geplant, der Plan bestand aus vorher zuschütten und dann inna Halle weiter schütten. Er musste nur noch in die Tat umgesetzt werden, aber vorher wollte ich mich erstmal zwei Stunden aufs Ohr hauen, um danach mit voller Energie spritten zu können. Als ich aber grade etwa 15 Minuten fast am schlummern war, hörte ich aus weiter Entfernung unsere Haustürklingel. Ich lies es ein paar mal klingeln und dachte mir leckt mich am Arsch, aber ich hatte nicht daran gedacht das mein Opa sich auch noch im Haus befand, als der nun anfing rumzubrüllen, es stände einer für mich vor der Tür raffte ich mich doch auf.
Der Störenfried war Arendt, welcher mal wieder Gesellschaft zum spritten suchte, ich bat ihn also herein und setze ihn erstmal vors Fernseh, wo er auch sofort eine Warze aus seiner Jackentasche zauberte.
Während Arendt sein Bier trank, zog ich mich erstmal an, denn ich lief ja immer noch in meinen Schlafklamotten durchs Haus. Als nächstes holten wir dann Walter ab und bei Grüne sorgten wir für Verpflegung.
Wir fuhren dann wieder zu mir nach Hause um uns dort zu bespritten, für gute Unterhaltung sorgte der Bud Spencer und Terence Hill Film "Zwei außer Rand und Band", ein wirklicher Klassiker muss ich sagen. Da Arendt die schönen Star Trek Neuvertonnungen noch nicht kannte sahen wir uns mal wieder das fehlende Fragment an, nach diesem zweiten Heiligt des Abends, wollten wir dann aber auch langsam mal los.
Um etwa halb eins kamen wir in Oeventrop an und es wurde immer noch Eintritt verlangt, leider konnten wir uns diesmal nicht so schön durchmogeln wie letzte Woche, so dass wir die 5 ¤ bezahlten. In der Halle tranken wir dann ziemlich viel Bier und unterhielten uns wahrscheinlich auch mit vielen Leuten aber um dies genauer zu beschreiben fehlen mir irgendwie die genauen Erinnerungen. Ich weiß nur, dass Walter und ich irgendwann Ralf und Zeliko trafen, welche uns um etwa 3 Uhr nach Hause fuhren. Denn ich musste ja auch ein wenig ausgeruht sein für den morgigen 1. Mai, welcher ja im letzten Jahr sehr hart war.
Nach etwa 6 Stunden schrieen mir In Flames entgegen, also mein Wecker klingelte, ich duschte aß ein paar Toasts und fuhr nach Polaka. Dort warteten schon Thomas, der Schwatte und Opalka auf mich mit einer Dose Bier in der Hand. Wir aßen dann erstmal ein paar Würstchen und tranken uns warm. Um etwa halb 12 gingen wir dann mit Bollerwagen in Richtung Breitenbruch. Diesmal hatte Thomas die ehrenvolle Aufgabe den größten Teil des ersten Anstiegs den Bollerwagen zu ziehen. Am Handweißer über Glösingen machten wir dann erstmal eine längere Rast mit lecker Würstchen, danach gings dann weiter zur Schützhütte über Dinschede wo wir wieder eine Rast machten und wie jedes Jahr unsere Namen in das Holz schnitzten. Wir unterhielten uns die ganze Zeit nur über kacken, ficken und saufen, die einzig wichtigen Themen. Ungefähr 5 mal rief Juliane an wo bleiben und ungefähr 6 mal rief Claudia an um Opalka zu nerven. Auf unserem Weg fanden wir dann irgendwann einen kleines Fröschlein, welchem wir dann versuchten Bier einzuflössen, der Schwatte wollte mit dem Bügel seiner Sonnenbrille den Mund des Tier aufhebeln und Opalka versuchte es mit sanften Fingerdruck. Doch es war nichts zu machen das Amphibien Vieh wollte sein blödes Maul nicht für den heiligen Spritt aus Grevenstein öffnen, so dass wir dieses respektlose Tier laufen ließen.
Etwas später kamen wir an einem Hochsitz vorbei, mich überkam die Neugier und ich kletterte über die Morsche Fichtenleiter in die Kanzel. In der Hoffnung dort ein paar Pornos oder ähnliches zu finden, doch leider lag dort nur eine Zeitschrift über Wildschweine. Während ich so durch die Zeitung blätterte, fing Opalka auf einmal an, an der Leiter zu wackeln. Dabei sagte er noch, ach passiert doch nix und knack hatte er den unteren Teil in der Hand. Toll und ich saß oben drauf, aber noch war es kein Problem runter zu kommen der Abstand von der letzten Sprosse bis zum Boden war noch klein genug. Aber damit auch ja keinem Anderem so etwas Schlimmes passiert brachen wir die Leiter vorsichtshalber ab.
Nach etwa drei Stunden Marsch trafen wir auf dem umgekippten Baum vom letzten mal, eine pfandfreie leicht angerostete Dose Veltins lag auch noch daneben. Nun gut nach 4 h kamen wir endlich in Breitenbruch an, diesmal leider nicht so voll wie letztes Jahr, aber man kann ja nicht alles haben. Dort tranken wir dann noch 1 bis 20 Pilz und ein paar Schnäpse um uns dann um etwa 9 Uhr von Ulli nach Hause fahren zu lassen.
[dh]

23.4.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00 Uhr
0:45 Uhr
Gasper
Gasper, Scheiwe, Imig, Ich der König
Saskia

Programm

Im Flur stehen
Vier Fäuste für ein Halleluja
Der Mann mir den zwei Köpfen, ca. 10 Minuten
Kalkofes Mattscheibe
verwirkter Nachtbus

Zusammenfassung

Wir hatten uns um halb neun bei Gasper verabredet, also war ich pünktlich um neun da. Seltsam. Die anderen waren auch schon alle da, aber sie standen nur nutzlos im Flur herum, anstatt ihre Köpfe im Kühlschrank zu versenken. Da die Zeit knapp bemessen war, legten wir direkt los mit einem der 8 Millionen Bud Spencer - Filme, die ich fleißig über Ostern aufgenommen hatte. Nach diesem Gag- und Ranzfeuerwerk wollten wir uns noch was Besonderes antun: Den Mann mit den zwei Köpfen, der mich über Ostern ebenfalls recht spontan auf Kabel 1 angelacht hatte. Wir ließen es ungefähr 10 Minuten laufen, es passierte nichts, kein zweiköpfiger Mann weit und breit. Da wir die Handlung auch nicht so ganz verstanden haben entschieden wir uns, dieses Prachtwerk der Filmgeschichte auf mehrere Sprittwochs verteilt in 10-Minuten-Schritten zu begutachten. Ein Problem weniger. Dann noch'n bisschen Kalkofe geglotzt und nach Hause. Was Scheiwe und gasper noch getrieben haben... will ich gar nicht wissen. Ich jedenfalls hab mir wieder die Beine innen Bauch gestanden für diesen verf****en sch**ß Nachtbus, der interessanterweise einen Umweg über die Uni genommen hat (OK, das ist wahrscheinlich NICHT interessant).
[sk]

16.4.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

um acht Uhr
halb drei oder so?
Westpark, Mareens Bude mit den blau-rosa-lilanen Sofas
Imig, Gasper, Scheiwe, Steffi, Verena, Tobi, Mareen, Andreas
Saskia

Programm

Im Westpark dem Sonnenuntergang lauschen
Langsam wird's schattig
Aufbruch ins gemütlichere Innere einer Wohnung, wo Filme und Bier auf ihren Konsum warten

Zusammenfassung

Mann, war das ein Akt, den Scheiwe von seinen bekloppten Hanteln loszueisen, auf dass er mir in den Westpark folge, wo wir einen kleinen aber feinen Sprittwoch zelebrieren wollten. Auf dem Weg dorthin - wir waren bereits 20 Minuten zu spät - musste sich der neuerdings im "Schwiegermamas liebster Neonazi"-Look auftretende Herr Scheiwe noch ein fetttriefendes Gyros Pita kaufen, das er mehr oder weniger in seinem Ärmel verteilte und torkelnd sowie schimpfend verspeiste. Im Westpark angekommen, trafen wir Imig und Saskia, auf deren bemerkenswerter Biene Maja Decke wir Platz nahmen. Darauf war zu sehen, wie sich Maja und dieser fette Heini (Wie hiess der noch? Die andere Biene halt) an einem Fass radioaktiven Abfalls gütlich tun. Währenddessen wurde ich auch von Imig darauf hingewiesen, dass mein blaues Feuerzeug nicht rosa, sondern lila ist. Scheisse mit der Farbenblindheit.
Natürlich hatten wir auch schon einige Biere am Start, wobei ich ultimativ kundgeben muss (in Einklang mit dem am vorhergehenden Dienstwoch bei einer Brauereibesichtigung erworbenem Wissen), dass mir kaltvergorenes Bier Pilsener Brauart doch besser schmeckt als dieses warmvergorene Exportzeug. Andererseits war mir das aber auch nach 10 Minuten relativ Wumpe. Nicht so Wumpe war aber der Umstand, dass während die Leute nach und nach eintrudelten, die Sonne immer mehr ins Bettchen ging. Als wir uns dann kaum noch sehen konnten, entschieden sich die Verbliebenen zu einem taktischen Rückzug in Mareens Wohnung, aber erst nachdem wir der Videothek noch einen Besuch abgestattet hatten. Dort packten wir den empfehlenswerten Little Nicky sowie den gestern nicht gesehenen Clockwork Orange ein, der aber trotzdem gut ist. Nach dem Besuch bei Mareen gings per penis, pedes nach Hause, wo ich übrigens noch Kalkofe von Montag geguckt und auch mal ein bisschen gelacht habe.
[mg]

15.4.2003 - Special Events

8:30 Uhr
23:xy Uhr?
Brauerei C. & A. Veltins, Grevenstein!
Gasper, Hans, Opalka, Kiesler, Nudel, Tholen der Störer
Schürmann

Programm

Magen mit Grundlage befüllen
Vorglühen im Pub
Der Bus kommt
Veltins-Shop, zu teuer...
Führung beginnt, Tholen stört
Führung vorbei, Abmarsch zur Schützenhalle
Schnitzel, BIER!, Quiz (Opalka geht leer aus)
Schicht im Schacht
Gasper flieht
Balkan / Stavros Grill, Opalka gibt auf
Hans, ich und Schürmann im Rock It
alle geben auf

Zusammenfassung

JAHHUUUUUUUUUAAAA!!!! "Frisches Veltins" in rauhen Mengen stand auf dem Programm. Das Arnsberger Windsor Pub lud zur Brauereibesichtigung ins sonnige Grevenstein, und wir wollten auch mal ein Teil des Spektakels sein.

Die Vorbereitung:
Der Hans, der kann's. Der geht nämlich öfters ins Pub und bemerkte rechtzeitig den Aushang, der die Kunde einer neuerlichen Brauereibesichtigung verbreitete. Hans berichtete mir und Schürmann davon, doch die anfängliche Begeisterung wich schnell der totalen Orientierungslosigkeit: Wer kann überhaupt an dem Tag? Wer muss arbeiten? Wann geht die Uni wieder los? Ich schmiedete zwischenzeitig den Plan, falls die Uni in der Woche schon wieder anfangen sollte, mit dem Zug nach Arnsberg zu pendeln und dann NACH der Brauereibesichtigung wieder nach Dortmund zu schippern. Das war aus mehreren Gründen eine schier schwachsinnige Idee, wie im Folgenden deutlich werden wird.
Letzten Endes lief es darauf hinaus, dass uns am letzten Tag der Anmeldefrist einfiel: Da war doch noch was. Ich war schon wieder in Dortmund, doch vor der Besichtigung würde die Vorlesungszeit noch nicht losgehen. Hans berichtete, er würde noch an diesem Tag seinen Willy auf die Liste im Pub setzen. Es seien noch ein paar Plätze frei. Ich wurde panisch. Wer trinkt noch gerne Bier? Markus! "Markus, nächste Woche Brauereibesichtigung?" - "Wie teuer?" - "5 Euro für'n Bus, Saufen und Fressen GRATIS." - Kurze Denkpause. Das Wort 'gratis' fräst sich tief durch die Gehirnrinde... - "OK!"
Und jetzt nochmal an die Beleidigten: Schürmann. Dir hab ich nicht mehr Bescheid gesagt, weil die Anmeldefrist an dem Tag auslief und ich dachte "Der kriegt eh keinen Urlaub, zumindest kann er das nicht mehr innerhalb der Frist mit seinem Chefchen klären". Walter. Da die FH immer eher anfängt als die Uni, dachte ich: "Der kann eh nicht, der muss ja zur FH." Im Nachhinein weiß ich natürlich, dass das kein Grund ist, sich eine Veltins-Tour entgehen zu lassen. Scheiwe. Der Knaller vor'm Herrn. Ist zwar nicht beleidigt, aber seine Doofheit muss hier einfach nochmal angeprangert werden. Die Woche VOR der Besichtigung dachte er, er hätte noch frei und die FH würde in der Woche der Besichtigung wieder beginnen. Also wollte er nicht mit, ging in der Woche VOR der Tour auch konsequent nicht zur FH und wunderte sich in der Woche WÄHREND der Besichtigung, warum die Flure der FH so leer waren. Eine verdutzte Sekretärin / Putzfrau / was auch immer erklärte ihm daraufhin, dass die FH schon letzte Woche (also VOR der Besichtigung) begonnen hatte und diese Woche (also WÄHREND der Besichtigung) schon wieder frei war! So hat er also die erste Woche an der FH verpasst, hat Veltins verpasst und war in der freien Woche der einzige Idiot, der zur FH wollte. HAHA!!!

Die Anreise:
Irgendwie wusste keiner so genau, wann es losgehen sollte. Um 9 Uhr sollte am Pub IRGENDWAS passieren, also chauffierte meine Mutter mich und Gasper um 8:30 Uhr zum Neumarkt. Der Magen heulte beim Gedanken an den unbegrenzten Gratis-Spritt kurz auf, also versorgten wir uns schnell mit Grundnahrungsmitteln: Ich kloppte mir ein lecker Milchstütchen rein, Markus besorgte sich ne Schachtel Kippen. Beides machte durstig, doch unser Wunsch nach alkoholloser Erfrischung wurde bei Schlecker enttäuscht. Dank fucking Dosenpfand gab es dort nur noch Saftscheiße und Iso-Drinks, pfui Spinne! Also machten wir noch einen Abstecher ins Baguette-Stübchen, jener Salut-Ça-va-Fressbude, die laut den Worten meines damaligen Englischlehrers den Flair eines engen Bahnhofscafés hat. Dort trafen wir auf Hans und Opalka, die sich genüsslich einen Kaffee reinschraubten. Kurz vor neun verabschiedeten wir uns von der Frau am Kaffeeschalter mit einem freundlichen "Wir gehen.". Da Hans und Opalka beim Gehen fast das Bezahlen vergessen hätten, pfeifte die Bedienung ein hektisches "Die beiden aber nicht!" oder so in der Art zurück, und nachdem sie dann brav bezahlt hatten gingen wir endlich zum Pub.
Dort keine Spur von einem Bus, stattdessen saßen einige Leute im Pub drinnen und kippten sich schon die ersten Bierchen runter. Auch wir beteiligten uns und bereiteten unsere Geschmackszellen mit Shorty's Krombacher auf Größeres vor. Der Bus kam und kam nicht, und wir debattierten, was uns gleich wohl erwarten würde. Die Spekulationen reichten von "Man kriegt 3 Bier und / oder ein belegtes Brötchen" bis "Man wird mit Werbegeschenken überschüttet und kann saufen, bis die Schwarte kracht". Die "3 Wertmarken für Bier und / oder eine kleine Mahlzeit"-Variante stammte von Gasper, der gehört hatte, dass derartige Gruselgeschichten wohl bei Warsteiner abgezogen werden. Berufs-Sauerländer Opalka tönte gleich kopfschüttelnd und mit glasig verträumten Augen dagegen: "Nää... Aber nicht bei Veltins... Sowas gibt's bei Veltins nicht." Während wir im Schaufenster saßen und von vorbeigehenden Rentnern ungläubig angestarrt wurden, fiel unser Blick auf ein kettenrasselndes, tätowiertes Ding, das sich zielstrebig in unsere Richtung bewegte. Nudel, Arnsbergs Blutrotz-Black-Metaller Nr. 1 gab sich die Ehre und nahm ebenfalls an der Brauerei-Tour teil. Nachdem er uns in allen Details erklärt hatte, wo man sich besser nicht tätowieren lassen sollte und an welche Körperteile kein Piercing gehört, kam um 10 Uhr endlich der Bus. Uns fiel sofort auf, dass der Busfahrer sehr alt war, aber das macht ja nichts.
Wir krochen also in den Bus. Ziemlich weit nach hinten, aber die Rückbank wurde von ein paar rüstigen Rentnern okkupiert. Was aber kein Nachteil war, im Gegenteil. Denn während der Busfahrer versuchte, mit WDR4 den Bus zum Kochen zu bringen, lauschte ich genüsslich den älteren Herrschaften hinter mir, die doch allen Ernstes das Wald- und Ackervorland Grevensteins mit Mallorca (!) verglichen. Außerdem redeten sie ne halbe Stunde lang über Schnitzel (weil die halt früher besser waren. ???!?!) und darüber, was früher für sie immer der schönste Tag überhaupt war: Nämlich der Tag, an dem die Schweine geschlachtet wurden! Schön krank...
Und plötzlich waren wir da. Während wir langsam die Hauptstraße hochfuhren, entsprang der Grevensteiner Hügellandschaft ein kolossaler, irgendwie schöner Gebäudekomplex aus Türmen und riesigen Hallen. Die strahlende Sonne dieses wunderbaren Aprilmorgens tauchte die Brauerei in ein goldenes Licht, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte. Ja. So muss es wohl im Himmel aussehen. Oben angekommen, war's wieder Zeit für ein paar irdische Probleme. Ich Arsch hatte natürlich eine Jacke mitgenommen, falls es in der Brauerei regnet, oh Mann! Wer konnte denn auch mit so einem Strahlewetter rechnen? Immerhin waren wir hier nach wie vor im Sauerland. Also fragte ich in meiner mir eigenen Unselbständigkeit Markus, ob ich die Jacke wohl im Bus liegen lassen könnte. "BRUAHAAA!! Klar! Was denkst du, was das hier ist, ne Klassenfahrt? Glaubst du, der Busfahrer wartet jetzt den ganzen Tag auf dem Parkplatz? Der wird wohl noch ein paar Fahrten haben heute." Das erklärte auch das "Ich wünsche IHNEN viel Spaß, bis nachher.." seitens des Busfahrers. Also streifte ich mir mein Mäntelchen über und wir betraten die heiligen Hallen.

Das Vorgeplänkel:
Im Foyer wird man von ein paar Vitrinen begrüßt, in denen die verschiedenen Brauereierzeugnisse ansehnlich ausgestellt sind. Daneben komplett beladene Kästen und Fässer, sofort steigt ein quälendes Durstgefühl in einem hoch. Links daneben zwei antike Braukessel, rechts der gut bestückte Fanshop, der allerdings nur auf gedämpfte Kauffreude stieß. Was sicherlich an den gesalzenen Preisen von, wenn ich mich recht entsinne, 20-30 Euro für ein lumpiges T-Shirt, deutlich mehr für Bademäntel, Bomberjacken und Modellfahrzeuge lag. Gerade noch im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten bewegte sich mit 15 Euro ein schmucker Gürtel mit Dosenhalterungen, der jedoch dank fucking Dosenpfand jeden Sinn und Nutzen verloren hat. Also nichts gekauft, sondern wieder ins Foyer gezuppelt, wo die Ikonen des Unternehmens mit großen Texttafeln geehrt werden, auf denen man ihre Bedeutung für die Fortentwicklung der Brauerei Veltins nachlesen kann. Markus' Blick fiel sofort auf das Plakat von Rosemarie Veltins. Dezent prustend machte er mich auf ihren größten Verdienst aufmerksam: "Sie ließ Felsen sprengen." steht da in großen Lettern geschrieben, na wenn das mal nichts ist! Um viertel nach Elf stellte sich ein kleiner dünner Mann als unser Führer vor, der alle 5 Minuten betonte, dass sein Haar rostig sei. Er erzählte erstmal die komplette Geschichte der Brauerei. Wie mutig es zu Beginn war, nur Pils zu brauen, welch kluge Entscheidung es damals war, mit einem Bollerwagen voller Pils den Ruhrpott unsicher zu machen und wie sehr sich Veltins seit jeher für die Stadt Grevenstein und die Umwelt engagiert. Umwelt? Wir konnten uns das Lachen kaum verkneifen, denn das Plakat, auf das unser Blick wieder fiel, bellte uns permanent an: "Sie ließ Felsen sprengen!" Chef meinte aber z.B. die schicke Kläranlage, die Veltins der Stadt natürlich aus purer Selbstlosigkeit gesponsort hat und nicht etwa, weil die Behörden die Brauerei sonst wegen ihrer Abwässer dichtgemacht hätten. Er gestand aber auch ein, dass man in der Vergangenheit Fehler gemacht hat. Der gravierendste war der vergebliche Versuch, die legendären Steinie-Flaschen abzuschaffen. Die Fahrer und Getränkehändler hätten sich über das nicht eurodingsbumsnormkonforme Format der Kästen beschwert, blablabla... Nach der Steinie-Ausmusterung brach der Umsatz dramatisch ein, und das ZU RECHT! Während er redete, musste unser Führer Tholen mit den Worten "Wollen Sie vielleicht das Mikrofon haben?" zurechtweisen, da er die ganze Zeit mit einem Kollegen am rumlabern war. Unmöglich, Tholen, echt!
Nach diesem Ausflug in die Geschichte galt es nun, die Produktionsstätten selbst zu begutachten. Dazu verteilte der gute Mann Kopfhörer, da es in den Hallen doch recht laut zugeht. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass diese Kopfhörer nicht an der heimischen Anlage laufen und dass es nach der Führung kein Bier gibt, wenn auch nur einer davon fehlt - das hat gesessen. Nun tourten wir also durch diverse Produktionshallen und verfolgten den Weg von den primitiven Grundzutaten bis zum schmackig gebrauten Endprodukt. Etwas unappetitlich und dursthemmend war stellenweise der Geruch, der uns z.B. in der - äh - Maischehalle (?) ins Gesicht flog. Heißt das so? Halt so'n Raum mit vielen großen Behältern, in denen irgendeine Vorform des Bieres vor sich hin köchelt, egal. Der Geruch dort war erträglich, aber definitiv nicht lecker. Im weiteren Tourverlauf begutachteten wir die Reinigung von Fässern und die Abfüllung der Flaschen. Beeindruckend, mit welchem Affentempo da der Spritt in die Flaschen gepresst wird! Unser Führer erklärte uns einige populäre Faux-pas der deutschen Biertrinker, die wir hiermit gerne an unsere Leser weitergeben möchten, da sie für unsere Lieblingsbrauerei nur überflüssige Zusatzkosten produzieren:
1. Wenn eine Flasche leer ist, nicht wieder den Kronkorken draufknallen! Das zerkratzt nämlich den Flaschenkopf und verkürzt damit die Lebenszeit einer Flasche dramatisch. Außerdem muss der Kronkorken vor der Reinigung erst wieder entfernt werden: Zeitverschwendung!
2. Keine Feindflaschen in Veltins-Kästen packen! Die müssen auch wieder mühselig aussortiert werden. Der Anteil fremder Flaschen ist mittlerweile so groß, dass man schon eine unheilige Allianz mit Warsteiner geschlossen hat, um den logistischen Aufwand des Rücktransports der Feindflaschen irgendwie in den Griff zu bekommen.
3. Kippen und andere Scherze gehören NICHT in leere Bierflaschen. Allerdings tun sie dort auch nicht wirklich weh, unser Führer versicherte uns eine absolut perfekte Reinigung aller Flaschen. Kleinste Verunreinigungen im Millimikropikobereich werden von Hightech-Durchleuchtungsanlagen erkannt und die Flaschen aussortiert, der Konsument hat also keinen Grund zur Sorge. Gut so.
Haben wir noch was Interessantes gelernt? Ja. Unser leckeres Bier ist nämlich verstrahlt! Um die korrekte Füllmenge zu überprüfen (vor allem bei Dosen und Fässern ein Problem, dessen sich der naive Trinker gar nicht bewusst ist), wird der Pegelstand in den Gefäßen nämlich durch Beschuss mit Gamma-Strahlen überprüft, yiehaaarr!!
Während der gesamten Führung ließ der Mann mit dem rostigen Haar keine Möglichkeit aus, über die Konkurrenz zu frotzeln. Eine regelrechte Hetzkampagne zog er gegen ausländisches Bier ab. Denn außerhalb von Deutschland gilt nicht unser gutes Reinheitsgebot, also ist ausländisches Bier schon mal von Grund auf böse. "Chemie-Bier" war das freundlichste Wort, das ihm zur Bezeichnung der internationalen Brauzunft einfiel. Um 13:15 Uhr deutete unser Führer dann mit den Worten "So, jetzt hab ich aber auch schon langsam ne pelzige Zunge!" das Ende der Führung an. Zum Abschied gab's für jeden noch ein Veltins-Glas mit "persönlicher Widmung" ("Zur Erinnerung an Ihr Brauerei-Erlebnis mit frischem Veltins" oder so blabla...), dann verließen wir guten Gewissens die heiligen Hallen, nun wissend, dass frisches Veltins das reinste aller Biere ist und dass dank einzigartiger hygienischer Maßnahmen jeder einzelne Milliliter, der in Umlauf gebracht wird, ohne irgendwelche gesundheitlichen Bedenken runtergeschüttet werden kann.
In der Schützenhalle stand nun endlich die große Sauferei auf dem Programm. Aber erstmal dahin kommen! Unser toller alter Busfahrer war nämlich noch nicht wieder da, also mussten wir zu Fuß zur Halle watscheln. Gott, war das warm. Aber der Gedanke an Hektoliter frisches Veltins gab uns die nötige Energie.

