Sprittokolle

6.6.6666 - Special Events

6:66 Uhr
66:66 Uhr
Hölle
Ich
Satan

Programm

Trinken
Hexenverbrennung

Zusammenfassung

Hell Yeah!!!

Rüüüülps...!
[ds]

21.9.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:00
1:00 oder?
Gaspers Kaiserschlösschen
Markus, Stefan, Andreas

Programm

Alien Apocalypse
Lümmel 1
Lümmel 2, akute Selbstmordgefahr
Verabschiedung durch den Alterspräsidenten

Zusammenfassung

Dortmund 2006. Kurz nachdem die Monarchie wieder eingeführt wurde, erhebt sich ein Scherflein durchtriebener Alkoholiker zum großen Putsch unter der glühenden Sonne Westfalens. Alle sterben. Ein Zufall? Ja, denn es ist noch nicht einmal Waschtag. Vizevolkspräsident Lothar W. lässt verlauten, er habe ein Notsstandsgesetz zur Entkotung erlassen, nachdem sämtliche ihm namentlich bekannten Regierungsmitglieder jeden Tag punkt Mittag, schlag 12 Uhr in eine gläserne Toilette auf dem Rathofsvorplatz defäkieren müssen. Die Regierungsmitglieder Olga P. und Diethold Maria C. weigern sich standhaft und werden gegen 15 Uhr 25 von ihren Eltern zu Kaffee und Kuchen abgeholt. Dieser geplante Wahnwitz führt schließlich zum berüchtigten Kartoffelaufstand, bei dem die Dortmunder Bauern ihre eigenen Frauen auf einschlägigen Amüsiermeilen für umsonst mit umstehenden Freiern teilen. Die wirtschaftliche Basis der Provinzmetropole bricht weg, tausende Zuhälter werden erwerbsunfähig und landen mit Pauken und Trompeten im Kerker des örtlichen Arbeitsamts.
Inmitten dieses Chaos praktizieren nur zwei junggebliebene Spätzwanziger die vielgerühmte Gelassenheit und lassen sich bei Zwetschgenkuchen (den sie sofort wegschmeißen) und Pornovideos (die sie unter Beteuerung, sie niemals gucken zu wollen, in ein geheimes Schränkchen verschließen) auf dem heimischen Sofa nieder. Einer der beiden, nennen wir ihn mal Markus, war so frei und hat im Vorfeld des bald folgenden Trinkvergnügens eine Kiste mit dem edlen Getränk Kronen Ex im örtlichen Supermarkt erworben. Der andere, bekannt geworden als Kapitän Ahab unter den Schrottfilmtauchern, nennen wir ihn Stefan, lässt sich auf dem Bier hernieder und einverleibt sich so den köstlichen Inhalt der gläsernen Zylinder. Als Rahmenprogramm für dieses typisch deutsche Stelldichein guter Laune wird ein Film aus dem stetig wachsenden Zyklus um den US-amerikanischen Filmschauspieler Bruce C. (bekannt aus indizierten, aber völlig normalen und insbesondere für labile Minderjährige empfehlenswerten Streifen wie Tanz der Teufel oder Maniac Cop) auf dem Filmvorführgerät filmvorgeführt. Wir lernen: außerirdische Termiten mögen Holz etwas lieber als Menschenköpfe.
Das reicht aber noch nicht, der Abend ist jung, den beiden Jungtrinkern, die wie zum Zufall der Religion der Sprittology zugeneigt sind, steht eine große Stadt voller blinkender Lichter und unerwarteter Möglichkeiten offen. Sie bleiben natürlich, wo sie sind, verschließen höchstens die Tür noch fester, denn was nun auf dem viel zitierten Fuße folgt, ist Balsam für nostalgisch veranlagte Seelen: aus der ersten Bank lümmelt Hans 'Hansi' Kraus den beiden von der durch Stefan mitgebrachten Laserdiskette entgegen. Der erste Teil, wer kennt ihn nicht, ist ein heiteres Potpourri aus typisch deutschem Humor und erfrischender handwerklicher Inkompetenz, der sich auch durch all die Jahre und die gefühlten siebentausendeinhundertundfünfundzwanzig Wiederholungen durch unsere unterfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten keineswegs abgenutzt hat.
Zum zweiten Teil der Reihe holt sich das Team Verstärkung ins Haus. Unter dem Namen Andreas wird ein weiterer Sprittbruder begrüßt. Der zweite Lümmelfilm ist allerdings ein arger Schlag ins Wasser, wie bald eingestanden werden muss, dennoch wird auch dieses Kleinod bis zum Ende geschaut. Erstaunlich: trotz Leinwandauftritten (mit Ton!) der Ekelfotzen Peter Alexander und Heintje wird keiner der Anwesenden blind oder taub. Bilanz des Abends: die kaisertreuen Recken der Sprittology haben sich auch an diesem fantastischen Donnerstag bemerkenswert gut geschlagen. Zuerst schien die Abwehr etwas zu schwächeln, doch nach mancher gefährlicher Situation konzentrierte sich die gesamte Mannschaft aufs wesentliche und wirkte fortan konzentrierter und agiler. Der Lohn der Mühe war ein spannendes 2:0 und ein fünfzigprozentiger Erlass auf das nächstmögliche Freibier.
[mg]

