Sprittokolle

6.6.6666 - Special Events

6:66 Uhr
66:66 Uhr
Hölle
Ich
Satan

Programm

Trinken
Hexenverbrennung

Zusammenfassung

Hell Yeah!!!

Rüüüülps...!
[ds]

21.9.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:00
1:00 oder?
Gaspers Kaiserschlösschen
Markus, Stefan, Andreas

Programm

Alien Apocalypse
Lümmel 1
Lümmel 2, akute Selbstmordgefahr
Verabschiedung durch den Alterspräsidenten

Zusammenfassung

Dortmund 2006. Kurz nachdem die Monarchie wieder eingeführt wurde, erhebt sich ein Scherflein durchtriebener Alkoholiker zum großen Putsch unter der glühenden Sonne Westfalens. Alle sterben. Ein Zufall? Ja, denn es ist noch nicht einmal Waschtag. Vizevolkspräsident Lothar W. lässt verlauten, er habe ein Notsstandsgesetz zur Entkotung erlassen, nachdem sämtliche ihm namentlich bekannten Regierungsmitglieder jeden Tag punkt Mittag, schlag 12 Uhr in eine gläserne Toilette auf dem Rathofsvorplatz defäkieren müssen. Die Regierungsmitglieder Olga P. und Diethold Maria C. weigern sich standhaft und werden gegen 15 Uhr 25 von ihren Eltern zu Kaffee und Kuchen abgeholt. Dieser geplante Wahnwitz führt schließlich zum berüchtigten Kartoffelaufstand, bei dem die Dortmunder Bauern ihre eigenen Frauen auf einschlägigen Amüsiermeilen für umsonst mit umstehenden Freiern teilen. Die wirtschaftliche Basis der Provinzmetropole bricht weg, tausende Zuhälter werden erwerbsunfähig und landen mit Pauken und Trompeten im Kerker des örtlichen Arbeitsamts.
Inmitten dieses Chaos praktizieren nur zwei junggebliebene Spätzwanziger die vielgerühmte Gelassenheit und lassen sich bei Zwetschgenkuchen (den sie sofort wegschmeißen) und Pornovideos (die sie unter Beteuerung, sie niemals gucken zu wollen, in ein geheimes Schränkchen verschließen) auf dem heimischen Sofa nieder. Einer der beiden, nennen wir ihn mal Markus, war so frei und hat im Vorfeld des bald folgenden Trinkvergnügens eine Kiste mit dem edlen Getränk Kronen Ex im örtlichen Supermarkt erworben. Der andere, bekannt geworden als Kapitän Ahab unter den Schrottfilmtauchern, nennen wir ihn Stefan, lässt sich auf dem Bier hernieder und einverleibt sich so den köstlichen Inhalt der gläsernen Zylinder. Als Rahmenprogramm für dieses typisch deutsche Stelldichein guter Laune wird ein Film aus dem stetig wachsenden Zyklus um den US-amerikanischen Filmschauspieler Bruce C. (bekannt aus indizierten, aber völlig normalen und insbesondere für labile Minderjährige empfehlenswerten Streifen wie Tanz der Teufel oder Maniac Cop) auf dem Filmvorführgerät filmvorgeführt. Wir lernen: außerirdische Termiten mögen Holz etwas lieber als Menschenköpfe.
Das reicht aber noch nicht, der Abend ist jung, den beiden Jungtrinkern, die wie zum Zufall der Religion der Sprittology zugeneigt sind, steht eine große Stadt voller blinkender Lichter und unerwarteter Möglichkeiten offen. Sie bleiben natürlich, wo sie sind, verschließen höchstens die Tür noch fester, denn was nun auf dem viel zitierten Fuße folgt, ist Balsam für nostalgisch veranlagte Seelen: aus der ersten Bank lümmelt Hans 'Hansi' Kraus den beiden von der durch Stefan mitgebrachten Laserdiskette entgegen. Der erste Teil, wer kennt ihn nicht, ist ein heiteres Potpourri aus typisch deutschem Humor und erfrischender handwerklicher Inkompetenz, der sich auch durch all die Jahre und die gefühlten siebentausendeinhundertundfünfundzwanzig Wiederholungen durch unsere unterfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten keineswegs abgenutzt hat.
Zum zweiten Teil der Reihe holt sich das Team Verstärkung ins Haus. Unter dem Namen Andreas wird ein weiterer Sprittbruder begrüßt. Der zweite Lümmelfilm ist allerdings ein arger Schlag ins Wasser, wie bald eingestanden werden muss, dennoch wird auch dieses Kleinod bis zum Ende geschaut. Erstaunlich: trotz Leinwandauftritten (mit Ton!) der Ekelfotzen Peter Alexander und Heintje wird keiner der Anwesenden blind oder taub. Bilanz des Abends: die kaisertreuen Recken der Sprittology haben sich auch an diesem fantastischen Donnerstag bemerkenswert gut geschlagen. Zuerst schien die Abwehr etwas zu schwächeln, doch nach mancher gefährlicher Situation konzentrierte sich die gesamte Mannschaft aufs wesentliche und wirkte fortan konzentrierter und agiler. Der Lohn der Mühe war ein spannendes 2:0 und ein fünfzigprozentiger Erlass auf das nächstmögliche Freibier.
[mg]

9.9.2006 - 10.9.2006 - Special Events

18 Uhr
Nachmittags. So.
Neuastenberg
Arendt, Hansknecht, Kiesler, Lars, Schürmann
Herpes, Diana, noch jemand
GASPER

Programm

Anreise
Bier holen
Zelte aufbauen
Golfen
Dunkel
Kneipe
Pennen
Aufwachen
Kieslers Zelt umschmeißen
Nach Hause fahren

Zusammenfassung

Es war ein Tag am Wochenende. Wir spielten Mingolf. Gasper war nicht dabei. Alle weinten.


Kiesler hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 4
Bahn 6 Schläge 5
Bahn 7 Schläge 2
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 5
Bahn 11 Schläge 3


Schürmann hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 2
Bahn 6 Schläge 4
Bahn 7 Schläge 4
Bahn 8 Schläge 2
Bahn 9 Schläge 4
Bahn 10 Schläge 7
Bahn 11 Schläge 3


Hans hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 6
Bahn 5 Schläge 3
Bahn 6 Schläge 3
Bahn 7 Schläge 7
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 2
Bahn 11 Schläge 3

Lars und Arendt hatten keine Dinger. Jeder trank ein Bier, dann gingen alle nach Hause. Knight Rider!
[ds]

16.8.2006 - Zweigstelle Arnsberg

20 Uhr
2:05 Uhr
Bruder Kieslers Siffhütte
Kiesler, Karsten, Schürmann
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht

Programm

Fußball
Dark Age
Moonwalk
Dart

Zusammenfassung

Kiesler der alte Hermaphrodit musste mal wieder das Haus seiner Eltern bewachen. Das bedeutete natürlich Sprittwoch in Arnsberg. Der Hans war sofort begeistert, an diesem Abend liefen nämlich auch Jogis Männer gegen Schweden auf. Verdammt, ich hab am Dienstag schon ne Kiste Oettinger weggezaubert, mein verlangen nach Alkohol war nicht gerade groß. Wir diskutierten im Sprittwoch-Forum...mir brummte zu diesem Zeitpunkt immer noch die Rübe, so dass ich nur Unfug schrieb, und so offenbar den Hansknecht vertrieben habe. Ein paar Stunden später...joooaahh...hmmm, was nu? Bierdurst? Oder nich? Ich konnte dem Bier nicht widerstehen. Ich berichtete Kiesler davon. Noch eben den Hansknecht aktivieren und alles würde gut werden. Ja Scheiße, der Hans hatte sich jetzt mit der Ariane Rakete verabredet. So ein Arsch. Zu zweit einen Sprittwoch zelebrieren? Nää. Langweilig. Ma überlegen, wer könnte denn noch in Arnsberg sein? Arendt fiel mir ein. Ich habe ihn angerufen. Er wollte (durfte?) nicht, muss wohl seinen Väterlichen Pflichten nachkommen. Tja, wer ist noch da? Ahaaaaaa, der Karsten machte ja Urlaub bei seiner Mutter, ich erteilte Kiesler den Befehl ihn anzurufen. Ein paar Minuten später eine SMS...Karsten ist dabei! Yahooha! Alles klar, um 19:30 Uhr fuhr Taxiunternehmen Kieser bei mir vor und sammelte mich ein. Was mich erstaunt, in letzter Zeit ist er immer pünktlich. Respekt. Ob das so bleibt? Man weiß es nicht. So jetzt noch zum Getränkemarkt ne Kiste Bier und Knabberzeug kaufen, anschließend den Karsten abholen. Bei Kiesler angekommen staunte man ne halbe Stunde über die tolle Baustelle vorm Haus. Ok, jetz aber Bier! Ahhhh, den Arsch ins Sofa gepflanzt und ne Kanne gezischt. Hmmmm, schmeckte wieder ganz gut. Aber jetz Zack Zack ARD einschalten. Man will ja auch nicht Gerhard Delling und Günter Netzer verpassen. Na jetzt endlich Anpfiff...ging recht schnell, da schlug auch schon die erste Granate ins Schwedentor ein. Krawuuuuumm! Herr Karsten schrie plötzlich wie verrückt: TOR! TOR! TOR! KIESLER, GIB MIR FÜNF. TRAUMTOR. Und danach noch zwei mal. Hölle. Endstand: 3:0 Schland. Als sich die Euphorie legte, beschlossen wir Elton vs. Simon zu gucken. Herr Stefan suchte die DVD...und suchte...und suchte...und suchte...Herr Stefan: Ach Scheiße, die hab ich ja in Dortmund. Toll Herr Stefan, da liegt se gut. Man überlegte weiter...und weiter...und weiter...So schmiss man irgendwann die Dark Age Bonus DVD ein. Spitze, Eggert (Bass) total besoffen, halbnackt vorm Nachtschalter einer Tankstelle. Er wolle Bier, konnte aber nicht mehr so gut sprechen. Der Kameramann kriegte sich auch nicht mehr ein. Naja, muss man gesehen haben. Irgendwann um weiß nicht wie viel Uhr rief Karstens Mutter an, bzw. ließ immer nur zwei mal schellen. Ich weiß auch nicht was das sollte. Herr Karsten rief zurück und fragte was das soll. Was sollte das eigentlich? So, Herr Karstons Mutter holte ihn ab und ich war mit Kiesler alleine. Ohhooo! Herr Stefan machte Krachmusik dran und legte nen Moonwalk hin. Noch ein bisschen Dart gespielt. Amateur! Herr Stefan überzeugte nicht. Ich ging nach Hause...
[ds]