Die Attacke:
13:30 Uhr Ortszeit, Schützenhalle Grevenstein. Ca. 50 ausgepowerte Arnsberger betreten erwartungsvoll die Manege. Go, Veltins, go! Begeistert uns, los! Und die Damen und Herren ließen sich nicht lange bitten: Kaum hatten sich alle auf ihre 5 Buchstaben gesetzt, wurden auch schon die ersten Pilse serviert. Unser Führer eröffnete das Gelage mit jenem markanten Trinkspruch, den wir im weiteren Tagesverlauf noch öfters hören sollten: "PROST FRISCHES VELTINS!!!" Und schon war der ganze Saal am kippen und ein zufriedenes Lächeln zauberte sich auf die Gesichter, in diesem Moment waren wir wohl die glücklichsten Menschen auf diesem Planeten.
Die Zielsetzung der Brauerei schien klar: Niemand verlässt diesen Saal lebend! Im Minutentakt wurden prall gefüllte Tabletts mit frischem Veltins angekarrt. Mein entsetzt verwirrter Blick auf mein noch halb volles Glas wurde lediglich mit einem "Na, das ist doch fast leer!" quittiert, und schon standen eineinhalb Gläser frisches Veltins vor mir. Super! Man konnte kaum so schnell trinken, wie hier gezapft wurde, aber da war eben Anpassungsgabe gefragt. So, jetzt war die beste Gelegenheit, das arbeitende Volk mit quälenden SMS vor Neid erblassen zu lassen. Mein Bruder und Schürmann quittierten die kurzen, aber ausreichenden Situationsberichte mit einem angepissten "Arsch", "Lump" oder "Will auch!".
Aber das war natürlich alles erst der Anfang. Auch wenn 7 Bier bekanntlich ein Schnitzel sind, ein RICHTIGES Schnitzel wär jetzt was Feines. Und siehe da, uns wurden leckere Schnitzel mit Kartoffeln und lecker Möhrchen / Erbsen aufgetischt, was aber natürlich nicht zum Zusammenbrechen der Bierpipeline führte. Wir aßen brav alles auf, anschließend wurde uns auf mehreren in den Ecken verteilten Fernsehern ein Video vorgeführt: Veltins und die Werbung, Veltins und der Fußball, Veltins und die Formel 1, Veltins, Veltins, Veltins... Trotz der langsam einsetzenden Genickstarre schaffte es auch dieser Film, den Bierdurst mit ästhetischen Bildern nochmals anzuheizen.
Danach war wieder gemütliches Trinken angesagt, mit kurzen "PROST FRISCHES VELTINS!"-Ansagen zwischendurch. Wer sich übrigens zur nachmittäglichen Stunde einen Kaffee genehmigen wollte, konnte auch dieses tun. "Aber nur eine Tasse pro Person, wir sind schließlich ne Brauerei und keine Kaffeerösterei!" Ein Korn war auch noch drin, aber den empfahl unser Führer ausdrücklich nur dem anwesenden Weibsvolk, da er die Männer doch nur vom Biertrinken abhalte und weit zurückwerfe. So beließen wir es denn auch beim Bier, welches übrigens, einhellige Meinung der Runde, wirklich ungeheuerlich gut schmeckte. Veltins vom Fass ist nett, auch aus der Flasche oder der mit fucking Dosenpfand belegten Dose, aber FRISCHES Veltins... DIREKT von der Quelle... Leute: unvergleichlich! Das schmeckte einfach nur... ARGH!! Mir fehlen die Worte! Ging auf jeden Fall runter wie nichts. Meine Güte, so etwas Erfrischendes hab ich noch nie getrunken, lecker, lecker... Toll, jetzt hab ich wieder Durst!
Also schnell weiter zum nächsten Programmpunkt: Ein Quiz war angesagt! Unser Führer wollte ein paar Werbepräsente raushauen, aber geschenkt gab's die natürlich nicht. Es galt, Fragen zur Geschichte und zur Produktion von frischem Veltins zu beantworten. Wir lernten schnell: Lautstärke ist kein Vorteil im Kampf um die Hauptpreise. Merken für nächstes Mal: Möglichst weit nach vorne setzen, denn unser Führer vermied unnötige Bewegungen in die hintere Saalhälfte. So mussten wir hilflos mit ansehen, wie sich unser armer Opalka die Lunge aus dem Leib kotzte, auf jede Frage erstmal pauschal "ACHTZEHNHUNDERTVIERUNDZWANZIG!", "SUSANNE!!!" oder "HUNDERTVIERZIG!!" kreischte und dann doch nichts gewann. Ja, er wollte es wissen. All die schönen Krüge, Gläser und anderen Präsente, er musste sie haben! Es hatte etwas Tragisches, dass er mit seinen Antworten zweimal goldrichtig lag, aber beim Präsenteverteiler keinerlei Beachtung fand. Ganz großes Kino auf die Frage "Wann wurde die Brauerei Veltins gegründet?". Opalka, für einen Moment depressiv abgelenkt in sein Bier starrend, schreckt plötzlich auf und brüllt: "AAACH....!" Im gleichen Moment hatte aber schon jemand in der ersten Reihe gesittet geantwortet: "1824". Weg war das Glas. "Wer leitet seit 1994 die Brauerei Veltins?" Ca. 97% des Saals im Chor: "SUSANNE!" Und obwohl Opalka mit Abstand der Lauteste war (zumindest konnte man das an einigen entsetzten Gesichtern an den Nachbartischen ablesen), ging der Preis in die erste Reihe. "Wer hat Susanne gesagt?" - "HIER, ICH!!!" - "Ah, hier vorne..." - "NEEIIIIIIINNNN!!!!!" Wieder nix. Den Gnadenschuss verpasste ihm wohl die letzte Runde, als unser Quizmaster einfach nur willenlos um die Tische zog und wahllos Kugelschreiber verteilte. Der Einzige, der natürlich keinen abgekriegt hat? Genau. Opalka.
Nachdem das Quiz gelaufen war, konnte wieder entspannt getrunken werden. Alle paar Minuten erbarmte sich unser Führer dann, riss das Mikro an sich und gab erstmal ein paar Witze zum Besten. Teilweise unterste Schiene, teilweise mit sooo einem Bart, aber irgendwie genau auf unserem Niveau zu dieser fortgeschrittenen Stunde. Bei einem Gedicht über die Körbchengrößen der Frauen hätte es Opalka fast nochmal zerrissen: Er hat wohl eine blühende Phantasie und malt sich jeden Witz wortwörtlich in seinem Hirn aus, bei Körbchengröße 13 oder so lag er jedenfalls mit Tränen in den Augen auf dem Tisch und bepisste sich in der für ihn typischen Lautstärke, was mal wieder die erhöhte Aufmerksamkeit des restlichen Saals auf unseren Tisch lenkte. Um 17 Uhr wurden die Zapfhähne dann endgültig versiegelt und wir wankten glückstrunken zum Bus.

Das Danach:
Auf der Rückfahrt passierte meines Wissens nach nichts Spektakuläres, außer dass die Sonne irgendwie ungewöhnlich hell war. Da es ja noch früh am Abend war, wollten wir nun dem Rock It noch einen Besuch abstatten. Gasper murrte zwar rum, dass er jetzt lieber nach Hause wollte, aber wir hatten irgendwie die unbegründete Hoffnung, ihn doch noch nach Arnsberg zerren zu können. Die Hoffnung verflüchtigte sich in Oeventrop an der Bushaltestelle: Tür auf, schwupp schwupp, Gasper weg. In diesem Moment hielten wir ihn für schwach, aber tatsächlich fabrizierte er noch einige gelungene Stunts, auf die ich später noch eingehen werde. Opalka, Hans und mich plagte allmählich ein dumpfes Hungergefühl, dass wir im Stavros Grill, dem Grill formerly known as Balkan Grill, bekämpfen wollten. Das gelang auch ganz gut, nur mit dem Trinken lief's nicht so recht. Ich hatte mir statt einem anständigen Pils dummerweise eine Sprite bestellt, bekam dümmererweise eine Cola und tauschte sie noch dümmerigerweise nicht um. So viel Gleichgültigkeit wird natürlich bestraft, schon nach dem ersten Schluck wurde mir wieder schlagartig klar, wie sehr ich Cola eigentlich hasse. Also eine Gratiscola für Hans, sag danke. Opalka hatte in der Zwischenzeit seine Freundin herbeordert, denn auch ihm war irgendwie nicht mehr nach Rock It zumute. Wir ärgerten ihn nochmal kurz mit unseren Kulis, dann ergatterten wir einen Sitzplatz im wie immer dicht besiedelten Rock It. Hm... Dienstag... Juhu! Noch'n Quiz! Das Leben war ja so gut zu uns! Aber zu zweit war doof, also noch schnell den Schürmann angerufen. War ja auch ne gute Gelegenheit, ihm nochmal lang und breit zu erzählen, was er versäumt hatte. Mit den Quizfragen kamen wir überhaupt nicht klar, irgendwann kurz nach elf oder so haben wir unsere kleine Runde dann aufgelöst.
Da war doch noch was? Richtig, Herr Gasper. Der ließ nämlich das Wort "Schwächling" am nächsten Tag nur müde an sich abprallen und erzählte, was er in Oeventrop noch so erlebt hat. Statt hackenstramm ins Bettchen zog's ihn nämlich noch mit ein paar anderen Kaputtis in eine ortsnahe Spelunke. Als er dann zu später Stunde strunzhackenvoll nach Hause watschelte, wunderte er sich zunächst über seine dummen Eltern: Die wagten es doch tatsächlich, bei diesem tollen Wetter nicht draußen im Garten zu sitzen, sondern hockten stattdessen in der Bude rum! Es war übrigens schon spät, spät, spät und draußen war's stockdunkel. :-) Scheißegal, für Markus war das Wetter toll und das ganze Leben an sich einfach nur wunderbar. Also legte er sich draußen auf eine Bank und döste gemütlich vor sich hin. Seinen irgendwann ebenfalls heimkehrenden Bruder begrüßte er mit einer gekonnten Rolle rückwärts die Bank runter, danach gingen auch in Oeventrop die Lichter aus. Ach ja, eine ältere Nachbarin, mit der er sich sonst wohl öfters wegen Lärm und so zofft, meinte wohl noch verwundert, dass er an dem Abend irgendwie seltsam freundlich war. Tja, PROST FRISCHES VELTINS!!
[sk]

2.4.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

???
???
Toni
Gasper, Kiesler, Toni, Mareen
Tiffy kam, sah und ging nach 30 Minuten

Programm

"Da war doch eh nich viel. Toni sind da, Alkohol, Bill & Ted, Hare Krishna, Parteilieder, Ende."

Zusammenfassung

Tja, versuch mal nach 3 Wochen ein sinnvolles Sprittokoll zu schreiben. Die Zusammenfassung von Gasper stimmt soweit, ich möchte nur noch einen kleinen Triumph ergänzen: Ich hab nämlich Nils beim Sitzpinkeln überrascht, juhu! Nichts Böses ahnend wandelte ich zum Klo, öffnete die Tür und da saß er: Wild mit den Armen fuchtelnd, lachend versuchend aufzustehen, ohne mir dabei seine primären Geschlechtsmerkmale zu präsentieren, kurzum: herrlich erbärmlich. Wenn er das Foto nicht gelöscht hat, gibt's hier demnächst ne kleine Fotogalerie. Und wenn's nur das eine Foto ist, das ist es wert...
[sk, mg]

26.3.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr
kurz vor 2
Gasper
Gasper Kiesler

Programm

2 x Becker
1 x South Park
1,9 x Knight Rider
1 x Becker
0,1 x Knight Rider

Zusammenfassung

Puh, das wär ja fast wieder in die Hose gegangen! Scheiwe macht pünktlich zum Semesterbeginn wieder Urlaub und Gasper schockt mit unnützen Aussagen wie "Ich fühl mich aber so krank, ich rotz die ganze Bude zu, ich bin sterbenskrank und habe eigentlich gar keinen Durst". Mit meiner rhetorischen Gewandtheit und gummistahlhaftiger Männerhärte konnte ich meinen starken Freund aber von der Notwendigkeit des Konsums kleinerer Mengen Alkohols im Krankheitsfall überzeugen.
Wir begannen das Programm mit zwei neuen Folgen "Becker", einer der genialsten Serien die's im Moment gibt und die natürlich - typisch deutsch - auf einem absolut verkackten Sendeplatz nachts um zwanzig vor eins auf Sat 1 läuft. Danach ne neue Folge South Park, deren Highlight eine ca. 5-minütige Furzorgie von Cartman war, und dann: KNIGHT RIDER! Diesmal riss uns vor allem das schauspielerische Talent von Edward "Deven" Mulhare vom Hocker (die Szene, wo er stolz ein Foto auf der Rückseite eines Buches präsentiert, ist schier unbezahlbar!). Die zweite Folge bestach mit einem äußerst durchdachten Drehbuch. Unser Ehrgeiz, Fehler zu finden, wurde mehrmals durch 10-minütige "Hä? Handlung? Logik? Sinn? WAS SOLL DAS?!?"-Phasen unterbrochen. Da die Handlung eh völlig sinnlos war entschieden wir uns, dieses Knight Rider-Erlebnis kurzzeitig zugunsten einer nagelneuen Folge "Becker" zu unterbrechen, was eine sehr gute Entscheidung war. Danach Knight Rider zuende geguckt (die Handlung fing sich leider nicht mehr), Markus bewies mal kurz sein zeichnerisches Talent in Form eines Klötzchen-KITTs mit Fussel-Michael und Pfeil-Devon, dann zog's mich heimwärts.
[sk]

26.2.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

Aha...
ja
Gasi Spasi
Gaspel, Kiesel
Jensel

Programm

Making Of von irgendso'm Spiel
Touretties
Perdita Doringo

Zusammenfassung

So, also. Sprittokoll, lieber spät als gar nicht. Was ich noch weiß: Scheiwe hat den ganzen Abend Karottentee oder sowas Seltsames getrunken. Bah. Als ich ÖPNV-typisch zu spät ankam, guckten die Herren gerade das Making Of von irgendeinem komischen Spiel. Messiah, oder so? War sehr unterhaltsam. Die anschließende Reportage über Touretties eigentlich auch, aber Scheiwe und Gasper kämpften gegen ihren inneren Schweinehund, ob man über sowas denn überhaupt lachen dürfe. Ich denke ja, und das hab ich dann auch getan. Klar ist die Krankheit scheiße, aber bei den Symptomen muss ich mich halt einfach nur wegschmeißen, sorry. Danach den Nachfolgefilm von El Dia de la Bestia (korrekt geschrieben?), Pendito Domingo (zu 100% falsch geschrieben) geguckt. Auch sehr nett, hat aber irgendwie nicht den Spirit vom ersten Teil. Keine Ahnung, was wa dann noch gemacht haben. Ich hoffe jedenfalls nix Schlimmes.
[sk]

20.2.2003 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
0:30 Uhr
Arendt
Arendt, Hansknecht

Programm

Zur DEA nen Rahmen besorgen
Versucht Vier Fäuste für ein Halleluja zu gucken
Das Leben des Prain
Die Vier Besoffskies gehört
Den Rahmen noch leer gezogen
Nach Hause gegangen

Zusammenfassung

Es gab mal wieder Spritt und zwar mal wieder bei Arendt und es wurde mal wieder Veltins getrunken. Das war jetzt eine kurze Zusammenfassung, aber die komplette kommt ja noch.
Also ich telefonierte kurz mit Arendt, um zu dem Entschluss zu kommen mal wieder zu Spritten. Der Spritt wurde bei der DEA in Form eines Veltinskastens gekauft, und dann zu Fuß nach Arendt befördert. Wir hatten uns noch keine Gedanken über das abendliche Programm gemacht, so dass wir erstmal TV sahen. Ich hatte allerdings ein Video mitgebracht und zwar Vier Fäuste für ein Halleluja, welches ich vor einer Woche aufgenommen hatte. Denn seit neusten kommt auf Kabel 1 einmal pro Woche ein Bud Spencer Film. Der Film wurde also in den Videorecorder geschoben, doch leider mussten wir feststellen das Arendts Videorecorder der Zukunft, den Film irgendwie nicht abspielen wollte. Also guckten wir nach langem rumprobieren mal in die Fernsehzeitung und was sahen wir auf dem viel beschimpften Sender Arte, sollte ein Filmhighleit des letzten Jahrtausends gezeigt werden und zwar das Leben des Brain. Es wurde also zum Fernseher gekrabbelt um auf Arte um zu schalten, da Arendt ja für keins seiner Geräte eine Fernbedienung besitzt. Der Amüsierungsfaktor war sehr hoch und das Bier floss sanft die Kehlen hinab.
Als der Film dann zu ende war leerten wir unter musikalischer Begleitung der vier Besoffskies noch den Rahmen und beendet betrunken wie wir waren einen sehr schönen Sprittwoch.
[dh]

19.2.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

18:00
06:00
Tobi
Tobi, Nils, Hatti, Andreas, Nadja, Martin, Mareen, Feli, Ute

Programm

Hatti aus Essen holen
Einkaufen
Herdanschließen
Steaks & Wedges zubereiten + erste Biere
Weitertrinken, Gäste empfangen
Spaß mit den Nachbarn
Mäßiger Spaß im Spirit
Mische im Spirit
Heimweg
Träume von Fleisch

Zusammenfassung

Da war er also endlich, jener lang erwartete Sprittwoch der uns aus der Hölle der YumYum Suppen und ähnlicher ebenso Geschmack wie nährstofflosen Behelfsnahrungsmitteln befreien sollte. Nachdem Manni es wiederholt verpeilt hatte uns zu besuchen und den Herd anzuschließen fragten wir schlussendlich doch Hatti ob er diese ehrenvolle Aufgabe !u!bernehmen wolle. Wie Hatti halt so ist sagte er ja, und machte so unsere Herzen frohlockend.
Gegen 17:30 ließ ich mich von Nils im HDZ abholen und wir machten uns über die wie immer verstopfte A40 in Richtung essen auf, um dort jenen Ritter der selbstzubereiteten Nahrungsmittel einzusammeln. Natürlich kamen wir ne halbe Stunde zu später, aber dafür sind wir ja bekannt. Wir fanden Hatti etwas verfroren an der BP Tanke, sammelten ihn auf und ergötzen uns nunmehr zu zweit über Nils regelmäßige Wutausbrüche beim Autofahren.
Gegen 19:00 trafen wir beim Walmart ein um uns dort massiv mit Fleisch einzudecken. Nach einer knappen Stunde wovon wir etwa 80% mit dem Suchen nach versteckten Gütern verbrachten, verließen wir diesen Ort des Konsumterrors und traten die nächste Etappe an. Natürlich waren wir mal wieder null vorbereitet, also mussten erst ein Küchenschrank sowie ein Ceranfeld auf die Installation vorbereitet werden. Begleitet wurden unseren stümperhaften Versuche von wertvollen Hinweisen bezüglich einer effizienteren Arbeit von Seiten Hatti und Mareen. Etwa 1 ½ Stunden nach der ursprünglichen ETA war das Werk vollbracht, und ich stürzte mich voller Vorfreude auf die Steaks.
Es ist schon etwas besonderes wenn man nach einem Monat voll von Mensaessen, Raviolidosen und Instantsuppen mal wieder etwas echtes zu essen bekommt. Hatti wird von uns bei Gelegenheit mal eine kleine Statue bekommen, die künftige Generationen an den Erlöser erinnern soll. Nachdem die Fleischeslust aller befriedigt war gingen wir vom Begleittrinken zum Vollzeittrinken über. Wir verzogen uns in mein Zimmer drehten die Musik auf ein Level das unnötige Gespräche gar nicht erst zuließ und begannen uns zuzuschütten. Nach und Nach trafen diverse Gestalten ein um sich an dem Event zu beteiligen. Der Held des Abends musste uns leider gegen 23:45 verlassen, um seine Bahn nach Essen zu bekommen. Wir waren natürlich irritiert von der Tatsache, dass jemand wirklich morgens Aufstehen muss um irgendeiner Form von Arbeit nachzugehen.
Wir tranken noch etwa 2h weiter bevor ich mich von der Masse breitschlagen ließ doch noch mit ins Spirit zu kommen. Zusammen mit Mareen, Feli, Martin und Andreas bewegte ich abermals meine müden Knochen in mein persönliches "house of the rising sun". Wie zu erwarten war es dort recht leer, und die Stimmung war auf einem etwas mäßigen Niveau. Ich machte die erste Karte mit Whisky Cola voll um mich sogleich der Zweiten zu widmen. Hierfür stieg ich dann allerdings auf Gerstensaft um. Mareen hatte sichtlich Spaß bei der EBM Mucke mit der Mimi uns "erfreute". Ich dagegen konzentrierte mich eher darauf meine Laune in den Keller zu bringen, um eine Rechtfertigung für ein erneutes Besäufnis zu haben. Mein Plan ging auf, ich wurde voller und voller und hatte dann auch noch Spaß. Warum weiß ich zwar nicht, ich denke es lag daran weil mein Gehirn es aufgab mir mitteilen zu wollen das eigentlich alles Scheiße war.
Ein wenig später machte ein total besoffener Skaten & Bitches Fuzzi durch seine unkoordinierte Rumhampelei auf sich aufmerksam, er hampelte jedoch nicht lange, nachdem er Mareen mehrfach anrempelte rumschubste anpöbelte und beim Moschen störte fand ich auch noch eine Beschäftigung darin diesen jungen Zeitgenossen in seine Schranken zu weisen. Eigentlich passierte nichts, trotzdem befand es das "freundliche" Personal dieses hochkarätigen Amüsiertempels für nötig mich zum Gehen aufzufordern. Nach einer kurzen Diskussion wurde mir zwar auch die Option eröffnet weiterzufeiern, zwei volle Karten, die fortgeschrittene Uhrzeit sowie die beraus übeschissene Musik ließen mich jedoch dankend Ablehnen. Immerhin wurde mir nicht die übliche Behandlung des Spirits zu teil, folglich fühlte ich keinen Groll und freue mich schon auf den nächsten Abend an dem es wieder mal keine Alternative (fällt mir schwer zu sagen was eigentlich keine Alternative zu diesem Laden wäre, allein zu Hause die Wände anstarren ist auch toll) zum Spirit gibt.
Nach einem überaus kurzen, ereignislosen aber dafür saukalten Heimweg kamen Mareen und ich dann gegen 05:00 zu Hause an. Irgendwann gegen 6:30 schlief ich dann ein, träumte von dem Herd der uns das Wunder des unsichtbaren Feuers gebracht hatte, saftigen Steaks, und meiner nicht minder appetitlichen Freundin.