9.9.2006 - 10.9.2006 - Special Events

18 Uhr
Nachmittags. So.
Neuastenberg
Arendt, Hansknecht, Kiesler, Lars, Schürmann
Herpes, Diana, noch jemand
GASPER

Programm

Anreise
Bier holen
Zelte aufbauen
Golfen
Dunkel
Kneipe
Pennen
Aufwachen
Kieslers Zelt umschmeißen
Nach Hause fahren

Zusammenfassung

Es war ein Tag am Wochenende. Wir spielten Mingolf. Gasper war nicht dabei. Alle weinten.


Kiesler hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 4
Bahn 6 Schläge 5
Bahn 7 Schläge 2
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 5
Bahn 11 Schläge 3


Schürmann hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 7
Bahn 5 Schläge 2
Bahn 6 Schläge 4
Bahn 7 Schläge 4
Bahn 8 Schläge 2
Bahn 9 Schläge 4
Bahn 10 Schläge 7
Bahn 11 Schläge 3


Hans hatte folgendes Ergebnis:

Bahn 1 Schläge 3
Bahn 2
Bahn 3
Bahn 4 Schläge 6
Bahn 5 Schläge 3
Bahn 6 Schläge 3
Bahn 7 Schläge 7
Bahn 8 Schläge 7
Bahn 9 Schläge 7
Bahn 10 Schläge 2
Bahn 11 Schläge 3

Lars und Arendt hatten keine Dinger. Jeder trank ein Bier, dann gingen alle nach Hause. Knight Rider!
[ds]

16.8.2006 - Zweigstelle Arnsberg

20 Uhr
2:05 Uhr
Bruder Kieslers Siffhütte
Kiesler, Karsten, Schürmann
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht
Hansknecht

Programm

Fußball
Dark Age
Moonwalk
Dart

Zusammenfassung

Kiesler der alte Hermaphrodit musste mal wieder das Haus seiner Eltern bewachen. Das bedeutete natürlich Sprittwoch in Arnsberg. Der Hans war sofort begeistert, an diesem Abend liefen nämlich auch Jogis Männer gegen Schweden auf. Verdammt, ich hab am Dienstag schon ne Kiste Oettinger weggezaubert, mein verlangen nach Alkohol war nicht gerade groß. Wir diskutierten im Sprittwoch-Forum...mir brummte zu diesem Zeitpunkt immer noch die Rübe, so dass ich nur Unfug schrieb, und so offenbar den Hansknecht vertrieben habe. Ein paar Stunden später...joooaahh...hmmm, was nu? Bierdurst? Oder nich? Ich konnte dem Bier nicht widerstehen. Ich berichtete Kiesler davon. Noch eben den Hansknecht aktivieren und alles würde gut werden. Ja Scheiße, der Hans hatte sich jetzt mit der Ariane Rakete verabredet. So ein Arsch. Zu zweit einen Sprittwoch zelebrieren? Nää. Langweilig. Ma überlegen, wer könnte denn noch in Arnsberg sein? Arendt fiel mir ein. Ich habe ihn angerufen. Er wollte (durfte?) nicht, muss wohl seinen Väterlichen Pflichten nachkommen. Tja, wer ist noch da? Ahaaaaaa, der Karsten machte ja Urlaub bei seiner Mutter, ich erteilte Kiesler den Befehl ihn anzurufen. Ein paar Minuten später eine SMS...Karsten ist dabei! Yahooha! Alles klar, um 19:30 Uhr fuhr Taxiunternehmen Kieser bei mir vor und sammelte mich ein. Was mich erstaunt, in letzter Zeit ist er immer pünktlich. Respekt. Ob das so bleibt? Man weiß es nicht. So jetzt noch zum Getränkemarkt ne Kiste Bier und Knabberzeug kaufen, anschließend den Karsten abholen. Bei Kiesler angekommen staunte man ne halbe Stunde über die tolle Baustelle vorm Haus. Ok, jetz aber Bier! Ahhhh, den Arsch ins Sofa gepflanzt und ne Kanne gezischt. Hmmmm, schmeckte wieder ganz gut. Aber jetz Zack Zack ARD einschalten. Man will ja auch nicht Gerhard Delling und Günter Netzer verpassen. Na jetzt endlich Anpfiff...ging recht schnell, da schlug auch schon die erste Granate ins Schwedentor ein. Krawuuuuumm! Herr Karsten schrie plötzlich wie verrückt: TOR! TOR! TOR! KIESLER, GIB MIR FÜNF. TRAUMTOR. Und danach noch zwei mal. Hölle. Endstand: 3:0 Schland. Als sich die Euphorie legte, beschlossen wir Elton vs. Simon zu gucken. Herr Stefan suchte die DVD...und suchte...und suchte...und suchte...Herr Stefan: Ach Scheiße, die hab ich ja in Dortmund. Toll Herr Stefan, da liegt se gut. Man überlegte weiter...und weiter...und weiter...So schmiss man irgendwann die Dark Age Bonus DVD ein. Spitze, Eggert (Bass) total besoffen, halbnackt vorm Nachtschalter einer Tankstelle. Er wolle Bier, konnte aber nicht mehr so gut sprechen. Der Kameramann kriegte sich auch nicht mehr ein. Naja, muss man gesehen haben. Irgendwann um weiß nicht wie viel Uhr rief Karstens Mutter an, bzw. ließ immer nur zwei mal schellen. Ich weiß auch nicht was das sollte. Herr Karsten rief zurück und fragte was das soll. Was sollte das eigentlich? So, Herr Karstons Mutter holte ihn ab und ich war mit Kiesler alleine. Ohhooo! Herr Stefan machte Krachmusik dran und legte nen Moonwalk hin. Noch ein bisschen Dart gespielt. Amateur! Herr Stefan überzeugte nicht. Ich ging nach Hause...
[ds]