9.8.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15 Uhr
0:30 Uhr
Markus' Maniac Mansion
SteNiMa FanKoRkus

Programm

Aliens Arsenal
Maniac Cop
Knight Rider
Bottom

Zusammenfassung

Es war einer dieser verregneten Sommertage. Der frühe Nachmittag war gerade über meine trübe Seele hereingebrochen, als ein kurzes elektronisches Piepen meine Aufmerksamkeit erregte. "1 neue Kurzmitteilung". Unter dem Synonym "Gasper,M" trug ein junger Mann sein Anliegen an mich heran: Sprittwoch? Die prägnante Fragestellung duldete keinen Aufschub. Innerlich aufgewühlt hakte ich nach, ob M. wirklich schon heute trinken wollte, hatten wir doch seit Wochen den morgigen Donnerstag als Termin auserkoren. Nein, bitte heute. Ich brauche Bier.
So stand ich relativ zeitig um 19:15 Uhr vor jenem Mehrfamilienhaus, das Herr Gasper von innen bewohnt. Obwohl sich mittlerweile herumgesprochen haben sollte, dass ich einen beinahe fanatischen Wert auf Pünktlichkeit lege, stand ich zunächst vor verschlossenen Türen. Ein Blick auf meinen Nokia Communicator 3310 offenbarte einen "Anruf in Abwesenheit", abermals unter dem Synonym "Gasper,M". Während ich versuchte, mit meinem Walkie Talkie Kontakt zum Herrn Gasper aufzunehmen, stakste er mir gut gelaunt und mit den Armen umherfuchtelnd auf dem Bürgersteig entgegen. Der Marathon konnte beginnen.
In den vergangenen Wochen hatte sich bei den Beteiligten viel Filmmaterial angesammelt, DVDs aus dem Ladenhüter-Preissegment zwischen 1,11€ und 4€ warteten auf ihre Seligsprechung durch die beiden Clears. Ohne Umschweife verschwand "Aliens Arsenal" vom Kultregisseur Julian Breen in einem kleinen schwarzen Kasten mit Motor und Laser. Eine "Wall of Sound" drückte mich in meinen Sitz, Herr Gasper hatte aufgerüstet. Rund um mich herum standen kleine silberne Kisten mit Geräuschen, und die 5 verschiedenen Herstellerintros der DVD rasierten mir beinahe das Haupthaar vom Kopf. Dieses brillante Bild, dieser kristallklare Klang! Doch dann begann der Film. Der war leider nicht der erhoffte 80er-Jahre Trash, den uns die Verpackung vorgaukeln wollte. Aktuelle Radiocarbonmessungen datieren den Film auf das Jahr 1999. Da man in diesem Jahr keine 80er-Jahre Trashfilme mehr drehen kann / darf, ist dieser Film leider scheiße. Ich trauerte 1,11€ hinterher, mit dem Gedanken spielend, diesen Film wegen mangelhafter Qualität umzutauschen. Allein die für immerhin 2 Minuten sichtbaren Aliens mit den, sagen wir, moppeligen Augen haben mein Gemüt dann aber doch noch ein bisschen besänftigt. Zwischendurch rief ein gewisser Niko an, der sich nach Markus' Befinden und seinen Plänen für den Abend erkundigte. Wahrheitsgemäß erklärte M.G. den bisherigen Verlauf des Abends und las seinem per Kupferdraht zugeschalteten Gegenüber die Filmtitel vor, die uns den restlichen Abend versüßen sollten. Jeder rational denkende Mensch hätte die Auflistung als Beleidigung empfunden und das Weite gesucht, doch in Nikos Ohren klangen Filmtitel wie "Aliens Arsenal", "Commander Firefox" und "Maniac Cop" wohl wie eine Einladung. So klopfte es pünktlich nach Ende der ersten Vorstellung (wir erinnern uns: Aliens Arsenal) an der Tür, als hätte eine gute Fee Niko zugeflüstert: Der Film ist vorüber, geh hin und sammel die Überlebenden ein.
Zeit für die nächste MAZ. Bei Markus' Worten Den hat mein Bruder mir empfohlen... war allen Beteiligten klar, dass jetzt die ganz schweren Geschütze aufgefahren wurden. Es ging um einen offenbar verrückten Cop. Der Einfachheit halber nennen wir ihn mal den "Maniac Cop". Der Maniac Cop ist kein Geringerer als Bruce Campbell, der von Regisseur William Lustig losgeschickt wird, ein paar lustige Morde zu begehen. Rein technisch betrachtet ist diese DVD der Beweis, dass VHS einfach nicht totzukriegen ist. Verwaschenes Bild, mieser Ton, eine Synchronisation wie anno 1950, ich gebe es nur ungern zu, aber: Da kommt Freude auf. Als auch dieser Höhepunkt der Filmgeschichte geschafft war, verabschiedete sich Niko höflich von der geselligen Runde, und verpasste somit das nächste Highlight: "Devon Miles in Nöten". Und wer hilft einem Devon Miles in Nöten? Richtig. David Michael Knight Rider Jump in my car Hasselhoff, seines Zeichens Erfinder des Afros für weiße Männer, Träger des alkoholhaltigen Wundpflasters und hobbymäßiger Ost-West-Mauern-Einreißer. Die Folge war erwartungsgemäß ziemlich unterhaltsam und resultierte in 2 vollgeschriebenen Din A-Knight Seiten voller Ungereimtheiten.
Zum Abschluss gab's mit "Bottom" noch eine Runde britischen Humor. Etwa 30 Minuten lang wurden wir aufgeklärt, wie sich der typische Brite vorm Bezahlen der Gasrechnung drückt. Apropos drücken: Bevor ich dieses Sprittokoll zu seinem wohlverdienten Ende führe, möchte ich noch - nicht ganz ohne Stolz - auf die extremen Protuberanzen hinweisen, mit denen mein Darmtrakt die Umgebung erfreute. Linsen-Eintopf von Erasco - da haben alle was von!
[sk]

7.6.2006 - Zweigstelle Arnsberg

18:30 Uhr
23:00 Uhr
Bei uns hinterm Haus
Schürmann, Arendt, ich
Flipp

Programm

Grillen und Bier trinken

Zusammenfassung

Schürmann die alte Socke nervte mich mal wieder als ich grad gemütlich Zuhause aufem Sofa lag. Keine Ahnung was er wollte, jedenfalls hatten wir irgendwann Lust zu grillen. Aber nicht zu zweit den das ist schwul und da ich nicht Kiesler heiße versuchten wir dann noch andere Spritter zu aktivieren. Arendt klang nüchtern und absolut nicht motiviert. Er meinte er müsse auch mal zu Hause bleiben, da sich seine schwangere Freundin schon beschweren würde, dass er dauernd irgendwo saufen geht und sie sich alleine vor dem Fernseher langweilen muss. Wir versuchten es bei Flipp doch der ging nicht ans Handy. Also brachen wir die Aktion ab.
Schürmann war grad vom Hof gefahren da klingelt mein Telefon, Arendt war dran. Auf einmal hatte er doch wieder Bock zu saufen, keine Ahnung wo diese plötzliche Meinungsänderung her kam. Vielleicht hat er sich kurz ne Kanne gezischt und seine Freundin war ihm wieder egal. Kurze Zeit später rief dann auch Flipp an, er wollte auch vorbei kommen nachdem er sein Auto vom TÜV abgeholt hat oder so. Ich rief dann Schürmann an um ihm von der neuen Situation zu berichten. Er war natürlich begeistert.
Da die Herren Arendt und Schürmann zu faul zum laufen waren musste ich mal wieder Taxi spielen. Wir fuhren eben noch bei Klaupark vorbei, nen bisschen Fleisch und Bier kaufen und dann ab bei uns innen Gatten. Dort wurde sofort der Grill angeschmissen und kurze Zeit später mit blutigen Fleischfetzen belegt. Irgendwann um tauchte auch Flipp auf, leider war der Grill da schon wieder aus. Wir tranken noch nen Paar Warzen und so um 23:00 Uhr machten wir Feierabend.
[dh]

24.5.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr. Nach Sauerländer Zeit: 20 Uhr
5:00 Uhr
Herr Monsiö Emil Figge, dann Dortmund West-Coast
Eisi, Domi, Kiesli, Vatolki, Verlobti von Vatolki, einige Menschen die mir fremd aber sympathisch waren.
Passanten, die looki looki auf den Regengrill machen, Passanten, die keine Wurst kaufen wollen, Passanten, die jung klein und doof sind, Passanten, die einem Dart-Club angehören und von mir und Lars begeistert sind - anfangs.