Eine Anmerkung muss ich allerdings noch loswerden:
Ich hoffe dass die momentan eingerissene Spaltung des Sprittwochs in einen Nord- und einen Südteil kein persistenter Zustand ist. Sicherlich haben sich Toni in letzter Zeit auch mal vor dem beschwerlichen Weg bei Eiseskälte gedrückt, trotzdem halte ich ein gemeinsames Spritten für angebracht und notwendig.
[tf]

5.2.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

kurz nach 9 live
ein Uhr und so
Schöpis C64 Palace
Jens "40%" Scheiwe, Markus G., Stefan "Schöpi" Kiesler

Programm

C64 spielen
noch mehr C64
Gay-O-Meter
Schöpi zockt alle ab

Zusammenfassung

Mann! Scheiss-ÖPNV! Jens und ich mussten den langen kalten Weg von der Palmweide laufen, da die Fahrpläne wahrhaft dämlichst aufeinander abgestumpft sind. Danke, liebe Stadtwerke. Also luden Jens und ich ein Einstiegsbier in unsere lustige Wanderrunde ein, dass mit uns den Marsch bis Kiesler Heimstatt antrat. Dort erwartete uns ein ungeduldiger Schöpi, der sich im Licht einer 100-Watt-Birne das Gesicht bräunte. Auf unser Geheiß grub er den heiligen C64 aus seiner Wohnzimmerkommode und baute alsbald fluchend und wirsch das 13-Euro-Schnäppchen vor dem heimischen Fernsehgerät auf. Jens schmiss indessen Kiesler Diskettenbox durcheinander und fischte eine Diskette aus dem Gefährt, die ich laden wollte. Also das magische Load"*",8,1 eingegeben und... nichts passiert! Der Trottel hatte mir doch tatsächlich eine leere Diskette gegeben. Schöpi erläuterte ihm flugs das aufwendige System, nach dem er seine wenig umfangreiche Sammlung sortiert hatte, dann durfte ich mein Ladeglück bei dem beschissenen Kultklassiker "Teacher Busters" probieren. Ich wollte mit Abkürzungen und prolligem Cursorgefummel in der Liste natürlich angeben, doch nach wenig Bewunderung hörte ich Schimpf und Schande von den billigen Plätzen. Wie ich es denn nur wagen könne, statt nur ",8" ",8,1" in die geschundene Tastatur zu hacken! Pah, Banausen! Und als ich Flunkys archaischen Rat befolgte, das Run mit einem Doppelpunkt zu stabilisieren, brach ebenfalls Gelächter in den Reihen der 8-Bit-Legastheniker aus. Freut euch nur, ihr Narren, ich habe mein Handwerk bei einem Meister gelernt!
Nun gut, Jens beim Lehrer Überfahren (oder zumindest bei seinem kläglichen Versuch) zuzusehen, machte wenig Sinn, also legten wir den ersten Klassiker ein: Winter Games! Doch schon bei der Königsdisziplin "Hot Dog" machten die Joysticks Mucken, denn leider hatte einer der Freudenstöcke das Essbesteck beiseite gelegt. Erst bei "Caveman Ugh-Lympics" konnten wir diesen Fauxpas kurieren. Und hier mussten die getreuen Competitions auch gleich zeigen, was sie können. Spätestens beim Feuermachen suchten wir Methoden, die stoische Rechts-Links-Bewegung schneller als mit unseren verkümmerten Greifern auszuführen. Mann, das geht in die Arme! Jens zeigte uns das Gay-O-Meter, bei dem unsere Gitarrenschwuchtel dann auch gleich beim ersten Mal satte 40% abgestaubt hatte, während ich nur 23% erzielte, und damit in die Kategorie "zu unschwul" fiel. Auch Kiesler erreichte magere 26% und blieb damit hinter Jens' schwer zu verbergenden Erwartungen zurück. Tja Jens, nicht jeder Mann möchte gerne eine Katze sein. Irgendwann war ein famoser Alkoholpegel erreicht, und Kiesler drehte richtig auf: bei Archon hatten Jens und meine Beleibtheit nichts mehr zu lachen. Mit brutalem Gesicht und aggressivem Joystickgewürge machte Schöpi selbst mit seinen laschen Püppchen aus der ersten Reihe unsere hochgezüchteten Megamonster platt. Mit christdemokratischem Brunftgeschrei machte er sich über unsere Unzulänglichkeiten lustig, während wir nur staunend dem Geschehen auf dem Bildschirm folgen konnten. Dann grub Kiesler noch ein Spiel aus, über das er dereinst vermutlich eine Doktorarbeit schreiben wird: "BC's Quest for Tires". BC ist ein langhaariges, grossnasiges Etwas, das auf einer seltsamen Radvorrichtung sitzt und damit durch die prähistorische Botanik bollert. Der Spieler darf nun Ästen und Löchern ausweichen, ab und zu über hässliche Schildkröten hüpfen und sich von Vögeln durch die Luft fliegen lassen, während am rechten Bildrand eine gefangene Tusnelda ihr gellendes "Help! Help!" zum Besten gibt.
Doktor Jens Ungeschickt, unser wohlfeiler 40-Prozenter, hatte größte Mühe, auch nur über ein einziges Loch zu springen und gab alsbald genervt den Stab der Unterhaltung an den Basiccaptain Schöpi Kiesler weiter. Und der legte noch wirbelwindiger los als zuletzt bei Archon. Mit müheloser Leichtigkeit bugsierte er den kartoffeligen Spielehelden durch das Spielszenario, als gäbe es keinen Morgen. Erneut konnten Katzenjens und ich nur staunen! Mein Versuch war zwar einiges besser als der von Scheiwe, aber konnte zu keiner Zeit mit der gazellenhaften Grazilität des wahren Warriors des öffentlichen Personennahverkehrs mithalten. Nachdem ich Jens so irgendwann nach ein Uhr dann von dem Spaßkasten loseisen konnte, durften wir uns auf den abermals kalten und langen Heimweg machen. Ein wiederholungsfähiger Sprittwoch ging mit dem Verschluss meiner Augen zur Nachtruhe zu Ende.
[mg]

22.1.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

20:30 Uhr
Fünf? Fünf.
Scheiwe, Toni, beschissene Pädagogenparty, Toni
Scheiwe, Gasper, ich, Toni, Michel, Andreas (nicht Imig), Ute
tanzende Pädagogen

Programm

Spaß bei Scheiwe
Spaß bei Toni
vergeblicher Versuch, bei Pädagogen Spaß zu haben
Spaß bei Toni

Zusammenfassung

Party in Dortmund Nord, das war das angepeilte Programm. Glücklicherweise zögerte sich das etwas hinaus, aber der Reihe nach. Als ich kurz nach neun bei Scheiwe eintraf (die Schuld lag natürlich nicht bei mir, sondern beim ÖPNV), hing Gasper schon an der Flasche. Scheiwe nicht, denn er hatte noch kein Bier und starrte dementsprechend wütend auf meine verspätet angekarrten Vorräte. Während wir uns mental auf den feuchtfröhlichen Abend vorbereiteten, beobachteten wir Jensens Ratten, die erstaunlich intelligent und doch absolut blöde sind: Die Aufgabe bestand darin, Scheiwe ein Din-A4-Blatt aus der Hand zu reißen, es kleinzufalten und in der Pappwohnung zu bunkern. Auf Din-A5-Größe hat eine Ratte das Blatt recht schnell gekriegt, danach stellte sie sich aber ZIEMLICH ungeschickt an. Tja, kaum zu glauben, aber sowas bringt dem Sprittologen gute 30 Minuten Spaßgarantie!
Um halb 11 oder so ging's dann Richtung Toni's neue Bude. Groß. Platz. Ungewohnt für einen Wohnheimsbewohner. Kühlschrank, Klo, Musik - wir fanden uns schnell zurecht im neuen Tempel. Und hatten auch eigentlich jede Menge Spaß, aber... da war doch noch was... Ach ja, wir mussten ja noch unbedingt auf diese super Pädagogenparty im Friedrich-Keuler-Haus. Sehr schön war das. Jeder hatte so seine 20 Quadratzentimeter zum Bewegen / Atmen / Pipimachen, es war bullenwarm in der Mistbude und die "Musik" war unerträglich. Also jede einzelne Wertmarke bereut, die man sich zugelegt hat, schnell trinken und den Menschen verfluchen, der die Idee zu dieser Party hatte. Bevor wir gemerkt haben, dass man überschüssige Marken auch wieder in Bares umtauschen kann (ausnahmsweise eine GUTE Idee, ihr Pädagogen!), versüßten wir uns den Abend mit dem Beobachten eben dieser Pädagogen. Austin Powers würde Erblassen beim Anblick von dem, was diverse Herren der Schöpfung da auf's Parkett legten. Die Verrenkungen der Damen waren natürlich auch recht amüsant, aber diese... "Kerle"... muahahaa!! Besonders Nils hatte sichtbaren Spaß, einige der Dehnübungen in sein Repertoire aufzunehmen und seine Idole dabei lauthals auszulachen. Naja, irgendwann wurd's uns dann doch zu bunt und eine nüchterne Abwägung von Vor- und Nachteilen beider Lokalitäten führte uns recht eindeutig wieder zu Toni. Dort hatten wir noch jede Menge typisch dumpfen Sprittwoch-Spaß, bevor wir so gegen 4 / 5 Uhr mit öffentlichen Mitteln heimwärts fuhren.
[sk]

22.1.2003 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr
23:30 Uhr
Arendts Zierfischfolterkeller
Arendt, Schürmann, Hansknecht

Programm

Zoobesuch vom 30.06.99
Raubtierfütterung und Zierfischfolterung
MDR gucken
Pulp Fiktion

Zusammenfassung

Nun nach fast 2 Monaten entschlossen wir uns mal wieder einen geflegten Sprittwoch hinzulegen. Schürmann ist jetzt zwar wieder am arbeiten, aber er kam trotzdem. Ich glaub er hat das mit dem saufen und trotzdem am nächsten Tag arbeiten aber noch nicht ganz raus. Den er trank nur 2 Bier und wollte noch Auto fahren.
Na ja, so um acht kam ich bei Arendt an, das erste was ich mir dann anhören musste war, dass ich zu wenig Bier für Arendt mit hatte. Er wollte nämlich nen ganzen Rahmen haben und ich hab im nur 7 halbe Liter Hülsen mitgebracht. Ich hatte für den Abend nen sehr schönen Film mitgebracht und zwar einen den ich selbst gereht hatte,als wir 1999 im Dortmunder Zoo Faultierforschung betreiben wollten. War sehr witzig anzusehen, Kiesler mit kurzen Haaren, Balko, Florian und ich mit langen Haaren und Hoffman mit Metalshirt. Tja, leider dauerte der Film nur etwa 15 Minuten, aber danach kammen wir zum eigentlichen Hohepunkt des Abends, zur Raubtierfütterung und Zierfischfolterung.
Matze hatte sich nämlich sein drittes Aquarium gekauft und diesmal ein verdammt großes. In diesem großen befanden sich nur die drei mitlerweile sehr großen Piranias, in einem kleinen schwommen fünf neue Piranias rum und im dritten lebten irgendwelche anderen Fische, wie Neons, Guppis und son Zeug. Allerdings sind diese anderen Fische lediglich zur Verfütterung an die Piranias vorgesehn. Also als erstes wollten wir einen Guppi fangen um ihn zu verfüttern, Arendt zückte den Käscher und stieß ihn ins Becken. Aber es war wirklich nicht so leicht wie man denkt, die blöden Neons konnte mann überhaupt nicht fangen und die ganz kleinen Jungen schwammen einem direkt ins Netz. Doch wir wollten ja nen Guppi haben, denn die sind schön günstig und relativ groß. Nach fünf Minuten Wirbelsturm im Aquarium hatte Matze dann einen Guppi und noch einen kleinen Jungfisch im Netz, beide wurden direkt ins Piraniabecken geschmissen. Der kleine Fisch war sofort mit einem Bissen verschlungen, der Guppi stellt sich allerdings als sehr geschickt an. Er versuchte sich hinter der Pumpe und den Schläuchen zu verstecken, dies gelang ihm sogar sehr gut, die Piranias versuchten allerdings ständig an ihn ran zu kommen. Und wenn sie es schafften, begann immer eine spektakuläre Verfolgungsjagd, der Guppi war um einiges kleiner und dadurch viel es ihm leichter an engen stellen vorbei zu schwimmen die Piranias hingegen schlugen sehr schnelle Haken, gaben aber auch leider immer wieder recht schnell auf, wenn ihr Opfer ausser Reichweite war. Nach mehren Verfolgungsjagden fand der Guppi dann ein perfektes Versteckt wo ihn die Piranias nicht fanden. Also musste neue Beute gefangen werden, diesmal brauchte Arendt noch länger um einen Zierfisch zu fangen, aber nach zwei Hülsen Veltins gelang es ihm dann doch irgendwann. Der Fisch wurde ins Becken geworfen und war erstmal völlig orientierungslos, was sein Nachteil war. Die Piranias sahen ihn und griffen sofort an, er hatte nicht die geringste Chance, nach zwei Bissen war er im Schlund des Piranias verschwunden. Wir versuchten dann noch denn Guppi aus seinenem Versteck zu locken, aber es gelang uns nicht er war noch immer dermasen Geschockt das er sich nicht einen Zentimeter bewegte.
Also stetzten wir uns wieder vor den Bildschirm, es lief MDR, irgendeine Oma redetet irgend nen Scheiß auf Ossisch, sehr amüsant. Irgendwann schlug Arendt dann vor mal wieder Pulp Fiktion zu gucken, na ja das taten wir dann noch und als mein Bier alle war ging ich nach Hause, Balko war übrigens irgendwann vorher verschwunden ich weiß aber nicht mehr wann.
[dh]

15.1.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

so um acht
0:51
Gasper
David Gasper, Stefan Hasselhoff

Programm

Stadt
Knight Rider
diverse Serien

Zusammenfassung

Classic war angesagt. Keine Möchtegernsprittologen, die Ansprüche auf langweilige 08/15-Filme geltend machen, keine Nicht-Alkoholiker und vor allem kein Scheiwe, denn der musste unbedingt sein Zimmer in mit einem 3D-Programm... ach der spinnt einfach. Und sonst war auch eher Classic-Programm am Start.
Zu mir, lautete also das Gebot der Stunde. Kaum zu glauben, aber der Besuch in der Stadt zögerte diesen Sprittwoch etwas hinaus. Der Saturn, der in 22,5 von 24 Regalen nur Müll bringt, beliefert uns momentan doch tatsächlich mit der Trick or Treat (aka Ragman) - DVD! Jeden Tag! Also auch Sprittwoch! Leider mit 20 Euro knapp zu teuer für den studentischen Geldbeutel. Naja, wir rafften uns also in den Bus zurück zu meiner Bude und betraten mein aufgeräumtes und komplett umarrangiertes, auf Platz optimiertes Zimmer. Gerümpel umgab uns nicht, in der Mitte des Raumes, genau auf MEINEM Platz, stand nichts. Der Zeitplan war eng, das war von vornherein klar, also ging's gleich los. 3 Folgen Knight Rider, unter anderem die irgendwie geniale Einzelfolge ohne Goliath und Gay-Garthe Knight. Anschließend Futurama, South Park und Simpsons auf Englisch, das musste mal wieder sein. Obwohl wir mittlerweile noch keinen Spruch im Schlaf mitlabern können, sind diese Serien jedes Mal ein Highlight. Als ich gehen wollte, deutete Gasper's Flurkollege Jörn (Jörn? Jörn, oder? Der mit dem tollen Cameltoe in der Unterhose...) nichts an, weil er gar nicht da war. Für Kiesler ganz klar ein Grund zum Abmarsch...
[mg]

15.1.2003 - Zweigstelle Arnsberg

21:00 Uhr
23:30 Uhr
Windsor Pup
Opalka, Schlitzer, Diana und ich
Ulli, Katty, Kemper

Programm

Innen Windsor gehen
Bier trinken
Nach Hause gehen

Zusammenfassung

Im Windsor Pup, traff man sich und zwar mit den Arnsberger Wochenendsäufern. Na ja was soll ich groß erzählen, wir tranken nen paar leckere Krombacher, redeten über dieses und jenes und gingen um halb zwölf wieder nach Hause.
[dh]

15.1.2003 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
00:30 Uhr
Tanke, Albert, Kreuz
Albert, Manuel, Sabine
Ehrensprittologe Marco

Programm

Dosenbier
Weizenbier
Gar kein Bier

Zusammenfassung

Nach dem letzte Woche unsere ex-Sprittwochazubi und nun vorzeige Sprittologin Sabine die Protokollpflicht übernahm, war es an der Reihe wieder mit geballter Kraft aufzutreten. Und so wurde das obligatorische Dosenbier von der Tanke geholt und zum Auftakt beim Al geleert. Auf dem Weg zum Kreuz dann antürlich zurück zur Tanke um den unseeligen Dosenpfand einzulösen. Im Kreuz dann nach dem Begrüßungssauren erstmal Weizen geordert und rein in den Saal. Unsere ex-Sprittwochazubi und nun vorzeige Sprittologin Sabine lies auch nicht lange auf sich warten und trudelte dann auch ein, bewaffnet mit ihrem obligatorischen Becks und einer Fotokamera, die teilweise unseren Sprittwoch dokumentieren sollte. Im Laufe des Abends entriss ich ihr dann auch mal die Kamera um die Füße unseres Ehren-Sprittologen Marco zu verewigen. Bin mal auf die Ergebnisse gespannt.
Die Gläser auf dem Tisch wurden dann auch immer zahlreicher und gerade vor mir standen dann gleichzeitig gleich mehrere. So soll es sein. Sprittcards wurden rausgezogen und Sabine hat noch immer keine, aber vielleicht hält ein Bild von heute abend dafür gerade.
Irgendwann begann dann alles zu enden und der Heimweg wurde angetreten.
[ml]

8.1.2003 - Zentralverwaltung Dortmund

halb neun
0:51 Uhr
Musicstore Gasper
Herr Gasper und Herr Kiesler

Programm

Aufteilung des Sprittwoch wegen scheiß Kälte
Knight Rider
Orgazmo... AND Choda Boy!
Popel-Jörn

Zusammenfassung

Classic war angesagt. Keine Möchtegernsprittologen, die Ansprüche auf langweilige 08/15-Filme geltend machen, keine Nicht-Alkoholiker und vor allem kein Scheiwe, denn der musste unbedingt einen Counter... ach der spinnt einfach. Und Toni wollte seine Beine ebenso wenig zu uns bewegen, wie wir zu seiner / ihrer neuen Bude, was in erster Linie an den -38 Grad lag, die draußen herrschten. Also wurde der Sprittwoch zweigeteilt, vielleicht schreiben die beiden Faulpelze ja auch noch'n Sprittokoll zu ihrem gewiss langweiligen Abend.
Zu Gasper, lautete also das Gebot der Stunde. Kaum zu glauben, aber RTL2 zögerte diesen Sprittwoch etwas hinaus. Der Sender, der an 22,5 Stunden des Tages nur Müll bringt, beliefert uns momentan doch tatsächlich von 18:30 bis 20 Uhr mit 3 nagelneuen Folgen King Of Queens! Jeden Tag! Also auch Sprittwoch! Naja, ich raffte mich also in den Bus um 20 nach Acht und betrat Markus sein unaufgeräumtes Zimmer. Gerümpel umgab mich, in der Mitte des Raumes, genau auf MEINEM Platz, stand eine 8000-Watt-PA-Box, die enttäuschenderweise nicht der apokalyptischen Knight Rider - Beschallung diente, sondern Gasper's Zimmer als Zwischenlager nutzte. Der Zeitplan war eng, das war von vornherein klar, also ging's gleich los. 3 Folgen Knight Rider, unter anderem die irgendwie schwache Doppelfolge mit Goliath und Gay-Garthe Knight. Anschließend Orgazmo auf Englisch, das musste mal wieder sein. Obwohl wir mittlerweile jeden noch so dummen Spruch im Schlaf mitlabern können, ist dieser Film jedes Mal ein Highlight. Als ich gehen wollte, deutete Gasper's Flurkollege Jörn (Jörn? Jörn, oder? Der mit dem tollen Bären bei Glücksrad...) an, was er alles mit dem Popel machen könnte, den er sich gerade von der Schleimhaut gepellt hatte. Für mich ganz klar ein Grund zum Abmarsch...
[sk]

8.1.2003 - Regionalbüro Fulda

21:00 Uhr
01:00 Uhr
Kreuz
ex-Sprittwochazubi und nun vorzeige Sprittologin Sabine

Programm

Kreuz (schon)

Zusammenfassung

wie versprochen meldet sich das neu erwachte Fulda wieder zurück! Diesmal gibt es aber eigentlich nicht viel zu erzählen, da unser lieber Scoutmaster Manuel krankfeiern musste.. tststs. Somit war im gesamten Kreuz am Sprittwoch nur eine Sprittologin vertreten, ganz schön arm. Die hat dafür aber für ihren armen kranken Scoutmaster mitgesprittet, ja Manuel, ich hoffe du hast es gemerkt? Zum Glück waren wenigstens ein paar Leute da, die man erfolgreich zum Konsum von massig lecker Becks bewegen konnte. Wir in Fulda tun ja schon unser Bestes, um möglichst viel zu missionieren.
So gegen 2 Uhr machte das Kreuz dann so langsam dicht, und die einzige Sprittologin ließ sich betrunken und zufrieden nach Hause fahren. Ich hoffe ja das wird nächsten Mittwoch wieder anders.. nur schade dass dann mein Urlaub vorbei ist!
[sf]

1.1.2003 - Regionalbüro Fulda

21:00 Uhr
00:30 Uhr
Markus
Manuel, Markus und andere Ravens

Programm

Markus hat Geburtstag

Zusammenfassung

Sprittwoch nach Sylvester? Gute Idee. Da ich Sylvester sowieso hasse und lieber am 30.12 und 01.01 saufe, kam der Sprittwoch am 01.01. genau richtig. Die anderen Sprittologen kamen aber nicht aus dem Quark und so blieb es mir vorbehalten beim Raven-Kamerad Markus auf seinen Geburtstag anzustoßen. Gab lecker Schwarzer Hahn, ein Schwarzbier der heimischen Hochstiftbrauerei. Sollte ich mal eine Sprittung Warentest zu schreiben.
Nun ja, da kaum Sprittwöchner da waren und ich am nächsten Tag arbeiten musste, blieb es bei drei Hülsen und die Vorfreude auf ein amtliches zuschütten am Samstag, wenn die Party zum geburtstag steigt.
Soviel hierzu, nächstes mal bitte mehr Mitglieder. Jawohl. Der Scoutmaster.
[ml]

25.12.2002 - Zweigstelle Arnsberg

22:30 Uhr
03:30 Uhr
Rock it, Windsor Pup
Mary, Pieper, Fischer, Pille, Ich
Imig, Saskia, Walter

Programm

Im Rock it Bier trinken
In den Pup gehen
Schocken
Nach Hause gehen

Zusammenfassung

Es war der 1. Weihnachtstag und gleichzeitig auch Sprittwoch, also begab ich mich nach unserm traditionellem Famielentreffen in die Stadt. Kiesler schreib mir um 22:20 das er im Bett läge (wahrscheinlich mit Schürmann, der war nämlich auch nicht da), sehr schwache Einstellung. Und Scheiwe und Volker waren im Zero. Aber Walter, Imig und Saskia waren ja auch noch da.
Also ging ich erstmal ins Rock it, die drei saßen am Tisch und tranken alle unalkoholische Getränke, sehr seltsam. Na ja ich bestellte mir dann erstmal ein Bier. So um 23 Uhr wollten dann alle auf einmal schon wieder abhauen, da ich aber noch keinen Bock hatte nach Hause zu gehen guckte ich mal im Windsor vorbei. Dort traff ich dann ein paar Feuerwehrkollegen, welche am schocken waren. Ich stieg dann auch mit ein. So um 3 Uhr hatte ich dann keinen Bock mehr zu schocken und ging nach Hause.
[dh]

25.12.2002 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
02:30 Uhr
Kino, Palace of Tanki, Old Shatterhand, Kreuz
Manuel, Tankred, Sabine
Blubbers

Programm

HdR again
Tanki abholen, Old Shatterhand
Kreuz bis zum fast Rausschmiss

Zusammenfassung

Reginalbüro Fulda inaktiv? Von wegen, gesprittet wurde reglmässig nur den Protokollpflichten wollte keiner nachkommen. Da der Al sein fünf-Wochen-Schweden-Sprittokoll vom Sommer immernoch nciht geschrieben hat, habe ich also wieder zugeschlagen und die ehrenvolle Aufgabe übernommen. Here we go:
Nun das erste Bier wurde im Kino zum 2ten HdR gugen aufgemacht. Gibt wenigstens Tuborg in dem Laden da. Richtig los ging es dann erst als ich beim Tankred aufgerockt bin, er hatte noch lecker Karlsquelle in Dosen vorsorglich gebunkert, da sowas in absehbarer Zeit wahrscheinlich dank fuckin Dosenpfand unbezahlbar sein wird. Statt thrashige Film werden bei ihm immer alte Kultplatten auf Vinyl gehört. Diesmal WASP und Motley Crue. Dann haben wir uns auf den Weg ins Old Shatterhand gemacht, eine innofizielle Kneipe in einem Hinterhof, der Besitzer betreibt die als Hobby und amcht nur selten auf. Natürlich standen wir vor verschlossenen Türen. Nun gut also um halb elf gleich ins Kreuz.
Dort war die Hölle los, mit Mühe und Not zwei Barhocker gerettet, die neuen sterielen Klosanlagen bewundert und kräftig dem Hochstift gefrönt. Tankred machte sich dann bereits mächtig unbeliebt beim schlecht aufgelegten Keeper, da er wohl zu laut und oft nach Nachschlag rief. Auch unsere Aufforderung Motörhead zu spielen kam natürlich niemand nach. Dafür stieß dann ex-Sprittwochazubi und nun vorzeige Sprittologin Sabine zu uns (Sprittcard wird beantragt). Gemeinsam machten wir uns über die anwesende arrogante Punkband Bubbles lustig, die bald nur noch Blubbers hießen. Mit Sabine gab es dann ein Gespräch über den eigentlichen Sinn des Sprittwochs, was mich zum schreiben des Spittokolls animierte und gleich geplant Knight Rider in den nächsten Sprittwochplan aufzunehmen. Mittlerweile war es bald soweit das der Barkeeper Tankred rausschmeißen wollte und ihm das letzt Bier gratis hinstellte damit er ruhe gibt. Das war dann der Auslöser endlich zu gehen, und das Geschenk stehen zu lassen.
Auf dem Rückweg wurde dann noch vergeblich versucht Nahrung aufzunehmen, was am Weihnachtssperrstundenmist bei allen Burger- und Dönertempeln scheiterte. Also nach hause und gute Nacht.
Noch ein Wort zu Punkt 3 der News vom 19.12.02: Mainstream sucks. No Mitläufer, Fulda is back, Schlechter Geschmack rules und Unity-Spritten next year? Hell yeah.
[ml]

18.12.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

22 Uhr
etwa 6 Uhr :-)
Tobi
Ich und Toni

Programm

Bangen um den Sprittwoch
Tobi und Nils süffisant grinsend beim Lernen beobachten
Tobi packt bedenkliche Jugenderinnerungen aus
Knight Rider
Öffentliche Verkehrsmittel tragen mich nach Hause