9.8.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:15 Uhr
0:30 Uhr
Markus' Maniac Mansion
SteNiMa FanKoRkus

Programm

Aliens Arsenal
Maniac Cop
Knight Rider
Bottom

Zusammenfassung

Es war einer dieser verregneten Sommertage. Der frühe Nachmittag war gerade über meine trübe Seele hereingebrochen, als ein kurzes elektronisches Piepen meine Aufmerksamkeit erregte. "1 neue Kurzmitteilung". Unter dem Synonym "Gasper,M" trug ein junger Mann sein Anliegen an mich heran: Sprittwoch? Die prägnante Fragestellung duldete keinen Aufschub. Innerlich aufgewühlt hakte ich nach, ob M. wirklich schon heute trinken wollte, hatten wir doch seit Wochen den morgigen Donnerstag als Termin auserkoren. Nein, bitte heute. Ich brauche Bier.
So stand ich relativ zeitig um 19:15 Uhr vor jenem Mehrfamilienhaus, das Herr Gasper von innen bewohnt. Obwohl sich mittlerweile herumgesprochen haben sollte, dass ich einen beinahe fanatischen Wert auf Pünktlichkeit lege, stand ich zunächst vor verschlossenen Türen. Ein Blick auf meinen Nokia Communicator 3310 offenbarte einen "Anruf in Abwesenheit", abermals unter dem Synonym "Gasper,M". Während ich versuchte, mit meinem Walkie Talkie Kontakt zum Herrn Gasper aufzunehmen, stakste er mir gut gelaunt und mit den Armen umherfuchtelnd auf dem Bürgersteig entgegen. Der Marathon konnte beginnen.
In den vergangenen Wochen hatte sich bei den Beteiligten viel Filmmaterial angesammelt, DVDs aus dem Ladenhüter-Preissegment zwischen 1,11€ und 4€ warteten auf ihre Seligsprechung durch die beiden Clears. Ohne Umschweife verschwand "Aliens Arsenal" vom Kultregisseur Julian Breen in einem kleinen schwarzen Kasten mit Motor und Laser. Eine "Wall of Sound" drückte mich in meinen Sitz, Herr Gasper hatte aufgerüstet. Rund um mich herum standen kleine silberne Kisten mit Geräuschen, und die 5 verschiedenen Herstellerintros der DVD rasierten mir beinahe das Haupthaar vom Kopf. Dieses brillante Bild, dieser kristallklare Klang! Doch dann begann der Film. Der war leider nicht der erhoffte 80er-Jahre Trash, den uns die Verpackung vorgaukeln wollte. Aktuelle Radiocarbonmessungen datieren den Film auf das Jahr 1999. Da man in diesem Jahr keine 80er-Jahre Trashfilme mehr drehen kann / darf, ist dieser Film leider scheiße. Ich trauerte 1,11€ hinterher, mit dem Gedanken spielend, diesen Film wegen mangelhafter Qualität umzutauschen. Allein die für immerhin 2 Minuten sichtbaren Aliens mit den, sagen wir, moppeligen Augen haben mein Gemüt dann aber doch noch ein bisschen besänftigt. Zwischendurch rief ein gewisser Niko an, der sich nach Markus' Befinden und seinen Plänen für den Abend erkundigte. Wahrheitsgemäß erklärte M.G. den bisherigen Verlauf des Abends und las seinem per Kupferdraht zugeschalteten Gegenüber die Filmtitel vor, die uns den restlichen Abend versüßen sollten. Jeder rational denkende Mensch hätte die Auflistung als Beleidigung empfunden und das Weite gesucht, doch in Nikos Ohren klangen Filmtitel wie "Aliens Arsenal", "Commander Firefox" und "Maniac Cop" wohl wie eine Einladung. So klopfte es pünktlich nach Ende der ersten Vorstellung (wir erinnern uns: Aliens Arsenal) an der Tür, als hätte eine gute Fee Niko zugeflüstert: Der Film ist vorüber, geh hin und sammel die Überlebenden ein.
Zeit für die nächste MAZ. Bei Markus' Worten Den hat mein Bruder mir empfohlen... war allen Beteiligten klar, dass jetzt die ganz schweren Geschütze aufgefahren wurden. Es ging um einen offenbar verrückten Cop. Der Einfachheit halber nennen wir ihn mal den "Maniac Cop". Der Maniac Cop ist kein Geringerer als Bruce Campbell, der von Regisseur William Lustig losgeschickt wird, ein paar lustige Morde zu begehen. Rein technisch betrachtet ist diese DVD der Beweis, dass VHS einfach nicht totzukriegen ist. Verwaschenes Bild, mieser Ton, eine Synchronisation wie anno 1950, ich gebe es nur ungern zu, aber: Da kommt Freude auf. Als auch dieser Höhepunkt der Filmgeschichte geschafft war, verabschiedete sich Niko höflich von der geselligen Runde, und verpasste somit das nächste Highlight: "Devon Miles in Nöten". Und wer hilft einem Devon Miles in Nöten? Richtig. David Michael Knight Rider Jump in my car Hasselhoff, seines Zeichens Erfinder des Afros für weiße Männer, Träger des alkoholhaltigen Wundpflasters und hobbymäßiger Ost-West-Mauern-Einreißer. Die Folge war erwartungsgemäß ziemlich unterhaltsam und resultierte in 2 vollgeschriebenen Din A-Knight Seiten voller Ungereimtheiten.
Zum Abschluss gab's mit "Bottom" noch eine Runde britischen Humor. Etwa 30 Minuten lang wurden wir aufgeklärt, wie sich der typische Brite vorm Bezahlen der Gasrechnung drückt. Apropos drücken: Bevor ich dieses Sprittokoll zu seinem wohlverdienten Ende führe, möchte ich noch - nicht ganz ohne Stolz - auf die extremen Protuberanzen hinweisen, mit denen mein Darmtrakt die Umgebung erfreute. Linsen-Eintopf von Erasco - da haben alle was von!
[sk]