Programm

Grillen mit kläglichem Vorglühen
Nicht grillen, gut glühen in Lars' "Wohngegend"

Zusammenfassung

Der Abend begann wie immer mit kongenialer Planung. 19 Uhr Treffen vor Igors alter Wohnheimsbude, wo er nicht mehr wohnt, aber wo man bestimmt spitze vor dem Haus grillen kann, notfalls wenn's regnet "zwischen" den Häusern, schwarzer Ruß free for anyone. Anuf von Eisenberg: 19 Uhr schaff ich nicht, also 20 Uhr. Anruf bei Lars: Eisenberg schafft 19 Uhr nicht, also 20 Uhr. Gemecker von Lars: Das ist zu spät, also 19:30 Uhr. Korrektur bei Eisenberg: Lars will um 19:30 Uhr. Eisenberg: OK. Sag Igor Bescheid. Kiesler: Kauft ein. Ist zu spät zuhause. Meldet gegen 19:30 Uhr dem Igor: Hallo, wir kommen doch schon um 19:30, oh es ist schon 19:30, na dann bis 20 Uhr. So, das ist doch schon mal das aufregendste Sprittokoll seit mindestens 6 Monaten, woll? Super.
Ab 20 Uhr wird also der 5-Euro-Kaufland-Grill aufgebaut, Modell "Kann man auch mal auf dem Schlossberg stehenlassen". Verblüffend, was man bei einem Grill, der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht, alles falsch machen kann. So sollte man den Windschutz dranschrauben, _bevor_ man den Grill lichterloh entzündet hat. Außerdem erschließt es sich dem Außenstehenden nicht sofort, warum man erst einen Windschutz montiert, wenn man anschließend den Grill absichtlich so dreht, dass der Wind volle Kacke durch die Kohlen fegt. Nachdem die Kohle, oder sollte ich sagen: die dicken schwarzen Holzscheite, die in einer mit "Holzkohle" beschrifteten Tüte lagen, Feuer gefangen hatte, penetrierten wir gegenseitig unsere Grillmahlzeiten durch erotisches Übereinanderrollen. Dank dieses Tricks gelang es uns tatsächlich, einige Fleischmahlzeiten vor dem unerwartet schnell einsetzenden Gewitterregen zu garen. Sagte ich Gewitterregen? 100 Meter weiter fand übrigens das diesjährige "Sommerfest" der Emil-Figge-Wohnheime statt, herzlichen Glückwunsch! Wir retteten unsere Habseligkeiten unter ein Dach, verbrannten ein paar nutzlose aber wärmende PlastikflaschenplastikkronkorkendieeigentlichkeineKronkorkensind und guckten Lars' Miniwürsten beim Verkohlen zu. Nach seinen Chilifischstäbchen und Eisenbergs Grillkokelkäse hatte komischerweise niemand mehr Hunger, selbst die deppert dreinblickenden Passanten ließen sich keine schwarzkratzige Wurst aufdrängen. Apropos Passanten: Der Hans Meiser Notruf-Award des Abends geht auch an Eisenberg, der vorbeigehende Anwohner geistesgegenwärtig warnte: Vorsicht, da steht'n Grill! Den haben sie ja auch bestimmt nicht gesehen, wie er da - hell glühend - in dunkelster Nacht den 1 Meter breiten Weg versperrte. Erwähnte ich schon den Regen? Und den Sturm? Aus Angst, von Anwohnergartenmöbeln erschlagen zu werden, verkrümelten wir uns gegen 23 Uhr zum Sommerfest. "Wir" waren in dem Fall nur noch ich, Lars, Igor und dessen Freundin. Der Rest hatte sich schon verpisst, Skandal. Wir standen ungefähr 5 Minuten auf dem Sommerfest, wunderten uns über die Musik und die kleinen Menschen, dann reichte es uns auch schon.
IQ-Bar wär jetzt nett. Also fuhr Igor uns hin. Am Ziel brummelte Lars dann rum: Mäh, IQ-Bar... Igor, du fährst jetzt eh nach Germania? (Germania ist eine Bushaltestelle in Lütgendortmund, keine altdeutsche Großstadt), *zack*, saß ich mit Lars in Lütgendortmund. Direkt neben Igors Behausung lockte eine einladende Kneipe, aus der im Minutentakt dezent ältere Menschen nach draußen quollen und die uns später noch als "Knastikneipe" empfohlen werden solte. Wir gingen instinktiv ein paar Schritte weiter, vorbei an vielen geschlossenen Kneipen, bis wir zum Juwel dieses Abends gelangten: dem "Ritterhelm". Name und Inhalt stehen in keinerlei erkenntlicher Relation zueinander, trotzdem eroberte die Lokalität unser an diesem Abend wahrlich unverwöhntes Herz im Sturm. Die Kneipe punktete auf Anhieb mit Sprüchen wie "Du behandelst alle Kunden scheiße, deshalb ist hier auch nie was los!", was die Aufmerksamkeit direkt auf uns lenkte: "Behandelt er euch auch scheiße?" Das war nach etwa 3 Minuten. Wahrheitsgemäß antworteten wir "Noch geht's", worauf man uns anbot, unsere Goleo-Frisuren einem anwesenden Maler mit beginnender Naturglatze anzupassen, natürlich nur in einem freundschaftlichen, spaßigen Sinne. Zeit für meine erste Jägermeister-Red-Bull-Bestellung des Abends. Ein älteres, aber wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft mockierte sich: Sowas trinkt ihr? Noch während ich nach einer Rechtfertigung suchte kam die Entschuldigung: Nee, das war nur'n Spaß, ist schon ok. Ach so, haha, Rakete. Genug der billigen Scherze, die Stunde des Siegers nahte. Also trotteten Lars und ich, die weltschlechtesten Dart-Spieler, in den Nebenraum, wo der Mob begeistert beobachtete wie wir schon am Einschmeißen des Geldes und der Auswahl des Spieles scheiterten. Dann schmissen wir ein paar Pfeile gen Wurfscheibe und hatten so überraschende Glückstreffer wie zweimal Triple-20 in einem Wurf, was wiederum die Aufmerksamkeit des Nachbartisches erregte. Für einen Moment hielten die uns für sowas wie "gute Spieler", das waren wohl die berühmten 15 Minuten, die angeblich jedem irgendwann mal zuteil werden. Als wir dann zu alter Form aufliefen und Wurf um Wurf in den Sand setzten unterstellten sie uns gar, wir wollten sie locken und dann im nächsten Spiel abzocken. Ja Schürmann, ich sehe deine Zweifel, während du das hier liest. :-) Genug geprollt. Naja, eigentlich nicht. Als der Nachbartisch sich in den anderen Raum zum Flipper verkrümelt hatte folgten wir natürlich, um direkt noch einen am Kicker aufzustreuen. Das erregte leider die Aufmerksamkeit eines weiteren Nachbartisches, der dummerweise tatsächlich kickern konnte. Tja, eine Runde auf uns, was soll's. Anschließend bekriegten sich die beiden anderen Tische im Dart. Dabei erfuhren wir dann auch, dass die hier einen eigenen Dartverein betreiben. Na das wird ja immer bunter: Wir haben echte Profi-Darter beeindruckt, mir schwillt die Brust zum Auerhahn...
Alles hat ein Ende, Wurst, Wurst, Wurst. Gegen 4 verabschiedeten wir uns höflich, während Tisch A und Tisch B noch eine zünftige Klopperei gegeneinander anfingen. Was für ein Abend, was für eine Kneipe! Begeisterung, und der Wunsch, hier demnächst öfter zu dinieren. Doch für heute: Schluss mit Stuss, Sprittokoll ist ja auch langsam voll genug.
[sk]

25.1.2006 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Neuastenberg, Lawine
Pamela, Diana, Klopfer, Herpes und ich

Programm

ne Runde boarden
nen Radler bzw. Bierchen trinken
noch mal de Postwiese runter
Lawine mit Radler und Bier

Zusammenfassung

Es lag endlich mal wieder richtig viel Schnee im Sauerland und es war Sprittwoch. Also die besten Vorraussetzungen für einen Apres Ski Sprittwoch in Neuastenberg. Leider musste ich fahren, aber 2 bis 3 Radler waren drin.
So um sieben wollten wir uns treffen, ich war wie immer fast pünktlich um halb acht da. Der Schnee war spitze, die Piste gut präpariert also ging's los. Nach nen paar Fahrten hatten wir dann aber erstmal Durst. Gut das mitten auf der Piste ein Warsteiner Rondell stand, mit lecker Bier vom Fass. Wir schlürften uns ein zwei Pils, um dann mit etwas mehr Mut noch mal nen bisschen zu fahren.
So um halb 10 machten dann die Lifte zu, so dass wir gezwungen waren zum Apres Ski über zu gehen. Klopfer und Herpes waren wie immer auch in der Lawine und mal wieder Hacken Stramm. Jo wir tranken uns noch nen paar und so halb 12 fuhr ich dann nach Hause.
[dh]

28.12.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr mit 50 Minuten Verspätung
Für mich um 3:00 Uhr. Stussel und Mini-Stussel waren noch länger da.
Karstens Bungalow, Jussuf, Windsor Pups
Kiesler S., Kiesler M., Hoffmann, Karsten, Seargent O Schennen, Hansknecht und ich
Ich-schließe-mich-bei-S.-Lars-ein-Schürmann. (War also nicht dabei.)

Programm

Leute zusammentrommeln
Abholen, Spritt besorgen (hat alles Kiesler gemacht.)
Zu Karsten gehen
Süppeln
Sich über die Rock Hard CDs lustig machen
Karstens Bude mit Schneematsch dekorieren

Zusammenfassung

Dem aufmerksamen Leser scheint aufgefallen zu sein, dass es ab heute eine neue Kategorie bei Sprittokollen gibt. Nämlich das Weichei vom Dienst; oder auch der Waschlappen, Abschwächer, Anti-Spritti usw. Der Namensgebung sind keine Grenzen gesetzt. [Ergänzung vom Mastor of Administrator: Da sich eine neue Kategorie nicht so mich nix dich nix einfügen lässt, steht's erstmal unter Randerscheinungen] Aber nun zu den Fakten. Dem Kiesler sollte man sein Handy wegnehmen. Statt eben kurz auf dem Festnetz durchzurufen, schreibt er lieber eine SMS. [EvMoA: Ich HASSE telefonieren.] Aber anstatt gleich Uhrzeit usw. bekannt zu geben, verteilt er alles lieber auf mehrere Nachrichten um den Heuschrecken (Providern) einen höheren Gewinn zu bescheren.