Zusammenfassung

Tobi wollte dat schreiben, hatta aber nicht, deshalb reiche ich das mal nach. Dieser Sprittwoch begann SEHR schlecht. Nachdem Scheiwe sich mal wieder grundlos abgeseilt hatte und Gasper meinte er sei so krank, dass er mit seinem Bröckchenauswurf die Tapete neu streichen könnte, zog sich die Masche um den Flaschenhals sogar noch enger: Tobi und Nils wollten erstmal fleißig lernen, weil sie übermorgen ne Klausur schrieben. Also lag die Entscheidung bei mir. Heute kein Spritt, oder um zehn bei Tobi? Als ich um zehn bei Tobi ankam, war ich etwas verdutzt: Im Gegensatz zu mir, der immer dumm rumlabert er würde lernen und sich dann irgendwie doch nicht aufrafft, lagen auf, unter und neben dem Tisch wild Dokumente verstreut, die auf Stress schließen ließen. Da wollte ich natürlich nicht im Weg stehen, also setzte ich mich mit meiner ersten Dose daneben und erntete neidische Blicke. Tobi und Nils lassen sich natürlich auch nix vortrinken, also legten sie recht schnell die dicken Ordner beiseite und auf einmal begann Tobi, uns seine gesamte Lebensgeschichte in allen finsteren Details zu erzählen. Da sich so manche Story am Rande der Legalität bewegte, werde ich mich da jetzt mal nicht weiter zu äußern, es war jedenfalls sehr unterhaltsam. Nachdem Toni mir ihre Vorstellungen von der neuen WG-Wohnung offenbarten (bzgl. Farbgebung, Schwarzlicht und Bewegungsmeldern, ebenfalls SEHR interessant!), siedelten wir vom Wohnzimmer um in Tobi's Schlafgemach, um dort... KNIGHT RIDER ZU GUCKEN! Nils erwies sich dabei als Extrem-Fehler-Finder. Ich hab hier jetzt'n vollgeschriebenen Din-A4-Zettel mit über 30 (!) Stichpunkten wie "Nato-Kommando-Weste","Michael schielt! Auge verwirkt!" und "Kaputti". Ca. 98% der Wörter sind nicht mehr zu entziffern, deshalb wird sich die Veröffentlichung dieser Folge wohl noch etwas hinziehen. Noch ne Folge konnten wir uns dann nicht mehr geben, außerdem war's schon 6 Uhr morgens. Klasse! Hatte sich mein Nachtbusproblem also wie von selbst gelöst, und ich konnte mit der Untergrund- und Straßenbahn wieder nach Hause asseln.
PS: "Dein Leben ist verwirkt, jetzt gibt's Mische!" An dem Satz hatten wir ungefähr 3 Stunden unseren Spaß, wusste nur nicht wie ich den geschickt ins Sprittokoll einbauen sollte. Naja, Nacht.
[sk]

11.12.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

so um neun
laut Augenzeugen bis halb vier
beim Scheiwe
Scheiwe, Tobi, Nils, Mareen, Gasper, Imig, Saskia, Hansknecht und Kiesler

Programm

Sitzplatzsortierung
Stapelfahrer Klaus + Bonusmaterial
Bud Spencer in "Aladin"
Pichteln!
Detroit Rock City
Ausloten der Maximallautstärke um ca. 1 Uhr

Zusammenfassung

Als der Sprittwoch so gegen neun Uhr für mich begann, ging ich vollbeladen mit Weihnachtsleckereien (Bier, Glühwein, Kartoffelchips) zum Scheiwe, wo Mareen, Tobi und Nils (Toni) schon eifrig spritteten. Imig und Saskia stießen wenig später hinzu, und spätestens, als dann auch noch Hansknecht und Kiesler auftauchten, war die Rattenbude von Scheiwe rappelkackenvoll. Also mussten erstmal Stühle beschafft und Bettplatz eingeteilt werden. Kiesler saß schließlich auf einem wirbelsäulenknackenden Holzsessel mittem im Gang, was die Bierbeschaffung und Blasenerleichterung zur akrobatischen Qual werden ließ. Um nun aber den Sprittwoch im Zeichen des Pichteln zu ordnen, legte der Gastgeber den bis auf bei Saskia allseits bekannten Kultkurzfilm "Staplerfahrer Klaus" ein, der sich nunmehr in exzellenter DVD-Qualität auf unsere Netzhaut brannte. Im Bonusmaterial durften wir bestaunen, wie der Regisseur in den vergammelten Splatterpuppen rumpopelt.
Es wurde Zeit für den ersten Hauptfilm. Mit "Aladin" war ein Bud Spencer Solofilm an der Reihe, der zwar locker die grausigen "Miami Cops" des letzten Sprittwochs übertraf, jedoch nicht an die alten Spencer/Hill Klassiker anknüpfen konnte. Während der Großteil der Sprittologen aber mit steigendem Pegel Gefallen an dem Streifen fand, stieß die tumbe Unterhaltung bei Mareen auf völliges Desinteresse. Nun gut angezecht, konnte das Pichteln beginnen. Vorab: die blödesten Geschenke stammten von Imig/Saskia, die Gema-Werbegeschenke verteilten und Scheiwe, der O2-Werbegeschenke eintütete. Nächstes Mal bitte was kaufen, ihr Trottel! Alle anderen hatten sich jedoch redlich Mühe gegeben und diverse Billigläden bemüht, während ich Imig voller Stolz zwei Kilo Frittenfett überreichen durfte. Ich hab das Pichteln übrigens vermittels meines Handy plus Digitalkamera festhalten können (was für Gelächter, Spott und Hohn auf die Marke Sony Ericsson seitens Nils sorgte), jetzt müssen nur mal gucken, wie wir den Krams auf den Rechner beamen. Mittlerweile hatte Herr Kiesler auch bemerkt, das Scheiwes Ratte einen riesigen Tumor / Abzess hatte, der schon eine Blutblase gebildet hatte, und in diesem Zustand zärtlich an seinem Longsleeve nagte. Das leider wirklich traurige Bild des armen Tieres lenkte das Gespräch mittelfristig auf das leckere Themengebiet "Krebs, Tumore und andere Auswüchse", und auch Scheiwe sah langsam ein, das es seinem Zögling wohl doch nicht wirklich gut gehen kann, auch wenn sie noch nicht japsend und quiekend im Streu liegt (das typische Rattenkrankheitsbild copyright by Doc Scheiwe).
Jetzt waren wir bereit für Detroit Rock City, der allerdings nur widerwillig aus Scheiwes Heck-Mac zum Laufen zu kriegen war (was für Gelächter, Spott und Hohn auf die Marke Apple seitens Nils sorgte). Der Film ist zwar nicht genial, aber trotzdem ziemlich geil. Es geht grob darum, dass sich vier absolute Kiss-Fans in einem klapprigen Volvo (was für Gelächter, Spott und Hohn auf die Marke Volvo seitens Nils sorgte) auf den Weg zu einem Kisskonzert in Detroit machen. Äußerst genital. Danach fühlten wir uns sehr rockig und sorgten für lautstarke Musikuntermalung, die einen aufgeregten Mitbewohner aus der fünften Etage beschwor. Sichtlich unbeeindruckt von dessen Gemecker führten wir den Sprittwoch nur minimal leiser fort. Während ich mich gegen 2 verabschüsste, dröhnten die Hardcorespritter noch bis in die frühen Morgenstunden weiter. Ich hab mir übrigens mal nicht gemerkt, wann wer und wie abgehauen ist, das hat mich gar nicht interessiert. Schließlich ist ja bald Weihnachten.
[mg]

4.12.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:06 Uhr
0:45 Uhr
Gasper's Hobbykeller
Gasper, ich
Möhren-Scheiwe, Tiffy, Julia, Tamara

Programm

Knight Rider: Weißer verkackter Vogel
Bud & Spencer: Die Miami-Cops (HALB!)
SCHWING!!! Party on, Wayne! Party on, Garth!
Knight Rider: Unerwünschte Konkurrenz

Zusammenfassung

Ei, war das ein Kontrast. Nachdem wir letzte Woche fast ein Zelt mieten mussten, um alle Teilnehmer unterzubringen, war heute das große Schwächeln angesagt. Tobi war mal wieder die Karre verreckt und Mr. Scheiwe war soo krank, oooh.... Harrer und ich guckten dann erstmal Knight Rider, und zwar die mit Abstand schwulste Folge, die es je gab. Michael trifft nämlich zufällig auf seine Ex-Verlobte, die ihn dank Gesichts-OP aber nicht mehr erkennt. Michael ist hin- und hergerissen zwischen dem knochigen Devon und seiner alten Flamme, es gibt viele "romantische" Szenen, die einfach nur zum Brechen sind, und David versucht, traurig zu sein. Das sieht noch lustiger aus als wenn er versucht, böse zu sein. Derweil kam Scheiwe mit einem 3. Weltkriegsvorrat an Karotten, die er sich den ganzen Abend schwul in den Hals steckte und dann genüsslich knackend (LAUT!) abbiss. Nachdem Tiffy eingetroffen war, startete Filmvorführer Markus Miama-Cops. Doch da wir vor Wochen schon einen super Spencer / Hill - Film gesehen hatten, den Markus irrtümlicherweise mit Miami-Cops verwechselt hatte, war klar: Dieser Film muss nicht zwingenderweise auch super sein. War er auch nicht. Die guten Sprüche konnte man sich an einer Contergan-Hand abzählen, Bud Spencer war noch nicht ganz so unerträglich fett und die Musik kam von Angelo Sasso und seinem C64. Alles ziemlich mau mau mau... Man kann diesen Film zweifelsfrei als Tiefpunkt des Abends bezeichnen. So war das Timing von Julia und Tamara perfekt: Sie kamen, als der Film bereits lief, und gingen ca. eine Viertelstunde später. Ja. Miami-Cops macht einfach Spaß. Wir brachen dann in der Mitte des Film ab und wechselten - schwing! schwing! - zu einem wesentlich excellenteren Film. Als sich die erste Aufregung darüber, dass Tiffy den noch nicht kannte, gelegt hatte, guckten wir mit Begeisterung Wayne's World. Der entschädigte uns dann doch ganz gut für den beschissenen Miami-Cops. Noch ne Folge Knight Rider, und Ende Gelände.
[sk]

27.11.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

ja
auch
Tobi
Ich, Gasper, Scheiwe, Tobi, Tobi's zukünftiger WG-Genosse dessen Namen ich - wie sollt's auch anders sein - natürlich vergessen habe, Lars, Mareen, Imig, Saskia, 3 Kollegen von Lars (Leute, fragt mich nicht nach Namen...)
sicherlich einige von denen da oben, aber da ich nicht mehr weiß, wer gesoffen hat und wer nicht, und ich niemanden zu Unrecht des Nichttrinkens bezichtigen will, stehen hier jetzt mal keine Namen.

Programm

Bier holen
zu Tobi gehen
Sitzplätze sichern
ins Wohnzimmer umziehen, weil Tobi's Zimmer die nach und nach eintreffenden Massen nicht beherbergen kann
Musik hören, rumlabern
nach Hause

Zusammenfassung

So, dann kram ich mal in den Tiefen meines Gedächtnisses und schreibe mit 7-tägiger Verspätung dieses Sprittokoll, dass eigentlich Tobi verfassen wollte, es dann aber auf Gasper abgewälzt hat, der es dann auf mich abgewälzt hat. Genug gewälzt, Zeit für Taten™ (© 2002 CDU/CSU)!
Gasper und ich machten uns also irgendwann auf den Weg zum Kiosk, um überteuerte aber lecker gekühlte Pilse zu erstehen. Da es noch zu früh war (Tobi war noch am Arbeiten oder so, haha!) gingen wir gemütlich Richtung FZW, wo wir auf Lars und 3 Kumpanen trafen, denen er die Vorteile des Sprittwochs näher bringen wollte. Aber schon jetzt konnte man ihnen anmerken, dass ihre Erwartungen offenbar zu hoch gesteckt waren. Was denn gleich so passiert, an dem Sprittwoch, was wir denn da tun würden und so. Obwohl sie ein erklärendes "in die Ecke setzen und Bier trinken" nicht wirklich umzuhauen schien, wagten sie mit Lars den Gang zum Kiosk. Derweil hatte Gasper beschlossen, dass es jetzt nicht mehr zu früh ist und wir gingen schon mal zu Tobi. Dort öffnete uns sein baldiger Mietemitbezahler (Name? Sorry...) die Tür. Tobi war etwas erbost über das frühe Eintreffen seines Kollegen, da er zu dem Zeitpunkt noch gemütlich am Kacken und ct-lesen war (die Zeitung lag übrigens noch den ganzen Abend lecker in der Mitte des Klos auf'm Boden). Während wir auf das Eintreffen gewisser anderer Personen warteten (Scheiwe: fressen, kacken, duschen, malen, alles in ner halben Stunde, jaja..), erkannten wir ein Problem. Tobi's Schlafgemach würde zu klein sein, um alle Gäste ohne Prellungen und Schürfwunden unterzubringen. Es kam wie es kommen musste, wir mussten auf's Wohnzimmer ausweichen. Dort konnten wir aber weder Knight Rider noch irgendwelche anderen filmischen Highlights gucken, so dass wir schließlich nur Musik hörten und sinnlose aber teils unterhaltsame Konversation betrieben. Musikalischer Höhepunkt war "Skaten und Bitches" von Bad Three, Kinder-Hip-Hop vom Feinsten. Was sonst noch passiert ist? Keine Ahnung. Leute kamen und gingen, irgendwann gingen wir auch, das war's.
[sk]

20.11.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:00 Uhr
00:50 Uhr
Hörde Proberaum, ÖPNV, Gasper
Gasper, Kiesler, Scheiwe, Lars

Programm

Proberaum angucken
Zwei außer Rand und Band
Interdiction-CD hören

Zusammenfassung

Mann, war das ein Gehampel. Der Herr Kiesler hat sein Vordiplom errungen, und das wollte selbstverständlich gefeiert werden. Nur wie? Scheiwe, Lars und ich hatten einen dringenden Termin, um Fuckbitch Hüsken in den Arsch zu treten und endlich einen coolen Proberaum zu mieten. Also verbanden wir Pflicht mit Pleasure und schoben unsere jungfräulichen Hintern nach Hörde, während wir Bier konsumierten. Dort guckten wir uns nochmal die schweinegeilen Proberäume an. Zwei standen zur Auswahl, und beide waren besser als der andere. Die Wahl fiel uns furchtbar, furchtbar schwer, doch letztendlich entschieden wir uns für einen Raum unterm Dach, der absolut heavymetalfest zu sein schien: fettes Podest fürs Schlagzeug (quasi naturgewachsen), horrender Coolnessfaktor seitens der Grundaustattung (supergroß, Heizung und Toilette warten auf den Einbau) und ein mehr als netter Vermieter (ab wann wollt ihr Miete zahlen?). Einigermaßen begeistert (was heißt hier einigermaßen - es ist sooo geil!) begannen wir nach der Verabschiedung von Lars den offiziellen Teil des Sprittwochs in meiner Bude und guckten den Klassiker "Zwei außer Rand und Band" mit Bud Spencer und Terrence Hill.
Was soll man sagen? Der Film ist so genial, dass man nur noch staunen kann! Ich hatte eigentlich auch noch die "Miami Cops" da, doch ich hatte im Voraus die beiden Filme komplett verwechselt. Jetzt bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, ob ich Miami Cops überhaupt kenne. Nach dem Film verabschiedete sich Herr Scheiwe, um endlich mal wieder eine Mütze Schlaf zu kriegen (er hatte in der Nacht zuvor grade mal für 11 Stunden die Äuglein zugekriegt), während ich Kiesler den Endmix von Interdictions "Utopia for Sale" vorspielte. Begeistert orderte der wie bereits erwähnt nun mit einem Vorsiplom beschenkte Jüngling natürlich die fertige Version dieses epischen Meisterwerks. Bestellung notiert: Nummer 666 von 500.
[mg]

13.11.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:00 Uhr circa
halb eins oder so
Gasper
Tobi, Andreas, Christiane, Mareen, Scheiwe, Gasper
Hansknecht, Schürmann

Programm

Knight Rider ausprobieren
Darkstar
The Convent

Zusammenfassung

Die Freude war groß, als Herr Fellner mit Andreas und Christiane bei mir auftauchte, denn er hatte mir das neue Knight Rider Spiel zur Ansicht mitgebracht. Auf den ersten Blick war das Spiel recht vielversprechend: nette Grafik, akzeptable Steuerung und zumindest Michael und (ich glaube) Devon parlierten mit ihren originalen Stimmen. Nur KITT musste sich mit einer völlig anderen Stimme zufrieden geben. Das Spiel selbst ließ sich etwas langweilig an. Erst auf einem bekloppten Rundkurs rumfahren und dann in den Skimodus schalten, um bumsbirnenmäßig über enge Überwege zu gleiten. Na egal, wenig später traf Scheiwe ein und wir konnten mit dem ersten Film beginnen.
Crackmaster Fellners Lieblingsfilm "Darkstar", das Erstlingswerk von John Carpenter, stand auf dem Programm und faszinierte die Anwesenden mit seiner gelungenen Mischung aus billigsten Schrotteffekten (angemalte Wasserbälle als Außerirdische, aufregende Buntstiftanimationen als Asteroidenstürme) und tiefphilosophischem Gesülze, bei der intelligente Bomben den Gottkoller kriegen. Während Darkstar lief, kam auch kurz eine Arnsberger Delegation bestehend aus den Herren Hansknecht und Schürmann vorbei. Hansknecht musste nach Dortmund, weil ihm seine Hose geplatzt war. Naja, zurück zu Darkstar. Insgesamt ein sprittwochtauglicher Superfilm, der sicherlich auch noch seinen Platz in der Sprittung Warentest finden wird. Danach wollten wir die Ansprüche etwas zurückschrauben und schauten uns Mike Mendez' "The Convent" an, einen abgefahrenen Horrorfilm mit satanischen Nonnen, zugekifften Rapperpolizisten, schwulen Satansjüngern, aufplatzenden Köpfen und einem häßlichen kleinen Hund. Irgendwann taufte Christiane meinen Teppich mit Bier und entschuldigte sich etwa fünftausendmal dafür, wir aßen leckere Riffelchips von Lidl und überhaupt und so, so muss ein Sprittwoch sein. Dann fing Mareen an zu quengeln und wollte nach Hause fahren, was dann nach etwas Zeter und Mordio seitens Herrn Fellners zur schlußendlichen Auflösung der dieswöchentlichen Sprittwochcommunity führte. Ende, Aus, Amen!
[mg]

6.11.2002 - Missionsarbeit

17:30 Uhr
03:30 Uhr
Sonjas Bude in Schmallenberg - Westfeld
Sonja, Diana, Ewa, Mirijam, Arijana, Judit, Merle, Andreas, Matthias und ich
Carolin, Carola

Programm

Terminator II
Chilli essen
Shrek
Star Trek – Das fehlende Fragment
Matrix (ohne Ton)
Fernseher aus, Musik an
Beklopptes rumtanzen

Zusammenfassung

Ja es war Sprittwoch und ich befand ich mich in Schmallenberg, meine Arbeitskollegen wollten einen DVD Abend machen. So dachte ich mir versuchst du diese Menschen vom wahren Glauben zu überzeugen.
Um etwa 5 Uhr sollte es los gehen, als erstes mit T 2 als orginal Version, Diana und ich traffen um etwa 17:30 Uhr ein, T 2 lief schon. Auf dem Sofa befanden sich allerdings erst zwei Personen und zwar Sonja und Merle, wir setzten uns dazu und beobachteten den T 800. Zum Ende des Films tauchten dann Andreas, Matthias, Carola und Judit auf, zusammen griffen wir uns erstmal Teller und verschlangen das von Sonja gekochte Chilli mit Reis. Nach dem ich fast Feuer gespuckt hatte, da das Chilli etwas scharf war, traff unsere neue Abteilung ein, welche nur aus spanischen Studentinen besteht. Um allen gerecht zu werden sahen wir uns dann Shrek! auf deutsch mit englischem Untertitel an. Übrigens war ich der einzigste (ja das will ich so schreiben) der Bier trank, alle anderen soffen eklig süßen Wein, bääh. Nach dem der Film zuende war und alle anfingen rumzubrabbeln, schob ich ganz heimlich die Star Trek VCD in den DVD Player und stellte den Fernseher auf volle Lautstärke. Den Spaniern gefiel Star Trek zwar nicht so, weil sie ja nichts verstanden, aber alle Deutschen fandens lustig. Na ja, danach hatten die anderen irgendwie keinen Bock mehr TV zu gucken und meinten wir könnten ja den Fernseher ohne Ton laufen lassen und statt dessen Musik anmachen. Tja, was sollte ich tun, also hörten wir bekloppte Musik, irgendwie Insomnia und son Zeug. Doch das schlimste kam erst noch, auf einmal fingen die Spanierrinnen an zu tanzen und alle andern machten auch mit. Und dann wollten sie auch noch das ich mit tanze. Ich ging dann erstmal in die Küche um mein Bier weg zu schütten und mit den Leuten zu labbern die ebenfalls Bier holten. Das gute war das immer irgend jemand da war der nicht rumzappelte, so daß ich immer wen zum scheiße labbern hatte. Tanzen, Junge? Die sind doch bekloppt.
Mit der Zeit hatten dann Gott sei dank immer mehr Leute keinen Bock mehr zu tanzen, so dass wir uns wieder aufs Sofa setzen konnten. So um halb eins war dann mein Bier leer, so dass Diana und ich nach Hause fahren konnten. Die anderen ham dann noch bis morgen um halb 4, weiter gezaubert.
[dh]

30.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:47
01:17
Kieslers Sozialbau
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Imig, Fellner
Tiffy

Programm

2 Folgen Knight Rider
Ragman
Kiesler bzw. die von ihm neu erstellte Knight Rider Rubrik für Sprittwoch.de bewundern

Zusammenfassung

Gegen 19:00 machte ich mich auf den langen und beschwerlichen Weg zum Campus Süd, wo S. Kiesler heute unserer kleinen konspirativen Gemeinde einen passenden Unterschlupf bot. Nachdem ich mich auf meiner Fahrt mit dreimal Umsteigen (auf 6km) und dem Elend anderer Leute (heidnische besoffene Fussballfans) bei Laune gehalten hatte kam ich dann auch schon am Ort der Sprittung an. Aus irgendwelchen Gründen war ich der erste, ich schätze einer dieser Gründe war Scheiwe.
Kurz danach kam Tiffy an, oder kamen zuerst Gasper und Scheiwe? Hab ich vergessen, jedenfalls waren dann irgendwann alle bis auf Imig da und wir starteten das Programm mit 2 Folgen Knight Rider. Die Zwei Folgen hatte ich am Wochenende zwar schon jeweils 2mal gesehen, trotzdem war es wie immer ein äußerst inspirierender Genuss, Michael beim Kampf gegen die Ungerechtigkeit zu bewundern. Nach diesem Highlight kam dann mit Ragman der Film des Abends. Nett, aber da ich ja schreibfaul bin möchte ich an dieser Stelle auf Kieslers Rezension dieses Films bei der Sprittung Warentest hinweisen. Irgendwann während des Films trudelte dann Imig ein, Tiffy dagegen verließ uns vor Ende des Films, weil sie sonst von ihren strengen Eltern wieder wochenlang bei Wasser und Brot in den Keller gesperrt würde. Sie hat uns zwar noch nie von den Grausamkeiten erzählt die sie in ihren jungen Jahren erfahren musste, aber anders kann ich mir nicht erklären warum sie im Treppenhaus Angst hatte das der böse, untote Rocker aus dem Film sie holen könnte. Naja Scheiwe, der Aufrichter gefallener Mädchen, begleitete sie dann Heldenhaft zu ihrem Auto. Hier stellt sich natürlich die Frage wem ich in dunklen Treppenhäusern lieber begegne, untoten Rockern die "alle fertigmachen" wollen, oder dem angetrunkenen Scheiwe.
Nachdem wir mit dem Film durchwaren, präsentierte Kiesler voller Stolz (zu Recht) die neue Knight Rider Analyse, die mittlerweile als erster Teil die Rubrik "Spritt for fun" ziert. Leider blieb mir zum bewundern nicht allzu viel Zeit, da Imig auf Grund des Sprittentzugs fahren wollte. Die Gelegenheit ließ ich mir natürlich nicht nehmen, einmal Bus reicht für einen Tag. Gegen 01:28 war ich dann wieder zu Hause und begann, vom Spritt beflügelt mich mental auf meine 08:00 Uhr Vorlesung vorzubereiten.
Fazit: Ein recht ordentlicher Sprittwoch, die positive Entwicklung nach den Durchhängern der vergangenen Wochen lässt mein Herz frohlocken.
[tf]

30.10.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
22:30 Uhr
Arendt
Arendt und ich

Programm

Fussball, 1 Halbzeit (Dortmund gegen London)
Pulp Fiktion
Fussball, 2 Halbzeit (Dortmund gegen London)