7.6.2006 - Zweigstelle Arnsberg

18:30 Uhr
23:00 Uhr
Bei uns hinterm Haus
Schürmann, Arendt, ich
Flipp

Programm

Grillen und Bier trinken

Zusammenfassung

Schürmann die alte Socke nervte mich mal wieder als ich grad gemütlich Zuhause aufem Sofa lag. Keine Ahnung was er wollte, jedenfalls hatten wir irgendwann Lust zu grillen. Aber nicht zu zweit den das ist schwul und da ich nicht Kiesler heiße versuchten wir dann noch andere Spritter zu aktivieren. Arendt klang nüchtern und absolut nicht motiviert. Er meinte er müsse auch mal zu Hause bleiben, da sich seine schwangere Freundin schon beschweren würde, dass er dauernd irgendwo saufen geht und sie sich alleine vor dem Fernseher langweilen muss. Wir versuchten es bei Flipp doch der ging nicht ans Handy. Also brachen wir die Aktion ab.
Schürmann war grad vom Hof gefahren da klingelt mein Telefon, Arendt war dran. Auf einmal hatte er doch wieder Bock zu saufen, keine Ahnung wo diese plötzliche Meinungsänderung her kam. Vielleicht hat er sich kurz ne Kanne gezischt und seine Freundin war ihm wieder egal. Kurze Zeit später rief dann auch Flipp an, er wollte auch vorbei kommen nachdem er sein Auto vom TÜV abgeholt hat oder so. Ich rief dann Schürmann an um ihm von der neuen Situation zu berichten. Er war natürlich begeistert.
Da die Herren Arendt und Schürmann zu faul zum laufen waren musste ich mal wieder Taxi spielen. Wir fuhren eben noch bei Klaupark vorbei, nen bisschen Fleisch und Bier kaufen und dann ab bei uns innen Gatten. Dort wurde sofort der Grill angeschmissen und kurze Zeit später mit blutigen Fleischfetzen belegt. Irgendwann um tauchte auch Flipp auf, leider war der Grill da schon wieder aus. Wir tranken noch nen Paar Warzen und so um 23:00 Uhr machten wir Feierabend.
[dh]

24.5.2006 - Zentralverwaltung Dortmund

19:30 Uhr. Nach Sauerländer Zeit: 20 Uhr
5:00 Uhr
Herr Monsiö Emil Figge, dann Dortmund West-Coast
Eisi, Domi, Kiesli, Vatolki, Verlobti von Vatolki, einige Menschen die mir fremd aber sympathisch waren.
Passanten, die looki looki auf den Regengrill machen, Passanten, die keine Wurst kaufen wollen, Passanten, die jung klein und doof sind, Passanten, die einem Dart-Club angehören und von mir und Lars begeistert sind - anfangs.