Herr Kiesler: SMS = ~15 Cent. [EvMoA: ~20 Cent] Beschränkt auf 160 Zeichen. Ein Anruf auf dem Festnetz = ~ 2 Cent die Minute (ohne Beschränkung).

Nachdem das geklärt ist, weiter im Sprittokoll:
Auf dem Weg zu Karsten erklärt mir der Kiesler, dass Schürmann schwächelt. Und zwar mit der Begründung, dass er Silvester fit sein will. Hallo??? Es ist der 28.! D.h. du hättest genügend Zeit gehabt dich auszuruhen, zu regenerieren blabla
Als wir uns bei Karsten die ersten Kannen in den Wanst geschüttet hatten, stellten wir fest, dass unsere Schuhe alle noch vom Schnee getränkt waren. Also versuchte Karsten mit einem Handtuch die inzwischen zu kleinen Lachen geschmolzenen Schneeflocken wegzuwischen. Es gelang ihm nur bedingt. Es musste nämlich zum Rauchen rausgegangen werden. Dies hatte den Erfolg, dass die Schuhe wieder weiß wurden und alles neu auf dem Boden verteilt wurde. Die Rock-Hard CDs liefen im Hintergrund und nervten auf Dauer, da auf jeder CD so komisches Power-Metal Zeugs drauf ist. Nix gegen Power-Metal; aber diese Lieder die auf den CDs sind, nerven einfach tierisch. Außerdem hinkt häufig die Trackfolge. Wenn erst Arch Enemy kommt und anschließend so ein we fight for glooooooory-Kram, bleibt uns nichts anderes übrig die CD zu disqualifizieren.
Die CDs wurden dem Schennen irgendwann zu hart und er stellte auf Radio um. Allerdings konnte er sich nicht für einen Sender entscheiden und drehte am Sendersuchlauf so lange rum, bis irgendwann nix mehr zu verstehen war. Weder der eine noch der andere Kanal kam irgendwie durch. Was der vorhatte weiß keiner. Aber fest steht, dass keiner sonst irgendwelche GEZ-Sender hören wollte. Und für den Bullshit der im Radio läuft, wollen die auch noch Gebühren. Wie gut, dass ich kein Radio besitze! Meldet auch ihr euch von der GEZ ab. Aber bitte mit der Begründung, dass Johannes B. Kerner als Moderator überbezahlt ist. Als der Inhalt der Flaschen sich dem Ende neigte, marschierten wir Richtung Jussuf und mampften Pizza.
Zwischendurch rief immer Kieslers Bruder an, der auch Kiesler heißt und fragte, wann wir endlich ins Rock-It kommen.
Als wir endlich da ankamen, war Stefan [EvMoA: "STEPHAN"! Mit "ph"! Er wird dich töten...] gerade dabei die Kneipe abzuschließen. Hallo?? Gehts noch? Wir wollten uns gerade bei dir den Kehlkopf befeuchten und du schließt einfach ab. Ich wünsche dir mein Gewicht aber nicht meine Körpergröße.
Also gingen wir zu Archi in den Windsor Pub. Karsten machte dauernd irgendwelche Fotos und Hoffmann und ich beschlossen den Kiesler bei endless-fantasy anzumelden. Nickname: Eichelherr oder Mini-Stussel. Da fällt mir ein, dass ich das gleich noch machen muss.
Wir besoffen uns tierisch; aber gegen 3.00 Uhr hatte ich genug und wollte gehen. Der Himmel kotzte immer noch Schneeflocken und ich hatte keinen Bock alleine zu fahren. Aber die beiden Kieslers wollten sich weiterhin die Nasen rot färben. Michael faselte etwas von Red nicht mit dem o.ä. Ich habe das nicht so genau verstanden. Jedenfalls verpissten Hoffmann und ich uns aus der Kneipe. Auf dem Weg Richtung Taxistand merkte ich, dass ich ja eine Kappe dabei hatte und beschloss zu laufen. Der mp3-Player wurde umgeschnallt und ich verschwand Richtung Rumbeck. Ab hier schreibt der Kiesler weiter. [EvMoA: Sicher?] Allerdings glaube ich nicht, dass das was wird. [EvMoA: Korrekt. :-)] Also endet hier das Sprittokoll.
[aw]

13.10.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:09
0:15
Barop S, Kiesler NB, Gasper KR
Classic = Kiesper / Gasler

Programm

Schleppen
Arm dran, Bein ab
Kiesler rotzt und schneuzt auf dem Abbatoir
Endlich Bier
Sinnlos im Weltraum - Planet der Klone, Junge!
Die Unglaublichen
Eine Einführung in die Geographie Dortmunds - Dr. Stefan Kiesobert

Zusammenfassung

Neue Wohnung, neues Glück: Kiesler zieht um, und die ganze Sprittwochgemeinde zieht mit. Dummerweise müssen Paladine wie ich ihren guten Ruf durch tatkräftige Mithilfe verdienen, so dass ich mich bald in einem Dänischen Fettenlager wiederfand, wo der Herr Kiesler kurz vor knapp sein Schlafsofa abholen wollte. Die nette Frau am Tresen begrüßte ihn auch gleich mit Worten wie "Ich dachte schon, Sie wären tot, Sie gehen ja gar nicht ans Telefon" und so und stakste alsbald ins Lager. Wo wir denn unser Auto hätten, fragte sie uns. Hamwa nich, junge Frau, wir SIND das Auto. Ein ungläubiges Glotzen ihrerseits stempelt uns proforma zu fruchtquarkzaubernden Yetiaußerirdischen ab, aber Kiesler beschwichtigt: "Ist ja nur ma eben die Straße runter, Madam!"
Ja von wegen! Nachdem die gute Frau ihren Scanner zum Bezahlen / Scannen / Telefonieren mit Dänemark / Weißderdoibelwatt benutzt hat, teleportieren Kiesler und ich das Sofa, das erstaunlicherweise nur aus Pappe, Tuckernadeln und Sperrholz zu bestehen scheint, mittels unserer Manneskraft und zwei Prisen Testosteron in Stefans neues Etablissemeng. Und Junge, echt mal jetzt, war dat Dingen schwer. Kieslers Oberschenkelmuskeln meldeten frühzeitigen Verschleiß an, während mir derweil die Unterarme versäuerten. Jetzt mal wirklich, das Sofa sieht aus, als könnte man ein Loch reinGUCKEN, wieso muss sowas denn so schwer sein?
Nun ja, das Sofa war aufgebaut, Kiesler vergnügte sich ca. zehn Stunden auf seiner (neuen) Toilette, aber nicht mit Kacka, wie echte Männer das machen, sondern mit schnoddrigen Rotzgefudel, keine Ahnung, was der da macht. Endlich konnten wir durch das Dunkel zu meiner Wohne schreiten, wo ich Kiesler simultan noch ein paar tolle Schleichwege durch das nächtliche Dortmund offenbarte. "Interessant", so Kiesler. "Das finde ich niemals nicht wieder." Richtig, aber gezeigt habe ich dir das mal!
Bei mir flog uns dann mal direkt mal ne Pulle Pils in den Schädel, die Freude war unbeschreiblich. So viele sprittlose Wochen, Wochen, in denen unsere Fans und Anbeter ohne Knight Rider, ohne dies und das und ohne anderen Kack auskommen mussten / durften. Aber jetzt hatte uns der Alkohol in seiner unscheinbarsten Form, der des Bieres, wiedergefunden. Kiesler und ich wollten das alte Sprittwochfeeling wieder heraufbeschwören, und das ging am besten mit einer Folge Sinnlos im Dingesbummes. Wir haben glockenhell gelacht, und das war schön für alle Beteiligten. So schön, dass Kiesler eine weitere nie im Leben ausgehalten hätte, so dass ich ihm mit Die Unglaublichen einen US-amerikanischen Superhit auf Digital Versatile Disc präsentieren konnte. "Durchaus unterhaltsam!", so das Urteil der Arnsberger Flitzpiepe. Ich setze noch einen drauf und sage: "Sehr durchaus unterhaltsam!"
Alles hat ein Ende, nur der Durst hat keins. So musste sich leider auch Stefan von mir verabschieden, was er in einem zirka einstündigen Zeremoniell tat, dessen Essenz darin bestand, ihm zu erklären wie man geradeaus geht. Kiesler bestand jedoch auf eine porentief reine Analyse der gegenwärtigen Stadtgeographie Dortmunds, in Verbindung mit den Nahverkehrsmöglichkeiten und Diskrepanzen, ein ewigwährender Kampf...
Um viertel nach Mitternacht ging Kiesler den Weg alles Irdischen, und wenn er nicht über den Verpackungsmüll seines Sofas gestolpert ist, dann lebt er noch heute...
[mg]

24.8.2005 - Zweigstelle Arnsberg

19:00 Uhr
23 Uhr oder so
Unser Gatten aufem Kreuzberg
Schürmann, Kiesler, ich

Programm

Bier kaufen
trinken
grillen
trinken

Zusammenfassung

Herr Kiesler befand sich in Arnsberg um das Haus seiner Eltern zu bewachen, ich hatte Urlaub und Schürmann war auch da, also war die Zeit reif für Sprittwoch. Wir entschlossen uns mal wieder zu grillen, da meine Eltern einen neuen Grill hatten mit Lüftung unter den Kohlen.
Schürmann holte uns ab und nach nem kurzen Besuch bei der Tanke, zwecks Bier kaufen, fuhren wir aufen Kreuzberg. Im Garten angekommen wurde sofort der Grill gestartet und die erste Warze auf gemacht. Schürmann trank auch eine, aber wirklich nur eine da er ja noch fahren musste, tja Scheiße wenn man in Oeventrop wohnt. Nach sehr sehr kurzer Zeit war die Kohle auch schon fertig. Die Kohle war dermaßen heiß das man das Fleisch nicht lange aufem Grill lassen konnte. Spitzen Sache so ne Lüftung untern Kohlen.
Nach dem Essen tranken wir unsere Kannen leer und Schürmann fuhr uns nach Hause.
[dh]

3.8.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr
0:30 Uhr
G.
G., Dr. K.