Zusammenfassung

Eigentlich war überhaupt kein Sprittwoch geplant, aber ich musste noch einige Sachen von Arendt holen die ich beim letzten mal vergessen hatte. Ich kam also bei Matze an und musste den Herren erstmal wach Klingeln. Nach 20 Minuten öffnete er mir dann halbnackt die Tür.
Er fragte mich ob ich ne Warze haben wolle, darauf antwortet ich frölich mit Tülle. Matze schraubt sich heute mal statt Bier zwei Pullen Wein rein, welche er auf seinem Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Mit Begeisterung erzählte er mir dann wie geil doch Pulp Fiktion sei und das er denn Film seit letzte Woche schon 10 mal gesehen hätte. Am geilsten sei aber die Anfangsscene, wo Mr. Jackson und Mr. Travolta das erste mal zu ihrem Boss kommen. Ich konnte mich leider nicht an diese Scene erinnern, aber Arendt versprach mir, mir die Scene während der Halbzeit des Fussballspiels zu zeigen. Um halb neun fing dann endlich das Spiel an, im Fernseh passierte dabei nicht viel, allerdings bei uns im Raum. Als Dortmund nämlci das erste Tor schoss sprang Arendt auf, hüpft wie bekloppt schreiend rum, um dann wunderbar auf die Fresse zu fallen. Er fiel seilich aufs Sofa, dabei schob er dieses nach hinten, wobei erst sein Wecker und dann mehre CDs von den Schränken vielen, also ein super "Arendt". In der Halbzeit spielte mir Matze dann die tolle Scene vor, beim ersten mal gucken war die eigentlich unlustig, aber nach 30 mal wurds echt witzig. Dann guckten wir uns noch schnell den Teil an wo Bruce Willis mit dem Schwert den Typen aufschlitzt, und der Neger Z die Eier wegschießt, dies war besonders in Zeitlupe sehr witzig, da man richtig sieht wie die blutigen Eier durch den Raum fliegen. Dann gabs die zweite Halbzeit, und nach dem Fussbal ging ich nach Hause.
[dh]

23.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

acht Uhr irgendwas
ein Uhr und ein bißchen
a la maison Fellner
Tobi, Tiffy, Gasper, Imig
Saskia

Programm

Ey Mann, wo tut mein Auto sein!?
Joint Venture
666 - Traue keinem, mit dem du schlafen tust

Zusammenfassung

So wegen Sprittwoch. Sprittokoll. Die Lust, Grammatik einzuhalten zu tun hälld sich in grenzen. Also heute mahl nicht. Wahrum? Weil keiner der nomral spritenden Meer lust Hat sich, richtik zu angaschieren. Der eine hockt dohf im kämerlein, der Andere hockt noch döfer im Haus da drinne. Scheiwe und Kiesler. Arnsberger. Abschaum der Menschheit. Dagegn wir: Tobi Tiffy ich. pünktlich wie Die maurrer in den Wonung von Tobi, wo die Sprittung stattfinded. Zuerrst gibt es viel Spas bei dem verkiften Autohfillm mit den bill- und Ted Abklattschen die so ähnlich, wie die aussehen tun. Dann tuten wir drei Joint Venture höhren, was sehr schön und cool war vor allem, weil, einer von dehnen mit vihrzig am herz - Infarktt verekt ist. aber supi Mussik. Nachdem wir 666 reinschmeissten kamen wenig spähter Imig und Ssakia an , wo wir schon gewesen sein waren getahn harben.
Als der Fillm vorbei gewesen sein wahr, gingte ich weg wegen der komme von meine Bus, der kahm. Also schnell zu der Stelle des Halltens wo, der Bus fünnf minuten spähter kammen tute und ich einsteikte um, damit zuhause zu faren. War knab, und dofe Leute in weisen Jakken lammentihrten auch da rum. Wen nechste woche kein gescheiter Spritwoch ist gehe ich wohin der Feffer wechst mal gucken ob, da meer Los ist. Aber war gut auch one die blöhden Urspritolohgen. Wir haten Spars. Fielleicht wahrs ogahr besser?!? Nur 2 Leute mit SprittCard, peinlich, peinlich, meine Herren. Vor allem Sie, Herr Kiesler, Sie hätten viertel nach 1 ohne Probleme im Bettchen liegen können (Nachtbus). Also: nächstes Mal mehr Initiave.
[mg]

23.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00
02:45
Mein kleines Cracklabor
Gasper, Imig, Fellner
Tiffy, Saskia. Unentschuldigt abwesend: Scheiwe, Kiesler

Programm

Musik
Ey Mann wo ist mein Auto
Musik (Joint Venture)
666 Trau keinem mit dem du schläfst
Musik

Zusammenfassung

Nachdem eigentlich auf dem letzten Sprittwoch die Idee aufkam mal wieder einen Sprittwoch extern im Kino (Austin Powers III) abzuhalten, viel diese Idee aufgrund der fehlenden Planungs- und Einsatzbereitschaft diverser Sprittologen ins Wasser. Alternativ fanden sich einige Sprittologen dann in meinem als Trinkhalle getarnten Cracklabor ein um unseren Göttern, dem Spritt und Fleischhorst zu huldigen. Aus irgendwelchen Gründen waren von den am Dienstwoch gekauften 20 Grafenwalder nur noch 4 da, dementsprechend erleichtert war ich als gegen 20:07 Tiffy mit einer Flasche Vodka sowie außerordentlich schmackhaftem Orangensaftkonzentrat eintraf. Etwa 2 min nachdem ich das erste Bier geöffnet hatte klingelte das Telefon und Tiffy konnte mir die folgende Stunde beim Telefonsupport meines Lieblingskunden zuhören. Aufgrund des konsumierten Vodka-Os und der bewusstseinserweiternden Musik von Dead Can Dance schien ihr das aber nicht soviel auszumachen. Nachdem ich nach einer Stunde dem Kunden mitteilte, dass ich jetzt leider keine Zeit mehr für seine weltlichen Trivialprobleme mehr habe da ich unseren wöchentlichen Sektenabend abhalten muss, trudelte gegen 21:00 Markus ein. Er war vorher noch aufgehalten worden, da er die desolate Moral einiger Sprittologen in einem offenen Schreiben monieren musste.
Als erster offizieller Punkt der Tagesordnung wurde sich "Ey Mann wo ist mein Auto" reingezogen. Obwohl ich den Film schon diverse Male gesehen hatte viel mir bei dieser erneuten Analyse erstmals auf wie stark dieser von Bill und Ted abgekupfert ist. Dude statt Hoschi, ewiges Kopfwackeln und ein Niveau das sich erst nach ausreichendem Sprittkonsum in seiner ganzen Pracht erfassen lässt. Kern der Story ist der allseits immer wieder angestrebte Filmriss und die Rekonstruktion der vergangenen Nacht. Dieser mühsame Weg der Erkenntnis wird von kiffenden Hunden, karatetigerlehrmeisterdeutschsprechenden Esoterikern, "geilen Schnecken", schwulen schweizer Kontinuumtransfunktionatorwächtern, "extrem heißen Riesenaliens" und anderen Abstrusitäten begleitet. Am Ende wird die Welt von den beiden Assiprotagnisten gerettet, was aber auch nur dank der inspirierenden Wirkung des Discovery Channels möglich war. Alles in allem ein fürchterlich abgedroschener, zweidimensionaler sprich sehr guter und vor allem Sprittwochtauglicher Film.
Pünktlich nach dem Film traf dann Imig (der darum gebeten hat den Spaltertitel von ihm auf diverse andere Sprittologen zu transferieren) mit seinem Weibchen Saskia ein. Nachdem sich jeder einen Platz auf meinem Bett ergattert hatte, sprittete die Runde fröhlich zu den süßen Klängen von Götz Widmann und seiner phantastischen Zweimanncombo Joint Venture (RIP Kleinti) nur Saskia hielt sich mit einem verzerrten Lächeln und verkrampften Fingern an einem Glas Orangensaft aus 100% Orangennektar fest. Nachdem allgemeine Unruhe aufkam und Klassiker wie "der trinkende Philosoph" oder "Chronik meines Alkoholismus" keine ausreichende Unterhaltung mehr boten, kam mit "666 - trau keinem mit dem du schläfst" der zweite Film mit dem wir versuchten den Niveauüberschuss, der durch den am letzten Sprittwoch konsumierten "Minority Report" verursacht war, abzubauen. Netter Film mit einigen mehr oder weniger originellen Ideen. Der Sohn des Teufels kommt auf die Erde und macht mit dem Nachkommen Fausts einen Pack à la Rückgewinnung der Freundin gegen unsterbliche Seele oder so aus. Leider ist Mephisto II eine Schwuchtel (Sein Vater steckt sein teuflisches Teil übrigens auch gerne mal "dahin wo keine Sonne scheint")und verliebt sich in Faust. Dann folgt ganz viel Konfusion, der eine oder andere gute Gag bis am Ende der Abspann kommt. Unterbrochen wurde das ganze öfter mal von Imig?s Fragen, der offenbar Mühe hatte dem überaus komplexen Plot zu folgen. Alles in allem eher Hausmannskost, aber dennoch unterhaltsam und kurzweilig.
Unmittelbar nach dem Film musste Markus uns dann verlassen, da er noch seinen Bus zurück in seine Plattenbausiedlung bekommen musste. Der verbleibende Rest sprittete bei angenehmer Musik noch bis etwa 2:45 weiter, bis ich mit dem Marsch der Nationalen Volksarmee das Ende des Sprittwochs einläutete.
Alles in allem ein recht erfolgreicher Sprittwoch, bei dem die Anwesenden bis auf eine Ausnahme dem Flaschengeist in angemessenem Maße huldigten. Beim Stichwort Anwesende liegt aber auch der Hauptkritikpunkt. Da ich selbst erst vor nicht allzu langer Zeit dieses hervorragende Forum für meinen schon lange in mir glühenden Glauben gefunden habe, steht mir wahrscheinlich keine Kritik zu, trotzdem finde ich es bedauerlich wie sich der allgegenwärtige Werteverfall unserer kaputten Gesellschaft jetzt auch in dieser hoffnungsvollen Religionsgemeinschaft breit macht. Ich bitte die die sich angesprochen fühlen (sollten) noch mal zu überdenken ob man der trivialen weltlichen Existenz wirklich einen höheren Stellenwert als dem transzendenten Glück eines gepflegten, sprittwöchlichen Suffs einräumen sollte. Naja nächste Woche ist ja auch wieder Sprittwoch, dann hoffentlich mit besserer Beteiligung.
[tf]

16.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

so 21:30 Uhr
1:00 Uhr
Gasper (mal wieder)
Tobi, Gasper
Scheiwe, Volkschlägel

Programm

Musik
Minority Report
Predator 2

Zusammenfassung

Tja, das hat man davon. Kiesler muss morgen so gegen vier Uhr in der Uni erscheinen, um noch einen Platz in der sagenumwobenen Künstliche Intelligenz Vorlesung von Sergeant Terminator zu kriegen, da mosert Scheiwe auch schon rum, sein Mac sei unfähig, Minority Report in dezenter Qualität auf den Bildschirm zu bringen. Also wurde der Sprittwoch zum dritten Mal in Folge zu meiner Wenigkeit verlegt, was eines nahelegt: entweder nächste Woche Radler-/Langeweilesprittwoch bei Scheíwe, Sprittwoch classic bei Kiesler trotz folgender Hastalavistaterminierung oder... keinen Sprittwoch! Die Disposition war grauenhaft. Imig (der Spalter) trieb sich in der Nähe Kieslers (des Spalters) herum, Scheiwe bekniete seinen Apple"computer", einmal was richtig zu machen und verzichtete auf Bier, Volker war mit dem Auto da und so blieben nur Tobi und ich über, die die Fahne und die Ehre des Sprittwochs und der Sprittologie hoch hielten.
Wir taten dies bei einer dezentralen Pressemustersicherheitskopie von Minority Report, dem neuen Knaller von Tom L. Ron Cruise und dem mäßig inszenierten, aber dennoch sprittwochtauglichen Gewaltspektakel Predator 2. Was soll ich schon sagen? Die Filme waren erträglich, das Bier gut, der Spaß angemessen, das Verhalten manncher sogenannter, allerdings nicht anwesender Sprittologen enttäuschend. Kein Wunder, dass sich die Gemeinschaft bald nach dem Pflichtteil auflöste. Ohne zu herbe Kritik üben zu wollen, aber der Schwung, der durch die externe Sprittwochaktion aufkeimte, droht zu verblassen. Oh Brüder und Schwestern im Geiste! Lasst uns die zerbrechliche Pflanze des mittwöchlichen Spritts nicht verwelken, sondern indes aufkeimen und gedeien lassen, auf dass uns ihre Äste dereinst Trost und Schatten spenden in den Tälern, die wir noch durchqueren mögen. Und ich sage das nicht bloß, weil mal jemand anders dran ist mit Zimmer zur allgemeinen Vermüllung zur Verfügung stellen. Achso, die neue Knight Rider / Spritt for Fun Rubrik wird ein Knaller, soviel mal vorweg!!
[mg]

9.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:15 Uhr
2:30 Uhr
dem markus sein klein Häuschen
Markus, Jens, Tobi, ich
Mareen

Programm

1,5 Folgen Knight Rider
Vier Fäuste gegen Rio
MAU! MAU!
Austin Powers 3

Zusammenfassung

Was für ein Timing! Punkt 2 Minuten nach halb Acht kreuzten sich Markus' und meine Wege vor Lidl, wo wir unsere Getränkevorräte aufstockten. Herr Scheiwe musste "noch schnell" was essen. Als wir dann um fünf vor Acht am Wohnheim ankamen, hatte er seine Gorillaportion gerade auf und schwang sich auf seine Harley, um dem Lidl-Personal den pünktlichen Feierabend zu versauen. Wir begannen den geselligen Abend mit anderthalb Folgen Knight Rider und lauschten Scheiwes Erzählungen der Ereignisse des Vortages. Der Herr hat sich nämlich auf irgendner BWL- oder WIWI-Party rumgetrieben, und die wissen wie gefeiert wird: Gegen 2 Uhr ham se die Leute nämlich rausgeschmissen, weil se "morgen noch was lernen müssen", haha! Daraufhin hat Herr Scheiwe mit seinen Kollegen diverse Wohnheime abgeklappert und wahllos bei irgendwelchen fremden Menschen geschellt, ob sie ihm noch Bier verkaufen wollen, jaja... So, aber das war das "Gestern", wie ging das "Heute" weiter? Mit Bud Spencer und Terence Hill. Im Minutentakt kloppten uns unsere Helden die absurdesten Sprüche um die Ohren, der Dicke war wieder nur am schwitzen, es war einfach herrlich. Scheiwe fing auf einmal an rumzuschwärmen, dass Bud Spencer zwar total fett, aber eigentlich sehr gut in Form ist ("Da schwabbelt aber nix!"). In der Zwischenzeit kamen dann auch Tobi und Mareen an und gaben leichtsinnigerweise zu, dass sie Lava-Lava noch nicht kannten. Also guckten wir wieder mal spontan alle Folgen, oh Kacke... Abschließend den neuen Austin Powers, auf englisch. Ich war zwar nicht so begeistert wie der Rest der Mannschaft, aber einige sehr geile Szenen zauberten auch auf meine Lippen ein äußerst zufriedenes Lächeln. Damit ging ein eher unspektakulärer, aber dennoch grundsolider Sprittwoch Classic zuende und als Belohnung für meine penetrant nervige Fragerei fuhr mich Taxi Mareen sogar noch nach Hause, toll!
[sk]

9.10.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
23:30 Uhr
Arendts Pirania Zuchthaus
Balko, Arendt und ich

Programm

Piranias beobachten
Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle
Rats Grill
TV Total

Zusammenfassung

Um viertel vor acht war bei Arendt treffen, ich war etwa um acht da. Als erstes zeigte mir Arendt stolz seine Piranias, ürsprünglich waren es wohl mal 4 doch nach einer Woche haben die 3 größeren den etwas kleinereren aufgefressen, jedenfalls schwamm nur noch sein Kopf im Becken rum. Letze Woche hat Matze auch noch nen paar andere Zierfische gekauft, doch die waren bereits nach einem Tag weggefressen. Mittler weile haben zwei der Piranias dem einen auch schon wieder nen Teil der Schwanzflosse weggefressen.
Na ja, nachdem wir die Fische recht lange bestaunt hatten traff dann auch endlich Schürmann ein und er hatte den Bud Spencer Film mitgebracht den wir auf Kieslers Geburtstag bereits ein paar Minuten gesehen hatten. Wir setzten uns dann auch direkt hin um den Film zu geniesen, allerdings war das recht schwierig, da Arendt dauernd dazwischen kwatschte, weil er vom Ratsgrill was zu essen habe wollte und Schürmann fahren sollte. Doch Schürmann hatte keinen Bock, so dass die beiden dauernd am rumdieskutieren waren wann, wie und wo wir was zu essen bekommen könnten. Bei verdammt guten Scenen unterbrach ich die beiden meisten mit meinem Lachen, so dass sie sich auch ne Zeit auf den Film konzentrieten. Fastzienierend war das Arendt einige Dialoge/Sprüche noch auswendig kannte, z.B. „Wetten wa das du gleich nach oben guckst, dich dann dreimal drehst und einen Zahn verloren hast?“, oder „ Hat dir schon mal einer mit nem Vorschlaghammer nen Scheitel gezogen?“ , super.
Nachdem der Film dann zu ende war und Arendt zimlich lange gequengelt hatte, fuhr Schürmann dan auch endlich zu Ratsgrill. Für Arendt gabs nen Schnitzel mit Pommes und Kroketten, für Schürmann nen Hamburger mit Pommes und für mich ne Pommes Majo, jam, jam. Während wir assen sahen wir uns TV Total an und zogen unsere letzten Warzen leer. Arendt lud uns dann noch nächste Woche Dienstag zu seinem Geburtstag Zuhause und Samstag zu seiner offizielen Patty inna Hütte ein und dann gingen wir auch nach Hause.
[dh]

2.10.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:00
3:00
Gasper / Tobi / Platz an der Sonne / Spirit
Gasper, Kiesler, Scheiwe, Tobi, Tiffy, Imig (der Spalter), Saskia, Mareen

Programm

halbe Stunde Knight Rider
bei Tobi Sprittanzüge bemalen
Platz an der Sonne
Spirit

Zusammenfassung

Während Scheiwe schnell nochmal zum Schwimmen fuhr, nistete sich Herr Kiesler so gegen 21 Uhr bei mir ein, und wir guckten Knight Rider. Leider nur eine halbe Stunde lang, da kam auch schon Scheiwe hoch und hebelte uns aus unseren Sitzen in Tobis Auto, mit dem wir schließlich zu dessen Wohnung fuhren. Dort bemalten Scheiwe und Tiffy unsere Anzüge mit feiner Schrift, die unsere Internetadresse und auf der Rückseite unser Motto offenbarte: "Sprittwoch goes Wal-lalla". Auffällig: Scheiwes erstaunlich feminine Art zu schreiben. Da schlägt wohl die Radlerpisse so langsam aufs genitale Zentrum. Die Anzüge bestanden aus einem absolut nicht atmungsaktiven Zellstoffscheiß, der uns bald alle in wohlig-warme Schweißwolken hüllte. Imig (der Spalter) weigerte sich, den Anzug des Spritts zu tragen, und er lachte nur blöde über unser wahrhaft geniales Outfit. Wenn in ein paar Jahren alle Sprittanzüge tragen, dann ist er sicher an vorderster Front dabei und kommt sich toll vor, aber einen eigenen Trend zu schaffen, hatte der Spalter-Imig keine Lust.
Kiesler schaffte es schon nach 10 Minuten, seinen Sprittanzug, respektive dessen Reißverschluß, kaputt zu kriegen. Erst Saskia konnte nach minutenlanger Fuckelei dem gepeinigten Sprittologen aus der Misere helfen. Wir bekamen schon auf dem Weg zum Platz an der Sonne heftigsten Applaus und aufmunternde Sprüche für unsere gewagte Abendgarderobe. Als wir uns dann erstmal schön verlaufen hatten, kamen wir auch prompt zweimal an den gleichen Gestalten vorbei, die uns (nachdem sie uns gebührend ausgelacht hatten) den Weg erklärten. Im Platz an der Sonne war es proppenvoll - ausgezeichnet, die Missionierung möge beginnen. Der Sprittanzug sorgte für eine locker-religiöse Atmosphäre, in der sich viele potentielle Jünger von den angenehmen Auswirkungen unseres Gottes (Bier) überzeugen ließen. Und schon bald war die Stimmung auf einem Höchstpunkt angelangt. Was eben noch ein überfüllter Laden voller unbespritteter Schlechtgelaunter war, verwandelte sich vor unseren Augen in eine sprittwochkonforme Spaßhölle. Nur Imig (der Spalter) miesepeterte pikiert in sein kleines Bierchen hinein. Er biß sich wohl gerade mental in den Arsch, weil er keinen Sprittanzug trug. Außerdem trafen wir im Platz an der Sonne tatsächlich einen uns unbekannten Sprittwochfan, der vor allem von den Filmreviews begeistert war und uns zudem noch einen weiteren Film empfahl. Was war das denn noch gleich? Bitte nochmal melden!!
Aber auch ansonsten hüllt sich mein Kopf in Dunstschwaden des Vergessens, was aber wohl an der schlechten Luft im Platz an der Sonne gelegen haben muss und nicht etwa am Bier. Jedenfalls wechselten wir den Laden und gingen ins Spirit, das - oh Überraschung - zur Abwechslung völlig überfüllt war. Hier probierten wir unsere Sprittanzüge beim Moschen aus, was leider sehr zur Auflösung selbiger beitrug. Als ich jedenfalls einige Stunden und Biere später mit Mister Kiesler die Heimreise antrat, klaffte ein gewaltiges Loch in meinem Schritt. Tja, mein Reißverschluß geht halt hoch, nicht zu.
Ergänzung kieslerischerseits: Damit sich der interessierte Leser ein Bild von den Anzügen machen kann (konnten wir mangels Fotoapparat leider nicht): Es handelte sich um 3 Euro billige Ganzkörperanzüge für "leichte Malerarbeiten über Kopf". Richtig gelesen: Ganzkörper. Von der ewig ins Auge peitschenden Kapuze, über den beängstigend engen Schritt, bis hin zum Fuß schmückte uns ein leuchtend weißer Einteiler. Zu Tobi's großer Idee, die Schrift mit Textmarker nachzuziehen, damit sie im Schwarzlicht richtig hervorsticht, sag ich jetzt nix mehr. Gelber Textmarker auf weißem Grund, Schwarzlicht, man kann sich ja denken wie toll das geklappt hat. Und die einzige Schnittstelle nach draußen war der fuckelige Reißverschluss vorne, der das Urinieren zu einer qualvollen Herausforderung gestaltete. Derart pfiffig verpackt mussten wir uns unterwegs so originelle Sprüche anhören wie "Ist hier wieder'n Reaktor explodiert?", "Ihr seht ja aus wie Riesenspermien!" oder schlicht und einfach "Frauen stehen aber nicht auf solche Anzüge." Ja Junge, klugscheißen kann ich auch, aber dieses Corporate Design ist nunmal praktisch! Beispiel Spirit: Ich komme von der Theke, Laden rappelvoll, wo sind nur Scheiwe und Gasper? Plötzlich wackeln irgendwo zwischen all den schwarzen Kutten zwei weiße Mützen auf und ab, bingo! Was ist noch passiert? Während Saskia vor einem Kiosk an meinem Reißverschluss rumzerrte (was auch für irritierte Blicke sorgte), kaufte sich Tiffy spontan ein Seifenblasengerät. Kurze Zeit später tanzten an einer belebten Kreuzung 4 fröhliche Sprittologen in ihren lächerlichen Anzügen um die lustig blubbernden Seifenblasen im Kreis und sprangen dabei auf und ab.
Ach ja, hiermit möchte ich mich nochmal ausdrücklich bei dem Kerl entschuldigen, dem ich im Platz an der Sonne ein schönes, großes und vor allem volles Bier auf die Jacke gezaubert habe. Sorry, war an dem Abend irgendwie etwas ungeschickt... :-)
[mg, sk]

25.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:00
1:45
Gasper
Kiesler, Gasper
Volker

Programm

Knight Rider (2 Folgen)
Krieg der Eispiraten
Invasion vom Mars

Zusammenfassung

Nachdem wir beim Lidl Bier besorgt hatten (und ich staunen durfte, dass am 25. September bereits die gesamte Produktpalette an Weihnachtsschmarren inklusive Adventskalender auslag), machten Kiesler und ich es uns in meiner schmalen Bude bequem. Ich spielte dem Herrn diverse neue akustische Ergüsse vor, wovon er sicherlich einige auf seinem spirituellen Einkaufszettel notierte, dann traf Volker ein, und es konnte endlich mit Knight Rider losgehen. Zwei Folgen standen auf dem Programm, eine davon Megakult, nämlich die mit KITTs bösem Zwillingsbruder KARR (Knights automatisch reagierender Roboter). Highlight: KARR stellt mit seiner trocken knärzenden Stimme fest: "Ich habe keine Eier." Wahnsinn, welche Wortwitze sich so erschließen, wenn man eine aus der Kindheit bekannte Serie nochmal mit der geistigen Reife eines jungen Erwachsenen betrachtet. Auch die andere Knight Rider - Folge war okay, vor allem der gruselige Sean Connery - Verschnitt, der sich als bierbauchig-bärbeißiger Bösewicht verdingte.
Danach wurde es schlimm. Allenorts als kultbehaftete Superparodie auf diverse SF-Filme angepriesen, enttäuschte uns "Krieg der Eispiraten" trotz einiger geiler Sprüche, die dafür dann aber durch die Bank politisch höchst unkorrekt waren, durch seine widerwärtigen Längen und eine Bildqualität, gegen die Kieslers alte Tele 5 - Aufnahme von Ragman wie eine frisch gepresste Superbit-DVD wirkte. Vor allem Volker war angepißt, denn er war mit dem Auto da und durfte sich den Film nicht einmal schön trinken. Den Kultfaktor in diesem Film konnte jedenfalls keiner der Anwesenden entdecken. Halbwegs enttäuscht verabschiedete sich Volker, und wir legten das nächste Highlight in den Schacht meines getreuen DVD-Laufwerks: "Invasion vom Mars". Und zwar das augenkrebserregende Original von 1953, wohl einer der ersten abendfüllenden Farbfilme ever. Über die Bildqualität decken wir jetzt mal den Mantel des ehrfürchtigen Schweigens, der Film selber ist fast noch schwachsinniger als "This Island Earth", der ja für Mystery Science Theater 3000 verwurstet wurde. Und so fühlten sich Kiesler und ich auch bald wie Metallenten und sprechende Kaugummiautomaten, denn angesichts der stoischen Blödheit, die sich auf dem Bildschirm zutrug, flutschte uns so mancher flotter Kommentar von den Lippen. Danach reichte es aber, und nachdem wir uns noch einige geile Bildchen von Salma Hayek angeguckt hatten, schickte ich den offensichtlich angetrunkenen Herrn Kiesler nach Hause.
[mg]