Programm

Grillen mit kläglichem Vorglühen
Nicht grillen, gut glühen in Lars' "Wohngegend"

Zusammenfassung

Der Abend begann wie immer mit kongenialer Planung. 19 Uhr Treffen vor Igors alter Wohnheimsbude, wo er nicht mehr wohnt, aber wo man bestimmt spitze vor dem Haus grillen kann, notfalls wenn's regnet "zwischen" den Häusern, schwarzer Ruß free for anyone. Anuf von Eisenberg: 19 Uhr schaff ich nicht, also 20 Uhr. Anruf bei Lars: Eisenberg schafft 19 Uhr nicht, also 20 Uhr. Gemecker von Lars: Das ist zu spät, also 19:30 Uhr. Korrektur bei Eisenberg: Lars will um 19:30 Uhr. Eisenberg: OK. Sag Igor Bescheid. Kiesler: Kauft ein. Ist zu spät zuhause. Meldet gegen 19:30 Uhr dem Igor: Hallo, wir kommen doch schon um 19:30, oh es ist schon 19:30, na dann bis 20 Uhr. So, das ist doch schon mal das aufregendste Sprittokoll seit mindestens 6 Monaten, woll? Super.
Ab 20 Uhr wird also der 5-Euro-Kaufland-Grill aufgebaut, Modell "Kann man auch mal auf dem Schlossberg stehenlassen". Verblüffend, was man bei einem Grill, der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht, alles falsch machen kann. So sollte man den Windschutz dranschrauben, _bevor_ man den Grill lichterloh entzündet hat. Außerdem erschließt es sich dem Außenstehenden nicht sofort, warum man erst einen Windschutz montiert, wenn man anschließend den Grill absichtlich so dreht, dass der Wind volle Kacke durch die Kohlen fegt. Nachdem die Kohle, oder sollte ich sagen: die dicken schwarzen Holzscheite, die in einer mit "Holzkohle" beschrifteten Tüte lagen, Feuer gefangen hatte, penetrierten wir gegenseitig unsere Grillmahlzeiten durch erotisches Übereinanderrollen. Dank dieses Tricks gelang es uns tatsächlich, einige Fleischmahlzeiten vor dem unerwartet schnell einsetzenden Gewitterregen zu garen. Sagte ich Gewitterregen? 100 Meter weiter fand übrigens das diesjährige "Sommerfest" der Emil-Figge-Wohnheime statt, herzlichen Glückwunsch! Wir retteten unsere Habseligkeiten unter ein Dach, verbrannten ein paar nutzlose aber wärmende PlastikflaschenplastikkronkorkendieeigentlichkeineKronkorkensind und guckten Lars' Miniwürsten beim Verkohlen zu. Nach seinen Chilifischstäbchen und Eisenbergs Grillkokelkäse hatte komischerweise niemand mehr Hunger, selbst die deppert dreinblickenden Passanten ließen sich keine schwarzkratzige Wurst aufdrängen. Apropos Passanten: Der Hans Meiser Notruf-Award des Abends geht auch an Eisenberg, der vorbeigehende Anwohner geistesgegenwärtig warnte: Vorsicht, da steht'n Grill! Den haben sie ja auch bestimmt nicht gesehen, wie er da - hell glühend - in dunkelster Nacht den 1 Meter breiten Weg versperrte. Erwähnte ich schon den Regen? Und den Sturm? Aus Angst, von Anwohnergartenmöbeln erschlagen zu werden, verkrümelten wir uns gegen 23 Uhr zum Sommerfest. "Wir" waren in dem Fall nur noch ich, Lars, Igor und dessen Freundin. Der Rest hatte sich schon verpisst, Skandal. Wir standen ungefähr 5 Minuten auf dem Sommerfest, wunderten uns über die Musik und die kleinen Menschen, dann reichte es uns auch schon.
IQ-Bar wär jetzt nett. Also fuhr Igor uns hin. Am Ziel brummelte Lars dann rum: Mäh, IQ-Bar... Igor, du fährst jetzt eh nach Germania? (Germania ist eine Bushaltestelle in Lütgendortmund, keine altdeutsche Großstadt), *zack*, saß ich mit Lars in Lütgendortmund. Direkt neben Igors Behausung lockte eine einladende Kneipe, aus der im Minutentakt dezent ältere Menschen nach draußen quollen und die uns später noch als "Knastikneipe" empfohlen werden solte. Wir gingen instinktiv ein paar Schritte weiter, vorbei an vielen geschlossenen Kneipen, bis wir zum Juwel dieses Abends gelangten: dem "Ritterhelm". Name und Inhalt stehen in keinerlei erkenntlicher Relation zueinander, trotzdem eroberte die Lokalität unser an diesem Abend wahrlich unverwöhntes Herz im Sturm. Die Kneipe punktete auf Anhieb mit Sprüchen wie "Du behandelst alle Kunden scheiße, deshalb ist hier auch nie was los!", was die Aufmerksamkeit direkt auf uns lenkte: "Behandelt er euch auch scheiße?" Das war nach etwa 3 Minuten. Wahrheitsgemäß antworteten wir "Noch geht's", worauf man uns anbot, unsere Goleo-Frisuren einem anwesenden Maler mit beginnender Naturglatze anzupassen, natürlich nur in einem freundschaftlichen, spaßigen Sinne. Zeit für meine erste Jägermeister-Red-Bull-Bestellung des Abends. Ein älteres, aber wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft mockierte sich: Sowas trinkt ihr? Noch während ich nach einer Rechtfertigung suchte kam die Entschuldigung: Nee, das war nur'n Spaß, ist schon ok. Ach so, haha, Rakete. Genug der billigen Scherze, die Stunde des Siegers nahte. Also trotteten Lars und ich, die weltschlechtesten Dart-Spieler, in den Nebenraum, wo der Mob begeistert beobachtete wie wir schon am Einschmeißen des Geldes und der Auswahl des Spieles scheiterten. Dann schmissen wir ein paar Pfeile gen Wurfscheibe und hatten so überraschende Glückstreffer wie zweimal Triple-20 in einem Wurf, was wiederum die Aufmerksamkeit des Nachbartisches erregte. Für einen Moment hielten die uns für sowas wie "gute Spieler", das waren wohl die berühmten 15 Minuten, die angeblich jedem irgendwann mal zuteil werden. Als wir dann zu alter Form aufliefen und Wurf um Wurf in den Sand setzten unterstellten sie uns gar, wir wollten sie locken und dann im nächsten Spiel abzocken. Ja Schürmann, ich sehe deine Zweifel, während du das hier liest. :-) Genug geprollt. Naja, eigentlich nicht. Als der Nachbartisch sich in den anderen Raum zum Flipper verkrümelt hatte folgten wir natürlich, um direkt noch einen am Kicker aufzustreuen. Das erregte leider die Aufmerksamkeit eines weiteren Nachbartisches, der dummerweise tatsächlich kickern konnte. Tja, eine Runde auf uns, was soll's. Anschließend bekriegten sich die beiden anderen Tische im Dart. Dabei erfuhren wir dann auch, dass die hier einen eigenen Dartverein betreiben. Na das wird ja immer bunter: Wir haben echte Profi-Darter beeindruckt, mir schwillt die Brust zum Auerhahn...
Alles hat ein Ende, Wurst, Wurst, Wurst. Gegen 4 verabschiedeten wir uns höflich, während Tisch A und Tisch B noch eine zünftige Klopperei gegeneinander anfingen. Was für ein Abend, was für eine Kneipe! Begeisterung, und der Wunsch, hier demnächst öfter zu dinieren. Doch für heute: Schluss mit Stuss, Sprittokoll ist ja auch langsam voll genug.
[sk]