Programm

Spongebob Schwammkopf - Der Film
Family Guy - Der Film

Zusammenfassung

Es ist ein kalter Abend und der Mond scheint feucht aus seinem Gebälk auf die Erde hinab. Doktor Stefan Kiesler, ein angehender Arzt, verlässt gegen halb sechs Uhr abends seinen grausamen Abort, den er Wohnung zu nennen wagt, aber nicht, ohne vorher eine nicht näher definierte Anzahl an Bierflaschen in seinen Geheimkoffer zu stecken. Die Kombination für das Zahlenschloß seines Koffers bleibt lange Zeit unbekannt, erst Jahre später kann die Spur des Trinkteufels auf dieses Datum zurückdatiert werden. Punkt.
Gegen halb acht erscheint der grausame Doktor iterum auf der Tanzfläche des Todes, es klingelt voller Vehemenz an der Türe des unbescholtenen Gutmenschen Markus G. Vor der Tür: Doktor Kiesler in Wintermantel und Schlapphut, ein Angebot, vorbereitet auf siebzig Seiten und mit vier Durchschlägen, in der linken Hand. Er solle unterschreiben, heißt es, er solle sich keine Sorgen machen. Der Verstand von G. liegt in Schutt und Asche, Angstneurosen machen sich breit: den Schlapphut reinlassen und ihm die Umstände seines Scheiterns erklären? Der Doktor schaut sich angewidert um: ein Fernseher, billig und verstaubt füllt den winzigen Raum in einem Dortmunder Vorort bereits fast aus. Er quetscht sich auf das unter Pizzaschachteln und Bierpfützen vermoderte Sofa. Unbehagliches Schweigen. Ach, der Herr lese Kafka, meint der Doktor zu seinem erstaunten Gastgeber, und begibt sich zur Hutablage, um sich dort seiner Kopfbedeckung zu entledigen.
Trotzdem es ihm nicht behagt, wagt er es wieder auf dem modrigen Holzsofa Platz zu nehmen und öffnet eine Flasche Bier, ebenso wie G., der glücklos auf dem Bette vor sich hin sinniert. Ein furchtbarer Tag sei es gewesen, trist und ereignislos, so G., seine einzige Erquickung liege nun doch im Alkohole. Der Doktor vergießt zwar eine heimliche Träne des Mitleids, doch lässt er sein geschundenes Gegenüber selbiges nicht erahnen. Er leitet über zum Programm. Folgend starren die beiden grau gewandeten Gestalten alkoholverzehrend in den Fernseher, nur ein verrauschtes Bild gibt die Geheimnisse eines Meisterstücks des Film Noir preis. "Stewie Griffin - The Untold Story", ein amerikanisches Werk, dessen Fokus auf die Missgünste eines sprechenden Babies gerichtet ist, welches am eigenen Leib die Suche nach seinem wahren Selbst erfährt. Die Psyche des Kindes scheint bekümmert, die Heiterkeit der jungen Jahre sind bereits jetzt einem grausamen Sarkasmus gewichen, und so mordet das Kleinkind hemmungslos durch das herbstliche San Francisco, getrieben von schlechten Gedanken an seinen fetten, bewegungslosen Vater und den Rest seiner unsäglichen Familie. Morde, Geschlechtsumwandlungen, hemmungsloser Geschlechtsverkehr und Zeitreisen, das sind Momente, mit denen das Werk auch noch Gelächter beim Publikum erzeugen möchte, doch G. und dem Doktor bleibt das Lachen im Halse stecken.
Angewidert führt G. die nächste Videokassette in seinen billigen Videorekorder ein. An die Tonverzerrungen müsse er sich gewöhnen, deutet er dem Doktor. Dieser nickt missbilligend und öffnet eine weitere Flasche Bier; mittlerweile ist es die siebte an diesem Abend. G. präsentiert Doktor Kiesler einen Film, den er am Weihnachtsabend der Wohlfahrt zu überlassen gedenkt, trennt er sich auch ungern von diesem meisterlichen Kleinod: "Spongebob Schwammkopf - Der Film", so der Name des Filmes, läuft erst nach Beschwörungen seitens G. an den Rekorder, doch endlich zu funktionieren. Der Doktor starrt in die dunklen Wolken außerhalb der winzigen Wohnung und seufzt voller Missmut. Ein sprechender Schwamm will Aufsichtsleiter in einem Gastronomiebetrieb auf dem Meeresgrund werden. Das Leben jedoch hat andere Pläne und Aufgaben für ihn, er bekommt die Stelle abgesprochen. Er ergibt sich dem Zuckerrausche. Am nächsten Tage stürzt eine linkische Kakerlake, nur auf ihren eigenen Vorteil erpicht, sein Arbeitsumfeld ins Verderben, sein Vorgesetzter wird von einem grausamen König in Eis eingeschlossen. Der König veranlasst den sprechenden Schwamm zusammen en mit seinem Kameraden, ein tumben Seestern, seine Krone wieder zu beschaffen. Der Film ist widerlich, voller Monster und bösartiger Kreaturen, die den Tod der beiden Freunde wollen. Erst der Ritt auf einem amerikanischen Filmschauspieler namens David bringt sie an ihr erhofftes Ziel. Enttäuscht verabschiedet sich G. von seinem Gaste, er müsse nun ins Bett, die Schwere des Alkohols laste auf ihm. Der Doktor nimmt wortlos seinen Hut und seinen Koffer und sagt G. Lebwohl.
[mg]

27.7.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr plus die obligatorische halbe Stunde
0:30 Uhr
Gasper
Gasper und der unglaublich attraktive Kiesler
Niko, der persönliche Berichterstatter des Hausmeisters

Programm

Plan 9 From Outer Space
Destroyers
Bride Of The Monster

Zusammenfassung

Das ständige Gejammer im Forum kann man ja nur noch mit Spritt ertragen, also entschlossen Gasper und ich uns, die Amtsgeschäfte nach geschlagenen 2 Monaten wieder aufzunehmen. Ghettomitbewohner Niko erschien kurz auf der Tanzfläche, war aber zu müde für Bier und wollte stattdessen ein Buch lesen oder einen Film gucken oder sowas Schwachsinniges. Also bereiteten Gasper und ich uns vor, öffneten die ersten Fläschchen und planten das Programm. Ein Marathon der üblen Filme stand uns bevor, also genau das richtige um den Sprittology-Motor wieder auf Touren zu bringen. Doch plötzlich schellte es nochmal. Vor der Tür erlitt Niko einen Lachkrampf, während er Gasper offenbarte, dass der Hausmeister ihm gerade anvertraut habe, bald eine eigene Kneipe in der Nähe aufmachen zu wollen. Ich kenne den Hausmeister nicht, aber Nikos Lachkrampf und Gaspers "Du musst den sehen. Das passt einfach voll zu dem." nach zu urteilen muss das ein spitzen Typ sein.
Licht aus, Spot auch. Los ging's mit "Plan 9 From Outer Space", einem überdurchschnittlich logischen Science Fiction Kracher aus der Zeit des Schwarz-Weiß-Kinos (ist jetzt nicht rassistisch gemeint). Was ist nun dieser Plan 9? Das ist, wie gesagt, recht logisch: Außerirdische erwecken auf der Erde Tote zum Leben, um die Menschen auf die Existenz der Außerirdischen aufmerksam zu machen. Damit aber niemand der Augenzeugen sein Wissen um die Existenz der Außerirdischen weitertratschen kann, wird er von diesen Wiederbelebten kurzerhand umgebracht. Warum tun die Außerirdischen so böse Dinge? Reiner Selbstschutz. Nach der Entdeckung der Atombombe wäre nämlich die Sonnenstrahlbombe (oder so ähnlich) der nächste logische Schritt. Und wie die funktioniert erklärt uns der nette Film auch gleich: Licht besteht nämlich aus Teilchen, ähnlich den Atomen. Aber irgendwie kleiner und mehr. Und wenn man die mit Sonnen-/Licht-/Spionenbrotbombe zur Explosion bringt, löst das eine Kettenreaktion aus, bei der sämtliches Sonnenlicht explodiert. Also auf unserer Erde, in der Atmosphäre, in unserem kompletten Sonnensystem, in dem halt auch die Außerirdischen leben. Das macht Sinn, das macht Spaß, das ist einfach toll. Die Kulisse tut dazu ihr Übriges. Raumschiffe eiern an lustigen Bindfäden vor einer Himmel-Tapete umher, Styroporgrabsteine wackeln, wenn man sie nur schief ansieht, und graue Vorhänge sind schlichtweg DAS tragende Element einer jeden trostlosen Kulisse in diesem Film. Innerhalb zweiminütiger Dialoge wandelt sich die Kulisse zehnmal von tiefschwarzer Nacht in grellstes Tageslicht und umgekehrt, der Chef der Außerirdischen trägt einen mittelalterlichen Drachen auf seiner Latexuniform, sowie einen Gürtel aus Spritzgebäck-Backförmchen, der Aushilfspolizist ist sogar zu dumm, drei gesprochene Sätze fließend auf die Reihe zu kriegen. Und wer jetzt schon bedient ist, für den kommt noch die Krönung: Einer der Hauptdarsteller, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Opa Munster hat, starb leider recht früh, so dass man mit ihm nur eine Szene abdrehen konnte, in der er aus einem Wald rausschleicht. Anstatt jetzt einfach einen anderen Darsteller für den kompletten Film zu nehmen, oder wenigstens für die restlichen Szenen einen, der so ähnlich aussieht, nahm man: den Chiropraktiker (!) der Frau (!!) des Produzenten (!!!). Ein dünnes Gerippe ohne eine SPUR Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Protagonisten, ja ohne eine SPUR von schauspielerischem Talent. Damit man nicht merkt, dass er gar nicht der gleiche Schauspieler wie zu Beginn des Films ist, hält er sich während des gesamten Films seinen Umhang vor's Gesicht. Aua! Es kommt noch schlimmer. Damit man nicht vergisst, dass der dürre Chiropraktiker eigentlich die gleiche Person wie Mr. Munster sein soll, blendet man zwischendurch ganz gerne verfügbares Filmmaterial des Toten ein. Leider gibt es, wie bereits erwähnt, nur eine einzige Szene mit ihm. So wiederholt sich die "Ich komme jetzt mal aus dem Wald"-Szene mindestens 20 Mal im gesamten Film, oft mit so eleganten Schnitten wie: Chiro-Man verlässt das Gebäude -> Herr Munster kommt aus dem Wald -> Chiro humpelt ein paar Meter auf offenem Feld -> Munster auf einer Wiese, im Hintergrund der gerade verlassene Wald. DAS TUT SO VERDAMMT WEH BEIM ANGUCKEN!!!
Aber eigentlich wollte ich ein Sprittokoll schreiben, keinen Filmtest. Also: Danach Destroyers, eine geniale Mischung aus Star Wars, Terminator, Robocop, und vermutlich 10 weiteren Filmen, auf jeden Fall scheiße geklaut und extrem scheiße gemischt. So wie's sein soll.
Danach folterte mich Markus noch mit "Bride Of The Monster", einem weiteren Film des Erfolgsregisseurs von Plan 9. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht mehr im Geringsten, worum es da ging. Er war auch nicht so extrem stümperhaft wie Plan 9. Nein nein, die Kaufempfehlung des Tages lautet: Plan 9 From Outer Space!
[sk]