25.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20:00
23:30 Uhr
meine Luxusdachgeschosswohnung
Diana und ich

Programm

Walt Disneys Robin Hood
TV Total

Zusammenfassung

Nachdem Diana und ich bei Mc Dreck essen waren, überredete ich sie einen Sprittwoch zu machen. Ich holte also zwei Flaschen Wein aus dem Keller, schloss den Videorecorder am Fernseher in meiner Bude an, öffnete eine Tüte Flips und suchte einen geeigneten Film aus meinen Videoarchiv. Wir entschieden uns Robin Hood mit dem am Finger lutschenden Prinz John zu gucken. Es war keine Fehlentscheidung, allein die Anfangsmelodie bereitet einem Freude und ansonsten ist der Film auch sehr Sprittwoch tauglich.
Na ja, nach dem happy end sahen wir uns dann noch TV Total an, aber mitlerweile muss ich sagen, dass mir Stefan Raab so ein bisschen aufen Sack geht. So mancher Witz is zwar noch lustig aber im allgemeinen bereiten die Sendung einem nicht mehr so viel Spaß.
[dh]

18.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15
1:15 oder so
Kiesler
Kiesler, Gasper, Scheiwe, Lars, Eisenberg, Tiffy

Programm

Clever & Smart (furchtbar!)
Star Trek (schon wieder)
Cornholio braucht Klopapier für sein Arschloch
Lava-Lava! (schon wieder!)
Seebestattungsvideo
Sinnlose Besinnungslosigkeit und Schlüsselverlust

Zusammenfassung

Als wir bei Kiesler frisch mit Bier beladen ankamen, war dieser noch keineswegs fertig, um uns angemessen zu empfangen, sondern fummelte halbgar engagiert an seinem PC herum. Er war dabei, Beavis und Butthead zum Gucken umzuwandeln. Tja. Wir erinnerten uns, dass wir seinerzeit ja mal diese seltsamen, uralten Clever & Smart- Tapes geschenkt bekommen hatten, also rein damit in den Videorecorder. Beobachtung Nummer eins: die Folgen sind noch schlimmer und unaushaltbarer als die von Kieslers DVD. Karl Dall lallt teilweise einfach irgendeinen besoffenen Schwachsinn über Clevers schlecht animierte Lippen und die Musik ist zum Weglaufen! Beobachtung Nummer fünf: wir müssen etwas anderes gucken. Weil Tiffy irgendwo in der Wallachei stand, beschloß Jens, nach Hause zurückzulaufen und sie mit seinem Moped abzuholen. Währenddessen präsentierte Kiesler seinen beiden in dieser Hinsicht unbedarften Kommilitonen die neuvertonte Special Edition der Star Trek-Folge "Das fehlende Fragment", was wohl langsam zu einer festen Sprittwocheinrichtung wird. Kurz nach Beginn der Folge kam auch schon Tiffy an, ohne Jens, denn der sollte sie gar nicht abholen. Also fuhr Jens mit dem Moped zurück zu Kiesler und nahm weiter am Sprittwoch teil. Nun hieß es: "Komm zu Butthead!" und damit Start frei für den kongenialen Kinofilm zur MTV-Fernsehserie. Beavis und Butthead machten es also in Amerika, während Tiffy uns schon wieder verließ.
Fazit: der Film ist zwar genial, aber ziemlich kurz, und so musste das Programm schon bald wieder weitergedacht werden. Wir kamen auf Lava-Lava, denn das hatte sich ja schließlich schon letzte Woche bewährt. Wenn wir jetzt allerdings jede Woche Lava-Lava gucken, werde ich verrückt (was sich später auch noch bewahrheiten sollte). Dem KKK (Kiesler-Kommilitonen-Klan) gefiel Lava-Lava nur auszugsweise, so dass die beiden bald gen Bochum / Düsseldorf verschwanden. Irgendwo zwischen dem dritten und vierten Bier (wir hörten gerade irgendwelche Brüllwürfelmusik) schmiss Kiesler das absolut freakige Seebestattungsvideo rein, das mit unglaublich schlechten Schauspielern aufwartete, deren Minenspiel die Trauerfeier zu einem humoristischen Höhepunkt für uns umwandelte. Obwohl ich im Endeffekt nur 4 Bier getrunken hatte, bekam ich die folgenden Auswirkungen des Alkohols zu spüren: Jens war kurz davor, seinen Ententanz zu repetieren, Kiesler bekam vor lauter Anschwulereien unsererseits kaum die Hand an die Maus und ich, tja, ich vergaß beim Verlassen der kieslerschen Wohnung prompt meinen fucking Schlüssel, was mir natürlich erst vor unserem Wohnheim bewußt wurde. Also durfte ich bei Scheiwe auf dem Fußboden pennen. Herrlich, vor allem, weil ich in der Nacht zuvor kaum eine Döppe zugemacht hatte. Schön war aber der Besuch bei Kiesler am nächsten Morgen, so gegen 10 Uhr, als mir der Herr völlig verstrahlt und im peinlichen Pyjama öffnete und mir zerknittert meine Schlüssel überreichte. Positiv: Kiesler dachte schon im morgendlichen Dämmerzustand an den nächsten Alkohol und fragte mich, ob ich Freitag mit ins Spirit wolle. Gewohnt starke Leistung!
[mg]

18.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

21 Uhr
22 Uhr
Schürmann's Furzloch
Ich (Schürmann), Hans

Programm

Hans und Ich (Evil Eisenherz) tranken zwei Bier.
ENDE

Zusammenfassung

Hier gibt es nix zu Berichten. Zwei Bier gekippt. Fertig aus.
[ds]

11.9.2002 - Zweigstelle Arnsberg

20 / 20:30 Uhr
1:30 Uhr
Landsitz der Familie Kiesler
Gasper, Schürmann, Hans, Dirch Hoffmann!, und ich
Julia und Laura

Programm

Alles auf und zu
Knight Rider
Star Trek: irgendeine Folge
Lava-Lava!
Staplerfahrer Klaus
Praxis Dr. Hasenbein

Zusammenfassung

Da meine Eltern in Urlaub waren hatte ich die verantwortungsvolle Aufgabe, mal ne Woche nicht nach Dortmund zu fahren, sondern unseren Landsitz in Arnsberg zu bewachen. Damit Gasper nicht ohne Sprittwoch erstickte, fuhr ich natürlich rechtzeitig rüber, erledigte wichtige Sachen und transportierte ihn dann mit nach Arnsberg. Nachdem er seinen Eltern guten Tag gesagt hatte und ca. 15 Minuten lang ein braver Sohn war, verabschiedete er sich auch schon wieder und gab den leisen Lockrufen des Alkohols nach.
Los ging's irgendwann zwischen acht und halb neun. Ungeduldige Arnsberger Sprittologen, die offenbar noch nicht mit unserem flexiblen Zeitgefühl vertraut waren, hatten mich bereits den ganzen Tag hektisch angerufen und sich viel zu früh am Austragungsort versammelt. Es dauerte noch einige Stunden, bis ich alle Fenster kontrolliert und verbarrikadiert hatte, dann konnte endlich Michael Knight den Abend einläuten. Korrektur des vorletzten Dortmunder Sprittokolls: Julia findet David Hasselhoff total klasse und ist ein absoluter Knight Rider Fan! Irgendwann war der Hasselhoff'sche Spuk dann auch wieder vorbei und wir überlegten, was man denn noch so gucken könnte. 'Spontan' bepissten wir uns also mal wieder über eine geniale Star Trek - Folge (welche weiß ich nicht mehr). ACHTUNG! Wir sind KEINE Star Trek - Fans! Es handelte sich mal wieder um eine der nachvertonten Folgen. Man kann das gar nicht oft genug sagen... Zwischenzeitlich hielten es Julia und Laura nicht mehr aus und verkrümelten sich, ohne zu wissen, dass das Beste, und ich meine wirklich das BESTE noch bevorstand. Zur rauhbeinigen Männerrunde geschrumpft entschieden wir, erstmal alle Folgen Lava-Lava zu gucken. Wer das nicht kennt, hat was verpasst. Kam mal auf Pro7. 3-minütige Cartoons mit völlig kaputten Menschen, die die ganze Zeit nur rumschreien und Tiere mit detailliert gemalten Klöten, die die ganze Zeit "Mau! Mau!" brüllen, kacken, urinieren und Fausttänze aufführen. Kann man echt nicht beschreiben, muss man gesehen haben. Doch was war das? Während wir uns alle fürstlich amüsierten und Hansknecht sich fast die Lunge aus dem Leib hustete, saß Schürmann nur gelangweilt da und brummte unzufriedenes Zeug wie: "Böö, scheiße. Langweilig. Oh nää, nich noch ne Folge..." Und wir guckten alle 14 Folgen! :-) Der anschließend auf dem Bildschirm erstrahlende Staplerfahrer Klaus erheiterte ebenfalls die Gemüter, bevor wir wirklich zum absoluten Höhepunkt des Abends kamen: Praxis Dr. Hasenbein! Wir hatten dieses eigenwillige Filmchen von Helge Schneider schon mal in Dortmund geguckt und es für extrem sprittwochtauglich befunden. Doch zweifelsohne hat dieser Film eigentlich nur eines: KEINE Handlung. Und so gab es an diesem Abend eine Sprittwoch-Premiere: Irgendwo zwischen dem achtundzwanzigsten und dem siebenhundertsechtzigsten Besuch des Herrn Schneider im Tabakladen mit den Überraschungstüten ratzte die gesamte Crew ein! Naja, hier und da heuchelte ein halb geöffnetes Auge Interesse, nur um kurz darauf zu stöhnen: "Oh Gott, nicht schon wieder der Tabakladen, bitte!". Und so kam erst wieder Bewegung in den Laden, als endlich der Abspann über die Röhre flimmerte. Wir blinzelten uns kurz mit unseren glasigen Äuglein an und lösten die gesellige Runde auf.
[sk]

4.9.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

So um... 21 Uhr?
Äh...
Scheiwes Radlerpissetempel
Scheiwe, Gasper, Ich, und.. Hallo Namensgedächnis! Ich weiß es nicht. Da war noch einer mit so langen Haaren und der hat Kronen getrunken.
Tiffy. Den Namen hab ich mir ausnahmsweise mal gemerkt, weil der doch irgendwie komisch ist oder nicht? Lilo! Tiffy! Herr von Bödefeld, uiuiuiuiuiii!!

Programm

Bud Spencer und Terence Hill machen Mische
Scheiwe wandelt Knight Rider um
Klappt nicht, also kein Knight Rider. Dafür sieht der Mac wirklich schön aus, oh Gott...
Das Leben des Prian

Zusammenfassung

Nachdem ich wie üblich den Bus verpasst hatte und mich zu Fuß durch's Gestrüpp zum Scheiwe durchkämpfte, Punkt. Wir begannen also mit "Das Krokodil und sein Nilpferd", der uns ebensoviel Spaß bereitete wie der andere Film letzte Woche. Wer schreibt eigentlich solche Drehbücher? Die ersten 10 Minuten sieht man nur einen wütend schnaubenden, knuffige Geräusche machenden und sich selbst den Weg erklärenden Bud Spencer, der in der Steppe eine Fahrradspur von seinem Hassfreund Terence Hill verfolgt. "Hmpf. Schnaub. Brummel brummel. Ah, da muss er wohl... Hmm. Hähä! Brumm brumm. Hm? Ah, ja. Schnaub. Oh! Brumm. Verfluchter Scheißkerl..." So ungefähr der Monolog der sympathischen Fettlaus. Zwischendurch zeichnet der Film ein interessantes Bild vom primitiven, aber netten eingeborenen Neger (Bud Spencer-Vokabular!), der sofort angestürmt kommt, wenn man nur laut genug "Wer will was zu essen haben?" brüllt. Sehr geil. Danach wollten wir Knight Rider gucken, den ich mit viel Liebe als DivX auf CD gebannt hatte, aber Scheiwes hochgestylter Supercomputer war damit natürlich völlig überfordert. Da hatte ich ja schon wieder'n Hals! Kein Knight Rider gucken, das Spiel wollte auf einmal auch keiner mehr spielen und allmählich machte mich auch dieser Rattengestank wahnsinnig. Doch aller Kummer war vergessen, als plötzlich das Leben des Brian auf dem Bildschirm erstrahlte. Obwohl tausendmal gesehen, wenn unsere hippen Religionslehrer die Ferien einleuteten: Dieser Film IST einfach GOTT! Und mit diesen schönen Worten schließt sich die Akte 02/34, guten Abend.
[sk]

4.9.2002 - Regionalbüro Fulda

20:00 Uhr
01:00 Uhr
Kreuz
Manuel, Albert, Alex
Seb, Sprittwochazubine Sabine

Programm

Beim vollen Al
Kreuz
Heim

Zusammenfassung

Voll, also das war der Al noch nicht ganz, als ich bei den Sprittwöchner Al und Alex angekommen bin. Aber schon arch gut dabei. Die Bitburger Dosen stapelten sich schon auf dem Wohnzimmertisch. Und da lies ich mich nicht dreimal bitten, auch eine köstliche Gerstenkaltschale zu mir zu nehmen. Heute gab's ja einen ganz besonderen Sprittwoch zu zelebrieren, denn von unserer ehrwürdigen Zentralverwaltung in Dortmund kamen die so lebenswichtigen Sprittcards!!!!!!!!!! Darauf ein Spritt, Spritt, Hurra. *G* Der Seb ist ja immer noch so unschlüssig und will nicht seine Seele an eine wahre Sache verkaufen. Armer Tropf, er weis nicht was gut ist. Seine Freundin Sabine, unser Sprittwochazubi ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Also ab ins Kreuz und Weizen fließen lassen. Al lies es sich in seinem "leicht" alkoholisierten Zustand nicht nehmen jedem (!) seine Sprittcard zu zeigen und zeigte somit ein hohes Maß an Missionseifer. Bis jetzt ohne Erfolg. Unser Sprittwochazubi hatte kündigte dann auch schon an bald (am WE?) den Mitgliedsantrag mitzubringen, damit unser Regionalbüro weiter wachsen kann. Zurück zum Bier. Auch hier hatte Al heute die Nase vorn und es war schwer für mich und Alex seinem Lauf mitzuhalten, aber auch wir hatten dann nach zahlreichen Kerben auf dem Deckel das Ziel erreicht: Bier=innere Zufriedenheit!
Beim bezahlen wollte Al dann tatsächlich unter Vorlage der Sprittcard die Zeche prellen, was ihm aber nicht gelang. Dumm nur, das ich es keine 2 Minuten später selbst versuchte und auf verständnisloses Kopfschütteln stieß. All meine Bemühungen und Berufungen auf freies Recht der Religionsausübung blieben vergebens und so wurde auch mein Geldbeutel viel leichter. Verdammt!
Ach so das nächste Sprittokol schreibt der Al. Prost
[ml]

28.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21 Uhr nochwas
4:14 Uhr
Meine tolle Hütte
Ich, Schürmann, Hans, Imig, Gasper, Scheiwe
Julia, Lena, Imigs Freundin

Programm

Knight Rider, 1 Folge
Star Trek, 2 Kurzfolgen, Junge.
Siff, siff, siff! Bud Spencer in da house!
1,2,3,4,5,6,7,8 Bit sind genug...

Zusammenfassung

Beobachtung 29.8.2002 4:14 Uhr. Auf meinem Bildschirm flimmert neben bunten C64-Bläschen ein Schriftzug "Schoolyard Fun", während drumherum ein geschrottetes Windows XP gute Nacht sagt. Auf der Tastatur liegt ein Teller, im Altpapier ein mysteriöses rotes Licht. Es ist mein Wecker, dessen Kabel nicht in die Raummitte reichte, wo jetzt mein Tisch steht. Unter meinem Schreibtisch liegt ein Pogo-Stock. Der Fernseher flimmert blau, und als ich den Bildschirm von seinem Geflacker erlöse rattert plötzlich der Drucker drauf los und signalisiert eine leere Patrone. Wie kam es dazu?
Es begann so 21 / 21:30 Uhr. Da klingelte es freundlich an der Tür und herein traten Julia, Lena und Schürmann. Sie präsentierten mir einen mit kalten Pommes dekorierten Hamburger, den ich dankbar per Osmose in meinen Körper überführte, und einen leckeren aber instabilen Tankstellenkuchen. Während der Hans Scheiwe und Gasper abholte, kam auch noch Imig mit Anhang an und übergab mir eine fröhliche Überraschungstüte mit alten 64er-Heften, Waschmittelproben und einer Blümchen-Weihnachts-CD. Wer's noch nicht gemerkt hat: Ich hatte Geburtstag und lud zum Feiern meines senilen Greisenalters. Etwas später traten dann Gasper, Scheiwe und Hans die Wohnungstür ein und übergaben mir schlicht und einfach DAS Geschenk des Jahrhunderts: Einen original Dr. Zoidberg Pogo-Stock mit einer maximalen Gewichtszulassung von 75 Kilo, also quasi eine Garantie für ein paar lebensgefährliche Knochenbrüche, Milzdurchrisse und aufgespießte Weichteile. Herrlich!
Und schon begannen wir mit dem Programm: Knight Rider war angesagt. Diese fantastische Kultserie "meiner" Generation, der "Fast-30er", sorgte bei Julia und Lena für totale Verständnislosigkeit. Mit Fragen wie "Wie alt ist das?" offenbarten sie eklatante Bildungslücken und sorgten wiederum bei uns für totale Verständnislosigkeit. Nach einer Folge erbarmten wir uns aber und präsentierten stattdessen etwas viel grausameres: Die neuen 10-Minuten-Star-Trek-Schnipsel (die neuvertonten mit dem schwulen Daniel, wir sind KEINE Star Trek Fans!). Überraschenderweise fand dieser "Ich kann dich auch mal mit der Faust einreiben"-Schlägerhumor auch bei den Knight Rider-Hassern Anklang. Und wo wir gerade bei Schlägern waren, hatte Schürmann natürlich das grandiose Bud Spencer und Terence Hill Meisterwerk "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" mitgebracht. Der kam so gut an, dass uns Hans, Schürmann, Julia, Lena, Imig und Anhang (vergess den Namen immer! :-) ) nun allein ließen und wir (Scheiwe, Gasper, ich) einen fulminanten Sprittwoch Classic hinlegten. Der Bud Spencer-Film erwies sich als fabelhafter Sprittwoch-Schinken, da a) praktisch nur gesoffen wird und b) die Sprüche auf dem exakt gleichen Niveau wie bei den Start Trek-Episoden liegen. Brutal, furztrocken, sinnlos und versoffen, Fleischbadekappe Picard lässt grüßen. Kostprobe gefällig? Irgendwer labert, wie schön so ein Berg aussieht. Bud Spencer: "Von nem dummen Berg werde ich aber nicht satt!" Noch einen? "Ach Gott, ist das schön. Wenn ich doch bloß nicht so fett wär!" Besonders sinnig: "Ich beiß dir gleich ne Beule in den Bart, dass dir die Hose wegfliegt!" Hat Bud Spencer diesen Star Trek-Leuten gar als Inspiration gedient? Das gehäufte Vorkommen der Vokabel "Junge" lässt jedenfalls stark darauf schließen. Nach diesem versifften Spektakel fielen wir in einen nostalgischen 8-Bit-Rausch. Damals waren Spiele noch gut! Rechts, links, Feuer, klatsch! Ende, aus! Nix mit 3D und 18 Trilliarden Tastaturbelegungen zum Auswendiglernen. Markus hatte seine Playstation und eine NES-Emulator-CD mit über 700 Spielen mitgebracht. Wir spielten also Highlights wie Caveman Olympics, Bubble Bobble, Archon, Giana Sist-ääh-Mario Brothers, Dig Dug und und und. Doch das reichte Jens nicht. Bruce Lee musste her! 5 Minuten später hingen Markus und ich an der NES-Playstation und bekäbbelten uns in Archon, während Jens am PC Bruce Lee C64-emulierte und dabei komische aber zufriedene Laute von sich gab. Gott, muss das bescheuert ausgesehen haben aber hey, wir sind halt damit aufgewachsen! Da mir Jens unbedingt noch ein C64-Spiel namens Killer Games vorstellen wollte, das für die "limitierte" Grafik wirklich schockierend blutig und abstoßend ist, zimmerte er mir erstmal einen Herr der Ringe-Emulator ("Frodo") auf den Rechner. Dieser bedankte sich mit einem freundlichen Totalausfall und Scheiwe musste unbedingt auch noch die Ducktales-Titelmelodie runterladen. Und als wir längst keinen Bock mehr hatten, trieb Scheiwes verkorkster Verstand ihn dazu, zum besagten Ducktales-Soundtrack eine wüste Showeinlage mit Arsch-wackeln und Brusthaar-zeigen abzuziehen. Außerdem krämpelte er sich die Hose so hoch, dass sie als Unterbuchse durchgegangen wäre und wollte allen Ernstes auf meinem kleinen, fragilen Frühstücks-Mittags-Multifunktionstisch Samba tanzen. Ich machte von meinem Hausrecht Gebrauch und fand daraufhin die Bude in dem Zustand vor, den ich eingangs erwähnt hatte. Verwirrt aber müde ging ich zu Bett.
[sk]

22.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

21:30
0:00 Uhr
Neumarkt
Ich, (Ulli hat Radlerpisse getrunken)
Kodalle, Honk & Zonk

Programm

Der Schuh des Manitu

Zusammenfassung

Jo, es war zwar Donnerstag, aber da wir am 21.08.02 keinen Sprittwoch gemacht hatten bot sich der Tag ja gradezu an, denn es war Open Air Kino in Arnsberg und es wurde der Schuh des Manitu gezeigt. Dieses Großerergniss konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also verabredete ich mich mit Ulrike um halb 10 auf dem Neumarkt. Um etwa 21:45 traff ich dann auch endlich dort ein, aber Ulli war noch nicht da. Totall beklobbt! Da kommt man schon extra zu spät und die Leute mit dennen man sich trifft kommen noch später. So etwas ist mir bisher noch nie passiert, ausser natürlich bei Herrn Scheiwe der ja bekanntlich immer zu spät kommt, aber egal.
Nachdem Ulli dann geparkt hatte versuchten wir uns noch einen Sitzplatz zu ergattern, allerdings war der Neumarkt totall voll, man wird es mir zwar jetzt nicht glauben , aber in Arnsberg war echt mal was los. Sehr seltsam!
Also stellten wir uns gezwungernmassen hin um den Film zu sehen. Ich packte meine erste Dose Karlsquell aus, welche ich immer noch vom Wacken hatte und Ulli trank sich ein V+ Pisse. Um etwa 22:15 leuchtete dann das erste Licht auf der Leinwand, allerdings handelte es sich dabei um ganz tolle Werbung, so wie man sie halt in Arnsberg kennt. (Also Modehaus Specht und Autohaus Hoffman usw.) Während der Propaganda traffen auch Laura, Julia und Kodalle ein, welche sich neben uns stellten. Irgendwann fing der Film dann endlich an, allerdings nicht so wie ich ihn kannte, denn es war die neu überarbeitete Version. Also eigentlich wurden nur 10 Minuten nachgedreht und vor den Film geschnitten. Na ja, wir amüssirten uns köstlich und ich trank langsam aber sicher meinen Rucksack leer. Um halb 12 oder so war der Film dann zuende, man traf noch den ein oder anderen Bekannten und um Mitternacht gingen wir dann nach Hause, echt jetzt.
[dh]

21.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

21:15
2:00
Orgasper
Shitmaster K, MC Gasper
Volker O.

Programm

Kiesler abholen
Star Trek Verarschungsedition - Daniel Part II
Herr der Ringe - Die Gefährten
Star Trek Verarschungsedition - Remulaner & die Höhlenfolge
Becker (NICHT Heinz Becker oder wie der heißt!)