25.1.2006 - Zweigstelle Arnsberg

19:30 Uhr
23:30 Uhr
Neuastenberg, Lawine
Pamela, Diana, Klopfer, Herpes und ich

Programm

ne Runde boarden
nen Radler bzw. Bierchen trinken
noch mal de Postwiese runter
Lawine mit Radler und Bier

Zusammenfassung

Es lag endlich mal wieder richtig viel Schnee im Sauerland und es war Sprittwoch. Also die besten Vorraussetzungen für einen Apres Ski Sprittwoch in Neuastenberg. Leider musste ich fahren, aber 2 bis 3 Radler waren drin.
So um sieben wollten wir uns treffen, ich war wie immer fast pünktlich um halb acht da. Der Schnee war spitze, die Piste gut präpariert also ging's los. Nach nen paar Fahrten hatten wir dann aber erstmal Durst. Gut das mitten auf der Piste ein Warsteiner Rondell stand, mit lecker Bier vom Fass. Wir schlürften uns ein zwei Pils, um dann mit etwas mehr Mut noch mal nen bisschen zu fahren.
So um halb 10 machten dann die Lifte zu, so dass wir gezwungen waren zum Apres Ski über zu gehen. Klopfer und Herpes waren wie immer auch in der Lawine und mal wieder Hacken Stramm. Jo wir tranken uns noch nen paar und so halb 12 fuhr ich dann nach Hause.
[dh]

28.12.2005 - Zweigstelle Arnsberg

20:00 Uhr mit 50 Minuten Verspätung
Für mich um 3:00 Uhr. Stussel und Mini-Stussel waren noch länger da.
Karstens Bungalow, Jussuf, Windsor Pups
Kiesler S., Kiesler M., Hoffmann, Karsten, Seargent O Schennen, Hansknecht und ich
Ich-schließe-mich-bei-S.-Lars-ein-Schürmann. (War also nicht dabei.)