31.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:30 Uhr
?
Sch...-Lars
Schürmann, Sch...-Lars, ich

Programm

Zusammenfassung

Ich weiß noch dass es Glühwein gab. Den Rest schreibt SCH...-LARS jetzt ganz schnell, wenn er nicht will dass hier SCH...-LARS steht...
[sk]

25.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

?
?
bei mir, dann Dorf
Walter, Gasper, Scheiwe, ich

Programm

Warten of Godot
Kaktus Jack
Titanic-Seite leersaugen
Party im Studentendorf
Es gibt nur noch Krombacher Mild -> Party verlassen
Pöbelnde Borussen ertragen

Zusammenfassung

Exilsprittologe Walter stattete der Sektion Dortmund mal wieder einen Besuch ab. Da er unerwartet früh eintraf, mussten wir erstmal ein bisschen Zeit totschlagen. Wir stellten fest, dass das erstaunlich gut mit einer Runde Lenßen und Partner funktioniert. Das ist eine fantastisch unrealistische Reality-Privatermittler-Action-Blöd-Doku auf Sat 1, die einem alle Vorurteile über das Talent deutscher Schauspieler binnen Sekunden bestätigt. Doch mit der Mutprobe einer Studentenverbindung, auf einem Klo einen Humpen Pils zu saufen, den Privatermittler Reibeisen mit einem lässigen "Na gib her den Eimer!" quittierte, hatten sie unser Herz im Sturm erobert.
Irgendwann traf dann auch mal der Gasper ein, der sich im Umgang mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch dümmer anstellte als ich normalerweise. Nun war Hollywood angesagt. Kaktus Jack, die wohl schlimmste Mischung aus Road Runner und Arnold Schwarzenegger, erheiterte unser Gemüt. Gemessen am Niveau der Gags könnte dieser Film auch aus der goldenen Ära Krüger/Gottschalk/Hallervorden stammen, sei also an dieser Stelle ausdrücklich als "unter Alkoholeinfluss sehr sehenswert" erwähnt! Die nächsten zwei Stunden kam ich mir dann als Nicht-Titanic-Abonnent wie ein Aussätziger vor. Gasper und Walter saugten begeistert die halbe Titanic-Seite leer, referierten gegenseitig über die gelungensten Aktionen der Extrem-Satyriker und zeigten mir dramatische Lücken in meiner Allgemeinbildung auf.
Zu fortgeschrittener Stunde rafften wir uns dann zum Studentendorf auf, wo sich die Dortmunder Bildungselite gehörig die Lampen ausknipste. Dort trafen wir auch Herrn Scheiwe an. Ansonsten war's da recht durchschnittlich. Saufen, Smalltalk, Bratwurst, dann der Supergau: Kein Bier mehr. Naja, kein richtiges. Stattdessen gab es nur noch: Krombacher Mild. Mit den im Moment im Trend liegenden Mild-Bieren hat die Industrie die logische Konsequenz aus der wachsenden Bierverdrossenheit der deutschen Jugend gezogen: Sie hat eine Biersorte geschaffen, die definitiv überhaupt nicht nach Bier schmeckt. Ich weiß nicht so recht was das soll. Krombacher Mild schmeckt wie ein Bier, das irgendwo im Gärungsprozess steckengeblieben ist. Als wollte es nicht erwachsen werden. Als hätte der Braumeister persönlich die Gärung mittels eines gewaltigen Urinschwalls gestoppt. Ich ergriff sofort die notwendigen Maßnahmen und knallte die nur um einen Schluck erleichterte Flasche wütend ins Gebüsch. Zeit zu gehen. Walter und ich traten den Heimweg an. Er versuchte noch krampfhaft, dem Bier was Gutes abzugewinnen, doch außer "Iiiieeh!", "Bäähhh!!" und nicht überhörbaren Würgegeräuschen, die auf heftigen Ekel schließen ließen, brachte er keine allzu begeisterten Laute hervor. So zog auch er nach immerhin einer halben Flasche die scheppernde Konsequenz.
Unsere Gaumen waren verseucht, also musste was zum Nachspülen her. Glücklicherweise hatte die IQ-Bar, die sich schon so oft als rettender Anker erwiesen hatte, noch geöffnet. Leider war der Laden von BVB-Fans geflutet, die mehr oder weniger geistreiches Liedgut anstimmten und dummprollig rumpöbelten. Naja, wie man's halt von BVB-Fans gewohnt ist. Als dann einer der gelb-schwarzen Experten die Bedienung mit den Worten "Ey Fotze, hol ma'n Taxi!" freundlich um Hilfe bat, dachte ich, spätestens JETZT müsste doch mal irgendwem die Hand ausrutschen. Aber nee, nichts. Scheinbar ist man diese Wortwahl in BVB-Kreisen gewohnt... Irgendwann versiegten dann auch hier die Quellen und Walter und ich zogen uns in mein Anwesen zurück.
[sk]

4.5.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

19 / 20 Uhr?
5 Uhr, jawoll ja!!
Scheiwe, dann NEF-Sommerfest, dann Absacker bei mir
Scheiwe, 2 fremde Menschen, Gasper, Raf mit Weib, Nadine, Lars, ich, später dann Handlutzion und weitere lustige Menschen

Programm

Vorglühen bei Scheiwe
Hans Meiser-Buch bestaunen
Lava-Lava endlich mal wieder
ca. 27 Sekunden aus Lars' "Pfui"-DVD
Sommerfest der Emil-Figge-Wohnheime
Brinkhoffs kot-#%% trinken
Bratwurst essen
Mit Lutz' Handfürzen den Platz räumen
Nachglühen
In der IQ-Bar einen Jägermeister zum Mitnehmen erschnorren
Ilsa gucken
Dabei einschlafen
Lars rausschmeißen

Zusammenfassung

Die Sprittbegeisterten sammelten sich zunächst in Scheiwes 17 m²-Sauna. Dort gab es wie immer einiges zu bestaunen. Besondere Beachtung fand diesmal ein unscheinbares Buch, das sich vergebens zwischen Topfpflanzen und Sicherheitskopien zu verstecken versuchte: "Hans Meiser - Mein erstes Mal". Darin geht's nicht etwa um seinen ersten Auftritt als der verwirrte Talkopa mit der unverkrampften Körperhaltung, sondern um geistige und andere Ergüsse zum Thema "Ich mach Bubu, was machst du?". Nachdem wir unseren Spott auf Herrn Scheiwe abgeladen hatten, lenkte er die Runde mit einer kurzen Lava-Lava-Einlage gekonnt ab. Anschließend wollte uns Sch*#-Lars eine DVD vorführen, die er bezeichnenderweise mit "Pfui" beschriftet hatte. Das gebotene Videomaterial irritierte uns etwa 27 Sekunden lang im Schnellstdurchlauf, böse Blicke wurden ausgetauscht, dann ging's zum Sommerfest.
Dort hatte man sich mal wieder für die falsche Brauerei entschieden: Die Brinkhoffs-Kloake hatte ihre Fässer abgeladen und ahnungslose Thekenhelfer pumpten die Gülle in die Gläser der unschuldigen Studentenschaft. Ach, warum kann ich nicht auf einer EINZIGEN Saufparty in Dortmund mal in den Genuss eines richtigen (also Nicht-Dortmunder-) Biers kommen? Immer nur Brinkhoffs, Kronen oder noch Schlimmeres. Ist das falsch verstandener Lokalpatriotismus oder gar eine von der Stadt vorgeschriebene Biersubvention? Man fasst es nicht, aber man trinkt es natürlich trotzdem. Und so kommt es nach einiger Zeit, wie es kommen muss: Man wird bekloppt. Insbesondere Lutz, der zu späterer Stunde wieder seinen bewährten Handfurztrick auspackte. Ich will nicht verheimlichen dass ich auch meinen Spaß dran hatte, aber unser Umfeld sah das wohl anders. Nach wenigen Minuten war der komplette Platz um uns herum wie leergefegt, nur vereinzelt kamen noch ein / zwei begeisterte Männchen hinzu, die Lutz mit leuchtendem Funkeln in den Augen um einen Schnellkurz zum Thema Handfürze baten.
Irgendwann wurd's selbst Lars und mir zu bunt und wir hielten Ausschau nach dem Nachtbus. Der kam auch sofort, jedoch bekamen wir während der knapp 5-minütigen Durststrecke dann doch wieder Appetit auf Flüssignahrung. Wie gut dass es bei mir um die Ecke die IQ-Bar gibt, wo man sich selbigen ganz fürstlich in den Keller trinken kann! Wie so viele verständnislose Kneipiers sieht man es aber auch hier nicht gerne, wenn lustige Alkoholiker, die den Laden den ganzen Abend verschmäht haben, dann ab 2 / 3 Uhr noch da versacken wollen. So wurden wir mit einem freundlichen aber endgültigen "Wir machen jetzt zu" begrüßt und bekamen nichts mehr. Das war jetzt eigentlich eindeutig, trotzdem ging ich nochmal kurz rein und wollte ein wenig nachhaken. Alle Bettelei half nichts, mit trockener Kehler verließ ich die Pilgerstätte. Auftritt Lars. "Was? Das gibt's doch nicht! Warte, ich probier's auch nochmal. Oh jaaa...." Und weg war er. Minuten vergingen. Lebte er noch oder trank er schon? Was genau er da getrieben hat weiß ich bis heute nicht, aber auf einmal kam er mit einem riiiieeeeesigen Krug voller Jägermeister Red Bull raus. "Ich hab einfach gesagt 'zum Mitnehmen', haha!" Und dann überließ er mir auch noch den kompletten Eimer, weil er lieber die Bierreste in meinem Kühlschrank vernichten wollte. Selten habe ich um diese Uhrzeit so eine Freude empfunden. Nachgeglüht wurde also bei mir, Lars zwang mich noch diese komische DVD zu gucken. Es ging da um eine Nazi-Ilsa, die irgendwelche Versuche macht, ähm... Sehr wirres Zeug, wir pennten direkt ein. Als wir aufwachten waren wir froh, dass der Film vorbei war, und Lars entschwand in die Dunkelheit.