Zusammenfassung

Bevor der Sprittwoch richtig losgehen konnte, kam erstmal der Volker vorbei und präsentierte ein wahnsinniges Kultobjekt: eine LP der Firma "Freizeit Revue Music" von David Hasselhoff. Titel der mit einem absolut ultragayen Cover ausgestatteten Platte: "Knight Lover". Auf der Vorderseite präsentiert Mr. Hasselhoff seinen üppigen Brustpelz, während er auf der Rückseite in KITTs Cockpit post und im Spiegel irgendwelche Hände zu sehen sind. Einfach super! Aber langsam fragten wir uns, wo denn Davids größter Bewunderer, nämlich Stefan K. aus ursprünglich A. abblieb. Es war zwanzig vor neun, höchste Bimmelbahn, mit dem Spritten zu starten. Doch da erreichte mich per ICQ die Nachricht von Kiesler, daß ihm soeben der Arsch geplatzt sei und er nun auf der Toilette verweile. Also mußten wir gegen neun Uhr Volkers Gefährt bemühen und den Darmmeister aus seiner Bude abholen, wobei der Shitmaster immer noch deftig nach Kackwurst roch. Bei mir angelangt, gab es zur Auflockerung (und während das Bier noch turbokühlte) eine kurze Folge Star Trek, in der Jean Luc Daniel mit seiner Faust einschmieren wollte, nachdem dieser ihn aufgefordert hatte, selbiges mit seiner Scheiße zu tun. Abstrus! Dann wurde es Zeit für Herr der Ringe. Während Volker und ich bereits große Teile der Dialoge mitflüstern konnten und erfürchtig jeden Ort und jede Person namentlich erwähnten, konnte Kiesler ("Ich dachte, der wär so ähnlich wie Harry Potter!") nur über die visuelle Gewalt des Films, den er hier zum ersten Mal erlebte, andächtig staunen. Vielleicht nicht gerade DER Top-Sprittwochfilm, aber dennoch ein unterhaltsames, knapp dreistündiges Intermezzo. Volker ging schon vor dem Ende des Films, da seine Freundin mal wieder von ihm "abgeholt" werden wollte.
Dann guckten wir noch zwei Folgen Star Trek (ich kann nicht müde werden zu betonen, daß es sich hierbei um neu synchronisierte Fassungen handelt - wir sind KEINE Star Trek - Fans), wobei sich bei Folge eins folgender Superspruch herauskristallisierte: "Jetzt dürfte ein für alle mal klar sein: wer sich mit mir anlegt, stirbt langsam!" Haha, was haben wir gelacht! Ebenso lustig ging es bei Becker weiter (und ich kann nicht müde werden zu betonen, daß es NICHT um diesen bekloppten und völlig unlustigen Heinz (oder wie der heißt) Becker geht, sondern um den lustigen Becker, der nachts auf Sat.1 kommt, verdammte Scheiße net!), der unter anderem eine schwule Kreuzfahrt gebucht bekam und mit seiner alten Flamme aus dem College rummachen durfte. Außerdem mußte er noch einen Vortrag vor bescheuerten High School - Abgängern halten. Auch das wiederum sehr lustig. Dann warf ich den Wurst- und Pladderchef Kiesler raus und machte mich bettfertig. Währenddessen klopfte der schon wieder völlig bezechte Kiesler fortwährend an meiner Tür, um einen Regenschirm zu erbetteln. Lächerlich! Ich gab ihm nach 10 Minuten Bettelei meinen Schirm und lachte ihn im Traum aus, weil er durch das dunkle Nass nach Hause gehen mußte.
[mg]

14.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:45
2:00
Oelschlägels Voll-ker
S. Kiesler, J. Scheiwe, M. Gasper, V. Oelschlägel
Lars, Volkers Freundin

Programm

Lars und Scheiwe brauchen ewig, um endlich mal zu Volker zu fahren
Knight Rider (2 Folgen)
Osmosis Jones
Richterin Rharbarber Salesch

Zusammenfassung

Wenn Dummnullen wie Jens, Kiesler und Lars den Sprittwoch mitplanen, kann man sich schonmal darauf einstellen, ewig auf die Herren zu warten. "Wir müssen noch essen!" "Ich muß noch wohin!" "Ich pack schnell meinen PC noch ein!" "In 10 Minuten können wir los!" Blablabla... Idioten! Naja, wir trafen letztendlich leicht verspätet um viertel vor neun in Volkers frisch geputzter Bruchbude ein. Überraschung Nummer eins: er hat jetzt schöne Perlenkettchen vor seiner Küche hängen. Sonstige Überraschungen: Fehlanzeige. Der Sprittwoch ging los mit einer superben Folge Knight Rider, die handwerklich leider ungefähr dreimal so gut gemacht war wie der Pilotfilm. Daher leider nur ein geringer Fehlerquotient. Und die zweite Folge war sogar noch fehlerfreier! Zwischendurch meinte Volker, man könne ja einmal im Monat Geld zusammenschmeißen, um eine Stripperin zu engagieren, dann könnte man das Ganze ja "Tittwoch" nennen. Na klar, Volker! Dann erzählte Lars (da wir eh grad mal wieder über Pornos sprachen), daß einer der bekanntesten damaligen RTL-Pornos, nämlich "Lass jucken, Kumpel!" bei ihm um die Ecke gedreht wurde. Wieder was dazu gelernt. Nach Knight Rider durfte ich erstmal gucken, wie ich Oelschlägels dummen Treiber auf seinen dummen PC kriege, aber das ging nicht, und am Ende wurde ich sogar noch von ihm beschimpft, ich hätte was verstellt. Dann zeigte uns Volker noch einige exotische Bilder und Filme.
Danach war es Zeit für Osmosis Jones, den ich auf SVCD mitgebracht hatte. Volker fummelte am völlig verstellten Bild seines Fernsehers rum. Ich glaube echt, der guckt sonst immer nur Barbie da drauf und dreht dann das Rosa mehr rein. Egal, jedenfalls lachten alle dumm über meinen wenig fachmännischen Spruch "Mach mal, das Schwarz ist immer noch zu braun!" Hahaha! Ja, wie soll ich das auch anders ausdrücken, he? Dann erblickte Jens auf dem Klo noch eine Zahnpasta mit der Aufschrift "Karies Schulz". Scheiwe war indes völlig fasziniert von den Abenteuern von Osmosis Jones, die ja in Bill Murrays Körper stattfinden und sinnierte über verschiede Körperteile. So gab er dem Nebenhoden den freundlich-saloppen Namen "Vizesaftsack" und übersetzte "ingrown toenail" mit "chronisch gewachsener Schuhnagel". Schuhnagel? Na egal. Gegen Ende des Films kam dann auch Volkers Freundin vorbei und rieb sich an ihm. Volker versuchte, aus dem zweiten Fäßchen den letzten Rest Bier rauszuholen, aber es war ein typischer Fall von VKN - Volker kann's nicht. Dann stellte sich der Fernseher auch noch auf Saturday (SA). Als das Bild wieder da war, erblickten wir einen fischigen Rechtsanwalt bei B. Salesch, den Scheiwe immer mit "Blubb, blubb"-Geräuschen unterlegte, sobald er auch nur im Bild auftauchte. Volkers Freundin wollte schlafen. Sie sagte "Ich gehe jetzt ins Bett" und ging aufs Klo, woraufhin Kiesler natürlich meinte: "Das ist aber das Klo!" Als wir gegen zwei Uhr gingen, war Lars schon längst entschwunden. Ich lieh Volker noch The Crow aus, aber mit den Worten "The Crow laß ich hier... aber nicht zum Gucken!", dann verließen wir Volkers Hütte und machten uns auf den ätzendsten Sprittwoch-goes-home-Gewaltmarsch aller Zeiten. Volker, wo zum Teufel wohnst Du!?
[mg]

14.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19:30
0:00 Uhr
Arendt
Prinz Eisenherz, Arendt, Walter, irgend ein Giessener und ich

Programm

Beavis und Butthead
Austin Powers 1

Zusammenfassung

Es war mal wieder Sprittwoch bei Arendt, wir wollten uns bei ihm um halb acht treffen, Schürfrau war natürlich pünktlich da und rief mich schon um viertel vor acht auf meinem Handy an um Terror zu machen. Zu dieser Zeit befand ich mich allerdings noch auf dem Kreuzberg und musste noch über zwei Berge laufen um nach Arendt zu kommen. Nach ungefähr 10 Minuten war ich bei uns aufem Berg und packte mir meinen Rucksack mit Karlsquell voll, welches ich ja noch ohne Ende vom Wacken hatte. Weiter 10 Minuten brauchte ich dann um nach Arendt zu kommen, Matze war mal wieder gut bei der Sache und Schürmann trank sich auch schon sein 2. Bier. Dann rief Walter an, um uns zu sagen das es "etwas" später werden könnte, da er noch auf seinen Kollegen warten musste. Wir schoben dann auf jeden fall schon mal Beavis und Butthead rein. Zum Ende des Film traffen dann auch endlich die beiden Giessener Spacken ein. Zu dieser Zeit war Arendt bereits längere Zeit am schlafen, so daß der Mensch aus Giessen Arendt nur sehr ruhig kennen lernte. Als der Film zu Ende war folgte auch so gleich Austin Powers. Um 11 verabschidete sich Balko und etwa um kurz vor 12 Uhr ging auch ich. Die beiden Giessener blieben noch da um sich Austin Powers zu Ende anzusehen und um ihr Bier leer zu trinken.
[dh]

14.8.2002 - Regionalbüro Fulda

20:30 Uhr
01:30 Uhr
Kreuz
Manuel, Albert, Alex und Seb, Sprittwochazubi Sabine
Marcos unnachahmliche Anekdoten

Programm

Hin
Kreuz
Heim

Zusammenfassung

Um halb neun begann ein neuerlicher Sprittwoch mit einigen leckeren Köstritzer (ich) und Bitburger (Al) im Palast von Al&Alex, dort wurde Andis Videoclipsammlung gegugt (Kult: Slayers "Dead Skin Mask" Live) bis Seb mit Sabine eintreffen. Sabine ist ja der Sprittwochazubi, der den Spirit der "Church of Sprittology" schon auf Ausbildungsseminaren (ihrer ach so weltlichen Arbeit) in die Welt der Nüchternen trägt. Respekt, Respekt und heute dann sogar mit richtigem Spritt.
Nun wohl gestärkt geht es dann endlich los ins Kreuz, wo uns in der Kneipe der unseelige Grufti DJ mit einem Supi-Discoabend vergrault und wir in den Saal ausweichen. Dort läuft bis auf "Davidian" von Machine Head leider kein Metal, dafür sind aber wieder ne Menge Kumpels da. Vor allem unser Ehren-Sprittwöchner, der mit einer seiner legendären Anekdoten glänzt: Da war also dieser hackedichte Bauer auf seinem Moped im Dorf unterwegs und kam zu seinem Hof zurück, als er merkte das die Bremsen nicht mehr gehen. Er begann also eine Runde nach der anderen zu drehen und schnell wurden durch den Krach seine Knechte/Söhne/Wasauchimmer (hab ich vergessen) wach. Er schrie bald während seiner Runden: "Mach ma die Scheun auf!" Also wurde die Scheune aufgemacht. "Fah ma de' Trecker reus!" Also wurde der Trecker rausgefahren. "Wirf ma s' Heu runner!" Also wurde das Heu runter geworfen. "Schickt no net!" Also wurde das ganze Heu runtergeworfen. "Jez schickts!" Und dann fuhr der Volleumel voll Karacho in den Heuberg rein. Was haben wir gelacht, vor allem wenn man Marcos Orginalzitate dazu hört. Unnachahmlich!
Der Abend gipfelte so langsam in einer Weizenschlacht und ich verstand schon bald nicht mehr alles, was mir gesagt wurde, was zu einigen peinlichen Situationen führte. So war es dann auch das Al's Freundin Jasmin das Auto heimfuhr, um nicht noch unangenehmer aufzufallen. Vorher glänzte aber wieder unser Sprittwochazubi, die eine lockere Runde Spritt ausgab zu einem Zeitpunkt, als eigentlich bei mir schon Schicht im Schacht war.
Ach so, wie versprochen, die Tracklist unseres ersten Sprittwoch-Samplers:
1. Alice Cooper - Hey Stoopid
2. Alice Cooper - Poison
3. Pain - Shut your Mouth
4. Pain - Save Me
5. Anthrax - I'm the man
6. Megadeth - Hanger18
7. Megadeth - Return to Hanger18
8. Holy Moses - Too Drunk to Fuck
9. Holy Moses - Master of Desaster
10. Witchburner - Hochstift Mania
11. Witchburner - Metal Warriors
12. Witchery - Fast As A Shark (Accept-Cover)
13. Tankard - Kings of Beer
14. Tankard - Freibier
15. Tankard - Empty Tankard.
Tracklist des 2ten Samplers dann beim nächsten mal
[ml]

8.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

20:15 Uhr
1:30 Uhr
Kieslers Besenkammer
Ich, Gasper, Scheiwe, Imig,
Volker, Imig's Weiblein, 2 weitere Weiblein die ich nicht kannte und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe :-)

Programm

Döner mit nur Fleisch und Curry für Volker
Knight Rider
Meet The Feebles
Saustall

Zusammenfassung

Klasse! So ein Saustall! Ich habe heute meine letzte Vordiplomsprüfung vergeigt, wenn das kein Grund zum Saufen ist... Also lud ich zum Trinken. Während ich noch kurz vor acht bei Edeka Spritt und Snacks (die wir gar nicht verbraucht haben, hehe!) besorgte, arrivierten Volker, Gasper und Scheiwepissitrottel bei mir. Statt mich vom Döner abzuholen warteten sie lieber am Fenster des 3.Stock, um mich zur Begrüßung spontan feierlich zu bespucken. Das war mir egal, ich hatte größeres Elend gesehen an diesem Tag. Also erlaubte ich den Einlass und wurde nur noch genervt: Gib ma was unalkoholisches zum Döner spülen, gib ma Klopapier zum Döner wegwischen, gib ma Gabel für die Pommes. Ach ja, ich hatte Volker einen Döner mit nur Fleisch und Curry mitgebracht, absolut kranker Hippie-Fraß also.
Irgendwann hatten wir die Essens-, Servietten-, und Trinkangelegenheiten geklärt und schritten zu Tagesordnungspunkt 1: Knight Rider! Ja, es ist wahr. RTL zeigt wieder den Knight Rider. Den Mann und sein Auto, die gegen das Unrecht kämpfen. Wir betrachteten also die Pilot-Doppelfolge und bemerkten Erstaunliches: Knight Rider ist voll mit richtig billigen fiesen Kacke-Filmfehlern, die uns in unserer Jugend gar nicht aufgefallen sind! Jugendillusionen wurden an diesem Abend zerstört, aber es war sehr unterhaltsam. Für die, die die Pilotfolge nicht kennen: Michael Long, Superbulle im Kampf gegen das Unrecht wird im Einsatz "angeschossen". Und zwar voll auf die Zwölf, direkt in die Fresse, aber die Kugel prallt an einer Metallplatte ab, die er (der soooo alte Michael Long) aufgrund einer Kriegsverletzung im Schädel hat, ab und (O-Ton Arzt in der Serie) "hat daraufhin sein Gesicht zerstört". Als die Verbände abgenommen werden, ist alles schlimm und kacke: Michael hat eine neue Identität, neue Fingerabdrücke, ein neues Gesicht und seine alte Frisur. Furchtbar. Jedenfalls haben wir David Hasselhoffs Ersatzstuntman gesehen, der KITT in bedrohlicher Schieflage zwischen zwei Autos durch manuuvert. Fällt kaum auf, dass Michael Knight's Gesicht auf einmal aussieht wie eine aufgeblähte Kartoffel, die sich offenbar sehr konzentrieren muss, um nicht aus der Spur zu fliegen. Fällt genauso wenig auf wie die ganzen Rampen, die in bester Alarm-für-Cobra-11-Manier in der Gegend rumstehen oder das unterbodenlose Modellauto, das einen über einen Truck fliegenden KITT simulieren soll. Richtig dumm wird der Zuschauer aber verarscht, wenn er der Illusion erliegt, dass KITT wirklich selber fahren könnte. Das alkoholisch geschärfte Sprittologen-Auge zeigt es: Grenzenlose Kreativität! Kaum fiel die Satzkette "Haha, wahrscheinlich sitzt da so'n kleiner Pimpf hinter, der die Karre lenkt." > "Geil wär, wenn man den jetzt sieht." > "NEIN!!! HAHA!!!" war uns die Illusion genommen: In einer Szene sieht man tatsächlich, wie KITT angefahren kommt, zwei mit schwarzen Handschuhen getarnte Hände am Lenkrad und ganz unscheinbar zieht der talentierte Tarnschauspieler diese nach unten, damit man sie nicht sieht. Wir ham's gesehen. Noch besser: In einer Szene kommt der "unbemannte" KITT auf die Kamera zugefahren. Kein Scherz, da sitzt am Steuer ein Sack mit ausgeschnittenen Augen, der sich tatsächlich als Autositz tarnen will, unglaublich! Wir haben Tränen gelacht und werden bald eine Knight Rider-Rubrik auf der Sprittwoch-Seite eröffnen, in der wir mit schonungslosen Screenshots die Inkompetenz der 80er-Jahre-Produktionsteams offen legen werden. Zwischendurch kam auch Imig mit Anhang, da wurde es schon recht eng in meiner kleinen mucheligen Bude. Raucherpause, Scheiwe musste uns ein Lied aus der Absence-Restricted-Member-only-suck-my-dick-and-call-me-a-bitch-member-area zeigen und dann starteten wir mit Meet The Feebles das zweite filmische Highlight des Abends. Wer sich die Muppetshow mit zugekifften Vietnam-Krokodilen, pissenden Mini-Plüsch-Viechern und extrem geschmacklosen, blutigen Splatter-Einlagen vorstellen kann, der weiß in etwa, worum es hier geht. Im Laufe dieses Films kamen noch zwei Tusen, die Jens wohl aus'm Spirit kannte. Die waren offenbar nicht wirklich begeistert von Peter Jacksons Geniestreich, naja...
Nach Filmende verschüttete irgendwer im Flur sein Bier, aber Scheiwe war das natürlich nicht. Ich hab die Scheiße weggemobbt. Genauso wie das Bier, das Scheiwe in meine Tatsatur gekippt hat. Und das Bier, das er auf meinem Fußboden verteilt hat. Und das Bier in meinem Bett. Auch das auf meinem Mauspad ("Du hast doch ne optische Maus, dann ist das ja egal!") und das auf dem Monitor. Scheiwe war also mal wieder ne dumme verhurte Mistsau, aber das ist ja nix neues.
So, und dann ham se mich in diesem Drecksloch alleine gelassen, überall scheiß Bergadler, Sauerei und Dreck. Mach ich morgen weg, so, bis dann...
[sk]

6.8.2002 - Zweigstelle Arnsberg

19 Uhr
2 Uhr
Flip's Knusperhäuschen
Ich (Schürmann), Flip

Programm

Zu Lidl fahren und was zu Fressen kaufen
Zur Videothek fahren
Filme aussuchen
Zum Flip fahren
Pizza machen
Pizza essen
Film: 13 Geister
Film: Joe Dreck
Porno: Hab den Namen jetzt vergessen. Der Schwanzlurch "Teil 374" oder so

Zusammenfassung

Wir hatten zwar erst Dienstag, aber MONJA war heute mal nicht da, deswegen konnten wir uns mal so richtig beim Flip zuschütten. Das kommt nicht sehr oft vor das die mal weg ist. Aber nun war es mal an der Zeit, jetzt konnten Flip und ich mal richtig die Bude auseinandernehmen. Als wir all unsere Besorgungen gemacht hatten, konnte endlich angefangen werden. Zuerst wurden die Scheiben eingeschlagen, dann wurde der Tisch zertrümmert, und dann haben wir auf den Boden gekackt:-). So, mein Nahrungsaufnahmeorgan wollte was zu Fressen haben, dass wurde mit einem lautstarken Signalton bestätigt (Man nennt es auch "Knurren"). Ohhhh wie schön, wir hatten ja Pizza, die landete dann auch sofort im Backofen. Nach ca. 20 min. war die auch fertig, und konnte verspeist werden. Als diese Grundlage gegeben war, konnte das Bier in Strömen fließen. Als der Flip nach einer Stunde rumfuckeln am Video endlich fertig war, konnten wir dann mal anfangen zu gucken. Es ging los mit dem Film "13 GEISTER", dass war ein "GEISTERFILM":-). Danach guckten wir "JOE DRECK", das war ein echt lustiger Film, hab jetzt aber kein Bock den Filmverlauf zu Schildern, auf jeden Fall sehr SPRITTWOCHTAUGLICH. Als dieser tolle Film dann zuende war, schauten wir dann den PORNO den natürlich der Flip ausgesucht hat, ich habe da nix mit zutun. Solche Sauereien leihe ich mir doch nicht aus:-). Na gut, wir haben den Zusammen ausgesucht. Dann habe ich Flip noch ganz kräftig ins Gesicht gewichst, danach war Schicht im Schacht. FEIERABEND
[ds]

31.7.2002 - 4.8.2002 - Zentralverwaltung Dortmund

31.07., kurz vor Flensburg
04.08., zurück vom Wacken
Imigs Eltern, Flensburg, Wacken Open Air, Autobahn
Imig, Schweiwe, ich (Gasper) und tausend andere Leute (weiteres im Text)
alle nichtsprittenden Konzertbesucher und evtl. nüchterne Musiker

Programm

Wir fahren los.
erste Biere, erste dumme Sprüche
Flensburg, erst Imigs Eltern besuchen, dann Stadt
Schlafenszeit!
ab zum Wacken
WACKEN!!
nach Hause fahren
zu Hause sein