Programm

Leute zusammentrommeln
Abholen, Spritt besorgen (hat alles Kiesler gemacht.)
Zu Karsten gehen
Süppeln
Sich über die Rock Hard CDs lustig machen
Karstens Bude mit Schneematsch dekorieren

Zusammenfassung

Dem aufmerksamen Leser scheint aufgefallen zu sein, dass es ab heute eine neue Kategorie bei Sprittokollen gibt. Nämlich das Weichei vom Dienst; oder auch der Waschlappen, Abschwächer, Anti-Spritti usw. Der Namensgebung sind keine Grenzen gesetzt. [Ergänzung vom Mastor of Administrator: Da sich eine neue Kategorie nicht so mich nix dich nix einfügen lässt, steht's erstmal unter Randerscheinungen] Aber nun zu den Fakten. Dem Kiesler sollte man sein Handy wegnehmen. Statt eben kurz auf dem Festnetz durchzurufen, schreibt er lieber eine SMS. [EvMoA: Ich HASSE telefonieren.] Aber anstatt gleich Uhrzeit usw. bekannt zu geben, verteilt er alles lieber auf mehrere Nachrichten um den Heuschrecken (Providern) einen höheren Gewinn zu bescheren.

Herr Kiesler: SMS = ~15 Cent. [EvMoA: ~20 Cent] Beschränkt auf 160 Zeichen. Ein Anruf auf dem Festnetz = ~ 2 Cent die Minute (ohne Beschränkung).

Nachdem das geklärt ist, weiter im Sprittokoll:
Auf dem Weg zu Karsten erklärt mir der Kiesler, dass Schürmann schwächelt. Und zwar mit der Begründung, dass er Silvester fit sein will. Hallo??? Es ist der 28.! D.h. du hättest genügend Zeit gehabt dich auszuruhen, zu regenerieren blabla
Als wir uns bei Karsten die ersten Kannen in den Wanst geschüttet hatten, stellten wir fest, dass unsere Schuhe alle noch vom Schnee getränkt waren. Also versuchte Karsten mit einem Handtuch die inzwischen zu kleinen Lachen geschmolzenen Schneeflocken wegzuwischen. Es gelang ihm nur bedingt. Es musste nämlich zum Rauchen rausgegangen werden. Dies hatte den Erfolg, dass die Schuhe wieder weiß wurden und alles neu auf dem Boden verteilt wurde. Die Rock-Hard CDs liefen im Hintergrund und nervten auf Dauer, da auf jeder CD so komisches Power-Metal Zeugs drauf ist. Nix gegen Power-Metal; aber diese Lieder die auf den CDs sind, nerven einfach tierisch. Außerdem hinkt häufig die Trackfolge. Wenn erst Arch Enemy kommt und anschließend so ein we fight for glooooooory-Kram, bleibt uns nichts anderes übrig die CD zu disqualifizieren.
Die CDs wurden dem Schennen irgendwann zu hart und er stellte auf Radio um. Allerdings konnte er sich nicht für einen Sender entscheiden und drehte am Sendersuchlauf so lange rum, bis irgendwann nix mehr zu verstehen war. Weder der eine noch der andere Kanal kam irgendwie durch. Was der vorhatte weiß keiner. Aber fest steht, dass keiner sonst irgendwelche GEZ-Sender hören wollte. Und für den Bullshit der im Radio läuft, wollen die auch noch Gebühren. Wie gut, dass ich kein Radio besitze! Meldet auch ihr euch von der GEZ ab. Aber bitte mit der Begründung, dass Johannes B. Kerner als Moderator überbezahlt ist. Als der Inhalt der Flaschen sich dem Ende neigte, marschierten wir Richtung Jussuf und mampften Pizza.
Zwischendurch rief immer Kieslers Bruder an, der auch Kiesler heißt und fragte, wann wir endlich ins Rock-It kommen.
Als wir endlich da ankamen, war Stefan [EvMoA: "STEPHAN"! Mit "ph"! Er wird dich töten...] gerade dabei die Kneipe abzuschließen. Hallo?? Gehts noch? Wir wollten uns gerade bei dir den Kehlkopf befeuchten und du schließt einfach ab. Ich wünsche dir mein Gewicht aber nicht meine Körpergröße.
Also gingen wir zu Archi in den Windsor Pub. Karsten machte dauernd irgendwelche Fotos und Hoffmann und ich beschlossen den Kiesler bei endless-fantasy anzumelden. Nickname: Eichelherr oder Mini-Stussel. Da fällt mir ein, dass ich das gleich noch machen muss.
Wir besoffen uns tierisch; aber gegen 3.00 Uhr hatte ich genug und wollte gehen. Der Himmel kotzte immer noch Schneeflocken und ich hatte keinen Bock alleine zu fahren. Aber die beiden Kieslers wollten sich weiterhin die Nasen rot färben. Michael faselte etwas von Red nicht mit dem o.ä. Ich habe das nicht so genau verstanden. Jedenfalls verpissten Hoffmann und ich uns aus der Kneipe. Auf dem Weg Richtung Taxistand merkte ich, dass ich ja eine Kappe dabei hatte und beschloss zu laufen. Der mp3-Player wurde umgeschnallt und ich verschwand Richtung Rumbeck. Ab hier schreibt der Kiesler weiter. [EvMoA: Sicher?] Allerdings glaube ich nicht, dass das was wird. [EvMoA: Korrekt. :-)] Also endet hier das Sprittokoll.
[aw]