Ergänzung:
Anscheinend wurden in besagter Nacht einige erheiternde Sprüche gekloppt, die ich mir direkt notieren musste, weil sie so geil waren. Leider kann ich mich nicht mehr im Geringsten daran erinnern, WER genau WAS zu WEM gesagt hat und WARUM. Ich veröffentliche diese Notizen daher so sinnlos, wie ich sie am nächsten Tag vorgefunden hab:

- Gliedschatten
- Hans Meiser: "Mein erstes Mal"
- Warm, alt und dick.
- Anonymer Fremder, du bist zu klein!
- Typ angehustet, zu Tode erschreckt.

In diesem Sinne...
[sk]

11.4.2005 - Special Events

12:00hr
23 Uhr
Krombacher Brauerei und Extrablatt
Pamela, Matthias, Christof, Sven, Diana, Sonja, Mike und ich, später dann noch Wolfgang und seine Frau Monika.

Programm

Mit dem Auto nach Altenhundem
Mit der Bahn nach Eichen
Zu Fuß nach Krombach
Film gucken
Brauereibesichtigung
DER SCHANKRAUM
1 Stunde am Bahnhof warten
Mit Taxi, Bahn und Bus zurück nach Schmallenberg
Extrablatt

Zusammenfassung

Es war einmal vor einiger Zeit, da dachte sich ein Diplomand aus dem Rheinland namens Christoph, er müsse das Sauerland besser kennen lernen. Doch was kann man hier kulturelles unternehmen? Natürlich eine Brauereibesichtigung, wo Veltins, Warsteiner und Krombacher doch alle hier ihren Sitz haben. Er entschied sich für Krombacher, da die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ einfach ist. Zumindest einfacher als eine Fahrt nach Grevenstein oder Warstein. Er fragte dann bei uns auf der Firma rum wer Lust hat mit zu kommen und schnell waren 10 Leute gefunden. Er rief also bei Krombacher an um einen Termin zu erfahren. Ich sagte ihm das kann schon mal nen halbes Jahr dauern, da ich wusste, dass das bei Veltins so ist. Aber nicht so bei Krombacher, wir hatten in zwei Wochen einen Termin, der 11.04.05.
Dieser Montag morgen begann direkt stressig. Eigentlich hatte ich eine Abfahrtszeit von 12 Uhr im Kopf, von da her machte ich mir auch keinen Stress. Bis mir meine Arbeitskollegin und Exfreundin um 10:30 Uhr mailte, dass wir doch schon um 11:15 los müssen. Man muss dabei bedenken ich war zwar fast fertig, musste aber noch von Arnsberg nach Schmallenberg fahren und das sind ungefähr 50 km Landstraße. Also packte ich ins Rad, so dass mein frisch geduschter Körper wieder ins schwitzen geriet. Als ich dann so um etwa 11 Uhr kurz vor Fredeburg war rief sie mich an, ich könnte mir doch Zeit lassen. Sie hätte es falsch verstanden, die Abfahrt wäre erst um viertel nach zwölf. Also Fuß vom Gas und erst mal nen Döner essen. Nach einem nicht ganz so leckern Döner, machte ich mich auf zum Institut wo wir uns treffen wollten.
Sonja, Matthias und Christof waren schon mit dem Bus los, aber Diana, Pam, Mike und ich konnten mit Sven fahren, da der irgendwo in der Nähe von Altenhundem wohnt. Wir kamen etwa um 5 nach halb 1 am Bahnhof an, der Zug fuhr um 20 vor, also alles im Lot. Eben noch nen Ticket gezogen und los ging die Fahrt. Im Zug glühten wir erst mal mit ner Flasche Xuxu vor. Eigentlich ziemlich ekelhaft, aber es musste weg. Der nächst gelegenste Bahnhof zur Krombacher war Eichen, Christof meinte von da aus könnten wir laufen. Was natürlich richtig war, aber wir brauchten 1 halbe Stunde vom Bahnhof zur Brauerei. Wir beschlossen also schon mal, den Rückweg mit dem Taxi zu fahren.
Am Eingang der Brauerei mussten wir uns melden, danach ging es erst mal in einen kleinem Raum mit ner Leinwand, wo ein Film über die Geschichte der Brauerei gezeigt wurde. Um auch in den Produktionsräumen etwas von der Führerin zu verstehen bekamen wir die selben kleinen "Walkmans" wie bei Veltins. Ja richtig wir hatten eine Führerin, wie ich finde etwas unpassend, denn wenn jemand über Bier redet, sollte es ein Mann sein. Frauen verstehen da einfach nicht so viel von. Wir gingen dann wie üblich durch verschiedene Produktions- und Abfüllräume und die Führerin erzählte etwas dazu.
Nach ungefähr einer Stunde begann der wichtigste Teil der Besichtigung. Die Verkostung. Dafür besitzt Krombacher ein extra Gebäude. In welchem sich unten ein Shop und oben ein Schankraum befindet. Im Schankraum gab es eine große Theke und Sitzgelegenheiten für ungefähr 200 Leute, da wir nur etwa 100 Gäste waren blieb eine hälfte des Raums dunkel. Wir bekamen einen schönen 10 Personentisch am Fenster. Das Zapfteam war schon in vollem gang und nach einigen Sekunden hatten wir alle ein leckeres Krombacher vor uns stehen. Die Führerin wünschte uns einen guten Durst und prostete uns zu. Ich hatte mein Glas grad angesetzt und gerade die hälfte leer gezogen da Stand schon das zweite Pils vor mir, fantastisch. In diesem Rhythmus ging es dann weiter. Für den kleinen Hunger gab es frisches Brot und geräucherten Knochenschinken. Alle waren zufrieden. Die nächsten zwei Stunden bestanden hauptsächlich aus trinken, ich schätze mal das ich so 20 Gläser 0,25 L getrunken habe und die andern auch ungefähr. Die Führerin hatte uns vor dem Trinken angekündigt das wir um 5 Uhr gehen, also bestellten wir uns um kurz vor 5 noch jeder ein Bier um das ganze etwas raus zu zögern. Als wir um etwa viertel nach, als einzigste immer noch am trinken waren, bat uns das Personal freundlich uns doch jetzt etwas zu beeilen. Wir zogen also leer und gingen runter in den Shop, wo wir auch schon die letzten waren. Als Souvenir kaufte Mike sich noch nen 24 Krombacher Rahmen.
Wie zuvor geplant bestellten wir ein Taxi, welches uns mit zwei Fuhren zum Bahnhof transportierte. Wir verpassten den Zug um fünf Minuten, so dass wir eine Stunde auf den nächsten warten mussten. Also genug Zeit um den Kasten leer zu ziehen.
An die Zugfahrt kann ich mich leider nicht mehr erinnern, mein Gedächtnis setzt erst wieder im Bus Richtung Schmallenberg ein. In diesem Bus müssen wir ziemlich aufgefallen sein, denn Diana und ich lagen die meiste Zeit der Fahrt auf dem Boden, weil wir uns nicht mehr auf den Sitzen halten konnten. In Schmallenberg angekommen ergriffen Matthias und Christof die Flucht, ihnen schien es schon gereicht zu haben.
Aber wer ein richtiger Sauerländer ist der säuft natürlich weiter, egal in welchem Zustand er ist. Da Montag war hatten die meisten Kneipen in Schmallenberg Ruhetag, so dass wir leider in eine Warsteiner Kneipe gehen mussten, das Extrablatt. Dort kam Mike auf die tolle Idee mit Whisky-Cola weiter zu machen, was natürlich nicht hieß dass zwischendurch kein Bier getrunken wurde. Irgendwann kam unser Arbeitskollege Wolfgang mit seiner Frau vorbei, um sich das Elend anzusehen. Ich hab mich wahrscheinlich auch mit ihm unterhalten, kann mich aber leider nicht mehr erinnern worüber. Ebenso zerlöchert sind meine restlichen Erinnerungen ans Extrablatt, ich weiß nur noch, dass wir gekickert haben, dass Diana sich Geld holen wollte aber leider ihre Geheimzahl vergessen hatte und das wir uns ne Pizza bestellt haben. Um Elf Uhr sind Diana und ich dann nach Hause gegangen, Sonja war schon etwa so um 9 Uhr verschwunden und Mike wurde um 12 Uhr von seiner Mutter abgeholt, ging aber noch kurz in seine Stammkneipe und war dann um etwa 1 Uhr zu Hause. Sven der ja irgendwo im Kreis Olpe wohnt fuhr mit Pamela nach Hause, die in Fredeburg wohnt. Dort begrüßte er ihren Garten erst mal mit einem fröhlichen Wüürg, in der Wohnung schlief er direkt auf dem Sofa ein. Pamela legte sich dann auch ins Bett. Nachts wachte Sven dann auf und dachte er wäre zu Hause, er wunderte sich dass er auf dem Sofa lag und legte sich ins Bett. Pamelas Wohnung muss wohl eine gewisse Ähnlichkeit mit seiner haben. Am nächsten morgen um 7 Uhr wunderte er sich dann dass er neben Pamela lag, vor allem weil er sich an nichts mehr erinnern konnte. Aber laut Pamela ist wohl nichts passiert.
[dh]