Zusammenfassung

Zunächst mal vorweg: es gibt sooooo viel zu erzählen, soooo unglaublich viel, daß der treue Schreiber dieser Zeilen vermutlich das meiste vergißt. Aber egal, denn es lohnt sich weiterzulesen! Ich hoffe, daß auch Sprittokolle aus Arnsberger Sicht zum Zuge kommen, denn nur so kann man sich des Ausmaßes eines sprittzigen Abenteuerwochenendes bewußt werden.
Die Vorbereitung:
Aber zunächst fing die Unternehmung harmlos an. Im Vorfeld hatten sich Scheiwe, Imig und meine Wenigkeit mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln (Bier, Bockwürstchen, Bier, Toast, Ravioli und Bier) bestückt, wobei der angenehme Effekt des Einmaleins auftrat, und zwar bei der von unserem Charme beschwipsten Verkäuferin. Wir kauften nämlich verwirrenderweise 3 Paletten Hansa in Probiergröße (0,3 l) sowie eine weitere Hansapalette in Standardversion (0,5 l), die auch den Beinamen Bonuspalette erhielt. Egal, auf jeden Fall dackeln wir da so mit unserem Bier zur Kasse, da schwant der armen Kassiererin auch schon: "Oh, oh, Kopfrechnen! Gehirnakrobatik! Verschiedene Biergrößen! Und diese Prachtkerle, die das Zeug kaufen / saufen wollen! Ohne mich! Ich klinke mich mal eben aus! Dumdidum..." Auf jeden Fall versuchte sie dennoch krampfhaft, 3 mal 24 Dosen zu rechnen. Imig stammelte sofort drauflos: "Das sind doch 24, 48, 52, ne, Moment, 48? Ne? 48?" Blablabla, er laberte noch, da hatte unsere junge Gottverkäuferin auch schon 48 eingetippt und vertickte uns zu diesem äußerst freundlichen Kurs satte 72 lecker-leckere Hansadosen, womit das Zeug dann im Endeffekt noch billiger war als Karlsquell... Natürlich war es ein neues Festival, also brauchte ich wie immer noch einen neuen Stuhl, da Diebstahl und Kieslers Wanst in Verbindung mit Imigs Agilität die Ausnutzung meiner bisherigen Klappstühle auf ein nicht erträgliches Minimum reduzierten. Beim Dänischen Bettenlager wurde mein suchendes Herz fündig: da stand er, der Stuhl der Stühle, ein Wunderding, ein Zauberstuhl, ein Stuhl, so maskulin und prall vor Genialität und strotzender Pracht, daß er selbst die Emotionen der bereits längst bestuhlten Herren Imig und Scheiwe neckte. Maskulin, weil die Erfinder ihm gleich zwei Getränkehalter (!!!) in die Wiege legten, genial, weil er sich kinderleicht zusammenklappen und in eine mitgelieferte Tragetasche stecken läßt und strotzend prächtig, weil, na ja, weil er einfach bombig aussieht. Er guckt einen an mit seinen sehnsuchtsvollen Getränkehalteröffnungen und ruft: "Hier bin ich, Meister! Wo ist dein Po? Steck dein Bier in mich!" Also knapp 10 Euro für das Ding hingeblättert (jeder von uns hat jetzt einen - was ist mit DIR?) und ab nach Hause, noch ein paar letzte Male in gefederten Betten nächtigen, Bier kühlen, Vorfreude hegen.
Sprittwoch:
Am Sprittwoch steht dann beinahe pünktlich um 17 Uhr Imig auf der Matte; frisch geduscht schwitze ich das erste Mal bereits wieder wie ein Schwein, als wir meine Klamotten und das Bier bei schwüler Hitze zu Imigs Auto transportieren. Scheiwe ist das alles egal, er sitzt unbeeindruckt in seiner Bude und ist davon überzeugt, daß wir sieben Uhr vereinbart hatten. Hatten wir aber nicht. Wäre ich nicht todesmutig um viertel vor fünf zu seiner Tür galoppiert und hätte ihm angetragen, daß Imig gleich vorbeikommt, wäre der Scheiwenjens sogar noch zum Schwimmen gefahren! Aber das habe ich ihm gründlich und pflichtbewußt versaut. Um sechs Uhr zirka kann es dann endlich losgehen, aber es passiert nicht viel. Wir machen dumme Sprüche und Witze und sehen zu gepflegter Gitarrenmusik die Autobahn an uns vorbeirauschen. Andreas 'Doctor Speed' Imig meißelt seinen Fuß tief in den Asphalt und läßt seinen treuen Opel bei beinahe konstant 180 bis 200 Km/h zu einem wahnsinnigen Feuerball of Death mutieren. Schweiwe und ich sind einigermaßen beeindruckt und fangen nach ein paar Stunden Autofahrt mit dem Öffnen der ersten Hansas an. Noch schön gekühlt schmecken die kleinen, feinen Dosen richtig, richtig lecker. Bei einer Rastpause bahnt sich dann der erste Hammerspruch an. Ich sitze so da und denke an alles, was mich so beim Wacken erwarten wird. Da fällt er mir ein: der Gottstuhl! Also sage ich: "Mannomann, was freue ich mich schon auf meinen Stuhl!" Daraufhin Scheiwe: "Igitt!" Super, wir haben gebrüllt! Diese sprachliche Brillanz, diese unverblümte Schlagfertigkeit! Unbändiges Gelächter folgt, innerlich beginne ich zu applaudieren. Wir können nur noch lachen, und fahren (bzw. Imig fährt) in Harrislee bei Flensburg (da wo Imigs Restfamilie wohnt) erstmal in die falsche Straße. Bei Imigs Eltern angekommen, werden wir äußerst freundlich begrüßt und bekommen von Mama Imig erstmal ein leckeres Flens aus der Plopflasche ausgegeben. Plop, das flenst! Dann zieht es uns noch in die Stadt, die sich aber vor allem aus hochgeklappten Bürgersteigen zusammenzusetzen scheint. Nichts hat mehr auf, und nach einer kurzen bis halblangen Diskussion mit zwei Tussis ist klar, daß Flensburg vom Sprittwoch noch nicht die Bohne gehört hat. Nur ein Laden lockt noch mit leckerem Gebräu: das Kritz, ein Laden für dauerbesoffen-trendige Berufsjugendliche. Was bleibt uns übrig? Also rein da. Nach einem leckeren Weizen gehen wir noch kurz ans Wasser, wo sich ferienhabende Jugendliche die Schädel von den Schultern schütten und fahren dann zum Schlafen nach Imigs.
Donnerstag
Am nächsten Tag wird von den Imigs ein vorzügliches Frühstück präsentiert, das ihr Dortmunder Sprößling allerdings nur mit einem unverständlichen, unfreundlichen Murren würdigt. Dann kommt's knüppeldick, Papa Imig zieht einen Ordner mit gaaanz alten Zeitungsartikeln aud einem Schrank, worauf wir ur-ur-uralte Bilder von alten Arnsberger Topbands wie Nothing Sacred und Zmoovy's Cock (aka Die Nils-Michaelis-Band) zu Gesicht bekommen. Klasse! Imig mit Brille, Imig mit langen Haaren, Imig sitzt halb angepisst, halb erheitert am Frühstückstisch. Wir bedanken uns artig für Gastfreundschaft, aber jetzt wird es langsam Zeit: wir müssen zum Wacken! Die Reise geht am Sparmarkt und bei Aldi vorbei, Mama Imig hat nämlich noch Imigs alten Grill vom Dachboden gezaubert, und der braucht jetzt Kohle und Würstchen. Dann kann es aber wirklich losgehen. Wir fahren hauptsächlich über bekloppte Landstraßen mit noch bekloppteren sowie zahlreichen Traktorfahrern und anderen Sackgesichtern drauf, was die Reisezeit nicht gerade verkürzt. Am Wacken angekommen, geht alles flott: Parkaufkleber druff, auf den Campingplatz, Scheiwe ist am Heulen, weil wir ja sooo weit weg vom Festivalgelände wären und besser schon vor 3 Wochen losgefahren wären, aber es soll sich im Gegenteil herausstellen, daß wir einen supercoolen Platz erwischt haben. 'Supercool' ist übrigens zu Scheiwes absoluten Lieblingswort avanciert, er bringt es immer und überall an, fast so oft, wie Imig 'Arsch' bzw. 'Arschloch' sagt. Nachdem wir unsere Schwuli-Liebeshöhle (das Zelt) aufgestellt und uns soweit eingerichtet haben, beschließen wir, Hansknecht und Konsorten zu finden. Ein schwieriger Job, zumal Herr Hansknecht am Telefon die ohnehin ziemlich blöden Buchstabenbezeichnungen der Campingplätze lustig durcheinander würfelt. Erst schreibt er eine SMS, sie wohnten auf C, dann sagt er am Telefon, sie wohnten auf D und am nächsten Tag meint er allen Ernstes, sie würden doch auf G wohnen. Da wir eh relativ orientierungslos sind, lassen wir das und machen uns auf zu Lars und seinen Leuten, wo wir erstmalig unsere geilen Superstühle präsentieren und gemütlich noch ziemlich kalte Hansadosen vernichten. Larsens Campingplatz sieht natürlich schon aus wie Sau. Diverse Leute haben spaßige 'Müllgruben' ausgehoben und halbherzig mit Band abgesperrt, benutzen selbige anscheinend allerdings nur, um sie anzugucken und Leute reinzulocken. Also: Müll überall, mal mehr, mal weniger konzentriert, Zelte und Autos kreuz und quer, durcheinander, dicht an dicht. Das können wir selbst besoffen bald nicht mehr ertragen und machen uns auf zum Festivalgelände, wo irgendein beklopptes Fußballturnier stattfinden soll. Das tut es auch, und wir treffen auch endlich alle Arnsberger und so hier, aber viel witziger ist die Wasserstelle beim Prince Denmark-Stand, wo sich diverse Leute durch steile Aktionen hervortun. Genial sind bereits die diversen Sich-im-Schlamm-Wälzer, die hier Trunkenheit und Nudismus zu einem hübsch anzuschauenden Gerangel vereinen, aber die Wucht in Tüten ist auf jeden Fall ein vollgeschlammter, lederbejackter Supertrottel, der keine Hose, dafür aber einen Socken auf seinem besten Stück trägt und alle Leute, die in der Schlange für das Wasser stehen, mit einem Riemen seiner Lederjacke bzw. mit dem Pimmelsocken verprügelt. Das ist zuviel, und Imig, Arendt und meine Wenigkeit gehen in den Paulaner Biergarten, wo wir uns in der prallen Frühnachmittagssonne ein paar Biere auf das von der Sonne zermarterte Hirn gießen. Das macht uns superknülle und wir haben Spaß. Später stoßen noch Hansknecht und Walter hinzu. Als es gewaltigst anfängt zu pissen, verschwinden wir im nebenan aufgestellten Zelt, wo wir gepeinigt von Sonne und Alkohol beginnen, in abartigster Lautstärke alte Saufhits der Marke Tom Angelripper zu gröhlen. Wahnsinn, schon bald haben wir das halbe Zelt auf unserer Seite und trotz des fiesen Pisswetters herrscht eine grandiose Stimmung. Bald geht uns allerdings das Liedgut aus, doch zur Belohnung erhalten wir von unserem Tischnachbarn ein absolut ekelhaft warmes Flaschenhansa, das wir aber dennoch gierig und dankbar in unsere leeren Gläser schütten. Da ich spätestens jetzt völlig breit war, hüllt sich der Rest leider etwas in Vergessenheit, und ich schmeiße auch sicherlich einiges durcheinander. Aber wir (Imig, Arendt und ich) waren zunächst, während es noch leicht regnete, bei Lars und Sara im Zelt, wo Arendt an die Zeltwand packte, obwohl ihm Lars das doch ausdrücklich verboten hatte. Da reichte es Arendt und er ging weg, wohin, weiß niemand. Imig und ich schnappten uns unsere Stühle und gingen zurück zum Zelt. Auf dem Weg dorthin passierte etwas unerfreuliches: wir trafen das bekloppteste Stück menschlicher Scheiße, das ich jemals unter sovielen netten und freundlichen und partylustigen Metallern gefunden habe. Es war ein knochiger Pissnelkenkackarsch, der keinen Pimmel hatte und stank und scheiße war, er hatte eine fiese Kackglatze und ein beschissenes Kackscheiß-T-Shirt von Metallica an und fühlte sich wie der beschissene Kackmaharadscha von Tadschikistan. Wir wollten nämlich, wie man das so tut, quer über einen Campingplatz gehen, und zwar über einen Hügel, weil wir so schneller zum Ziel gekommen wären. Da kommt Scheißknochi, die alte Kackfickfotze aus seinem Fickscheißzelt gerannt und kackt uns an. Das wär Privatgebiet und er wär geil und würde sich gleich noch von fünftausend versifften Scheißpennern in den Arsch ficken lassen und bräuchte seine verfickte Scheißruhe dabei. Imig war natürlich angepisst und sagte, er würde hier jetzt weitergehen. Dann kam aus dem bekackten Mistmaul von Scheißknochi, der Metalliglatze der verfickteste Scheißspruch aller Zeiten: "Du kannst ja gerne hier weitergehen, aber dann klatsche ich dich weg." Wegklatschen. Was für eine beschissene Nazifickfotzenschwulihomokackdrecksau! Wenn er Privatgebiet haben will, soll er sich am besten irgendeine beschissene Parzelle in irgendeinem verfickten Schrebergarten holen, da darf er dann auch vielleicht mal lernen, wie man, wenn man denn seine private Ruhe haben möchte, so ein Gebiet absperrt und / oder markiert und wie man mit anderen Menschen umzugehen hat. Und Metal ist so ein Verhalten schonmal drei Mal nicht. Er sollte seine kleine verfickte Analfotze lieber auf Kackfestivals wie das Pop am Ring bewegen und da mit seinen schwulen kleinen Raver-Hip-Hop-Arschficker-Arschlöchern feiern, bis der Proktologe kommt. So, puh, ja, ich weiß, gemein, aber solche gehirnlosen Wichser regen mich halt auf. Irgendwann waren wir dann durchnäßt und besoffen am Zelt angelangt, wo wir Alkohol nachtankten und wetterfestere Klamotten anzogen. Dann gingen wir endlich zur ersten Band, und zwar dem Ex-Iron-Maiden-Fronter Blaze. Blaze sieht aus wie ein Werwolf, der sich nicht wieder richtig zurückverwandelt hat, er springt über die Bühne und gibt sein prinzipiell gar nicht mal schlechtes eigenes Songmaterial zum Besten und interpretiert Maiden-Songs wie 'Man on the Edge', die man nicht einmal mit viel Wohlwollen als Klassiker bezeichnen kann. Irgendwie ist die ganze Show Durchschnitt und recht langweilig. Danach haben wir keinen Bock mehr auf Doro und gehen nochmals bei Lars vorbei und dann zum Zelt, um mehr, viel mehr Bier zu trinken und auch mal was zu essen. Dann die große Frage: wo ist denn der Scheiwe? Also während Rose Tattoo spielen, nochmal zurück zum Gelände. Da ist er nicht. Bei Larsens Zelt erfahren wir dann, daß der Herr im Sanitäterzelt sitzt. Wie es dazu kam? Gaaanz lange Geschichte. Während wir durch die Weltgeschichte eierten, muß Monsieur Scheiwe wohl zunächst Langeweile gehabt und sich mit seinem unwiderstehlichen Spruch: "Ich glaub ich hab Schicht, wo muß ich hin?" auf einen Bierwagen geschmuggelt haben. Dort fiel er eine ganze Zeit lang auch nicht auf, bis ihn jemand fragte, wo er denn hingehöre und Scheiwe lachend auf sein Gastarmbändchen zeigte. Er wurde freundlich des Wagens verwiesen (nachdem er quasi alle dreckigen Gläser gespült hatte) und bekam zur Belohnung für so viel Dummheit zwei Freibier. Dann begann Scheiwe damit, den Backstage zu penetrieren, aber die Erfolgsaussichten waren sehr, sehr mager, da man - anders als beispielsweise beim Full Force, wo nur ein Securityhampel vor dem Backstage steht - gleich mehrere Kleiderschränke an strategisch günstigen Positionen positioniert hatte. Durch die erste Sicherheitsebene kam Scheiwe so noch relativ problemlos. Innerhalb versuchte er sich selbst als Security zu tarnen, indem er mit seiner Taschenlampe am Wegesrand auf und ab leuchtete und versuchte, halbwegs wichtig auszuschauen. Sein falsches Spiel wurde aber bald durchschaut und er mußte sich der Inquisition der Security stellen. Hier log sich Scheiwe zurecht, er sei von Century Media und wäre auf dem Weg, sich sein richtiges Armband zu holen. Das kam so glaubhaft rüber, daß einer der Securitys direkt mal den Veranstaltungsleiter holen wollte, doch Scheiwe und der andere Security wiegelten ab, so daß Jens den Backstage zumindest ohne größere Probleme wieder verlassen konnte. Dann ging Jensemann wohl (mittlerweile amtlich abgefüllt) zu Lars' Zelt zurück, wo er bald den Einkaufswagen seiner Träume erblickte. Wie jeder weiß, steckt in einem besoffenen Scheiwe irgendwo ein nüchterner kleiner Indiana Jones, und so läßt er sich desöfteren auf gewagte Stunts ein. So wollte er sich diesmal mit einer geschickten Rolle aus dem Einkaufswagen befreien. Wir erinnern uns: Lars' Zeltplatz war bereits amtlich zugemüllt und hielt so einiges an Glasscherben uns scharfkantigen Metallgegenständen bereit. Und so rollte sich Jens in bester Mister-Tooth-Manier mit den Handflächen zuerst über den zugemüllten Platz, wobei dann wohl seine rechte Handfläche irgendetwas scharfes in der Dunkelheit küsste und er so eine niegelnagelneue Körperöffnung quer über die gesamte Handfläche erhielt. Das sofort herausschießende warme Blut weckte in Lars nicht den Vampir, sondern die besorgte große Schwester, und so zog er unseren kleinen Jens am Händchen quer über den mittlerweile kaum mehr begehbaren Matschplatz zum Sanitätszelt. Hier angekommen (und jetzt wird's erst richtig gut!) wurde er von einem total bekloppten Rote-Kreuz-Typen erstmal an ein viehtränkenmäßiges Wasserstellchen geschickt, um die Wunde zu säubern. Dann saß Scheiwe mit siffender Hand da rum, und obwohl der Bekloppte nicht viel zu tun hatte, ließ er Scheiwe erstmal ein wenig versauern. Das wurde Jens zu bunt und er verlangte medizinische Unterstützung. Als ihm der Bekloppte dann so ungefähr verklickerte, er solle die Schnauze halten, wurde Scheiwe etwas ungehalten und regte sich mit den Worten "Was ist das denn für ein beschissener Service hier?" über den beschissenen Service auf. Da platzte dem Bekloppten die Hutschnur, er zog den immer noch fies vor sich hinblutenden Scheiwe zu sich hoch und schnauzte ihn an, er solle sich gefälligst verpissen, sonst würden er und (der quasi nüchterne und völlig sachlich diskutierende) Lars des Platzes verwiesen. Hallo? Geht's noch? Da sollte sich wohl jemand mal einen anderen Job besorgen. Nachdem die Hand dann schließlich verbunden war, wollte Jens natürlich den Namen des Bekloppten erfahren, doch der stellte auf stur. Wir waren mittlerweile ebenfalls am Zelt angelangt, aus dem Scheiwe wenig später mit einem kruden Verband, wild gestikulierend und zurecht stinksauer auftauchte. Dann klapperten wir erstmal sämtliche Beschwerdestellen ab, bis uns auffiel, daß aus dem Verband immer noch eifrig Blut schwallerte. Also nochmal zurück zum Zelt, wo er dann schlußendlich einen besseren Verband verpaßt bekam, der die Blutung halbwegs stoppte. Nach soviel Action war es an der Zeit, den Tag am Zelt mit einem letzten Bier zu besiegeln. Äuglein zu, Schlafenszeit.
Freitag
So um neun bis zehn Uhr wurde es im Zelt langsam aber sicher unerträglich stickig und warm. Ich fragte ins Zelt nach der Uhrzeit und bekam von Scheiwe, der neben mir ohne ein Anzeichen von Bewegung und mit verschlossenen Augen lag, die Antwort, es sei vier Uhr nachmittags, er habe gerade auf seinem Handy nachgeguckt. Das kam mir schon ein wenig seltsam, vor, woher konnte er das denn wissen? Na egal, Aufstehen nach einer doch recht angenehmen und ruhigen Nacht war angesagt. Das war ein großes Plus unseres etwas abgeschlagenen Platzes: es war so schön ruhig, daß man alle drei Nächte problemlos eine große Mütze Schlaf abkriegen konnte. Wenn ich mich da so mit Schrecken an die verfickte Limp-Bizkit-Bar vom letztjährigen Full Force erinnere... schauder, schauder... Draußen regnete es leicht, aber nicht so schlimm, daß wir nicht hätten grillen können. Scheiwe hatte inzwischen festgestellt, daß er die Uhrzeit im Zelt nur geträumt hatte. Dann stiefelte er los, um sich bei Lars seinen vergessenen Stuhl abzuholen, während Imig und ich den Grill in Schwung brachten. Wenig später war alles in Ordnung: Scheiwe hatte seinen Stuhl zurück, auf dem Grill bruzelten leckere Aldi-Bratwürstchen und das erste Bier (immer noch kühl!) floß unsere Kehlen hinab. Während die Würste also bruzelten, meinte Scheiwe: "Guck mal. Vorsicht, das eine ist schon ein ganz schwarzes Würstchen!", worauf ich antwortete: "Schweiwe, das heißt nicht schwarzes Würstchen, sondern ausländisches Mitbürgerwürstchen!" Für soviel politische Unkorrektheit bekam eich einige Lacher seitens der Herren Imig und Scheiwe. Nach dem Grillen besuchten uns ein zwei Leute aus Dortmund (keine Ahnung, wo die jetzt gerade herkamen), die ich irgendwie aus der Uni bzw. aus dem Spirit kannte. Scheiwe unterhielt sie schon bald mit seiner Geschichte vom 40-Zentimeter-Kackwürstchen ("...und dann habe ich ein Lineal aus der Schublade geholt und nachgemessen...") und anderen fäkalhumoristischen Einlagen, so daß uns die Beiden völlig geschockt und mit Lachtränen in den Augen verließen. Aber nicht ohne von einem der Beiden die fantastastische Geschichte über einen besoffenen Finnen zu hören, der nackt übers Gelände torkelte, dabei minutenlang ein Bockwürstchen an seinem Hoden rieb, um selbiges einer vorbeigehenden Tuse anzubieten. Die dann auch noch genüßlich das Würstchen verspachtelte. In Finnland sind sie halt alle ein bißchen hullu. Für Imig, Scheiwe und mich war es an der Zeit, Körperhygiene und Darmentleerung zu betreiben. Also machten wir uns auf zum Platz I, wo warme Duschen und saubere Klos auf unsere versifften Körper und gefüllten Ärsche warteten. Ganz billig war der Spaß zwar nicht (insgesamt 3 Euro), aber dafür waren wir wieder richtig gestylt. Scheiwe brauchte natürlich wieder etwas länger, aber wir trafen draußen Katja und quatschten, bis der Herr sich eine halbe Stunde nach uns (!) von der Dusche losreißen konnte. Zurück zum Zelt, noch ein Bierchen und so weiter und dann zum Festivalgelände. Es war ja schon wieder vier Uhr (diesmal wirklich)! Wir sahen so einen Großteil der Pretty Maids, die eine wahnsinnig sympathische Rockshow ablieferten, wobei vor allem der Sänger mit einer großartigen Stimme überzeugte und auch der glasklare, druckvolle Gesamtsound faszinierte. Zumindest Scheiwe und mich, New-Metal-Kid Imig konnte mit dem kraftvollen Hardrock der Dänen nix anfangen. Dann guckten wir uns zwei Lieder von Borknagar an, doch die Mischung aus basslosem Schluder-Blackmetal und weinerlichem Wikingergesäusel kam bei mir nicht so richtig an. Egal, ab zum Partyzelt, wo jetzt eigentlich Fleshcrawl auftreten sollten. Leider waren noch Heavenly mit ihrem hodenlosen Rungekreische zugange. Metal der furchtbarsten Sorte. Gequirlte Eunuchenscheiße. Eine typische Band, deren Songs man auf Rock-Hard-CDs immer vorspult. Eine Skip-Tasten-Band. Also zogen wir nochmal ein Ründchen übers Gelände, um dann wenig später Fleschcrawl zu sehen, die einzige Band, die noch dismemberiger ist als Dismember. Das Konzert war mal wieder typisch für Fleshcrawl: solide Show, gute Musik, Scheißsound. Na egal, es hat gerockt. Savatage sehen wir nur aus der Distanz, weil wir nach Fleshcrawl erstmal irgendwo saufen waren. Große Überraschung: wer post und rockt denn da auf der Bühne rum? Ja geil! Jeff Waters von Annihilator! Er verpaßt der Show von Savatage eine schöne Portion Arschtritt, richtig gut. Jetzt müßte mir nur noch die Musik gefallen. Endlich treffen wir auch mal Volker, Ralf und Konsorten wieder. Danach war es Zeit für Dragonlord, das Blackmetal-Projekt von Testamentgitarrist Eric Petersen. Aber auch Dragonlord waren mit einem Kacksound geschlagen, so daß ich selbst das einzige mir bekannte Lied 'Rapture' kaum erkennen konnte. Ansonsten fiel mir nur auf, daß Mr. Petersen sein Lederoutfit auch ruhig eine Nummer größer hätte kaufen können und sich zudem bei den Kreischvocals ganz schön einen abkämpft. Insgesamt eher mäßig. Volker und Ralf flößen mir zwischendurch Zeug ein, das irgendwas mit Blut hieß, aus schwarzen Bechern serviert wurde und nach einem leckeren Wein-irgendwas-Gemisch schmeckte. Danach brauchen wir wiederum eine kleine Auszeit, irgendwie haben weder Scheiwe noch Imig noch ich Bock auf Bruce Dickinson. Also zum Zelt, Alkoholgehalt aufbessern. Pünktlich zu Children of Bodom sind wir aber wieder da. Spätestens jetzt macht sich die dekadente Genialität zweier Bühnen bemerkbar. Da wir in der Mitte stehen, können wir zunächst bewundern, wie die Bodomblagen monstermäßig abrocken, müssen uns dann uns ein winziges Stückchen umdrehen und können wenig später JBO abfeiern. Imig hat aber nicht mehr den Mumm, mitzufeiern. Völlig knülle von Whiskey steht er wankend in der Menge, die Augen nur noch halb geöffnet und meint allen Ernstes, er habe bloß Rückenschmerzen und müsse jetzt ins Bett. Ok, mach gut, wir gröhlen noch kräftig bei JBO mit, was uns im Nachhinein ein hübsches Reibeisenstimmchen verpasst. Danach gucken wir noch die ersten Songs von In Extremo, was uns aber nicht so sehr vom Hocker reißt. Und da auf der Partybühne auch nicht wie angekündigt Candlemass spielen, verpissen wir uns ebenfalls zum Zelt. Draußen vorm Gelände treffen wir noch Marc und Konsorten, wobei Marc eine dicke Lippe riskiert hat, weil er sich über Nacht eine Zahnfleischentzündung zugezogen hat. Autsch! Am Zelt finden wir einen völlig breiten und trotz seiner angeblichen Rückenschmerzen schiefst im Auto liegenden Imig vor, der sich nur viel gutem Zureden ins Bett locken läßt (also in sein eigenes). Gute Nacht, Wacken!
Samstag
Der Samstag fängt mal wieder wieder mit brüllend-stickiger Hitze im Zelt an. Also raus da und geschockt (naja, ne halbe Stunde hat's schon gebraucht) feststellen, daß irgendwelche Idioten tatsächlich Imigs alten Bakterienherd, äh, Ranzgrill haben mitgehen lassen! Na egal, viel Spaß beim Grillen, ihr Trottel. Wir haben ja zum Glück noch Jenses getreuen Gaskocher, der uns wenig später leckerste Ravioli warm macht. Der soll allerdings erst später zum Einsatz kommen. Wegen der Hitze beschließen Jens und ich nämlich, uns in den Schatten am Eingang des Campingplatzes zu pflanzen, wobei wir unsere geilen Stühle natürlich (netter Nebeneffekt) einem größeren Publikum präsentieren können. Der erste Begeisterte bleibt stehen und redet über Schottenröcke, Knutschflecken (die bei ihm tatsächlich hammerübel ausfallen) und darüber, daß ihm ja niemand jemals zuhört. Recht hat der Mann. Dann kommt neben vielen Sekundärbewunderern ein völlig versiffter, besoffener Trey-Parker-Verschnitt an, der mich zunächst nur scheel anguckt, dann Scheiwe scheel anguckt, später dasselbe mit Imig macht, als dieser verspätet eintrifft und nur langsam beginnt zu sprechen. Das erste Verständliche geht Richtung "Kippe? Hassunekippe?". Doch langsam erholt sich das Sprachzentrum , und wir erfahren, daß Trey 2 anscheinend in einem schönen Busch genächtigt hat. Wenig später kommen auch ein paar seiner Kumpels vorbei, lachen ihn aus und fragen "Scheiße, wo warst DU denn schon wieder?", lassen ihn aber hilflos sitzen. Und zwar genau da, wo fünf Minuten später ein riesiger Traktor mit gigantischen Reifen um Sackhaaresbreite an ihm vorbeipflügt. Das alles beeindruckt Trey 2 aber überhaupt nicht, solange er von mir und Imig Kippen schnorren kann. Dann kommt auch noch so'n Zottel aus Neheim vorbei, der das ganze Festival noch nicht geschlafen hat und nun zum Zelt wankt, um sich Honigwein zu holen, wovon ich später auch noch ein Schlückchen abbekomme. Lecker! Reformhausmet. Trey 2 hängt eine ganze zeitlang an uns dran, erst als wir wieder zu unserem Zelt gehen, haut er mit dem Ziel, sich so besaufen, daß er nicht mehr geradeaus laufen kann, zu seinen Kumpel