13.10.2005 - Zentralverwaltung Dortmund

18:09
0:15
Barop S, Kiesler NB, Gasper KR
Classic = Kiesper / Gasler

Programm

Schleppen
Arm dran, Bein ab
Kiesler rotzt und schneuzt auf dem Abbatoir
Endlich Bier
Sinnlos im Weltraum - Planet der Klone, Junge!
Die Unglaublichen
Eine Einführung in die Geographie Dortmunds - Dr. Stefan Kiesobert

Zusammenfassung

Neue Wohnung, neues Glück: Kiesler zieht um, und die ganze Sprittwochgemeinde zieht mit. Dummerweise müssen Paladine wie ich ihren guten Ruf durch tatkräftige Mithilfe verdienen, so dass ich mich bald in einem Dänischen Fettenlager wiederfand, wo der Herr Kiesler kurz vor knapp sein Schlafsofa abholen wollte. Die nette Frau am Tresen begrüßte ihn auch gleich mit Worten wie "Ich dachte schon, Sie wären tot, Sie gehen ja gar nicht ans Telefon" und so und stakste alsbald ins Lager. Wo wir denn unser Auto hätten, fragte sie uns. Hamwa nich, junge Frau, wir SIND das Auto. Ein ungläubiges Glotzen ihrerseits stempelt uns proforma zu fruchtquarkzaubernden Yetiaußerirdischen ab, aber Kiesler beschwichtigt: "Ist ja nur ma eben die Straße runter, Madam!"
Ja von wegen! Nachdem die gute Frau ihren Scanner zum Bezahlen / Scannen / Telefonieren mit Dänemark / Weißderdoibelwatt benutzt hat, teleportieren Kiesler und ich das Sofa, das erstaunlicherweise nur aus Pappe, Tuckernadeln und Sperrholz zu bestehen scheint, mittels unserer Manneskraft und zwei Prisen Testosteron in Stefans neues Etablissemeng. Und Junge, echt mal jetzt, war dat Dingen schwer. Kieslers Oberschenkelmuskeln meldeten frühzeitigen Verschleiß an, während mir derweil die Unterarme versäuerten. Jetzt mal wirklich, das Sofa sieht aus, als könnte man ein Loch reinGUCKEN, wieso muss sowas denn so schwer sein?
Nun ja, das Sofa war aufgebaut, Kiesler vergnügte sich ca. zehn Stunden auf seiner (neuen) Toilette, aber nicht mit Kacka, wie echte Männer das machen, sondern mit schnoddrigen Rotzgefudel, keine Ahnung, was der da macht. Endlich konnten wir durch das Dunkel zu meiner Wohne schreiten, wo ich Kiesler simultan noch ein paar tolle Schleichwege durch das nächtliche Dortmund offenbarte. "Interessant", so Kiesler. "Das finde ich niemals nicht wieder." Richtig, aber gezeigt habe ich dir das mal!
Bei mir flog uns dann mal direkt mal ne Pulle Pils in den Schädel, die Freude war unbeschreiblich. So viele sprittlose Wochen, Wochen, in denen unsere Fans und Anbeter ohne Knight Rider, ohne dies und das und ohne anderen Kack auskommen mussten / durften. Aber jetzt hatte uns der Alkohol in seiner unscheinbarsten Form, der des Bieres, wiedergefunden. Kiesler und ich wollten das alte Sprittwochfeeling wieder heraufbeschwören, und das ging am besten mit einer Folge Sinnlos im Dingesbummes. Wir haben glockenhell gelacht, und das war schön für alle Beteiligten. So schön, dass Kiesler eine weitere nie im Leben ausgehalten hätte, so dass ich ihm mit Die Unglaublichen einen US-amerikanischen Superhit auf Digital Versatile Disc präsentieren konnte. "Durchaus unterhaltsam!", so das Urteil der Arnsberger Flitzpiepe. Ich setze noch einen drauf und sage: "Sehr durchaus unterhaltsam!"
Alles hat ein Ende, nur der Durst hat keins. So musste sich leider auch Stefan von mir verabschieden, was er in einem zirka einstündigen Zeremoniell tat, dessen Essenz darin bestand, ihm zu erklären wie man geradeaus geht. Kiesler bestand jedoch auf eine porentief reine Analyse der gegenwärtigen Stadtgeographie Dortmunds, in Verbindung mit den Nahverkehrsmöglichkeiten und Diskrepanzen, ein ewigwährender Kampf...
Um viertel nach Mitternacht ging Kiesler den Weg alles Irdischen, und wenn er nicht über den Verpackungsmüll seines Sofas gestolpert ist, dann lebt er noch heute...
[mg]

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