6.4.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr ca.
weiß nicht mehr genau (2 Uhr?)
Das Kiesler Anwesen in Arnsberg
Archongott Kiesler, Bubble Bobble Bibbel Babbelgott Hansknecht, C64 Versager Schürmann (War nicht mein Tag, habe gegen den Kiesler verloren)

Programm

Grillen
Essen
Trinken
Spaceballs!!
C64

Zusammenfassung

Hallo und Grüäzi miteinander! Die Kiesel Eltern waren mal wieder auf Forschungsreise an der Nordsee oder so, das musste man ja gnadenlos ausnutzen um einen Sprittwoch im Landsitz der Familie Kiesler zu machen. Los ging es damit, dass wir erstmal den Grill angeschmissen haben, das erwies sich als nicht ganz so einfach, die geilen Grillanzünder von LIDL gingen nicht an, nach zig Minuten Feuerzeug dran halten brannten se dann doch noch irgendwie. Kauft keine Grillanzünder von LIDL, die sind totaler Schrott, kosten aber nur 40 Cent. Als dann die Kohle richtig schön am glühen war, haben wir uns erstmal das Fleisch drauf gekloppt, das war so schnell fertig, man fasst es nicht, der Grill ist der absolute Killer, nen Kumpel von Kieslers Bruder hat den wohl selbst gebaut. Spitzenteil, das Toastbrot war innerhalb von 5 Sekunden pechschwarz. Ein Lob an den Menschen, der dieses Meisterstück erschaffen hat.
Ich habe mal meine halbe VHS Sammlung mitgebracht, darunter war auch der Klassiker vorm Herrn, tadaaaaaa...Spaceballs, oh jaaaa. Wir haben uns köstlich darüber bepisst. Durchkämmt die Wüste nach ihm, dann haben die tatsächlich die Wüste mit einem Riesenkamm durchkämmt, oh man. Aber jeder wird diesen Film kennen, den brauch ich ja jetzt nicht näher zu beschreiben. Nach diesem genialen Film zog uns der Commodore 64 in seinen Bann, wir mussten uns erstmal einigen welches Spiel wir spielen wollten. Der Hans wollte unbedingt Bubble Bobble zocken, naja haben wir mal damit angefangen. Wenig später hatten aber alle kein Bock mehr, jetzt ging es weiter mit Caveman Ugh' Lympics, das ist so wie Summergames, nur dass die Athleten Steinzeitmenschen sind. Die beste Disziplin ist auf jeden Fall das Feuer machen, man sitzt da mit zwei Stöcken in der Hand (pfui) und muss versuchen Feuer zu machen, da tun einem nach kurzer Zeit die Hände weh, man muss mit dem Competition Pro unheimlich schnelle Links-Rechts-Attacken machen, boar schlimm ist das. Der Hansknecht hatte den Bogen nicht ganz raus, man hörte immer wieder "So ein Scheiß, das geht gar nicht". Das mussten wir ihm dann mal beweisen, in einer Rekordzeit von 30 Sekunden brannte der alte Misthaufen. Geht nicht, tzz, son Blödsinn. Der Hans schwächelte jetzt und ging nach Hause, aber vorher war er noch pissen, der Kiesler bemerkte dass er die Tür nicht abgeschlossen hatte, er überlegte nicht lange, da überfiel er Hans auf dem Klo und wollte ein Bild von seiner Nudel machen....ääh ja genau. Der Hans hat ihn aber kurz vorher wieder eingepackt, mann mann, da hat er Glück gehabt, nur die Unterhose wurde abgelichtet. Kiesler ist ne schwule Hupe!!! Jetzt zockte ich mit dem alten Spanner Kiesler noch Archon, der Kiesler hat immer gewonnen, ich kann dieses Spiel einfach nicht. ICH HASSE ES!!! So, jetzt hatte ich auch kein Bock mehr und fuhr mit dem Taxi nach Hause.
[ds]

16.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

abends
später abends
Nikos Chinarestaurant, Platz an der Sonne
Niko, Gasper, Lars, ich, Raf, Jens "The Ripper" Scheiwe
Lama-Lars, Levermann

Programm

Jack Frost
Meine Braut, ihr Vater, dem seine Katze, die ganze Familie und ich. Teil 2.
Sitzen, schwitzen, saufen

Zusammenfassung

Als ich mit Lars bei Gasper eintraf, standen wir vor verschlossenen Türen. Hatten diese Arschgeigen etwa schon ihren Platz an der Sonne eingenommen? Nein. Ein klärendes Telefongespräch führte uns zum ziemlich in der Nähe wohnenden Niko, und eröffnete uns eine völlig neue Sprittperspektive: etwa 20 cm über dem Boden. Das ist nämlich die Höhe, in der sich in Nikos Wohnung so praktische Einrichtungen wie Couch, Bett und Fernseher befinden. Was im ersten Moment etwas unbequem erscheint, scheint auch im zweiten Moment etwas unbequem. Da es Lars zum wiederholten Mal nicht gelang, uns seinen Ilsa-She-Wolf-Nazi-Trashfilm aufzuzwängen, guckten wir mal wieder Jack Frost. Kaum zu glauben, aber beim dritten Mal wird der erst RICHTIG gut! Niko und Gasper waren auch begeistert, und Gasper entdeckte sogar auf Anhieb Fehler, die nicht Knight Ridiger sein könnten. Demnächst: Fehleranalysen zu.. ach vergesst es. Wir wunderten uns, wo der Herr Scheiwe blieb. Der hatte wohl Gasper nachmittags um fünf angerufen, er müsste nur noch eben den 2. Film des Tages umwandeln, schnippeln oder wie auch immer so bearbeiten, dass er ihn in Nikos Polycarbonatplayer stecken kann. Gegen 22 / 23 Uhr (!) (!) (!!) hatte er es dann geschafft, trudelte mehr oder weniger zusammen mit Raf und Lama-Lars ein, und wir bestaunten "Meine Braut, blablabla" Teil 2. Schöner Film.
Anschließend ging's in den "Platz an der Sonne", wo der Name dank unbelüftetem Keller verdammt Programm ist. Dort trafen wir mal wieder auf Levermann. Der spielt bei Orden Ogan Nasengitarre und verfolgt uns in letzter Zeit, wo auch immer wir am saufen sind. Beängstigend. Vor lauter Angst schwang ich mich mit Lars in den nächsten Nachtbus und Ende.
[sk]

9.3.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

20:30 Uhr
0:30 Uhr
Macki Spacki
Onkel Gasper, Tante Kiesler, Papa Nikorette

Programm

MIEP MIEP! Road Runner
Clever und Erkan, halbe Stunde
Evil Dead 2
Evil Dead 3

Zusammenfassung

Als ich um halb neun die Höhle des Plastikbiertrinkers betrat, saßen er und Niko bereits wie die Hühner auf der Eierschaukel, hörten Musik und erwarteten sehnsüchtig mein angeschlepptes Kinohighlight: Clever & Smart, der Film. Um erstmal auf einen gewissen Spaßpegel zu kommen guckten wir ein bisschen Road Runner. Liebe 12-jährige Sprittwoch-Besucher: Road Runner ist eine sehr alte Cartoonreihe um einen unbegabten Kojoten, den man vielleicht auch mit "y" schreibt, das werde ich morgen evaluieren, der einen ziemlich schnellen Vogel jagt. Man sieht zwar kein Blut, aber eigentlich sind die Gewaltdarstellungen tausendmal expliziter als diese Itchy & Scratchy Kinderkacke, die man heutzutage als "roh" ansieht.
Nach 15 Minuten "Miep miep" und "flum flum flum" (so würde ich jetzt mal diesen Zunge-rausstreck-Ton des Straßenrenners umschreiben) hatten wir aber mehr als genug und befüllten das DVD-Wiedergabegerät voller Erwartung mit Clever & Smart. Trotz einiger weniger guter Gags hatten wir den Film nach ner knappen halben Stunde so dermaßen satt... Hauptverantwortlich dafür die Synchronspacken Erkan und Stefan, deren pseudolustiger Dönerslang mal gar nicht zu Clever & Smart passt. Ich hab zumindest in den Comics noch nie "Ey, Bunny!" oder "Ey, krass Alda!" gelesen. Zum Kotzen.
Markus rettete die Situation mit seiner privaten Splatter-Fun-Evil-Dead-Collection. Teil 2 war schon ganz nett, muss ich ja zugeben. Aber Teil 3! Dieser Teil 3! Wahnsinn! Mein Gott! Armee der Finsternis, huu! Der Film ist Comedy pur, spitze. Ich hab noch nie einen Schauspieler gesehen, der so viel Spaß daran hat, sich selbst zu schlagen. Es fällt mir schwer, einzelne Szenen hervorzuheben. Ich kann dieses Machwerk einfach nur ohne Einschränkung empfehlen. Fast möchte ich mit "Splatter-Slapstick" ein neues Genre ausrufen, aber ich bin mir sicher auch auf diesem Gebiet hat sich Lars schon ein Dutzend Filme zugelegt. Es bleibt die Schande, dass ich diesen Film erst jetzt gesehen habe. Mit dieser Schmach muss ich wohl leben, traurig aber wahr.
[sk]

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